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Montag, 26. August 2024

26. August - Unsere Liebe Frau von Tschenstochau, höre nicht auf

 

Unsere Liebe Frau von Tschenstochau, bitte für uns!

 

Jasna Góra ist in Polens Geschichte ein besonderer Erinnerungsort. Topografisch gesehen ist dieser Hügel im westlichen Teil des Stadtgebiets von Tschenstochau fast 300 Meter hoch. Auf Initiative des piastischen Herzogs Władysław II. ließen sich hier im ausgehenden 14. Jahrhundert Paulinereremiten nieder. Die Mönche hatten eingangs eine kleine Holzkirche, die im Laufe der Jahrhunderte zu einer imposanten Klosteranlage auf fünf Hektar Fläche ausgebaut.

Kurze Zeit nach der Niederlassung der Ordensmänner erhielten sie als Schenkung ein Marienbild. Die Herkunft des Gemäldes ist nicht eindeutig geklärt; möglicherweise stammt es aus der Ukraine, denn es handelt sich um eine byzantinische Darstellung. Mutmaßlich gehörte sie zu einer Ikonostase. Als ganz sicher aber gilt, dass das 82 mal 122 Zentimeter große Werk auf Lindenholzplatte nicht vom Heiligen Lukas gemalt wurde – Volksglauben und Legenden hatten in der Vergangenheit behauptet, der Evangelist habe die Ikone auf der Tischplatte der Heiligen Familie erstellt.2

Als Hodegetria („Wegweiserin“) ist die Darstellung ein frontales Brustbild Marias mit dem Christuskind auf ihrem Arm. Der polnische Beinamen Czarna Madonna, Schwarze Madonna, bezieht sich auf die dunkle Hautfarbe des Bildes, wobei die Ursachen für die Verfärbung nicht eindeutig geklärt wurden, zumal die Ikone in der Geschichte mehrfach restauriert wurde.

Eine Verehrung der Tschenstochauer Maria ist schon sehr früh überliefert. Einen ersten großen Umbau erfuhr der Klosterhügel wegen des hohen Pilgerzustroms bereits fünfzig Jahre nach der Gründung des Konvents, um den sich auch die erste populäre Legende um das Bild rankt. Im April 1430 ereignete sich ein Raubüberfall auf das Kloster und die Ikone verlor ihre Schmuckbekleidung aus Votivgaben. Zudem wurde sie mit einem spitzen Gegenstand beschädigt. Bei der folgenden Restaurierung des Bildes sollen die Wunden im Gesicht Marias auch nach der Übermalung auf wundersame Weise wieder aufgetaucht sein. Daraufhin wurden diese mit roter Farbe sogar hervorgehoben, die Leidensgeschichte der Schwarzen Madonna erhielt dadurch einen besonderen Status. Unterstrichen wurde dieser auch durch den Bau einer spätgotischen Marienkapelle neben der Klosterkirche, in der die Ikone platziert wurde.
(Quelle)



 

(13.6.1987) (Quelle)

Predigt von Johannes Paul II. in der Gnadenbildkapelle auf Jasna Góra in Tschenstochau
 

„Was er euch sagt, das tut“ (vgl. Joh 2, 5).
Wie sehr hatte ich doch den Wunsch, während meiner jetzigen Pilgerreise durch das Va-
terland hier zu sein. Auf Jasna Góra zu sein, in dieser Kapelle niederzuknien und hier das
heiligste Opfer zu feiern.
Pfingsten hat das Marianische Jahr begonnen. Dieser Umstand hat meine Sehnsucht noch
belebt. Das Marianische Jahr in der Periode der Vorbereitungen von Kirche und Menschheit
auf das Jahr 2000 seit Christi Geburt. Wenn jener ersten Ankunft der Advent vorausging, so
spüren wir auch jetzt die Notwendigkeit eines neuen Advents. Wenn in jenem ersten Advent am
Horizont der Erlösungsgeschichte der Morgenstern vor dem Aufgang der Sonne der Ge-
rechtigkeit und Gnade -Maria vor der Ankunft Christi - aufleuchtete, so ist es auch jetzt not-
wendig, dass er von neuem erstrahle. ...
Die Mutter Jesu weist in Kana in Galiläa auf den Sohn hin und sagt zu den Dienern beim
Hochzeitsmahl: „Was er euch sagt, das tut.“
Mit Maria von Jasna Góra durchlebten wir im polnischen Land die Jahrtausendfeier der
Taufe. Dann kam noch das Jubiläum ihrer gesegneten Gegenwart unter uns: seit 600 Jahren
in diesem Bild von Jasna Góra. Und jetzt führt der Weg des Eucharistischen Kongresses durch
das Heimatland.
Wiederholte sich auf diese Weise nicht noch einmal das Geschehen von Kana in Galiläa?
Wies nicht die Mutter auf den Sohn hin, auf diese Liebe, die er uns bis zur Vollendung erwies
und die in der Eucharistie sakramental ständig gegenwärtig ist? Führt nicht sie -von hier, von
Jasna Góra aus -uns auf diesem Eucharistischen Weg durch die polnischen Städte und Dörfer?
Durch die polnischen Herzen und unsterblichen Seelen?
„Was er euch sagt, das tut.“ Er, Christus, hat uns eben das gesagt, am Vortag seines Leidens
und seines Todes, bevor das letzte Zeichen offenbar werden sollte: seine Auferstehung. Das
eben hat er zu uns gesagt: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird... Dieser Kelch ist
der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird ... Tut dies ...“ (vgl. Lk 22, 19-20; vgl.
1 Kor 11, 24-25).
So sagte er. Und von da an wurde die Eucharistie zum heiligsten Sakrament der Kirche. Sie
wurde zum unfehlbaren Zeichen des Erlösers der Welt. Sie wurde zur täglichen Ankündigung
der „kommenden Zeit“ im Himmelreich.
 
