Freitag, 18. September 2026

Lambert / Lantpert von Freising

 

Krypta des Freisinger Doms

Lambert von Freising, Bischof. Die Kirche gedenkt heute auch des anderen Bischofs Lambert, der im 9. Jahrhundert Bischof von Freising war. In den Anfang seiner Bischofszeit fiel die Invasion der Ungarn.
Die Legende erzählt, dass Bischof Lambert den Domberg von Freising dadurch rettete, dass er ihn durch sein Gebet in Nebel hüllte. Lambert war Kaiser Otto I. treu ergeben und sorgte eifrig für die Ortskirche.
Er starb am 19. September 957 in Freising.
Seine Gebeine ruhen in der Lantbertkrypta des Freisinger Domes.
(Martyrologium Sancrucense)


der hl. Lambert erbittet Nebel, Bild über dem Grab des heiligen Lambert
Krypta des Freisinger Doms

Beim Einfall der Ungarn 955 und während eines mehrtägigen Aufenthalts in Freising brannten sie Weihenstephan und St. Veit nieder. Den benachbarten Domberg sahen sie nicht, als wären sie von Blindheit geschlagen. „Dies geschah durch die Verdienste Mariens, der Patronin der Freisinger Kirche und durch die Gebete des hl. Lantpert, des Bekenners Christi.“ Das Blendungswunder wurde später zum Nebelwunder. Auf das Gebet Lantperts hin sei so dichter Nebel eingefallen, dass der Domberg nicht zu sehen war. In einer späteren abgeänderten Version hätten die Ungarn den Dom zwar entdeckt, der Nebel war aber so dicht, dass die bereits angelegten Brandfackeln und die Brandpfeile sich nicht entzünden ließen.[1] Freising ist eine nebelreiche Gegend. Das Nebelwunder ist in der Krypta in einem Rundbogenbild über dem Lantpertschrein dargestellt. (wikipedia)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Lambert von Lüttich und des hl. Josef von Copertino

Donnerstag, 17. September 2026

Hildegard schaut Gott in der Gestalt eines Mannes

 

links Hildegard von Bingen, rechts Birgitta von Schweden, Aachener Dom

"Ich sah einen Mann von solch hohem Wuchs, daß er von der obersten Höhe der Himmelswolken bis hinunter in die Abgründe reichte. So stand er da:
Von seinen Schultern ragte er über die Wolken hinaus in den strahlenden Äther. Von den Schultern abwärts bis zu den Hüften umschwebte ihn, unterhalb der erwähnten Wolkenschicht eine andere blendend weiße Wolke. Von den Hüften bis zu seinen Knien umspielte ihn die irdische Luft. Von den Knien bis zu seinen Waden befand er scih in der Region der Erde. Seine Füße schließlich tuachten in die Wasser des Abgrunds, jedoch so, daß er dabei noch über dem Abgrund stand.
So stand er, dem Osten zugewandt, und schaute nach Osten und Süden. Sein Antlitz aber strahlte von solcher Herrlichkeit, daß ich es nicht voll und ganz anzuschauen vermochte. Vor seinem Munde ballte sich eine blendend weiße Wolke zu einer Art Posaune zusammen; sie war erfüllt vom Klang einer geschwind aufbrausenden Musik. Jedesmal, wenn dieser Mann dort hineinblies, sandte sie drei Winde aus: Der eine trug eine Feuerwolke über sich, der andere eine Sturmwolke, der dritte eine Lichtwolke."


In der Feuerwolke schweben die allen Gotteswillen vollführenden "feurigen Lebewesen", die Engelsgeister. In der Sturmwolke warten die schon Seligen, drängend und fragend, auf den Anbruch der neuen Schöpfung, in welcher sie ihre endgültige Wohnung beziehen können. In der Lichtwolke kündigt sich der Sieg des Lichtes durch den Weibgeborenen, den Inkarnierten an. Zorn und Gericht über alle Bereiche des Bösen geht von diesem Mann aus:
"Und ich sah, wie der erwähnte Mann ein gezücktes Schwert mit drei Schneiden trug, das mit seinem Griff am hals des Mannes befestigt war und das wie zum Dreinschlagen hin und her geschwungen wurde. Und dieses Schwert sprach: Zorn des Zornes gegen den Norden (Bereich der Finsternis) trage ich in mir und gegen alles, was in ihm hauset. Wer könnte mich im Streit überwinden? Niemand!" 
(Eduard Gronau, Hildegard von Bingen, 317f) 
 
Marktbrunnen in Bingen, Litanei zur hl. Hildegard, 2025
 
Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Robert Bellarmin (hier an seinem Grab in Rom) 
 

 Dom St. Marien zu Aachen

Mittwoch, 16. September 2026

Ein goldener Kornelius

 

