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Mittwoch, 14. August 2019

Maximilian Maria Kolbe (Beweise unserer Liebe)

Maximilian Maria Kolbe, Franziskanerkirche Vicenza


Der hl. Maximilian Maria Kolbe OFM Conv, (Raimund Kolbe, * 7. Januar 1894 in Zduńska Wola (damals Russland, heute Polen); † 14. August 1941 im KZ Auschwitz I) war ein Franziskaner-Minorit.

Er ist Patron der Journalisten, Amateurfunker und von KATH.NET. Gedenktag: 14. August.

Maximilian Kolbe, der in einer armen Familie aufgewachsen war, trat mit 17 Jahren dem Minoritenorden ("Konventualen") bei und wurde von dort aus nach Rom zum Studium gesandt. Er war während dieser Zeit in Rom, wo er schließlich auch zum Priester geweiht wurde, für die Gründung der "Militia Immaculatae" verantwortlich. Nach seiner Rückkehr nach Polen war er besonders im Bereich der katholischen Presse engagiert, er ließ Zeitungen und Monatszeitschriften herausgeben. Von 1930 – 1936 war er schließlich als Missionar in Japan tätig.
Dem Nationalsozialismus war er aufgrund seiner Predigten, seines entschiedenen Auftretens gegen die Ideologie Hitlers und seiner Arbeit in den Medien ein Dorn im Auge. Seine Verhaftung erfolgte schließlich 1940. Nach kurzer Zeit im Lager Oranienburg ließ man ihn jedoch wieder frei. Fünf Monate darauf wurde der Priester erneut verhaftet und diesmal nach Auschwitz gebracht.

Dort ging er anstelle eines Familienvaters freiwillig in den dunklen und stickigen Hungerbunker. Mithäftlinge berichteten, sie hörten die zum Tode Verurteilten mehrere Tage lang beten und singen. Am 14. August 1941, wurde dem Minoritenpater, der immer noch bei Bewusstsein war, eine Todesspritze verabreicht.

Die Worte Papst Johannes Pauls II., der damals noch Kardinal war, bei der Seligsprechung durch Papst Paul VI. 1971 des Märtyrers: "Pater Maximilian Kolbe starb in einer Zeit des Hasses und brutaler Rücksichtslosigkeit. Der Mensch wurde erniedrigt zum Roboter, er galt noch weniger als ein Sklave." Zehn Jahre nach der Seligsprechung sprach ihn Papst Johannes Paul II. am 10. Oktober 1982 heilig.

Der heilige Maximilian Kolbe war Augenzeuge der Zweihundertjahrfeier der Freimaurer, die anno 1917 auf dem Petersplatz die untengenannte Satanshymne sangen und eine Satansfahne trugen, auf der stand: "Satan muß im Vatikan regieren, der Papst wird sein Sklave sein." Maximilian Kolbe beschloß daraufhin, seine Militia Immaculata zu gründen.

Ein Zitat des Heiligen: "Schreiben Sie nichts, was nicht auch von der Jungfrau Maria unterschrieben werden könnte.“

(Quelle: kathnet

Gebet zur Mutter Gottes um Rettung (Loretokapelle Brünn)
Über das Leiden (Minoritenkirche Wien)
Durch die Hände der Unbefleckten kannst du alles (Katharinakirche Krakau) 
Die Macht des Gebetes (Chiesa dei Santi Apostoli, Rom)

Priesterweihe in Rom
Die Primizkirche des M. Kolbe, (S. Andrea delle Fratte, Rom)
Die Todeszelle des hl. Maximilian Kolbe







Das Leben entflieht schnell.
Nicht eine Sekunde kehrt zurück.
Bemühen wir uns, möglichst viele Beweise der Liebe zu geben.

Die Zeit ist kurz, um Beweise unserer Liebe zu geben,
und wir leben nur einmal.



