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Samstag, 23. Juli 2022

Der Birgitta-Flügelaltar in Vadstena (1)

 


 

Reliquie der hl. Birgitta im Mutterhaus in Rom

Am Grab der hl. Birgitta und der hl. Katharina in der Klosterkirche in Vadstena

Reliquienschrein der hl. Birgitta beim Grab des hl. Erich in Uppsala, Grabplatte ihrer Eltern ebendort

Statue der hl. Birgitta in der Klosterkirche Vadstena (B16 über Birgitta, 27.10.2010)

Die heilige Katharina von Schweden (Mutterhaus S. Brigida, Rom)




Heilige Birgitta, bitte für uns!

 

Ein Gebet der heiligen Birgitta von Schweden:

„Herr, allmächtiger Gott,

ich weiß, daß ich alles von dir empfangen habe

und aus mir selbst nichts bin und kann.

 

Um deiner Güte willen bitte ich dich in Demut:

Handle an mir nicht, wie es meine Sünden verdienen,

sondern nach deiner großen Barmherzigkeit.

 

Sende mir den Geist der Heiligkeit,

damit er mein Herz erleuchte und stärke,

auf dem Weg deiner Gebote zu wandeln,

daß ich in dem verharre,

was ich (- durch deine Eingebung -)

als das Rechte erkannt habe,

und daß keine Versuchung

mich davon abzuhalten vermag.“

Freitag, 10. Juli 2020

Erich von Schweden

Krönung des hl. Erich, Eriksdom, Uppsala


König, Märtyrer
Namensdeutung: reich an Ehren (skandinavisch-althochdeutsch)
Namenstage: Erik, Erich, Eric, Erico, weibl.: Erika
Gedenktag: 10. Juli, gemeinsam mit Olaf und Knud
Lebensdaten: geboren um 1120 in Västergötland, gestorben am 18. Mai 1160 in Uppsala

Lebensgeschichte: Erik Jedvardsson war über seine Frau mit der dänischen, der norwegischen und mit der früheren schwedischen Herrscherdynastie verschwägert und wurde um 1150 selber König von Schweden, wobei „Schweden“ große Teile Skandinaviens umfasste und Erik sich bis zu seinem Tod noch gegen zwei Konkurrenten auf den Thron behaupten musste.
Seiner Heiligenlegende aus dem 13. Jahrhundert nach zeichnete sich Erik durch bescheidene Lebensweise, Sorge um die Armen und Unterdrückten und den Verzicht auf Steuererhebungen aus. Gesichert ist, dass er durch Klostergründungen und der Einberufung eines Kirchentags in Linköping die Christianisierung des weithin noch heidnischen Landes voranbrachte.
Um 1155 unternahm er einen Kreuzzug nach Finnland, wo er gemeinsam mit Bischof Henrik das Bistum Uppsala begründete. Wie Bischof Henrik erlitt auch Erik später das Martyrium: Er wurde an Christi Himmelfahrt 1160 in der Dreifaltigkeitskirche von Östra Aros, dem heutigen Uppsala, vom dänischen Thronkonkurrenten Magnus Henriksson getötet.

Verehrung: König Erik wurde im Dom von Alt-Uppsala bestattet. Bei der Erhebung seiner Gebeine im Zuge der Übertragung des Bistumssitzes nach Östra Aros entsprang 1273 eine Quelle an der Nordseite des neuen Doms, was für jede damalige Heiligenverehrung ausschlaggebend war. Sein Kult wurde von den Dominikanern und Franziskanern bzw. den Erzbischöfen von Uppsala sowie von den schwedischen Herrschern betrieben. Seine Reliquien ruhen seit 1574 in einem vergoldeten Schrein im evangelisch gewordenen Dom, sein Gedenktag am 18. Mai wanderte mit der Liturgiereform auf den Todestag des dänischen Königs Kanut (Knud), ebenso wie der des norwegischen Königs Olav.