Korneliusstatue auf der Laterne der Korneliuskapelli, Kornelimünster

Kornelimünster

Von den beiden Zeitgenossen auf den Bischofsstühlen von Rom und Karthago wurde Kornelius nach der Verfolgung des Kaisers Decius (249–251) zum Bischof gewählt, vertrat eine milde Bußdisziplin und starb, unter Kaiser Gallus verbannt, nach der Überlieferung am 14. September 253.
Cyprian leitete die Kirche von Karthago in der Decischen Verfolgung aus seinem Zufluchtsort außerhalb der Stadt, geriet wegen seiner strengen Bußauffassung und seiner Einstellung zur Ketzertaufe, die er für ungültig hielt, mit Papst Stephan I. in Gegensatz und wurde in der Verfolgung des Kaisers Valerian am 14. September 258 enthauptet. Seine Briefe geben Einblick in das Leben der Christengemeinden des 3. Jahrhunderts. (erzabteibeuron)

Ewiger Gott, du hast deiner Kirche in den heiligen Bischöfen
Kornelius und Cyprian eifrige Hirten geschenkt
und ihnen die Kraft gegeben,
treu bis in den Tod ihren Glauben zu bekennen.
Höre auf ihre Fürsprache
und festige unseren Glauben,
damit wir bereit sind,
für die Einheit der Kirche zu beten und zu arbeiten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.




Dienstag, 15. September 2026

MEMORIA DER SCHMERZEN MARIENS

 

Beweinung Christi, Raffaellino del Garbo, um 1500
 

Maria Mater Dolorosa, die schmerzensreiche Jungfrau und Gottesmutter Maria. Der Ursprung des Gedenktages entspringt der Mystik und der Marienminne des Spätmittelalters. Schon 1423 ist ein Fest zum Gedächtnis der Schmerzen Marias in der Erzdiözese Köln bekannt.
Von dieser Zeit an stellt die Kunst Maria als „Mater dolorosa“ dar: in der Gestalt der Pietà oder mit Schwertern in der Brust.
Durch die Serviten verbreitet sich die Verehrung von gezählten 7 Schmerzen Mariens ab dem 17. Jahrhundert. Als Schmerzen werden aufgezählt: die Beschneidung Jesu, die Flucht nach Ägypten, der Verlust im Tempel, die Begegnung auf dem Kreuzweg, die Kreuzigung, die Kreuzabnahme und die Grablegung.
Die Serviten begingen das Fest der „Mater dolorosa“ ab 1668 am Tag nach Kreuzerhöhung, am 15. September. Pius VII. ordnete 1814 das Gedächtnis für die ganze Kirche an, um damit für die glückliche Heimkehr aus seiner fünfjährigen Gefangenschaft durch Napoleon zu danken.
(Martyrologium Sancrucense)


Montag, 14. September 2026

Durch Dein Kreuz hast Du das Tor zum Himmel geöffnet - Tintoretto

 

Kreuzigung, Tintoretto, um 1550, Alte Pinakothek München
 
 

Laßt uns beten zu unserem Herrn Jesus Christus, der durch sein heiliges Kreuz die Welt erlöst hat:

R: Kyrie, eleison.


Du hast dich entäußert, du wurdest wie ein Sklave und uns Menschen gleich;
- gib, dass die Welt deine Liebe erkennt.


Du wurdest gehorsam bis zum Tod am Kreuz;
- hilf den Leidenden, ihr Geschick anzunehmen.


Gott hat dir den Namen verliehen, der alle Namen übertrifft;
- steh allen bei, die sich zu diesem Namen bekennen.


Vor dir beugen die Knie alle Mächte im Himmel, auf der Erde und unter der Erde;
- gib, dass alle Menschen dich anbeten.


Durch dein Kreuz hast du das Tor des Himmels geöffnet;
- nimm unsere verstorbenen Brüder und Schwestern auf.

Vater unser

Allmächtiger Gott, deinem Willen gehorsam, hat dein geliebter Sohn den Tod am Kreuz auf sich genommen, um alle Menschen zu erlösen. Gib, dass wir in der Torheit des Kreuzes deine Macht und Weisheit erkennen und in Ewigkeit teilhaben an der Frucht der Erlösung. Darum bitten wir durch Jesus Christus.





Auch meine Wunden - Rembrandt - Kreuzaufrichtung

 

Kreuzaufrichtung, Rembrandt, um 1633, Alte Pinakothek, München

Es leuchtet das heilige Kreuz;
an dem der Herr im Fleische hing 
und unsere Wunden wusch mit seinem Blut.