„Was er euch sagt.“
Ja. Christus spricht. Er sagt in Kana in Galiläa zu den Dienern: „Schöpft jetzt und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist“ (vgl. Joh 2, 8). Er spricht in diesem ersten Zeichen, das den Glauben seiner Jünger entstehen ließ. Und er spricht durch das ganze Evangelium: durch die Frohe Botschaft der Taten und Worte.
Er spricht schließlich durch das Wort des Kreuzes und durch das Wort der Auferstehung. ...

Unsere Liebe Frau von Jasna Góra!
Höre nicht auf, bei uns zu bleiben!
Höre nicht auf, uns diese Worte aus Kana in Galiläa zu
wiederholen: „Was er euch sagt, das tut.“
Höre nicht auf, auf deinen Sohn hinzuweisen.
Höre nicht auf, uns dem Sakrament seines Leibes und Blutes nahezubringen.
Denn von dir hat er diesen Leib und dieses Blut, das er für uns im Opfer von Golgotha
darbrachte.
Möge im polnischen Land diese eucharistische Erziehung zu menschlicher Freiheit von
Generation zu Generation erhalten bleiben.
Insbesondere in dieser Generation, die erneut vom Zweifel bedroht ist.
Sei weiterhin unsere Mutter und Erzieherin. „Maria, Königin Polens, ich bin bei dir, ich
denke an dich, ich wache.“



der, dich o Jungfrau im Himmel gekrönt hat
Hochaltar der Kirche von Jasna Gora




Freitag, 22. Oktober 2021

Die Begegnung mit Jesus kommt einer Neuerschaffung gleich

 

Johannes Paul II., Birgittenkloster, Tschenstochau

Liebe Schwestern und Brüder!

1. In unseren früheren Betrachtungen sind wir der Menschheit bei ihrer Begegnung mit Gott gefolgt, der sie erschaffen und der sich auf seinen Straßen auf die Suche nach ihr gemacht hat. Heute werden wir über die höchste Begegnung zwischen Gott und Mensch meditieren, über jene Begegnung nämlich, die sich in Jesus Christus, dem göttlichen Wort, das Fleisch wird und unter uns wohnt (vgl. Joh 1,14), realisiert. Die endgültige Offenbarung Gottes – so bemerkte der hl. Bischof Irenäus von Lyon im 2. Jahrhundert – vollzog sich, als »das Wort Gottes Mensch geworden ist, indem es sich dem Menschen und den Menschen sich assimilierte, damit der Mensch durch seine Ähnlichkeit mit dem Sohne kostbar werde [vor dem Vater] (Adversus haereses V, 16,2; Bibliothek der Kirchenväter, Bd. 4, Kempten/ München 1912, S. 195). Diese innige Vereinigung zwischen Göttlichem und Menschlichem, die der hl. Bernhard mit dem »Kuß« aus dem Hohenlied vergleicht (vgl. Sermones super Cantica canticorum II), weitet sich in der Person Christi auf die von ihm angesprochenen Menschen aus. Diese Begegnung in Liebe weist verschiedene Dimensionen auf, die wir nun zu erläutern versuchen.

