Dienstag, 3. Februar 2026

Blasius im mittelalterlichen Becket-Window

 


Heiliger Blasius, bitte für uns (um 1320)

Nach der Legende wurde Bischof Blasius von Sebaste in Armenien unter Kaiser Licinius nach grausamen Martern enthauptet (um 316). Seine seit dem Mittelalter im Morgen- und Abendland weitverbreitete Verehrung beruht auf legendären Berichten: Heilung eines Knaben, der an einer verschluckten Fischgräte zu ersticken drohte, Übergabe einer Kerze und anderer Gaben durch eine Frau, der er das vom Wolf geraubte Schwein zurückbrachte. (erzabteibeuronde)


Herr, unser Gott,erhöre dein Volk, das am Tag des heiligen
Bischofs und Märtyrers Blasius zu dir ruft.
Bewahre uns vor Krankheit und Schaden
in diesem zeitlichen Leben
und hilf uns in aller Not,
damit wir das ewige Heil erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Christ Church Cathedral, Oxford


Montag, 2. Februar 2026

Die Wesenszüge Christi sichtbar machen (Mariä Lichtmess - Tag des geweihten Lebens)

 

St Botolph, Boston


BOTSCHAFT VON JOHANNES PAUL II.
ANLÄßLICH DES I. TAGES DES GEWEIHTEN LEBENS

Verehrte Mitbrüder im Bischofsamt,
liebe Personen des geweihten Lebens!

1. Die Feier des Tages des geweihten Lebens, der am kommenden 2. Februar zum ersten Mal begangen wird, will der ganzen Kirche helfen, das Zeugnis der Männer und Frauen, die sich für ein Leben der engeren Christusnachfolge durch die Übernahme der evangelischen Räte entschieden haben, immer mehr wertzuschätzen. Zugleich will er für die Personen des geweihten Lebens Gelegenheit sein, ihre Vorsätze zu erneuern und ihre Hingabe an den Herrn zu verlebendigen.

Die Sendung des geweihten Lebens in der Gegenwart und Zukunft der Kirche an der Schwelle zum dritten Jahrtausend betrifft nicht nur diejenigen, denen dieses besondere Charisma geschenkt wurde, sondern alle Christen. In meinem nachsynodalen apostolischen Schreiben Vita Consecrata, das im letzten Jahr veröffentlicht wurde, habe ich geschrieben: "Tatsächlich steht das geweihte Leben als entscheidendes Element für die Sendung der Kirche in deren Herz und Mitte, da es »das innerste Wesen der christlichen Berufung offenbart und darstellt« und das Streben der ganzen Kirche als Braut nach der Vereinigung mit dem einen Bräutigam zum Ausdruck bringt" (n. 3). Die Personen des geweihten Lebens möchte ich noch einmal ermuntern, mit Vertrauen in die Zukunft zu blicken und auf die Treue Gottes und die Macht seiner Gnade zu bauen, die fähig ist, immer neue Wunder zu wirken: "Ihr sollt euch nicht nur einer glanzvollen Geschichte erinnern und darüber erzählen, sondern ihr habt eine große Geschichte aufzubauen! Blickt in die Zukunft, in die der Geist euch versetzt, um durch euch noch große Dinge zu vollbringen" (ebd.., 110).

Die Gründe für einen Tag des geweihten Lebens

1. Das Ziel eines solchen Tages ist darum ein dreifaches: zunächst entspricht er dem inneren Bedürfnis, den Herrn in noch feierlicherer Weise zu preisen und ihm für das große Geschenk des geweihten Lebens zu danken. Denn es bereichert und erfreut die christliche Gemeinschaft mit der Vielfalt seiner Charismen und den Früchten der Erbauung, die aus der Ganzhingabe so vieler an Gottes Reich fließen. Wir dürfen niemals vergessen, daß das geweihte Leben nicht zuerst Ergebnis menschlicher Anstrengungen ist, sondern Gabe, die von oben kommt, Initiative des Vaters, "der sein Geschöpf mit einer besonderen Liebe und im Hinblick auf eine spezielle Sendung an sich zieht" (ebd., 17). Dieser Blick seiner bevorzugten Liebe trifft zutiefst das Herz des Gerufenen, welcher sich vom Heiligen Geist bewegt aufmacht, der Spur Christi in einer Form der besonderen Nachfolge durch die Übernahme der evangelischen Räte der Jungfräulichkeit, der Armut und des Gehorsams nachzugehen. Welch wunderbares Geschenk!

