Montag, 5. Oktober 2026

Dein Gebet ist Mir außerordentlich lieb

 

St. Peter und Paul Kathedrale, Liegnitz

Jesus, ich vertraue auf Dich

Barmherziger Jesus, erbarme dich unser!

Donnerstag. Heute, obwohl ich sehr erschöpft bin, beschloß ich, die heilige Stunde abzuhalten. Beten konnte ich nicht, knien konnte ich auch nicht, aber ich harrte die ganze Stunde des Gebetes aus und verband mich im Geiste mit jenen Seelen, die schon in vollkommener Weise Gott preisen.

Am Ende dieser Stunde erblickte ich plötzlich Jesus. er sah mich tief und mit unaussprechlicher Güte an und sagte: "Dein Gebet ist Mir außerordentlich lieb." - Nach diesen Worten kam in meine Seele eine eigentümliche Kraft und geistige Freude. Die Anwesenheit Gottes durchdrang meine Seele durch und durch. O, was mit einer Seele geschieht, die sich Auge in Auge mit dem Herrn trifft, das hat keine Feder beschrieben und wird es niemals beschreiben....
Tagebuch der Schwester Faustyna, Nr. 691

Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Franz Xaver Seelos (Redemptorist)
Tafelbild in der Wiener Marienkirche

der sel. Anna Schäffer
an ihrem Grab in Mindelstätten
Sühne für die Seelen

des sel. Bartolo Longo in Pompej

und des hl. Raimund von Capua (an seinem Grab in Neapel) 

 

Schwester Faustyna Kowalska 

der barmherzige Jesus in der Pfarrkirche von Rymanow zum hl. Laurentius

Haus v. Schwester Faustyna in Vilnius 

Glasfenster von Schwester Faustyna im Heiligtum der Barmherzigkeit, Białystok

Der Beichtvater von Schwester Faustyna (1), Heiligtum von Bialystok

Zum Gipfel der Heiligkeit, Florianbasilika, Krakau

Reliquie in der Unterkirche im Heiligtum der Barmherzigkeit (warum ist das Jesuskind so froh)

Glasfenster in der Kathedrale von Tschenstochau, vita

Kapelle der Gemeinschaft der Heiligen im Heiligtum der Barmherzigkeit, Gebet für die Stunde der Barmherzigkeit 

Reliquienbild und Gebet auf die Fürsprache der hl. Faustyna - Faustyna bewahrt durch Leiden einen Priester vor einer Todsünde

Weiheakt der Welt an die Barmherzigkeit Gottes - Heiligtum d. Barmherzigkeit innen

Gebet Barmherzigstes Herz sei gegrüßt - Altar d. Heiligtums der Barmherzigkeit

Kapelle der hl. Schwester Faustyna im Heiligtum der Barmherzigkeit 

Kardinal Schönborn über Johannes Paul II. und Schwester Faustyna, 2007 

Am Grab der hl. Faustyna Kowalska, Litanei zur Barmherzigkeit Gottes

Seelenrettung durch Opfer, Statue bei der Grabeskirche v. Sr. Faustyna

Altar des barmherzigen Jesus und v. Sr. Faustyna, Fronleichnamskirche, Krakau 

Beichte, am Grab v. Sr. Faustyna

Johannes Paul II. Benedikt XVI., Klosterkirche Sr. Faustyna

Buchtipp zum Franziskusjubiläum (enthält 12 Bilder von mir....

 die sich von meiner Kamera in das Buch hineinverirrt haben.



erhältlich bei Christoph Hurnaus
https://www.christ-media.com



Sonntag, 4. Oktober 2026

Heimgang des hl. Franziskus

 

Tod des hl. Franziskus und Überprüfung seiner Stigmata, Giotto, 1320/1328, Santa Croce, Florenz


