Donnerstag, 22. Oktober 2026

Die empfangene Heiligkeit zur vollen Entfaltung bringen (Johannes Paul II.)

 


JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 24. November 1993

1. Die Kirche ist heilig, und alle ihre Glieder sind zur Heiligkeit berufen. Die Laien haben Teil an der Heiligkeit der Kirche, weil sie im Vollsinn Glieder der christlichen Gemeinschaft sind. Und diese Teilhabe – die wir ontologisch nennen können – an der Heiligkeit der Kirche bedeutet auch für die Laien ein persönliches sittliches Bemühen um Heiligung. In dieser Befähigung und Berufung zur Heiligkeit sind alle Glieder der Kirche gleich (vgl. Gal 3,28).

Der Grad persönlicher Heiligkeit hängt nicht von der Stellung ab, die man in der Gesellschaft oder in der Kirche einnimmt, sondern einzig und allein von dem Maß der gelebten Liebe zum Nächsten (vgl. 1 Kor 13). Ein Laie, der die göttliche Liebe bereitwillig in sein Herz und sein Leben aufnimmt, ist heiliger als ein Priester oder Bischof, der sie in geringerem Maß aufnimmt.

2. Die christliche Heiligkeit wurzelt in der Verbundenheit mit Christus im Glauben und in der Taufe. Dieses Sakrament steht am Anfang der kirchlichen Gemeinschaft in der Heiligkeit. Das scheint in dem Pauluswort auf: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ (Eph 4,5), zitiert vom II. Vatikanischen Konzil, das daraus die Aussage über die Gemeinsamkeit ableitet, welche die Christen in Christus und in der Kirche verbindet (Lumen Gentium, Nr. 32). In dieser Teilhabe am Leben Christi durch die Taufe wurzelt die ontologische, ekklesiologische und ethische Heiligkeit jedes Glaubenden, ob Kleriker oder Laie.

Das Konzil bekräftigt: „Die Anhänger Christi sind von Gott nicht kraft ihrer Werke, sondern aufgrund seines gnädigen Ratschlusses berufen und in Jesus, dem Herrn, gerechtfertigt, in der Taufe des Glaubens wahrhaft Kinder Gottes und der göttlichen Natur teilhaftig und so wirklich heilig geworden” (Lumen Gentium, Nr. 40). Die Heiligkeit ist Zugehörigkeit zu Gott. Diese Zugehörigkeit verwirklicht sich in der Taufe, wenn Christus vom Menschen Besitz ergreift, um ihm „an der göttlichen Natur Anteil” zu geben (vgl. 2 Petr 1,4), die in ihm durch die Menschwerdung vorhanden ist (vgl. Summa Theologica III, q.7, a.13; q.8, a.5). So wird Christus wirklich, wie bereits gesagt, zum „Leben der Seele”. Das dem Menschen durch die Taufe eingeprägte sakramentale Merkmal ist das Zeichen und Band der Weihe an Gott. Darum nennt Paulus die Getauften, wenn er von ihnen spricht, „die Heiligen” (vgl. Röm 1,7; 1 Kor 1,2; 2 Kor 1,1 usw.).

3. Aber aus dieser ontologischen Heiligkeit erwächst, wie wir gesagt haben, das Bemühen um sittliche Heiligkeit. Alle sollen, wie das Konzil betont, „die Heiligung, die sie empfangen haben, mit Gottes Gnade im Leben bewahren und zur vollen Entfaltung bringen” (Lumen Gentium, Nr. 40). Alle sollen nach Heiligkeit streben, denn sie tragen in sich schon den Keim dazu; sie sollen diese ihnen verliehene Heiligung entfalten. Alle sollen leben, „wie es sich für Heilige gehört” (Eph 5,3), und sich als „auserwählte Heilige mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld, bekleiden” (vgl. Kol 3,12). Die Heiligkeit, die sie besitzen, schützt sie nicht vor Versuchungen und Sünde, denn in den Getauften dauert die beständige Gebrechlichkeit der menschlichen Natur im gegenwärtigen Leben an. Das Konzil von Trient bekräftigt diesbezüglich, dass niemand „während des ganzen Lebens alle, auch die lässlichen Sünden, ohne besonderes von Gott verliehenes Vorrecht meiden könne, wie es die Kirche von der seligsten Jungfrau lehrt” (vgl. DS 1573). Das veranlasst zum Gebet, um vom Herrn immer wieder neue Gnade zu erhalten, Beharrlichkeit im Guten und Vergebung der Sünden: „Und vergib uns unsere Schuld” (Mt 6,12).

