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Samstag, 11. Februar 2017

18. und letzte Erscheinung in Lourdes am 16. Juli 1858 - trotz des Verbotes und des Zaunes

Unter dem Label "Marienerscheinung Lourdes" findet ihr alle 18 Erscheinungen der Mutter Gottes in Lourdes.

18. Erscheinung, trotz der errichteten Barrieren erschein Maria Bernadette,
Basilika der Unbefleckten Empfängnis, Lourdes



Bernadette fühlt den geheimnisvollen Ruf, zur Grotte zu gehen. Aber der Zugang zur Grotte ist verboten und mit einem Zaun abgesperrt. Also begibt sie sich an das andere Ufer des Flusses Gave und schaut von dort auf die Grotte.

„Mir schien, ich sei an der Grotte ohne größere Entfernung als früher.

Ich sah nur Maria.

Nie sah ich sie so schön!“




Die Erscheinungen waren von Licht umflutet, und Gott hat im Blick von Bernadette eine Flamme entzündet, die zahllose Herzen bekehrt hat. Wie viele Menschen kommen hierher, um ein Wunder zu sehen, und hoffen vielleicht insgeheim, eines an sich selbst zu erfahren; auf dem Heimweg, nachdem sie eine geistliche Erfahrung eines echten kirchlichen Lebens gemacht haben, ändert sich dann ihr Blick auf Gott, auf die anderen und auf sich selbst. Eine kleine Flamme, die sich Hoffnung, Mitleid und Zartgefühl nennt, wohnt in ihnen.
Die verborgene Begegnung mit Bernadette und mit der Jungfrau Maria kann ein Leben verändern, denn sie sind an diesem Ort Massabielle gegenwärtig, um uns zu Christus zu führen, der unser Leben, unsere Kraft und unser Licht ist.
Mögen die Jungfrau Maria und die heilige Bernadette Euch helfen, als Kinder des Lichtes zu leben, um alle Tage Eures Lebens zu bezeugen, dass Christus unser Licht, unsere Hoffnung und unser Leben ist! Amen.
(Papst Benedikt XVI. nach der Lichterprozession im September 2008, Lourdes)

Mittwoch, 8. April 2015

17. Erscheinung in Lourdes am 7.4.1858 - das Kerzenwunder

17. Erscheinung, das Kerzenwunder, Basilika der Unbefleckten Empfängnis, Lourdes

oder: wenn das Übernatürliche die Natur außer Kraft setzt

Am Osterdienstag, dem 6. April, fühlt sich Bernadette wieder zur Grotte hingezogen. Nach der Vesper geht sie zum Beichtstuhl hinüber. Antoinette Tardhivail, die Hilfssakristanin, hat sie gesehen. Sie ahnt etwas und vertraut es einigen Freundinnen unter dem Siegel der Verschwiegenheit an. Die Neuigkeit verbreitet sich wie ein Lauffeuer. Die Freunde Bernadettes sind beunruhigt. In der vorigen Woche hat sie der Staatsanwalt vier Stunden lang verhört und ihr untersagt, noch einmal zu Grotte zu gehen. Vor der Vesper ist Bernadette zu Blazy gegangen, dem ehemaligen Bürgermeister von Ade, der in der Grotte geheilt worden ist und sie nun zu sehen wünscht. Der Sohn Blazy schlägt vor, sie in seinem Wagen mitzunehmen. Dies ist ein Alibi, wie von der Vorsehung geschickt. Am nächsten Morgen, dem Ostermittwoch, ist sie vor Sonnenaufgang in der Grotte. Hunderte von Menschen sind bereits da.  (....)

Doktor Dozour, der Arzt, beschreibt das außerordentliche Ereignis so: "Als Bernadette mehr als gewöhnlich der Anschauung ihrer Erscheinung versunken schien, wurde ich mitsamt den Umstehenden Zeuge folgenden Vorfalls: Sie war auf den Knien und betete ... ihren Rosenkranz, den sie an der linken Hand trug, während sie in der rechten eine dicke, brennende Kerze hielt.
Als sie wie gewöhnlich auf den Knien vorwärtsrutschte, verblieb sie auf dem halben Wege einige Zeit an derselben Stelle. Währenddessen geriet ihre rechte Hand unter die linke, so dass die Flamme letzterer so nahe kam, dass sie durch die starke Zugluft angefacht, zwischen den etwas gespreizten Fingern hindurchdrang. Trotzdem schien die Haut unversehrt zu bleiben. Durch dieses sonderbare Ereignis in Staunen versetzt, .. konnte ich es ... während einer Viertelstunde genau beobachten."


