Mittwoch, 11. Februar 2026

Das Lourdesfenster in La Salette

Vom 11. Februar bis zum 16. Juli 1858 erschien die selige Jungfrau dem Mädchen Bernadette Soubirous achtzehn Mal in der Grotte von Massabielle (Lourdes), zu der seither unzählige Gläubige aus der ganzen Welt pilgern. Unter Papst Pius X. wurde 1907 der heutige Gedenktag eingeführt.

Geburtshaus von Bernadette Soubirous

Die 18 Marienerscheinungen von Lourdes

Bernadette (vita, martyrologium sancrucense)

Bernadette wird verhört

Lichterprozession in Lourdes (2024) 

Anbetung in der Unterkirche (2022)

Bilder von Lourdes aus dem Jahr 2012 (2022) 

Bernadette Soubirous in ihrem Geburtshaus - ich verspreche euch nicht... (2021) 

Bernadette bei der Untersuchungskommission 7.12.1860 (2021) 

Bilder der Lichterprozession (2020) 

Heilung von Francois Macary (2020)

Mosaik in der Rosenkranzbasilika, den du o Jungfrau im Tempel aufgeopfert hast (2020)

Stammbaum Jesu in der Pfarrkirche in Lourdes (2019) 

Monument/Denkmal Maria, Heil der Kranken, in Lourdes (2019)

Pfarrkirche Lourdes, Glasfenster der Marienerscheinung in der Rue de Bac, Catherine Laboure (2018)

Rosenkranzmosaik in der Rosenkranzbasilika (2018)

Krönung Mariens in der Rosenkranzbasilika (2018) 

Mosaik von Pius X. in Lourdes (2018) 

Mosaik der Aufnahme Mariens in der Rosenkranzbasilika (2018) 

Bilder von Lourdes, zum 160 Jahr Jubiliäum gibt es eine Übersicht über alle 18. Erscheinungen in Lourdes samt den entsprechenden Glasbildern der Basilika der unbefleckten Empfängnis. 

Geburtshaus von Bernadette Soubirous

Rosenkranzbasilika und Basilika der Unbefleckten Empfängnis in Lourdes

PREDIGT VON BENEDIKT XVI.

Lourdes, Notre-Dame, Esplanade du Rosaire
Samstag, 13. September 2008

 

Lieber Bischof Perrier von Tarbes und Lourdes,
Liebe Mitbrüder im bischöflichen und priesterlichen Dienst,
liebe Pilger, liebe Brüder und Schwestern
!

Vor hundertfünfzig Jahren, am 11. Februar 1858, sah ein einfaches Mädchen aus Lourdes, Bernadette Soubirous, an diesem Ort außerhalb der Stadt, der sogenannten Grotte von Massabielle, ein Licht und in diesem Licht eine junge Dame, „schön, über alles schön“. Diese Dame wandte sich mit Güte und Liebenswürdigkeit, mit Achtung und Vertrauen an sie. „Sie siezte mich“, erzählt Bernadette, „… Möchten Sie mir den Gefallen tun, in den nächsten fünfzehn Tagen hierher zu kommen?“ fragt die Dame sie. „… Sie schaute mich an wie ein Mensch, der mit einem anderen Menschen spricht.“ In dieser Unterhaltung, in diesem ganz von Feingefühl geprägten Dialog beauftragt die Dame sie, einige ganz einfache Botschaften über das Gebet, die Buße und die Umkehr zu vermitteln. Daß Maria schön ist, überrascht nicht, offenbart sie doch in der Erscheinung vom 25. März 1858 ihren Namen so: „Ich bin die Unbefleckte Empfängnis“.

Betrachten wir unsererseits diese „mit der Sonne bekleidete Frau“, die uns die Schrift vor Augen stellt (vgl. Offb 12,1). Die Allerseligste Jungfrau Maria, die glorreiche Frau der Geheimen Offenbarung, trägt auf ihrem Haupt einen Kranz von zwölf Sternen, welche die zwölf Stämme Israels, das ganze Volk Gottes, die gesamte Gemeinschaft der Heiligen darstellen, und zugleich hat sie unter ihren Füßen den Mond, das Bild des Todes und der Sterblichkeit. Maria hat den Tod hinter sich gelassen; sie ist ganz vom Leben bekleidet, vom Leben ihres Sohnes, des auferstandenen Christus. So ist sie das Zeichen für den Sieg der Liebe und des Guten, für den Sieg Gottes. Sie gibt unserer Welt die Hoffnung, die sie braucht. Richten wir heute Abend unseren Blick auf Maria, die so glorreich und so menschlich ist, und lassen wir uns von ihr zu Gott, dem Sieger, führen.

