Hl. NIkolaus mit den drei Goldklumpen, Stein an der Donau HEILIGER NIKOLAUS, BITTE FÜR UNS!
In der Stadt wohnte eine
Familie mit drei Töchtern, die sehr arm war. Damals war es jungen Frauen
nur möglich zu heiraten, wenn sie genügend Geld hatten. Kein Mann
wollte zu der Zeit eine arme Frau heiraten. Der Vater machte sich
furchtbare Sorgen, was aus seinen Töchtern werden sollte, wenn er einmal
stirbt.
„Ich muss ihnen unbedingt helfen“, sagte sich Nikolaus, als er von der aussichtslosen Situation der jungen Frauen hörte. „Aber es soll niemand wissen, dass ich derjenige bin, der sie unterstützt.“
Mitten in der Nacht schlich er sich leise zum Haus der Familie und
warf einen Klumpen Gold durch das offene Fenster. Als die älteste
Schwester das Gold am Morgen fand, war sie überglücklich. Jetzt hatte
sie genügend Geld, um zu heiraten und eine eigene Familie zu gründen.
Als ein paar Nächte später wieder Gold ins Haus geworfen wurde und
die Zukunft der zweiten Schwester damit abgesichert war, hielt es der
Vater nicht mehr aus. „Ich muss unbedingt wissen, wer es ist, der uns so unglaublich geholfen hat“, sagte er.
Er versteckte sich und wartete. Und tatsächlich: Es dauerte nicht
lange, da kam Nikolaus und warf einen weiteren Goldklumpen durchs
Fenster. Der Vater sprang auf und rannte zu ihm, um ihm zu danken: „Du
hast meine Töchter vor einer traurigen Zukunft bewahrt, dafür werde ich
dir immer dankbar sein!', rief er. „Das werden wir dir niemals
vergessen!“
Nikolaus aber bat ihn, es niemandem zu erzählen. Er wollte kein Lob
dafür. Für ihn war es selbstverständlich zu helfen, wenn er konnte. (Quelle)
Pfarrkirche zum hl. Nikolaus in Stein an der Donau
Christi Mutter stand mit Schmerzen bei dem Kreuz und weint von Herzen, als ihr lieber Sohn da hing. Durch die Seele voller Trauer, schneidend unter Todesschauer, jetzt das Schwert des Leidens ging.
Welch ein Schmerz der Auserkornen, da sie sah den Eingebornen, wie er mit dem Tode rang. Angst und Jammer, Qual und Bangen, alles Leid hielt sie umfangen, das nur je ein Herz durchdrang.
Ist ein Mensch auf aller Erden, der nicht muss erweichet werden, wenn er Christi Mutter denkt, wie sie, ganz von Weh zerschlagen, bleich da steht, ohn alles Klagen, nur ins Leid des Sohns versenkt?
Ach, für seiner Brüder Schulden sah sie ihn die Marter dulden, Geißeln, Dornen, Spott und Hohn; sah ihn trostlos und verlassen an dem blutgen Kreuz erblassen, ihren lieben einzgen Sohn.
O du Mutter, Brunn der Liebe, mich erfüll mit gleichem Triebe, dass ich fühl die Schmerzen dein; dass mein Herz, im Leid entzündet, sich mit deiner Lieb verbindet, um zu lieben Gott allein.
Drücke deines Sohnes Wunden, so wie du sie selbst empfunden, heilge Mutter, in mein Herz! Dass ich weiß, was ich verschuldet, was dein Sohn für mich erduldet, gib mir Teil an seinem Schmerz!
Lass mich wahrhaft mit dir weinen, mich mit Christi Leid vereinen, so lang mir das Leben währt! An dem Kreuz mit dir zu stehen, unverwandt hinaufzusehen, ist’s, wonach mein Herz begehrt.
O du Jungfrau der Jungfrauen, woll auf mich in Liebe schauen, dass ich teile deinen Schmerz, dass ich Christi Tod und Leiden, Marter, Angst und bittres Scheiden fühle wie dein Mutterherz!
Alle Wunden, ihm geschlagen, Schmach und Kreuz mit ihm zu tragen, das sei fortan mein Gewinn! Dass mein Herz, von Lieb entzündet, Gnade im Gerichte findet, sei du meine Schützerin!
Mach, dass mich sein Kreuz bewache, dass sein Tod mich selig mache, mich erwärm sein Gnadenlicht, dass die Seel sich mög erheben frei zu Gott in ewgem Leben, wann mein sterbend Auge bricht!