"Aber sie verbrennt sich ja!" schreit man in der Menge. "Lasst sie nur", ruft Dozous. Er traut seinen Augen nicht. Nach der Ekstase untersucht er beide Hände der Seherin, die nichts von seinen Schlichen versteht. "Nou y pas arre - es  ist nichts zu sehen!" verkündet er.
Auf einmal hat der Glaube gesiegt. In der für ihn typischen Überschwenglichkeit gibt er das Wunder (..) in der ganzen Stadt und vor dem Kommissar selbst bekannt, der die hitzigen Äußerungen verstohlen in seinem Notizbuch mitschreibt:
"Für mich ist es etwas Übernatürliches. Bernadette vor der Grotte in Verzückung knien zu sehen, wobei sie eine angezündete Kerze hält und deren Flamme mit beiden Händen bedeckt, ohne dass sie auch nur die geringste Berührung mit dem Feuer spürt. Ich habe sie untersucht und nicht die leiseste Spur einer Verbrennung feststellen könnnen."

(in: Franz-Toni Schallberger, Die 18 Erscheinungen von Lourdes und ihre Bedeutung für den inneren Weg, 173ff, zitiert Laurentin und Estrade)

Mittwoch, 25. März 2015

16. Erscheinung in Lourdes am 25.3.1858 - die Erscheinung nennt ihren Namen

Marienstatue aus Carrara-Marmar vom Bildhauer Fabisch, 4.3.1864, Lourdes

Am 25. März, dem Fest Verkündigung des Herrn, drängt es Bernadette unwiderstehlich zur Grotte hin, wo sich hunderte Personen aufhalten.

"`Die Nische erglänzte schon und die Dame stand wartend da!... ´ Sie stand da, sagte Bernadette später, friedlich lächelnd, und ließ ihren Blick auf der Volksmenge ruhen wie eine liebende Mutter auf ihren Kindern.

`Ich kniete vor der Dame... Dann ließ ich alle meine Liebe und Verehrung zu ihr emporsteigen und sprach ihr mein ganzes Glück aus, sie wiederzusehen. Nachdem ich ihr alles gesagt hatte, was meinem Herzen einfiel, ergriff ich meinen Rosenkranz. Während ich diesen betete, kam mir der Gedanke, sie um ihren Namen zu bitten. Dieser Gedanke prägte sich so nachdrücklich in mir ein, dass ich bald alles andere vergaß,...
Schließlich konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und bat die Dame, mir zu sagen, wer sie sei.
Wie vordem, neigte die Dame ihr Haupt, lächelte, aber antwortete nicht. Ich weiß nicht warum: ich wurde auf einmal mutiger und bat erneut um die Gunst, mir ihren Namen zu nennen. Sie antwortete mir nochmals mit einem Lächeln und einem freundlichen Zunicken, schwieg aber weiter.

16. Erscheinung in Lourdes, die Dame sagt: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis"
Basilika der Unbefleckten Empfängnis, Lourdes


(...) Die Dame stand über dem Rosenstrauch, wie man sie auf der Wundermedaille sehen kann. Bei meiner dritten Bitte wurde sie ernst und schien sich in Demut zu versenken...

Darauf faltete sie die Hände und hob sie in Brusthöhe... schaute empor zum Himmel .... löste ihre Hände, neigte sich mir zu und sagte mir (im französischem Pyrenäendialekt) mit bebender Stimme:

Que soy era Immaculada Councepciou
Ich bin die Unbefleckte Empfängnis´ "

"Ich bin die Unbefleckte Empfängnis, Pfarrkirche in Lourdes


Bernadette eilt zum Pfarrhaus und wiederholt die soeben gehörten Wort, denn sie will sie nicht vergessen wie jene über die Prozession. Sie weicht allen Fragen aus und murmelt pausenlos: `Immaculada Coun...cep-ciou, Immaculada Coun...cep-ciou.´
Sie stolpert über die letzten beiden Silben. Sie kommt im Pfarrhof an und ruft dem Pfarrer zu:

`Que soy era Immaculada Councepciou.
Ich bin die Unbefleckte Empfängnis´

Peyramale erzittert unter dem Schock. Er will sagen: Hochmütige Kleine, du willst die Unbefleckte Empfängnis sein!
Aber die Worte bleiben in seiner heiseren Kehle stecken. Er begreift, dass Bernadette das nicht von sich selbst sagt. Sein Verstand wehrt sich gegen ein blendendes Licht. Die Vernunft kommt seinem Widerstand zu Hilfe. Die Jungfrau ist zwar ohne Sünde empfangen, aber sie ist nicht ihre Empfängnis.
Endlich vermag er zu sprechen. `Eine Dame kann keinen solchen Namen tragen! Du irrst dich! Weißt du überhaupt, was das heißt?´

Bernadette Soubirous sagt Pfarrer Peyramale den Namen der Dame, Lourdes


Bernadette schüttelt verneinend den Kopf. `Also, wie kannst du so etwas sagen, wenn du es nicht verstehst?´ `Ich habe es unterwegs immer wieder vor mich hin gesagt.´ Peyramale fühlt, wie sein Zorn verfliegt. Welch eigenartiges Gefühlt bewegt seine Brust? Ist er krank? Er hält ein Schluchzen zurück.
`Sie will immer noch die Kapelle´, flüstert Bernadette in die Stille hinein. Der Pfarrer nimmt seine ganze Autorität zusammen, um sein Gesicht zu wahren. `Geh nach Hause, ich sehe dich ein andermal.´"

(Jean B. Estrade, Die Erscheinungen in Lourdes, 104f, und Rene Laurentin, Das Leben der Bernadette, 92, zit. in: Franz-Toni Schallberger, Die 18 Erscheinungen von Lourdes und ihre Bedeutung für den inneren Weg, 158-160)

Mittwoch, 4. März 2015

15. Erscheinung in Lourdes am 4.3.1858 - das erwartete Wunder trifft nicht ein




Um vier Uhr morgens erfolgt eine erneute Untersuchung der Grotte durch den Kommissar Jacomet. Vier Polizisten bewachen die Grotte. Der Kommissar berichtet seinem Vorgesetzten: "Ihren Anordnungen gemäß habe ich mich gestern abend gegen elf Uhr zur Grotte von Massabielle begeben. Ich wurde von vier Polizisten und dem Gendarmerie-Sergeanten begleitet. Letzterer war mir behilflich, eine gründliche Untersuchung in jedem Winkel der Grotte vorzunehmen. Die vier Polizisten blieben dann die ganze Nacht zur Bewachung dort. Die Inspektion hat zu keinem nennenswerten Ergebnis geführt. Heute morgen um vier Uhr bin ich in Begleitung des Adjunkten Capdevielle zur Grotte zurückgekehrt. Ich habe eine erneute Inspektion vorgenommen, die zu keinem Ergebnis geführt hat."



Der 4. März beschließt die fünfzehn Tage, an denen Bernadette täglich zur Grotte kommen sollte. Die zahlreich gekommenen Menschen (zwischen 8000 und 10000) erwarten am Ende der zwei Wochen ein Wunder. Die Erscheinung schweigt. Pfarrer Peyramale besteht auf seinem Standpunkt, den Namen der Dame zu erfahren. Zwanzig Tage lang geht Bernadette nicht mehr zur Grotte.

Statue des hl. Pfarrers von Ars bei den Beichtstühlen in Lourdes

Dienstag, 3. März 2015

14. Erscheinung in Lourdes am 3.3.1858 - ein Lächeln



Der Polizeikommissar Jacomet vermerkt in seinem Bericht vom 3. März: "Ich glaube nicht, falsch zu liegen, wenn ich behaupte, dass heute morgen 4000 Mensch am Fluss entlang, auf dem Felsen der Grotte und in der Grotte selbst versammelt waren."