Zahlreiche Menschen haben es bezeugt: Die Begegnung mit dem leuchtenden Antlitz von Bernadette verwandelte die Herzen und die Blicke. Sowohl während der Erscheinungen als auch, wenn sie davon erzählte, begann ihr Gesicht über und über zu strahlen. Bernadette war bereits erfüllt von dem Licht von Massabielle. Das alltägliche Leben der Familie Soubirous bestand jedoch aus Elend und Traurigkeit, aus Krankheit und Unverständnis, aus Ablehnung und Armut. Auch wenn es in den familiären Beziehungen nicht an Liebe und Wärme fehlte, war es doch schwierig, im cachot („Verließ“) zu leben. Aber die Schatten der Erde haben das Licht des Himmels nicht daran gehindert zu leuchten: „Das Licht leuchtet in der Finsternis…“ (Joh 1,5).

Lourdes ist einer der Orte, die Gott erwählt hat, um dort einen besonderen Strahl seiner Schönheit leuchten zu lassen; daher rührt die Bedeutung, die hier das Symbol des Lichtes bekommt. Von der vierten Erscheinung an entzündete Bernadette, wenn sie an der Grotte ankam, jeden Morgen eine gesegnete Kerze und hielt sie in der linken Hand, bis die Jungfrau sich zeigte. Sehr bald übergaben verschiedene Personen Bernadette eine Kerze, damit sie diese in der Tiefe der Grotte in die Erde stecke. Sehr bald brachten andere Menschen auch selbst Kerzen an diesen Ort des Lichtes und des Friedens. Die Muttergottes tat selber kund, daß ihr diese berührende Huldigung dieser Tausenden Kerzen gefiel, die seitdem zu ihrer Ehre ununterbrochen den Felsen der Erscheinung erleuchten. Von jenem Tag an glüht vor der Grotte Tag und Nacht, im Sommer wie im Winter, ein brennender Dornbusch, entzündet vom Gebet der Pilger und der Kranken, die ihre Sorgen und Nöte, vor allem aber ihren Glauben und ihre Hoffnung zum Ausdruck bringen.

Da wir als Pilger hier nach Lourdes kommen, wollen wir auf den Spuren Bernadettes in diese außergewöhnliche Nähe zwischen Himmel und Erde eintreten, die sich niemals widersprochen hat und die sich unaufhörlich weiter festigt. Während der Erscheinungen ist zu bemerken, daß Bernadette den Rosenkranz unter den Augen Marias betet, die im Moment der Doxologie mit einstimmt. Diese Tatsache bestätigt den zutiefst theozentrischen Charakter des Rosenkranzgebets. Wenn wir den Rosenkranz beten, leiht uns Maria ihr Herz und ihre Augen, um das Leben ihres Sohnes, Christus Jesus, zu betrachten. Mein verehrter Vorgänger Papst Johannes Paul II. ist zweimal hierher nach Lourdes gekommen. Wir wissen, wie sehr sich in seinem Leben und in seinem Dienst das Gebet auf die Fürsprache der Jungfrau Maria stützte. Wie viele seiner Vorgänger auf dem Stuhl Petri hat auch er das Rosenkranzgebet nachdrücklich gefördert; er hat dies unter anderem in einer ganz besonderen Weise getan, indem er es durch die Betrachtung der lichtreichen Geheimnisse bereichert hat. Sie sind übrigens auf der Fassade der Basilika in den neuen, im vergangenen Jahr eingeweihten Mosaiken dargestellt. Wie bei allen Geschehnissen im Leben Christi, die sie in ihrem Herzen bewahrte und überdachte (vgl. Lk 2,19), läßt Maria uns alle Etappen seines öffentlichen Wirkens als einen Teil der Offenbarung der Herrlichkeit Gottes begreifen. Möge der lichterfüllte Ort Lourdes eine Schule zum Erlernen des Rosenkranzgebets bleiben, das die Jünger Jesu in Gegenwart seiner Mutter in einen echten und herzlichen Dialog mit ihrem Meister einführt!