"Was wäre die Welt, wenn es die Ordensleute nicht gäbe?", fragte sich zurecht die hl. Theresia (Buch des Lebens, Kap. 32, 11). Eine Frage, die uns anregt, dem Herrn unentwegt dafür zu danken, daß er mit dieser besonderen Gabe des Geistes seine Kirche auf ihrem schwierigen Weg durch die Welt belebt und ihr beisteht.

3. Zweitens will dieser Tag die Kenntnis und die Wertschätzung des geweihten Lebens im ganzen Gottesvolk fördern.

Wie das Konzil hervorhob (vgl. Lumen gentium, 44), und wie ich selbst in dem oben genannten Apostolischen Schreiben bekräftigt habe, "ahmt das geweihte Leben .... die Lebensform »ausdrücklicher nach und bringt sie in der Kirche ständig zur Darstellung«, die Jesus, der höchste Geweihte und Gesandte des Vaters für sein Reich und für die Jünger, die ihm folgten, bestimmt hat" (n. 22). Das geweihte Leben ist also in besonderer und lebendiger Weise Erinnerung an das Sohn-Sein Jesu, der den Vater zu seiner einzigen Liebe macht - die Jungfräulichkeit Jesu -, der all seinen Reichtum ausschließlich in Ihm findet, - seine Armut -, und für den der Wille des Vaters die "Speise" ist, die ihn nährt (vgl. Joh 4,34) - sein Gehorsam.

Diese Lebensform, die Christus selbst auf sich genommen hat, und die besonders durch die Personen des geweihten Lebens gegenwärtig gesetzt wird, ist von großer Bedeutung für die Kirche, die ja in jedem ihrer Glieder gerufen ist, gleichermaßen nach Gott als ihrem Alles zu trachten und Christus im Licht und in der Kraft des Heiligen Geistes nachzufolgen.

Das Leben der besonderen Weihe an Gott in seinen vielfältigen Ausdrucksformen steht somit im Dienst an der Taufweihe aller Gläubigen. In der Betrachtung der Gabe des geweihten Lebens betrachtet die Kirche ihre innerste Berufung, allein ihrem Herrn zu gehören und in seinen Augen "ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig und makellos" (Ef 5,27) zu sein.

So ist verständlich, warum man dieser Lebensform einen speziellen Tag widmet, der dazu beiträgt, daß alle Glieder des Gottesvolkes eingehender und tiefer über das geweihte Leben nachdenken und seine Lehre aufnehmen.

4. Der dritte Beweggrund betrifft direkt die Personen des geweihten Lebens, die eingeladen sind, gemeinsam und in feierlicher Weise die Wundertaten zu feiern, die der Herr an ihnen vollbracht hat, um mit noch klarerem Glaubensblick die Strahlen der göttlichen Schönheit wahrzunehmen, die der Geist ihrer Lebensform verliehen hat, und um sich ihrer unersetzlichen Sendung in der Kirche und in der Welt lebendiger bewußt zu werden.

In eine oft hektische und zerstreuende Welt hineingestellt, und manches Mal von drängenden Aufgaben in Beschlag genommen, wird die Feier solch eines jährlichen Gedenktages den Personen des geweihten Lebens auch helfen, zu den Quellen ihrer Berufung zurückzukehren, eine Bilanz ihres eigenen Lebens zu ziehen und die Verpflichtung ihrer Weihe zu bekräftigen. So können sie den Männern und Frauen unserer Zeit in den verschiedenen Lebenslagen mit Freude Zeugnis davon geben, daß der Herr die Liebe ist und fähig, das Herz des Menschen zu erfüllen.