Franziskanerkirche S. Lorenzo, Vicenza

Sonntag, 11. August 2019

Berufung - Klara von Assisi

Berufung der hl. Klara, Ina Barbieri, 1935



1193 oder 1194 wurde Klara als Tochter reicher adliger Eltern geboren. Ihre Mutter, die Wallfahrten nach Palästina und Rom unternahm, unterwies das Mädchen sehr eifrig im Glauben. Schon als Kind fühlte sich Klara den Armen verpflichtet: Bei den Mahlzeiten stellte sie unbemerkt Speisen zur Seite, um sie heimlich Bedürftigen zukommen zu lassen. Das Ansinnen ihrer Eltern und Verwandten, sie vorteilhaft zu verheiraten, schlug sie aber mehrmals mit aller Entschiedenheit aus. Im Jugendalter fiel sie durch Klugheit und gutes Aussehen auf.
Ohne es nach außen zu zeigen, bewegte sie aber innerlich das Lebensideal des heiligen Franziskus: Armut und Leben nach dem Evangelium. Deshalb entschloss sie sich, auf alles zu verzichten, was ihr auf Grund ihrer Herkunft zustand: Reichtum, Besitz, Ansehen usw. In der Nacht von Palmsonntag auf Karmontag des Jahres 1211 verließ sie heimlich das Elternhaus und begab sich zur Porziuncolakapelle. Franziskus, der sie dort mit seinen Gefährten schon erwartete, schnitt ihr die Haare ab und bekleidete sie mit dem Ordensgewand. Dies waren die Zeichen dafür, dass sie nunmehr Christus gehörte und sich in den Dienst seines Evangeliums stellte. Zunächst fand Klara Aufnahme im Benediktinerinnenkloster San Paolo bei Bastia. Ihr Vater versuchte vergebens, sie von dort nach Hause zurückzuholen. Nach einiger Zeit siedelte Klara in eine Schwesterngemeinschaft bei Sant‘ Angelo di Panzo um. Hier schloss sich ihre leibliche Schwester Agnes ihr an. Aber weder das reiche Kloster San Paolo noch die Gemeinschaft in Panzo entsprachen offenbar ihren Vorstellungen eines vollkommenen Lebens im Geist des Evangeliums, so dass sie schließlich mit Agnes nach San Damiano übersiedelte; neben dieser kleinen Kirche hatte Franziskus für sie ein bescheidenes Gebäude errichten lassen. Immer mehr Frauen schlossen sich der Lebensweise Klaras an, so dass sich schon bald in San Damiano eine Gemeinschaft bildete. Die Schwestern wurden damals als Damianitinnen bezeichnet; der Name „Klarissen“ entstand erst später. Sie führten ein kontemplatives Leben, bei dem das Schweigen und das Gebet im Vordergrund standen.
(Quelle: Franziskanernet)


Rundgang in San Damiano
Das Tafelbild der hl. Klara
Das Testament Klaras
An der Tür der Franziskanerkirche in Salzburg

 

„Herr, sei gepriesen, weil du mich erschaffen hast“.
(die letzten Worte der hl. Klara)


S. Lorenzo Vicenza

Samstag, 10. August 2019

Laurentius

Laurentiusaltar neben der ersten Säule links im Bild, S. Lorenzo, Vicenza


Laurentius, Namenspatron von Lorenz, Laura oder Lars lebte im 3. Jahrhundert n. Chr. Er ist u. a. der Patron der Köche, Bibliothekare, Archivare, Wirte, Bierbrauer etc. Seine Herkunft soll nach alten Überlieferungen die spanische Stadt Huesca in Aragonien sein. Seine Eltern waren Adelige und ließen ihren intelligenten Sohn im nahen Zaragossa studieren, um ihn Priester werden zu lassen. Eines Tages kam der Archidiakon Sixtus und nahm den jungen Mann mit nach Rom. Dort wurde er einer der sieben Archidiakone unter dem römischen Bischof, Papst Sixtus II. In der unter dem ursprünglich toleranten Kaiser Valerian (253-259) ausgebrochenen Christenverfolgung vertraute Papst Sixtus seinem Diakon Laurentius für den Fall seines Todes die Schätze der Kirche an. Während eines Überfalls eines kaiserlichen Mordkommandos auf einen Gottesdienst, dem der Papst vorstand, wurde dieser am 6. August 258 enthauptet. Mit ihm starben noch vier Diakone. Unter Tränen soll Laurentius gerufen haben „Wo gehst du hin, Vater, ohne deinen Sohn". Kurz darauf wurde auch Laurentius gefangen genommen und in den Kerker geworfen. Dort heilte er den blinden Luxilus und taufte den Aufseher Hippolyt. Kaiser Valerian forderte von Laurentius die Aushändigung des Kirchenschatzes. Laurentius verweigerte die Herausgabe und erbat sich drei Tage Bedenkzeit. Die Zeit nutzte er gemeinsam mit Hippolyt, den Besitz der Kirche unter die Bedürftigen Roms zu verteilen. Nach Ablauf der drei Tage führte Laurentius die Armen als den „wahren Kirchenschatz" zu Valerian. Wutentbrannt über diese Bloßstellung ließ der Kaiser den Diakon ergreifen und am 10. August des Jahres 258 grausam hinrichten. Östliche Märtyrerberichte beschreiben im 4. Jahrhundert die Todesart. Danach wurde Laurentius auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert. Kurz vor seinem Tod soll er einer Legende nach zu seinen Peinigern gesagt haben: „Ich bin auf einer Seite gar, ihr könnt mich umdrehen." Deshalb wird der Heilige immer mit einem Rost dargestellt.


Das Martyrium des hl. Laurentius (ND de Chartres)
Wie Laurentius (St Lawrence Jewry, London)
Auf dem Rost habe ich dich, Gott, nicht verleugnet (ND de Luxembourg)
Das Martyrium des hl. Laurentius nach dem Zeugnis des hl. Ambrosius
Am Grab der hll. Laurentius und Stephanus



Laurentius, S. Lorenzo, Vicenza