Durch den Mund Bernadettes hören wir die Bitte der Jungfrau Maria an uns, in Prozession hierher zu kommen, um in Einfachheit und mit Eifer zu beten. Die Lichterprozession vermittelt unseren sinnlichen Augen das Geheimnis des Gebetes: In der Gemeinschaft der Kirche, welche die Erwählten des Himmels und die Pilger der Erde miteinander vereint, entspringt das Licht aus dem Gespräch zwischen dem Menschen und seinem Herrn, und eine leuchtende Straße öffnet sich in der Geschichte der Menschen, auch in den dunkelsten Augenblicken. Diese Prozession ist ein Moment großer kirchlicher Freude, aber auch eine Zeit tiefen Ernstes: Die Anliegen, die wir mit uns tragen, unterstreichen unsere tiefe Verbundenheit mit allen, die leiden. Denken wir an die unschuldigen Opfer, die unter Gewalt, Krieg, Terrorismus und Hungersnot leiden oder die die Folgen von Ungerechtigkeiten, Plagen und Unheil, von Haß und Unterdrückung, von Angriffen auf ihre Menschenwürde und ihre Grundrechte, auf ihre Handlungs- und Gedankenfreiheit zu tragen haben. Denken wir auch an jene, die familiäre Probleme erleben oder die infolge von Arbeitslosigkeit, Krankheit, Gebrechen, Einsamkeit oder ihrer Situation als Einwanderer leiden. Außerdem möchte ich diejenigen nicht vergessen, die um des Namens Christi willen leiden und für ihn sterben.

Maria lehrt uns, zu beten und unser Gebet zu einem Akt der Gottes- und der Nächstenliebe zu machen. Wenn wir mit Maria beten, nimmt unser Herz die Leidenden auf. Wie könnte unser Leben dabei unverändert bleiben? Warum sollte unser Sein und unser ganzes Leben nicht Ort der Gastfreundschaft für unseren Nächsten werden? Lourdes ist ein Ort des Lichtes, weil es ein Ort der Gemeinschaft, der Hoffnung und der Umkehr ist.

Nun, beim Einbruch der Nacht, sagt Jesus zu uns: „Laßt eure Lampen brennen!“ (Lk 12,35): die Lampe des Glaubens, die Lampe des Gebetes, die Lampe der Hoffnung und der Liebe! Dieses Gehen in der Nacht mit dem Licht in der Hand spricht unser Inneres nachdrücklich an, es berührt unser Herz und besagt viel mehr als jedes andere gesprochene oder gedachte Wort. Diese Geste erfaßt allein unsere Lage als Christen unterwegs: Wir brauchen Licht und sind zugleich berufen, Licht zu werden. Die Sünde macht uns blind; sie hindert uns daran, unsere Mitmenschen führen zu können, und bewirkt, daß wir ihnen mißtrauen und uns selber nicht führen lassen. Wir haben es nötig, erleuchtet zu werden, und wiederholen die flehentliche Bitte des blinden Bartimäus: „Rabbuni, ich möchte wieder sehen können!“ (Mk 10,51). Mach, daß ich meine Sünde sehe, die mich hemmt, doch vor allem: Herr, gib, daß ich deine Herrlichkeit sehe! Wir wissen, daß unser Gebet schon erhört ist, und wir sagen Dank, denn, wie der heilige Paulus im Epheserbrief sagt: „Christus wird dein Licht sein“ (5,14), und der heilige Petrus fügt hinzu: „Er hat euch aus der Finsternis in sein wunderbares Licht gerufen“ (1 Petr 2,9).

