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Montag, 28. April 2025

Gründung der Töchter der Weisheit für die Krankenpflege

 

Chapelle de la Sagesse, Saint Laurent sur Sevre

Grignion von Montfort übergibt Marie Louise Trichet den Habit "der Weisheit"
im Hintergrund: Maria als salus infirmorum (Heil der Kranken)

„Ich glaube nicht, dass eine Person eine innige Vereinigung mit unserem Herrn und eine vollkommene Treue zum Heiligen Geist erlangen kann, ohne eine sehr enge Verbindung mit der heiligsten Jungfrau.“ Dies ist ein Grundsatz der Spiritualität von Ludwig Maria Grignion von Montfort. „Unsere ganze Vollkommenheit – schrieb er – besteht darin, Jesus ähnlich, mit ihm vereint und ihm geweiht zu sein“, und Maria nachzuahmen bedeutet, „dem Geschöpf zu folgen, das Jesus am ähnlichsten ist“.

Als zweites von achtzehn Kindern wurde er am 31. Januar 1673 in Montfort-la-Cane in der Bretagne in eine tief christliche Familie geboren und einen Tag nach seiner Geburt getauft. Schon als Kind zeigte er eine Neigung zum inneren Leben.

Verteidiger der Wahrheit gegen den Jansenismus

Ludwig war ein Mann des Gebets und der Tat. Er verteidigte den katholischen Glauben gegen Rationalismus, Protestantismus, Gallikanismus und den weit verbreiteten Jansenismus. Er war als Kaplan im Krankenhaus von Poitiers tätig, wo er für seine missionarische Hingabe geliebt wurde, aber auch auf Widerstand stieß und seines Amtes enthoben wurde.

Pilgerreise zum Papst und Mission in Frankreich

1706 pilgerte er nach Rom, wo Clemens XI. ihm den Titel „Apostolischer Missionar“ verlieh. Zurück in Frankreich widmete er sich der Evangelisierung in der Bretagne und der Vendée und baute kaputte Kapellen wieder auf.

„Wahre Marienverehrung ist christozentrisch“

Laut Montfort führt der Weg über Maria zu Christus. Er verbreitete den Rosenkranz und organisierte Marienprozessionen.

Das Kreuz als „Quelle der Weisheit“

Ludwig Maria nahm das Kreuz an, auch als er Verfolgung erlebte. Der Bischof von Nantes verbot z. B. die Einweihung des von ihm errichteten Kalvarienbergs. Ludwig ließ sich nicht entmutigen: „Wenn wir das Kreuz nicht hier errichten können, werden wir es in unserem Herzen errichten.“

Totus Tuus

Er starb am 28. April 1716 im Alter von 44 Jahren. Sein Wahlspruch „Totus Tuus“ inspirierte später Papst Johannes Paul II. Montfort gründete die Gesellschaft Mariens (1705) und die Töchter der Weisheit (1703). Sein „Traktat über die wahre Andacht zur Heiligen Jungfrau“ gilt bis heute als Meisterwerk marianischer Spiritualität.

Quelle

Freitag, 28. April 2023

Ludwig Maria Grignion v. Montfort (nach der hl. Kommunion)

 

Wie ein Engel am Altar

Nach der heiligen Kommunion sammle dich innerlich, schließe die Augen und führe Jesus in das Herz Mariens. Gib ihn seiner Mutter. Sie wird ihn voller Liebe empfangen, ihn voll Ehrfurcht anbeten, ihn vollkommen lieben, ihn innigst umarmen und ihm noch viele Dienste erweisen, von denen wir bei der Finsternis unseres Geistes nichts wissen.

In Vereinigung mit Maria bitte Jesus, daß durch seine heilige Mutter sein Reich in deine Seele komme:
Bete:
Mein Jesus, du mußt wachsen in meiner Seele, ich aber muß abnehmen.
Maria, auch du mußt wachsen in mir, und ich muß kleiner werden.

O Jesus und Maria, wachset in mir und in allen Seelen.

