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Freitag, 4. September 2026

Ida von Herzfeld, die erste Heilige in Westfalen

 

Wallfahrtskirche St. Ida, Herzfeld


Stifterin, Wohltäterin
Namensdeutung: die Seherin (althochdeutsch)
Namenstage: Ida, Itha, Lida, Aida
Gedenktag: 4. September

Lebensdaten: geboren um 770 in Franken, gestorben am 4. September 825 in Herzfeld

Lebensgeschichte und Legende: Ida war die Nichte oder Großnichte Karls des Großen und wurde mit dem fränkischen Edlen Ekbert vermählt, den Karl der Große als Herzog in Sachsen einsetzte. Im Jahre 786, als sie auf ihrem Weg zu seinen Gütern die Lippe bei Hirutveldun (altsächsisch Hirschfelder, heute Herzfeld) überquerten und dort rasteten, vernahm Ida im Traum den Auftrag, genau dort eine Kirche zu errichten. In Gesellschaft eines Hirschen – einem Sinnbild für die 32 Jahre lang von den Franken bedrängten Sachsen –, der ihr nicht von der Seite wich, erbaute sie darauf die erste Kirche Westfalens.

Als Ekbert 811 starb, wurde er neben dieser Kirche unter einer Vorhalle bestattet, die Ida als Wohnung bezog. Sie widmete sich dem Gebet und soll zweimal am Tag aus dem Steinsarg ihres Mannes Gaben an die Armen ausgeteilt haben. Als sie 825 starb und selber in der Vorhalle ihr Grab fand, wurde sie zur ersten Heiligen Westfalens und der Gang zur „Mutter der Armen“ zur ersten Wallfahrt des Landes.

Verehrung und Brauchtum: 980 wurden Idas Gebeine zur Bestätigung ihrer Heiligkeit erhoben und in der Grabkrypta der heutigen Wallfahrtsbasilika St. Ida in Herzfeld zur Ruhe gebettet. Bis heute wird ihrer jedes Jahr im September mit einer „Idawoche“ gedacht, einem Volksfest rund um die feierliche Prozession ihres kostbaren Reliquienschreins durch den Ort („Große Identracht“).
(bistumaugsburg

Grabkrypta mit dem Schrein der hl. Ida

das Kreuz bezeichnet das ursprünglich Grab der hl. Ida
 
Von 1975 bis 1976 wurde bei Grabungen das Fundament der Westmauer des ehemaligen Portikus ergraben, den Ida über dem Grab von Egbert bauen ließ. Nach seinem Tod führte sie hier ein Leben nach der Regel des Hl. Benedikt. Der steinerne Sarg, aus dem sie Gaben an Bedürftige austeilte, stand ebenfalls hier. Das Grab des Egbert wurde bei dem Abriss der alten Kirche zerstört. Ein liegendes Kreuz aus Mooreiche bezeichnete die Stelle, an der Ida von 825 bis 980 begraben war. Das Grab lag an der südlichen Chormauer.

 

Der Name Idenrast ist das Schlüsselwort der Ida-Tradition, er bezieht sich auf die Rast Idas und ihres Mannes in Herzfeld, während einer Reise von Ripuarien nach Westfalen. Bei dieser Reise soll Ida im Traum ein Engel erschienen sein, der ihr den Auftrag gab, eine Kirche bauen zu lassen.

Die sogenannte Idenrast ist über dem Treppenabgang zur Grabstätte aufgestellt. Sie ist eine kunstvoll geschnitzte, liegende Ida-Figur. Über ihrem Kopf ist das karolingische Wappen mit Krone und Schriftband S. IDA PIPINI SANGUINE CLARA (Die Hl. Ida, berühmt durch ihre Verwandtschaft mit Pipin) angebracht. So wird auf ihre königliche Abstammung hingewiesen. Das Kirchenmodell in der rechten Hand versinnbildlicht die Gründung der Kirche. Der Hirsch zu Füßen der Ida soll wohl an den altsächsischen Namen von Herzfeld, Hirutveldun erinnern. Lange Zeit stand die Idenrast auf einem kastenförmigen Unterbau, zur Aufnahme des Sarkophags. Durch ein Türchen an der Rückseite konnte der Sarg berührt werden. (wikipedia)

