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Samstag, 8. November 2025

Am Grab des sel. Johannes Duns Scotus

Minoritenkirche in Köln, Grabstätte von Adolf Kolping und Johannes Duns Scotus

Deckengemälde mit Franzisus und Duns Scotus in der Franziskanerkirche Dubrovnik

Glasfenster im Mansfield College, Oxford (Vita und B16 am 7. Juli 2010 über Duns Scotus)




Grab des sel. Duns Scotus


Johannes Paul II. hat am 20. März 1993 bestätigt, dass Duns Scotus selig ist:

Der um 1265 in Schottland geborene Johannes Duns Scotus wurde bald nach seinem frommen Tod, der sich am 8. November 1308 in Köln ereignete, selig genannt. In dieser Diözese, wie auch in den Diözesen von Edinburgh und Nola sowie im Rahmen des Seraphischen Ordens wurde ihm im Laufe der Jahrhunderte öffentlicher Kult erwiesen, den die Kirche am 6. Juli 1991 feierlich anerkannte (vgl. AAS 84 [1992] 396-399) und den sie heute bestätigt. An die erwähnten Teilkirchen, die heute Abend in der Vatikanischen Basilika mit ihren verdienten Hirten sowie der ganzen großen Franziskanerfamilie anwesend sind, richte ich meinen Gruß und alle lade ich dazu ein, den Namen des Herrn zu preisen, dessen Herrlichkeit in der Lehre und Heiligkeit des Lebens des seligen Johannes, Künder des fleischgewordenen Wortes und Verteidiger der Unbefleckten Empfängnis Mariens, erstrahlt.

4. In unserer Zeit, die zwar reich an gewaltigen menschlichen, technischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten ist, in der viele aber den Sinn des Glaubens verloren haben und ein Leben fern von Christus und seinem Evangelium führen (vgl. Redemptoris missio, 33), zeigt sich der selige Duns Scotus nicht nur mit der Schärfe seines Verstandes und der außergewöhnlichen Fähigkeit, in das Geheimnis Gottes einzudringen, sondern auch mit der Überzeugungskraft seiner Heiligkeit des Lebens, die ihn für die Kirche und für die ganze Menschheit zu einem Meister des Denkens und Lebens macht.

Seine Lehre, von der aus, wie mein verehrter Vorgänger Paul VI. sagte, „wir klare Waffen ableiten, um die schwarze Wolke des Atheismus
, die unser Zeitalter trübt, zu bekämpfen und abzuwehren“ (Epist. Apost. Alma Parens : AAS 58 [1966] 612) baut die Kirche kraftvoll auf und unterstützt sie in ihrer dringenden Mission der Neuevangelisierung der Völker der Erde.

Insbesondere für die Theologen, Priester, Seelenhirten, Ordensleute und in besonderer Weise für die Franziskaner stellt der selige Duns Scotus ein Beispiel für die Treue zur offenbarten Wahrheit, der fruchtbaren priesterlichen Handlung, des ernsthaften Dialogs auf der Suche nach Einheit dar.
Johannes  Gerson sagte, 
dass er "nicht aus einem besonderen Eifer, zu streiten bewegt wurde, sondern aus der Demut, Eintracht zu suchen". (Lectiones duae “Poenitemini”, lect. alt., consid. 5: cit. in Epist. Apost. Alma Parens: AAS 58 [1966] 614).  

Mögen sein Geist und und die Erinnerung an ihn die Mühen und die Hoffnungen unserer Gesellschaft mit dem Christi erleuchten. (übersetzt mit Hilfe von KI)







Seliger Duns Scotus, bitte für uns!

