Lebensdaten: geboren am 3. Januar 1694 in Ovada (Piemont), gestorben am 18. Oktober 1775 in Rom
Lebensgeschichte:
Der Kaufmannssohn Paolo Francesco Danei erhielt etwas Schulbildung in
der Obhut eines Priesters und zeigte als Jugendlicher viel Interesse am
Gebet und am kirchlichen Leben. Er betrachtete lange das Leiden (die
Passion) Christi, verbrachte viel Zeit in Anbetung vor dem
Allerheiligsten und erlebte 1713 ein „Eingreifen der Gnade“, das ihn auf
eine vorteilhafte Heirat und ein angebotenes Erbe verzichten ließ.
1720
hatte er die Eingebung, die künftige Missionsgemeinschaft der
Passionisten zu gründen, und bereits klare Vorstellungen vom
Ordensgewand samt dem Leidensemblem Christi, mit dem er sich im gleichen
Jahr vom Bischof von Alessandria bekleiden ließ. Er zog sich als
Einsiedler in eine Kirchenzelle zurück und verfasste den Grundstock
einer Ordensregel, die der Bischof auch guthieß. Der Versuch aber, die
Anerkennung auch in Rom zu erhalten, scheiterte daran, dass ihn Papst
Innozenz XIII. gar nicht erst empfing.
Paolo zog sich in eine
Einsiedelei auf dem Monte Argentario an der Toskanischen Mittelmeerküste
zurück, wo sein Bruder Giambattista zu ihm stieß. 1722 lud sie der
Bischof von Gaeta ein, sich am Heiligtum der Madonna della Catena
niederzulassen, von wo sie auf Einladung des Bischofs von Foggia nach
Troia umzogen. Dieser Bischof mit Namen Emilio Cavalieri half bei der
Verbesserung der Ordensregel und vermittelte eine Audienz bei Papst
Benedikt XIII., der den Gebrüdern Danei die Aufnahme von
Ordensmitgliedern erlaubte und sie beide 1727 im Petersdom zu Priestern
weihte.
1741 als Ordensgemeinschaft anerkannt, wählten die
Passionisten ihren Gründer, der bei Ablegung seiner Gelübde den
Ordensnamen Paul vom Kreuz angenommen hatte, gegen seinen Willen zum
Ordensgeneral und verlegten ihr Generalat nach Rom ins Kloster SS.
Giovanni e Paolo. 1771 entstand der weibliche Ordenszweig. Über 200
Briefe sind von Paul vom Kreuz überliefert, dazu zahlreiche geistliche
Schriften sowie seine Ordensregeln.
Verehrung: Pauls
Gebeine ruhen in einer Kapelle der Basilika dei Santi Giovanni e Paolo
in Rom. 1867 heiliggesprochen, gilt er als der größte Mystiker des 18.
Jahrhunderts.
Darstellung: im Ordensgewand mit Buch, Kreuz, Rosenkranz, Totenkopf oder Leidenswerkzeugen
Altarbild: Francesco Coghetti, der hl. Paul vom Kreuz umarmt den Gekreuzigten (Beschreibung einer Vision des hl. Paul)
O Heiliger Geist,
Du unser Beistand,
Du unser Tröster!
Öffne die Ader
der lebendigen Wasser deiner Gnaden,
damit wir daraus trinken im Überfluss.
So können wir alle,
entbrannt von Liebe und Barmherzigkeit,
dieses göttliche Feuer
auch in den Herzen
unserer Brüder und Schwestern entzünden,
durch die Verkündigung der gekreuzigten Liebe.
S. Maria sopra Minerva, nur zum Gottesdienst ab 17 Uhr geöffnet, wird z. Z. renoviert
Aus dem Apostolischen Schreiben "Marialis cultus" von Papst Paul VI.
42. Wir
wollen nun jedoch, Ehrwürdige Brüder, noch etwas ausführlicher bei der
Erneuerung jener Andachtsübung verweilen, die ein ”Abriß des ganzen Evangeliums”
(110) genannt worden ist: dem Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria.
