Dienstag, 22. September 2026

Mauritius in Magdeburg

 

Dom St. Mauritius und St. Katharina, Magdeburg

Mauritius (Moritz, Maurice) und Gefährten, Angehörige der "Thebaischen Legion", die aus Ägypten stammte, waren in der römischen Provinz Helvetien (der heutigen Schweiz) stationiert. Im Zuge der grausamen Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian wurde ihnen im Jahr 302 befohlen, in der Gegend um Agaunum (heute Saint Maurice im Kanton Wallis) gewaltsam gegen die Christen vorgehen.
Doch die Soldaten, die selber Christen waren, weigerten sich, dem Befehl nachzukommen. Daraufhin wurde zur Abschreckung jeder zehnte Soldat vor den Augen seiner Gefährten niedergestochen. Die Überlebenden aber blieben standhaft. So wurde das Gemetzel fortgesetzt - bis keiner mehr übrig blieb.- 

Die bereits um das Jahr 380 an der Stelle, wo man die Gebeine der Ermordeten gefunden hatte, errichtete kleine Gedächtniskirche wurde bald zu einem beliebten Wallfahrtsort und schließlich zur Keimzelle des berühmten Klosters St. Maurice.
Mauritius ist Patron der Soldaten, Waffenschmiede, Messerschmiede, Tuchmacher, Kaufleute und der Pferde sowie Schutzheiliger gegen Gicht, Ohrenleiden, Besessenheit und gegen Pferdekrankheiten. Historisches: Das Blutbad von Agaunum ist in die Geschichte eingegangen.
Die von Kaiser Diokletian und seinem Mitregenten Maximian angeordnete "Säuberung des Heeres" von Christen, die nur Verteidigungskriege führen wollten und sich weigerten, gegen Aufständische vorzugehen, ist historisch bezeugt.)

Bauernregeln: "Gewitter noch um Mauritius bringen Schaden uns und viel Verdruß."- "Ist Sankt Moritz hell und klar, stürmt der Winter, das ist wahr." (katholischde)

Statue in der Wiener Peterskirche, Vita

Glasfenster von Martyrium und Verherrlichung in Saint Maurice, Lille, Seller, Rebellen Gottes

Statue in der Oberleiser Pfarrkirche, NÖ

Glasfenster im Kölner Dom, Eucherius v. Lyon, über das Martyrium (Lesehore, Tagesgebet)

 

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Emmeram von Regensburg




Kopf des hl. Mauritius, Magdeburger Dom

Montag, 21. September 2026

Matthäus

 Alle Matthäusposts

 


St Marylebone, London

Apostel, Evangelist, Märtyrer
Namensdeutung: Gottesgeschenk (hebr.-griech.)
Namenstage: Matthäus, Matthew, Matteo, Matthieu, Mateus, Matta
Gedenktag: 21. September

Lebensdaten: gestorben nach 42 in Äthiopien, Mesopotamien oder Persien

Lebensgeschichte: Matthäus war Steuereintreiber in Kafarnaum, galt also als Kollaborateur der römischen Besatzer, und beherrschte sowohl Hebräisch als auch Griechisch sowie eine Schnellschrift. Jesus berief ihn vom Zolltisch weg in seine Nachfolge (Mt 9,9). Er taucht als Matthäus oder Levi in allen Apostellisten auf und verfasste laut Bischof Papias von Hierapolis (gestorben 135) sein Evangelium in hebräischer Sprache.

Nach 42 verließ er Jerusalem und zog über das Land der Parther bis nach Persien. Clemens von Alexandrien (gestorben 215) überliefert seinen natürlichen Tod, während spätere Legenden sein Martyrium durch Erdolchen, Steinigen, Verbrennen oder Enthaupten berichten.

Im 10. Jahrhundert tauchten seine Gebeine in Paestum auf und wurden in die 1085 eingeweihte Kathedrale S. Matteo von Salerno gebracht, die in der Folge zu einem wichtigen Wallfahrtsort wurde.

Die Redewendung „Matthäi am Letzten“ bezeichnet ein letztmögliches Datum und bezieht sich ursprünglich auf den Schluss des Matthäusevangeliums „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt“, hat sich wegen Matthäus’ Beruf als Steuereintreiber auch auf eine Geldnot hin verschoben.