 

(2. Antiphon der Laudes)


Kreuzkapelle im Grazer Dom 

Steinrelief, Kathedrale von Como

Mosaik San Clemente, Rom 

Mose in der Wüste, Glasfenster, Saint Aignan, Chartres 

Musee beaux arts, Rennes

Kreuzerhöhung - in diesem Zeichen wirst du siegen (Baptisterium von S. Giovanni in Laterano)

Die Kreuzreliquie in S. Croce in Gerusalemme

Altarbild der Auffindung des Kreuzes durch Helena, Pfarrkirche zur hl. Notburga, Eben, Aachensee

Die Kreuzauffindungskapelle in der Grabeskirche 

Apsismosaik in S. Croce in Gerusalemme (Kreuzauffindung)


Sonntag, 13. September 2026

Gebet des Hl. Johannes Chrysostomus für das Studium der Heiligen Schriften

Karmelitenkirche Wien-Döbling

Nach seinem Österreichbesuch im September 2007 hat Papst Benedikt XVI. zweimal über den Hl. Johannes Chrysosomus gesprochen: Teil 1, und Teil 2

Glasfenster im Mansfield College in Oxford, 2024, Sterben mit Christus 

Glasfenster in der Kathedrale von Ely, über das Priestertum, 2022

Osterpredigt, Glasfenster in Ely
, 2019

Am Grab des hl. Johannes Chrysostomus im Petersdom, Vorbereitung auf die hl. Kommunion - aus dem Schreiben von B16 anlässlich des 1600. Todestages von Johannes Chrysostomus

Buße und Umkehr (Glasfenster Pusey House, Oxford, 2017, Leben, Über die Busse

Statue auf dem Lateran, 2016 

Reliquienkreuz im Museum der Kathedrale von Burgos, 2012, Fürbitte, in: Walter Nigg


Hochaltar der Karmelitenkirche mit Kreuzigungsgruppe
und den griechischen Kirchenvätern

griech. Kirchenväter von l.n.r.:
 
Athanasius, Basilius der Große, Gregor von Nazianz und Johannes Chrysostomos


Herr Jesus Christus, unser Gott,
öffne (nimm die Verhüllung von ...)
die Ohren und die Augen meines Herzens,
damit ich Deine Worte höre,
Deinen Willen erkenne und ihn tue.
Denn ich bin ein Fremdling auf Erden.
Verbirg Deine Gebote nicht vor mir,
sondern öffne mir die Augen,
damit ich die Wunder Deines Gesetzes erkenne.
Denn auf dich hoffe ich, mein Gott,
damit du mein Herz erleuchtest.

Johannes Chrysostomus, möglicherweise Pseudo Chrysostomus


Samstag, 12. September 2026

Erfolgreiche Abwehr eines Türkenansturms (Maria hat geholfen)

 mit Steingeschoßen, Büchsen und vor allem der Himmelskönigin im Jahre 1480.


Votivbild als Dank für die Abwehr eines Türkenangriffs (Maria Rojach)

Maria in Maria Rojach (Mariä Namen)

 


Das Fest erinnert an den Sieg über die Türken bei Wien (am Sonntag in der Oktav von Mariä Geburt 1683). Bei der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde dieser Gedenktag als Verdoppelung zum Fest Mariä Geburt (8. September) aus dem Generalkalender gestrichen. Der Gedenktag blieb wegen seines historischen Bezuges zum deutschen Sprachgebiet und seiner Verwurzelung bei den Gläubigen im deutschen Regionalkalender erhalten. Im Römischen Messbuch 2002 wurde er wieder in den Kalender für die Gesamtkirche aufgenommen.

Gewähre uns, allmächtiger Gott,
dass die selige Jungfrau Maria 
allen,
die in dieser Feier ihres glorreichen Namens gedenken,
die Wohltaten deines Erbarmens verschaffe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Wallfahrtskirche Mariahilf in Passau - Maria hilft bei der Türkenbelagerung

Botschaft Johannes Paul II. an Rosenkranzsühnekreuzzug, Grab des sel. Markus, Verteidigung Löwel-Bastei

Statue des sel Markus von Aviano vor der Kapuzinerkirche

Gedenken wir dankbar der Schlacht am Kahlenberg (Fußwallfahrt)

Die Rettung Wiens durch die Gottesmutter (mithilfe des sel. Markus von Aviano)

Die hl. Messe auf dem Kahlenberg vor der Schlacht von 1683

Santo subito für Markus von Aviano

Markus von Aviano - der Retter Wiens

Mariä Namen gedenkt des Sieges über die Osmanen (Jan Matejka)




Anna selbdritt im Aufsatz


Krönung Mariens

Herz Mariä Statue

fast lebensgroße Gnadenmadonna

Geburt Jesu

gotischer Flügelaltar mit dem Marienleben, um 1500


Maria Rojach

Freitag, 11. September 2026

Francesco Bonifacio, Opfer des Kommunismus

 

S. Maria Maggiore, Triest

Franziskus Johannes, Sohn einer armen Familie, trat 1931 ins damalige Priesterseminar in Gorizia ein. 1936 wurde er in der Kathedrale in Triest zum Priester geweiht und arbeitete dann als Kaplan und Vikar, der sich in der Jugendarbeit engagierte und verschiedene Zweige der Katholischen Aktion im seit 1919/1920 zu Italien gehörenden Istrien gründete. Ab 1939 war er Pfarrer an der Kirche Sveti Stjepan bei Buje und versah trotz Asthma, anhaltendem Husten und chronischen Lungenproblemen eifrig seinen Dienst.

