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Freitag, 1. Mai 2026

Aus dem Arbeitspensum des hl. Josef

 

 

Gott, du Schöpfer der Welt,
du hast den Menschen

zum Schaffen und Wirken bestimmt.
Auf die Fürsprache unseres Schutzpatrons,
des heiligen Josef,
der mit seiner Hände Arbeit
die Heilige Familie ernährte,
gib uns Kraft und Ausdauer,
damit wir deinen Auftrag auf Erden erfüllen
und so den verheißenen Lohn empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Flucht nach Ägypten, Antoine Herault zugeschrieben, um 1660

Musee Beaux Arts in Lille

Donnerstag, 1. Mai 2025

Josef bei der Arbeit

 

die heilige Familie bei der Arbeit, Kanzel, Sw. Josef, Krzeszow

 

Von Pius XII. wurde 1955 für den 1. Mai das Fest des hl. Josef, des Arbeiters, eingeführt. Es handelt sich dabei um ein Gedenken, das den Nährvater Jesu mit dem Tag der Arbeit, als der der 1. Mai schon vorher im außerkirchlichen Raum gehalten wurde, in Verbindung bringt.

Gott, du Schöpfer der Welt,
du hast den Menschen

zum Schaffen und Wirken bestimmt.
Auf die Fürsprache unseres Schutzpatrons,
des heiligen Josef,
der mit seiner Hände Arbeit
die Heilige Familie ernährte,
gib uns Kraft und Ausdauer,
damit wir deinen Auftrag auf Erden erfüllen
und so den verheißenen Lohn empfangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Kościoł św. Józefa, Krzeszow

Montag, 1. Mai 2023

Josef, der Arbeiter

 


Das Vorbild des hl. Josef ist für uns alle ein eindringlicher Aufruf, die Aufgabe, die uns von der Vorsehung anvertraut wurde, in Treue, Einfachheit und Bescheidenheit zu erfüllen. Ich denke vor allem an die Familienväter und -mütter, und ich bete dafür, dass sie die Schönheit eines einfachen, arbeitsamen Lebens stets zu schätzen wissen, indem sie ihre eheliche Beziehung sorgfältig pflegen und ihren grossen und nicht einfachen Erziehungsauftrag mit Begeisterung wahrnehmen.

Für die Priester, die die Vaterschaft gegenüber den kirchlichen Gemeinschaften ausüben, erwirke der hl. Josef, dass sie die Kirche mit Zuneigung und voller Hingabe lieben, und er unterstütze die geweihten Menschen in ihrer freudigen und treuen Befolgung der evangelischen Räte der Armut, der Keuschheit und des Gehorsams.

Er beschütze die Arbeiter der ganzen Welt, damit sie durch ihre unterschiedlichen Berufe zum Fortschritt der gesamten Menschheit beitragen, und helfe jedem Christen, den Willen Gottes vertrauens- und liebevoll zu erfüllen, um auf diese Weise an der Vollendung des Heilswerks mitzuarbeiten.

Angelus, 19. März 2006, B16



Samstag, 1. Mai 2021

Mittwoch, 1. Mai 2019

Die Arbeit als Ausdruck der Liebe


Die heilige Familie bei der Arbeit, St. Josef bei St. Paul im Lavanttal
Die Arbeit als Ausdruck der Liebe


22. Alltäglicher Ausdruck dieser Liebe im Leben der Familie von Nazaret ist die Arbeit. Der Text des Evangeliums gibt genau die Art der Arbeit an, mit der Josef sich bemühte, den Unterhalt der Familie sicherzustellen: das Zimmermannshandwerk. Hinter diesem einfachen Wort verbirgt sich der ganze Umkreis von Josefs Leben. Für Jesus sind es die Jahre des verborgenen Lebens, von denen der Evangelist nach der Episode im Tempel sagt: „Dann kehrte er mit ihnen nach Nazaret zurück und war ihnen gehorsam“ (Lk 2,51). Diese „Fügsamkeit“, das heißt der Gehorsam Jesu im Haus in Nazaret, ist auch als Teilnahme an der Arbeit Josefs zu verstehen. Er, der als der „Sohn des Zimmermanns“ galt, hatte von seinem vermeintlichen „Vater“ das Handwerk gelernt. Wenn die Familie von Nazaret in der Ordnung des Heils und der Heiligkeit das Beispiel und Vorbild für die menschlichen Familien ist, so gilt das analog auch für die Arbeit Jesu an der Seite des Zimmermanns Josef. In unserer Zeit hat die Kirche das auch mit dem auf den ersten Mai festgesetzten liturgischen Gedächtnis Josefs des Arbeiters unterstrichen. Die menschliche Arbeit und im besonderen die manuelle Arbeit finden im Evangelium besondere Beachtung. Zusammen mit dem Menschsein des Gottessohnes ist sie in das Geheimnis der Menschwerdung aufgenommen, so wie sie auch in besonderer Weise erlöst wurde. Dank seiner Werkbank, an welcher er sein Handwerk zusammen mit Jesus ausübte, brachte Josef die menschliche Arbeit dem Geheimnis der Erlösung näher.

