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Montag, 8. Juni 2020

William von York / Wilhelm Fitzherbert, Bischof und Märtyrer



William Fitzherbert war Erzbischof von York von 1141 bis 1147 und von 1153 bis 1154. Seine Ernennung war umstritten, sein Wirken aber begleitet von Wundern und Heiligkeit.
William war der Schatzmeister des Yorker Münsters, bevor der zum Erzbischof gewählt wurde. Damals schon bestritten einige Kanoniker die Entscheidung, so dass er erst 1143 geweiht wurde. 1147 wurde er vom Papst abgesetzt.
Der neuen Bischof, der als streng angesehen wurde, war unpopulär und die Bürger verweigerten ihm die Einreise in die Stadt, als er 1148 kam.
William ging nach Sizilien, kehrte aber nach dem Tod des Papstes und des neuen Bischofs nach York zurück. Als er triumphierend in die Stadt zog, kam er an der Ouse Brücke vorbei. Dort drängten sich so viele Menschen, dass die Brücke einstürzte. William bat Gott, die Ertrinkenden zu retten. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Im Juni 1154 wurde William nach der Feier der hl. Messe krank und starb eine Woche danach. Viele glaubten, dass Gift in den Kelch gegeben wurde. Einer seiner Kapläne wurde des Mordes beschuldigt, das Ergebnis der Anklage ist nicht bekannt.
1224 wurde William heilig gesprochen. Sein Gedenktag ist der 8. Juni.

mittelalterliches Wandfresko von William von York
St Alban´s Cathedral



Dienstag, 7. Januar 2020

Füllt die Krüge mit Wasser


Hochzeit von Kana, Christopher Webb, St Albans Cathedral, England



Evangelium vom 7. Jänner (Joh 2,1-11)

Aus dem Evangelium nach Johannes
Am dritten Tag fand in Kana in Galiläa eine Hochzeit statt, und die Mutter Jesu war dabei.
Auch Jesus und seine Jünger waren zur Hochzeit eingeladen.
Als der Wein ausging, sagte die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr.
Jesus erwiderte ihr: Was willst du von mir, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.
Seine Mutter sagte zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut!
Es standen dort sechs steinerne Wasserkrüge, wie es der Reinigungsvorschrift der Juden entsprach; jeder faßte ungefähr hundert Liter.
Jesus sagte zu den Dienern: Füllt die Krüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis zum Rand.
Er sagte zu ihnen: Schöpft jetzt, und bringt es dem, der für das Festmahl verantwortlich ist. Sie brachten es ihm.
Er kostete das Wasser, das zu Wein geworden war. Er wußte nicht, woher der Wein kam; die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wußten es. Da ließ er den Bräutigam rufen
und sagte zu ihm: Jeder setzt zuerst den guten Wein vor und erst, wenn die Gäste zuviel getrunken haben, den weniger guten. Du jedoch hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten.
So tat Jesus sein erstes Zeichen, in Kana in Galiläa, und offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn.


Hochzeit von Kana
in Chartres
auf dem Weg nach Kana
die lateinische Kirche in Kana
bei der Johannesgemeinschaft
in der Heimsuchungskirche in Ain Karim 


Liebe Brüder und Schwestern!
Heute legt uns die Liturgie das Evangelium von der Hochzeit zu Kana vor, eine von Johannes berichtete Episode, der Augenzeuge des Geschehnisses war. Diese Begebenheit ist auf den Sonntag gelegt worden, der unmittelbar auf die Weihnachtszeit folgt, da sie zusammen mit dem Besuch der Sterndeuter aus dem Osten und der Taufe Jesu die Trilogie der Epiphanie bildet, das heißt der Erscheinung Christi.
Bei der Hochzeit zu Kana wirkt Jesus nämlich »sein erstes Zeichen« (Joh 2,11), das heißt das erste der von ihm vollbrachten Wunder, mit dem er in der Öffentlichkeit seine Herrlichkeit offenbarte und den Glauben seiner Jünger weckte. Rufen wir uns kurz in Erinnerung, was sich während jenes Hochzeitsfestes zu Kana in Galiläa zutrug.
Es geschah, daß der Wein ausging, und Maria, die Mutter Jesu, machte ihren Sohn darauf aufmerksam. Er erwiderte ihr, daß seine Stunde noch nicht gekommen sei; doch dann folgte er dem Drängen Mariens und verwandelte, nachdem er sechs steinerne Krüge hatte mit Wasser füllen lassen, das Wasser in Wein, in einen hervorragenden Wein, der besser war als der vorherige.
Mit diesem »Zeichen« offenbart sich Jesus als der messianische Bräutigam, der gekommen ist, um mit seinem Volk den neuen und ewigen Bund zu schließen, gemäß dem Wort der Propheten: »Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut sich dein Gott über dich« (Jes 62,5).
Und der Wein ist Symbol dieser Freude der Liebe; doch er spielt auch auf das Blut an, das Christus am Ende vergießen wird, um seinen Hochzeitsbund mit der Menschheit zu besiegeln.
(Benedikt XVI., Angelus, 20.1.2013)

St Alban´s Cathedral


Heute gedenkt die Kirche des hl. Raimund von Penyafort
Am Grab des hl. Raimund in Barcelona
in St Dominic´s Prior Church, London

und des hl. Valentin.