Es ist wirklich dringend notwendig, daß das geweihte Leben sich immer mehr als "von Freude und vom Heiligen Geist erfüllt" darstellt, schwungvoll die Wege der Sendung geht, und aufgrund des gelebten Zeugnisses an Glaubwürdigkeit gewinnt, denn "der heutige Mensch ... hört lieber auf Zeugen als auf Gelehrte, und wenn er auf Gelehrte hört, dann eben, weil sie Zeugen sind." (Apost. Schreiben, Evangelii nuntiandi, n. 41).

Am Fest der Darstellung des Herrn

5. Der Tag des geweihten Lebens wird an dem kirchlichen Festtag begangen, der daran erinnert, daß Maria und Joseph Jesus im Tempel dargebracht haben, "um ihn dem Herrn zu weihen" (Lk 2,22).

In dieser Szene des Evangeliums wird das Geheimnis Christi, des Geweihten des Vaters enthüllt, der in die Welt gekommen ist, um den Willen Gottes treu zu erfüllen (vgl. Hebr. 10, 5-7). Simeon bezeichnet ihn als "Licht, das die Heiden erleuchtet" (Lk 2,32) und sagt mit prophetischen Worten das erhabene Opfer Jesu an den Vater und seinen endgültigen Sieg voraus (vgl. Lk 2, 32-35).

Die Darstellung Jesu im Tempel ist so ein beredtes Bild der Ganzhingabe des eigenen Lebens für diejenigen, die berufen sind, in der Kirche und in der Welt durch die evangelischen Räte "die Wesenszüge Christi - Jungfräulichkeit, Armut und Gehorsam" (Apost. Schreiben Vita consecrata, n. 1) sichtbar zu machen.

Mit der Darstellung Christi ist Maria verbunden.

Die jungfräuliche Mutter, die ihren Sohn zum Tempel bringt, um ihn dem Vater zu weihen, ist ein treffendes Bild für die Kirche, die fortfährt, ihre Söhne und Töchter dem himmlischen Vater darzubringen und sie so mit dem einzigen Opfer Christi zu verbinden, das Grund und Vorbild jeder Weihe in der Kirche ist.

Seit einigen Jahrzehnten ist der 2. Februar in der Kirche Roms und in anderen Diözesen für zahlreiche Mitglieder von Instituten des geweihten Lebens und Gesellschaften des Apostolischen Lebens Anlaß, sich gleichsam spontan um den Papst und die Hirten der jeweiligen Diözesen zu scharen, um in Gemeinschaft mit dem ganzen Volk Gottes auf die Gabe und Verpflichtung ihrer Berufung, die Vielfältigkeit der Charismen des geweihten Lebens und ihre spezifische Präsenz in der Gemeinschaft der Gläubigen aufmerksam zu machen.

Es ist mein Wunsch, daß diese Erfahrung sich auf die ganze Kirche ausweitet, damit die Feier des Tages des geweihten Lebens die Personen des geweihten Lebens und die anderen Gläubigen zusammenbringt, um mit der Gottesmutter Maria die Wundertaten zu besingen, die der Herr an so vielen seiner Söhne und Töchter vollbracht hat, und um allen kundzutun, daß alle von Christus Erlösten dazu bestimmt sind, "ein Volk zu sein, das ihm heilig ist" (Dt 28,9).

Die erwarteten Früchte für die Sendung der ganzen Kirche

6. Liebe Brüder und Schwestern, während ich die Einrichtung dieses Gedenktages dem mütterlichen Schutz Mariens anempfehle, wünsche ich von Herzen, daß er reiche Frucht für die Heiligkeit und Sendung der Kirche trage. Insbesondere möge er helfen, in der Gemeinschaft der Christen die Wertschätzung für die Berufungen zum geweihten Leben zu vermehren, das Gebet um Berufungen in ihr zu intensivieren, und so dazu beitragen, daß in den Jugendlichen und ihren Familien eine Haltung großherziger Bereitschaft reifen kann, diese Gabe anzunehmen. Dies wird dem kirchlichen Leben in seiner Gesamtheit zum Nutzen gereichen und der Neuevangelisierung Kraft geben.