Um sieben Uhr morgens begibt sich Bernadette mit ihrer Mutter zur Grotte. Aber die Dame erscheint nicht. Nach der Schule verspürt Bernadette jene "unwiderstehliche Kraft", die sie mittlerweile zu deuten versteht. Sie geht zur Grotte, begleitet von ihrer Tante Bernarde und von Andre Sajous, der folgendes schildert: "Am Morgen sah Bernadette die Erscheinung nicht. Sehr traurig ging sie mit mir fort. Wir kehrten am Nachmittag zurück. An der Grotte angekommen, kniete sie nieder, nahm ihren Rosenkranz und sah die Erscheinung. Zufrieden kehrte sie nach Hause zurück."

Erneut fragt Bernadette die Dame nach ihrem Namen. Die Antwort ist ein Lächeln.

Am Abend geht Bernadette das dritte Mal zu Pfarrer Peyramale. Dieser wiederholt seine Forderung: "Wenn die Dame wirklich eine Kapelle haben will, so soll sie ihren Namen sagen und den Rosenstrauch der Grotte zum Blühen bringen."

(vgl. Bernardo, Lourdes, 37f; PURspezial, Bewegt vom Wunder, 8)
Offizielle HP von Lourdes

Du fragst nach dem Namen dieser Dame!



Internationale hl. Messe in der Basilika Pius X.

Montag, 2. März 2015

13. Erscheinung in Lourdes am 2.3.1858 - Botschaft an die Priester

Die Dame wünscht, dass eine Kapelle erbaut wird, Basilika der UE, Lourdes

Am Ende der Erscheinung, es war ein Dienstag, fragte man Bernadette, was ihr die Dame gesagt habe: "Sie hat mich um eine Prozession am Donnerstag gebeten."

Bernadette berichtet: "Sie sagte mir: "Sie werden den Geistlichen sagen, sie sollen an dieser Stelle eine Kapelle erbauen lassen."
Ich begab mich zum Pfarrer, um ihm die Mission zu übermitteln. Er starrte mich einen Augenblick an und fragte mich dann in einem keineswegs beruhigenden Ton: "Wie heißt diese Dame?" Ich erwiderte, ich wisse es nicht. Er sagte, ich solle fragen. Das tat ich am nächsten Tag. Sie lächelte, ohne zu antworten.

Erst am Abend kehrt Bernadette zum Pfarrer zurück und überbringt ihm den zweiten Teil der Botschaft: die Bitte um die Wallfahrt zur Grotte. Pfarrer Peyramale will erneut den Namen der Dame wissen und fordert als Beweis für die Wahrheit des Erzählten, dass der wilde Rosenstrauch an der Grotte mitten im Winter erblühen soll.
(vgl. Bernardo, Lourdes, 35f)

Bernadette bei Pfarrer Peyramale, Pfarrkirche Lourdes

Sonntag, 1. März 2015

12. Erscheinung in Lourdes am 1. März - das erste Wunder

eine Frau bringt ihr krankes Kind zur Quelle, Basilika der UE, Lourdes



Das Glasfenster zeigt das 5. anerkannte Wunder:

"Sachverhalt: Justin Bouhort wurde am 28. Juli 1856 in Lourdes geboren und lebte dort auch zum Zeitpunkt der Heilung, Anfang Juli 1858. 
Diagnose: Chronische post-infektiöse Unterernährung mit zurückgebliebener motorischer Entwicklung. Damalige Diagnose: „Schwindsucht“.
Prognose: Keine Aussicht auf Heilung und Lebensgefahr (infaust quoad valetudinem et vitam).
Therapie
: Angemessen, aber unwirksam.
Art der Heilung: Plötzlich, vollständig und dauerhaft, medizinisch nicht erklärbar.
Am 18. Januar 1862 wurde die Heilung von Justin Bouhort durch Bischof Bertrand-Sévère Laurence von Tarbes als Wunder anerkannt."
(Quelle)


Die Erscheinung findet um sieben morgens statt. Laut dem Bericht des Kommiassars Jacomet sind mehr als 1450 Personen bei der Grotte: " Es wurden 1300 Personen gezählt, die von der Grotte in den Ort zurückkehrten. Zu diesen muss man mindestens weitere 150 hinzuzählen. Es sind diejenigen, die von der anderen Seite des Flusses aus den Tälern herübergekommen sind."
Der Erscheinung wohnt erstmals ein Priester bei, Pfarrer Antoine Dezirat aus Bordes. In der darauffolgenden Nacht taucht Catherine Latapie ihren seit 1856 gelähmten Arm in die Quelle und wird sofort geheilt. Ihr kurz darauf geborener Sohn Jean-Baptiste wird später Priester. Diese Heilung wird 1862 als erstes Wunder kirchlich anerkannt.