4. Gemäß dem Konzil sind alle Anhänger Christi, auch die Laien, zur vollkommenen Liebe berufen (Lumen Gentium, Nr. 40). Das Streben nach der Vollkommenheit ist nicht das Privileg einiger, sondern das Bemühen aller Glieder der Kirche. Und nach christlicher Vollkommenheit zu streben heißt, beharrlich in der Heiligkeit fortzuschreiten. So wie das Konzil sagt: „Der Herr Jesus, göttlicher Lehrer und Urbild jeder Vollkommenheit, hat die Heiligkeit des Lebens, deren Urheber und Vollender er selbst ist, allen und jedem einzelnen seiner Jünger in jedweden Lebensverhältnissen gepredigt: ,Seid also vollkommen, wie auch euer Vater im Himmel vollkommen ist’ (Mt 5,48)” (Lumen Gentium, Nr. 40). Und deshalb sind „alle Christgläubigen jeglichen Standes oder Ranges zur Fülle des christlichen Lebens und zur vollkommenen Liebe berufen” (ebd.). Gerade durch die Heiligung jedes Einzelnen wird eine neue menschliche Vollkommenheit in die irdische Gesellschaft eingebracht. Die Dienerin Gottes Elisabeth Leseur sagte: „Jede Seele, die sich erhebt, erhebt damit auch die Welt.” Das Konzil lehrt, dass „durch diese Heiligkeit auch in der irdischen Gesellschaft eine menschlichere Weise zu leben gefördert wird” (ebd.).

5. Hier ist zu bemerken, dass sich der unendliche Reichtum der den Menschen mitgeteilten Gnade Christi in eine Menge und Vielfalt von Gaben umsetzt, mit denen jeder den anderen in dem einen Leib der Kirche dienen und wohltun kann. Petrus empfahl den in Kleinasien verstreuten Christen, als er sie zur Heiligkeit anspornte: „Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat” (1 Petr 4,10). Auch das II. Vatikanische Konzil sagt, dass „in den verschiedenen Verhältnissen und Aufgaben des Lebens die eine Heiligkeit von allen entfaltet (wird), die sich vom Geist Gottes leiten lassen” (Lumen Gentium, Nr. 41). Es erinnert an den Weg der Heiligkeit für die Bischöfe, die Priester, die Diakone, die Seminaristen, die Diener Christi werden wollen, und „jene von Gott erwählten Laien, die vom Bischof gerufen sind, sich voll dem apostolischen Wirken hinzugeben”. Aber ausdrücklicher berücksichtigt es den Weg der Heiligkeit für die im Ehebund lebenden Christen: „Die christlichen Eheleute und Eltern müssen auf ihrem eigenen Weg in treuer Liebe das ganze Leben hindurch einander in der Gnade Halt und Stütze sein und die von Gott gerne empfangenen Kinder mit den christlichen Lehren und den Tugenden des Evangeliums erfüllen. So geben sie allen das Beispiel einer unermüdlichen und großmütigen Liebe, sie bauen die Bruderschaft der Liebe auf, sind Zeugen und Mitarbeiter der fruchtbaren Mutter Kirche, zum Zeichen und in Teilnahme jener Liebe, in der Christus seine Braut geliebt und sich für sie hingegeben hat” (ebd.).

Das Gleiche kann und soll für die Lage der Menschen gelten, die aus freier Wahl oder aufgrund besonderer Ereignisse und Umstände allein stehen, wie die unverheirateten Männer und Frauen, die Witwer und Witwen sowie die Getrennten und die in der Ferne lebenden Personen. Für alle gilt der göttliche Ruf zur Heiligkeit, verwirklicht in Form der Liebe zum Nächsten. Die Rede kann und soll auch, wie in der Bischofssynode von 1987 (vgl. Christifideles laici, Nr. 17), auf diejenigen ausgedehnt werden, die im gewöhnlichen Berufs- und Arbeitsleben für das Wohl der Mitmenschen und den Fortschritt der Gesellschaft wirken, nach dem Vorbild Jesu, des Arbeiters. Das Gleiche kann und soll schließlich auch – wie das Konzil sagt – für „die Armen, Schwachen, Kranken und von verschiedener Mühseligkeit Bedrückten oder die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten” gelten: Sie „sollen sich in besonderer Weise mit Christus in seinem Leiden für das Heil der Welt vereinigen” (Lumen Gentium, Nr. 41).

6. Vielfältig sind also die Aspekte und Formen der christlichen Heiligkeit, die sich den Laien in den verschiedenen Lebensumständen eröffnen, in denen sie berufen sind, Christus nachzufolgen und von ihm die notwendige Gnade zu erlangen, um ihre Sendung in der Welt zu erfüllen. Alle sind von Gott gerufen, den Weg der Heiligkeit zu gehen und ihre Lebens- und Arbeitsgefährten in der Welt der zeitlichen Dinge auf diesen Weg zu führen.

_________________________

Liebe Schwestern und Brüder!

Mit unserer heutigen Katechese wenden wir uns der Berufung der Laien zur Heiligkeit zu. Die Wurzel christlicher Heiligkeit liegt in der innigen Verbundenheit mit Christus im Glauben und in der Taufe. Im Leben jedes Einzelnen, sei er Laie, Priester oder Bischof, soll das Streben nach Vervollkommnung der christlichen Liebe zum Ausdruck kommen (vgl. Lumen gentium, Nr. 40). Auf diese Weise wird der unendliche Reichtum der Gnade Christi deutlich, die er allen Menschen zuteilt und die ihre Verwirklichung in der großen Vielfalt der göttlichen Gnadengaben findet.