Ich vertraue darauf, daß dieser "Tag" des Gebets und der Reflektion den Ortskirchen hilft, das Geschenk des geweihten Lebens immer mehr zu schätzen und sich an seiner Botschaft zu messen, um das rechte und fruchtbare Gleichgewicht zwischen Aktion und Kontemplation, Gebet und tätiger Nächstenliebe, Engagement im Hier und Jetzt der Geschichte und eschatologischer Erwartung zu finden.

Die Jungfrau Maria, die das hohe Vorrecht hatte, dem Vater seinen eingeborenen Sohn Jesus Christus als reine und heilige Opfergabe darzubringen, möge dafür sorgen, daß wir immer offen und aufnahmebereit für die großen Werke sind, die Er nicht aufhört, zum Wohl seiner Kirche und der ganzen Menschheit zu vollbringen.

Indem ich den Personen des geweihten Lebens Beständigkeit und Freude an ihrer Berufung wünsche, erteile ich allen meinen Apostolischen Segen.

Aus dem Vatikan, am 6. Januar 1997



Nun lässt du Herr deinen Knecht, wie du gesagt hast in Frieden scheiden,
denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast,
ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Fenster der Darstellung des Herrn, St Botolph, Boston



Glasfenster in Corpus Christi Brixton, London, Benedikt XVI., 2. Februar 2013

Glasfenster in St James, Spanish Place, London

Fresko in der Domininikanerkirche in Malta/Vittoriosa

Relief in Notre Dame de Paris (Präfation)

Rosenkranzgeheimnisse um das Hochaltarbild in der Wiener Dominikanerkirche

Rosenkranzstation auf dem Erscheinungsberg in Medjugorje

Rosenkranzbasilika in Lourdes (Johannes Paul II., 2. Februar 2000)

Fra Bartolomeo, Kunsthistorisches Museum, Wien

Relief in St. Agatha, Hausleiten, Niederösterreich (Papst Benedikt XVI. zur Darstellung d. Herrn 2003)

Mariä Lichtmess im Musee des Beaux Arts - Brüssel

Alte Gebete zur Kerzenweihe

Mariä Lichtmess in S. Maria in Trastevere - Rom (Johannes Paul II. in Redemptoris Mater) 
 
Mariä Lichtmess in Alba de Tormes (Hymnus)

Mariä Lichtmess in der Basilika Frauenkirchen (Papst Benedikt XVI. über das gottgeweihte Leben am 2.2.2006) 

Sonntag, 1. Februar 2026

Die Seligpreisungen sind nur von Jesus her verständlich

Jesu Belehrung im Evangelium geht ausdrücklich an seine Jünger, an solche also, die bereit sind, ihn nicht nur anzuhören, sondern mit ihm zu gehen: Die neunte Seligpreisung (Mt 5,11-12a) spricht sie unmittelbar an.
Was Jesus hier programmatisch sagt, ist keine Allerweltsmoral, die jeder verstehen könnte, sondern der reine Ausdruck seines persönlichsten Auftrags und Geschicks.

Er ist der für uns Armgewordene, der über Jerusalem Weinende, der Gewaltlose, an dem alle Gewalt der Welt sich austobt und zerschellt, er der nach dem Gottesrecht Hungernde und Dürstende, bis er es, verdurstend, herbeigeführt hat.

Er ist der auf Erden die Barmherzigkeit Gottes Offenbarende und Durchführende, er hat das reine Herz, das den Vater immerfort schaut, er ist, wie Paulus sagt, "unser Friede", indem er die Feindschaft in seinem gekreuzigten Leib tötet (Eph 2,14-17).

Er ist der von der ganzen Welt um seiner Verkörperung der Gerechtigkeit willen Verfolgte. In all diesen Beziehungen ist er der Selige, weil er das von Gott der Welt zugedachte Heil vollkommen verkörpert und es ihr vermittelt.