Ihm haben Unsere Vorgänger große Aufmerksamkeit und besondere Sorge
zugewandt. Sie haben des öfteren das häufige Rosenkranzgebet empfohlen,
seine Verbreitung gefördert, seine Natur erläutert, ihn als ein
geeignetes Mittel anerkannt, um ein kontemplatives Gebet des Lobes und
der Bitte zugleich zu entfalten, und an die ihm innewohnende Wirksamkeit
erinnert, die das christliche Leben und den apostolischen Einsatz
fördert. Auch Wir haben seit der ersten Generalaudienz Unseres
Pontifikates, am 18. Juli 1963, Unser Interesse für das Rosenkranzgebet
bekundet (111) und haben in der Folgezeit bei vielfältigen Anlässen,
von denen einige gewöhnlicher, andere dringlicher Natur waren, seinen
besonderen Wert unterstrichen. So, als Wir in einer Stunde der
Bedrängnis und Unsicherheit die Enzyklika „Christi Matri“ (15.
September 1966) veröffentlichten, damit Bittgebete zur Seligen Jungfrau
des Rosenkranzes verrichtet würden, um von Gott das höchste Gut des
Friedens zu erflehen, (112) einen Aufruf, den Wir in Unserem
Apostolischen Schreiben „Recurrens mensis October“ (7. Oktober 1969) wiederholt haben, in dem Wir unter anderem auch der Vierhundertjahrfeier des Apostolischen Schreibens „Consueverunt Romani Pontifices“
Unseres Vorgängers des heiligen Pius V. gedacht haben, der darin die
traditionelle Form des Rosenkranzes erläutert und in gewisser Weise
festgesetzt hat. (113)
43. Unser ständiges Interesse für den geliebten Rosenkranz der
seligen Jungfrau Maria hat Uns veranlaßt, mit Aufmerksamkeit die
zahlreichen Tagungen zu verfolgen, die in den letzten Jahren der
Pastoral des Rosenkranzes in der heutigen Welt gewidmet waren: Tagungen,
die von Vereinigungen und Menschen veranstaltet wurden, denen die
Verehrung des Rosenkranzes sehr am Herzen liegt und an denen
Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien teilgenommen haben, die eine
bewährte Erfahrung und einen anerkannten kirchlichen Sinn haben. Unter
ihnen sind zu Recht die Söhne des heiligen Dominikus zu nennen, die
traditionsgemäß die Hüter und Förderer dieser so heilsamen Andachtsübung
sind. Zu den Arbeiten der Tagungen haben im besonderen die Forschung
der Geschichtswissenschaftler beigetragen, die durchgeführt wurden,
nicht etwa mit der fast archäologischen Zielsetzung, die ursprüngliche
Form des Rosenkranzes zu bestimmen, sondern um die ursprüngliche
Idee, die anfängliche Kraft, die wesentliche Struktur aufzufinden. Von
diesen Tagungen und Forschungen her sind die hauptsächlichen Merkmale
des Rosenkranzes, seine wesentlichen Elemente und ihr Verhältnisse zueinander deutlicher hervorgetreten.
44. So ist zum Beispiel der biblische Charakter des Rosenkranzes
in hellerem Licht erschienen, insofern er vom Evangelium die Aussage
der Geheimnisse und seine hauptsächlichen Formeln nimmt; er inspiriert
sich am Evangelium, um dem Gläubigen vom freudigen Gruß des Engels und
der religiösen Zustimmung der Jungfrau her die Haltung nahezubringen, in
der er ihn beten soll; vom Evangelium stellt er in der harmonischen
Folge der Ave-Maria ein grundlegendes Geheimnis vor – die Menschwerdung
des Wortes –, das im entscheidenden Augenblick der Verkündigung an Maria
betrachtet wird. Der Rosenkranz ist also ein biblisches Gebet,
wie ihn heute vielleicht mehr als in der Vergangenheit die Seelsorger
und Gelehrten mit Vorliebe zu nennen pflegen.