(Ludwig Maria, die vollkommene Hingabe, S 418)

Basilika hl. Ludwig Maria Grignion v. Montfort, Saint Laurent sur Sevre

Mittwoch, 28. April 2021

Am Grab des hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort

 

Am 19. September hat Papst Johannes Paul II. das Heiligtum als Pilger besucht
und am Grab des hl. Ludwig Maria und der sel. Maria Luise gebetet.
ganz links das Bild, wo Johannes Paul II. beim Grab betet


Der Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort wurde am 31. Januar 1673 in Montfort-sur-Meu in der Bretagne geboren. Er stammte aus einer Advokatenfamilie mit 18 Kindern. Ab 1692 lebte er in Paris, wo er als mittelloser Student in die Gemeinschaft des Seminars von Saint-Suplice aufgenommen wurde. Am 5. Juni 1700 wurde er zum Priester geweiht. Danach wirkte er als Krankenseelsorger in Poitiers und gründete dort zusammen mit der Sel. Marie-Luise Trichet eine Kongregation für Frauen, die „Töchter der Weisheit“ zur Pflege der Kranken.

In Paris schloss er sich einer geistlichen Gemeinschaft an, aus der die von ihm gegründete Priester-kongregation der „Missionare der Gesellchaft Marias“ (SMM), die „Montfortaner“ hervorgingen.

In den ersten Jahren seines priesterlichen Wirkens erlebte er zahlreiche Misserfolge und konnte nirgendwo auf Dauer bleiben. Er beschloss, sich an den Papst zu wenden und begab sich nach Rom, wo ihm Clemens XI. den Titel „Apostolischer Missionar“ verlieh. Ludwig predigte bis zu seinem Tod bei annähernd 200 Volksmissionen im Nordwesten Frankreichs. Seine tiefe Frömmigkeit, ein einfacher, ganz auf die Vorsehung Gottes bauender Lebensstil und der Mut, mit dem er in schwierigen Situationen reagierte, beeindruckte die Menschen.

Nach 16jähriger priesterlichen Tätigkeit starb Ludwig-Maria Grignion am 28. April 1716 in St. Laurent-sur-Sevre im Alter von nur 43 Jahren. Er wurde 1888 selig- und 1947 heiliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 28. April.

Vom Hl. Ludwig stammt auch das „Traktat über die wahre Marienverehrung“, das sog. „Goldene Buch“, das er zu Beginn des 18. Jahrhunderts schrieb, aber welches erst 1842, beinahe zufällig, entdeckt und 1843 veröffentlich wurde und sich mit großem Erfolg verbreitete. Papst Johannes Paul II. sagt hierzu:

„Ich selbst schöpfte in meiner Jugend großen Gewinn aus der Lektüre dieses Buches, denn darin fand ich die Antwort auf meine Ratlosigkeit: Meine Furcht bestand darin, dass die Verehrung Mariens und ihre große Verbreitung, den Vorrang der Verehrung Christi, gefährdete. Unter der weisen Führung des Hl. Ludwig verstand ich, dass wenn man das Geheimnis Marias in Christus lebt, diese Gefahr nicht besteht. Auf meinem Bischofswappen ist der Wahlspruch „Totus Tuus“ zu lesen, der sich bekanntlich an der Lehre des Hl. Ludwig inspiriert.“ Die beiden Worte bringen die vollkommene Zugehörigkeit zu Jesus durch Maria zum Ausdruck: „Totus Tuus ego sum, et omnia mea tua sunt!“ schreibt der Hl. Ludwig und er übersetzt: „Mein Jesus, ich bin ganz Dein, und alles, was mein ist, ist Dein durch Maria, Deine heilige Mutter!“

(totustuusde)

Basilika des hl. Ludwig Maria Grignion v. Montfort, Saint Laurent sur Sevre
Grabmal des hl. Ludwig Maria und der sel. Maria Luise von Jesus

Gott, du hast die Schritte

des heiligen Priesters Ludwig Maria

auf den Weg des Heiles

und der Liebe zu Christus gelenkt

und ihm die selige Jungfrau als Gefährtin gegeben.

Gib, daß wir uns nach seinem Beispiel

in die Geheimnisse deiner Liebe vertiefen

und uns unermüdlich bemühen,

deine Kirche aufzubauen.

Durch unseren Herrn Jesus Christus.

Heiliger Ludwig Maria, bitte für uns!
 

