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Montag, 8. September 2025

Mariä Geburt

Pfarrkirche Mariä Geburt, Trenčín, Slowakeibu 


In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Vater im Himmel, zu danken
und am Fest der seligen Jungfrau Maria das Werk deines Erbarmens zu rühmen.
Du hast sie aus allen Menschen erwählt und gesegnet vor allen Frauen.
In ihr leuchtete auf die Morgenröte der Erlösung,
sie hat uns Christus geboren, die Sonne der Gerechtigkeit.
Durch ihn preisen dich deine Erlösten
und singen mit den Chören der Engel das Lob deiner Herrlichkeit:
(Präfation von Mariä Geburt)

Mariä Geburt

Anna und Maria, Pfarrkirche Trencin

Sonntag, 8. September 2024

Heiliger Thron auf Erden

Mariä Geburt, Saint Pantaleon, Troyes

 

Heute hat Gott,
der auf geistigen Thronen ruht,
sich einen heiligen Thron auf Erden gestaltet.

Der in Weisheit den Himmeln Bestand gab,
hat in seiner Menschenfreundlichkeit
sich einen lebendigen Himmel bereitet.

Aus unfruchtbarer Wurzel
ließ er einen lebentragenden Sproß
uns erblühen, seine Mutter.

Gott der Wunder,
der Hoffnungslosen Hoffnung;
Herr, Ehre sei dir!


Idiomelon bei Abendgebet; Menaion, September, 76,
aus L. Heiser, Maria in der Christus-Verkündigung des orthodoxen Kirchenjahres



 

Mariä Geburt
 
 
 

Freitag, 8. September 2023

Voll Freude

 

Hochaltarbild in Mariä Geburt, Enzersfeld

Das Fest Mariä Geburt entstand im Orient, wahrscheinlich aus dem Kirchweihfest der St.-Anna-Kirche in Jerusalem, die als Ort der Geburt Mariens gilt; nach anderer Überlieferung ist Maria in Nazaret geboren. Im Westen nennt Papst Sergius (687-701) als die vier Marienfeste, die in Rom gefeiert werden: Verkündigung, Aufnahme in den Himmel, Geburt und „Begegnung“ (= Mariä Lichtmess). Vom Datum der Geburt Mariens aus (das kein historisches Datum ist) wurde auch das Datum ihrer Empfängnis (8. Dezember) festgesetzt. Die Tatsache, dass das Fest dieser Geburt liturgisch gefeiert wird, setzt den Glauben voraus, dass Maria heilig, d. h. ohne Erbsünde, geboren wurde; vgl. Fest der Geburt Johannes‘ des Täufers (24. Juni).

Eröffnungsvers

Voll Freude feiern wir das Geburtsfest der Jungfrau Maria,
aus ihr ist hervorgegangen die Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, unser Gott.

Donnerstag, 8. September 2022

Zur Mutter Gottes geformt für Gott, den König der Ewigkeit

 

Mariä Geburt und der Prophet Jesaja, Saint Pierre, Chartres

 

Andreas von Kreta († 740)

Aus einer Rede über das Mysterium der Menschwerdung Gottes.

Das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden
 
"Christus ist das Ende des Gesetzes" (Röm 10,4). Er führt uns vom Buchstaben des Gesetzes nicht weiter fort, als er uns zu dessen Geist hinführt. Denn das ist die Erfüllung des Gesetzes; nachdem der Gesetzgeber selbst alles zu Ende gebracht hatte, führte er vom Buchstaben hinüber zum Geist, indem er alles erneuerte und nach dem Gesetz der Gnade lebte. Das eine verwarf er, das andere übernahm er in harmonischer Einordnung. Er mischte nicht das Besondere des einen mit dem des anderen, sondern er verwandelte ganz wunderbar das, was schwierig, sklavisch und erzwungen war, und machte es leicht und frei, damit wir nicht unter den Elementarmächten dieser Welt wie Sklaven leben (vgl. Gal 4,9), wie der heilige Paulus schreibt, und damit wir nicht mehr unter dem Joch der Knechtschaft und dem Buchstaben des Gesetzes stehen.
Denn das ist der Höhepunkt der Wohltaten, die uns Christus erwiesen hat. Das ist die Offenbarung des verborgenen Geheimnisses. Das ist die Natur, die sich entäußert hat: der Gott und Mensch und die Vergöttlichung der von Gott angenommenen Menschheit. Dieses so strahlend aufscheinende Wohnen Gottes bei den Menschen musste der Freude Eingang verschaffen, weil uns hier das große Geschenk des Heils zuteil wird
Das meint das heutige Fest, dessen Anlass die Geburt der Gottesmutter ist, dessen Ziel und Ende jedoch die Vereinigung des Wortes mit dem Fleisch ist. Denn eine Jungfrau wird geboren, gepflegt und herangezogen und zur Mutter geformt für Gott, den König der Ewigkeit.