Samstag, 28. Februar 2015

11. Erscheinung in Lourdes am 28.2.1858 - Buße

Bei der 11. Erscheinung zeigen sich keine besonderen Vorkommnisse. Über 1000 Menschen wohnen der Erscheinung bei. Bernadette betet den Rosenkranz, sie küsst den Boden und bewegt sich zum Zeichen der Busse auf den Knien vorwärts.

Eucharistische Anbetung in der Grotte, Lourdes


Kommandant Renaul aus Tarbes berichtet dem Präfekten Massy: "Es handelt sich um die Erscheinung der hl. Jungfrau einem Mädchen des Orts gegenüber, die eine große Anzahl von Personen anzieht. Es ist wahr, dass die Tatsache bis jetzt keinerlei Unruhe gestiftet hat; trotzdem erachte ich es als meine Pflicht, Sie zu informieren, umsomehr als das Mädchen eine besondere Verabredung für den 4. März getroffen hat. Die Aufforderung wird sicher eine große Menschenmenge an den Ort rufen."
Nach der hl. Messe vom 2. Fastensonntag wird Bernadette zum Untersuchungsrichter Ribes geführt. Ribes verhört sie und droht ihr Haft an, sollte sie zur Grotte zurückkehren.
Bernadette antwortet: "Ich werde niemals darauf verzichten!"
(Bernardo, Lourdes, 35)

Donnerstag, 26. Februar 2015

10. Erscheinung in Lourdes am 27.2.1858 - Stille

Am Freitag, den 26. Februar, findet keine Erscheinung statt. Laut dem Bericht des Polizeikommissars sind mehr als 600 Personen bei der Grotte zugegen. Bernadette zündet die Kerze an und beginnt den Rosenkranz zu beten.
Betrübt sagt Bernadette sinngemäß  dieselben Worte wie am 22. Februar: "Ich weiß nicht, worin ich der Dame gegenüber gefehlt habe, dass sie nicht erschienen ist."

Frühmorgens am 27.2. sind 800 Personen anwesend. Die Erscheinung schweigt. Bernadette trinkt Wasser aus der Quelle und vollzieht die Gesten der Buße.

 gelbe Rosen an den Füßen Marias

Mittwoch, 25. Februar 2015

9. Erscheinung in Lourdes am 25.2.1858 - die Quelle

Bernadette wäscht sich und trinkt aus der Quelle, Basilika der UE Empfängnis, Lourdes

Obwohl es die ganze Nacht geregnet hat und kalt ist, haben sich bei der Grotte ca. 300 Personen versammelt. Die Erscheinung zeigt sich gegen fünf Uhr morgens.

Bernadette sagt: "Während ich betete, sagte mir die Dame freundlich, aber ernst: "Gehen Sie und trinken Sie von der Quelle und waschen Sie sich darin."
Nachdem ich die Quelle nicht sah und dachte, dies wäre nicht so wichtig, begab ich mich in Richtung des Gave. Die Dame rief mich zurück und zeigte mir mit dem Finger einen Punkt unterhalb der Grotte, auf der linken Seite. Ich ging dorthin, sah aber kein Wasser. Nachdem ich nicht wußte, wo die Quelle war, begann ich mit den Händen zu graben, und sie sprudelte einfach so hervor.
Ich versuchte dreimal, das Wasser zu trinken, schüttete es jedoch weg, weil es sehr schmutzig war. Erst beim vierten Mal gelang es mir, zu trinken und mich zu waschen. Sie sagte mir auch, ich solle vom Gras essen, das sich in der Nähe der Quelle befindet. Dann verschwand die Erscheinung und ich ging fort."

