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Sonntag, 21. Juni 2026

noch ein Alban - der Mainzer

 

Alban von Mainz, lebensgroße Figur im Kreuzgang des Mainzer Doms

Alban von Mainz, Priester und Märtyrer. Hrabanus Maurus berichtet im 9. Jahrhundert, Alban sei zur Zeit des Kaisers Theodosius I., also Ende des 4. Jahrhunderts, mit zwei Begleitern, Theonestus und Ursus, nach Mailand gekommen und vom heiligen Ambrosius zur Missionspredigt nach Gallien geschickt worden. Während Ursus schon unterwegs in der Stadt Augusta den Märtyrertod fand, wurden Alban und Theonestus erst bei Mainz enthauptet.
Nach der späteren Legende soll Alban nach der Enthauptung seinen Kopf selbst an die Stätte seines Begräbnisses getragen haben. Die Ausgrabungen auf dem spätrömischen Friedhof förderten tatsächlich sein Grab zutage, so dass an seiner geschichtlichen Persönlichkeit nicht gezweifelt werden kann. Auf der „Albans-Schanze“ in Mainz stand die von Karl dem Großen erbaute Abtei „Sankt Alban“, in der die Mainzer Bischöfe beigesetzt wurden.
Alban wird dargestellt ohne Kopf, bzw. den Kopf tragend. Sein Gedenktag ist der 21. Juni.
(Martyrologium Sancrucense)


Wir danken unserem Herrn Jesus Christus, der uns hier als sein Volk versammelt, und bitten ihn auf die Fürsprache des heiligen Alban.

Du hast den heiligen Alban berufen, Gottes Gegenwart in der Welt zu bekennen. - Steh unserem Papst N., unserem Bischof N. und allen Bischöfen, Priestern und Diakonen bei, dich mutig zu verkünden.

In der Kraft des Heiligen Geistes hat der heilige Alban die Kirche von Mainz erneuert. - Lass die Kirche von Mainz wachsen im Glauben und in der Liebe und mache sie zu einem Zeichen der Hoffnung.

Der heilige Alban hat als Wanderprediger die Botschaft des Evangeliums verkündet. - Schenke allen Christen die Bereitschaft, auf dein Wort zu hören und dir zu dienen.

Du hast im Wirken des heiligen Alban deine Liebe sichtbar gemacht. - Nimm dich der Menschen an, die in Angst und Sorge leben.

Als Märtyrer ist der heilige Alban gestorben und vor den Toren von Mainz begraben. - Lass ihn und alle Verstorbenen das Licht deiner Herrlichkeit schauen.

Denn durch dich schenkt uns der Vater Leben und Zukunft. Ihm gebühren Lob und Dank in Ewigkeit. Amen.

(bistummainz


Kreuzgang des Mainzer Doms

Dienstag, 4. Februar 2020

Rhabanus Maurus, Bischof und Mönch

Hrabanus Maurus

Rabanus Maurus, Abt und Bischof. Rabanus Maurus wurde 780 aus fränkischem Geschlecht geboren, er wurde Mönch, 822 Abt von Fulda und 847 Erzbischof von Mainz. Er gilt als einer der bedeutendsten abendländischen Theologen seiner Zeit und erhielt den ehrenden Beinamen „Lehrer Germaniens“. Wahrscheinlich ist Rabanus Maurus der Verfasser des Hymnus „Veni, Creator Spiritus“.
Er starb am 4. Februar 865 zu Mainz. Seine Gebeine, die nach Halle an der Saale übertragen wurden, sind seit der Reformationszeit verschollen.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Veronika
Kreuzweg Lourdes
Kalvarienberg Wien-Hernals (Jesus büßt die Sünde der Unkeuschheit)
im Sanctuarium Kalwaria Zebrzydowska

und der hl. Katharina de Ricci.
 