So singe und tanze also die ganze Schöpfung und trage etwas bei, was des Tages würdig ist. Der heutige Tag werde ein gemeinsames Fest für Himmel und Erde. Alles, was auf Erden ist und über der Erde, soll zusammen feiern. Heute wurde das Heiligtum für den Schöpfer des Alls errichtet. Die Schöpfung bereitete dem Schöpfer ein neues und würdiges Haus.

Saint Pierre, Chartres

Mittwoch, 8. September 2021

Voll Freude feiern wir das Geburtsfest der Jungfau Maria

 

Mariä Geburt

Das Fest Mariä Geburt entstand im Orient, wahrscheinlich aus dem Kirchweihfest der St.-Anna-Kirche in Jerusalem, die als Ort der Geburt Mariens gilt; nach anderer Überlieferung ist Maria in Nazaret geboren. Im Westen nennt Papst Sergius (687-701) als die vier Marienfeste, die in Rom gefeiert werden: Verkündigung, Aufnahme in den Himmel, Geburt und „Begegnung“ (= Mariä Lichtmess). Vom Datum der Geburt Mariens aus (das kein historisches Datum ist) wurde auch das Datum ihrer Empfängnis (8. Dezember) festgesetzt. Die Tatsache, dass das Fest dieser Geburt liturgisch gefeiert wird, setzt den Glauben voraus, dass Maria heilig, d. h. ohne Erbsünde, geboren wurde; vgl. Fest der Geburt Johannes‘ des Täufers (24. Juni). (erzabteibeuron)


Voll Freude feiern wir das Geburtsfest der Jungfrau Maria,
aus ihr ist hervorgegangen die Sonne der Gerechtigkeit,
Christus, unser Gott.

 


Dienstag, 8. September 2020

Wie alle anderen und doch einzigartig

Die Geburt Mariens, ND en Vaux, Chalons en Champagne

 

Die Liturgie gedenkt heute der Geburt der seligen Jungfrau Maria. Dieses in der Volksfrömmigkeit so tief empfundene Fest führt uns dazu, in dem Kind Maria die allerreinste Morgenröte der Erlösung zu bewundern.
Wir sehen ein Kind, das wie alle anderen und doch einzigartig ist, das »gesegnet ist mehr als alle anderen Frauen« (Lk 1,42). Maria ist die unbefleckte »Tochter Zion«, dazu ausersehen, die Mutter des Messias zu werden.
(Johannes Paul II., 8. September 2004)

Barmherziger Gott, öffne deinen Gläubigen die Schätze der himmlischen Gnade.
Die Geburt des Erlösers aus Maria war für uns der Anfang des Heiles;
das Geburtsfest seiner allzeit jungfräulichen Mutter
festige und mehre den Frieden auf Erden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Fenster des Lebens Mariens, ND en Vaux, Chalons en Champagne

Sonntag, 8. September 2019

In eine fromme Familie hineingeboren (Mariä Geburt)

Geburt Mariens, die hl. Anna befleißigt sich kurz nach der Geburt ihrer Tochter der Schriftlesung
Detail eines Altars in der Kathedrale von Burgos