Darstellung: bei seiner Berufung am Zolltisch, mit dem Menschen als seinem Evangelistensymbol bzw. inspirierendem Engel bei der Abfassung seines Evangeliums, bei seinem Martyrium

Patron: der Stadt und des Bistums Salerno, der Zöllner, Buchhalter, Finanz- und Bankleute, der Stillenden, Helfer bei Trunksucht
(bistumaugsburg)

Weitere Heilige des Tages:
 

Apostel und Evangelist Matthäus, St Marylebone, London

Sonntag, 20. September 2026

Ich will dem Letzen ebenso geben wie dir

 



St Peter in St Albans

Gutsbesitzer wirbt Arbeiter für den Weinberg an
St Peter in St Albans

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit
erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:
1 Mit dem Himmelreich
ist es wie mit einem Gutsbesitzer,
der früh am Morgen hinausging,
um Arbeiter für seinen Weinberg anzuwerben.
Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Denár für den Tag
und schickte sie in seinen Weinberg.
Um die dritte Stunde ging er wieder hinaus
und sah andere auf dem Markt stehen,
die keine Arbeit hatten.
Er sagte zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!
Ich werde euch geben, was recht ist.
Und sie gingen.
Um die sechste und um die neunte Stunde
ging der Gutsherr wieder hinaus
und machte es ebenso.
6 Als er um die elfte Stunde noch einmal hinausging,
traf er wieder einige, die dort standen.
Er sagte zu ihnen:
Was steht ihr hier den ganzen Tag untätig?
7 Sie antworteten: Niemand hat uns angeworben.
Da sagte er zu ihnen: Geht auch ihr in meinen Weinberg!8Als es nun Abend geworden war,
sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter:
Ruf die Arbeiter und zahl ihnen den Lohn aus,
angefangen bei den Letzten,
bis hin zu den Ersten!
9 Da kamen die Männer,
die er um die elfte Stunde angeworben hatte,
und jeder erhielt einen Denár.
10 Als dann die Ersten kamen,
glaubten sie, mehr zu bekommen.
Aber auch sie erhielten einen Denár.
11 Als sie ihn erhielten, murrten sie über den Gutsherrn
12 und sagten: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet
und du hast sie uns gleichgestellt.
Wir aber
haben die Last des Tages und die Hitze ertragen.
13 Da erwiderte er einem von ihnen:
Freund, dir geschieht kein Unrecht.
Hast du nicht einen Denár mit mir vereinbart?
14 Nimm dein Geld und geh!
Ich will dem Letzten ebenso viel geben wie dir.
15 Darf ich mit dem, was mir gehört,
nicht tun, was ich will?
Oder ist dein Auge böse,
weil ich gut bin?
16 So werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte.
(Evangelium vom 25. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)




Freitag, 18. September 2026

Lambert / Lantpert von Freising

 

Krypta des Freisinger Doms

Lambert von Freising, Bischof. Die Kirche gedenkt heute auch des anderen Bischofs Lambert, der im 9. Jahrhundert Bischof von Freising war. In den Anfang seiner Bischofszeit fiel die Invasion der Ungarn.
Die Legende erzählt, dass Bischof Lambert den Domberg von Freising dadurch rettete, dass er ihn durch sein Gebet in Nebel hüllte. Lambert war Kaiser Otto I. treu ergeben und sorgte eifrig für die Ortskirche.
Er starb am 19. September 957 in Freising.
Seine Gebeine ruhen in der Lantbertkrypta des Freisinger Domes.
(Martyrologium Sancrucense)


der hl. Lambert erbittet Nebel, Bild über dem Grab des heiligen Lambert
Krypta des Freisinger Doms