45. Es ist ferner leichter erkannt worden, wie der geordnete und graduelle Verlauf des Rosenkranzgebetes
die Art selbst widerspiegelt, in der das Wort Gottes, da es nach
gnädigem Ratschluß in die menschliche Geschichte eintrat, die Erlösung
gewirkt hat. Der Rosenkranz betrachtet nämlich von ihr in harmonischer
Folge die wichtigsten Heilsereignisse, die sich in Christus zugetragen
haben: von der jungfräulichen Empfängnis und den Geheimnissen seiner
Kindheit bis zu dem erhabenen Geschehen von Ostern – des seligen Leidens
und der glorreichen Auferstehung – und weiter bis zu deren Auswirkung
auf die bildende Kirche am Pfingsttag und auf die Heilige Jungfrau an
dem Tage, an dem sie nach Beendigung ihres Erdenlebens mit Leib und
Seele in die himmlische Heimat aufgenommen wurde. Es ist weiterhin
bemerkt worden, wie die dreifache Aufteilung der Geheimnisse des Rosenkranzes
nicht nur streng der zeitlichen Ordnung der Geschehnisse folgt, sondern
vor allem das Schema der frühchristlichen Glaubensverkündigung
widerspiegelt und das Geheimnis Christi auf dieselbe Weise vorstellt,
wie es vom heiligen Paulus im berühmten ”Hymnus” des Briefes an die Philipper gesehen wird: Erniedrigung, Tod, Verherrlichung (2, 6 – 11).
46.
Als biblisches Gebet, das auf das Geheimnis der erlösenden
Menschwerdung ausgerichtet ist, ist der Rosenkranz also ein Gebet, das
zutiefst christologisch geprägt ist. In der Tat wird sein
charakteristisches Element – die litaneiartige Wiederholung des ”Gegrüßet seist du, Maria”
– selbst zu einem unaufhörlichen Lobpreis Christi, dem Endziel der
Verkündigung des Engels und des Grußes der Mutter des Täufers: ”Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes” (Lk 1, 42). Wir möchten noch mehr sagen: die Wiederholung des Ave-Maria
bildet die Kette, entlang der sich die Betrachtung der Geheimnisse
entfaltet. Jener Jesus, den jedes Ave-Maria anruft, ist derselbe, den
die Folge der Geheimnisse uns nacheinander als Sohn Gottes und der
Jungfrau vorstellt, der in einer Grotte zu Betlehem geboren ist; von der
Mutter im Tempel dargestellt; als Jüngling, der voller Eifer für das
eintritt, was seines Vaters ist; als von Todesängsten gepeinigter
Erlöser im Garten; gegeißelt und mit Dornen gekrönt; mit dem Kreuz
beladen und sterbend am Kreuze; auferstanden von den Toten und
aufgefahren in die Herrlichkeit des Vaters, um von dort das Geschenk des
Geistes auszugießen. Es ist bekannt, daß man, vor allem um die
Betrachtung zu fördern und Geist und Wort miteinander in Einklang zu
bringen, zu einer früheren Zeit – und der Brauch hat sich in manchen
Ländern erhalten – an den Namen Jesus in jedem Ave-Maria einen Satz
hinzufügte, der das bestimmte Geheimnis wiederholte.
47.
Man hat ebenso mit größerer Dringlichkeit die Notwendigkeit gespürt,
neben dem Wert des preisenden und fürbittenden Elementes auch noch die
Bedeutung eines anderen wesentlichen Bestandteiles des Rosenkranzes zu betonen: die Betrachtung. Ohne sie ist der Rosenkranz ein
Körper ohne Seele, und das rezitierende Gebet läuft Gefahr, zu einer
mechanischen Wiederholung von Formeln zu werden und zur Ermahnung Jesu
in Gegensatz zu treten: „Wenn ihr betet, so plappert nicht wie die Heiden! Die meinen, sie fänden Erhörung, wenn sie viele Worte machen” (Mt
6, 7). Von seiner Natur her verlangt das Rosenkranzgebet einen ruhigen
Rhythmus und ein längeres besonnenes Verweilen, was im Betenden die
Betrachtung der Geheimnisse des Lebens des Herrn fördert, die mit den
Augen derjenigen geschaut werden, die dem Herrn am nächsten stand und
dessen unergründliche Reichtümer erschließt.