Darüber jubelt er schon auf der Welt inmitten aller Drangsale (Lk 10,21) und wird als der die Sendung Vollendende und zum Vater Heimkehrende ewig jubeln. Seine ganze Verkündigung beginnt er mit einer zur Nachfolgenden Selbstdarstellung.
(Hans Urs von Balthasar, Licht des Wortes, 36)

Pfarrkirche Simonsfeld

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit,
1 als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten,
stieg er auf den Berg.
Er setzte sich
und seine Jünger traten zu ihm.
2Und er öffnete seinen Mund,
er lehrte sie und sprach:
3Selig, die arm sind vor Gott;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
4Selig die Trauernden;
denn sie werden getröstet werden.
5Selig die Sanftmütigen;
denn sie werden das Land erben.
6Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;
denn sie werden gesättigt werden.
7Selig die Barmherzigen;
denn sie werden Erbarmen finden.
8Selig, die rein sind im Herzen;
denn sie werden Gott schauen.
9Selig, die Frieden stiften;
denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
10Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
11Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt
und alles Böse über euch redet um meinetwillen.
12aFreut euch und jubelt:
Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.

Predigt des Herrn

Samstag, 31. Januar 2026

Heiliger Don Bosco, bitte für uns!

 



CHATGPT nach dem Monument des hl. Johannes Bosco befragt:
Das Denkmal von Don Bosco vor der Kirche Santa Maria Ausiliatrice (Maria Hilf) in Turin zeigt nicht einfach nur eine Statue, sondern eine reich ausgestaltete Bronzeskulptur mit mehreren Figuren und erzählerischen Elementen, die das Leben und die Bestrebungen des heiligen Giovanni „Don“ Bosco symbolisiert – insbesondere seine Mission als Erzieher und Fürsprecher Jugendlicher und seine devotionale Ausrichtung auf Christus und Maria.

  • Don Bosco selbst steht oben auf dem Monument, mit einem liebenden, freundlichen Blick auf eine Gruppe von Kindern gerichtet. 

  • Um den Heiligen herum sind mehrere Kinderfiguren gruppiert. Diese verweisen direkt auf sein Lebenswerk: Don Bosco widmete sich insbesondere der Bildung, Betreuung und Erziehung von armen und benachteiligten Jugendlichen in Turin.

  • Am Fuß des Denkmals befindet sich eine weitere Figurengruppe, die allegorisch Glaube und Hoffnung darstellt: Ein Mann küsst ein Kreuz, das eine Frau (eine Art Madonna-Figur) hält – ein Hinweis auf die zentrale Rolle des christlichen Glaubens, Trost und Hingabe im Leben Boscos und seiner Gemeinschaft.

Das Denkmal stellt Don Bosco als liebevollen Vater und Lehrer dar, der Jugendlichen Hoffnung gibt und durch seinen Glauben sowie seine Dienste christliche Werte lebt und weitergibt. Die Szene mit den Kindern, den allegorischen Figuren und den Reliefs vermittelt seine pädagogische, spirituelle und soziale Mission und die wichtigsten Elemente seines Wirkens – seine Beziehung zu Christus und Maria sowie sein Engagement für Bildung, Mission und Hilfe für Bedürftige.

Eine Figur (beschrieben als Indio) kniet vor einer Darstellung der Maria Ausiliatrice (Maria Hilfe der Christen), zu der junge Frauen Blumen bringen – hier wird Boscos besondere Verehrung der Maria betont,
die auch dem Kirchenpatrozinium entspricht.

Eucharistische Verehrung und christliche Tugenden:
Hier sieht man eine betende Frau mit Kind und einen Arbeiter in andächtiger Haltung,
was für christliche Hingabe und die Fürsorge für Familien und Arbeiter steht.