Samstag, 3. Oktober 2020

Salve Maria, Ordinis Seraphici Patrona

Maria, Patronin des  seraphischen Ordens (Franziskaner) mit Franziskus und Duns Scotus

Salve Maria, Ordinis Seraphici Patrona

Sei gegrüßt, Patronin des seraphischen Ordens 

 Heilige Jungfrau Maria,
unter allen Frauen der Welt
bist du besonders gesegnet.
Du bist Tochter und Magd
des höchsten Königs,
des Vaters im Himmel,
Mutter unseres Herrn Jesus Christus,
Braut des Heiligen Geistes.
Bitte für uns
mit dem heiligen Erzengel Michael,
mit allen Mächten des Himmels,
mit allen Heiligen
bei deinem geliebten Sohn,
unserem Herrn und Meister.

Duns Scotus lehrte, dass Maria im voraus durch die Verdienste Jesu Christi von der Empfängnis an von der Erbsünde befreit wurde. Er beglaubigt seine Doktrin mit dem Spruch von Pseudo-Anselmus: „Decuit, potuit, ergo fecit“ (‚Es ziemte sich, er [Gott] konnte es, daher machte er [es]‘). (Bild oben)

Stigmatisierung des Franzikus in der Kathedrale von Marburg, Glasfenster

Tod und Verherrlichung des hl. Franziskus (Glasfenster und Altar in  Schwaz/Tirol)
Grillenlob
Dann lasst uns im Namen Gottes gehen
Fresko in der Wiener Minoritenkirche
Sonnengesang (Franziskanerkircher in Zagreb) 
Erlöst durch das Kreuz (Franziskanerkirche in Split) 
Die Weihnachtskrippe (Wiener Franziskanerkirche)
Marienlob (Franziskanerkirche in Pressburg)
Verherrlichung des Franziskus (Franziskanerkirche in Krakau)
Gedenktag der Wundmale (Frauenkirchen, Budapest, 
La Verna)
Täglich kommt er selber zu uns (Franziskanerkirche in Brünn)
Franziskus und der Wolf, Familiensynode (Franziskanerkirche in Graz)
Franziksus der Heilige, (Franziskanerkirche in Wien)

 

 
Ordensgründer
Namensdeutung: der Franke (lat.), der kleine Franzose (ital.)
Namenstage: Franz, Franziskus, Frank, François, Francis, Franco, Ferenc, weibl.: Franziska, Francesca, Françoise, Franka
Gedenktag: 4. Oktober

Lebensdaten: geboren 1181/82 in Assisi, gestorben am 3. Oktober 1226 ebendort

Lebensgeschichte: Giovanni Bernardones Mutter war Französin, oder der Vater, ein wohlhabender Kaufmann, hatte eine Vorliebe für Frankreich – jedenfalls kannte man ihn nur als Francesco: den kleinen Franzosen. Der junge Geck geriet im Städtekrieg zwischen Perugia und Assisi in Gefangenschaft und hatte ein Jahr Zeit, um im Kerker über sein Leben nachzudenken.
1205 hörte er beim Gebet in San Damiano die Stimme Jesu vom Kreuz: „Stell mein verfallenes Haus wieder her!“ Francesco verkaufte einige Stoffballen seines Vaters, um mit dem Geld das Kirchlein wiederaufzubauen. Vom Vater öffentlich zur Rede und vor die Wahl gestellt, das Entwendete zurückzuerstatten oder auf sein Erbe zu verzichten, zog sich Franz die Kleider aus und ging nackt davon. Er nahm das Evangelium von der Entsendung der Jünger mit der Aufforderung „Nehmt weder Beutel noch Tasche mit und keine Schuhe“ (Lk 10,4) wörtlich und zog in einer rauen, mit einem Strick zusammengebundenen Kutte und barfuß durch die Gegend, sprach von Gottes großer Liebe und überzeugte durch seine radikal gelebte Armut. Gefährten schlossen sich ihm und seinem Ideal an, und Franziskus erkannte bald, dass seine Gemeinschaft eine Regel brauchte.
Um das Jahr 1210 holte er in Rom die päpstliche Erlaubnis für den Orden der Minderen Brüder ein – der Franziskanerorden war geboren. In Assisi bezog die junge Gemeinschaft die Kirche S. Maria degli Angeli, die Franziskus liebevoll „Portiuncula – Teilchen“ nannte. Zwei Jahre später gründete er zusammen mit Klara von Assisi einen zweiten, weiblichen Orden: die Klarissen, denen er in San Damiano ein Kloster erbaute. Um das Jahr 1221 kam noch ein dritter Orden für Laien hinzu. Ordenshäuser entstanden in ganz Europa, und Franziskus reiste predigend bis nach Dalmatien und nach Spanien. 1219 versuchte er während des fünften Kreuzzugs vergeblich, den ägyptischen Sultan zu bekehren, erwarb sich jedoch dessen Hochachtung und nahm die Gebetsrufe des Muezzin zum Vorbild für das spätere Angelusläuten. 1224 empfing Franziskus während einer Ekstase als Erster die Wundmale Christi. Immer wieder plagten ihn Krankheiten, seine Sehkraft hatte er fast ganz eingebüßt. Er diktierte sein Testament, ließ sich nach Portiuncula bringen und starb, nackt auf dem Boden der Kirche liegend.

