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Donnerstag, 30. Mai 2019

Wie groß muß deine Liebe sein!

Christi Himmelfahrt, Dominikanerkirche, London

Jesus, du Quelle unsres Heils,
der Liebe und der Sehnsucht Ziel,
du Gott und Schöpfer aller Welt
und Mensch am Abend dieser Zeit.

Wie groß muß deine Liebe sein!
Du nimmst der Sünde Last auf dich;
du lieferst dich dem Tode aus,
um uns vom Tode zu befrein. 

Mit Macht sprengst du der Hölle Tor,
befreist die Deinen aus der Haft.
Als Sieger thronst du jetzt im Licht
zu deines Vaters rechter Hand. 

Sei unsre Freude, unser Trost,
sei unsres Lebens reicher Lohn
und stille unser Sehnen, Herr,
wenn wir dein Antlitz ewig schaun. Amen. 
(Hymnus Christi Himmelfahrt)



Christi Himmelfahrt
Balliol College - Oxford,
Stift Lilienfeld,
S. Maria dell´Anima - Rom,
im Tierreich,
die Himmelfahrtskapelle im Heiligen Land,
die Eleona-Basilika als urspr. Stätte der Himmelfahrt Christi,
Turiner Dominikanerkirche,
Kathedrale von Toledo,
Notre Dame de Chartres,
Marienkirche in Krakau,
gesegnetes Himmelfahrtsfest - nimm dir Zeit zum Beten (Froschi),
Chiesa Nuova - Rom 


Dienstag, 9. Oktober 2018

Heute gedenkt die Kirche

des hl. Ludwig Bertrand

Ludwig Bertrand soll zweimal vergiftet worden sein und überlebt haben, weswegen er
einen Kelch hält, dem eine Schlange entweicht, St Dominic´s Priory Church London

und des hl. Dionysius

und des hl. Johannes Leonardi:

Von dem Heiligen hat der Fotograf leider kein Bild gefunden!

Samstag, 7. Oktober 2017

Lepanto und der Rosenkranz


Die Rosenkranzbruderschaften veranstalten Bittgänge und öffentliche Andachten und Prozessionen für den Sieg der Christen




Die katholische Kirche feiert jeden Oktober als Rosenkranzmonat und am 7. Oktober das Rosenkranzfest. Im Jahr 1571 treffen die Türken Vorbereitungen zu einer riesen Flottenexpedition. Sie wollen die Herrschaft über das Mittelmeer erringen. Europa ist im Begriff, in einer mächtigen Zange eingeschlossen zu werden. Als die Nachricht vom Fall Zyperns eintrifft, zerstreiten sich die christlichen Befehlshaber. Der spanische König Philip II. beauftragt in höchster Not Don Juan, das Mittelmeer von der osmanischen Gefahr zu befreien. Papst Pius V. rief die ganze Christenheit zum Sturmgebet mit dem Rosenkranz auf. Es ging um Sein oder Nichtsein des christlichen Abendlandes.


Schiff der Osmanen

Schiff der Christen

Die heiligmäßige Katharina von Cardonne, die Erzieherin Don Juans, sah in einer Vision, dass es sich im Letzten um ein Ringen der göttlichen Gerechtigkeit mit der göttlichen Barmherzigkeit handelte. Am Tag der Schlacht sah sie ein gewaltiges Geschehen: Gottes erhabene Majestät und ebenso viele dämonische Geister, welche die unzähligen Sünden der Christen in Europa vor Gott brachten und unerbittlich das Eingreifen von Gottes Gerechtigkeit forderten. Gleichzeitig sah sie Maria, von Engeln begleitet, Gott alle Rosenkränze darbringen, die gebetet wurden. Durch das Gebet des Rosenkranzes wurde der Kampf der beiden Flotten zugunsten der Christen am 7. Oktober entschieden. Die christliche Flotte konnte einen vollständigen Sieg über die Schiffe der Muslime erringen, obwohl sie zahlenmäßig weit unterlegen war.

Katharina von Cardonne sagte: „Wir müssen der hl. Jungfrau danken! Sie hat durch ihre mächtige Fürbitte den glänzendsten Triumph erlangt!“

Der Papst bestimmte den Tag des Triumphes zum Rosenkranzfest. Es wird nicht das letzte Mal sein, dass das Gebet des Rosenkranzes in den Lauf der Geschichte einwirkt. Mit Gebet und Fasten können sogar Kriege verhindert werden, sagt die Muttergottes öfters.


