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Donnerstag, 28. März 2024

Die Hände des Herrn

 

St Bavo, Kathedrale von Gent, Letztes Abendmahl

 

Im Einsetzungsbericht des Römischen Kanons gibt es noch eine Besonderheit, die wir in dieser Stunde bedenken wollen. Die betende Kirche blickt hin auf die Hände und auf die Augen des Herrn. Sie will gleichsam zusehen, sie will die Gebärde seines Betens und Tuns in dieser einzigartigen Stunde wahrnehmen, gleichsam auch über die Sinne der Gestalt Jesu begegnen. „Er nahm das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände…“ 

Wir schauen auf die Hände hin, mit denen er Menschen geheilt hat; auf die Hände, mit denen er Kinder gesegnet hat; auf die Hände, die er Menschen aufgelegt hat; und auf die Hände, die am Kreuz angenagelt wurden und die für immer die Wundmale als Zeichen seiner todbereiten Liebe tragen.

Nun sind wir beauftragt zu tun, was er getan hat: das Brot in die Hände zu nehmen, damit es durch das eucharistische Gebet verwandelt werde. In der Priesterweihe sind unsere Hände gesalbt worden, damit sie Segenshände werden. 

Bitten wir den Herrn in dieser Stunde, daß unsere Hände immer mehr dem Heil, dem Segen, der Vergegenwärtigung seiner Güte dienen!

(Benedikt XVI am Gründonnerstag 2009)

Sonntag, 6. Dezember 2020

Nikolaus, der Retter

Nikolaus und die drei Jünglinge, Gent

Bischof
Namensdeutung: Sieger des Volkes (griech.)
Namenstage: Nikolaus, Nikolas, Niklaus, Niklas, Nicki, Niko, Niels, Nikolai, Nicolo, Klaus, Collin, Miklós, Mikołaj, Kai, Kolja, weibl.: Nikola, Nicole, Nicki
Gedenktag: 6. Dezember

Lebensdaten: geboren um 280 in Patara, gestorben am 6. Dezember um 345 in Myra, heute Demre (Türkei)

Lebensgeschichte und Legende: Nikolaus wurde um 280 in Patara (im antiken Lykien an der Mittelmeerküste) geboren und wurde infolge einer Pestepidemie früh Waise. Der junge reiche Mann verteilte nach dem Vorbild seiner Eltern sein Vermögen unter den Armen. Nikolaus’ Ruf als Wohltäter und Geber guter Gaben geht darauf zurück, dass er drei jungen Frauen heimlich Goldklumpen („Äpfel“) durchs Fenster zuwarf, um sie vor der Prostitution zu bewahren. Weiteren Legenden nach bewahrte er drei Schüler vor den kannibalischen Anwandlungen eines Gastwirts und errettete ein Schiff aus Seenot, dessen Besatzung ihn um Hilfe angerufen hatte.
Gesicherten Überlieferungen nach war Nikolaus Mönchspriester im Kloster seines Onkels und unternahm nach dessen Tod eine Pilgerfahrt ins Heilige Land. Bei seiner Rückkehr wurde er zum Bischof von Myra gewählt. Während der Christenverfolgung unter Kaiser Galerius wurde er grausam gefoltert, kam aber wieder frei. Gezeichnet nahm er 325 am Konzil von Nicaea teil, wo er sich wortgewaltig, Augenzeugenberichten nach sogar handgreiflich gegen die Arianer einsetzte, die die Wesensgleichheit des Sohnes mit dem Vater leugneten.
Nikolaus starb an einem 6. Dezember um das Jahr 345.

Verehrung: Seit dem 6. Jahrhundert ist der Kult um den heiligen Nikolaus belegt. Vor allem im Osten hat er sich zum meistverehrten Heiligen nach der Gottesmutter Maria entwickelt. Ursprünglich in Myra, dem heutigen Demre in der Türkei, beigesetzt, raubten italienische Seefahrer 1087 seine Gebeine und brachten sie nach Bari in Apulien, wo ihm zu Ehren die große Basilika San Nicola gebaut wurde und am 8. Mai, dem Tag der Übertragung seiner Gebeine, ein Fest auf dem Meer stattfindet. Seine Darstellung mit weißem Bart und Kapuzenmantel schuf Moritz von Schwind. Die Bescherung am Vorabend des Nikolaustags geht vielleicht auf das sogenannte Bischofsspiel zurück, bei dem ein Schüler für einen Tag die Herrschaft über die Klosterschule ausübte und seine Mitschüler beschenkte.

Darstellung: meist als älterer Bischof mit weißem Bart, oft mit drei goldenen Kugeln und Buch

Patron: von Russland und Lothringen, der Ministranten, Kinder, Seeleute und Fischer, sowie der zahlreichen Legenden wegen vieler weiterer Berufe
(BistumAugsburg)

Die Basilika des hl. Nikolaus in Bari 

Nikolausfenster in Saint Gatien: Geburt und Kindheit des hl. Nikolaus (1),
vom Jugendlichen zum Bischof (2)

Nikolausaltar in der Pfarrkirche Mindelstetten

Nikolauskirche in Burgos

 

Heiliger Nikolaus, bitte für uns!