Liegefigur, sog. Idenrast, beim Abgang zur Krypta

St. Ida, Herzfeld

Mittwoch, 2. September 2026

Am Grab der heiligen Bischöfe Agricola von Avignon und dessen Vater Magnus von Avignon

Agricol (etwa 628-700) war der Sohn des Bischofs == Magnus von Avignon (wurde als Witwer Bischof) und der Gandaltruda / Austadlala. Er wurde im Kloster auf der Lérins-Insel Saint-Honorat erzogen, wo er Mönch wurde, der durch seine Tugenden und seinen heiligmäßigen Lebenswandel auffiel. Nach 16 Jahren im Kloster wurde er um 658 Archidiakon in Avignon und 660 nach dem Tod seines Vaters dessen Nachfolger als Bischof der Stadt. Gedenktag: 2. September.

(heiligenlexikon

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Nonnosus  

Saint Agricol, Avignon


Hochaltar der Aufnahme Mariens mit den Reliquien der Heiligen Agricola und Magnus




Das wichtigste ikonografische Attribut des heiligen Agricol von Avignon (auch Agricola genannt) ist der Storch. In Darstellungen wird er häufig als Bischof mit einem Storch gezeigt, der teilweise eine Schlange im Schnabel hält.

Dieses Attribut geht auf eine Legende zurück: Nach einer schweren Überschwemmung der Rhône wurde die Stadt von einer Schlangenplage (oder einer Invasion von Ungeziefer) heimgesucht. Durch das Gebet und den Segen des heiligen Agricol erschien eine Schar von Störchen, welche die Plage beseitigte.

Aufgrund dieser Überlieferung gilt er nicht nur als Schutzpatron von Avignon, sondern auch als Schutzheiliger der Störche sowie als Helfer für gutes Wetter und gegen Missernten.

Agricola mit Storch und Schlange hält Fürbitte, Saint Agricol, Avignon


Mittwoch, 12. August 2026

Radegund von Thüringen in Poitiers

Der Gedenktag der Heiligen wird in Erfurt und Fulda am 12. August, gesamtkirchlich am 13. August, begangen.


Heilige Radegund, bitte für uns!
Fresko in Sainte Radegonde - Poitiers

Radegund von Thüringen, Königin der Franken. Radegund wurde 518 als Tochter des Thüringerkönigs Berthachar geboren. Sie wurde im Alter von 13 Jahren als Geisel nach Frankreich gebracht, dort erfolgte die Zwangsheirat mit dem Frankenkönig Chlotar I. im Jahre 536. Nachdem Chlotar den Bruder Radegunds hatte ermorden lassen, floh sie nach 20-jähriger Ehe vor ihrem tyrannischen Mann zu Bischof Medard von Noyon, der ihr den Nonnenschleier verlieh.
Später gründete Radegund in Poitiers ein Kloster, das später Sainte-Croix genannt wurde. Äbtissin des Kloster war Agnes, Radegunds Pflegetochter. 
Radegund führte in Sainte-Croix, wo man die Regel des Caesarius von Arles befolgte, ein Leben des Gebetes und der Nächstenliebe bis zu ihrem Tod am 13. August 587. Ihr Grab in der Krypta von Sainte-Radegonde zu Poitiers ist eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte.
(Martyrologium Sancrucense)

Unter dem Altar ist in der Krypta Radegund begraben, eine gute Fürsprecherin für Eheleute


Sainte Radegonde, Poitiers

Eine einzige heilige Messe - Karl Leisner

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Johanna Franziska von Chantal und des hl. Papstes Innozenz XI., der 1683 mithalf Wien vor den Türken zu retten.