Nachdem Italien sich 1943 vom Faschismus lossagte und sich den Alliierten anschloss, besetzte die deutsche Wehrmacht Italien, aber schon 1943 erlangten jugoslawische Partisanen unter Josip Broz Tito in Istrien große Erfolge gegen die Besatzer, nach dem Kriegsende 1945 gehörte Istrien zur zweiten Republik Jugoslawien. Die jugoslawische Partisanenarmee verübte eine Welle von Massakern, meist unter bekannten Faschisten oder Antikommunisten, Angehörigen der italienischen und deutschen Exekutivorgane sowie Kollaborateuren mit den Deutschen – die so genannten Foibe-Massaker, denn die Opfer wurden in als Foiben bezeichnete Karsthöhlen geworfen, oftmals bei lebendigem Leibe.

Franziskus Johannes wehrte sich vehement gegen die neuen kommunistischen Herrscher. Er wusste um die Gefahr für sich, ließ sich aber nicht einschüchtern. Am 10. September kam die Nachricht zur Ergreifung von Widerstand leistenden Priestern; er wurde dann ergriffen, gefoltert und erstochen, schließlich sein Leichnam in die Karsthöhle Martinesi geworfen – nach anderer Version verbrannt, andere Berichte sagen, dass er gesteinigt, mit einem Messer verletzt und erschossen wurde. In der Liste der Opfer der Foibe-Massaker ist er nicht verzeichnet.

Franziskus Johannes’ Leichnam wurde nie gefunden.

Franziskus Johannes Bonifacio wurde am 4. Oktober 2008 durch Erzbischof Angelo Amato im Auftrag von Papst Franziskus in der Kathedrale in Triest seliggesprochen. Sein Gedenktag ist der 11. September.

Gebet zum Seligen Francesco Giovanni Bonifacio

Seliger Francesco Giovanni Bonifacio gib uns den Mut, den du in all deinem Leiden hattest, damit wir unser Leiden mit deinem vereinen und Gott die Ehre geben können. Hilf uns, alle seine Gebote und die der Kirche zu befolgen, damit das Opfer unseres Herrn nicht vergeblich war und alle Sünder der Welt gerettet werden.
(Quelle)



Francesco Bonifacio, S. Maria Maggiore, Triest


Donnerstag, 10. September 2026

Theodard / Diethard von Tongern/Maastricht

 

ex ossibus Reliquiar, Theodard von Maastricht, Schatzkammer Maastricht

geboren um 613/622, ist 660 als Bischof von Maastricht bezeugt. Als er sich bei König Childerich gegen die Bedrückung und Beraubung seines Bistums durch fränkische Adelige beschweren wollte, wurde er auf der Reise dorthin nach dem 6. September 669/670 bei Speyer erschlagen. Sein Nachfolger Lambert überführte den Leichnam nach Lüttich.

Patron der Viehhändler.

dargestellt in bischöflichen Gewändern, in der Hand bzw. im Kopf ein Schwert, das nach oben gerichtet ist.

Heute gedenkt die Kirche des hl. Nikolaus von Tolentino, und der Kaiserin Pulcheria Aelia.

Mittwoch, 9. September 2026

Am Grab der seligen Maria Euthymia Üffing am Zentralfriedhof Münster

 


Euthymia Üffing, Ordensfrau. Emma Üffing wurde 1914 in Halverde in Norddeutschland geboren und trat mit 20 Jahren in den Orden der Clemensschwestern in Münster ein. Sie erhielt den Namen Euthymia und wurde zur Krankenschwester ausgebildet. In diesem Beruf arbeitete sie ab 1936 und pflegte während des Krieges Ansteckend-Kranke, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, was ihr den Beinamen „Engel der Liebe“ eintrug. Ab 1948 wirkte Schwester Euthymia wieder in Münster als Leiterin der Wäscherei des Mutterhauses, sie verbrachte viel Zeit im Gebet. Schwester Euthymia Üffing starb im Alter von 41 Jahren am 9. September 1955 an Krebs. Schon an ihrem offenen Sarg ereignete sich die wunderbare Heilung der verbrannten und zerquetschten Hand einer Mitschwester. Seither bezeugen 150.000 Briefe im Mutterhaus der Clemensschwestern die Fürsprache von Schwester Euthymia. Papst Johannes Paul II. sprach den „Engel der Liebe“ am 7. Oktober 2001 selig.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Petrus Claver. 