Zu uns, die wir nicht das Licht sind, kann Christus nun sagen: „Ihr seid das Licht der Welt“ (Mt 5,14), indem er uns aufträgt dafür zu sorgen, das Licht der Liebe leuchten zu lassen. Wie der Apostel Johannes schreibt: „Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht; da gibt es für ihn kein Straucheln“ (1 Joh 2,10). Die christliche Liebe leben bedeutet, das Licht Gottes in die Welt zu tragen und zugleich auf seine wahre Quelle hinzuweisen. Der heilige Leo der Große schreibt: „Wer nämlich fromm und keusch in der Kirche lebt, wer seinen Sinn auf das Himmlische und nicht auf das Irdische lenkt (vgl. Kol 3,2), ist in gewisser Weise dem himmlischen Licht gleich; während er selbst auf den Glanz eines heiligen Lebens achtet, weist er wie ein Stern vielen den Weg, der zu Gott führt“ (Sermon III,5).

In diesem Wallfahrtsort Lourdes, auf den die Christen der ganzen Welt ihren Blick richten, seit die Jungfrau Maria hier die Hoffnung und die Liebe hat erstrahlen lassen, indem sie den Kranken, den Armen und den Kleinen den ersten Platz zuwies, sind wir eingeladen, die Einfachheit unserer Berufung zu entdecken: Denn es genügt zu lieben.

Morgen wird uns die Feier der Kreuzerhöhung direkt ins Herz dieses Geheimnisses einführen. In dieser Vigil richtet sich unser Blick schon auf das Zeichen des Neuen Bundes, auf das das ganze Leben Jesu zuläuft. Das Kreuz ist der höchste und vollkommenste Akt der Liebe Jesu, der sein Leben für seine Freunde hingibt. „So muß der Menschensohn erhöht werden, damit jeder, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat“ (Joh 3,14-15).

Wie es in den Liedern vom Gottesknecht angekündigt wurde, ist der Tod Jesu ein Tod, der zum Licht für die Völker wird; es ist ein Tod, der in Verbindung mit der Sühneliturgie die Versöhnung bringt, ein Tod, der das Ende des Todes bedeutet. Von da an ist das Kreuz ein Zeichen der Hoffnung, ein Banner des Sieges Jesu, denn „Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat“ (Joh 3,16). Durch das Kreuz empfängt unser ganzes Leben Licht, Kraft und Hoffnung. Mit ihm ist die ganze Tiefe der Liebe offenbart, die im ursprünglichen Plan des Schöpfers enthalten war; mit ihm ist alles geheilt und zur Vollendung geführt. Das ist der Grund, warum das Leben im Glauben an den gestorbenen und auferstandenen Christus Licht wird.

Die Erscheinungen waren von Licht umflutet, und Gott hat im Blick von Bernadette eine Flamme entzündet, die zahllose Herzen bekehrt hat. Wie viele Menschen kommen hierher, um ein Wunder zu sehen, und hoffen vielleicht insgeheim, eines an sich selbst zu erfahren; auf dem Heimweg, nachdem sie eine geistliche Erfahrung eines echten kirchlichen Lebens gemacht haben, ändert sich dann ihr Blick auf Gott, auf die anderen und auf sich selbst. Eine kleine Flamme, die sich Hoffnung, Mitleid und Zartgefühl nennt, wohnt in ihnen. Die verborgene Begegnung mit Bernadette und mit der Jungfrau Maria kann ein Leben verändern, denn sie sind an diesem Ort Massabielle gegenwärtig, um uns zu Christus zu führen, der unser Leben, unsere Kraft und unser Licht ist. Mögen die Jungfrau Maria und die heilige Bernadette Euch helfen, als Kinder des Lichtes zu leben, um alle Tage Eures Lebens zu bezeugen, daß Christus unser Licht, unsere Hoffnung und unser Leben ist!


bei der Grotte

Lourdesfenster in Notre Dame de la Salette

Dienstag, 10. Februar 2026

Dir stets in aufrichtiger Liebe dienen - Scholastika

 

ehemaliges Kloster Kladruby/Kladrau, Klosterkirche Mariä Himmelfahrt

Gregor der Große berichtet uns von der leiblichen Schwester des Mönchsvaters Benedikt. Als Benedikt einmal zu ihr kam, um mit ihr geistliche Gespräche zu führen, entstand auf ihr Gebet hin ein starkes Gewitter, das jenen zu einem längeren Bleiben, gegen die klösterlichen Normen, nötigte. Scholastika wurde um 547 in Montecassino bestattet, wo ihr Grab neben dem des hl. Benedikt verehrt wird.