Quelle: Gerardo Cioffari OP, Sankt Nikolaus, Leben, Wunder, Legenden


Altar des hl. Nikolaus in Sint-Niklaaskerk in Gent

Dienstag, 1. Oktober 2019

Bavo von Gent



Fenster über dem Eingang der Kirche


Bavo († um 655) (niederländisch: Sint Bavo, zuweilen auch: Sint Baaf) war ein Heiliger des 7. Jahrhunderts, der in Teilen der Niederlande und in Flandern, besonders in Gent verehrt wird.
Leben
Bavo wurde Ende des 6. oder Anfang des 7. Jahrhunderts im heutigen Belgien geboren. Er stammte aus einer adligen Familie und hieß ursprünglich Allowin. Der Legende nach war er ein Sohn Pippins des Älteren. Nach dem Tode seiner Gattin, Tochter eines Grafen Adilio und Mutter von Adeltraut (Adeltrudis), die später Äbtissin im Kloster Malbodium (heute: Maubeuge) wurde, schenkte Bavo all seine Habseligkeiten den Armen und trat in ein Genter Kloster ein, wo er um 655 starb.
Patronate
St. Bavo oder St. Baaf ist der Schutzpatron der St.-Bavo-Kathedrale in Gent und der St.-Bavo-Kirche und der St.-Bavo-Kathedrale in Haarlem. Auch die aufgelöste Sankt Bavoabtei in Gent war ihm geweiht. Seine Feiertage sind in Gent der 1. August und der 1. Oktober; in Haarlem aber der 10. Mai und der 9. August. Bavo ist der Schutzpatron der Diözesen Gent und Haarlem-Amsterdam.
Er gilt auch als Schutzpatron der Falkner.
Ikonographie
Wegen seiner adeligen Herkunft wird Bavo oft als elegant gekleideter Edelmann, gewappnet und gespornt, mit einem Falken auf der Faust oder beim Austeilen von Gaben an die Armen dargestellt.
(wikipedia)

Johannes der Täufer, Maria, Josef und Bavo

Apsisfenster der Bavokathedrale

St. Bavo-Kathedrale, Gent

Dienstag, 6. Februar 2018

Amandus, Missionar in Flandern, Tirol, Kärnten, Maastricht

Sankt Michael, Gent

hl. Amandus, Michaelskirche, Gent

Amandus, Glaubensbote und Bischof. Amandus stammte aus einer edlen Familie Aquitaniens. Nachdem er viele Jahre als Mönch und Einsiedler gelebt hatte, wurde er in Rom vor 638 zum Missionsbischof für das friesisch-fränkische Grenzland geweiht. Aus Flandern durch einen Aufstand vertrieben, predigte er in Tirol und Kärnten. Von 647 bis 649 soll er als Bischof von Maastricht gewirkt haben. Eine Predigtreise in das Land der Basken blieb ohne Erfolg. Sein Bistum überließ Amandus dem Abt Remaklus von Stablo-Malmedy. Im Verlauf seiner Tätigkeit hatte Amandus zahlreiche Kirchen und Klöster gegründet, darunter Elno bei Tournai. Hierhin zog er sich gegen Ende seines Lebens zurück und starb am 6. Februar 679 oder 684. Das Kloster Elno, wo er begraben wurde, erhielt nach ihm den Namen Saint Amand. Amandus wird dargestellt als Bischof mit Kirchenmodell.
(Martyrologium Sancrucense)

St. Michael, Gent

Donnerstag, 15. Juni 2017

Zur Fronleichnamsprozession: Der Esel kennt seinen Herrn

Antonius und der Esel, Bavokathedrale, Gent



Während Antonius mit einem starrköpfigen Häretiker über das rettende Sakrament der Eucharistie diskutierte, fordert der Häretiker Antonius heraus, die echte Anwesenheit Christus in der geweihten Hostie mit einem Wunder zu beweisen. Würde es ihm gelingen, würde er sich zum wahren, katholischen Glauben bekehren.
Dann erklärte er seinen Plan: Er würde sein Lasttier für drei Tage einsperren und es hungern lassen. Dann würde er es in Gegenwart der Leute herausholen und ihm Hafer zeigen. Antonius solle ihm ebenfalls mit der Hostie gegenübertreten. Wenn das ausgehungerte Tier den Hafer meiden und sich anschicke, seinem Gott zu huldigen, dann würde der Häretiker an die Botschaft der Kirche glauben.
Am verabredeten Tag zeigt Antonius dem Esel die Hostie und sprach:

Mit der Kraft und im Namen des Schöpfers, den ich, der ich seiner unwürdig bin, wahrlich in Händen halte, sage ich dir, o Tier, und befehle ich dir, dich ihm umgehend mit Bescheidenheit zu nähern und ihm die gebotene Verehrung zu Teil werden zu lassen!“

Und so geschah es:
Das Tier lässt das Futter liegen, neigt den Kopf bis zu den Hufen hinunter, nähert sich dem Heiligen und kniet vor dem Sakrament des Leibes Christi nieder.

(Quelle)


Der Ochs kennt seinen Besitzer

und der Esel die Krippe seines Herrn (Jesaja 1,3)

Sonntag, 11. Juni 2017

Dreifaltiger verborgner Gott





Dreifaltiger verborgner Gott
ein Licht aus dreier Sonnen Glanz,
drei Flammen einer Liebesglut,
Gott Vater, Sohn und Heil´ger Geist.

Allherrscher du von Ewigkeit,
Gott Vater, der die Welt erschuf,
in dir wird Gott uns Menschen gleich,
in dir der Mensch zu Gott erhöht.

Du Atem Gottes, Heil´ger Geist,
durchdringst die Welt mit Lebenskraft,
du senkst in uns die Liebe ein,
die alle eint und göttlich macht. 

Du großer Gott, der in uns wohnt,
hochheilige Dreifaltigkeit,
dich loben und bekennen wir
jetzt und in alle Ewigkeit.


Gnadenstuhl, St. Bavokathedrale, Gent