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| Verrat des Judas, Svatý Hostýn, Tschechien |
Der mein Brot aß, hob hoch über mich die Ferse.
Den ich küssen werde, der ist es, den ergreift.
A: Mein Volk, was habe ich dir getan,
womit nur habe ich dich betrübt?
Antworte mir.
V: Aus der Knechtschaft Ägyptens habe ich dich herausgeführt.
Du aber bereitest das Kreuz deinem Erlöser.
A: Mein Volk, was habe ich dir getan,
womit nur habe ich dich betrübt?
Antworte mir.
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| St Giles Cathedral, Edinburg, Verrat des Judas |
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| das letzte Abendmahl, St Etheldreda´s Church, Verrat durch Judas |
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 13
In jener Zeit,
21 als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war,
wurde er im Geiste erschüttert
und bezeugte: Amen, amen, ich sage euch:
Einer von euch wird mich ausliefern.
22 Die Jünger blickten sich ratlos an,
weil sie nicht wussten, wen er meinte.
23 Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu;
es war der, den Jesus liebte.
24 Simon Petrus nickte ihm zu,
er solle fragen, von wem Jesus spreche.
25 Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu
und fragte ihn: Herr, wer ist es?
26 Jesus antwortete:
Der ist es,
dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde.
Dann tauchte er das Brot ein,
nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskáriot.
27 Als Judas den Bissen Brot genommen hatte,
fuhr der Satan in ihn.
Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tue bald!
28 Aber keiner der Anwesenden verstand,
warum er ihm das sagte.
29 Weil Judas die Kasse hatte,
meinten einige, Jesus wolle ihm sagen:
Kaufe, was wir zum Fest brauchen!
oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben.
30 Als Judas den Bissen Brot genommen hatte,
ging er sofort hinaus.
Es war aber Nacht.
31 Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus:
Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht
und Gott ist in ihm verherrlicht.
32 Wenn Gott in ihm verherrlicht ist,
wird auch Gott ihn in sich verherrlichen
und er wird ihn bald verherrlichen.
33 Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch.
Ihr werdet mich suchen,
und was ich den Juden gesagt habe,
sage ich jetzt auch euch:
Wohin ich gehe,
dorthin könnt ihr nicht gelangen.
36 Simon Petrus fragte ihn:
Herr, wohin gehst du?
Jesus antwortete ihm:
Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen.
Du wirst mir aber später folgen.
37 Petrus sagte zu ihm:
Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen?
Mein Leben will ich für dich hingeben.
38 Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben?
Amen, amen, ich sage dir:
Noch ehe der Hahn kräht,
wirst du mich dreimal verleugnen.
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| Petrus verleugnet den Herrn, Chalons en Champagne, Kathedrale |
Einer von euch wird mich verraten. -
Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen
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Aus dem
heiligen Evangelium nach Johannes 13
In jener Zeit,
21als Jesus mit seinen Jüngern bei Tisch war, wurde er im Innersten erschüttert und bekräftigte: Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten.
22Die Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er meinte.
23Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der, den Jesus liebte.
24Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche.
25Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu und fragte ihn: Herr, wer ist es?
26Jesus antwortete: Der ist es, dem ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon Iskariot.
27Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tu bald!
28Aber keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte.
29Weil Judas die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was wir zum Fest brauchen!, oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu geben.
30Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort hinaus. Es war aber Nacht.
31Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht, und Gott ist in ihm verherrlicht.
32Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen.
33Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen.
36Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen.
37Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben.
38Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 
Verrat durch Judas, im Eingangsbereich der Santa Sanctorum, Rom
Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird
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Aus dem
heiligen Evangelium nach Matthäus 26
In jener Zeit
14ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern
15und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.
16Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.
17Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?
18Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.
19Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
20Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.
21Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.
22Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?
23Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.
24Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
25Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.
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| Petrusfenster in St Peter´s church, Nottingham |
69E Petrus aber saß draußen im Hof.
Da trat eine Magd zu ihm
und sagte:
S Auch du warst mit diesem Jesus aus Galiläa zusammen.
70E Doch er leugnete es vor allen
und sagte:
S Ich weiß nicht, wovon du redest.
71E Und als er zum Tor hinausgehen wollte,
sah ihn eine andere Magd
und sagte zu denen, die dort standen:
S Der war mit Jesus dem Nazoräer zusammen.
72E Wieder leugnete er
und schwor:
S Ich kenne den Menschen nicht.
73E Wenig später kamen die Leute, die dort standen,
und sagten zu Petrus:
S Wirklich, auch du gehörst zu ihnen,
deine Mundart verrät dich.
74E Da fing er an zu fluchen
und zu schwören:
S Ich kenne den Menschen nicht.
E Gleich darauf krähte ein Hahn
75und Petrus erinnerte sich an das Wort, das Jesus gesagt hatte:
Ehe der Hahn kräht,
wirst du mich dreimal verleugnen.
Und er ging hinaus
und weinte bitterlich.
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| Ich kenne den Menschen nicht |
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| Verrat von Judas und Gefangennahme des Herrn, Todesangstbasilika, Jerusalem |
Aus Furcht vor dem Volke trachtete Judas, den
Herrn zu ergreifen, wenn er irgendwo allein wäre. Welch eine Torheit!