Erhabener Gott,
wir begehen

das Gedächtnis der heiligen Jungfrau Scholastika.
Lass uns nach ihrem Beispiel
dir stets in aufrichtiger Liebe dienen
und gewähre uns in deiner Güte
einst einen seligen Heimgang zu dir.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

In Mariazell 

im Stift St. Paul im Lavantal

Am Geburtsort der hl. Scholastika in Norcia

Am Grab der hl. Scholastika in Montecassino (das erste Mal)

das zweite Mal (am Grab der hl. Scholastika)

 Norcia - am Geburtsort der Zwillinge in der Krypta (Johannes Paul II. zum 1500. Geburtstag der Zwillinge, 1980)

 

Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Kardinals Stepinac:

Grabfigur in der Kathedrale von Zagreb (Predigt von Papst Benedikt XVI)

in der Kuppel von Male Gospe in Skradin

Versöhnt im Leiden (Museum) 

Am Grab von Alois Kardinal Stepinac in Zagreb


Heilige Scholastika, bitte für uns!


Altar der heiligen Scholastika

Montag, 9. Februar 2026

Die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn

 

der alte König Salomon hält ein Modell des Tempels
 und steht zwischen den Säulen des Tempels
St Ann´s Church, Manchester


Lesung aus dem ersten Buch der Könige 8

In jenen Tagen
1 versammelte Sálomo die Ältesten Israels,
alle Stammesführer
und die Häupter der israelitischen Großfamilien
bei sich in Jerusalem,
um die Bundeslade des Herrn
aus der Stadt Davids, das ist Zion, heraufzuholen.
Am Fest im Monat Étanim, das ist der siebte Monat,
kamen alle Männer Israels bei König Sálomo zusammen.
Alle Ältesten Israels kamen und die Priester nahmen die Lade
4 und brachten sie zugleich mit dem Offenbarungszelt
und den heiligen Geräten, die im Zelt waren, hinauf.
Die Priester und die Leviten übernahmen den Trägerdienst.
5 König Sálomo aber
und die ganze Gemeinde Israels,
die bei ihm vor der Lade versammelt war,
schlachteten Schafe und Rinder,
die man wegen ihrer Menge
nicht zählen und nicht berechnen konnte.
Darauf stellten die Priester
die Bundeslade des Herrn an ihren Platz,
an den hochheiligen Ort des Hauses, in das Allerheiligste,
unter die Flügel der Kérubim.
Denn die Kérubim breiteten ihre Flügel
über den Ort, wo die Lade stand,
und bedeckten sie und ihre Stangen von oben her.
9 In der Lade befanden sich nur die zwei steinernen Tafeln,
die Mose am Horeb hineingelegt hatte,
die Tafeln des Bundes,
den der Herr mit den Israeliten
beim Auszug aus Ägypten geschlossen hatte.
10 Als dann die Priester aus dem Heiligtum traten,
erfüllte die Wolke das Haus des Herrn.
11 Sie konnten wegen der Wolke ihren Dienst nicht verrichten;
denn die Herrlichkeit des Herrn erfüllte das Haus des Herrn.
12 Damals sagte Sálomo: Der Herr hat gesagt, er werde im Wolkendunkel wohnen.

13 Erbaut habe ich ein fürstliches Haus für dich,
eine Wohnstätte für ewige Zeiten.


St Ann´s Church, Manchester

Sonntag, 8. Februar 2026

Die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach

 

mit den Obdachlosen Christus aufnehmen, um 1520, Werke der Barmherzigkeit, Rijksmuseum, Amsterdam

Lesung aus dem Buch Jesája 58

So spricht der Herr:
Brich dem Hungrigen dein Brot,
nimm obdachlose Arme ins Haus auf,
wenn du einen Nackten siehst, bekleide ihn
und entziehe dich nicht deiner Verwandtschaft.
Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot
und deine Heilung wird schnell gedeihen.
Deine Gerechtigkeit geht dir voran,
die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach.
Wenn du dann rufst, wird der Herr dir Antwort geben,
und wenn du um Hilfe schreist,
wird er sagen: Hier bin ich.
Wenn du Unterjochung aus deiner Mitte entfernst,
auf keinen mit dem Finger zeigst und niemandem übel nachredest,
10 den Hungrigen stärkst
und den Gebeugten satt machst,
dann geht im Dunkel dein Licht auf
und deine Finsternis
wird hell wie der Mittag.
(1. Lesung vom 5. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Maria hat geholfen (Grabeskirche des hl. H.Ä.) 