Mit diesen Gaben, die einem jeden zu eigen sind, kann jeder dem anderen dienen und dem einen Leib, der die Kirche ist, zum Segen werden.

Alle Gläubigen, Laien wie Priester, sind von Gott gerufen, den Weg der Heiligkeit zu gehen und auf diesem Weg ihre Mitmenschen im Alltag des Lebens und der Arbeit einzuladen und sie zu begleiten.

Mit dieser kurzen Betrachtung heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher sehr herzlich willkommen. Mein besonderer Gruß gilt den zum Generalkapitel in Rom versammelten Marienschwestern von der Unbefleckten Empfängnis.

Euch allen, liebe Schwestern und Brüder, Euren lieben Angehörigen daheim sowie all jenen, die uns in diesem Augenblick geistlich verbunden sind, erteile ich von Herzen meinen Apostolischen Segen.

Glasfenster des Attentats auf Johannes Paul II. im Sanktuarium Matki Bożej Fatimskiej - Zakopane, 2026

Bildnis von JPII. in S. Salvatore in Lauro, Rom, JPII. an die österreichischen Bischöfe, 2024

Bild von JPII. und Mutter Teresa in der Kirche Königin von Polen, Gdynia, Seligsprechungspredigt von Mutter Teresa

Glasfenster von JPII. in Gdynia, Gebet um Frieden, 2023 

Statue von Johannes Paul II., Mariabesnyö, Gödöllö, Ungarn, Ansprache Kultur und Wissenschaft, 2022

Zeichnung von Johannes Paul II., Birgittenkloster, Tschenstochau, Neuwerden in der Begegnung mit Jesus, 2021

Kasel mit Bildnis von Johannes Paul II.. St. Josef, Kahlenberg, 2021, Botschaft an Rosenkranz-Sühnekreuzzug 2003, 2021

Altar von Johannes Paul II., als Kaplan in St. Florian, Krakau, 2020, Weigl, Zeuge der Hoffnung

Taufkirche und Taufstein von JPII. in Wadowice, Predigt am Fest der Taufe des Herrn 2001, 2020

Statue von Johannes Paul II. vor der Dreifaltigkeitskirche in Fatima, über den Rosenkranz, 2020

Bild von JPII. in der Kathedrale von Ravenna, Petrus sendet Apollinaris nach Ravenna, 
darunter Johannes XXIII. und Johannes Paul II., 2020

Weihegebet von Johannes Paul II., das er am 13. September 1983 in Mariazell gebetet hat, Nationalfeiertag Österreichs in Medjugorje, 2019

Denkmal von JPII. auf dem Wawel, Krakau, Altar in der Wawel-Kathedrale und Bilder aus dem Johannes Paul II. Museum, über das Priestertum 28.5.1993, 2019

Basilika Kleinmariazell, Seligsprechung von Restituta Kafka durch JPII., 2018

Eindrücke aus dem Zentrum des hl. Johannes Paul II. in Krakau, seine letzte Botschaft an die Jugend, aus der Seligsprechungspredigt 2011 von B16, 2018

Statue von JPII. in der Basilika des hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Schreiben an die montfortanische Familie, 2018

Bild von Johannes Paul II. in Castel Gandolfo, familiaris consortio, Kommunionzulassung, 2017

 

Krypta des Johannes Paul II. Heiligtums in Krakau
Johannes Paul II. mit polnischen Heiligen und Seligen, die er selbst heilig- und seliggesprochen hat
Hl. Johannes von Dukla, Hl. Rafael Kalinowski, Hl. Kinga von Polen, Hl. Bruder Albert Chmielowski,
Hl.
Hedwig von Polen
(Jadwiga), Hl. Schwester Faustyna Kowalska, Hl. Edith Stein (Teresia Benedicta vom Kreuz), Hl. Maximilian Kolbe, Hl. Józef Sebastian Pelczar, Bischof
,Hl. Ursula Ledóchowska


Mittwoch, 21. Oktober 2026

Ursula und Gefährtinnen

 

hl. Ursula und Gefährtinnen, bittet für uns!
 Rijksmuseum, Amsterdam

Märtyrin
Namensdeutung: kleine Bärin (lat.)
Namenstage: Ursula, Ursel, Ursulina
Gedenktag: 21. Oktober

Lebensdaten: geboren in der Bretagne, gestorben 383 oder 451 in Köln

Legende: Ursula war die Tochter eines Königs mit Namen Maurus und hatte sich Gott geweiht. Trotzdem wurde sie von ihrem Vater mit dem jungen Fürsten Ætherius verlobt. Ursula stellte zur Bedingung, dass ihr Bräutigam bis zur Hochzeit Christ würde, was damals ein jahrelanger Prozess war.

Zusammen mit zehn Gefährtinnen unternahm Ursula unterdessen eine Pilgerfahrt mit dem Schiff nach Rom. In Köln hatte die junge Frau eine Vision, die ihr das künftige Martyrium zeigte. Die Jungfrauen segelten rheinaufwärts bis nach Basel, wo das Elftausendjungfern-Gässli an sie erinnert, und zogen zu Fuß weiter bis nach Rom, wo sie mit Papst Cyriacus (oder Siricius) zusammentrafen.