Verehrung: Schon zwei Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen, wurde über seinem Grab eine prächtige Basilika errichtet, die täglich Tausende Pilger besuchen. 1939 wurde er zum Hauptpatron Italiens erklärt.

Darstellung: mit Kapuze, Totenkopf, Kreuz, Erdkugel, einstürzendem Haus, Lilie, Lamm oder Wolf

Patron: von Italien, Assisi, Basel, der Armen, Franziskaner, Flachshändler, Kaufleute, Schneider, Sozialarbeit, Tapeten- und Tuchhändler, des Umweltschutzes, der Weber, gegen Kopfschmerzen und die Pest

(bistumaugsburg)

Franziskanerkirche Dubrovnik

Freitag, 8. November 2019

Johannes Dun Scotus

Duns Scotus, Mansfield College, Oxford


Johannes Duns Scotus, Franziskanertheologe. Johannes Duns Scotus ist der Begründer der berühmten Schule der Skotisten, die im Mittelalter vor allem von Franziskanertheologen getragen wurde. Er wurde um 1270 geboren, sein Geburtsort ist wahrscheinlich Duns in Schottland. Er trat mit 20 Jahren bei den Franziskanern ein und erhielt 1291 die Priesterweihe. Nachdem er in Paris studiert und „doctor theologiae“ geworden war, kehrte er nach England zurück und lehrte in Cambridge und Oxford. 1307 wurde er zum Unterricht seiner Brüder nach Köln gesandt.
Johannes Duns Scotus hat zahlreiche Schriften hinterlassen. Für die Dogmenentwicklung wurde vor allem seine Lehre von der Unbefleckten Empfängnis Mariens von Bedeutung, da er das Anliegen der Thomisten erfüllt, indem er die Gottesmutter sehr wohl unter die Erlösungstat Christi stellt. In der Art der Erlösung unterscheidet sich Maria jedoch von den anderen Kindern Evas: Sie wird von der Erbsünde nicht erst befreit, sondern schon immun bewahrt. Darüber hinaus hat Duns Scotus zahlreiche Schriften hinterlassen, darunter Kommentare zu Aristoteles und den Sentenzen des Petrus Lombardus.
Wegen seiner spekulativen Kraft gab man ihm den Beinamen „Doctor subtilis“. Die Franziskanertheologie wurde durch ihn so sehr befruchtet, dass sie nach ihm die „skotistische Schule“ genannt wurde. Duns Scotus starb in Köln am 8. November 1308, er war nur 38 Jahre alt geworden. Sein Leib wurde in der Minoritenkirche begraben. Eine Verehrung des einflussreichen Theologen lässt sich durchgehend bezeugen, jedoch wurde Duns Scotus, den Martin Heidegger als den „Philosophen der Zukunft“ bezeichnet hat, erst 1994 von Johannes Paul II. selig gesprochen.
(Martyrologium Sancrucense)