 

Grabkapelle der sel. Schwester Maria Euthymia Üffing, Zentralfriedhof Münster





Grab der Seligen Euthymia Üffing


Grabkapelle der sel. Maria Euthymia Üffing





»Hier in Münster habt Ihr die Wirkstätten und das Grab der Clemensschwester Maria Euthymia, zu der Scharen von Hilfe Suchenden pilgern. An den scheinbar verborgenen Orten ihres aufopfernden Dienstes hat diese einfache Ordensfrau stellvertretend für viele gezeigt, ein Leben aus dem Glauben und dem Evangelium hat weltverändernde Kraft. Aus der Kraft ihrer Christusnachfolge entstand in ihrer Nähe Heimat und Geborgenheit für kriegsgefangene Menschen, die ihr anvertraut waren. Liebe besiegt den Hass« (Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Münster am 01. Mai 1987).

Emma Üffing, so der bürgerliche Name von Schwester M. Euthymia, wurde am 08. April 1914 in Halverde, Kreis Steinfurt, geboren und am gleichen Tag in der Pfarrkirche zu Halverde getauft. Als Kind aus zweiter Ehe der Eltern August Üffing und Maria Schnitt wuchs Emma mit zehn Geschwistern in dörflicher Umgebung auf. Die tief-religiöse kinderreiche Familie und das kirchliche Leben prägten ihre Kindheit und Jugend. Eine Rachitiserkrankung verzögerte ihre körperliche Entwicklung. Sie blieb schwächlich. Dennoch beklagte sie sich niemals, empörte sich nicht, wenn ihr Unrecht widerfuhr, sondern nahm den Geschwistern unangenehme Arbeiten ab, wo immer sie konnte. Sie besuchte die Volksschule Halverde. Auch hier musste sie sich anstrengen. Durch Fleiß und Ausdauer erwarb sie sich das Zeugnis einer guten Schülerin, die fast immer den zweiten Platz in der Schule erreichte.

Am 27. April 1924 empfing Emma die erste hl. Kommunion und am 03. September des gleichen Jahres die Firmung aus der Hand von Bischof Johannes Poggenburg. Sie feierte täglich die hl. Messe mit, war ein frommes und stilles, aber frohes Kind, das durch die andächtige Haltung beim Gebet auffiel. Bereits mit 14 Jahren äußerte Emma den Wunsch, Ordensschwester zu werden.

Am 01. November 1931 begann sie ihre Berufsausbildung als Hauswirtschaftslehrling im nahegelegenen St. Anna-Hospital, Hopsten. Hier lernte sie die Barmherzigen Schwestern von Münster, Clemensschwestern, kennen. Die Oberin des Hauses, Schwester Euthymia Linnenkämper, schätzte Emma Üffings stets hilfsbereite und einsatzfreudige Art. Eine Mitschülerin bezeugt: »Keine Arbeit war Emma Üffing zu klein und zu gering. Von allen im Haus wurde sie geschätzt und geachtet. Nie sah man sie verstimmt oder verdrießlich. Darum war sie überall gern gesehen«. Am 08. Dezember 1932 starb Emmas Vater. Tage zuvor kam sie ins Elternhaus, um der Mutter bei der Pflege des schwerkranken Vaters zu helfen. Es war das erste Mal, dass Emma einem Kranken beistehen durfte und sie bei der Spendung der Krankensakramente dabei war; ein Dienst, den sie später noch so oft am Bett von sterbenden Menschen erfüllen sollte.

Nach Abschluss ihrer Ausbildung am 01. Mai 1933 kehrte Emma ins Elternhaus zurück. Im Einverständnis mit der Mutter bat sie im März 1934 durch einen Brief an das Mutterhaus in Münster um Aufnahme in die Kongregation der Clemensschwestern. Emma, damals 20 Jahre alt, war aufgrund ihrer frühen Rachitiserkrankung von schwächlicher Konstitution, wie das ärztliche Gesundheitszeugnis bestätigt. Nach anfänglichem Zögern beschloss die Ordensleitung in Münster, ihrem Antrag zuzustimmen. Am 23. Juli 1934 trat Emma Üffing, als eine von 47 Postulantinnen, in die Kongregation der Clemensschwestern in Münster ein. Sie erhielt den Namen Euthymia, den sie sich in Erinnerung an die damalige Oberin Euthymia Linnenkämper in Hopsten so sehnlichst gewünscht hatte. Das Ziel ihrer großen Sehnsucht nach einem Leben für Gott und die Menschen erfüllte sich, als sie am 11. Oktober 1936 ihre zeitlichen Gelübde ablegte. Auf diesen Tag hatte sie sich in der Zeit des Postulates und Noviziates intensiv und gewissenhaft vorbereitet. Freudig teilt sie ihrer Mutter im Brief mit: »Ich habe ihn gefunden, den meine Seele liebt, ich will ihn festhalten und nicht mehr von mir lassen« (vgl. Hld. 3, 4).