Auf dem Rückweg in die bretonische Heimat kamen sie wieder nach Köln. Dort fielen die Hunnen brutal über die Frauen her, misshandelten und töteten sie. Lediglich Ursula überlebte, denn der Hunnenkönig Attila begehrte sie zur Frau. Weil sich Ursula aber weigerte, ihn zu heiraten, wurde sie mit einem Pfeil ins Herz getötet.

Als nun alle Jungfrauen tot waren, kam vom Himmel her ein Heer von 11.000 Engeln und trieb die Hunnen aus der Stadt. Die Kölner bestatteten sie feierlich und stellten ihre Stadt unter das Patronat der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen.

Verehrung: Über den Gräbern der Jungfrauen wurde die heutige Basilika St. Ursula errichtet, und ab dem 10. Jahrhundert war Ursula hochverehrt, bis ihr die Reliquien der Drei Heiligen Könige 1164 den Platz streitig machten. Nach ihr benannte Angela Merici die Gemeinschaft der Ursulinen, die sie 1535 gründete. Die Legende gab auch den Jungferninseln ihren Namen. Auf dem Stadtwappen von Köln finden sich die elf Jungfrauen als elf Blutstropfen wieder. Ursulas Gedenktag wurde bei der Kalenderreform 1969 gestrichen, 2003/2004 aber wieder aufgenommen.

Darstellung: als Fürstin mit Krone, Pfeil, Palme, Taube oder Kreuzfahne, manchmal als Schutzmantelheilige, ihre Gefährtinnen schützend

Patronin: von Köln, der Lehrerinnen und Erzieherinnen, der Jugend, kranken Kinder, Tuchhändler, der Universitäten Paris-Sorbonne, Wien und Coimbra, Helferin für eine gute Heirat und Ehe, für einen ruhigen Tod
(bistumaugsburg)


Fenster der Ursula mit ihren Gefährtinnen (Kölner Ursulakirche) und der Hymnus zu Ehren der elftausend Jungfrauen von Hildegard von Bingen

Am Grab der hl. Ursula in Köln, Ursulalegende

Schutzmantelursula und Leben der hl. Ursula (St. Ursula, Köln)

 

Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Kaisers Karl: 


Unter dem Schutz der Gottesmutter
 

Kaiser Karl als Kind 

Litanei zum sel. Karl, Bild in der Nikolauskathedrale in Budweis

Ein Mann des Friedens, Büste im Stift Stams

In der Kathedrale von Steinamanger


 
Ein Kaiser nach dem Herzen Jesu, Glasfenster in Maria Taferl

Dienstag, 20. Oktober 2026

Montag, 19. Oktober 2026

Approbation der Ordensregeln der Passionisten

 

Santi Giovanni e Paolo, Rom

Als im August 1740 Kardinal Lambertini als Papst Benedikt XIV. die Leitung der Gesamtkirche übernimmt, bittet Paul seine römischen Freunde und Gönner - insbesondere die Kardinäle Rezzonico und Corradini - dem neuen Papst das Anliegen der Approbation der Ordensregeln vorzubringen.
Im November desselben Jahres begibt er sich selbst zusammen mit seinem Bruder Johann Baptist nach Rom. Beide sind für vier Wochen Gast bei Kardinal Rezzonico, dem späteren Papst Klemens XIII.
Der Kardinal legt die handgeschriebenen Regeln dem Heiligen Vater vor. Nachdem der Papst sie gelesen hatte, soll er - so ist es uns überliefert - gesagt haben:
 "Dieser Orden vom Leiden Christi sollte als erster gegründet sein, und nun ist er als letzter entstanden."

Welche Sympathie der Papst der neu entstehenden Gemeinschaft entgegenbringt, wird daran deutlich, dass er zur Prüfung der Regeln eine Kommission einsetzt und genau die beiden Gönner-Kardinäle Rezzonico und Corradini zu Mitgliedern dieser Kommission ernennt. In einigen Punkten werden die Regeln geringfügig geändert, wodurch vor allem die allzu große Strenge in der Lebensweise gemildert werden soll. Doch im Wesentlichen bleiben sie unverändert.
Am 15. Mai 1741 ist es endlich soweit: die Regeln und Konstitutionen der Passionisten werden durch ein Reskript (ein offizielles Schreiben des Papstes) bestätigt. 21 Jahre hat Paul von Kreuz auf diesen Augenblick gewartet. Nun ist seine Freude und Dankbarkeit übergroß. Die gesamte Kommunität auf dem Monte Argentario ist von gleicher Freude erfüllt. Voller Dankbarkeit wird Gott, dem Herrn, dem Geber alles Guten, ein feierliches "Te Deum laudamus" (Großer Gott, wir loben Dich) gesungen.
(P. Martin Bialas CP, Im Zeichen des Kreuzes, 35f)

Anerkennung des Ordens der Passionisten, Grabeskapelle von Paul von Kreuz

 