des Xantener Doms

1966 wurde die Krypta unter dem Dom erweitert und Opfer des Nationalsozialismus in dieser beigesetzt. So befinden sich dort Urnen mit Asche aus den Konzentrationslagern Auschwitz, Bergen-Belsen und Dachau. Ebenfalls in der Krypta befinden sich die Gräber Heinz Bellos, Karl Leisners und Gerhard Storms. Aschenurnen, Erinnerungsstücke und Schrifttafeln erinnern an Wilhelm Frede, Nikolaus Groß und Johannes Maria Verweyen. Am 28. Januar 2006 wurde auch eine Reliquie des Bischofs Clemens August Graf von Galen, der in Xanten und Münster gegen den Nationalsozialismus gepredigt hatte, in die Xantener Krypta übergeführt. (wikipedia)

Zugang zur Krypta 


Foto von der Generalprobe der Priesterweihe
Foto von der Generalprobe der Priesterweihe
(Quelle: bistumaugsburg)
  

Karl Leisner, Priester und Märtyrer. Karl Leisner wurde am 28. Februar 1915 zu Rees am Niederrhein geboren. Er war ein begnadeter Jugendführer und wurde als Diakon Leiter der Jungschar im Bistum Münster. Als er im November 1939 vom missglückten Attentat des Georg Elsner auf Hitler erfuhr, sagte er dazu: „Schade!“
Daraufhin wurde er sofort denunziert und am nächsten Tag verhaftet. Er kam zuerst in das Konzentrationslager Sachsenhausen, dann nach Dachau, wo er Folter in unerschütterlichem Gottvertrauen ertrug, auch als sein Gesundheitszustand sich mehr und mehr verschlechterte.
Ein ebenfalls inhaftierter französischer Bischof weihte Karl Leisner am 17. Dezember 1944 geheim zum Priester. Im Geheimen konnte er im Konzentrationslager am 26. Dezember 1944 eine einzige heilige Messe feiern. Nach der Befreiung aus Dachau durch die Amerikaner starb Karl Leisner trotz aufopfernder Pflege am 12. August 1945 im Alter von 30 Jahren. Er wurde in der Krypta des Domes zu Xanten beigesetzt und 1996 von Johannes Paul II. selig gesprochen.

Krypta in St. Vikor mit den Gräbern der Märtyrer 

Vor der Subdiakonenweihe schrieb Karl Leisner am 25. Februar 1939 in sein Tagebuch:

Jetzt geht es auf das letzte Liebeswort für das ganze Leben zu, mit aller Lust und allem Leid gesprochen – wie jedes Liebeswort, auch unter Menschen, die sich restlos einander lieben und wei­hen wollen. – Ich spreche „Ja, Vater”, weil Gott zu mir gesprochen „Ja, du bist mein lieber Sohn”. – Ich kann und will nicht mehr anders und koste es das Leben des Kreuzes; und das kostet es ganz sicher mehr als ich es aussprechen kann. Aber ich ahne es. Herr, ich entscheide mich frei für Dich, Dir gehört mein Leben und Sterben! (Quelle)


Seliger Karl Leisner, bitte für uns!
Grab von Karl Leisner

Samstag, 20. Juni 2026

Am Grab der seligen Margarete Ebner

Ebnerkapelle im Jahr 2020
 

Gleichzeitig mit dem Ostflügel des Klosters Maria Medingen wurde 1753 bis 1758 die Ebnerkapelle südlich an das Langhaus der Klosterkirche angebaut und vor dem Altar der Kapelle das Hochgrab der 1979 seliggesprochenen Mystikerin Margareta Ebner (1291–1351) untergebracht, die von 1305 bis zu ihrem Tod im Kloster Maria Medingen lebte. Die Grabplatte mit ihrer Liegefigur wurde im 14. Jahrhundert, kurze Zeit nach ihrem Tod, von einem Lauinger Steinmetz angefertigt. (wiki)

