Posts mit dem Label Viterbo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Viterbo werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 4. September 2025

Rosa von Viterbo

 Statue der hl. Rosa beim Stadttor von Viterbo

 


Rosa v. Viterbo, bitte für uns

geboren um 1233 zu Viterbo, wurde 1250, von einer schweren Krankheit wunderbar genesen, Franziskaner-Terziarin. Mit einem Kreuz und unter geistlichen Gesängen zog sie durch die Stadt und rief zum Gebet für die Nöte der Christenheit sowie zur Treue gegen die Kirche auf. Zeitweise verbannt, bat Rosa vergeblich nach ihrer Rückkehr um Aufnahme in das Klarissen-Kloster zu Viterbo. Nach ihrem Tod vor dem 25. November 1252 wurde ihr Leib 1258 in die Klarissenkirche übertragen. Der 4. September ist der Translationstag.

dargestellt im Franziskaner-Terziarinnenhabit mit Körbchen, Brot und Rosen. Wallfahrt in Viterbo.

(domradio

S. Francesco, Viterbo

Sonntag, 28. August 2016

Zum baldigen Schulanfang: ist der hl. Augustinus gerne in die Schule gegangen?

Augustinus wird von seinen Eltern dem Lehrer übergeben
Augustinerkirche zur hl. Dreifaltigkeit, Viterbo

Zunächst haßt er jedes Lernen und die Schule ist ihm zuwider, besonders wegen der Schläge, die die Lehrer auch schon damals reichlich austeilten und die ihm Schule und Lehrer verleiden.

"Dann gab man mich in die Schule, um die Buchstaben zu lernen, eine Kunst, deren Nutzen ich Ärmster nicht begriff; doch war ich einmal träge im Lernen, so bekam ich Schläge. Denn das gefiel so den Erwachsenen...
So begann ich denn schon als Knabe zur dir zu flehen, du meine Hilfe und mein Schutz (Ps 18,3) und zum Gebet zu dir löste sich meine schwere Zunge und ich betete - klein war ich damals und ach so groß war meines Herzens Inbrunst - daß ich doch in der Schule nicht geschlagen werde.
Und als du mir zu Heile mich nicht hörtest (Ps 22,3), als mich dennoch Strafe traf, da lachten die Erwachsenen, ja meine Eltern selbst, die mir doch nichts Böses wünschen konnten, über die Schläge, die ich bekam, und das war mir damals doch ein gar großes, bittres Leid... Denn wie die Folter fürchteten wir des Lehrers Schläge, und als gehe es, den ärgsten Martern zu entgehen, flehten wir zu dir.
Und doch sündigten wir: lasen oder schrieben oder lernten weniger, als man von uns verlangte. Nicht Gedächtnis, Herr, noch Verstand fehlten uns - die hattest du für unser Alter reichlich uns gegeben -, aber mehr Freude als das Lernen machte uns das Spiel. Und da straften unsere Lehrer uns für Sünden, die auch sie begingen. Die Spiele der Erwachsenen freilich nennt man Geschäfte; wenn aber Knaben gleiches treiben, werden sie von den Erwachsenen gestraft, und niemand hat darob Mitleid mit ihnen, noch mit den Erwachsenen, noch mit beiden zugleich." (Aus den Bekenntnissen, I.9)
(K. Petenyi, Ich liebte die Liebe, 70)

Freitag, 4. September 2015

Rosa von Viterbo

Porta Romana in Viterbo mit der Statue der hl. Rosa


Rosa von Viterbo, jugendliche Franziskanerin. Rosa wurde um 1233 zu Viterbo geboren, mit 17 Jahren erkrankte sie schwer, nach ihrer wunderbaren Genesung wurde sie Franziskaner-Terziarin. Mit einem Kreuz und unter geistlichen Gesängen zog Rosa nun durch die Stadt und rief zum Gebet für die Nöte der Christenheit sowie zur Treue zum Papst, der zu dieser Zeit im Streit mit Friedrich II. lag, auf. Rosa wurde aus der Stadt verbannt, auch die Aufnahme in das Klarissenkloster zu Viterbo blieb ihr verwehrt, weil sie die nötige Mitgift nicht beisteuern konnte. So starb sie aus Gram um den 25. November 1252 im Alter von 18 Jahren. (Anm.: nach anderen Quellen ist  der 6. März 1251 ihr Todestag) Ihr (unverwester) Leib wurde am 4. September 1258 in die Klarissenkirche von Viterbo übertragen.
(Martyrologium Sancrucense)



»Der Glaube«, so schreibt der hl. Paulus, »ist in der Liebe wirksam« (Gal 5,6). In dieser Perspektive nimmt das karitative Wirken der Kirche Gestalt an: Ihre Initiativen und Werke sind Zeichen des Glaubens und der Liebe Gottes, der die Liebe ist – wie ich in den Enzykliken Deus caritas est und Caritas in veritate eingehend in Erinnerung gerufen habe. Hier blüht die Präsenz der freiwilligen Helfer auf, deren Tätigkeit immer mehr gefördert werden muß – sowohl auf individueller Ebene wie auch auf der Ebene der Vereinigungen – und die ihren vorwärtsbringenden und erzieherischen Impuls in der caritas findet. Die junge hl. Rosa (1233–1251), Mitpatronin der Diözese, deren Fest gerade in diesen Tagen begangen wird, ist ein glänzendes Beispiel für Glauben und Großherzigkeit gegenüber den Armen.
(Papst Benedikt XVI. beim Pastoralbesuch in Viterbo, 6. September 2009


Statue der hl. Rosa von Viterbo über dem Tor der Stadtmauer