Die Verherrlichung des hl. Paul vom Kreuz in der Kuppel der Grabeskapelle in Santi Giovanni e Paolo, deh heiligen Tod sterben

Kapelle des hl. Paul vom Kreuz in Santi Giovanni e Paolo, Paul vom Kreuz empfängt auf dem Totenbett die Sakramente, Hymnus zur Vesper, 2022

Am Grab des hl. Paul vom Kreuz in Rom, Gebet zum Heiligen Geist, bistumaugsburg, 2021

Bild beim Kreuzaltar in Maria Schutz am Semmering, sterben um im Willen Gottes zu leben

Glasfenster in der Grabeskapelle von  SS. Giovanni e Paolo, Rom; Paul vom Kreuz sieht sich im Ordensgewand der Passionisten, 2013

Sonntag, 18. Oktober 2026

Das " Heute" des Evangelisten Lukas

Die vier Evangelisten, San Paolo dentro le Mura, Rom


BENEDIKT XVI., 
ANGELUS

Petersplatz,  Sonntag, 27. Januar 2013

Liebe Brüder und Schwestern!

Die heutige Liturgie legt uns zwei aneinandergefügte Abschnitte aus dem Lukasevangelium vor. Der erste (1,1–4) ist der Prolog, der sich an einen gewissen »Theophilus« richtet; da dieser Name auf griechisch »Freund Gottes« bedeutet, können wir in ihm jeden Gläubigen sehen, der sich Gott öffnet und das Evangelium kennenlernen will. Der zweite Abschnitt (4,14–21) dagegen zeigt uns Jesus, der sich »erfüllt von der Kraft des Geistes« am Sabbat in die Synagoge von Nazareth begibt. Als gesetzestreuer Jude entzieht sich der Herr dem wöchentlichen liturgischen Rhythmus nicht und schließt sich der Versammlung seiner Landsleute im Gebet und im Hören der Schrift an. Der Ritus sieht die Lesung eines Textes aus der Thora oder den Propheten vor, gefolgt von einem Kommentar. An jenem Tag stand Jesus auf, um vorzulesen, und traf auf eine Stelle aus dem Propheten Jesaja, die so beginnt: »Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; / denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe« (61,1–2).

Origenes sagt dazu: »Es ist kein Zufall, daß er die Schriftrolle geöffnet und dabei das Kapitel der Lesung gefunden hat, das eine Prophezeiung über ihn enthält, doch auch dies war Werk der Vorsehung Gottes« (Homilie zum Lukasevangelium, 32,3). Nachdem Jesus nämlich die Lesung beendet hatte, sagte er in einer von Aufmerksamkeit geladenen Stille: »Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt« (Lk 4,21).
Der hl. Cyrillus von Alexandrien erklärt, daß das »Heute«, das zwischen dem ersten und dem letzten Kommen Christi steht, mit der Fähigkeit des Gläubigen verbunden ist, zu hören und umzukehren (vgl. PG 69,1241).
Doch in einem noch radikaleren Sinne ist Jesus selbst »das Heute« des Heils in der Geschichte, da er die Fülle der Erlösung vollendet. Der Begriff »heute«, den der hl. Lukas gern verwendet (vgl. 19,9; 23,43), führt uns zu dem von diesem Evangelisten bevorzugten christologischen Titel, nämlich »Retter« (»sōtēr«). Bereits in den Kindheitsgeschichten wird dieser in den Worten des Engels an die Hirten vorgelegt: »Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Messias, der Herr« (Lk 2,11).

Liebe Freunde, dieser Abschnitt richtet sich »heute« auch an uns. Vor allem veranlaßt er uns zum Nachdenken darüber, wie wir den Sonntag leben: einen Tag der Ruhe und der Familie, doch in erster Linie der Tag, der dem Herrn geweiht sein soll durch die Teilnahme an der Eucharistie, in der wir uns von Christi Leib und Blut sowie von seinem Wort des Lebens nähren. An zweiter Stelle lädt dieses Evangelium uns in unserer zerstreuten und unachtsamen Zeit ein, über unsere Fähigkeit zum Hören nachzudenken. Bevor man über Gott und mit Gott sprechen kann, muß man auf ihn hören, und die Liturgie der Kirche ist eine »Schule« dieses Hörens auf den Herrn, der zu uns spricht.

Schließlich sagt es uns, daß jeder Augenblick zu einem für unsere Umkehr günstigen »Heute« werden kann. Jeder Tag (»kathēmeran«) kann zum heilbringenden Heute werden, da das Heil Geschichte ist, die sich durch die Kirche und durch jeden Jünger Christi fortsetzt. Das ist der christliche Sinn des »carpe diem«: Erfasse das Heute, in dem Gott dich ruft, um dir das Heil zu schenken!

Die Jungfrau Maria sei stets unser Vorbild und leite uns, damit wir an jedem Tag unseres Lebens die Gegenwart Gottes, unseres Heilands und des Heilands der ganzen Menschheit, zu erkennen und anzunehmen wissen.