Beim Einfall der Ungarn 955 und während eines mehrtägigen Aufenthalts in Freising brannten sie Weihenstephan und St. Veit nieder. Den benachbarten Domberg sahen sie nicht, als wären sie von Blindheit geschlagen. „Dies geschah durch die Verdienste Mariens, der Patronin der Freisinger Kirche und durch die Gebete des hl. Lantpert, des Bekenners Christi.“ Das Blendungswunder wurde später zum Nebelwunder. Auf das Gebet Lantperts hin sei so dichter Nebel eingefallen, dass der Domberg nicht zu sehen war. In einer späteren abgeänderten Version hätten die Ungarn den Dom zwar entdeckt, der Nebel war aber so dicht, dass die bereits angelegten Brandfackeln und die Brandpfeile sich nicht entzünden ließen.[1] Freising ist eine nebelreiche Gegend. Das Nebelwunder ist in der Krypta in einem Rundbogenbild über dem Lantpertschrein dargestellt. (wikipedia)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Lambert von Lüttich und des hl. Josef von Copertino

Donnerstag, 17. September 2026

Hildegard schaut Gott in der Gestalt eines Mannes

 

links Hildegard von Bingen, rechts Birgitta von Schweden, Aachener Dom

"Ich sah einen Mann von solch hohem Wuchs, daß er von der obersten Höhe der Himmelswolken bis hinunter in die Abgründe reichte. So stand er da:
Von seinen Schultern ragte er über die Wolken hinaus in den strahlenden Äther. Von den Schultern abwärts bis zu den Hüften umschwebte ihn, unterhalb der erwähnten Wolkenschicht eine andere blendend weiße Wolke. Von den Hüften bis zu seinen Knien umspielte ihn die irdische Luft. Von den Knien bis zu seinen Waden befand er scih in der Region der Erde. Seine Füße schließlich tuachten in die Wasser des Abgrunds, jedoch so, daß er dabei noch über dem Abgrund stand.
So stand er, dem Osten zugewandt, und schaute nach Osten und Süden. Sein Antlitz aber strahlte von solcher Herrlichkeit, daß ich es nicht voll und ganz anzuschauen vermochte. Vor seinem Munde ballte sich eine blendend weiße Wolke zu einer Art Posaune zusammen; sie war erfüllt vom Klang einer geschwind aufbrausenden Musik. Jedesmal, wenn dieser Mann dort hineinblies, sandte sie drei Winde aus: Der eine trug eine Feuerwolke über sich, der andere eine Sturmwolke, der dritte eine Lichtwolke."


In der Feuerwolke schweben die allen Gotteswillen vollführenden "feurigen Lebewesen", die Engelsgeister. In der Sturmwolke warten die schon Seligen, drängend und fragend, auf den Anbruch der neuen Schöpfung, in welcher sie ihre endgültige Wohnung beziehen können. In der Lichtwolke kündigt sich der Sieg des Lichtes durch den Weibgeborenen, den Inkarnierten an. Zorn und Gericht über alle Bereiche des Bösen geht von diesem Mann aus:
"Und ich sah, wie der erwähnte Mann ein gezücktes Schwert mit drei Schneiden trug, das mit seinem Griff am hals des Mannes befestigt war und das wie zum Dreinschlagen hin und her geschwungen wurde. Und dieses Schwert sprach: Zorn des Zornes gegen den Norden (Bereich der Finsternis) trage ich in mir und gegen alles, was in ihm hauset. Wer könnte mich im Streit überwinden? Niemand!" 
(Eduard Gronau, Hildegard von Bingen, 317f) 
 
Marktbrunnen in Bingen, Litanei zur hl. Hildegard, 2025
 
Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Robert Bellarmin (hier an seinem Grab in Rom) 
 

 Dom St. Marien zu Aachen

Mittwoch, 16. September 2026

Ein goldener Kornelius

 

Korneliusstatue auf der Laterne der Korneliuskapelli, Kornelimünster

Kornelimünster

Von den beiden Zeitgenossen auf den Bischofsstühlen von Rom und Karthago wurde Kornelius nach der Verfolgung des Kaisers Decius (249–251) zum Bischof gewählt, vertrat eine milde Bußdisziplin und starb, unter Kaiser Gallus verbannt, nach der Überlieferung am 14. September 253.
Cyprian leitete die Kirche von Karthago in der Decischen Verfolgung aus seinem Zufluchtsort außerhalb der Stadt, geriet wegen seiner strengen Bußauffassung und seiner Einstellung zur Ketzertaufe, die er für ungültig hielt, mit Papst Stephan I. in Gegensatz und wurde in der Verfolgung des Kaisers Valerian am 14. September 258 enthauptet. Seine Briefe geben Einblick in das Leben der Christengemeinden des 3. Jahrhunderts. (erzabteibeuron)