Am Grab des hl. Hieronymus Ämiliani

Die Somasker auf dem Aventin

Hieronymus Ämiliani, der Anwalt der Waisen

 

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Josefine Bakhita.



Freitag, 6. Februar 2026

Es gibt keinen anderen Weg zum Heil, als den der Christen (Paul Miki)

Der Jesuit Paul Miki, ein gebürtiger Japaner, und seine mit ihm am 5. Februar 1597 in Nagasaki gekreuzigten 25 Gefährten sind die ersten (1862 kanonisierten) Heiligen des Fernen Ostens. Die aus europäischen Missionaren und einheimischen Christen bestehende Schar gehört zeitlich in die 1549 vom hl. Franz Xaver begonnene japanische Mission, die um 1580 schon etwa 160.000 Gläubige zählte und seit 1587 furchtbaren Verfolgungen ausgesetzt war. Erst im 19. Jh. war Japan wieder für die Missionsarbeit zugänglich, die an die dort noch vorhandenen „Altchristen“ anzuknüpfen versuchte.
erzabteibeuron


Martyrium des hl. Paul Miki und seiner Gefährten in der Innsbrucker Universitätskirche

Brief des vierzehnjährigen Thomas Ozaki an seine Mutter (Kreuzigung und Kreuzabnahme des Herrn in Burgos)

Heiliger Paul Miki, bitte für uns


Ihr sollt meine Zeugen sein
 
In dem Bewusstsein, in hohen Ehren vor den Augen all derer zu stehen, die ihm einst angehört hatten, erklärte unser Bruder Paulus Miki den Umstehenden, er sei Japaner und gehöre zur Gesellschaft Jesu, er müsse sterben wegen der Verkündigung des Evangeliums und danke Gott für diese außerordentliche Wohltat. Dann fügte er hinzu: "Da es nun mit mir dahin gekommen ist, denke ich, niemand von euch wird von mir glauben, dass ich die Wahrheit verhehle. So erkläre ich denn euch allen, dass es keinen anderen Weg zum Heil gibt, als den der Christen. Dieser Weg lehrt mich, den Feinden zu verzeihen und allen, die mich beleidigt haben. Darum vergebe ich gerne dem König und allen, die an meinem Tod schuldig sind und ich bitte sie, die christliche Taufe zu empfangen." Dann richtete er seine Augen auf die Gefährten und begann ihnen für den Höhepunkt dieses Kampfes Mut zuzusprechen. Auf dem Gesicht aller erschien ein Aufleuchten der Freude, besonders bei Ludwig. Als ihm ein anderer Christ zurief, er werde bald im Paradies sein, lenkte er durch eine von Freude erfüllte Bewegung der Finger und des ganzen Leibes die Augen aller Zuschauer auf sich. Antonius, neben Ludwig, richtete seinen Blick zum Himmel und rief die heiligen Namen Jesus und Maria und sang den Psalm: "Lobet, ihr Knechte des Herrn!", den er im katechetischen Institut von Nagasaki gelernt hatte, wo man große Mühe darauf verwendet, den Knaben einige Psalmen beizubringen. Andere riefen mit frohem Angesicht immer wieder: "Jesus, Maria!" Einige ermahnten sogar die Umstehenden, ein eines Christen würdigeres Leben zu führen. Durch diese und andere Handlungen zeigten sie ihre Bereitschaft zu sterben.
Da zogen die vier Henker die Schwerter, wie sie bei den Japanern im Gebrauch sind. Bei diesem schrecklichen Anblick schrien die Gläubigen: "Jesus! Maria!", und ein Wehklagen erhob sich, das den Himmel selbst rühren musste. Die Henker töten sie nacheinander mit einem oder einem zweiten Stoß. 

Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. * Durch ihn sind wir erlöst und befreit.
Euch wurde die Gnade zuteil, nicht nur an Christus zu glauben, sondern auch seinetwegen zu leiden. * Durch ihn sind wir erlöst und befreit.

Starker Gott, du bist die Kraft der Heiligen, du hast den heiligen Paul Miki und seine Gefährten durch das Martyrium am Kreuz zur ewigen Herrlichkeit geführt. Hilf uns auf die Fürbitte dieser Heiligen, Christus, dem Gekreuzigten, nachzufolgen und ihn bis zum Tode gläubig zu bekennen, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

In der Pfarrkirche St. Martin in Bamberg (Bayern, Deutschland) befinden sich mehrere Figuren barocker Jesuiten-Heiliger, die vom Jesuiten-Bildhauer *Johannes Bitterich (1675 – † 1720) geschaffen wurden – darunter auch die Figur des Paul Miki.

Diese überlebensgroßen Holzfiguren stehen im Langhaus der Kirche und zeigen Jesuitenheilige, viele davon mit Bezug zur Japan-Mission:

  • Hl. Paul Miki – japanischer Jesuitenmärtyrer, der 1597 hingerichtet wurde.
  • Hl. Jakob Chisai – einer der japanischen Mitschwestern/Mitbrüder, ebenfalls Märtyrer.
  • Hl. Johannes de Goto – weiterer japanischer Märtyrer.
  • Hl. Stanislaus Kostka – Jesuit und Patron junger Novizen.
  • Hl. Franz von Borgia – dritten Ordensoberer der Jesuiten.
  • Hl. Aloysius Gonzaga – Jesuit und Patron der Jugend.

Diese Figuren stehen entlang der Wände im Langhaus der Kirche, meist auf Konsolen oder in Nischen, so dass ein Betrachter beim Gang durch das Kirchenschiff nacheinander auf sie trifft.

Johannes Bitterich SJ hat um 1675 (wahrscheinlich in Tirol) bis 1720 gelebt. Er war Jesuit und Bildhauer, tätig um 1700 / frühes 18. Jahrhundert.

Seine Werke – wie die Figur des hl. Paul Miki – gehören stilistisch in den späten Hoch- bis Frührokoko-Barock und stehen stark im Kontext der jesuitischen Frömmigkeit nach der Gegenreformation.


Pfarrkirche St. Martin, Bamberg, ehemalige Jesuiten- und Universitätskirche

Donnerstag, 5. Februar 2026

Agatha von Catania

 

Kathedrale von Catania

Heilige Agatha, bitte für uns!

Die frühen Martyrologien, die sie zu diesem Tag in Catania (Sizilien) anführen, scheinen die Zeit der Verfolgung unter Decius (249–251) im Auge zu haben. Die Legende berichtet, man habe die Heilige in ein öffentliches Haus gebracht und grausam gemartert, um sie zum Abfall zu bringen. Dargestellt wird sie mit den nach der Legende bei der Folterung abgetrennten Brüsten. (erzabteibeuron)

Allmächtiger Gott,du hast die heilige Agatha
zur Jungfräulichkeit um Christi willen berufen
und ihr die Gnade des Martyriums geschenkt.
Höre auf ihre Fürsprache
und hilf uns, in aller Bedrängnis auszuharren
und dir in Lauterkeit und Treue zu dienen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.



Statue der hl. Agatha mit dem Leidenswerkzeug an der  Fassade der Kathedrale

Am Grab der hl. Agatha in Catania/Sizilien

Mosaik der hl. Agatha in der Krypta der hl.  Cäcilia 

Bild im Stift Vorau (Martyrium der hl. Agatha) 2013

Bilderzyklus in Sant`Agata dei Goti 2016

Hauptaltarbild des Martyriums (Kremser Schmid) in Hausleiten/NÖ 2019

Mittwoch, 4. Februar 2026

Hrabanus Maurus

 

Dom zu Fulda

Abt, Bischof
Namensdeutung: Rabe (germ.)
Namenstage: Rabanus, Hrabanus, Raban
Gedenktag: 4. Februar

Lebensdaten: geboren um 780 in Mainz, gestorben am 4. Februar 856 in Oestrich-Winkel

Lebensgeschichte: Raban stammte aus rheinfränkischem Adel und wurde als Oblate im Kloster Fulda erzogen. Nach der Diakonenweihe 801 wurde er noch Schüler Alkuins in Tours – vom Hoftheologen Karls des Großen erhielt er auch den Beinamen Maurus in Anlehnung an den Lieblingsschüler des heiligen Benedikt. Zurück in Fulda, übernahm er den Unterricht an der Klosterschule, wurde 814 Priester und 822 zum Abt gewählt.