du bist in der Osterzeit



Ich möchte die Vorstellung dieses großen Mannes der Kirche abschließen, indem ich einige seiner Worte zitiere, in denen sich seine Grundüberzeugungen gut widerspiegeln:
„Wer in der Betrachtung nachlässig ist („qui vacare Deo negligit"), beraubt sich allein der Schau des Lichtes Gottes; wer sich dann in unüberlegter Weise von den Sorgen ergreifen lässt und es seinen Gedanken gestattet, vom Lärm der Dinge der Welt überwältigt zu werden, verurteilt sich zur absoluten Unmöglichkeit, in die Geheimnisse des unsichtbaren Gottes einzudringen" (Lib. I, PL 112, col. 1263A).
Ich denke, dass Rabanus Maurus diese Worte auch an uns heute richtet: In den Zeiten der Arbeit, mit ihren frenetischen Rhythmen, und in der Ferienzeit müssen wir Zeiten Gott vorbehalten. Ihm unser Leben öffnen, indem wir an ihn einen Gedanken, eine Reflexion, ein kurzes Gebet richten, und vor allem dürfen wir den Sonntag als den Tag des Herrn nicht vergessen, den Tag der Liturgie, um in der Schönheit unserer Kirchen, der „Musica sacra" und des Wortes Gottes die Schönheit Gottes selbst wahrzunehmen und ihn in unser Sein eintreten zu lassen. Allein auf diese Weise wird unser Leben groß, allein auf diese Weise wird es wahres Leben.
(aus der Ansprache der Generalaudienz Papst Benedikts XVI. über Rabanus Maurus, 3.6.2009)



hier gewesen




Liebe Brüder und Schwestern!

Heute habe ich für meine Katechese eine geistliche Persönlichkeit aus der Karolingerzeit ausgewählt, den Mönch Rabanus Maurus. Rabanus wird im deutschen Sprachraum als Heiliger verehrt, sein Gedenktag ist der 4. Februar. Er wurde 780 in Mainz geboren, im Kindesalter kam er ins Kloster Fulda, wurde dort 822 Abt und dann 847 Bischof in seiner Vaterstadt. In Mainz ist er auch im Jahr 856 gestorben. Wegen seiner umfassenden Gelehrsamkeit hat man ihm den Beinamen „Lehrer Germaniens" gegeben. Dies spiegelt sich in seinem reichhaltigen Schrifttum wieder, das exegetische wie pädagogische Arbeiten umfasst, Verzeichnisse von Bußen für bestimmte Sünden, die so genannten Penitentiarien, Stellungnahmen zu kirchlichen Streitfragen, Predigten und Hymnen - wahrscheinlich ist der bekannte Hymnus zum Heiligen Geist „Veni Creator Spiritus" aus seiner Feder. Schließlich seien die „Carmina" erwähnt, das sind poetische Werke, die wohl auch im Gottesdienst zum Einsatz kamen. Sowohl in der Verkündigung wie auch mit seiner Lyrik wollte Rabanus das Verständnis der Menschen für das Wort Gottes öffnen und vertiefen. Nach seiner Überzeugung ist beim Glaubensakt nicht nur der Verstand am Werk, sondern der ganze Mensch mit seinen Sinnen und Empfindungen. In seinen Schriften geht es Rabanus also darum, nicht nur rationale Begriffe zu vermitteln, sondern auf künstlerische Weise Anstöße zu geben, dass der Mensch seinen Blick zum Wahren und Schönen erhebt und sich mit dem Geist, der Seele und den Sinnen dem Geheimnis unserer Erlösung zuwendet.
(Zusammenfassung der Katechese von Papst Benedikt XVI. über Rabanus Maurus, 3. Juni 2009)


Hrabanus Maurus, irgendwo zw. Mainz und Eibingen

Samstag, 23. Februar 2019

Maria am Samstag (gleichfalls aus Mainz)

Schutzmantelmadonna, St. Stephan, Mainz


1. Maria, breit den Mantel aus,
Mach uns ein’ Schirm und Schild daraus.
Laß uns darunter sicher steh’n,
bis alle Feind’ vorübergeh’n.
     Barmherzige Patronin,
     Komm uns zu Hilf’, Maria!

2. Dein Mantel ist so schön und weit,
Bedeckt die ganze Christenheit,
Bedeckt die ganze weite Welt,
Ist aller Zuflucht und Gezelt.

3. Er ist so schön, so himmelblau,
Ist unser Schild, wie ich vertrau’;
Wer eifrig sich darunter stellt,
Der wird von keinem Feind gefällt.