Am 30. Oktober 1936 wurde Schwester M. Euthymia zum Vinzenz-Hospital nach Dinslaken versetzt. Nach kurzer Tätigkeit in der Frauenstation betreute sie die Kranken der Isolierstation, die, in einer Holzbaracke untergebracht, den Namen der heiligen Barbara trug. Mit der ihr eigenen Zähigkeit und Gründlichkeit bereitete sie sich für die Krankenpflege auf theoretische und praktische Prüfungen vor. Am 03. September 1939 erhielt sie das Diplom einer Krankenschwester mit der Note »sehr gut«. Ein Jahr später, am 15. September 1940, bindet Schwester M. Euthymia sich endgültig an Gott und die Gemeinschaft in ihrer Ewigen Profess.

Die Not in der Zeit des Krieges erschwerte die Arbeit in der Krankenpflege. 1943 wurde Schwester M. Euthymia die Pflege der kranken Kriegsgefangenen und Fremdarbeiter anvertraut, insbesondere Engländer, Franzosen, Russen, Polen, Ukrainer. Sie widmete sich der Betreuung mit unermüdlicher Sorge und Herzlichkeit. Der französische Priester Emile Eche, der selbst als Kriegsgefangener mehrere Jahre im Krankenhaus in Dinslaken lebte, stellt ihr ein hervorragendes Zeugnis aus: Im Umgang mit den Kranken war sie von einer herzlichen Liebe und Freundlichkeit, nichts wurde ihr zuviel. Sie wusste, dass die kranken Gefangenen nicht nur körperlich viele Leiden zu ertragen hatten. Durch ihre menschliche Zuneigung und Nähe vermittelte sie ihnen das Gefühl der Geborgenheit und Heimat. Sie betete mit den Kranken und sorgte, dass sie die heiligen Sakramente empfangen konnten.
Man nannte Schwester M. Euthymia schon bald den »Engel von St. Barbara«.
Viele Menschen in ihrer Umgebung sahen in den kranken Kriegsgefangenen den Gegner und Feind. Für Schwester M. Euthymia waren es Menschen, die ihre Hilfe brauchten. Als sie bemerkte, dass Kriegsgefangene, vom Hunger getrieben, sogar in den Mülltonnen wühlten, bettelte sie um Brot, bereitete Butterbrote und legte sie in die zuvor gesäuberten Mülltonnen, damit die Hungrigen sie finden konnten. 

Sie tat das Gute, auch unter Androhung von Strafe. »Schwester M. Euthymias Leben war ein Gesang der Hoffnung mitten im Krieg«, sagt Emile Eche.
Nach Beendigung des Krieges wurde Schwester M. Euthymia, die so leidenschaftlich in der Krankenpflege tätig gewesen war, die Leitung der Wäscherei in Dinslaken anvertraut und drei Jahre später der groen Wäscherei des Mutterhauses und der Raphaelsklinik in Münster. Obwohl sie den Dienst an den Kranken so liebte, folgte sie diesem Ruf wie selbstverständlich. »Es ist ja alles für den großen Gott«, war ihre Reaktion.

Trotz der Überfülle ungeheuer anstrengender Arbeit blieb sie die freundliche und immer hilfsbereite Ordensfrau, die für jeden ein freundliches Lächeln und ein gutes Wort hatte und allen, die sie in irgendeiner Angelegenheit um Hilfe baten, auch zur Seite stand. Sie lebte das Alltägliche auf ganz außerordentliche Weise. Alle freie Zeit, die oft nur knapp bemessen war, verbrachte sie betend vor dem Tabernakel. Viele, die sie kannten, baten sie schon damals um ihr fürbittendes Gebet.
Eine schwere Krebserkrankung führte nach wochenlangem Krankenlager zum frühen Tod von Schwester M. Euthymia. Sie starb am Morgen des 09. September 1955. Sofort begann die Verehrung; Menschen - inzwischen weit über Deutschland hinaus - erbitten ihre Fürsprache bei Gott und erfahren Hilfe.
(vaticanva)

Dienstag, 8. September 2026

Mariä Geburt (Papst Benedikt XVI. am 8.12.2012)

 

Fenster der Geburt Mariä, links Prophet Jesaja, rechts Jeremia,



ANSPRACHE DES HEILIGEN VATERS BENEDIKT XVI. AN DIE TEILNEHMER DES 23. INTERNATIONALEN MARIOLOGISCH-MARIANISCHEN KONGRESSES