2. Es ist eine Begegnung, die sich im Alltäglichen in Zeit und Raum vollzieht. In diesem Zusammenhang ist der soeben verlesene Abschnitt aus dem Johannesevangelium aufschlußreich (vgl. Joh 1,35–42). Darin finden wir einen genauen zeitlichen Hinweis mit Angabe eines Tages und einer Stunde, eines Ortes und eines Hauses, in dem Jesus lebte. Da gibt es einfache Menschen, die sogar in ihrem Namen von jener Begegnung verändert werden. Wenn Christus den Lebensweg eines Menschen durchkreuzt, so bedeutet dies, daß dessen Entwicklung und dessen Pläne gründlich verändert werden. Als die Fischer aus Galiläa mit Jesus am Ufer des Sees zusammentrafen und seinen Aufruf hörten, »zogen sie die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach« (Lk 5,11). Es ist eine radikale Wende, die kein Zögern zuläßt und auf einen Weg schickt, der zwar voller Schwierigkeiten, aber auch sehr befreiend ist: »Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach« (Mt 16,24).

3. Wenn Christus den Lebensweg einer Person kreuzt, beunruhigt er ihr Gewissen; er liest in ihrem Herzen wie bei der Samariterin, der er alles sagt, was sie getan hat (vgl. Joh 4,29). Vor allem aber weckt er Reue und Liebe wie bei Zachäus, der die Hälfte seines Vermögens den Armen schenkt und das Vierfache der von ihm zu Unrecht eingetriebenen Beträge zurückgibt (vgl. Lk 19,8). So geschieht es auch mit der reuigen Sünderin, der alle ihre Sünden vergeben werden, »weil sie so viel Liebe gezeigt hat« (Lk 7,47), und mit der Ehebrecherin, die nicht verurteilt, sondern ermahnt wird, ein neues Dasein fern von der Sünde zu führen (vgl. Joh 8,11). Die Begegnung mit Jesus kommt einer Neuerschaffung gleich: Daraus entsteht das neue Geschöpf, zu einer wahren Gottesverehrung fähig, die darin besteht, den Vater »im Geist und in der Wahrheit« anzubeten (Joh 4,23–24).

4. Christus auf dem eigenen Lebensweg zu begegnen bedeutet oft, körperliche Genesung zu finden. Seinen Jüngern gab Jesus den Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden, zu bekehren und die Sünden zu vergeben (vgl. Lk 24,47), aber auch die Kranken zu heilen, von allem Bösen zu befreien, zu trösten und zu stützen. Deshalb riefen die Zwölf »die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie« (Mk 6,12–13). Christus ist gekommen, um den ganzen Menschen zu suchen, ihm zu begegnen und ihn zu heilen. Als Bedingung für die Rettung fordert Jesus den Glauben, mit dem man sich vollkommen Gott, der in ihm wirkt, hingibt. Der Frau, die an Blutungen litt und als letzte Hoffnung den Saum seines Gewandes berührte, erklärt Jesus deshalb: »Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein« (Mk 5,34).

5. Das Kommen Christi zu uns hat den Zweck, uns zum Vater zu führen, denn »niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht« (Joh 1,18). Diese historische Offenbarung, von Jesus durch seine Gesten und Worte vollbracht, erreicht uns in der Tiefe durch das innerliche Wirken des Vaters (vgl. Mt 16,17; Joh 6,44–45) und durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes (vgl. Joh 14,26; 16,13). Deshalb gießt ihn der auferstandene Jesus als Ursprung für die Vergebung der Sünden (vgl. Joh 20,22–23) und als Quelle göttlicher Liebe in uns aus (vgl. Röm 5,5). So kommt eine trinitarische Gemeinschaft zustande, die schon während des Erdendaseins beginnt und deren Ziel die vollkommene Anschauung ist, wenn »wir ihm ähnlich sein werden […]; denn wir werden ihn sehen, wie er ist« (1 Joh 3,2).

6. Jetzt geht Christus weiter neben uns durch die Straßen der Geschichte – gemäß seinem Versprechen: »Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (Mt 28,20). Er ist gegenwärtig durch sein Wort, »ein Wort, das ruft, das einlädt, das persönlich verpflichtet, so wie es den Aposteln erging. Wenn ein Mensch vom Wort erreicht wird, entsteht der Gehorsam, das heißt das Hören, das das Leben verändert. Der Mönch nährt sich jeden Tag vom Brot des Wortes. Ohne dieses Brot ist er wie tot und hat nichts mehr, was er den Brüdern mitteilen könnte, denn das Wort ist Christus« (Orientale lumen, 10).

