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Montag, 20. Oktober 2025

Maria Bertilla Boscardin

Anna Francesca Boscardin wurde in Gioia di Brendola bei Vicenza am 6. Oktober 1888 geboren. Als Tochter einer Bauernfamilie Schloss sie sich bereits in ihrer Jugend den »Töchtern Mariens« an. Am 8. April 1905 ging sie zu den Schwestern »Maestre di S. Dorotea«, Töchter der Heiligsten Herzen in Vicenza und erhielt den Ordensnamen Maria Bertilla. Nach dem Noviziat wurde sie in das Krankenhaus von Treviso gesandt, wo sie bis zu ihrem Tode mit großer Hingabe die Kranken pflegte. Sie überstand eine notwenige Operation nicht und starb am 20. Oktober 1922. Vielfältige Ausdrucksformen von Frömmigkeit an ihrem Grab sind Zeichen der geistlichen Größe dieser jungen Frau. Ihre Gebeine ruhen in der Kapelle des Mutterhauses in Vicenza. Die Heiligsprechung erfolgte am 11. Mai 1961. Quelle


Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Jakob Kern, des hl. Vitalis von Salzburg und des hl. Wendelin.

Heiliger Wendelin, bitte für uns!

auf dem Weg zur Kathedrale in Vicenza







Kathedrale von Vicenza


Gedenktafeln der Heiligen Josefine Bakhita und Maria Bertilla Boscardin

heilige Maria Bertilla, bitte für uns!





 

Sonntag, 11. August 2019

Berufung - Klara von Assisi

Berufung der hl. Klara, Ina Barbieri, 1935



1193 oder 1194 wurde Klara als Tochter reicher adliger Eltern geboren. Ihre Mutter, die Wallfahrten nach Palästina und Rom unternahm, unterwies das Mädchen sehr eifrig im Glauben. Schon als Kind fühlte sich Klara den Armen verpflichtet: Bei den Mahlzeiten stellte sie unbemerkt Speisen zur Seite, um sie heimlich Bedürftigen zukommen zu lassen. Das Ansinnen ihrer Eltern und Verwandten, sie vorteilhaft zu verheiraten, schlug sie aber mehrmals mit aller Entschiedenheit aus. Im Jugendalter fiel sie durch Klugheit und gutes Aussehen auf.
Ohne es nach außen zu zeigen, bewegte sie aber innerlich das Lebensideal des heiligen Franziskus: Armut und Leben nach dem Evangelium. Deshalb entschloss sie sich, auf alles zu verzichten, was ihr auf Grund ihrer Herkunft zustand: Reichtum, Besitz, Ansehen usw. In der Nacht von Palmsonntag auf Karmontag des Jahres 1211 verließ sie heimlich das Elternhaus und begab sich zur Porziuncolakapelle. Franziskus, der sie dort mit seinen Gefährten schon erwartete, schnitt ihr die Haare ab und bekleidete sie mit dem Ordensgewand. Dies waren die Zeichen dafür, dass sie nunmehr Christus gehörte und sich in den Dienst seines Evangeliums stellte. Zunächst fand Klara Aufnahme im Benediktinerinnenkloster San Paolo bei Bastia. Ihr Vater versuchte vergebens, sie von dort nach Hause zurückzuholen. Nach einiger Zeit siedelte Klara in eine Schwesterngemeinschaft bei Sant‘ Angelo di Panzo um. Hier schloss sich ihre leibliche Schwester Agnes ihr an. Aber weder das reiche Kloster San Paolo noch die Gemeinschaft in Panzo entsprachen offenbar ihren Vorstellungen eines vollkommenen Lebens im Geist des Evangeliums, so dass sie schließlich mit Agnes nach San Damiano übersiedelte; neben dieser kleinen Kirche hatte Franziskus für sie ein bescheidenes Gebäude errichten lassen. Immer mehr Frauen schlossen sich der Lebensweise Klaras an, so dass sich schon bald in San Damiano eine Gemeinschaft bildete. Die Schwestern wurden damals als Damianitinnen bezeichnet; der Name „Klarissen“ entstand erst später. Sie führten ein kontemplatives Leben, bei dem das Schweigen und das Gebet im Vordergrund standen.
(Quelle: Franziskanernet)


Rundgang in San Damiano
Das Tafelbild der hl. Klara
Das Testament Klaras
An der Tür der Franziskanerkirche in Salzburg

 

„Herr, sei gepriesen, weil du mich erschaffen hast“.
(die letzten Worte der hl. Klara)