Hof des Apostolischen Palastes von Castel Gandolfo, Samstag, 8. September 2012

Liebe Brüder und Schwestern,

mit großer Freude heiße ich Sie alle hier in Castel Gandolfo willkommen, gleichsam zum Abschluss des XXIII. Internationalen Mariologischen Marianischen Kongresses. Sehr passend beschäftigen Sie sich mit dem Thema: „Die Mariologie ausgehend vom Zweiten Vatikanischen Konzil. Rezeption, Bilanz und Perspektiven“, da wir uns anschicken, des 50. Jahrestages des Beginns jener großen Versammlung zu gedenken und ihn zu feiern, die am 11. Oktober 1962 eröffnet wurde.

Ich begrüße herzlich Kardinal Angelo Amato, Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse und Präsident des Kongresses; Kardinal Gianfranco Ravasi, Präsident des Päpstlichen Rates für die Kultur und des Koordinierungsrates der Päpstlichen Akademien, ebenso den Präsidenten und die akademischen Autoritäten der Internationalen Marianischen Päpstlichen Akademie, denen mein Dank für die Organisation dieser wichtigen Veranstaltung gilt. Ich grüße die Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen, die Präsidenten und Vertreter der anwesenden mariologischen Gesellschaften, die Mariologieforscher und schließlich alle, die an den Arbeiten des Kongresses teilnehmen.

Der selige Johannes XXIII. wollte, dass das Ökumenische Zweite Vatikanische Konzil gerade am 11. Oktober eröffnet werde, am selben Tag, an dem im Jahr 431 das Konzil von Ephesus Maria als „Theotokos“, als Gottesgebärerin und Mutter Gottes, verkündet hatte (vgl. AAS 54, 1962, 67–68). Bei diesem Anlass begann er seine Ansprache mit bedeutungsvollen und programmatischen Worten:

„Die Mutter Kirche freut sich, weil durch ein besonderes Geschenk der göttlichen Vorsehung nun der so sehr ersehnte Tag angebrochen ist, an dem unter dem Schutz der Jungfrau und Gottesmutter, deren mütterliche Würde heute in festlicher Feier gedacht wird, hier am Grab des heiligen Petrus das Zweite Ökumenische Vatikanische Konzil feierlich seinen Anfang nimmt.“

Wie Sie wissen, wird am kommenden 11. Oktober zur Erinnerung an jenes außergewöhnliche Ereignis das Jahr des Glaubens feierlich eröffnet, das ich mit dem Motu proprio Porta fidei ausgerufen habe. Darin stelle ich Maria als beispielhaftes Vorbild des Glaubens vor und erbitte ihren besonderen Schutz und ihre Fürsprache auf dem Weg der Kirche. Ihr, die selig ist, weil sie geglaubt hat, vertraue ich diese Zeit der Gnade an.

Auch heute, liebe Brüder und Schwestern, freut sich die Kirche in der liturgischen Feier der Geburt der seligen Jungfrau Maria, der ganz Heiligen, der Morgenröte unseres Heils.

Der Sinn dieses Marienfestes wird uns von dem heiligen Andreas von Kreta in Erinnerung gerufen, der im 7. und 8. Jahrhundert lebte. In seiner berühmten Predigt zum Fest der Geburt Mariens stellt er dieses Ereignis als kostbares Teilstück jenes außergewöhnlichen Mosaiks dar, das der göttliche Heilsplan für die Menschheit ist:

„Das Geheimnis des Gottes, der Mensch wird, die Vergöttlichung des vom Wort angenommenen Menschen, stellen die Summe der Güter dar, die Christus uns geschenkt hat, die Offenbarung des göttlichen Planes und die Niederlage jeder anmaßenden menschlichen Selbstgenügsamkeit. Das Kommen Gottes zu den Menschen als strahlendes Licht und als klare und sichtbare göttliche Wirklichkeit ist das große und wunderbare Geschenk des Heils, das uns zuteilwird. Die heutige Feier ehrt die Geburt der Gottesmutter. Doch die wahre Bedeutung und das Ziel dieses Ereignisses ist die Menschwerdung des Wortes. Denn Maria wird geboren, gestillt und erzogen, um die Mutter des Königs der Zeiten, Gottes, zu sein.“ (Rede I: PG 97, 806–807).

Dieses wichtige und alte Zeugnis führt uns mitten hinein in das Thema, über das Sie nachdenken und das das Zweite Vatikanische Konzil bereits im Titel des VIII. Kapitels der Dogmatischen Konstitution über die Kirche Lumen gentium hervorheben wollte: „Die selige Jungfrau Maria, die Gottesgebärerin, im Geheimnis Christi und der Kirche.“

Es geht um den „nexus mysteriorum“, um den inneren Zusammenhang zwischen den Geheimnissen des christlichen Glaubens. Das Konzil hat diesen Zusammenhang als Horizont aufgezeigt, innerhalb dessen die einzelnen Elemente und die verschiedenen Aussagen des Schatzes des katholischen Glaubens verstanden werden sollen.

