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Freitag, 17. Januar 2025

Die Demut

 

Glasfenster mit Heiligen in Notre Dame du Sablon, Brüssel
 

Ich sah alle Schlingen des Feindes über die Erde ausgebreitet.
Da seufzte ich und sprach: Wer kann ihnen denn entgehen?
Und ich hörte, wie eine Stimme zu mir sagte. Die Demut!

(Antonius, in: Apophthegmata Patrum, Nyssen, Miller, 16)

 Versuchungen des hl. Antonius von Hieronymus Bosch

Antoniusaltar in der Kathedras

Glasfenster des hl. Antonius in St Mary Aldermary
 
Schädelreliquie des hl. Antonius der Kathedrale Saint Trophime in Arles

Antonius mit Schwein und Glocke,
Bettlerglocke und zum Vertreiben der Dämonen

Montag, 1. Januar 2024

Maria, Gottesmutter

 

 

Maria, Gottesmutter. Am Oktavtag der Geburt Christi feiert die Kirche das Hochfest der Gottesmutterschaft Mariens. Das Konzil von Ephesus hatte im Jahre 431 feierlich den Marientitel „Theotokos – Gottesgebärerin“ bestätigt, der von Nestorius in Frage gestellt worden war.

Schon Elisabeth begrüßt Maria als „Mutter meines Herrn“. Mit dem hl. Cyrill von Alexandrien und den Vätern von Ephesus bekennt die Kirche, dass in der Person Christi Gottheit und Menschheit in unteilbarer Weise verbunden sind, sodass die Mutter Christi den ganzen Gottmenschen geboren hat.

In Maria erreicht der Mensch das Höchstmaß seiner Würde, da sie als Mensch gewürdigt wurde, dem ewigen Sohn Gottes in der Zeit als Mutter Leib und Leben zu schenken. Seit Papst Paul VI. begeht die Kirche am 1. Jänner auch den Weltfriedenstag.

Barmherziger Gott,
durch die Geburt deines Sohnes
aus der Jungfrau Maria
hast du der Menschheit das ewige Heil geschenkt.
Lass uns (auch im neuen Jahr) immer und überall
die Fürbitte der gnadenvollen Mutter erfahren,
die uns den Urheber des Lebens geboren hat,
Jesus Christus,
deinen Sohn, unseren Herrn und Gott,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Samstag, 23. Dezember 2023

Gebet für den Frieden

 

Johannes der Täufer, Christus als Emmanuel,Karl Borromäus

O Immanuel
unser König und Lehrer,
du Hoffnung und Heiland der Völker:
o komm, eile und schaffe uns Hilfe,
du unser Herr und unser Gott! 

Montag, 26. Juli 2021

Joachim und Anna

 

Joachim und Anna, ihr heiligen Großeltern Jesu, bittet für uns!
Notre Dame du Sablon, Brüssel

 

Die Eltern Marias (die Großeltern Jesu) werden im Neuen Testament nicht erwähnt (auch nicht im Stammbaum Jesu: Mt 1; Lk 3). Die Namen Joachim und Anna werden zum ersten Mal gegen das Jahr 200 n. Chr. in einer Schrift genannt, die vor allem der Verehrung Marias dienen will. Der Name Anna (Hanna) erinnert an die Mutter Samuels (1 Sam 1), die von ihrem Mann geliebte und von Gott begnadete Frau. Die Verehrung der heiligen Mutter Anna hat sich in der abendländischen Kirche vor allem seit dem 10. Jahrhundert ausgebreitet, die des heiligen Joachim seit dem 16. Jahrhundert. Erst das neue Römische Missale feiert die Erinnerung an beide gemeinsam am 26. Juli (früher: Joachim am 16. August, Anna am 26. Juli).


Herr, du Gott unserer Väter, du hast Joachim und Anna erwählt,
der Mutter deines menschgewordenen Sohnes das Leben zu schenken.
Auf die Fürbitte dieser heiligen Eltern gib uns das Heil,
das du deinem Volk versprochen hast.
Darum bitten wir dich durch Jesus Christus.

Großeltern unseres Erlösers,

Lasst uns Joachim und Anna ehren,
durch die der Herr alle Völker gesegnet hat.

 

Die Geburt Mariens nach dem apokryphen Jakobusevangelium (St. Quen, Rouen)

Mittwoch, 25. November 2020

Katharina von Alexandrien

 

Notre Dame du Sablon, Brüssel

 

Märtyrin, Nothelferin
Namensdeutung: die Reine (griech.)
Namenstage: Katharina, Kathrin, Katherine, Catherine, Katja, Karin, Karina, Kate, Káteri
Gedenktag: 25. November