Glasfenster von Edward Burne Jones in St Michael´s, Linlithgow, Martyrologium Sancrucense

Statue in San Antonio, Lissabon 

Evangelisten im Stift Admont, Tagesgebet

Glasmalerei in Marylebone, London, erzabteibeuron

Kanzelbild in St. Nikolaus, Pamhagen, Burgenland

Mosaik hl. Lukas in S. Vitale, Ravenna (Evangelium für jeden, der Gott lieben möchte)

Lukas und das Gebet, Mosaik in der Helenakapelle in S. Croce in Gerusalemme in Rom, B16 über Lukas, 14.3.2012

Lukas mit dem Stiersymbol (Deckenfresko in S. Maria sopra Minerva, Rom), Walter Nigg, Christus als Opfer

Die Reliquien des Evangelisten Lukas in Padua (Vita und Botschaft von JPII. über Lukas, 15. Oktober 2000)

 

Heiliger Lukas, bitte für uns!

Die kaiserliche Steuer

 

Alte Pinakothek, München


Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 22

In jener Zeit
15 kamen die Pharisäer zusammen
und beschlossen, Jesus mit einer Frage eine Falle zu stellen.
16 Sie veranlassten ihre Jünger,
zusammen mit den Anhängern des Herodes zu ihm zu gehen
und zu sagen: Meister,
wir wissen, dass du die Wahrheit sagst
und wahrhaftig den Weg Gottes lehrst
und auf niemanden Rücksicht nimmst,
denn du siehst nicht auf die Person.
17 Sag uns also:
Was meinst du?
Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu zahlen,
oder nicht?
18 Jesus aber erkannte ihre böse Absicht
und sagte: Ihr Heuchler,
warum versucht ihr mich?
19 Zeigt mir die Münze, mit der ihr eure Steuern bezahlt!
Da hielten sie ihm einen Denár hin.
20 Er fragte sie: Wessen Bild und Aufschrift ist das?
21 Sie antworteten ihm: Des Kaisers.
Darauf sagte er zu ihnen:
So gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört,
und Gott, was Gott gehört!
(Evangelium vom 29. Sonntag im Jahreskreism, Lesejahr A)

Bernardo Strozzi, 1630, Gleichnis vom Zinsgroschen
Gebt Gott, was Gottes ist

Samstag, 17. Oktober 2026

Vor den Irrlehrern muss man sich hüten wie vor bösen Hunden (Ignatius von Antiochien)

 


Bischof, Märtyrer, Apostolischer Vater
Namensdeutung: der Feurige (lat.)
Namenstage: Ignatius, Ignaz, Nazju, Ignatio, Ignace
Gedenktag: 17. Oktober

Lebensdaten: geboren um 35 in Syrien, gestorben 107 in Rom

Lebensgeschichte und Bedeutung: Einer Legende des 4. Jahrhunderts nach war Ignatius das Kind, das Jesus in die Mitte seiner Jünger stellte und als Vorbild empfahl, um in das Himmelreich zu gelangen (Mt 18,2). Beständiger kirchlicher Überlieferung nach war er ein Schüler des Apostels Johannes, der ihn im Jahr 69 mit dem Bischofsamt von Antiochien (heute Antakya, Türkei) betraute, der drittwichtigsten Metropole des Römischen Reichs, wo zum ersten Mal die Bezeichnung „Christen“ aufkam (Apg 11,26).

Ignatius wurde laut der Kirchengeschichte von Eusebius von Caesarea „nach Rom geschickt und wegen seines Zeugnisses für Christus den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen“. Der Bischof erlitt im Flavischen Amphitheater (dem Kolosseum) das Martyrium.

Seine Bedeutung hat Ignatius aber seiner sieben Briefe wegen, die er auf seiner letzten Reise durch Kleinasien nach Rom schrieb. In ihnen kommt zum ersten Mal die Bezeichnung „katholische Kirche“ vor. Er verband mit der Mahnung, sich vor den aufkommenden Häresien zu hüten, die dringende Empfehlung, nicht von der Überlieferung der Apostel und der Einheit mit den Bischöfen, vor allem mit dem römischen, abzurücken.

Bei Ignatius findet sich das Bekenntnis zum einen Gott sowie zur Trinität von Vater, Sohn und Geist, er hielt gegen Irrlehrer die wahre Menschheit Jesu Christi fest, ohne Abstriche von dessen wahrer Göttlichkeit zu machen, und hinterließ eine sehr präzise Eucharistielehre, die unter anderem einschärft, dass sie nur unter Vorsitz des Bischofs oder eines seiner Delegierten gefeiert werden darf.

Verehrung: Ignatius, der im Ersten Eucharistischen Hochgebet gleich nach den Aposteln genannt wird, verehren die orientalischen Kirchen als „Vater der Orthodoxie“ (Rechtgläubigkeit), die koptische Kirche (mit einer antirömischen Spitze) als „Nachfolger Petri“, die lateinische Kirche als Apostolischen Vater. Die syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien tragen ihm zu Ehren alle den Namen Ignatius.