Büstenreliquiar des hl. Philipp Neri, Chiesa Nuova, Pietro Zagnoni, 1683, Chiesa Nuova
Philipp Neri, Priester und Apostel Roms. Philipp Neri wurde am 21. Juli 1515 zu Florenz geboren; er wurde schon in seiner Jugend durch die Schriften des Volkspredigers Savonarola für ein strenges und sittenreines Christentum begeistert. Als Hauslehrer in Rom führte er sechzehn Jahre lang ein Leben der Abtötung, des Gebetes und der Nächstenliebe. Zwei Jahre vor dem Jubeljahr 1550 gründete er eine Dreifaltigkeitsbruderschaft zur Betreuung der armen und kranken Rompilger. 1551 zum Priester geweiht, schloss sich Philipp Neri einer Priestergemeinschaft bei der Kirche San Girolamo della Carità an, aus der 1552 das sogenannte „Oratorium“ entstand.
Philipps Anliegen, die religiöse Erneuerung Roms, versuchte er durch neue Seelsorgemethoden zu verwirklichen. Er förderte die Kinderpredigt, die geistlichen Lieder in der Volkssprache, machte sonntägliche Stadtwallfahrten und hielt geistliche Vorträge. Seine entwaffnende Freundlichkeit und sein liebenswürdiger Humor erwarben ihm in allen Volksschichten Vertrauen. Er war nicht nur lustig, sondern er machte sich selbst oft sogar bewusst lächerlich, um sich zu demütigen. Zu seinen Freunden und Beichtkindern zählten Ignatius von Loyola, Karl Borromäus, Kamillus von Lellis, Franz von Sales sowie der Historiker Cäsar Baronius, der später seine Nachfolge als Leiter des Oratoriums antrat. Philipp lehnte die Kardinalswürde mehrmals ab. Schon zu Lebzeiten verehrte ihn das römische Volk als „Il Santo“, „der Heilige“.
Er starb am 26. Mai 1595, ganz Rom bereitete ihm ein geradezu triumphales Begräbnis. Sein Grab befindet sich in der von ihm erbauten Kirche Santa Maria in Vallicella, die vom Volk einfach „Chiesa Nuova“ genannt wird. Philipp Neri gehört zu den bedeutendsten Gestalten der tridentinischen Reform, er wird mit flammendem Herzen dargestellt, wie er vor der Muttergottes betet.
(Martyrologium Sancrucense)
Wie schon
erwähnt, brachte der Priester Phillip Neri täglich das heilige Messopfer dar.
Es war für ihn das Kennzeichen seines priesterlichen Dienstes, wenngleich zur
damaligen Zeit die tägliche Zelebration noch nicht die Regel war. Auch hier
erweist sich Philipp ganz als Schüler der Priester von San Girolamo.
Pater
Philipp ermahnte seine Mitbrüder, jeden Tag zu zelebrieren. Er sagte: „Die
Priester, die – obwohl sie könnten – nicht jeden Tag zelebrieren, machen einen
großen Fehler. Auch die welche um ihrer Erholung willen die Erlaubnis erbäten,
nicht täglich zu zelebrieren, begingen einen großen Irrtum. Er sagte auch:
Jene, die Trost außerhalb des wahren Ortes suchen, suchen ihre Verurteilung.
Wer weise sein will ohne die wahre Weisheit, ohne den Heiland, ist nicht heil,
sondern krank, nicht weise, sondern verrückt.“ (Wick-Alda, U. u. Wodrazka, P.
B. [Hrsg.]: Philipp Neri. Schriften und Maximen, Sankt Ottilien 2011, pp.
292-293 bzw. # 162).
Ebenso
empfahl Philipp den Gläubigen, regelmäßig die heilige Messe mitzufeiern. Er
optierte nicht dafür, dass alle täglich zur heiligen Kommunion gehen sollten,
sondern meinte, dass die Häufigkeit des Kommunionempfangs neben der
persönlichen Disposition vom geistlichen Weg und der religiösen Situation des
Einzelnen abhinge.