Auf die Frage ihrer Tante Bernarde: "Weißt du, dass man dich für verrückt hält, wenn du so etwas machst?", anwortet Bernadette: "Die Leute können denken und sagen, was sie wollen. Es ist unwichtig. All diese Dinge habe ich auf Befehl der Dame getan, zum Zeichen der Buße für die Sünder."
(vgl. Bernardo, Lourdes, 33)

seit dem 25. Februar 1858 fließt das Wasser der Quelle im linken hinteren Bereich der Grotte

Dienstag, 24. Februar 2015

8. Erscheinung in Lourdes am 24.2.1858 - Buße

Bernadette küsst den Boden als Zeichen der Buße, Basilika der Unbefleckten Empfängnis, Lourdes

Die Erscheinung sagt zu Bernadette:

"Buße! Buße! Buße! Bete zu Gott für die Sünder, küsse die Erde zur Buße für die Sünder!

"Heute hat die Dame ein neues Wort ausgesprochen: Buße!
Sie hat hinzugefügt: "Betet zu Gott für die Bekehrung der Sünder. Sie hat mich gebeten, auf den Knien bis hinten in die Grotte zu rutschen und den Boden zum Zeichen der Buße für die Sünder zu küssen. Sie hat mich auch gebeten, das Gras zu essen, das sich hinten in der Grotte befindet."

Von diesem Tag an wird Bernadette bei jedem Besuch der Grotte diese Bußübungen wiederholen.

Jesus wird zum Tod verurteilt, Kreuzweg in Lourdes

Wir beten Dich an Herr Jesus Christus und preisen Dich,
denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Montag, 23. Februar 2015

7. Erscheinung in Lourdes am 23.2.1858 - das Geheimnis

Am 22. Februar geht Bernadette von einer "unwiderstehlichen Kraft" gedrängt zur Grotte. Bernadette ist enttäuscht, dass die Dame nicht kommt.
"Ich bin fünfzehn Tage lang zur Grotte zurückgekehrt. Die Erscheinung zeigte sich mir an allen Tagen, mit Ausnahme eines Montags und eines Freitags."
Auf dem Rückweg bemerkt sie betrübt: "Ich weiß nicht, worin ich der Dame gegenüber gefehlt habe, dass sie nicht erschienen ist."

Am frühen Morgen begibt sich Bernadette in Begleitung von über 100 Personen zur Grotte. Die Dame enthüllt ihr drei Geheimnisse, die nur sie selbst betreffen.  Bernadette soll den Priestern sagen, dass man hier am Erscheinungsort eine Kapelle bauen soll.
Unter den Anwesenden befindet sich sich auch der atheistische Arzt Dr. Dozous, der die Vorkommnisse untersuchen und entlarven will. Die Ereignisse erschüttern seine Ungläubigkeit, später wird er sich bekehren und ein bedeutender Zeuge der Erscheinungen sein.



Blick von der Burg auf den heiligen Bezirk, unter der Grasfläche die Basilika Pius X.

Samstag, 21. Februar 2015

6. Erscheinung in Lourdes am 21.2.1858

Am 1. Sonntag in der Fastenzeit am frühen Morgen erscheint die Dame Bernadette. Etwa 100 Menschen haben sich bei der Grotte versammelt. Maria sieht traurig in die Ferne und sagt:

"Bete für die armen Sünder, bete für die kranke Welt."

Nach der Vision  wird Bernadette vom Polizeikommissar Jacomet streng verhört. Bernadette berichtet: "Am ersten Sonntag der fünfzehn Tage war ich gerade zur Kirche hinausgegangen. Ein Gemeindeaufseher nahm mich bei der Kapuze und befahl mir, ihm zu folgen. Ich folgte ihm. Er führte mich zum Polizeikommissar. Er ließ mich in einen Raum eintreten, in dem sich nur der Kommissar befand. Er nahm ein Blatt Papier zur Hand und sagte mir, ich solle erzählen, was geschehen war. Das tat ich."

Doch Bernadette spricht nur von "Aquero" (= "jene" oder "diese", denn die Dame hat bei den Erscheinungen noch nicht ihren Namen genannt).
Auch der Vater Francois Soubirous kommt zum Verhör und verspricht dem Kommissar: "Ich versichere Ihnen, dass meine Tochter nicht mehr zu jener Grotte gehen wird"!