Grabplatte von Margarete Ebner, 14. Jhdt, Ebnerkapelle, Maria

Ordensfrau, Mystikerin
Namensdeutung: die Perle (griech.)
Namenstage: Margarete, Margret, Margareta, Margit, Marga, Greta, Margot, Maggie, Maret, Margitta, Marika
Gedenktag: 20. Juni

Lebensdaten: geboren um 1291 in Donauwörth, gestorben am 20. Juni 1351 in Mödingen bei Dillingen

Lebensgeschichte: Margarete Ebner war die Tochter eines Donauwörther Patriziers und trat mit 15 Jahren als Chorschwester in das Kloster der Dominikanerinnen von Maria Medingen ein. Ab 1312 war sie ständig krank, konnte weder essen noch trinken und zog sich immer mehr von der Klostergemeinschaft zurück. Es folgten Schwellungen und Lähmungen, die sie ans Bett fesselten. In dieser Zeit erfuhr Margarete Visionen, in denen sie von Jesus Christus direkt angesprochen wurde.

1325 kehrte sie für ein Jahr zu ihrer Familie nach Donauwörth zurück, weil ihr Kloster infolge kriegerischer Auseinandersetzungen aufgelöst worden war. Nach Wiederaufnahme des Ordenslebens besserte sich ihr gesundheitlicher Zustand merklich, und sie band sich stärker an die Gemeinschaft.

1332 lernte sie den Priester Heinrich von Nördlingen kennen, der sie geistlich begleitete, sie mit Schriften anderer Mystiker bekanntmachte und sie zur Niederschrift ihrer eigenen Erfahrungen ermunterte. Margarete verfasste ein „Büchlein“ genanntes Tagebuch, in dem sie ihre Visionen und Auditionen sowie Gebete und Briefauszüge festhielt. Ihre Korrespondenz mit Heinrich von Nördlingen ist der älteste erhaltene Briefwechsel in deutscher Sprache.

Eine Besonderheit von Margaretes Mystik sind die Dialoge, die sie als eine Art „Amme“ mit einer hölzernen Jesuspuppe führte. Sie starb mit 60 Jahren im Ruf der Heiligkeit.

Verehrung: Margarete erhielt im Klosterkapitel ein kunstvolles Grabmal, dessen Inschrift sie eine „Selige“ nennt. Nach 600-jähriger Verehrung nahm Papst Johannes Paul II. am 24. Februar 1979 an ihr seine erste Seligsprechung vor.

Darstellung: als Dominikanerin mit Kreuz, Kind oder Bußwerkzeug


„Do neigete sich unser herre zuo mir und truckte mich an sin herz. Do wart min sele erfüllet mit süezekeit und mit solicher minne, daz ich nit enmochte begrifen, waz got an dem menschen gewirken mag.“

„Da neigte sich unser Herr zu mir und drückte mich an sein Herz. Da wurde meine Seele mit Süße und mit einer solchen Liebe erfüllt, dass ich nicht begreifen konnte, was Gott am Menschen wirken kann.“

        (Margarete Ebner) 

Selige Margarete Ebner, bitte für uns!

Dienstag, 16. Juni 2026

Erinnerung an das ursprüngliche Hochgrab des hl. Benno

 Die Silberbüste mit dem Reliquienschrein des hl. Benno in der Münchener Liebfrauenkirche

Meißner Dom

Bischof Benno wurde im Meißner Dom bestattet. Um 1270 wurden seine Gebeine durch Bischof Withego I. erhoben. Seitdem gab es im Dom ein Heiligenmonument in Form eines Schreins für die Gebeine, das 1370/90 um einen Baldachin ergänzt wurde. Im Rahmen der am 31. Mai 1523 erfolgten Heiligsprechung von Bischof Benno entstand ein Pilgerweg von Böhmen nach Meißen.