In Saint Laurent sur Sevre (Glasbüstenbild

Die Statue des hl. Ludwig Maria im Petersdom (Kurzbiographie)

Altar des hl. Ludwig Maria in der Chapelle de la Sagesse

Dienstag, 28. April 2020

O mein Jesus, du ewige, menschgewordene Weisheit (Ludwig Maria Grignion de Montfort)


Altar des hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Chapelle de la Sagesse




Ordensgründer
Namensdeutung: der berühmte Krieger (althochdeutsch)
Namenstage: Ludwig, Louis, Lou, Louie, Chlodwig, Lovis, Ludovico, Luigi, Lutz, weibl.: Ludovica, Ludwika
Gedenktag: 28. April
Lebensdaten: geboren am 31. Januar 1673 in Montfort-sur-Meu, Bretagne, gestorben am 28. April 1716 in St. Laurent-sur-Sèvre, Vendée

Lebensgeschichte: Louis-Marie Grignion de Montfort stammte aus einer Advokatenfamilie mit 18 Kindern und ging im Jesuitenkolleg von Rennes zur Schule. Vor seinem Theologiestudium, das ihn nach Paris ins Seminar von Saint-Sulpice führte, legte er ein Armutsgelübde ab. Im Jahr 1700 empfing er die Priesterweihe und wirkte als Prediger auf dem Land zwischen Nantes und Poitiers.
Als Verwalter und Seelsorger des Krankenhauses von Poitiers gründete er 1703 gemeinsam mit Marie-Louise Trichet die Gemeinschaft der „Töchter der Weisheit“ zur Krankenpflege und Erziehung. 1706 verlieh ihm der Papst in Rom den Titel eines Apostolischen Missionars mit der Aufgabe, den christlichen Geist Frankreichs durch die Wiederbelebung des Taufgelübdes und die Hingabe an die Jungfrau und Gottesmutter Maria zu erneuern.
Zehn Jahre durchzog der „gütige Pater von Montfort“ unermüdlich die westfranzösischen Diözesen und starb mit 43 Jahren an Auszehrung. Seine letzte Predigt war der Milde Jesu gewidmet.
1712 hatte er sein Hauptwerk Das Goldene Buch der vollkommenen Hingabe an Maria vollendet und 1713 die „Missionare von der Gesellschaft Mariens“ gegründet.

Verehrung: Erst nach Grignions Tod schlossen sich die „Montfortaner“ zusammen, die sich mit ihren heute rund 4500 Mitgliedern um Arme und Behinderte in Elendsvierteln weltweit kümmern. Ludwig Maria Grignion wurde 1888 selig- und 1947 heiliggesprochen. Bis heute übt er großen Einfluss durch sein „Goldenes Buch“ der Marienverehrung aus, auf das die „Legio Mariae“ und der Wappenspruch „Totus tuus“ von Papst Johannes Paul II. zurückgehen.


Allmächtiger, ewiger Gott, in deiner Gnade

hat der heilige Priester Ludwig Maria Grignion

die vollkommene Hingabe an Christus, deinen Sohn,

durch die Hände seiner seligen Mutter

in herausragender Weise bezeugt und gelehrt.

Hilf auch uns, diesen geistlichen Weg zu gehen,

damit wir in der Welt mitwirken

an der Ausbreitung deines Reiches.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.


In Saint Laurent sur Sevre

Die Statue des hl. Ludwig Maria im Petersdom (Kurzbiographie)


Ludwig Maria Grignion von Montfort, rechts Johannes Paul II. an seinem Grab

Reliquienschreine von Ludwig Maria und Marie Louise Trichet


Jesus lehrt im Tempel, Patrozinium  der Chapelle de la Sagesse, geweiht Jesus der ewigen Weisheit


O mein Jesus, du ewige, menschgewordene Weisheit! Aller Liebe und Anbetung bist Du wert. Du bist wahrer Gott und wahrer Mensch, der einzige Sohn des ewigen Vaters und der allezeit reinen Jungfrau Maria. In tiefster Ehrfurcht bete ich Dich an im Schoße und in der Herrlichkeit deines Vaters, wo Du von Ewigkeit her bist; und ich bete Dich an im jungfräulichen Schoße deiner heiligsten Mutter Maria zur Zeit deiner Menschwerdung.
Ich sage Dir Dank, daß Du Dich selbst entäussert hast und Knechtsgestalt annahmst, um mich der grausamen Knechtschaft Satans zu entreißen. Ich lobe und preise Dich, weil Du in allem deiner heiligsten Mutter Maria untertan sein wolltest, damit auch ich durch sie Dir ganz zu eigen werde.
(aus der Ganzhingabe des Heiligen)



Kapelle! der Weisheit, Saint Laurent sur Sevre