Ein Mann, der sich vorbeugt, um ein Kreuz zu küssen,
das eine Frau hält
, die an eine Madonnenfigur erinnert.
Das steht symbolisch für Trost, Glauben und spirituelle Hingabe,
die Don Bosco und seine Gemeinschaft anderen Menschen bringen wollten.

Basilika und Grabeskirche des hl. Don Bosco in Turin

 Reliquie des Don Bosco in der Basilika in Castelnuovo (Empfehlungen an Missionare)

Einen Gedanken für Gott entfachen (Statue bei der Basilika in Castelnuovo)

Don Bosco, Zauberer und Seiltänzer

Don Bosco assistiert bei der ersten hl. Messe von Don Michele Rua

Don Bosco über das Priestertum (Castelnuovo)

Hochaltarbild Maria-Hilf Basilika in Turin

Die Basilika am Geburtsort Don Boscos

Gebet Don Boscos zu Maria, Hilfe der Christen

Der Traum über die Überschwemmung (MEDOUM)

Don Boscos Traum von den Säulen im Meer

Am Grab des hl. Don Bosco in Turin

Don Boscos Elternhaus in Castelnuovo 

Don Bosco als Seelsorger (Annecy)

Beichte und Eucharistie (Sakristei der Mariahilfbasilika)

Freitag, 30. Januar 2026

Die Frau war sehr schön anzusehen

 

David und Batseba, Lucas Cranach der Jüngere, Gemäldegalerie Alte Meister Dresden


Lesung aus dem zweiten Buch Sámuel 11

1 Um die Jahreswende,
zu der Zeit, in der die Könige in den Krieg ziehen,
schickte David
Joab mit seinen Knechten und ganz Israel aus
und sie verwüsteten das Land der Ammoníter
und belagerten Rabba.
David selbst aber blieb in Jerusalem.
2 Als David einmal zur Abendzeit von seinem Lager aufstand
und auf dem Flachdach des Königspalastes hin- und herging,
sah er von dort aus eine Frau, die badete.
Die Frau war sehr schön anzusehen.
3 David schickte jemand hin, erkundigte sich nach ihr und sagte:
Ist das nicht Batséba, die Tochter Ámmiëls,
die Frau des Hetíters Uríja?
4a Darauf schickte David Boten zu ihr und ließ sie holen;
sie kam zu ihm und er schlief mit ihr.
4c Dann kehrte sie in ihr Haus zurück.
5 Die Frau war aber schwanger geworden
und schickte deshalb zu David
und ließ ihm mitteilen: Ich bin schwanger.
Darauf sandte David zu Joab
und ließ ihm sagen: Schick den Hetíter Uríja zu mir!
Und Joab schickte Uríja zu David.
7 Als Uríja zu ihm kam,
fragte David, ob es Joab und dem Volk gut gehe
und wie es mit dem Kampf stehe.
8 Dann sagte er zu Uríja:
Geh in dein Haus hinab und wasch dir die Füße!
Uríja verließ das Haus des Königs
und es wurde ihm ein Geschenk des Königs nachgetragen.
Uríja aber legte sich am Tor des Königshauses
bei den Knechten seines Herrn nieder
und ging nicht in sein Haus hinab.
10a Man berichtete David:
Uríja ist nicht in sein Haus hinabgegangen.
13 David lud ihn ein, bei ihm zu essen und zu trinken,
und machte ihn betrunken.
Am Abend aber ging Uríja weg,
um sich wieder auf seinem Lager
bei den Knechten seines Herrn niederzulegen;
er ging nicht in sein Haus hinab.
14 Am anderen Morgen schrieb David einen Brief an Joab
und ließ ihn durch Uríja überbringen.
15 Er schrieb in dem Brief:
Stellt Uríja nach vorn, wo der Kampf am heftigsten ist,
dann zieht euch von ihm zurück,
sodass er getroffen wird und den Tod findet!
16 Joab hatte die Stadt beobachtet
und er stellte Uríja an einen Platz,
von dem er wusste,
dass dort besonders tüchtige Krieger standen.
17 Als dann die Leute aus der Stadt einen Ausfall machten
und gegen Joab kämpften,
fielen einige vom Volk, das heißt von den Kriegern Davids;
auch der Hetíter Uríja fand den Tod.
(Lesung vom Freitag der 3. Woche im Jahreskreis)