Lebensdaten: gestorben um 306 in Alexandria, Ägypten

Legende: Katharina war eine außergewöhnlich schöne und kluge, vor allem aber hochmütige Königstochter und lebte in Alexandrien. Alle Männer, die um sie warben, wies sie ab. Als ein alter Einsiedler ihr sagte, dass Jesus Christus ihr Bräutigam sein wolle, erkannte sie beschämt ihr bisheriges Leben und ihren Stolz. Sie ließ sich taufen und vermählte sich in einer Vision mit Christus.
Als ein Fest zu Ehren der Götter stattfand, bei dem Christen öffentlich ihrem Glauben abschworen und das heidnische Opfer darbrachten, stellte Katharina Kaiser Maxentius wegen seiner Christenverfolgung zur Rede und erklärte die römischen Götter für nichtig. Durch ihre Redegewandtheit trieb sie den Kaiser in die Enge. Dieser schickte in seiner Wut nach den besten Rednern und Gelehrten, um Katharina zu widerlegen. Doch sie besiegte auch diese im Rededuell, so dass alle 50 Männer schließlich eingestehen mussten, dass die junge Frau recht hatte, und sich taufen ließen. Das brachte den Kaiser noch mehr in Rage, und er ließ alle 50 töten.
Katharina selbst wurde ausgezogen, blutiggeschlagen und zum Verhungern in ein Verlies gesperrt. Als die Kaiserin sie aufsuchte, um sie umzustimmen, dabei aber beobachtete, wie Engel sie pflegten und eine weiße Taube sie fütterte, bekehrte auch sie sich. Außer sich vor Zorn befahl der Kaiser, Katharina auf genagelten Rädern zu Tode zu foltern, doch diese zerbarsten. Als Katharina schließlich enthauptet wurde, floss Milch aus ihrer Todeswunde.

Verehrung und Brauchtum: Einer Legende des 9. Jahrhunderts nach wurde Katharina von Engeln zum heutigen Katharinenkloster auf dem Berg Sinai getragen, wo aus ihrem Grab ein Heilöl fließt. Die Pilger ins Heilige Land und dann die Kreuzfahrer verbreiteten ihre Verehrung, die manchenorts die der Apostel übertraf. Sie gehört zu den 14 Nothelfern. Im bäuerlichen Leben endete mit dem Kathreintag das Weidejahr, die Knechte und Mägde erhielten ihren Lohn und konnten den Hof wechseln. Den traditionellen Kathreintanz – bis zum Zweiten Weltkrieg die letzte Tanzveranstaltung des Jahres – gibt es bis heute in vielen Gegenden.

Darstellung: mit Schwert, Palme und Rad, bei der mystischen Vermählung mit dem Jesuskind

Patronin: von Fribourg, der Kantone Wallis und Sitten, der Universitäten Paris und Eichstätt, der Philosophen, der ledigen Frauen über 25 (Catherinettes), der Spitäler, der Redner, der Töpfer und zahlreicher anderer Berufe, der Näherinnen, Anwälte und Notare, Helferin bei Migräne und Stottern und in Seenot
(Bistum Augsburg)

Katharina auf einem Marterl und in der Wiener Dominikanerkirche (2011)

auf der Festenburg in der Steiermark (2015), Vita

in der Stiftskirche Heiligenkreuz (2016)

das Katharinafenster im Balliol College in Oxford (2017)

Glasfenster in der Christ Church Cathedral in Oxford (2018)

Statue in der Dominikanerkirche in Ödenburg (Litanei zur hl. Katharina) - 2019


Heilige Katharina, bitte für uns!

Freitag, 20. November 2020

Mechthild von Hackeborn

 

 

Mechthild von Hackeborn, Zisterzienserin in Helfta und Mystikerin. Mechthild wurde 1241 aus dem Geschlecht der Edlen von Hackeborn geboren. Unter Leitung ihrer leiblichen Schwester Gertrud, die Äbtissin von Helfta war, erhielt Mechthild eine sorgfältige Ausbil-dung, übernahm die Klosterschule und wurde Vorsängerin im Chor. Sie ist nicht mit Mechthild von Magdeburg zu verwechseln, der dritten der drei großen Mystikerinnen von Helfta, die zur selben Zeit im Kloster lebte. Die mystischen Erlebnisse Mechthilds wurden zunächst ohne ihr Wissen aufgezeichnet. Nach ihr sollen Liebe und Lob Gottes durch die Benutzung aller Sinne zu Gott hin geschehen. Durch Gebete und Übungen wirkte sie nach-haltig auf die Entwicklung der Herz-Jesu-Verehrung. Mechthild starb am 19. November 1299. Sie wird im Zisterzienserinnenhabit mit Herz, Buch und Taube dargestellt. Ihr Gedenktag ist der 20. November.

(vgl. Martyrologium Sancrucensis)


Das Fenster trägt die Inschrift Mechthild, aber Krone, Korb und Brot
deuten eher auf die hl. Elisabeth von Thüringen hin. Was meint ihr?