(vgl. Antonio Bernardo, Lourdes, 31, Pur-spezial, Bewegt vom Wunder 6f)

Kreuz in der Basilika Pius X., Lourdes



Herr, erbarme dich unser!
Christus, erbarme dich unser!
Herr, erbarme dich unser!
Christus, höre uns!
Christus, erhöre uns!
Gott Vater vom Himmel, erbarme dich unser!
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme dich unser!
Gott Heiliger Geist, erbarme dich unser!
Heiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, erbarme dich unser!

Jesus, der du uns Menschen bis zum Ende geliebt, bekehre die Sünder!
Jesus, am Ölberg auf Dein hl. Angesicht niedergesunken, bekehre die Sünder!
Jesus, dreimal flehentlich zum Vater betend, bekehre die Sünder!
Jesus, in der Todesangst mit Blutschweiß überronnen, bekehre die Sünder!
Jesus, vom Engel gestärkt, bekehre die Sünder!
Jesus, vom treulosen Judas mit einem Kusse verraten, bekehre die Sünder!
Jesus, von den Knechten mit Stricken gebunden, bekehre die Sünder!
Jesus, von Deinen Jüngern verlassen, bekehre die Sünder!
Jesus, dem Annas und Kaiphas als ein Missetäter vorgestellt, bekehre die Sünder!
Jesus, vom Knecht des Hohenpriesters ins Angesicht geschlagen, bekehre die Sünder!
Jesus, von falschen Zeugen angeklagt, bekehre die Sünder!
Jesus, des Todes schuldig erklärt, bekehre die Sünder!
Jesus, verspottet, bespieen, verhüllt und verhöhnt, bekehre die Sünder!
Jesus, von Petrus dreimal verleugnet, bekehre die Sünder!
Jesus, gebunden dem Pilatus überliefert, bekehre die Sünder!
Jesus, von Herodes in einem weißen Kleide verspottet, bekehre die Sünder!
Jesus, dem Mörder Barabbas nachgesetzt, bekehre die Sünder!
Jesus, mit Geißeln zerschlagen und zerfleischt, bekehre die Sünder!
Jesus, mit dem Purpurmantel schimpflich bekleidet, bekehre die Sünder!
Jesus, mit Dornen gekrönt, bekehre die Sünder!
Jesus, mit dem Rohr aufs Haupt geschlagen, bekehre die Sünder!
Jesus, von den Juden mit einhelligem Geschrei zum Kreuze gefordert, bekehre die Sünder!
Jesus, zum schimpflichen Tode verdammt, bekehre die Sünder!
Jesus, mit der Last des Kreuzes beladen, bekehre die Sünder!
Jesus, wie ein Lamm zur Schlachtbank geführt, bekehre die Sünder!
Jesus, unter der Last des Kreuzes oftmals zusammengesunken, bekehre die Sünder!
Jesus, deiner Kleider beraubt, bekehre die Sünder!
Jesus, mit Nägeln ans Kreuz geschlagen, bekehre die Sünder!
Jesus, am Kreuze noch von den Juden verspottet und gelästert, bekehre die Sünder!
Jesus, mit Galle und Essig getränkt, bekehre die Sünder!
Jesus, Dein Haupt in den Tod neigend, bekehre die Sünder!
Jesus, mit einer Lanze durchbohrt, bekehre die Sünder!
Jesus, vom Kreuze abgenommen, bekehre die Sünder!
Jesus, in das Grab gelegt, bekehre die Sünder!

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, verschone uns, o Herr!
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erhöre uns, o Herr!
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünden der Welt, erbarme dich unser!

V Er schien uns wie ein Aussätziger, von Gott geschlagen und gedemütigt.
R Er ward verwundet wegen unserer Missetaten und gedemütigt wegen unserer Laster.

Lasset uns beten:
Wir bitten dich, o Herr, sieh gnädig auf uns und jene Menschenkinder herab, die von deinen Wegen abgewichen sind, für die aber unser Herr Jesus Christus nicht zögerte, sich den Händen der Sünder zu überliefern und die Qual des Kreuzes zu erdulden. Der mit dir lebt und regiert in Einigkeit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

(Litanei zur Bekehrung der Sünder, Quelle