Ewiger Gott, du hast deiner Kirche in den heiligen Bischöfen
Kornelius und Cyprian eifrige Hirten geschenkt
und ihnen die Kraft gegeben,
treu bis in den Tod ihren Glauben zu bekennen.
Höre auf ihre Fürsprache
und festige unseren Glauben,
damit wir bereit sind,
für die Einheit der Kirche zu beten und zu arbeiten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.




Dienstag, 15. September 2026

MEMORIA DER SCHMERZEN MARIENS

 

Beweinung Christi, Raffaellino del Garbo, um 1500
 

Maria Mater Dolorosa, die schmerzensreiche Jungfrau und Gottesmutter Maria. Der Ursprung des Gedenktages entspringt der Mystik und der Marienminne des Spätmittelalters. Schon 1423 ist ein Fest zum Gedächtnis der Schmerzen Marias in der Erzdiözese Köln bekannt.
Von dieser Zeit an stellt die Kunst Maria als „Mater dolorosa“ dar: in der Gestalt der Pietà oder mit Schwertern in der Brust.
Durch die Serviten verbreitet sich die Verehrung von gezählten 7 Schmerzen Mariens ab dem 17. Jahrhundert. Als Schmerzen werden aufgezählt: die Beschneidung Jesu, die Flucht nach Ägypten, der Verlust im Tempel, die Begegnung auf dem Kreuzweg, die Kreuzigung, die Kreuzabnahme und die Grablegung.
Die Serviten begingen das Fest der „Mater dolorosa“ ab 1668 am Tag nach Kreuzerhöhung, am 15. September. Pius VII. ordnete 1814 das Gedächtnis für die ganze Kirche an, um damit für die glückliche Heimkehr aus seiner fünfjährigen Gefangenschaft durch Napoleon zu danken.
(Martyrologium Sancrucense)


Montag, 14. September 2026

Durch Dein Kreuz hast Du das Tor zum Himmel geöffnet - Tintoretto

 

Kreuzigung, Tintoretto, um 1550, Alte Pinakothek München
 
 

Laßt uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, der durch sein heiliges Kreuz die Welt erlöst hat:

R: Kyrie, eleison.


Du hast dich entäußert, du wurdest wie ein Sklave und uns Menschen gleich;
- gib, dass die Welt deine Liebe erkennt.


Du wurdest gehorsam bis zum Tod am Kreuz;
- hilf den Leidenden, ihr Geschick anzunehmen.


Gott hat dir den Namen verliehen, der alle Namen übertrifft;
- steh allen bei, die sich zu diesem Namen bekennen.


Vor dir beugen die Knie alle Mächte im Himmel, auf der Erde und unter der Erde;
- gib, dass alle Menschen dich anbeten.


Durch dein Kreuz hast du das Tor des Himmels geöffnet;
- nimm unsere verstorbenen Brüder und Schwestern auf.

Vater unser

Allmächtiger Gott, deinem Willen gehorsam, hat dein geliebter Sohn den Tod am Kreuz auf sich genommen, um alle Menschen zu erlösen. Gib, dass wir in der Torheit des Kreuzes deine Macht und Weisheit erkennen und in Ewigkeit teilhaben an der Frucht der Erlösung. Darum bitten wir durch Jesus Christus.





Auch meine Wunden - Rembrandt - Kreuzaufrichtung

 

Kreuzaufrichtung, Rembrandt, um 1633, Alte Pinakothek, München

Es leuchtet das heilige Kreuz;
an dem der Herr im Fleische hing 
und unsere Wunden wusch mit seinem Blut.