Wie hatte ihn doch die Geldgier so ganz verblendet! Er hatte oft
gesehen, wie Christus durch die Menge hindurchschritt, ohne dass man ihn
ergreifen konnte. So viele Beweise seiner Gottheit und Macht hatte
Jesus gegeben, und Judas hofft ihn zu fangen, und zwar trotz der vielen
drohenden und doch milden Worte, die er zu ihm gesprochen, um ihn von
seinen bösen
Plänen abzubringen.
Ja, selbst beim Abendmahle hatte der Herr diese
Sorge nicht vergessen; bis zum letzten Tage redete er mit ihm darüber.
Aber es fruchtete nichts bei ihm. Trotzdem ließ sich der Herr nicht
abhalten.
Diese Handlungsweise des Herrn
wollen auch wir beherzigen und wollen nichts unversucht lassen, um die
Sünder und Nachlässigen zu ermahnen, zu belehren, zu ermuntern,
anzuspornen, ihnen zu raten, selbst wenn wir nichts ausrichten sollten.
Auch Christus wußte ja voraus, dass der Verräter unverbesserlich war;
aber gleichwohl hört er nicht auf, das Seinige zu tun; er mahnt, droht,
spricht Wehe über ihn, aber niemals offen und vor anderen, sondern im
geheimen. Ja, im Augenblicke des Verrates läßt er sich von ihm sogar
küssen;allein auch das macht keinen Eindruck auf Judas.
Ein so großes
Laster ist die Geldgier. Sie machte Judas zum Verräter und Gottesräuber.
Höret es alle, ihr Habsüchtigen, die ihr an derselben Krankheit wie
Judas leidet; höret es und hütet euch vor dieser Leidenschaft. Wenn der
Gefährte Christi, der Wunder gewirkt und eine so ausgezeichnete Schule
durchgemacht hatte, in einen so fürchterlichen Abgrund stürzte, weil er
diese Seuche nicht mied, um wieviel mehr werdet ihr, wenn ihr nicht auf
die Schrift höret, wenn ihr nicht fortwährend auf der Hut seid, Knechte
dieser Leidenschaft werden, da ihr mit Leib und Seele am Irdischen
klebet?
Täglich war Judas in der Gesellschaft dessen, der nicht hatte,
wohin er sein Haupt legen konnte, täglich erhielt er in Wort und Beispiel die Lehre, man solle weder Gold noch Silber, noch zwei Kleider besitzen, und dennoch nahm er es sich nicht zu Herzen. Wie magst da du er
warten, diesem Laster zu entrinnen, da du keine so sorgfältige
Behandlung findest und keinen besonderen Eifer entfaltest? Fürchterlich,
ja fürchterlich ist dieses wilde Tier. Und doch kannst du, wofern du
nur willst, leicht darüber Herr werden. Diese Begierde liegt ja nicht in
der Natur begründet. Beweis dafür sind alle jene, die sich davon frei
gehalten haben. Was aber in der Natur liegt, haben alle gemeinsam. Diese
Leidenschaft hat einzig darin ihren Ursprung, dass man sie
vernachlässigt, daraus
entsteht sie, darin wächst sie. Hat sie einmal jemanden erfaßt, der
Neigung dazu hat, so bringt sie es dahin, dass er gegen die Gesetze
seiner Natur lebt. Wenn solche Leute ihre Stammesgenossen, ihre Freunde,
ihre Brüder, ihre Verwandten, kurz niemand mehr kennen und dazu sich
selbst nicht, so heißt das doch gegen die Natur leben. Es ist also klar,
dass die Schlechtigkeit überhaupt und besonders das Laster der
Habsucht, in deren Schlingen Judas zum Verräter wurde, etwas
Naturwidriges ist.
Wie konnte er aber so weit sinken, fragst du, da er doch von Christus zum Apostel berufen worden war? Die Berufung Gottes zwingt und nötigt keinen, wider Willen die Tugend zu wählen, sondern mahnt und rät nur, läßt nichts unversucht und tut alles, um dem Menschen die Tugendhaftigkeit nahe zu legen; wenn sich ein oder der andere nicht daran kehrt, so wird er nicht gezwungen.
Willst du aber die Gründe kennen lernen, warum Judas gefallen ist, so
wirst du finden, dass es die Geldgier war, die ihn ins Verderben geführt
hat. Und wie geriet er denn in die Fesseln dieser Leidenschaft? Weil
er nachlässig wurde. Aus dieser Quelle erklären sich alle Wandlungen
dieser Art, gleichwie aus dem Eifer die umgekehrten. Wie viele
Gewalttätige sind jetzt sanfter als Schafe! Wie viele Wollüstige sind
später enthaltsam geworden! Wie viele, die vordem habsüchtig waren,
geben jetzt sogar ihren eigenen Besitz hin! Und aus der Nachlässgkeit
ist hin wiederum das Gegenteil hervorgegangen.
Johannes Chrysostomus, In Matthaeum homiliae, Achtzigste Homilie. Kap.XXVI,V.6-16
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| Todesangstbasilika, Jerusalem |
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| Judas verrät Jesus mit einem Kuss, |
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| Verrat und Gefangennahme Jesu russisch-orthodoxe Kirche, Wien |
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| Petrus verleugnet seinen Meister, Johannes Paul II. Heiligtum Krakau, Mosaik von Marko Ivan Rupnik |