Mit Beginn der Reformation in Sachsen wurden die Gebeine aus dem Dom entfernt. Laut einem evangelischen Bericht sollen sie am 15. Juli 1539 in die Elbe geworfen worden sein. Aus katholischer Sicht wurden die Gebeine jedoch gerettet und zunächst nach Bayern überführt. Im Jahr 1580 wurden sie schließlich in der Münchner Liebfrauenkirche beigesetzt. Das Heiligenmonument im Meißner Dom wurde kurz nach der Entnahme der Gebeine im Jahr 1539 zerstört. Heute erinnert nur noch eine Sandsteinplatte im Dom an das Monument. (Quelle)

 

 

Eine wichtige Person sächsischer Kirchengeschichte ist der Bischof Benno, der vermutlich 1106 starb. Um ihn entwickelte sich im 13. Jahrhundert eine lokale Heiligenverehrung. 1523 wurde Benno von Papst Hadrian VI. zu Sachsens erstem Heiligen erhoben. An Benno machte Martin Luther allerdings seine Kritik an der Heiligenverehrung der römisch-katholischen Kirche fest. 1539, mit Einführung der Reformation, wurde daher das Hochgrab des Bischofs Benno im Meißner Dom zerstört. Die Reliquien gelangten 1576 nach München. Dort avancierte Benno zum Patron Bayerns, Münchens und des Erzbistums München und Freising. In der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens war lange jede Beschäftigung mit Benno verpönt. Erst in den letzten 20 Jahren erfolgte eine Annäherung.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung „Ein Schatz nicht von Gold. Benno von Meißen – Sachsens erster Heiliger“, die 2017 in der Albrechtsburg Meißen zu sehen ist, wurde die Stelle im Meißner Dom, an der Benno einst begraben war, mit einer dezenten Kennzeichnung versehen. Somit gibt es erstmals seit fast 500 Jahren wieder einen Erinnerungsort für Benno im Meißner Dom.

(Dombauverein Meissen)

Kennzeichnung des ursprünglichen Grabes im Mittelgang des Doms

 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Am Grab der hl. Walburga (2)

 

Grab der hl. Walburga

Heilige Walburga, bitte für uns!

Gebet zur Heiligen Walburga

O Jungfrau voll Güte,
wert aller Liebe,
reich an Erbarmen,
würdig des Lobes,
reinen Herzens und lauteren Sinnes,
von Gott geliebt und verherrlicht.

Heilige Walburga,
du Helferin der Menschen,
nimm dich unser an
und aller, die in Not sind;
erwirke uns von Gott
Heilung, Trost und Frieden.

Amen.

Liegefigur der hl Walburga

Reliquien der hl. Walburga, St. Walburg-Eichstätt



Medaillon der vor dem Kreuz betenden Walburga (Eichstätt), Novene zur hl. Walburga 

Am Grab der hl. Walburga in Eichstätt

Hochaltarbild der hl. Walburga in der Eichstätter Klosterkirche

Sonntag, 16. November 2025

Was vom Grab der hl. Margareta übrigblieb

 

Dunfermline Abbey

Gemeinsam mit ihrem Mann Malcolm III. gründete die hl. Margareta von Schottland die Abtei Dunfermline. Als sie 1093 starb, wurde nach ihrer Heiligsprechung im Jahre 1251 eine Kapelle östlich des ursprünglichen Altarraums der Dunfermline Abbey errichtet. Ihre Gebeine wurden in einem kostbaren Schrein aufbewahrt. Heute ist der Sockel, auf dem der Schrein mit den Gebeinen der Heiligen einst stand, leer. Schottische Reformatoren zerstörten den Schrein 1560.

 


In Reska bei Nádasd (Ungarn) geboren als Tochter des aus England verbannten Eduard Atheling und der ungarischen Prinzessin Agathe, kam sie an den Hof Eduards des Bekenners und heiratete um 1070 König Malcolm III. von Schottland. Mit Hilfe Lanfrancs setzte sie eine Reform des kirchlichen Lebens durch, gründete Klöster, beseitigte abweichende keltische Bräuche und war eine Wohltäterin der Armen. Gestorben am 16. November 1093 in Edinburgh.