Christus ist außerdem gegenwärtig in der Eucharistie, Quelle der Liebe, der Einheit und des Heils. In unseren Kirchen erklingen immer aufs neue die Worte, die er eines Tages in der Synagoge der kleinen Stadt Kafarnaum am See Tiberias sagte. Es sind Worte der Hoffnung und des Lebens: »Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag […]. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm« (Joh 6,54.56).

(Generalaudienz, Johannes Paul II., 9. August 2000)

Montag, 5. Oktober 2020

Faustyna Kowalska

Hl. Schwester Faustyna, bitte für uns!

Ordensfrau, Mystikerin
Namensdeutung: die Glückliche (lat.)
Namenstage: Faustyna, Faustine, männl.: Faustus, Faustinus, Faustan
Gedenktag: 5. Oktober

Lebensdaten: geboren am 25. August 1905 in Głogowiec bei Łódź, gestorben am 5. Oktober 1938 in Krakau

Lebensgeschichte: Helena Kowalska war das dritte von zehn Kindern einer einfachen Familie von Handwerkern und Bauern. Bereits als Siebenjährige fühlte sie sich vom Ordensleben angezogen, doch schlug sie sich diesen Gedanken wieder aus dem Kopf. Sie besuchte nur drei Jahre die Schule und verdingte sich ab dem 16. Lebensjahr bei bessergestellten Familien der Umgebung.
1924 hatte sie bei einer Tanzveranstaltung, der sie gemeinsam mit ihrer Schwester beiwohnte, eine Vision des leidenden Christus, unter deren Eindruck sie sofort ihre Sachen packte und nach Warschau reiste. Dort klopfte sie vergeblich an mehreren Klöstern an, wurde wegen ihrer Mittellosigkeit immer wieder abgewiesen, bis sie im August 1925 probeweise in die Kongregation der Schwestern der Muttergottes der Barmherzigkeit aufgenommen wurde. Mit dem Ordensnamen Maria Faustyna vom Allerheiligsten Sakrament war sie als Köchin, Gärtnerin und Pförtnern in mehreren Häusern tätig, obwohl sie bald nach ihrem Klostereintritt an Tuberkulose erkrankte.
Ihre wiederkehrenden Visionen und Gnadenerweise vertraute sie auf Anraten ihres Beichtvaters Michał Sopoćko Tagebüchern an. Darin fanden sich nach ihrem Tod mehrere Aufträge zu lesen, die sie zu Lebzeiten auch zu verwirklichen versuchte: die Einführung des Barmherzigkeitssonntags am ersten Sonntag nach Ostern, die Verehrung des Jesusbilds von der Göttlichen Barmherzigkeit mit der Aufschrift „Jesus, ich vertraue auf dich“, das Beten des Barmherzigkeitsrosenkranzes und damit verbunden die Verehrung der Sterbestunde Jesu sowie die Gründung einer eigenen Barmherzigkeitskongregation.
M. Faustyna Kowalska starb mit 33 Jahren im Krakauer Kloster Josefów.

Verehrung: 1947 rief Pfarrer Sopoćko die Schwestern vom Barmherzigen Jesus ins Leben, die ihren Hauptsitz im „Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes“ in Myślibórz unweit der deutschen Grenze haben. 1968 leitete der Krakauer Erzbischof Karol Wojtyła ihren Seligsprechungsprozess ein, den er 1993 als Papst Johannes Paul II. selbst feierlich beschließen konnte – mitsamt der Einführung des Barmherzigkeitssonntags. Das Jesusbild in der Version von Adolf Hyła ist weltweit verbreitet, nicht nur bei denen, die täglich den Barmherzigkeitsrosenkranz um 15 Uhr beten. Faustynas Reliquien ruhen im Heiligtum der Barmherzigkeit Gottes in Krakau-Łagiewniki. 2020 schrieb Papst Franziskus ihren Gedenktag am 5. Oktober in den römischen Generalkalender ein.
(bistumaugsburg)


Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Franz Xaver Seelos (Redemptorist)
Tafelbild in der Wiener Marienkirche

der sel. Anna Schäffer
an ihrem Grab in Mindelstätten
Sühne für die Seelen

des sel. Bartolo Longo in Pompej

und des hl. Raimund von Capua (an seinem Grab in Neapel)

Faustina Kowalska, Kathedrale von Tschenstochau

Mittwoch, 26. August 2020

Heute gedenkt die Kirche Polens ULF von Tschenstochau

 

Unsere Liebe Frau von Tschensochau, bitte für uns!