Donnerstag, 19. November 2020

Wie ein Schilf (Elisabeth von Thüringen)

 

Elisabeth von Ungarn, Notre Dame du Sablon, Brüssel

„Wir sind wie ein Schilf, das am Flussufer wächst.
Schwillt der Fluss, so beugt sich das Schilf; sinkt das Wasser, so richtet es sich wieder empor und wächst in seiner Kraft fröhlich und erquickt weiter.
So müssen auch wir uns bisweilen beugen und demütigen,
um uns dann froh und erquickt wieder aufzurichten.“
(Elisabeth von Thüringen)

 

Elisabethkirche in Budapest

Elisabeth (Pfarrkirche zur hl. Familie in Budapest)

Die blaue Kirche der hl. Elisabeth in Pressburg

Wir sollen die Menschen froh machen (Hermannstadt)

Elisabeth im Martinsdom in Pressburg

Das Haupt der hl. Elisabeth bei den Elisabethinen in Wien

Kindheit in der Burg Bratislava

 

Notre Dame du Sablon, Brüssel

Mittwoch, 4. November 2020

Karl Borromäus im Kampf gegen die Pest

 

Als 1576 die Pestepidemie in der Stadt des heiligen Ambrosius (Mailand) ausbrach, war Karl Borromäus seit 13 Jahren deren Bischof. Mit Leib und Seele im Dienst seines Volkes wird er alles unternehmen, um das zu bändigen, was die Nachwelt als „Pest des heiligen Karl“ nennen wird. Zunächst durch übernatürliche Mittel: Er veranstaltet öffentliche Gebete – darunter eine Prozession an deren Spitze er barfuß ging mit den Reliquien der heiligen Nägel –, spendete die Kommunion und den Kranken persönlich die Firmung. Er organisierte Beichten und feierliche Begräbnisse.

Weiters erließ er Vorschriften bezüglich der Aufgaben des Klerus – in zweifacher Hinsicht.
Zunächst sollten die Pfarrer vor Ort bleiben und nicht vor der Gefahr flüchten. (…) Weiters müss­ten die Priester die notwendigen Sakramente spenden: die Taufe und die Sündenvergebung in dieser Pestzeit, selbst wenn dadurch ihr Leben bedroht sei. Darüber informiert Karl Borromäus den Papst, der daraufhin am 10. September 1576 ein Konsistorium einberuft. In seiner Antwort lobt er den Erzbischof dafür, dass er das Thema an die Kongregation herangetragen habe und er verfügt, dass die Pfarrer die Sakramente zu spenden haben. (…)

Außerdem verfügt Karl einige Veränderungen, sprich Vorsichtsmaßnahmen, bei einigen liturgischen Handlungen. Was die Taufe betrifft, sei sie bei Neugeborenen durch Übergießung und nicht durch Eintauchen sofort – unter Vernachlässigung der anderen Riten – zu spenden, vor allem wenn die Mutter erkrankt ist oder dieser Verdacht besteht. Sobald dieser nicht mehr besteht, solle in der Kirche der restliche Ritus nachgeholt werden. Was die Beichte betrifft, sei sie so abzuhalten, dass ein ausreichender Abstand zwischen Beichtkind und Priester eingehalten wird. Sie könne an unüblichen Orten, an Toren, an Fens­tern stattfinden, jedoch nicht im Schlafzimmer eines Erkrankten. (…)

Was Messfeiern anbelangt, so ermutigt er sie abzuhalten, verlangt aber von seinem Klerus, nicht zur selben Stunde und nicht in den selben Kirchen (vor allem wenn sie eng sind) zu feiern, um Ansammlungen zu vermeiden. Glaubensunterweisungen seien weiterhin abzuhalten, aber an luftigen und offenen Orten, wie etwa Friedhöfen, öffentlichen Plätzen oder Wegkreuzungen.

Die Zivilbehörden forderte er auf, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, aber nicht auf Kos­ten der Freiheiten der Kirche und der Rechte der Bischöfe, „die nicht weniger beauftragt sind, für die Gesundheit und das Heil des Volkes zu wirken.“ So könnten sie Ausgangsbeschränkungen verfügen, aber nur für eine bestimmte Zeit und, wenn möglich, beschränkt auf Frauen mit Kindern bzw. auf einen bestimmten Bezirk. Nicht betroffen sein dürften Feiern im Advent, in der Fastenzeit, die Oster- und anderen Herrenfeste, denn man dürfe die „ Pestansteckung der Seelen“ nicht weniger fürchten als „die der Pest des Leibes“.

Auszug aus L’Homme Nouveau v. 25.4.20
in Vision 2000

 

Deckengemälde in der Karlskirche in Volders, Benedikt XVI, 400 Jahre Heiligsprechung von Karl Borromäus

Verherrlichung des hl. Karl Borromäus (Wiener Karlskirche)

Die Herzreliquie des hl. Karl Borromäus

Das Leben des hl. Karl Borromäus, seine Liebe zu Maria und zum Rosenkranz

Am Grab des hl. Karl Borromäus in Mailand

 

Karl Borromäus, Notre Dame du Sablon, Brüssel