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Dienstag, 6. Oktober 2026

Fleisch und Blut zur Vergebung unserer Sünden (Bruno)

 

Hl. Bruno, Joan Macip, "Joan de Joanes", 11540-1545
Museum National Art de Catalunya, Barcelona


Als Bruno selber sich in Kalabrien dem Tode nahe fühlte, fügte er dem dem Akt des Glaubens mit einer kurzen Formel einige Worte hinzu, die seine Söhne treu überlieferten. Sie bildeten eine wesentliche Antwort auf das, was Berengar geleugnet hatte. Es war ein letztes Echo seines alten Glaubens:

"Ich glaube auch an die Sakramente, an welche die Kirche glaubt, und die sie verehrt, im besonderen: daß das Brot und der Wein, die auf dem Altar konsekriert werden, nach der Wandlung wahrer Leib unseres Herrn Jesu Christi, sein wahres Fleisch und sein wahres Blut ist, das wir zur Vergebung unserer Sünden und in der Hoffnung auf die ewige Erlösung empfangen."

(Gerardo Pasada: Der heilige Bruno, Vater der Kartäuser, 56)

Statue im Kölner Dom, aus einem Brief an die Kartäuser

Bruno in Fatima

Der Tod des hl. Bruno, St. Severin, Köln

Statue im Petersdom

Glasfenster im Kölner Dom

Seitenaltar der ehemaligen Kartäuserkirche von S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom

Statue von Bruno von Köln in S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom UND Altarbild Maria erscheint dem hl. Bruno, ebendort

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Adalbero von Würzburg.



Montag, 6. Oktober 2025

Freut euch

 

Dreifaltigkeit mit Evangelisten, Maria und Johannes d. Taufer; Kölner Dom 

Bruno in Fatima

Der Tod des hl. Bruno, St. Severin, Köln

Statue im Petersdom

Glasfenster im Kölner Dom

Seitenaltar der ehemaligen Kartäuserkirche von S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom

Statue von Bruno von Köln in S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom UND Altarbild Maria erscheint dem hl. Bruno, ebendort

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Adalbero von Würzburg.

Ordensgründer unter dem Richterfenster, Kölner Dom
Erklärung HIER

Bruno (+ 1101)

Aus einem Brief an seine Söhne, die Kartäuser

Mein Geist juble im Herrn

Durch die wiederholten Berichte unseres heiligen Bruders Landowin weiß ich von dem unbeugsamen Ernst eurer klugen und lobenswerten Lebensordnung. Ich habe von eurer heiligen Liebe gehört und von eurem Eifer für alle, die lauter und ehrbar sind. Darüber jubelt mein Geist im Herrn. Ich juble wirklich, und es drängt mich, dem Herrn Lob und Dank zu sagen. Dennoch muss ich bitter seufzen. Ich juble zwar, wie es recht ist, über die wachsende Frucht eurer Tugend. Doch über mich selbst empfinde ich Schmerz und Scham, weil ich untätig und träge im Elend meiner Sünden verharre.

Freut euch also, meine lieben Brüder, dass ihr ein glückliches Los habt und dass die Hand Gottes für euch voll von Gnade ist. Freut euch, dass ihr den vielfältigen Gefahren und dem Schiffbruch auf den Wogen dieser Welt entgangen seid. Freut euch, dass ihr den stillen und sicheren Hafenplatz der inneren Welt erreicht habt. Viele wollten schon dahin gelangen, viele gaben sich auch einige Mühe, versuchten es, kamen aber nicht hin. Viele hatten es schon erreicht, wurden aber ausgeschlossen. Es war ihnen nicht vergönnt.

Haltet es für sicher und bewiesen: Wer dieses begehrenswerte Gut genießen darf, aber etwas davon wieder verliert, der wird es bis zum Ende beklagen – wenn ihm das Heil seiner Seele überhaupt noch etwas bedeutet und irgendeiner Mühe wert ist. Euretwegen, meine lieben Laienbrüder, sage ich: „Meine Seele priest die Grüße des Herrn,“1 Denn euer lobenswerter Prior und Vater beglückwünscht sich euretwegen sehr und freut sich. Ich sehe aus seinem Bericht, wie groß die Barmherzigkeit Gottes über euch ist. So will also auch ich mich freuen. Ihr könnt zwar nicht schreiben, aber Gott kann mit seinem Finger nicht nur die Liebe in euer Herz einzeichnen, sondern auch die Kenntnis seines heiligen Gesetzes. Denn durch die Arbeit zeigt ihr, was ihr liebt und was ihr wisst. Mit aller Sorgfalt und allem Eifer beobachtet ihr wahren Gehorsam, und so ist es offenbar, dass es euch gegeben ist, mit Weisheit im Garten Gottes die süßen und lebensspendenden Früchte der Heiligen Schrift zu lesen.