23. Einen beachtlichen Anteil an seinem menschlichen Heranwachsen und seiner Zunahme „an Weisheit, Alter und Gnade“ hatte bei Jesus die Tugend des Fleißes, da ja „die Arbeit ein Gut für den Menschen ist“, das „die Natur umwandelt“ und bewirkt, daß der Mensch „gewissermaßen mehr Mensch wird“.
Die Bedeutung der Arbeit im Leben des Menschen erfordert, daß man sie in ihren Einzelheiten kennenlernt und sich aneignet, „um allen Menschen zu helfen, durch die Arbeit Gott, dem Schöpfer und Erlöser, näherzukommen, an seinem Heilsplan für Mensch und Welt mitzuwirken und in ihrem Leben die Freundschaft mit Christus zu vertiefen und durch den Glauben lebendig teilzunehmen an seiner dreifachen Sendung als Priester, Prophet und König“.

24. Schließlich geht es um die Heiligung des Alltagslebens, die ein jeder seinem Stand entsprechend erlangen soll und die nach einem für alle annehmbaren Vorbild gefördert werden kann: „Der hl. Josef ist das Vorbild der Demütigen, die das Christentum für große Ziele bestimmt; ... er ist der Beweis dafür, daß es, um gute und glaubwürdige Nachfolger Christi zu sein, keiner ,großartigen Dinge’ bedarf, sondern nur allgemeine, menschliche, schlichte, aber wahre und glaubwürdige Tugenden erforderlich sind“.

Johannes Paul II., Aus dem Apostolisches Schreiben Redemptoris Custos, über Gestalt und Sendungdes heiligen Josef im Leben Christi und der Kirche (15. August 1989)

St. Josef auf dem Josefsberg, St. Paul im Lavanttal

Dienstag, 19. März 2019

Papst Benedikt XVI. über den hl. Josef

die Verlobung von Josef und Maria


Der hl. Josef als Vorbild des Horchens
Das Schweigen des hl. Josef ist ein Schweigen, das von der Betrachtung des Mysteriums Gottes in völliger Verfügbarkeit für den göttlichen Willen geprägt ist. Mit anderen Worten, das Schweigen des hl. Josef ist nicht Zeichen einer inneren Leere, sondern im Gegenteil Zeichen dafür, dass sein Herz von einem tiefen Glauben erfüllt ist, der jeden seiner Gedanken und jede seiner Handlungen leitet. Es ist ein Schweigen, in dem Josef im Einklang mit Maria das Wort Gottes, das ihm aus den hl. Schriften bekannt ist, bewahrt und es ständig den Ereignissen im Leben Jesu gegenüberstellt. Und es ist ein Schweigen, das von unablässigem Gebet durchwirkt ist, einem Gebet, in dem er den Herrn segnet, seinen heiligen Willen anbetet und das grenzenlose Vertrauen in seine Vorsehung ausdrückt.
Lassen wir uns doch anstecken vom Schweigen des hl. Josef. In einer oft zu lauten Welt, die die innere Sammlung und das Horchen auf Gott erschwert, haben wir es dringend nötig.


der Traum Josefs


Heiliger Josef, der Schweigende
Das Schweigen Josefs ist nicht Ausdruck innerer Leere, sondern im Gegenteil der Fülle des Glaubens, den er im Herzen trägt und der alle seine Gedanken und Handlungen leitet. Durch dieses Schweigen bewahrt Josef gemeinsam mit Maria das Wort Gottes, das er in der Heiligen Schrift kennengelernt hatte, und stellt ihm fortwährend die Ereignisse im Leben Jesu gegenüber; sein Schweigen ist durchdrungen vom beständigem Gebet - ein Gebet des Lobpreises an dem Herrn, der Anbetung seines heiligen Willens und der vollkommenen Hingabe an seine Vorsehung. Man übertreibt nicht, wenn man denkt, dass - auf menschlicher Ebene - Jesus von seinem "Vater" Josef jene starke Innerlichkeit lernte, die Voraussetzung der wahren Gerechtigkeit ist, jener "grösseren Gerechtigkeit" nämlich (vgl. Mt 5,20), die Jesus eines Tages seine Jünger lehren wird.
Angelus, 18. Dezember 2005, 4. Adventssonntag


Jesus als Lehrling


Heiliger Josef, Vertrauter unserer Gebete
Liebe Freunde, in wenigen Tagen feiern wir das Fest des hl. Josef, des Schutzpatrons der Arbeiter. [...] Da ich meinerseits auch seinen Namen trage, freue ich mich, ihn euch heute nicht nur als himmlischen Beschützer und Fürsprecher für jede verdienstvolle Initiative zu empfehlen, sondern vor allem als Vertrauten eures Gebets und eurer alltäglichen Verpflichtungen, die sicher viele Genugtuungen und Enttäuschungen mit sich bringen, als Vertrauten eurer täglichen und, ich würde sagen, hartnäckigen Suche nach der Gerechtigkeit Gottes in den menschlichen Angelegenheiten.
Ansprache an die Italienische Christliche Union der Unternehmer, 4. März 2006


Tod Josefs

Ite ad Josef - Geht zu Josef, Josefsaltar St. Peter und Paul, Prag