Montag, 23. Dezember 2019

O Immanuel

SEINE HERRSCHAFT HAT KEIN ENDE
St Alban´s Cathedral

O Emmanuel, unser König und Gesetzgeber,
Du Erwartung und Heiland der Völker.
Komm, uns zu erlösen, Herr, unser Gott. 

 vgl. Jes 7, 14; 33, 22; Sach 9, 9; Gen 49, 10;
Jes 43, 14-15; 12, 2; 49, 6; Joh 4, 42; Phil 2, 20; Offb 22, 17.

Sonntag, 12. Mai 2019

Ich bin der gute Hirt

Der gute Hirt, by Christopher Webb, 1939, St Alban´s Cathedral


+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 

27Meine Schafe hören auf meine Stimme; ich kenne sie, und sie folgen mir.
28Ich gebe ihnen ewiges Leben. Sie werden niemals zugrunde gehen, und niemand wird sie meiner Hand entreißen.
29Mein Vater, der sie mir gab, ist größer als alle, und niemand kann sie der Hand meines Vaters entreißen.
30Ich und der Vater sind eins.

(Evangelium vom 4. Sonntag der Osterzeit, Joh 10)

St Alban´s Cathedral



Heute gedenkt die Kirche des hl. Pankratius und der sel. Imelda Lambertini, der Patronin der Erstkommunionkinder.

Montag, 22. April 2019

Das wahre Osterlamm



In Wahrheit ist es würdig und recht,
dir, Vater, immer und überall zu danken,
diese Nacht aber aufs höchste zu feiern,
da unser Osterlamm geopfert ist, Jesus Christus.

Denn er ist das wahre Lamm,
das die Sünde der Welt hinwegnimmt.
Durch seinen Tod hat er unseren Tod vernichtet
und durch seine Auferstehung das Leben neu geschaffen.
Darum jubelt in dieser Nacht der ganze Erdkreis
in österlicher Freude,
darum preisen dich die himmlischen Mächte
und die Chöre der Engel und singen das Lob deiner Herrlichkeit:

Da gingen ihnen die Augen auf

Der Auferstandene mit den Emmausjüngern, St Alban´s Cathedral,


28So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen,
29aber sie drängten ihn und sagten: Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben.
30Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen.
31Da gingen ihnen die Augen auf, und sie erkannten ihn; dann sahen sie ihn nicht mehr. 

(Lukas 24)

Mittwoch, 20. Juni 2018

Alban, der Protomärtyrer Englands

hl. Alban, St Alban´s Cathedral


Alban, der in der Provinz Britannia lebt, trifft zur Zeit der Christenverfolgungen auf einen Geistlichen, der sich auf der Flucht befindet und ihn um Hilfe bittet. Obwohl Alban die römischen Götter verehrt, versteckt er den Christen in seinem Haus und schützt ihn somit vor der Ergreifung. Der tägliche Kontakt mit dem Priester, dessen Lobgesänge und Erzählungen erwecken in Alban Interesse für die christliche Religion, er lässt sich unterrichten und tritt schließlich zum Christentum über. Verstärkt wird sein Bekenntnis durch einen Traum, in dem ihm Gott erscheint und vom Leiden, Sterben und der Auferstehung seines Sohnes Jesus Christus berichtet.

Eines Tages nähern sich dem Haus Soldaten, die nach dem versteckten Kleriker suchen. Alban verhilft dem Verfolgten rechtzeitig zur Flucht, indem er ihm seine Kleidung überlässt. Auf diese Weise kann der Geistliche den Häschern unerkannt entkommen. Alban selbst jedoch tritt im Priestergewand des Flüchtlings den Soldaten entgegen, lässt sich gefangen nehmen und vor Gericht führen. Der Richter bietet Alban die Freiheit an, wenn er nur die christlichen Lehren verleugne und den römischen Göttern opfere. Der Angeklagte bekennt sich jedoch offen zum Christentum, auch Folterungen schwächen ihn nicht in seinem Glauben. Daraufhin wird Alban zum Tode durch Enthauptung verurteilt.

Der Weg zur Hinrichtungsstätte führt über eine Brücke, diese ist jedoch versperrt von Neugierigen und Schaulustigen. Alban betet zu Gott, worauf sich die Wassermassen des Flusses teilen und einen Weg für den Verurteilten und seinen Henker freimachen. Als der Scharfrichter dieses Wunder wahrnimmt, wirft er sein Schwert zu Boden, fällt auf die Knie und lobpreist Gott; aus diesem Grunde wird er von Soldaten misshandelt.

Der weitere Weg führt Alban auf eine Anhöhe. Als der Verurteilte dort vor einem großen Stein niederkniet und Gott um Wasser bittet, entspringt eine sprudelnde Quelle aus dem Fels und löscht Albans Durst. An dieser Stelle wird der Gläubige von einem zweiten Scharfrichter enthauptet und stirbt den Märtyrertod. Der Henker, der auch seinen bekehrten Vorgänger mit dem Schwert richtet, wird von Gott bestraft und verliert das Augenlicht.

Dies geschah am 22. Juni nahe der römischen Siedlung Verulamium. An der Stelle des Martyriums wurde später eine prachtvolle Kirche zu Ehren Albans erbaut, dort geschahen in der Folgezeit noch zahlreiche Wunder.
(Quelle)

Am Grab des hl. Alban in St Alban´s Cathedral

Hl. Alban von Verulam, St Alban´s Cathedral, St Albans
St Alban´s Cathedral