Barmherziger Gott, du hast der heiligen Königin
Margareta von Schottland
eine große Liebe zu den Armen geschenkt.
Höre auf die Fürbitten dieser heiligen Frau
und hilf uns,
nach ihrem Beispiel so zu leben,
dass deine Güte in der Welt sichtbar wird.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.




Samstag, 8. November 2025

Am Grab des sel. Johannes Duns Scotus

Minoritenkirche in Köln, Grabstätte von Adolf Kolping und Johannes Duns Scotus

Deckengemälde mit Franzisus und Duns Scotus in der Franziskanerkirche Dubrovnik

Glasfenster im Mansfield College, Oxford (Vita und B16 am 7. Juli 2010 über Duns Scotus)




Grab des sel. Duns Scotus


Johannes Paul II. hat am 20. März 1993 bestätigt, dass Duns Scotus selig ist:

Der um 1265 in Schottland geborene Johannes Duns Scotus wurde bald nach seinem frommen Tod, der sich am 8. November 1308 in Köln ereignete, selig genannt. In dieser Diözese, wie auch in den Diözesen von Edinburgh und Nola sowie im Rahmen des Seraphischen Ordens wurde ihm im Laufe der Jahrhunderte öffentlicher Kult erwiesen, den die Kirche am 6. Juli 1991 feierlich anerkannte (vgl. AAS 84 [1992] 396-399) und den sie heute bestätigt. An die erwähnten Teilkirchen, die heute Abend in der Vatikanischen Basilika mit ihren verdienten Hirten sowie der ganzen großen Franziskanerfamilie anwesend sind, richte ich meinen Gruß und alle lade ich dazu ein, den Namen des Herrn zu preisen, dessen Herrlichkeit in der Lehre und Heiligkeit des Lebens des seligen Johannes, Künder des fleischgewordenen Wortes und Verteidiger der Unbefleckten Empfängnis Mariens, erstrahlt.

4. In unserer Zeit, die zwar reich an gewaltigen menschlichen, technischen und wissenschaftlichen Möglichkeiten ist, in der viele aber den Sinn des Glaubens verloren haben und ein Leben fern von Christus und seinem Evangelium führen (vgl. Redemptoris missio, 33), zeigt sich der selige Duns Scotus nicht nur mit der Schärfe seines Verstandes und der außergewöhnlichen Fähigkeit, in das Geheimnis Gottes einzudringen, sondern auch mit der Überzeugungskraft seiner Heiligkeit des Lebens, die ihn für die Kirche und für die ganze Menschheit zu einem Meister des Denkens und Lebens macht.

Seine Lehre, von der aus, wie mein verehrter Vorgänger Paul VI. sagte, „wir klare Waffen ableiten, um die schwarze Wolke des Atheismus
, die unser Zeitalter trübt, zu bekämpfen und abzuwehren“ (Epist. Apost. Alma Parens : AAS 58 [1966] 612) baut die Kirche kraftvoll auf und unterstützt sie in ihrer dringenden Mission der Neuevangelisierung der Völker der Erde.

Insbesondere für die Theologen, Priester, Seelenhirten, Ordensleute und in besonderer Weise für die Franziskaner stellt der selige Duns Scotus ein Beispiel für die Treue zur offenbarten Wahrheit, der fruchtbaren priesterlichen Handlung, des ernsthaften Dialogs auf der Suche nach Einheit dar.
Johannes  Gerson sagte, 
dass er "nicht aus einem besonderen Eifer, zu streiten bewegt wurde, sondern aus der Demut, Eintracht zu suchen". (Lectiones duae “Poenitemini”, lect. alt., consid. 5: cit. in Epist. Apost. Alma Parens: AAS 58 [1966] 614).  

Mögen sein Geist und und die Erinnerung an ihn die Mühen und die Hoffnungen unserer Gesellschaft mit dem Christi erleuchten. (übersetzt mit Hilfe von KI)







Seliger Duns Scotus, bitte für uns!