(1) Lk 1,46.


Benedikt, Dominikus, Franzikus, Bruno, Ignatius, Theresa von Avila

Donnerstag, 6. Oktober 2022

Bruno in Fatima

 

 »Stat Crux dum volvitur orbis« 

[Das Kreuz steht, solange sich der Erdkreis dreht] – so lautet euer Leitspruch.

Das Kreuz Christi ist der ruhende Pol inmitten der Veränderungen und Umwälzungen der Welt. Das Leben in einer Kartause teilt die Beständigkeit des Kreuzes, welche die Beständigkeit Gottes, seiner treuen Liebe ist.
Wenn ihr wie die Reben mit dem Weinstock fest mit Christus verbunden bleibt, seid auch ihr, Kartäuserbrüder, mit seinem Heilsmysterium verbunden wie die Jungfrau Maria, die in derselben Hingabe der Liebe mit dem Sohn vereint beim Kreuz stand.

(Papst Benedikt XVI. an die Karäuser, 9.10.2011, kathnet)

Der Tod des hl. Bruno, St. Severin, Köln

Statue im Petersdom

Glasfenster im Kölner Dom

Seitenaltar der ehemaligen Kartäuserkirche von S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom

Statue von Bruno von Köln in S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom UND Altarbild Maria erscheint dem hl. Bruno, ebendort

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Adalbero von Würzburg


hl. Bruno der Karäuser, auf den Kolonnaden der Rosenkranzbasilika in Fatima

Dienstag, 6. Oktober 2020

Der Tod des hl. Bruno

 

Tod des hl. Bruno, St. Severin, Köln

 

Der Herr hat alle Sterblichen im Licht geschaffen,
um ihnen für ihre Verdienste die höchsten Freuden des Himmels anzubieten.
Glücklich, wer seine Seele auf die Gipfel hin ausrichtet,
ohne zu wanken,
und wer sich vor allem Bösen in acht nimmt!
Aber glücklich auch,
wer – einmal gefallen – seine Sünde bereut
und wer seine Fehler oft beweint!

Ach! Die Menschen leben, als folgte nicht dem Leben der Tod,
als wäre die Hölle nur eine kurzweilige Geschichte.
Zeigt uns nicht die Erfahrung, dass alles Leben sich im Tode auflöst?
Und bestätigt nicht die Hl. Schrift die Qualen der Hölle?
Unglücklich, ja, wahnsinnig,
wer dahinlebt, ohne diese Pein zu fürchten!
Einmal tot, wird er die Höllenglut spüren.

Ihr Sterblichen alle,
lebt so, dass ihr die höllischen Sümpfe
nicht zu fürchten braucht!

(Helly, A., Bruno von Köln, Der Vater der Kartäuser, Echter.V. 1992, Quelle:brunonisnet)

Statue im Petersdom

Glasfenster im Kölner Dom

Seitenaltar der ehemaligen Kartäuserkirche von S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom

Statue von Bruno von Köln in S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom UND Altarbild Maria erscheint dem hl. Bruno, ebendort

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Adalbero von Würzburg

 

Brunozyklus in St. Severin, Köln

Samstag, 6. Oktober 2018

Bruno der Kartäuser (Petersdom) - das kontemplative Leben

Bruno lehnt die Übernahme des Bischofssitzes von Reggio ab, Petersdom


Die ehemalige Kartäuserkirche S. Maria degli Angeli e dei Martiri in Rom

Warum Bruno hohe Würden ablehnte 




·         Zuletzt, welche ist die Haupteigenschaft die notwendig ist um ins Kloster einzutreten?

·         Da das Leben der Kartäuser ein Leben des Gebets ist, kann man schwierig jemanden zulassen der sich nicht von Sammlung und Gebet angezogen fühlt. Im kontemplativen Leben kann keine noch so exzellente Eigenschaft den Geist des Gebetes ersetzen.

·         Welches ist die besondere Aufgabe des Novizenmeisters?

·         Über die Ausbildung der Novizen zu wachen, ihnen in ihren Schwierigkeiten und Versuchungen zu helfen, welche gewöhnlich den Jüngern Jesu in der Wüste auflauern.

·         Folgt man in der Kartause einer besonderen Gebetsmethode?

·         In der Regel beginnt der Novize seine Lehre auf den Wegen des Gebets mit dem, was man in der monastischen Tradition: ‘Lectio divina’ nennt. Diese Gebetsmethode ist traditionell in den Klöstern. Sie besteht darin, bedächtig ein Stück der Heiligen Schrift zu lesen und es langsam ‘wiederzukäuen‘ (lat. ruminare). Daraufhin nützt man in der Stille die Gefühle der Dankbarkeit, des Lobes, der Zerknirschung, welche der Text in unserem Innern hat hervorsprudeln lassen, um sie in ein an den Herrn gerichtetes Gebet zu verwandeln. Wenn dieser Text uns nichts Besonderes sagt, oder wenn Zerstreuung aufkommt, nimmt man die Lektüre mit einem anderen kurzen Stück wieder auf welches man ins Herz eindringen lässt. Diese Gebetsmethode ist sehr einfach und reduziert die Zerstreuungen sehr stark.