 

(2. Antiphon der Laudes)


Kreuzkapelle im Grazer Dom 

Steinrelief, Kathedrale von Como

Mosaik San Clemente, Rom 

Mose in der Wüste, Glasfenster, Saint Aignan, Chartres 

Musee beaux arts, Rennes

Kreuzerhöhung - in diesem Zeichen wirst du siegen (Baptisterium von S. Giovanni in Laterano)

Die Kreuzreliquie in S. Croce in Gerusalemme

Altarbild der Auffindung des Kreuzes durch Helena, Pfarrkirche zur hl. Notburga, Eben, Aachensee

Die Kreuzauffindungskapelle in der Grabeskirche 

Apsismosaik in S. Croce in Gerusalemme (Kreuzauffindung)


Sonntag, 13. September 2026

Gebet des Hl. Johannes Chrysostomus für das Studium der Heiligen Schriften

Karmelitenkirche Wien-Döbling

Nach seinem Österreichbesuch im September 2007 hat Papst Benedikt XVI. zweimal über den Hl. Johannes Chrysosomus gesprochen: Teil 1, und Teil 2

Glasfenster im Mansfield College in Oxford, 2024, Sterben mit Christus 

Glasfenster in der Kathedrale von Ely, über das Priestertum, 2022

Osterpredigt, Glasfenster in Ely
, 2019

Am Grab des hl. Johannes Chrysostomus im Petersdom, Vorbereitung auf die hl. Kommunion - aus dem Schreiben von B16 anlässlich des 1600. Todestages von Johannes Chrysostomus

Buße und Umkehr (Glasfenster Pusey House, Oxford, 2017, Leben, Über die Busse

Statue auf dem Lateran, 2016 

Reliquienkreuz im Museum der Kathedrale von Burgos, 2012, Fürbitte, in: Walter Nigg


Hochaltar der Karmelitenkirche mit Kreuzigungsgruppe
und den griechischen Kirchenvätern

griech. Kirchenväter von l.n.r.:
 
Athanasius, Basilius der Große, Gregor von Nazianz und Johannes Chrysostomos


Herr Jesus Christus, unser Gott,
öffne (nimm die Verhüllung von ...)
die Ohren und die Augen meines Herzens,
damit ich Deine Worte höre,
Deinen Willen erkenne und ihn tue.
Denn ich bin ein Fremdling auf Erden.
Verbirg Deine Gebote nicht vor mir,
sondern öffne mir die Augen,
damit ich die Wunder Deines Gesetzes erkenne.
Denn auf dich hoffe ich, mein Gott,
damit du mein Herz erleuchtest.

Johannes Chrysostomus, möglicherweise Pseudo Chrysostomus


Samstag, 12. September 2026

Erfolgreiche Abwehr eines Türkenansturms (Maria hat geholfen)

 mit Steingeschoßen, Büchsen und vor allem der Himmelskönigin im Jahre 1480.


Votivbild als Dank für die Abwehr eines Türkenangriffs (Maria Rojach)

Maria in Maria Rojach (Mariä Namen)

 


Das Fest erinnert an den Sieg über die Türken bei Wien (am Sonntag in der Oktav von Mariä Geburt 1683). Bei der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde dieser Gedenktag als Verdoppelung zum Fest Mariä Geburt (8. September) aus dem Generalkalender gestrichen. Der Gedenktag blieb wegen seines historischen Bezuges zum deutschen Sprachgebiet und seiner Verwurzelung bei den Gläubigen im deutschen Regionalkalender erhalten. Im Römischen Messbuch 2002 wurde er wieder in den Kalender für die Gesamtkirche aufgenommen.

Gewähre uns, allmächtiger Gott,
dass die selige Jungfrau Maria 
allen,
die in dieser Feier ihres glorreichen Namens gedenken,
die Wohltaten deines Erbarmens verschaffe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Wallfahrtskirche Mariahilf in Passau - Maria hilft bei der Türkenbelagerung

Botschaft Johannes Paul II. an Rosenkranzsühnekreuzzug, Grab des sel. Markus, Verteidigung Löwel-Bastei

Statue des sel Markus von Aviano vor der Kapuzinerkirche

Gedenken wir dankbar der Schlacht am Kahlenberg (Fußwallfahrt)

Die Rettung Wiens durch die Gottesmutter (mithilfe des sel. Markus von Aviano)

Die hl. Messe auf dem Kahlenberg vor der Schlacht von 1683

Santo subito für Markus von Aviano

Markus von Aviano - der Retter Wiens

Mariä Namen gedenkt des Sieges über die Osmanen (Jan Matejka)