4. Maria, Hilf’ der Christenheit,
Zeig deine Hilf’ uns allezeit,
komm uns zu Hilf’ in allem Streit,
Treib ab von uns die Feinde weit.

5. Wenn alle Feind’ zusammensteh’n,
Wenn alle grimmig auf uns geh’n.
Bleib du bei uns, bleib unser Schutz,
So bieten jedem Feind wir Trutz.

6. Maria, komm und hilf geschwind,
Nimm auf den Arm dein göttlich Kind,
Send uns der lieben Engel Heer,
Daß es die Feinde von uns wehr’.

7. O Mutter der Barmherzigkeit,
Hoch über uns den Mantel breit,
Uns all’ darunter wohl bewahr
zu jeder Zeit, in aller Fahr.

St. Stephan - Mainz

Donnerstag, 23. Februar 2017

Willigis von Mainz

St. Stephan in Mainz, wo Willigis begraben ist



Willigis von Mainz, Erzbischof. Willigis entstammte einer niedersächsischen Bauernfamilie. Zuerst Hofkaplan Kaiser Ottos II. machte er im Rahmen der ottonischen Kirchenpolitik rasch Karriere: 971 wurde er Kanzler und 975 Erzbischof von Mainz. Der sächsischen Kaiserfamilie blieb Willigis fortan ein uneigennütziger Berater. 976 wurde er päpstlicher Vikar für Deutschland. 996 führte er Gregor V. als ersten deutschen Papst in Rom ein. 1007 war er wesentlich an der Gründung des neuen Bistums Bamberg beteiligt. In seinem Bistum förderte Willigis Kunst, Wissenschaft und das Schulwesen. Der von ihm errichtete Martinsdom in Mainz brannte 1009 am Tag der Weihe ab. Er ließ die Kirchen von Sankt Stephan und Sankt Viktor in Mainz erbauen, und stiftete das Stift Disibodenberg sowie das Benediktinerkloster Jechaburg in Thüringen. Auch die Errichtung mehrerer Brücken geht auf Willigis zurück. In Mainz ließ er täglich 30 Arme speisen.
Willigis starb am 23. Februar 1011 und wurde in Sankt Stephan zu Mainz bestattet, wo heute noch seine Reliquien in einem Büstenschrein ruhen. Willigis war Sohn eines Wagners und wählte daher das Wagenrad als Wappenzeichen; das Rad ist bis heute im Wappen von Rheinland-Pfalz erhalten.
(Martyrologium Sancrucense)

3 Videos über die Spuren seines Wirkens im Mainzer Dom und in St. Stephan



Willigis Statue von Oswald







Schließen möchte ich mit einem Zeugnis aus dem berühmten Katalog des Jakob Wimpfeling zur Geschichte der Mainzer Erzbischöfe (1515), wo es im Zusammenhang mit Willigis heißt:
„Selig die Bischöfe, die statt des Helms die Mitra, statt des Harnischs die Kasel, statt des Schwertes den Hirtenstab lieben, die statt auf die Jagd zu gehen, Kirchen visitieren, statt zu tanzen, Weihen spenden, die statt in Spielkarten in den Hl. Schriften und in den päpstlichen Erlassen lesen, die statt eines liederlichen, verrufenen und in Verruf bringenden Weibes unsere reinste Herrin und Mutter Gottes lieben, sie verehren und ihr huldigen, die statt gelockte Männer, Jäger oder Lanzenturnierer um sich zu versammeln hochheilige Synoden abhalten, Statuten erlassen, Laster ausmerzen, die über das Volk und den Klerus Burggrafen, Richter, Sittenrichter zu setzen pflegen, die streng, untadelig, ehrwürdig, unbestechlich und charakterfest sind, unzugänglich für Speichelleckerei, nicht habgierig ... ."



Versuchung von Adam und Eva im Paradies, die Chagall-Fenster in St. Stephan sind die letzten
Kirchenfenster, die der Künstler schuf

Gewölbeschlußstein des Kreuzgangs von St. Stephan, der hl. Stephanus im Tod knieend, das gelbe Manipel weist ihn als Diakon aus, die Hand Gottes verheißt ihm ewigen Lohn


St. Stephan, Mainz