Darstellung: im Königsornat mit Kirchenmodell vor dem Altar
Patron: von Schweden

Am Grab des hl. Erich in Uppsala

Das Olafsportal des Eriksdoms 

Wandmalerei, Darstellungen aus dem Leben des hl. Erich im Eriksdom, Uppsala

Mittwoch, 10. Juli 2019

Olaf, Patron von Norwegen

Olavsportal, Eriksdom, Uppsala



Der Norwegische König Olav Haraldsson II wurde 955 als Sohn eines Wikingerkönigs geboren. Norwegen bestand zu dieser Zeit aus mehreren kleinen Königreichen. Olav aber war ein Nachkomme Harald Schönhaars, dem ersten König Norwegens. Schon mit 12 Jahren wurde Olav ins Wikingerleben auf See eingeführt. Seine Mutter schickte ihn mit dem erfahrenen Wikinger Rane auf  Seefahrt. Rane wurde später ein wichtiger Lehrer für den jungen Olav.
Mit der Zeit wurde Olav zu einem erfolgreichen und berühmten Wikinger. So war er bei der Niederbrennung der London Bridge dabei, als der englische König Ethelred gegen den dänischen König Svein kämpfte, der die Stadt besetzt hatte. Der König Ethelred konnte sein Land zurückerobern und Olav wurde reich belohnt.
Als König hatte Olav Haraldsson viele wichtige Verbündete, unter ihnen den Herzog Richard II aus der Normandie. Als 19 Jähriger lebte Olav mehrere Monate auf Richards Hof in Rouen. Obwohl das Christentum schon an mehreren Stellen in Norwegen eingeführt worden war, und Olav schon von diesem neuen Glauben gehört hatte, wurde er erst in Rouen wirklich mit dem Christentum vertraut.  Es war der Bruder des Herzogs, der Erzbischof  Robert von Rouen, der ihn in die neue Religion einführte. 1014 lies sich Olav schließlich in Rouen taufen.

Mit der Vision ganz Norwegen als christliches Reich mit christlichen Gesetzen zu einen, kam er zurück nach Norwegen. Zwischen 1015 und 1016 wurde er vom Ting, einer Art demokratischen Wikingerversammlung, zum neuen König gewählt. Im Ting durften alle „freien Männer“ ihre Stimme abgeben. Als freie Männer galten alle, die Land und Besitzt hatten. Olav wurde als erster König von allen Grafschaften einstimmig gewählt. Zusammen mit der Unterstützung der Ting-Versammlung führte er nach seiner Wahl eine christliche Gesetzgebung ein, die 1024 endgültig durchgesetzt wurde.
In den 15 Jahren, die Olav König war, erhielt er viel Zustimmung für seine Christenmission. Es gab aber auch mächtige Männer, die Olav kritisch gegenüberstanden und sich mit dem dänischen König verbündeten. Die Grafen in Trøndelag, die eng mit dem dänischen König zusammenarbeiteten, waren gegen Olavs Herrschaftsform. 1028 musste Olav schließlich aus Norwegen fliehen. Er verbrachte einige Jahre am Hofe des russischen Großfürsten von Yroslav I in Nowgorod. Yroslav war nicht nur Olavs Schwager, sondern auch Ziehvater seines Sohnes, Magnus der Gute.

1030 hatte Olav einen Traum in dem er den Auftrag erhielt nach Norwegen zurückzukehren und für sein Land zu kämpfen. Kurz darauf machte er sich auf die Reise, die für ihn auf dem Schlachtfeld in Stiklestad am 29. Juli 1030 enden sollte. Der isländische Sagenschreiber Snorre Sturlasson schrieb die St. Olavssage, in der er über unglaubliche Wunder berichtetet, die auf dem Schlachtfeld und um die Grabstätte in Trondheim geschehen sein sollen.