·         Ist diese Ausbildung zum Gebetsleben für sie sehr wichtig?

·         Es könnte nicht anders sein. Es ist wichtig, dass das Gebet des Novizen danach strebt sich zu vereinfachen, sich in einen einfachen, liebevollen Blick auf den Herrn verwandelt. Es ist notwendig, dass der Novize das kontemplative Gebet kennen lernt, angefangen von den ersten Graden des ‘Gebetes des einfachen Schauens’, auch ‘Gebet der Ruhe’ genannt. Der Magister hat die Aufgabe mit großer Klugheit zur Kontemplation zu erziehen, im Bewusstsein, dass sie das Ziel des Gebets ist.

·         Ist das von einem Novizen nicht zuviel verlangt?

·         Wenn ein Novize, durch Gnade, eine kontemplative Erfahrung macht, so einfach und kurz sie auch sein mag, so ist er normalerweise schon dazu bereit die Momente der Entmutigung, der geistlichen Dürre, die Krisen, welche im Allgemeinen während des Noviziats nicht fehlen, zu überwinden. Um den ‘alten Menschen’ auszureißen, der in den Tiefen eines jeden schlummert, ist es sehr nützlich gewöhnlich in der Gegenwart Gottes zu leben: Das ist es, was der ständige und betende Kontakt mit dem Wort Gottes im göttlichen Uffizium und der ‘lectio divina’ ermöglicht.

Der junge Mönch befreit sich Schritt für Schritt von der Tyrannei der Gefühle und Leidenschaften, und dem starken Ruf der Welt, von der er sich zwar ehrlich getrennt hat als er in die Kartause eingetreten ist, aber welche ihn dort verfolgt indem sie sich in seinem Inneren versteckt. Er beherrscht auch zunehmend die Zerstreuung der Gefühle, die Oberflächlichkeit, die Unbeständigkeit, und sein ganzes Leben wird unmerklich von der Nähe Gottes durchdrungen. Nun werden ihm die Sammlung und die innere Stille, welche seinen Geist erfüllt, die Gefühle der Anbetung, der Dankbarkeit und der Freude gleichsam zur Natur. Wenn dieser Pfeiler des kontemplativen Gebets fehlen würde, so wäre seine Berufung allezeit der Entmutigung, dem hin und her flüchtiger Gefühle, der Mühsal, der Dürre, dem Mangel an Interesse fürs Geistliche ausgesetzt: Das sind in der Hauptzahl der Fälle die Ursachen welche am Beginn des Verlassens des monastischen Lebens stehen.

(Quelle)

Freitag, 6. Oktober 2017

Bruno von Köln - S. Maria degli Angeli e dei Martiri

Bruno von Köln, Jean-Antoine Houdon, 1766,
S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom


Bruno von Köln, Einsiedler und Ordensgründer. Bruno wurde um 1030 in Köln geboren, er wurde in seiner Vaterstadt Stiftsherr an Sankt Kunibert. 1057 übernahm er die Leitung der Domschule zu Reims. 1081 zum Erzbischof von Reims gewählt, musste er vor dem königlichen Kandidaten Helinand von Laon zurücktreten. 1083 ging er mit zwei Gefährten zu Abt Robert von Molesme, der ihn als Mönch aufnahm und ihm erlaubte, in Sèche-Fontaine in der Diözese Langres eine Eremitensiedlung einzurichten. Wenig später schenkte Erzbischof Hugo von Grenoble Bruno das Felsengebiet namens Cartusia, das ca. 24 Kilometer von Grenoble entfernt liegt. Hier entstand 1084 die erste Kartause, allerdings lebte Bruno hier nur 6 Jahre.
Papst Urban II. berief Bruno 1098 nach Rom und schenkte ihm die Cyriakuskirche in den Thermen Diokletians, der Papst wollte ihn mit dem Bistum Reggio belehnen, Bruno weigerte sich aber energisch. Schließlich begleitete er den Papst auf seiner Flucht vor Kaiser Heinrich IV. in die Campania, wo er endlich wieder in das Einsiedlerdasein entlassen wurde. Nun siedelte sich Bruno im süditalienischen Kalabrien an. Er gründete in Squillace die erste große Kartause La Torre, und von hier aus noch die Kartause San Stefano in Bosco im kalabrischen Bergland.
Hier starb er am 6. Oktober 1101, das Kloster heißt seither Serra San Bruno. 1514 wurde sein Leib in die Kartause San Stefano übertragen. Bruno wird dargestellt im Kartäuserhabit, den Finger an den Lippen, mit Mitren zu seinen Füßen, mit Erdkugel, Steinen, Totenschädel oder Kreuz.
(Martyrologium Sancrucense)