S. Lorenzo Vicenza

Samstag, 10. August 2019

Laurentius

Laurentiusaltar neben der ersten Säule links im Bild, S. Lorenzo, Vicenza


Laurentius, Namenspatron von Lorenz, Laura oder Lars lebte im 3. Jahrhundert n. Chr. Er ist u. a. der Patron der Köche, Bibliothekare, Archivare, Wirte, Bierbrauer etc. Seine Herkunft soll nach alten Überlieferungen die spanische Stadt Huesca in Aragonien sein. Seine Eltern waren Adelige und ließen ihren intelligenten Sohn im nahen Zaragossa studieren, um ihn Priester werden zu lassen. Eines Tages kam der Archidiakon Sixtus und nahm den jungen Mann mit nach Rom. Dort wurde er einer der sieben Archidiakone unter dem römischen Bischof, Papst Sixtus II. In der unter dem ursprünglich toleranten Kaiser Valerian (253-259) ausgebrochenen Christenverfolgung vertraute Papst Sixtus seinem Diakon Laurentius für den Fall seines Todes die Schätze der Kirche an. Während eines Überfalls eines kaiserlichen Mordkommandos auf einen Gottesdienst, dem der Papst vorstand, wurde dieser am 6. August 258 enthauptet. Mit ihm starben noch vier Diakone. Unter Tränen soll Laurentius gerufen haben „Wo gehst du hin, Vater, ohne deinen Sohn". Kurz darauf wurde auch Laurentius gefangen genommen und in den Kerker geworfen. Dort heilte er den blinden Luxilus und taufte den Aufseher Hippolyt. Kaiser Valerian forderte von Laurentius die Aushändigung des Kirchenschatzes. Laurentius verweigerte die Herausgabe und erbat sich drei Tage Bedenkzeit. Die Zeit nutzte er gemeinsam mit Hippolyt, den Besitz der Kirche unter die Bedürftigen Roms zu verteilen. Nach Ablauf der drei Tage führte Laurentius die Armen als den „wahren Kirchenschatz" zu Valerian. Wutentbrannt über diese Bloßstellung ließ der Kaiser den Diakon ergreifen und am 10. August des Jahres 258 grausam hinrichten. Östliche Märtyrerberichte beschreiben im 4. Jahrhundert die Todesart. Danach wurde Laurentius auf einem glühenden Rost zu Tode gefoltert. Kurz vor seinem Tod soll er einer Legende nach zu seinen Peinigern gesagt haben: „Ich bin auf einer Seite gar, ihr könnt mich umdrehen." Deshalb wird der Heilige immer mit einem Rost dargestellt.


Das Martyrium des hl. Laurentius (ND de Chartres)
Wie Laurentius (St Lawrence Jewry, London)
Auf dem Rost habe ich dich, Gott, nicht verleugnet (ND de Luxembourg)
Das Martyrium des hl. Laurentius nach dem Zeugnis des hl. Ambrosius
Am Grab der hll. Laurentius und Stephanus



Laurentius, S. Lorenzo, Vicenza

Montag, 4. Februar 2019

Katharina de Ricci

Katharina de Ricci, S. Corona, Vicenza


Alexandrina de' Ricci, Tochter einer in Politik und Handel von Florenz bedeutenden Familie, wurde 1522 geboren. Ihre erste religiöse Erziehung erhielt sie bei den Benediktinerinnen von Monticelli. Schon dort be­kundete sie jene lebendige Andacht zum Leiden des Erlösers, die später eines ihrer Kennzeichen werden sollte.

Nach ihrer Rückkehr ins väterliche Haus suchte sie nach einer strengeren Form religiösen Lebens. Sie trat der Gemeinschaft der Dominikaner-Terziarinnen im Konvent von St. Vinzenz in Prato bei. Dort wurde sie 1535 mit 12 Jahren eingekleidet und erhielt den Namen Katharina. Vom Feuer des Heiligen Geistes entflammt suchte sie unablässig Gottes Ehre und förderte die Erneuerung des Ordenslebens im Sinne ihres Ordensbruders Hieronymus Savonarola, den sie sehr verehrte. Viele Jahre war sie Priorin und Novizenmeisterin des Klosters und leitete die Gemeinschaft mit Klugheit und Güte.

Katharina hinterließ hervorragende Schriften des geistlichen Lebens. Vor allem ihre Briefe, die sie an Männer und Frauen ihrer Zeit schrieb, wie an Philipp Neri, Karl Borromäus und Maria Magdalena de Pazzi, sind bedeutende Zeugnisse der geistlichen Literatur im Italien des 16. Jahrhunderts. Ihre Andacht zum Leiden Christi hat sich in den Schriftversen über die Passion des Herrn niedergeschlagen, die sie als Hilfe zur Meditation zusammenstellte, und die in das Processionarium des Ordens aufgenommen wurden.

Katharina starb am 2. Februar 1590 in Prato. Papst Benedikt XIV. sprach sie am 29. Juni 1746 heilig.



Gedenktag:

Biographie:


Stand:

Kanonisation:
4. Februar - gebotener Gedenktag

  * 23. April 1522, † 2. Februar 1590

Jungfrau, Ordensfrau

Heiliggesprochen durch Papst Benedict XIV. am 29. Juni 1746






 (Dominikanisches Proprium)


ehemalige Dominikanerkirche S. Corona - Vicenza