(Richard Kocher, Programmdirektor Radio Horeb, übernommen von kath.net, 7.10.2016)


Das Fenster erinnert an die Schlacht von Lepanto. In der Mitte Papst Pius V, der mit dem Rosenkranz den Himmel um den Sieg der christlichen Flotte bittet. Unten links und rechts vom Papst eine Prozession zu Ehren der Rosenkranzkönigin,
oben eine Darstellung der Schlacht.
St. Dominic´s Priory Church, Londo

Freitag, 17. März 2017

Patrick von Irland



Patrick von Irland, Bischof und irischer Nationalheiliger. Patrick wurde um 385 im römischen Britannien geboren; er war zwar Christ, wuchs aber sehr weltlich auf. Mit 16 Jahren wurde er von Seeräubern nach Irland verschleppt. Während er als Sklave arbeiten musste, vollzog sich eine religiöse Wandlung. Nach sechs Jahren gelang ihm die Flucht. Doch mystische Erlebnisse gaben ihm die Gewissheit, dass er nach Irland zurückkehren müsse, um dort den Glauben zu verkünden. Zunächst studierte er wahrscheinlich in Auxerre unter Germanus. Nach Überwindung mancher Schwierigkeiten wurde er zum Nachfolger des ersten Irenbischofs Palladius bestellt und verkündete wahrscheinlich seit 432 auf rastlosen Missionsreisen das Wort Gottes. Da es in Irland keine Städte in römischem Sinn gab, machte er Mönchskirchen zu Bischofssitzen. Patrick gründete wohl um 444 seine Bischofskirche Armagh. Am Ende seines Lebens verfasste er eine „Confessio“, die einen Rechenschaftsbericht seines Wirkens darstellt. Wahrscheinlich starb Patrick um 461. Er ist der Patron Irlands. Seine Verehrung wurde nicht nur in Europa, sondern durch irische Auswanderer auch in Amerika verbreitet und mit folkloristisch-nationalem Brauchtum umkleidet.
(Martyrologium Sancrucense)

Hl. Patrick, St Dominic´s Priory Church, London



Ich erhebe mich heute durch eine mächtige Kraft,
die Anrufung der Dreieinigkeit,
durch einen Glauben an die Dreiheit,
durch das Bekenntnis der Einheit des Schöpfers der Schöpfung.

Ich erhebe mich heute durch die Kraft von Christi Geburt und Seiner Taufe,
durch die Kraft Seiner Kreuzigung und Seines Begräbnisses,
durch die Kraft Seiner Auferstehung und Seiner Himmelfahrt,
durch die Kraft Seines Herabsteigens zum Jüngsten Gericht.

Ich erhebe mich heute durch die Kraft der Liebe der Cherubim,
im Gehorsam der Engel, im Dienste der Erzengel,
in der Hoffnung, bei der Auferstehung der Belohnung zu begegnen,
in den Gebeten der Patriarchen, in den Predigten der Apostel,
in den Glaubensüberzeugungen der Bekenner,
in der Unschuld der Jungfrauen, in den Taten der gerechten Männer.

Ich erhebe mich heute durch die Kraft des Himmels,
dem Licht der Sonne, dem Glanze des Feuers,
der Geschwindigkeit des Blitzes, der Hurtigkeit des Windes,
der Tiefe des Meeres, der Festigkeit der Erde, der Stärke des Felsens.

Ich erhebe mich heute durch:
Gottes Kraft, mich zu leiten.
Gottes Macht, mich zu stützen.
Gottes Weisheit, mich zu führen.
Gottes Auge, vor mir zu schauen.
Gottes Ohren, mich zu hören.
Gottes Wort, für mich zu sprechen.
Gottes Hand, mich zu behüten.
Gottes Weg, der vor mir liegt.
Gottes Schild, mich zu beschützen.
Gottes Heerscharen, mich zu bewahren
vor den Schlingen des Teufels, vor den Versuchungen der Laster,
vor jedem, der mir Böses will, ferne und nah, alleine oder in einer Menge.