Unter seiner Leitung und intellektuellen Anziehungskraft entwickelte sich das Kloster Fulda zu einem geistlichen, straff verwalteten Zentrum mit 600 Mönchen sowie zu einer bedeutenden Stätte der Wissensvermittlung der kirchlichen und profanen Antike an das frühe Mittelalter. Rabanus selbst stellte auf Grundlage besonders der Kirchenväter Hieronymus, Ambrosius, Augustinus und Gregor den Großen Erklärungen der gesamten Heiligen Schrift zusammen, die noch bis zur beginnenden Neuzeit breite Verwendung fanden. Sein sehr umfangreiches und vielseitiges Schrifttum umfasst neben theologisch-kirchlichen Büchern für die Ausbildung des Klerus noch enzyklopädische, grammatische und mathematische Werke. Sein frühestes und eigenständiges Werk, das Figurengedicht „Lob des heiligen Kreuzes“, war bis zur Humanistenzeit beliebt. Ihm wird der Pfingsthymnus „Veni, creator Spiritus – Komm, Heilger Geist, der Leben schafft“ (Gotteslob 341/42) zugeschrieben.

Raban war ein Anhänger der Reichseinheit, weswegen er 842, nachdem Ludwig der Deutsche die Reichsteilung erzwungen hatte, als Abt resignierte und sich auf den Petersberg bei Fulda zurückzog. Doch Ludwig suchte ihn persönlich auf und berief den dann 67-jährigen Gelehrten zum Erzbischof von Mainz. Unter seiner Leitung fanden drei größere Synoden statt, darunter die im Jahr 848 mit der Verurteilung seines früheren Oblaten Gottschalk, der eine irrige Vorsehungslehre vertrat. Raban beteiligte sich auch am Abendmahlstreit zwischen Paschasius Radbertus und Ratramnus von Corbie. Besonders im Gedächtnis blieb jedoch sein Einsatz während der Hungersnot von 850.

Verehrung: Raban wurde in der Grablege der Mainzer Erzbischöfe in St. Alban bestattet. Die Versuche Kardinal Albrechts von Brandenburg, ihn 1540 in die Renaissancestadt Halle zu überführen, endeten in Aschaffenburg, wo sich hernach seine Spuren verlieren. Ab der Neuzeit wurde Rabanus verschiedentlich als „Praeceptor Germaniae – Lehrer Deutschlands“ verehrt.

Darstellung: als Bischof, als Abt beim Überreichen seines Werks, mit Spruchband „Veni creator Spiritus“

Hrabanus Maurus in der Domkrypta Fulda beim Grab des hl. Bonifatius

Dienstag, 3. Februar 2026

Blasius im mittelalterlichen Becket-Window

 


Heiliger Blasius, bitte für uns (um 1320)

Nach der Legende wurde Bischof Blasius von Sebaste in Armenien unter Kaiser Licinius nach grausamen Martern enthauptet (um 316). Seine seit dem Mittelalter im Morgen- und Abendland weitverbreitete Verehrung beruht auf legendären Berichten: Heilung eines Knaben, der an einer verschluckten Fischgräte zu ersticken drohte, Übergabe einer Kerze und anderer Gaben durch eine Frau, der er das vom Wolf geraubte Schwein zurückbrachte. (erzabteibeuronde)


Herr, unser Gott,erhöre dein Volk, das am Tag des heiligen
Bischofs und Märtyrers Blasius zu dir ruft.
Bewahre uns vor Krankheit und Schaden
in diesem zeitlichen Leben
und hilf uns in aller Not,
damit wir das ewige Heil erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Christ Church Cathedral, Oxford