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Vor allem hat er (Dun Scotus) über das Geheimnis der Menschwerdung nachgedacht, und im Unterschied zu vielen christlichen Denkern seiner Zeit hat er behauptet, dass der Sohn Gottes auch dann Mensch geworden wäre, wenn die Menschheit nicht gesündigt hätte. Er erklärt in den „Reportata Parisienses": 
„Zu denken, dass Gott auf ein derartiges Werk verzichtet hätte, wenn Adam nicht gesündigt hätte, wäre völlig unvernünftig! Ich sage also, dass der Sündenfall nicht die Ursache für die Vorherbestimmung Christi gewesen ist, und dass in dieser Hypothese - auch wenn keiner gefallen wäre, weder Engel noch Mensch - Christus noch immer in derselben Weise vorausbestimmt gewesen wäre" (In III Sent., d. 7, 4).
 Dieser vielleicht ein wenig überraschende Gedanke entsteht, da für Duns Scotus die Menschwerdung des Sohnes Gottes, die Gott von Ewigkeit an in seinem Plan der Liebe beabsichtigt hat, die Erfüllung der Schöpfung ist und es jedem Geschöpf möglich macht, Gott zu loben und zu preisen in Ewigkeit. Obwohl sich Duns Scotus bewusst ist, dass uns Christus tatsächlich aufgrund der Erbsünde mit seinem Leiden, seinem Tod und seiner Auferstehung erlöst hat, betont er, dass die Menschwerdung das größte und schönste Werk der ganzen Heilsgeschichte ist und sie durch nichts Kontingentes bedingt ist, sondern die ursprüngliche Idee Gottes bildet, endlich die ganze Schöpfung mit sich selbst in der Person und im Fleisch des Sohnes zu vereinen.

Als treuer Jünger des heiligen Franziskus liebte es Duns Scotus, das Geheimnis des heilbringenden Leidens Christi zu betrachten und zu verkündigen, Ausdruck der unendlichen Liebe Gottes, der mit höchstem Großmut die Strahlen seiner Güte und seiner Liebe mitteilt (vgl. Tractatus de primo principio, c. 4). Und diese Liebe offenbart sich nicht nur auf dem Kalvarienberg, sondern auch in der allerheiligsten Eucharistie, welcher Duns Scotus sehr hingegeben war und die er als das Sakrament der Realpräsenz Jesu und als Sakrament der Einheit und der Gemeinschaft sah, das uns dazu veranlasst, einander zu lieben und Gott als das höchste gemeinsame Gut zu lieben (vgl. Reportata Parisiensia, in IV Sent., d. 8, q. 1, n. 3).

Liebe Brüder und Schwestern, diese stark „christozentrische" theologische Sicht öffnet uns für die Kontemplation, das Staunen und die Dankbarkeit: Christus ist der Mittelpunkt der Geschichte und des Kosmos, er ist es, der unserem Leben Sinn, Würde und Wert gibt!
Wie dies Papst Paul VI. in Manila tat, möchte auch ich laut zur Welt rufen:
„(Christus) ist der Offenbarer des unsichtbaren Gottes, er ist der Erstgeborene aller Geschöpfe, er ist der Grund aller Dinge; er ist der Lehrer der Menschheit, er ist der Erlöser; er ist für uns geboren worden, gestorben und auferstanden; er ist der Mittelpunkt der Geschichte der Welt; er ist jener, der uns kennt und liebt; er ist der Gefährte und Freund unseres Lebens... Fast kann ich nicht mehr aufhören, von ihm zu sprechen" (Predigt, 29. November 1970).
(Papst Benedikt XVI., 7. Juli, 2010) 



Der verherrlichte Erlöser der Welt lädt uns ein
Mansfield College
zum himmlischen Gastmahl

Mansfield College, Oxford