Mit Recht dürfen wir annehmen, daß die Mutter des Herrn in eine religiöse und fromme Familie hineingeboren wurde. Maria selbst ist eine große Beterin. Im Magnifikat, diesem berühmten Lobgesang auf die Macht und Herrlichkeit Gottes, lehrt sie uns die Hauptrichtung allen Betens: ”Meine Seele preist die Größe des Herrn, und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter“ (Lk 1,46). 
Stimmt ein in diesen Lobpreis Gottes!
Zeigt Gott durch die treue Mitfeier des sonn- und feiertäglichen Gottesdienstes, daß ihr ihn über alles liebt und ehrt und zugleich bereit seid, dieser Liebe einen konkreten, gemeinschaftlichen Ausdruck zu geben!
Geht hin zum eucharistischen Herrn im Tabernakel und betet dort zum geheimnisvoll gegenwärtigen Gott für euch selber, für die eigene Familie, für die Familien eures Vaterlandes, für die Menschheitsfamilie und für die Gottesfamilie der Kirche!
Ich bitte euch alle, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Laien und Kleriker, Ordensmänner und Ordensfrauen, Gesunde und Kranke, Behinderte und Betagte: Betet! Ja, laßt nicht nach im täglichen Gebet! Das Gebet ist die wahrhaft verändernde und befreiende Kraft unseres Lebens; im Gebet geschieht der echte ”Aufbruch zum Leben“. 
(Johannes Paul II., 8.9.1985, Liechtenstein)

Barmherziger Gott,
öffne deinen Gläubigen
die Schätze der himmlischen Gnade.
Die Geburt des Erlösers aus Maria
war für uns der Anfang des Heiles;
das Geburtsfest seiner allzeit jungfräulichen Mutter
festige und mehre den Frieden auf Erden.
Darum bitten wir durch Christus unseren Herrn.
(Tagesgebet)

Mariä Geburt


Stammbaum Christi, Altar in der Kathedrale von Burgos

Samstag, 8. September 2018

Mariä Geburt - wir feiern mit!


Mariä Geburt - Andreas v. Kreta


Geburt Mariens, Mosaik aus dem 13. Jh., S. Maria in Trastevere, Rom
  
„Voll Freude feiern wir das Geburtsfest der Jungfrau Maria, aus ihr ist hervorgegangen die Sonne der Gerechtigkeit, Christus, unser Gott.“, heißt es im heutigen Eröffnungsvers zum Fest Maria Geburt. „In tiefer Verehrung lasst uns die Geburt der seligen Jungfrau feiern“, betet die Kirche heute im Stundengebet. Andreas von Kreta († 740) fordert uns dazu auf, den Geburtstag der Jungfrau gebührlich zu feiern als er über das Festgeheimnis sprach: „Denn eine Jungfrau wird geboren, gepflegt und herangezogen und zur Mutter geformt für Gott, den König der Ewigkeiten. So singe und tanze also die ganze Schöpfung und trage etwas bei, was des Tages würdig ist. Der heutige Tag werde ein gemeinsames Fest für Himmel und Erde. Alles, was auf Erden ist und über der Erde, soll zusammen feiern. Heute wurde das Heiligtum für den Schöpfer des Alls errichtet. Die Schöpfung bereitete dem Schöpfer ein neues und würdiges Haus.

Es ist selbstverständlich, dass wir mit Familie und Freunden unseren Geburtstag feiern. Große, durchaus auch fragwürdige Feste und Partys werden oftmals veranstaltet. Aber sind wir uns auch bewusst, dass das liturgische Fest Maria Geburt ein Geburtstagsfest für unsere himmlische Mutter ist? Maria, die Mutter aller Menschen, muss an ihrem Geburtstag Jahr für Jahr feststellen, dass nur wenige ihrer Kinder an ihren Ehrentag gedacht haben. Haben Sie heute schon mit Maria gefeiert und ihr gesagt: „Schön, dass es dich gibt?“

Andreas von Kreta erinnert uns daran, dass Liturgie nichts Langweiliges ist, sondern ein feierliches Zusammentreffen von Himmel und Erde, um mit Jubel und dankbarer Freude in den ewigen Lobpreis Gottes einzustimmen. Die kirchlichen Feste sind ein Vorgeschmack auf den Himmel, der ein einziges großes Fest mit einem himmlischen Hochzeitsmahl sein wird. Danken wir heute dem Herrn, dass er in Maria ein einzigartiges Geschöpf zum Heil der ganzen Schöpfung erschaffen hat und bitten wir ihn: „Erfülle uns mit Freude am Geburtsfest der seligen Jungfrau Maria, denn sie ist die Morgenröte des Heiles und das Zeichen der Hoffnung für die ganze Welt.“ (Aus dem Schlussgebet)

S. Maria in Trastevere. Rom