Donnerstag, 29. Januar 2026

Josef Freinademetz an seine Eltern

 

die Eltern des hl. Josef Freinadametz
 

Liebe Eltern!
In Eile ein paar Zeilen, um Euch zu informieren über meinen Zustand voller Gesundheit, Zufriedenheit und Freude im Herrn. Ich hoffe und ich bitte alle Tage den guten Gott, dass er sich würdigen möge, meinen guten Eltern beizustehen und sie zu trösten, die Ihr jetzt in Eurem Alter unter der Last verschiedener und recht schwerer Kreuze seufzt. Manchmal wäre ich ja gern bei Euch, um Euch das Kreuz zu erleichtern, wenigstens mit einem guten Wort.
Da das nicht möglich ist, bitte ich Euch, lieber Vater und Mutter, Hilfe, Trost und Kraft dort zu suchen, wo allein Ihr dies im Übermaß findet, d.h. im Herzen Jesu, zu Füßen der Schmerzensmutter und in der vollkommenen Erfüllung des göttlichen Willens. Dort findet Ihr die Geduld, die Ihr so nötig habt.

Ich bitte auch, ja, ich beschwöre euch, meine Brüder und Schwestern, bemüht Euch stets, die Eltern in ihren alten Tagen zu trösten mit Eurem Gebet und einem guten Verhalten, mit Geduld und kindlicher Liebe, denn davon hängt eure Ewigkeit ab, ob sie selig oder grenzenlos unglücklich ist. Mir zerreißt es das Herz in der Brust beim Gedanken, dass auch nur ein einziger aus unserer Familie sich mit einem schlechten Leben die Hölle erkaufen könnte. Die Zeit vergeht, der Tod kommt, sorgen wir vor, solange noch Zeit ist. Gott dienen und die Seele retten, alles andere hat keinen Wert.

Hier in China geht es mit der Mission hinreichend gut, der Herr fährt fort mit seinem Segen, in die Tausende gehen die Seelen, die wir vor der Hölle retten können. Doch groß sind die Leiden, die diese armen Neuchristen von Seiten der Heiden aushalten müssen. Sie werden beschimpft, verflucht, geschlagen, den Händen der Obrigkeit ausgeliefert, man zerstört ihre Häuser, legt Feuer daran und vieles andere, das diese Armen zu leiden haben. Manche von ihnen werden im Glauben schwach, aber der große Teil steht fest.
Doch all diese Verfolgungen sind auch eine Tortur und sogar ein Martyrium für das Herz eines armen Missionars, der seine Neuchristen mit Vaterliebe liebt. Ich erwähne gar nicht die vielen anderen Gefahren, die uns überall umgeben; zum Beispiel ist die Gegend, in der ich mich aufhalte, voll von Räubern und Mördern, die überall die Leute angreifen und ausrauben. Vor wenigen Tagen haben Diebe mitten in der Nacht ein Loch in das Haus gemacht, in dem ich schlief, und waren drauf und dran, Sachen unter meinem Bett zu rauben, als ich von ihrem Lärm erwachte und sofort die Christen um Hilfe rief. Es ging gut aus, die Diebe machten sich davon, und ich ging wieder zu Bett.

Wahrlich, welch schönes Leben ist das Leben des Missionars! Und doch würde ich nicht mit Eurem Kaiser in Wien tauschen.
Die zwei ganz besonderen Gnaden, die mir der Herr geschenkt hat und für die zu danken ich die ganze Ewigkeit hindurch nicht aufhören werde, sind, dass er mir die Gnade des Priestertums geschenkt hat und dass er mich zum Missionar gemacht hat.
Letztes Jahr haben sie uns zwei junge Missionare versetzt; jedoch kamen vier andere von Europa, und der Bischof hatte den Trost und die Vollmacht, am Fest der unbefleckten Empfängnis die beiden ältesten unserer chinesischen Seminaristen zu Priestern zu weihen.