Ich rufe heute alle diese Mächte zwischen mich und das Böse,
gegen jede grausame, unbarmherzige Macht,
die meinem Körper und meiner Seele entgegensteht,
gegen Beschwörungen falscher Propheten, gegen schwarze Gesetze des Heidentums,
gegen falsche Gesetze der Häretiker, gegen die Künste des Götzendienstes,
gegen die Zaubereien von Frauen und Schmieden und Hexenmeistern,
gegen jedes Wissen, das des Menschen Leib und Seele verdirbt.

Christus, beschirme mich heute
gegen Gift, gegen Verbrennungen, gegen Ertrinken, gegen Verwundung,
so dass der Lohn mir in reichem Maße zukommen möge.

Christus sei mit mir, Christus sei vor mir, Christus sei hinter mir,
Christus sei in mir, Christus sei unter mir, Christus sei über mir,
Christus sei zu meiner Rechten, Christus sei zu meiner Linken,
Christus sei bei mir, wenn ich mich niederlege,
Christus sei bei mir, wenn ich mich niedersetze,
Christus sei im Herzen jedes Menschen, der an mich denkt,
Christus sei im Munde jedes Menschen, der von mir spricht,
Christus sei im Auge, das mich sieht, Christus sei im Ohr, das mich hört.

Ich erhebe mich heute durch eine mächtige Kraft,
die Anrufung der Dreieinigkeit, durch einen Glauben an die Dreiheit,
durch das Bekenntnis der Einheit des Schöpfers der Schöpfung.
Amen.
(Morgengebet des hl. Patrick)

Mittwoch, 22. Februar 2017

Kathedra Petri - Lehrautorität im Dienst am Wort Gottes





Die Zeit vom 13. bis 23. Februar war im heidnischen Rom der Erinnerung an die verstorbenen Angehörigen geweiht. Bei der Feier wurden für die Toten Speisen und ein Stuhl (cathedra) bereitgestellt. Die Christengemeinde gedachte in dieser Zeit des Apostels Petrus, des Vaters ihres Glaubens.
Die kirchliche Ablehnung des Totenmahls seit dem 4. Jahrhundert hatte zur Folge, dass man den Stuhl des Petrus nunmehr als Lehrstuhl, als Symbol des Lehramts verstand. Gegenstand des christlichen Festes war aber nicht der Stuhl, sondern die Übernahme des römischen Bischofsstuhls durch den hl. Petrus, oder richtiger: die Berufung des Petrus zum Lehramt in der Kirche.
Ein zweites Fest der Kathedra des Petrus wurde seit dem 6. oder 7. Jahrhundert in Gallien am 18. Januar gefeiert. Es wurde dann auch von der römischen Kirche übernommen, aber Papst Johannes XXIII. hat aus beiden Festen wieder ein einziges gemacht und es auf den heutigen Tag festgelegt.
(Schott)


Stuhl Petri, St Dominic´s Priory Church, London





Die von Christus dem Petrus und seinen Nachfolgern übertragene Macht ist, absolut verstanden, ein Auftrag zum Dienen. Die Lehrvollmacht in der Kirche schließt eine Verpflichtung zum Dienst am Glaubensgehorsam ein. Der Papst ist kein absoluter Herrscher, dessen Denken und Willen Gesetz sind. Im Gegenteil: Sein Dienst garantiert Gehorsam gegenüber Christus und seinem Wort. Er darf nicht seine eigenen Ideen verkünden, sondern muß – entgegen allen Versuchen von Anpassung und Verwässerung sowie jeder Form von Opportunismus – sich und die Kirche immer zum Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes verpflichten.
(....)
Der Papst ist sich bewußt, daß er in seinen wichtigen Entscheidungen an die große Gemeinschaft des Glaubens aller Zeiten, an die verpflichtenden, auf dem Pilgerweg der Kirche entstandenen Interpretationen gebunden ist. So steht seine Macht nicht über dem Wort Gottes, sondern in dessen Dienst; und ihm obliegt die Verantwortung dafür, daß dieses Wort in seiner Größe erhalten bleibt und in seiner Reinheit erklingt, auf daß es nicht von den ständig wechselnden Moden zerrissen werde.

(Papst Benedikt in der Predigt zur Inbesitznahme der Kathedra Petri in der Lateranbasilika am 7. Mai 2005)