Als man der Legende nach seinen Leichnam barg und sein Herz gesondert entnahm, hatte sich darauf das griechische Christusmonogramm IHS eingebrannt. Eneko von Loyola nahm es sich zu eigen, als er sich in Ignatius umbenannte.

Darstellung: als betagter Bischof bei seinem Martyrium oder mit IHS-Monogramm
(bistumaugsburg)



San Paolo dentro le Mura, Rom

1. Es ist nämlich üblich geworden, dass einige in verwerflichem Truge zwar den (Christen-) Namen zur Schau tragen, aber andere Dinge tun, die Gottes unwürdig sind; diesen müsst ihr ausweichen wie wilden Tieren. Das sind nämlich wütende Hunde, die heimlich beißen; vor diesen müsst ihr euch hüten, da sie (ihre Bisse) schwer zu heilen sind.

2. Einer ist der Arzt, fleischlich sowohl als geistig, geboren und ungeboren, im Fleische wandelnd ein Gott, im Tode wahrhaftiges Leben, sowohl aus Maria als aus Gott, zuerst leidensfähig, dann leidensunfähig, Jesus Christus unser Herr.

(Ignatius an die Epheser, Kap. 7)


Glasfenster im Magdalen College, Oxford, Mahnung zu häufigem Gottesdienst

Ich bin das Attribut des Heiligen (Tansania)

Martyriumsbericht des hl. Ignatius, Glasfenster mit Löwen in der Ely Cathedral

Bezeugung des Jungfräulichkeit Mariens (Brief an die Epheser), Glasfenster St Giles Cambridge

Brief an die Römer 4-7, jetzt fange ich an Jünger zu sein, Glasfenster St Mary the Great, Cambridge

Ignatius mit den Löwen

Glasfenster in St. Paul in den Mauern
"Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende, spricht Gott der Herr"
Ignatius, Agnes, Sebastian,Cäcilia, Laurentius, Petronilla, Clemens, Pudentia

Freitag, 16. Oktober 2026

Hedwig von Schlesien

 

Sanktuarium św. Jadwigi w Trzebnicy

Am Grab der hl. Hedwig von Schlesien in Trebnitz

Sie stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Andechs (Bayern) und wurde dreizehnjährig mit Herzog Heinrich I. von Schlesien vermählt, dem sie sieben Kinder schenkte. Sie unterstützte den Gemahl auch tatkräftig bei der Vertiefung des christlichen Lebens und der Hebung der Kultur. Ähnlich ihrer Nichte, der hl. Elisabeth, ist sie ein großes Vorbild christlicher Nächstenliebe. Gestorben am 15. Oktober 1243 im Zisterzienserinnenkloster Trebnitz, das sie gegründet und in dem sie als Witwe gelebt hat. Sie ruht in der dortigen Klosterkirche. (erzabteibeuron)

Allmächtiger Gott, du hast die heilige Herzogin Hedwig
zu einer Botin des Friedens gemacht
und ihr die Gnade geschenkt,
inmitten weltlicher Aufgaben
ein Beispiel barmherziger Liebe zu geben.
Hilf auf ihre Fürsprache auch uns,
für Versöhnung und Frieden
unter den Menschen zu wirken
und dir in den Notleidenden zu dienen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Heilige Hedwig, bitte für uns

 

Am 16. Oktober gedenkt die Kirche auch
des hl. Gallus,
der hl. Margaretha Maria Alacoque
und des Redemptoristen Gerhard Majella.

Donnerstag, 15. Oktober 2026

Friedensgebet im Stephansdom mit Botschaft der Muttergottes an den Seher Ivan Dragičević

nach dem Gebet

Ein besonderes Gebet um den Frieden fand am 14. Oktober 2026 im Wiener Stephansdom statt, wo viele Gläubige gemeinsam mit Ivan Dragičević aus Medjugorje und vielen Menschen um den Frieden betetnn.

Unzählige Male lädt uns Maria, die Königin des Friedens, in ihren Botschaften, die uns die Seher in Medjugorje seit dem 25. Juni 1981 übermitteln, zum Fasten und Beten um den Frieden ein und erinnert uns daran, dass der Friede, bei all unseren menschlichen Anstrengungen, letztlich ein Geschenk ist.

„Friede, Friede, Friede – und nur Friede! Zwischen Gott und Mensch soll wieder Friede herrschen! Der Friede soll unter den Menschen sein!“ Medjugorje, 26. Juni 1981

„Ohne Gebet gibt es keinen Frieden. Deshalb sage ich euch, liebe Kinder, betet vor dem Kreuz für den Frieden!“ Medjugorje, 6. September 1984

„Liebe Kinder! Auch heute danke ich dem Allmächtigen, dass ich bei euch bin und euch zum Gott der Liebe und des Friedens führen kann.“ Medjugorje, 25. Juni 2025


Botschaft der Muttergottes am 14. 10. 2026 beim Friedensgebet in Wien


Liebe Kinder!

Heute, da ihr in dieser Kathedrale versammelt seid, möchte ich euch noch einmal dazu aufrufen: Öffnet eure Herzen für Gott!
Meine lieben Kinder, die Welt von heute ist verwundet.
Viele Herzen haben den Frieden verloren, viele Familien das gemeinsame Gebet, und viele Menschen leben so, als gäbe es Gott nicht.