Ich muss schließen, habe Dringendes zu tum. Tausend Grüße an alle, Verwandte und Bekannte.

Betet viel für Euren Giuseppe
China, den 5. Februar 1890

(Josef Freinademetz, Briefe an die Heimat, 95f)

s
Holzstatue des Josef Freinadametz im Elternhaus in Oies



Mittwoch, 28. Januar 2026

Wer also Gott liebt, hat ihn in sich (Thomas von Aquin)

 

Thomas von Aquin bei der Kanzel
Die Wahrheit spricht meine Zunge,
Unrechtes ist meinen Lippen ein Gräuel
Sprichwörter 8,7

 

Der Triumpf des hl. Thomas in der Spanischen Kapelle in S. Maria Novella, Florenz

Der Reliquienschrein des hl. Thomas in Toulouse

Thomas von Aquin in Znaim 

Thomas und Maria in S. Maria sopra Minerva, Rom

Thomas auf der Lateranbasilika

Thomas in Neapel (S. Domenico Maggiore)

Thomas von Aquin in Wien

Thomas von Aquin und die hl. Eucharistie - Bologna

Noch mal Toulouse (Fresko, Statue und Detail des Reliquienschreins)

Thomas von Aquin - Bologna

Thomas von Aquin - betend Theologie betreiben (St Dominic´s Prior, London) 

Statue in Basilika Cateriniana di San Domenico (Hymnus Auge des Adlers)


Szent Judas Tade Templom, Sopron/Ödenburg
 

Nicht alle Menschen können sich wissenschaftlichen Studien hingeben. Darum besteht das Gesetz Christi nur aus wenigen Worten, so daß alle es wissen können und niemand wegen Unkenntnis von der Beobachtung ausgenommen sei. Und das ist das Gesetz der göttlichen Liebe: Der Herr wird handeln, indem er sein Wort auf der Erde erfüllt und durchsetzt.

Dies Gebot muß aber die Regel allen menschlichen Tuns sein. Bei einem Kunstwerk urteilen wir: Es ist gut und richtig, wenn es den Regeln der Kunst entspricht; so ist auch jedes menschliche Tun richtig und tugendhaft, wenn es mit der Regel des Gebotes der Gottesliebe übereinstimmt. Wenn es aber von dieser Regel abweicht, ist es nicht gut und auch nicht recht und nicht vollkommen.
Dieses Gebot der Gottesliebe bringt im Menschen vier höchst wünschenswerte Wirkungen hervor.

Erstens, es ruft in ihm das geistliche Leben hervor. Natürlicherweise ist es ja so, daß das Geliebte im Liebenden ist. Wer also Gott liebt, hat ihn in sich. "Wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm."

Die Natur der Liebe ist, daß sie den Liebenden in das Geliebte verwandelt. Wenn wir Gott lieben, werden wir vergöttlicht. "Wer sich an den Herrn bindet, ist ein Geist mit ihm." 
Augustinus sagt: "Wie die Seele das Leben des Leibes ist, so ist Gott das Leben der Seele." So handelt die Seele tugendhaft und vollkommen, wenn sie in der Liebe handelt, durch die Gott in ihr wohnt. Ohne Liebe aber ist sie nicht tätig. "Wer nicht liebt, bleibt im Tod."
Wenn aber einer alle Gaben des Heiligen Geistes hätte, ohne die Liebe, hätte er das Leben nicht. Sei es die Gabe der Sprachen oder Gabe des Glaubens oder irgendeine andere Gabe: ohne die Liebe schenken sie nicht das Leben. Selbst wenn ein Leichnam mit Gold und Edelsteinen bedeckt wird, bleibt er dennoch tot. (....)
(Thomas von Aquin, aus dem theologischen Werk über die zwei Gebote der Liebe und die zehn Gebote, Proprium der Dominikaner, 206f)

ehemalige Dominikanerkirche in Ödenburg