Anna selbdritt im Aufsatz


Krönung Mariens

Herz Mariä Statue

fast lebensgroße Gnadenmadonna

Geburt Jesu

gotischer Flügelaltar mit dem Marienleben, um 1500


Maria Rojach

Freitag, 11. September 2026

Francesco Bonifacio, Opfer des Kommunismus

 

S. Maria Maggiore, Triest

Franziskus Johannes, Sohn einer armen Familie, trat 1931 ins damalige Priesterseminar in Gorizia ein. 1936 wurde er in der Kathedrale in Triest zum Priester geweiht und arbeitete dann als Kaplan und Vikar, der sich in der Jugendarbeit engagierte und verschiedene Zweige der Katholischen Aktion im seit 1919/1920 zu Italien gehörenden Istrien gründete. Ab 1939 war er Pfarrer an der Kirche Sveti Stjepan bei Buje und versah trotz Asthma, anhaltendem Husten und chronischen Lungenproblemen eifrig seinen Dienst.

Nachdem Italien sich 1943 vom Faschismus lossagte und sich den Alliierten anschloss, besetzte die deutsche Wehrmacht Italien, aber schon 1943 erlangten jugoslawische Partisanen unter Josip Broz Tito in Istrien große Erfolge gegen die Besatzer, nach dem Kriegsende 1945 gehörte Istrien zur zweiten Republik Jugoslawien. Die jugoslawische Partisanenarmee verübte eine Welle von Massakern, meist unter bekannten Faschisten oder Antikommunisten, Angehörigen der italienischen und deutschen Exekutivorgane sowie Kollaborateuren mit den Deutschen – die so genannten Foibe-Massaker, denn die Opfer wurden in als Foiben bezeichnete Karsthöhlen geworfen, oftmals bei lebendigem Leibe.

Franziskus Johannes wehrte sich vehement gegen die neuen kommunistischen Herrscher. Er wusste um die Gefahr für sich, ließ sich aber nicht einschüchtern. Am 10. September kam die Nachricht zur Ergreifung von Widerstand leistenden Priestern; er wurde dann ergriffen, gefoltert und erstochen, schließlich sein Leichnam in die Karsthöhle Martinesi geworfen – nach anderer Version verbrannt, andere Berichte sagen, dass er gesteinigt, mit einem Messer verletzt und erschossen wurde. In der Liste der Opfer der Foibe-Massaker ist er nicht verzeichnet.

Franziskus Johannes’ Leichnam wurde nie gefunden.

Franziskus Johannes Bonifacio wurde am 4. Oktober 2008 durch Erzbischof Angelo Amato im Auftrag von Papst Franziskus in der Kathedrale in Triest seliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 11. September.

Gebet zum Seligen Francesco Giovanni Bonifacio

Seliger Francesco Giovanni Bonifacio gib uns den Mut, den du in all deinem Leiden hattest, damit wir unser Leiden mit deinem vereinen und Gott die Ehre geben können. Hilf uns, alle seine Gebote und die der Kirche zu befolgen, damit das Opfer unseres Herrn nicht vergeblich war und alle Sünder der Welt gerettet werden.
(Quelle)



Francesco Bonifacio, S. Maria Maggiore, Triest


Donnerstag, 10. September 2026

Theodard / Diethard von Tongern/Maastricht

 

ex ossibus Reliquiar, Theodard von Maastricht, Schatzkammer Maastricht

geboren um 613/622, ist 660 als Bischof von Maastricht bezeugt. Als er sich bei König Childerich gegen die Bedrückung und Beraubung seines Bistums durch fränkische Adelige beschweren wollte, wurde er auf der Reise dorthin nach dem 6. September 669/670 bei Speyer erschlagen. Sein Nachfolger Lambert überführte den Leichnam nach Lüttich.

Patron der Viehhändler.

dargestellt in bischöflichen Gewändern, in der Hand bzw. im Kopf ein Schwert, das nach oben gerichtet ist.

Heute gedenkt die Kirche des hl. Nikolaus von Tolentino, und der Kaiserin Pulcheria Aelia.