Während des Konzils, an dem ich als junger Theologe als Berater teilnahm, hatte ich Gelegenheit, die verschiedenen Weisen zu beobachten, wie die Fragen nach der Gestalt und der Rolle der seligen Jungfrau Maria in der Heilsgeschichte behandelt wurden.

In der zweiten Sitzungsperiode des Konzils forderte eine große Gruppe von Konzilsvätern, Maria innerhalb der Konstitution über die Kirche zu behandeln, während eine ebenso große Gruppe die Notwendigkeit eines eigenen Dokuments vertrat, das die Würde, die Vorrechte und die einzigartige Rolle Marias im von Christus vollbrachten Erlösungswerk angemessen hervorheben sollte.

Mit der Abstimmung vom 29. Oktober 1963 wurde beschlossen, dem ersten Vorschlag zu folgen. Der Entwurf der Dogmatischen Konstitution über die Kirche wurde um das Kapitel über die Gottesmutter erweitert. In diesem Kapitel erscheint die Gestalt Marias, neu gelesen und dargestellt ausgehend vom Wort Gottes, von den Texten der patristischen und liturgischen Tradition sowie von der umfassenden theologischen und geistlichen Reflexion, in ihrer ganzen Schönheit und Einzigartigkeit und zugleich eng eingefügt in die grundlegenden Geheimnisse des christlichen Glaubens.

Maria, deren Glaube an erster Stelle hervorgehoben wird, wird im Geheimnis der Liebe und der Gemeinschaft der Allerheiligsten Dreifaltigkeit verstanden. Ihre Mitwirkung am göttlichen Heilsplan und an der einzigen Mittlerschaft Christi wird klar bekräftigt und in das rechte Licht gerückt. Dadurch wird sie zu einem Vorbild und Orientierungspunkt für die Kirche, die in ihr sich selbst, ihre eigene Berufung und ihre Sendung erkennt.

Die Volksfrömmigkeit, die sich seit jeher Maria zuwendet, wird schließlich durch biblische und patristische Bezüge genährt.

Gewiss hat der Konzilstext nicht alle Fragen erschöpfend behandelt, die sich auf die Gestalt der Gottesmutter beziehen. Er bildet jedoch den wesentlichen hermeneutischen Horizont für jede weitere Reflexion, sowohl theologischer Art als auch auf einer eigentlicher geistlichen und pastoralen Ebene.

Darüber hinaus stellt er einen kostbaren Gleichgewichtspunkt dar, der stets notwendig ist: zwischen der theologischen Rationalität und der gläubigen Empfindung.

Die einzigartige Gestalt der Gottesmutter muss aus verschiedenen und einander ergänzenden Perspektiven erfasst und vertieft werden. Während der via veritatis, dem Weg der Wahrheit, stets ihre Gültigkeit und Notwendigkeit zukommt, kann man nicht darauf verzichten, auch die via pulchritudinis, den Weg der Schönheit, und die via amoris, den Weg der Liebe, zu beschreiten, um Marias kristallklaren und festen Glauben, ihre Liebe zu Gott und ihre unerschütterliche Hoffnung noch tiefer zu entdecken und zu betrachten.

Aus diesem Grund habe ich im Apostolischen Schreiben Verbum Domini dazu eingeladen, auf dem vom Konzil vorgezeichneten Weg weiterzugehen (vgl. Nr. 27). Diese Einladung richte ich herzlich auch an Sie, liebe Freunde und Forscher.

Bringen Sie Ihren sachkundigen Beitrag zur Reflexion und zu pastoralen Vorschlägen ein, damit das bevorstehende Jahr des Glaubens für alle, die an Christus glauben, zu einer wahren Zeit der Gnade werden kann. Möge dabei der Glaube Marias uns vorangehen und uns begleiten – als leuchtendes Leuchtfeuer und als Vorbild christlicher Fülle und Reife, auf das wir vertrauensvoll schauen können und aus dem wir Begeisterung und Freude schöpfen können, um unsere Berufung als Kinder Gottes, als Brüder und Schwestern in Christus und als lebendige Glieder seines Leibes, der die Kirche ist, mit immer größerem Einsatz und immer größerer Konsequenz zu leben.

Ich vertraue Sie alle und Ihr Bemühen um wissenschaftliche Forschung dem mütterlichen Schutz Marias an und erteile Ihnen einen besonderen Apostolischen Segen.

Danke.

der künftige Bräutigam Josef

Notre Dame de la Chapelle - Brüssel