Kaiser Karl und Kaiserin Zita, Ausstellung in Eckartsau
Karl Franz Josef von Habsburg heiratete am 21.
Oktober 1911 die Prinzessin Zita von Bourbon-Parma, mit der er acht Kinder
hatte. Ihre Eheringe trugen als Gravur: Sub tuum praesidium – unter deinen
Schutz – womit das älteste christliche Mariengebet beginnt, und die beiden ihre
Ehe somit unter den Schutz der Gottesmutter Maria stellten. Der Hochzeitstag
ist nunmehr der liturgische Gedenktag des Seligen Karl.
aus der Predigt von Nuntius Eterovic
zum 100. Todestag des Seligen Kaiser Karl I. St. Peter zu München, 1. April 2022
Karl I. aus dem Hause Österreich, darunter Reliquie
LITANEI
ZUM SELIGEN KARL VON ÖSTERREICH
V/A Herr, erbarme Dich.
V/A Christus, erbarme Dich.
V/A Herr, erbarme Dich.
V Christus, höre uns.
A Christus, erhöre uns.
V Gott Vater im Himmel, A erbarme Dich unser.
V Gott Sohn, Erlöser der Welt
V Gott Heiliger Geist
V Heiliger Dreifaltiger Gott
V Heilige Maria, A bitte für uns.
V Heiliger Josef, A bitte für uns.
V Seliger Karl, Gottes Geist gehorsam, A bitte für uns.
Seliger Karl, den Willen Gottes suchend
Seliger Karl, Christlicher Staatsmann
Seliger Karl, Beispiel geistlichen Lebens
Seliger Karl, geführt vom Wort Gottes
Seliger Karl, Hörer und Befolger des Wortes Gottes
Seliger Karl, Diener deiner Völker
Seliger Karl, Beispiel für alle, die politische Verantwortung tragen
Seliger Karl, mutiger Apostel des Evangeliums
Seliger Karl, im Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden
Seliger Karl, Diener Gottes und der Menschen
Seliger Karl, Hirt deiner Völker
Seliger Karl, Beispiel eines Familienvaters
Seliger Karl, frommer Ehemann und Vater
Seliger Karl, im Dienste der Hauskirche
Seliger Karl, Kämpfer gegen die bösen Geister
Seliger Karl, getreu in Ungerechtigkeit und Verleumdung
Seliger Karl, beständig und fest in allen Prüfungen
Seliger Karl, geduldig und heiter in allen Schwierigkeiten
Seliger Karl, vereint mit dem Leiden Christi
Seliger Karl, Beispiel des Glaubens im Leid
V Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünde der Welt. A Herr, verschone uns.
V Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünde der Welt. A Herr, erhöre uns.
V Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünde der Welt. A Herr, erbarme Dich.
V Lasset uns beten.
Allmächtiger Gott. Nimm unsere Gebete und unsere Opfer gnädig an, um alle
Ungerechtigkeit zu
überwinden. Hilf uns, dem Beispiel des Seligen Karl von Österreich zu folgen,
der trotz aller Leiden und allen Unrechts, der Verleumdungen und des Exils Dir
treu blieb und immer Deinen Willen zu erfüllen trachtete. Darum bitten wir
durch unseren Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit
Dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
A Amen.
Die entscheidende Aufgabe des Christen
besteht darin, in allem Gottes Willen zu suchen, zu erkennen und danach
zu handeln. Dieser täglichen Herausforderung stellte sich der Staatsmann und Christ Karl aus dem Hause Österreich. Er war ein Freund des Friedens.
In seinen Augen war der Krieg „etwas Entsetzliches". Mitten in den
Stürmen des Ersten Weltkriegs an die Regierung gelangt, versuchte er die
Friedensinitiative meines Vorgängers Benedikt XV. aufzugreifen.
Von Anfang an verstand Kaiser Karl sein Herrscheramt als heiligen Dienst an seinen Völkern. Sein ernstes Bestreben war es, der Berufung des Christen zur Heiligkeit auch in seinem politischen Handeln zu folgen.
Dabei war ihm der Gedanke der sozialen Liebe wichtig. Sei er uns allen
ein Vorbild, besonders denen, die heute in Europa politische
Verantwortung tragen!
(Johannes Paul II. anlässlich der Seligsprechung, 4. Oktober 2004)
Karl I. von Österreich und Ladislaus Batthyany-Strattmann,
Kathedrale von Steinamanger
Professor Dr. Ernst Joseph Görlich, geb.1905 in Wien,von den Nazis schwer verfolgt, von 1945 -
1968 Prof. in Wien, 1949 Studium der Theologie, international anerkannter
Historiker, mehrere Werke über die
Geschichte Österreichs. Sein Gesamtbild über Kaiser Karl:
„Kaiser Karl war ein
christlicher Staatsmann, dem der Wille Gottes höher stand als der Wille zur Macht; schon als Thronfolger
suchte er die Kriegserklärung an
Serbien zu verhindern; er verfasste den berühmten "Sixtus-Brief" und reagierte als einziges
Staatsoberhaupt positiv auf die Friedensinitiative von Papst Benedikt XV. Der deutsche General Ludendorff hintertrieb
seine Friedensbemühungen und schleuste stattdessen Lenin in
einem plombierten Eisenbahnwagen von Zürich nach
Petersburg; mit diesem apokalyptischen Bündnis öffnete er den Russen den Weg nach Berlin.
Wer nicht Komplize des Bösen wird, ist bald verhasst in der Welt, und so wurde
auch Karl Opfer von Intrigen und Verrat, von Hass und Verleumdung. Seine Verbannung auf der
Insel Madeira endete in größter Armut.
Von seinen Feinden buchstäblich
zugrunde gerichtet, wuchs er in der Freundschaft zu Gott zu geistiger Größe. Im Geiste des Gebetes und christlicher Sühne opferte er sein Leben für seine Völker.“