Brunonis - eine dem Kartäuserorden gewidmete Internetseite






Papst Pius IV. (1559-1565) begann mit dem Bau der Kirche und weihte sie Maria, der Königin der Engel und Königin der Märtyrer. Die Pläne für den 1564 begonnenen Bau hat noch Michelangelo entworfen. Damals übersiedelten die Kartäuser von Santa Croce in Gerusalemme hierher und bauten neben der Kirche ein Kloster.
Im Jahr 1702 ließ Papst Clemens XI. (1700-1721) auf dem Boden der Kirche eine Sonnenuhr einrichten (die sog. Linea Clementina), um mit ihrer Hilfe die Gültigkeit des 1582 eingeführten Gregorianischen Kalenders zu überprüfen und sicher den Ostertermin zu bestimmen.
1870 wurden die Kartäuser vertrieben und ihr Kloster als Militärbaracke gebraucht. Die Betreuung der Kirche übernahm der Paulanerorden (Minimiten)
(vgl. Ramm, Heiliges Rom, 121)




Maria Magdalena begegnet dem Auferstandenen

lebensgroßer Marmorengel mit Weihwasserbecken

Kapelle des hl. Bruno, S. Maria degli Angeli

Worin liegt das Geheimnis dieser Weißen Mönche und Nonnen mit ihrem Leitspruch?
STAT CRUX DUM VOLVITUR ORBIS - Das Kreuz steht, während die Welt sich dreht!

Papst Johannes Paul II. hat es am 5. Oktober 1984 bei seinem Besuch, den er anläßlich der 900-Jahr-Feier des Kartäuserordens in Kalabrien machte in folgende Worte gefaßt:

"Die Wenigen sind dazu berufen, in der Kirche eine Art Vorposten zu bilden. Die fortgesetzte Arbeit am Charakter, das Sich-Öffnen für die göttliche Gnade, das beharrliche Gebet - all das dient dazu im Kartäuser einen neuen Geist zu formen und zu schmieden, gehärtet in der Einsamkeit, um für Gott in der Hingabe einer restlosen Verfügbarkeit zu leben...
Im Frieden und Schweigen des Klosters findet man die Freude, Gott zu lobpreisen und in Ihm, vom Ihm und durch Ihn zu leben...
Eure Gegenwart ist ein ständiger Aufruf zum Gebet...
Euer Leben sei ein Zeugnis eurer Liebe zu Gott...
An euren Gesichtern sieht man, wie Gott den Frieden und die Freude des Geistes denen schenkt, die alles verlassen haben, um allein für Ihn zuleben und ewig Sein Lob zu singen...
Euer Leben ist ein Weg des Evangeliums und der Nachfolge Christi."

(Posada, der hl. Bruno, 275)

Maria erscheint dem hl. Bruno, S. Maria degli Angeli, Roma




Meridian mit den Positionen der Sternbilder und des Polarsterns, 1702


Donnerstag, 6. Oktober 2016

Gericht und Verdammnis - der hl. Bruno

Bruno der Kartäuser, Seitenaltar der ehemaligen Kartäuserkirche von
S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom

Der Legende nach hat dem hl. Bruno ein unheimliches Erlebnis die hohen Ämter verleidet:
Bruno war zugegen bei den Trauerfeierlichkeiten eines berühmten Hochschullehrers: Als nämlich an dem offenen Sarge das Totenamt gesungen wurde, geschah ein Wunder.
Bei den Worten des Lektors: "Reponde mihi - antworte mir!" richtete der Tote sich auf und rief mit lauter Stimme: "Ich bin gerufen zum gerechten Gerichte Gottes !"

Leblos sank er wieder zurück und die Menge entsetzt auseinander. Am nächsten Tage begann man von neuem die Totenmette zu beten. Aber siehe, bei den Worten: "Reponde mihi..." erhob der Tote abermals sein Haupt und rief: "Ich bin gerichtet im gerechten Gerichte Gottes!"

Und wiederum flüchtete alles. Am dritten Tage, als sich eine ungeheure Menge Volkes versammelt hatte, die schaudernd von dem Wunder gehört, richtete sich der Tote nochmals auf und sagte verzweifelt: "Ich bin verdammt im gerechten Gerichte Gottes"! -

Nach diesem Erlebnis entsagte Bruno alsbald der Welt und floh in die schweigende Abgeschiedenheit der Einöde, fortan bestrebt, sich allein dem Lobe Gottes und dem Gebet für andere zu widmen.

(Melchers, das Jahr der Heiligen, 649)