Die Vermutung, dass Olav ein heiliger Mann sei, begann sich zu verbreiten und ein Jahr nach Olavs Begräbnis gelang es seinen Anhängern, den Bischof zur Öffnung des Grabes zu bewegen. Der Sage nach soll Olav ausgesehen haben als schliefe er. Sein Haar und seine Nägel hatten nicht aufgehört zu wachsen und seine Haut war frisch und rosig und ein wundervoller Duft soll von ihm ausgegangen sein. Daraufhin wurde der König 1031 als Märtyrer heiliggesprochen. Mehrere Relikte wurden in der Kirche in Trondheim verwahrt und sofort begannen Menschen zu diesem heiligen Ort zu pilgern.
1153 wurde der Erzbischofsitz in Trondheim vom Papst gegründet. Der neue Erzbischof Øystein begann schon im selben Jahr den Nidarosdom zu bauen. Er hatte in Frankreich und England studiert und war mit der Architektur europäischer Kathedralen vertraut. Er brachte das Wissen und die Steinmetze, die die Steine für den Dom bearbeiten sollten, mit nach Trondheim. Der Erzbischof Øystein spielte eine wichtige Rolle bei der Verehrung und Bekanntmachung des Heiligen Olavs. Er schrieb ein Buch über das Leben und die Wunder des Wikingerkönigs. „Passio et miracula beati Olavi“ wurde mehrfach abgeschrieben und in ganz Nordeuropa verbreitet. Heute noch kann man Douai, in Frankreich, und in Oxford, in England, alte Kopien des Buches sehen.
(Quelle: pilegrimsleden)

Am Grab des hl. Erich von Schweden in der Kathedrale von Uppsala



hl. Olaf, Attribut Axt, Erikdom





Dom von Uppsala

Freitag, 24. März 2017

Katharina von Schweden


Katharina von Schweden, Vadstena, Schweden


Katharina von Schweden, Ordensfrau. Katharina war die Tochter der hl. Birgitta von Schweden und wurde um 1331 geboren. Sie war seit 1345 mit Eggard von Kyren verheiratet. 1350 reiste Katharina zu ihrer Mutter nach Rom. Da im darauffolgenden Jahr ihr Gatte starb, blieb Katharina bei Birgitta und wurde deren treueste Schülerin. 1374 brachte sie den Leib ihrer heiligen Mutter nach Schweden und wurde die erste Vorsteherin des Klosters Vadstena. 1378 erlangte Katharina vom Papst die Bestätigung der Regel des Birgittenor-dens und ihres Klosters. Sie starb am 24. März 1381 und wurde in Vadstena bestattet. Dargestellt wird Katharina Birgittinnenhabit oder als Pilgerin.
(Martyrologium Sancrucense)

Am Grab der hl. Birgitta und Katharina von Schweden

Schrein mit den Reliquien der hl. Birgitta und der hl. Katharina von Schweden, Vadstena




Mittwoch, 18. Mai 2016

Am Grab des hl. Erik von Schweden in Uppsala

Westportal mit dem hl. Erik


Erich IX. Jedvardsson, König von Schweden. Erich führte ein sittenreines Leben, schützte die Kirche und machte sich um die Bekehrung der Finnen verdient. Er starb im Kampf gegen den dänischen Prinzen Magnus Henriksson am 18. Mai 1160.
Nach der Legende wurde Erich während eines Gottesdienstes ermordet. Schon bald nach seinem Tod, nachweislich 1198, wurde Erich als Heiliger verehrt. Seine Gebeine ruhen in einem goldenen Schrein hinter dem Hochaltar des Doms zu Uppsala. Erich wird mit königlichen Insignien vor einem Altar stehend mit Kirchenmodell dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)

Nach dem Konzil wurde der Gedenktag des hl. Erich (18. Mai) auf den 10. Juli gelegt und wird jetzt gemeinsam mit den hll. Knud und Olaf begangen.


Mit dem Bau des Eriksdoms wurde um 1270 begonnen. Erst 1435, nach fast 200 Jahren, erfolgte die Weihe durch Erzbischof Olaus Laurentii. Über Jahrhunderte wurden hier die schwedischen Könige gekrönt und begraben. Die Gebeine Eriks hatte man zunächst in Gamla Uppsala beigesetzt.  Anlässlich der Verlegung des Beschofssitzes nach Uppsala wurde Erik zusammen mit dem heiligen Olav und dem heiligen Lars zum Kirchenpatron des Domes gemacht. 1273 wurden die Reliquien von Erik in den Dom zu Uppsala überführt. Jeden 18. Mai, dem Gedenktag Eriks, wurden seine Gebeine in einer feierlichen Prozession nach Gamla Uppsala übertragen.
Im großen Stadtbrand von 1702 wurden Türme, Dach und Innenausstattung beschädigt, der Bau wurde barockisiert. Ende des 19. Jahrhunderts bekam die Kirche ihre hohen neugotischen Turmspitzen. Der Dom ist die größte Kirche Skandinaviens: Länge 118,7 m, Turmhöhe 118,7, Deckenhöhe 27 m.