 

Das berühmte Gnadenbild wurde laut Erzählungen vom hl. Lukas, dem Evangelisten, auf dem Tisch aus dem Haus in Nazareth gemalt. Das Bild soll später vom Kaiser Konstantin aus Jerusalem nach Konstantinopel mitgenommen worden sein und dort in eine Kirche gebracht worden. Durch den Fürst von Ruthenien, Lev, kam das Gnadenbild nach Polen. Das Bild wurde in Belz verborgen und 1382 von Ladislaus von Oppeln aufgefunden. Nach dem Sieg über seine Feinde, den er der Mutter Gottes zuschrieb, nahm er das Bild nach Tschenstochau mit und übergab es dem Paulinerorden. Diese Übergabe ist in einem sehr alten Manuskript der "Translatio tabulae" bestätigt. In Archiv von Jasna Gora wird eine handschriftliche Kopie aus dem Jahre 1474 aufbewahrt. Im Jahre 1430 wurde das Bild von den Hussiten profaniert und mit einem Säbel geschlagen ohne dass es verletzt werden konnte. Papst Klemens XI. liess es 1717 feierlich krönen. Seither wird Unsere Liebe Frau von Tschenstochau als Patronin Polens verehrt.

Die Ergebnisse der neuesten wissenschaftlichen Forschung weisen darauf hin, dass das Bild ursprünglich eine aus dem 6.-9. Jh. stammende byzantinische Ikone vom Typ der "Hodigetria" (="die den Weg weist") war.

In Tschenstochau wurde am 8. September 1946 durch Primas August Kardinal Hlond, erstmalig die Marienweihe erneuert, die König Jan II. Kasimir 1656 in Lemberg für sein Volk getätigt hatte. 1956 bestätigte das polnische Episkopat, unter dem Vorsitz von Primas Stefan Kardinal Wyszynski zusammen mit dem ganzen katholischen Volk Maria in Tschenstochau aus Königin von Polen. Dieses Ereignis wird als die "Weihe vom hellen Berg" (Slubowania Jasnogórskie) bezeichnet. In dieser Weihe verpflichtete sich das polnische Volk zu einem von christlicher Nächstenliebe geprägten Lebensstil.

Aus dem Weihegebet:

"Große Mutter des Gottmenschen! Jungfräuliche Gottesgebärerin, von Gott verherrlichte Maria! Königin der Welt und Königin Polens! 

Drei Jahrhunderte sind vergangen, seit jenem frohen Tag, an dem Du Königin von Polen wurdest. Nun stehen wir, die Kinder des Polnischen Volkes und Deine Kinder, Blut vom Blute unserer Vorfahren, erneut vor Dir, erfüllt von den selben Gefühlen der Liebe, der Treue und der Hoffnung, die einst unsere Väter erfüllten. Wir, die polnischen Bischöfe und das königliche Priestertum, das Volk, das mit dem heilbringenden Blut Deines Sohnes erkauft wurde, können zu Dir, Maria, erneut zu Deinem Thron, o Vermittlerin aller Gnaden, Mutter der Barmherzigkeit und allen Trostes. […] Mutter der göttlichen Gnade! 

Wir versprechen, in jeder polnischen Seele das Geschenk der Quelle des göttlichen Lebens zu bewahren. Wir wollen, dass jeder von uns in der heilmachenden Gnade lebe und ein Tempel Gottes sei;

  • dass das ganze Volk frei von schwerer Sünde lebe;
  • dass es das Haus Gottes und die Pforte des Himmels für alle Generationen werde, die je über die polnische Erde wandern werden, angeführt durch die katholische Kirche, ins ewige Vaterland.

Das Volk antwortet:
Königin von Polen, wir versprechen es! […] Wir versprechen, die junge Generation in der Treue zu Christus zu erziehen, sie vor der Gottlosigkeit und der Verderbnis zu bewahren und sie mit wachsamer elterlicher Liebe zu umgeben. 

(Quelle: kathpedia)


Samstag, 4. April 2020

6. Station: Jesus, du nimmst von Veronika das Schweißtuch


Veronika reicht Jesus das Schweißtuch, Jasna Gora, Tschenstochau


P: Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
A: Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

V: Jesus, Veronika sieht dein Leid.
A: Sie fragt nicht, was die Menschen denken.
V: Sie gibt dir das Schweißtuch.
A: Du drückst dein Antlitz ins Tuch.

V: Jesus, Veronika ist voller Liebe zu dir.
A: Jesus ich danke dir für deine Liebe. Hab Erbarmen mit uns und unseren Verstorbenen.