Lasst nicht zu, dass die Angst stärker ist als euer Glaube, dass der Hass stärker ist als die Liebe oder dass die Finsternis dieser Welt das Licht auslöscht, das mein Sohn Jesus euch schenken möchte.

Liebe Kinder, der Friede beginnt nicht in den großen Palästen der Welt. Der Friede beginnt in euren Herzen, in euren Familien, in eurer Vergebung und in eurem Gebet.

'Deshalb rufe ich euch auf: Kehrt zum Gebet zurück! Kehrt zur Heiligen Messe zurück! Kehrt zur Beichte zurück! Kehrt zu meinem Sohn Jesus zurück, denn ohne Ihn gibt es keinen wahren Frieden.

Liebe Kinder, wartet nicht bis morgen, um euer Leben zu ändern.
Wartet nicht darauf, dass die Welt besser wird. Beginnt heute bei euch selbst.
Seid Licht, wo Finsternis herrscht. Seid eine Stimme des Friedens, wo von Krieg gesprochen wird. Seid Hände der Liebe, wo Menschen leiden.
Ich rufe euch besonders dazu auf, für eure Familien zu beten, für die jungen Menschen, die nach dem Sinn des Lebens suchen, für die Priester, für die Kirche und für den Frieden in der ganzen Welt.

Fürchtet euch nicht vor der Zukunft, wenn ihr mit Gott geht.
Verliert nicht die Hoffnung, wenn ihr die Kreuze des Lebens seht.
Mein Sohn Jesus hat den Tod besiegt, und in Ihm liegt eure Hoffnung.

Danke, dass ihr dem Ruf zum Gebet und zum Frieden gefolgt seid.“

Der Seher Ivan berichtet von der Erscheinung am 15. Oktober 2ß26 (youtube) 

Ihn noch mehr erfreuen (Teresa von Avila)

 

Durchbohrung des Herzens der hl. Teresa von Avila
Sebastiano Ricci, um 1727

O meine Schwestern, wie wenig wird die Seele, von der Gott in solch besonderen Weise Besitz ergriffen hat, noch an ihre eigene Ruhe denken;
wie gering wird sie alle Ehre achten, und wie fern wird es ihr liegen, etwas gelten zu wollen.
Denn ist sie viel mit ihm beisammen, wie es sein soll, so denkt sie wohl wenig an sich selbst.
Ihr ganzes Sinnen richtet sich darauf, wie sie ihn noch mehr erfreuen und worin sie die Liebe, die sie für ihn hegt, zum Ausdruck bringen könnte. 

Teresa von Avila, 7 Innere Burg, 4.6.

Gemälde der Exstase/Herzverwundung im Wiener Kloster der Redemptoristen, Süß und schmerzhaft

Altar der hl. Teresa in Marianka, Slowakei, Herzverwundung

Im Kloster der Menschwerdung

Statue der hl. Theresia in Alba den Tormes, Gnaden durch das innere Gebet

Bild der Heiligsprechung durch Gregor XV. (Museum Alba de Tormes) - inneres Gebet

Verherrlichung der hl. Theresia, Karmel Brescia (Hymnus Lesehore, Vita)

Über das Gebet

Stundengebet des Karmel

In der Taufkirche der hl. Theresia von Avila

Der Konvent über dem Geburtshaus der hl. Theresia

Wie der Herr begonnen hat, meine Seele wachzurufen - Begegnung mit dem Schmerzensmann

Die Gnade der geistlichen Vermählung

Das verwundete Herz 

Am Grab der hl. Theresia von Avila in Alba de Tormes 




Mittwoch, 14. Oktober 2026

Die Werke des Fleisches und die Frucht des Geistes (Das Fest des Bohnenkönigs)

 Heute gedenkt die Kirche des Papstes Callistus/Kalixtus I.

Das Fest des Bohnenkönigs, Jakob Jordaens, um 1640/1645

Die zu Christus gehören, haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulusan die Gemeinden in Galátien 5

Schwestern und Brüder!
18 Wenn ihr euch vom Geist führen lasst,
dann steht ihr nicht unter dem Gesetz.
19 Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar:
Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,
20 Götzendienst, Zauberei,
Feindschaften, Streit, Eifersucht,
Jähzorn, Eigennutz,
Spaltungen, Parteiungen,
21 Neid, maßloses Trinken und Essen
und Ähnliches mehr.
Ich sage euch voraus, wie ich es früher vorausgesagt habe:
Wer so etwas tut, wird das Reich Gottes nicht erben.
22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede,
Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue,
23 Sanftmut und Enthaltsamkeit;
gegen all das ist das Gesetz nicht.
24 Die zu Christus Jesus gehören,
haben das Fleisch und damit ihre Leidenschaften und Begierden gekreuzigt.
25 Wenn wir im Geist leben,
lasst uns auch im Geist wandeln!
(Lesung vom Mittwoch der 28. Woche im Jahreskreis)