Westseite mit dem Hauptportal (Eriksportal) und Südseite Lars/(Laurentius)portal

Eriksportal
Am 18. Mai wird der hl. Erik mit Blumen bedacht


über dem hl. Erik die beiden Reliefdarstellungen Jesus an der Geißelsäule und die Verkündigung an Maria

Über dem Portal Josef, Maria mit dem Kind und Johannes der Täuifer unter kleinen Baldachinen


Südportal (St. Larsportal), Reliefs zeigen die Erschaffung der Welt, das Relief im Tympanon illustriert
Mt 11,28: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen.
In den Archivolten sind Propheten und Apostel dargestellt, die Rundreliefs zeigen die Schöpfung der Welt

Lars / Laurentiusportal


Grabkapellen säumen die dreischiffige Kirche, auch der Chor ist von einem Kapellenkranz umgeben


Der Schrein des hl. Erik steht im nördlichen Chorumgang, im sog. Finstachor. Aus Finsta stammten die hl. Birgitta von Schweden und ihre Familie.

12.45 Uhr, Mittagsgebet der schwedischen Kirche am Fest des hl. Erich
(wo ist der Altar für die Zelebration;-)

Heiliger Erich - König und Märtyrer

Der Erikschrein aus dem Jahr 1579 besteht aus 34 kg Silber, 0,6 kg Gold und 1,4 kg Kupfer. Anfang des 14. Jahrhunderts wurden die Eltern der hl. Birgitta von Schweden im Finstachor beigesetzt. Seit 1990 wird hier auch eine Reliquie der hl. Birigitta, eine Stück von ihrem Hüftbein, aufbewahrt.


 


Gedenktag und wahrscheinlicher Todestag 18. Mai 1160
(andere Deutung: am 18. Mai 1167 wurden seine Reliquien in einen Schrein gelegt, der Todestag war ein paar Tage vorher)

Als der hl. Erik am Himmelfahrtstag 1160 der hl. Messe in der damaligen Pfarrkirche, der Dreifaltigkeitskirche beiwohnte, erhielt er Nachricht davon, dass Dänen, die ihm den Thron streitig machten, in der Stadt seien. Erik allerdings wollte den Kampf erst aufnehmen, nachdem er die Messe zu Ende gehört hatte. Da seine Männer in der Unterzahl waren, hatten die Dänen leichtes Spiel. Erik wurde mit einem Hieb durch den Hals getötet. (..) Im Weiteren erzählt die Legende, dass dort, wo der abgeschlagene Kopf Eriks auf den Boden aufschlug, nämlich zwischen Domkirche und Fluß, eine Quelle entsprang, deren Wasser Wunderheilungen bewirkte.
(S. Hardegger, Weiter Himmel, stille Wege, 50ff)



Herr, unser Gott,
höre auf die Fürsprache
der heiligen Könige Knud, Erich und Olaf,
die in ihren Ländern
die Botschaft von Christus verbreitet haben.
Gib, dass wir mit den Völkern des Nordens
im Glauben an Christus verbunden bleiben,
und stärke in uns allen
die Bereitschaft zur Einheit, wie du sie willst.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Patron Schwedens

Reliquie der hl. Birgitta von Schweden im Finstachor, Uppsala

Reliquienschrein der hl. Birgitta von Schweden, die fünf roten Punkte symbolisieren die fünf Wunden Christi, Uppsala

Grab der Eltern der hl. Birgitta von Schweden, Birger Persson und Ingeborg Bengtsdotter

Grabplatte der Eltern der hl. Birgitta, Finstachor, Dom zu Uppsala


Birgitta von Schweden, Finstachor, Uppsala

Birgitta von Schweden, Finstachor, Eriksdom


Katharina von Schweden, die Tochter Birgittas, Finstachor, Eriksdom

Blick zum Hauptportal nach Westen
 
Südseite des Doms zu Uppsala