Phillip
Neri zelebrierte mit einer solchen Innigkeit und Andacht die heilige Messe,
dass es ihm schwer fiel, die Worte des Messbuches deutlich und laut
auszusprechen, wie Giacomo Crescenzi beim Prozess darlegte. (P.P., II, p.
171).
Insbesondere
während der Opfermesse (Eucharistiefeier), dem zentralen Teil der heiligen
Messe, geriet der Heilige sehr häufig in Ekstase. Dies betonten unzählige
Zeugen, die beim Prozess befragt worden sind. So erinnerte sich z. B. Giovanni
Bernardi: „Bei der Elevation des Leibes des Herrn erzitterte alles, er schwebte
ein Stück über dem Boden; und dies geschah noch einmal währenddem die anderen
kommunizierten, dass er sich bewegte, als würde er schweben. Und der heilige
Philipp selbst hat mir versichert, dass, als er mit dem Messe lesen begann, den
Kelch nicht ohne viele Tränen aus Gründen der Andacht und des Trostes zu
vergießen, erheben konnte.“ (P.P., I, p. 48).
Diese
inneren Anrührungen versuchte Philipp, so weit wie möglich zu verbergen.
Aufgrund seines Gesundheitszustandes erhielt er in den letzten Jahren seines
Lebens von Papst Gregor XIV. die Erlaubnis, die heilige Messe in einer Kapelle
in der Nähe seines Zimmers zu feiern. Beim Agnus Dei verließ der Ministrant das
Zimmer, der Mesner zündete eine kleine Lampe an, löschte die Lichter am Altar
aus, schloss die Fenster und sperrte beide Türen zu, damit Filippo ungestört in
der Andacht Zeit mit seinem Herrn verbringen konnte. An der Außenseite der Türe
hing ein Schild mit dem Hinweis „Silentium! Pater Philipp zelebriert!“. Nach
zwei Stunden klopfte der Mesner wieder an die Türe, und wenn der Heilige
antwortete, so öffnete er die Türe und zündete die Lichter an und Philipp
setzte die heilige Messe fort. (P.P., II, p, 359; P.P., I, p. 97 und Bacci, II,
I).
Eucharistische
Wunder waren bei der Messfeier des heiligen Philipp keine Seltenheit. Nero del
Nero, ein florentinischer Edelmann, bezeugte, dass Pater Philipp beim
Kommunizieren des Blutes Christi, das sich sichtbar in Blut verwandelt hatte,
von solcher Ehrfurcht erfüllt war, dass er sich nur schwer vom Kelch trennen
konnte. Noch heute kann man die Abdrücke seiner Zähne an seinem Kelch in der
Vallicella deutlich erkennen. (P.P., I, p. 327). Der Heilige empfing die
verwandelten Gestalten unseres Herrn mit größter Andacht und war auch peinlich
darauf bedacht, dass kein Teil des Leibes und kein Tropfen des Blutes Christi
verloren ging. (P.P., I, p. 126 [Blut Christi] und P.P., II, p. 74 [Leib
Christi]).
Nach dem
Ende der heiligen Messe war der heilige Philipp so tief mit Gott verbunden und
in das danksagende Gebet versunken, dass er Menschen, die an ihm vorbeigingen,
nicht wahrnahm. Er war mit all seinen Gedanken so innig bei Gott, dass es
einige Zeit dauerte, bis er wieder den normalen täglichen Verrichtungen
nachgehen konnte. (Bacci, II, I).
Der
eucharistische Heilige durfte seine letzte Messe am Fest Corpus Christi
(Fronleichnam), dem 25. Mai 1595, feiern. (P.P., I, p. 66).
Ein paar Tage
zuvor, als sich sein Gesundheitszustand verschlechterte, empfing er aus der Hand
des Kardinal Federico Borromeo die Wegzehrung. Dabei sagte Philipp: „Ich bin
nicht würdig, ich bin niemals würdig gewesen; komm meine Liebe!“ (P.P., I,
p. 68).