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Montag, 22. Juni 2026

Nicht wanken im katholischen Glauben

 „Christliche Menschen, ich bin hierher gekommen, um für den Glauben der katholischen Kirche Christi zu sterben, und ich danke Gott, dass mir mein Mut bisher dabei treu gedient hat, sodass ich bis jetzt den Tod nicht gefürchtet habe. Deshalb bitte ich euch, mir mit euren Gebeten beizustehen und mich zu unterstützen, damit ich im entscheidenden Augenblick des Todes, im Augenblick des tödlichen Schlages und im letzten Moment meines Lebens, aus Furcht in keinem Punkt des katholischen Glaubens wanke. Und ich bitte Gott, den König und das Reich zu bewahren, seine heilige Hand schützend über sie zu halten und dem König guten Rat zu senden.“
John Fisher

John Fisher studierte in Canterbury, wurde Priester und Bischof von Rochester, als welcher er durch einfache Lebensweise, eifrige Hirtensorge und schriftstellerische Tätigkeit hervorragte.
Thomas Morus studierte in Oxford, gründete eine Familie und wurde königlicher Kanzler. Auch er war religiöser und politischer Schriftsteller.
Beide fielen den Wünschen Heinrichs VIII. nach Scheidung zum Opfer und wurden 1535 Märtyrer, John Fisher am 22. Juni, Thomas Morus am 6. Juli.


Heiliger Gott,du hast die Glaubenstreue des Bischofs John Fisher
und des Kanzlers Thomas Morus
im Martyrium erprobt und zur Vollendung geführt.
Höre auf ihre Fürsprache und hilf uns,
den Glauben, den wir mit Worten bekennen,
in den Prüfungen des Lebens zu bezeugen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



John Fisher und Thomas Morus, bittet für uns
The Cathedral Church of St Peter and Saint Peter's Cathedral
Lancaster Cathedral
 
 

Freitag, 22. Juni 2018

John Fisher, Märtyrer

Bischof John Fisher spendet den Segen bei der hl. Messe, Our Lady and the English Martyrs Church, Cambridge

Der 22. Juni ist das Fest der Heiligen John Fisher und Thomas Morus. Sie haben unter Heinrich VIII. das Martyrium erlitten, weil sie die zweite Ehe von Heinrich VIII. nicht anerkannten und den Eid auf die Suprematsakte verweigerten, das Gesetz, mit dem sich der König zum Oberhaupt der Kirche machte.

Eine Überlegung, die mich sehr darin bestärkt hat, an das Sakrament der Ehe zu glauben,
ist das Martyrium des hl. Johannes des Täufers, der den Tod erlitten hat,
weil er den Ehebruch tadelte.
Es gab viele Verbrechen, die gravierender waren, um sie zu tadeln,
aber keines war passender als das Verbrechen des Ehebruchs
als Ursache für das Blutvergießen des Freundes des Bräutigams,
denn der Ehebruch ist keine geringfügige Beleidigung dessen,
der der Bräutigam genannt wird.
(John Fisher, 1525 in der "Defensio)

"... but there was none more fitting than the crime of adultery
to be the cause of the blood-shedding of the Friend of the Bridegroom, since the violation of marriage is no little insult to Him
who is called the Bridegroom."

Der Bräutigam Christus, Our Lady and the English Martyrs Church, Cambridge

Donnerstag, 22. Juni 2017

Der Preis der Wahrheit

Thomas Morus und John Fisher stellen sich gegen die Scheidung und Wiederverheiratung von Heinrich VIII. und verweigern den Eid auf die neue Verfassung, mit der sich der König zum neuen Oberhaupt der englischen Kirche machte:

John Fisher lehnt es ab, den Eid zu leisten


John Fisher, Bischof, Kardinal und Märtyrer. John Fisher wurde um 1469 zu Beverley in Yorkshire geboren, nach dem Studium zu Cambridge wurde er Priester und 1504 Bischof von Rochester. Fisher wirkte in hervorragender Weise als Prediger, Seelsorger und Helfer der Armen. Er verband die scholastische Theologie mit der Begeisterung des Humanismus für das Schrift- und Väterstudium. So berief er zur Reform der Universität Cambridge Erasmus von Rotterdam nach England. Fisher verfasste auch mehrere in Inhalt und Form hervorragende Schriften gegen Martin Luther. Als Beichtvater Katharinas von Aragon, der Ehefrau Heinrichs VIII., erhob er 1527 Einspruch gegen die Ehescheidung, die der König durchsetzte, um die Kammerzofe Anne Boleyn zu heiraten. Als sich Fisher 1534 gemeinsam mit dem Lordkanzler Thomas More weigerte, den Suprematseid zu leisten, wurde er im Tower von London eingekerkert. Papst Paul III. erhob Bischof John Fisher 1535 zum Kardinal, konnte damit jedoch nicht verhindern, dass Heinrich VIII. ihn am 22. Juni 1535 zu London enthaupten ließ. John Fisher wird mit Kardinalshut und Märtyrerpalme dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)


Thomas More verweigert König Heinrich VIII. den Treueeid



Thomas Morus, Lordkanzler und Märtyrer. Der heilige Thomas Morus wurde am 7. Februar 1478 zu London geboren, studierte zu Oxford Rechtswissenschaft und widmete sich humanistischen Studien. Dem Erasmus von Rotterdam war er in Freundschaft verbunden. Nach weiteren Studien in Löwen und Paris trat er in den Dienst König Heinrichs VIII. und wurde dessen enger Vertrauter. Thomas Morus beriet den König bei der Abfassung einer Schrift „Gegen die Irrlehren Luthers“, die Heinrich VIII. den päpstlichen Ehrentitel „Defensor fidei“ einbrachten. Morus verfasste selbst zahlreiche Schriften voll Geistesschärfe, Mut, Frömmigkeit und Humor. Seine große Liebe zur Kirche verschloss ihm aber nicht die Augen vor Missbräuchen und Aberglauben. Mit seiner Frau und seinen Kindern führte er ein glückliches Familienleben. 1529 ernannte Heinrich VIII. Thomas Morus zum Lordkanzler, doch legte dieser 1532 sein Amt nieder, da er die antirömische Kirchenpolitik des Königs nicht unterstützen konnte. Als Morus 1534 den Eid nicht leisten wollte, der die Oberherrschaft des Königs über die englische Kirche anerkannte, zog er sich endgültig den Hass des Königs zu. Thomas Morus wurde enteignet, dann im Tower eingekerkert und trotz glänzender Verteidigung wegen Hochverrats zum Tod verurteilt. Am 6. Juli 1535 ließ ihn der König enthaupten.
Die Seligsprechung erfolgte 1886, die Heiligsprechung durch Papst Pius XI. erfolgte 1935 gemeinsam mit John Fisher.
Im Oktober 2000 ernannte Papst Johannes Paul II. Thomas Morus zum Patron der Regierenden und der Politiker.

Thomas More und John Fisher verweigern den Suprematseid
Our Lady and the English Martyrs Church, Cambridge



Besonders rufe ich die Gestalt des heiligen Thomas More in Erinnerung, des großen englischen Gelehrten und Staatsmanns, der von Gläubigen wie von Nichtglaubenden wegen seiner Rechtschaffenheit bewundert wird, mit der er seinem Gewissen folgte, selbst um des Preises willen, daß es dem Herrscher mißfiel, dessen „treuer Diener“ er war; denn er wollte an erster Stelle Gott dienen. Das Dilemma, vor dem Thomas More in diesen schwierigen Zeiten stand, diese stets aktuelle Frage nach dem Verhältnis zwischen dem, was dem Kaiser gebührt, und dem, was Gott gebührt, bietet mir die Gelegenheit, mit Ihnen kurz über den der Religion im politischen Leben zukommenden Platz nachzudenken.
( Benedikt XVI am 17.9.2010 in der Westminster Hall, ganzer Text)