Als die Brüder bitterlichst weinten und untröstlich klagten, ließ sich der heilige Vater Brot bringen. Er segnete es, brach es und reichte jedem ein Stücklein zum Essen. Er ließ auch das Evangelienbuch bringen und bat, man möge ihm das Evangelium nach Johannes vorlesen von der Stelle an, wo es heißt: "Vor dem Osterfeste usw. Er erinnerte sich jenes allerheiligsten Abendmahles, das der herr mit seinen Jüngern zuletzt feierte. Denn zum ehrenden Andenken daran und zum Erweis, welch innige Liebe er zu seinen Brüdern hatte, tat er dies alles.
Darauf benützte er die wenigen Tage, die bis zu seinen Heimgang noch übrig waren, zum Lobe Gottes und forderte seine geliebten Gefährten auf, mit ihm Christus zu loben. Er selbst aber brach, so gut er konnte, in diesen Psalm aus: Mit meiner Stimme rufe ich zum Herrn, mit meiner Stimme flehe ich zum Herrn. Er lud auch alle Geschöpfe zum Lobpreis Gottes ein und durch Worte, die er einst gedichtet hatte, forderte er sie auf zur Liebe Gottes.
Ja, sogar den Tod persönlich, allen schrecklich und verhasst, forderte er auf zum Lobpreis. Fröhlich ging er ihm entgegen und lud ihn ein zu Gast: "Sei willkommen, meine Schwester Tod!"
Zum Arzt aber sagte er: "Mut, Bruder Arzt, sag es mir nur, dass der Tod sehr nahe ist; er wird mir die Pforte zum Leben sein!"
Und zu den Brüdern sprach er: "Wenn ihr seht, dass es mit mir zu Ende geht, so legt mich nackt, wie ihr mich vorgestern gesehen habt, auf den Boden und lasst mich, wenn ich verschieden bin, so lange so liegen, wie man braucht, um gemächlich eine Meile weit gehen zu können."

 - So kam seine Stunde und, da sich Christi Geheimnisse alle an ihm erfüllt hatten, entschwebte er glückselig zu Gott.

(...).... Es klagten die Söhne, die ihren großen Vater verloren hatten, und taten die kindliche Liebe ihres Herzens kund durch Tränen und Seufzer. Doch die Neuheit des Wunders verwandelte ihr Wehklagen in Jubel, ihre Trauer in Lobgesang. 
Sie sahen den Leib des seligen Vaters mit Christi Wundmalen geschmückt: mitten in seinen Händen und Füßen nicht bloß die Male der Nägel, sondern die Nägel selber, aus seinem Fleisch gebildet,ja, aus dem Fleische selbst natürlich entstanden, in der Schwärze des Eisens gehalten, und die rechte Seite vom Blut gerötet. Sein Leib, von Natur aus dunkel, erstrahlte in blendendem Glanz und verhieß den Lohn der seligen Auferstehung.

Thomas von Celano, zweite Lebensbeschreibung, in: Franziskus-Quellen, 416f 

Samstag, 3. Oktober 2026

Wir sind im Rosenkranzmonat Oktober

 

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, bitte für uns!

 

Seiner Heiligkeit Papst Johannes Paul II. an die Bischöfe, den Klerus, die Ordensleute und die Gläubigen über den Rosenkranz

16. Oktober 2002

EINFÜHRUNG

1. Der Rosenkranz der Jungfrau Maria (Rosarium Virginis Mariae), der sich allmählich im zweiten Jahrtausend unter dem Wehen des Geistes Gottes entwickelt hat, ist ein durch das Lehramt empfohlenes beliebtes Gebet vieler Heiliger. In seiner Schlichtheit und Tiefe bleibt der Rosenkranz auch in dem soeben begonnenen dritten Jahrtausend ein Gebet von großer Bedeutung und ist dazu bestimmt, Früchte der Heiligkeit hervorzubringen. Dieses Gebet reiht sich gut ein in den geistigen Weg des Christentums, das nach zweitausend Jahren nichts von der Frische des Ursprungs verloren hat und das sich durch den Geist Gottes gedrängt fühlt, "hinauszufahren" ("duc in altum!" ), um der Welt wieder und wieder Christus zuzurufen, noch mehr ihn "hinauszurufen": Christus, als den Herrn und Erlöser, als "den Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6), als "das Ziel der menschlichen Geschichte, der Punkt, auf den hin alle Bestrebungen der Geschichte und Kultur konvergieren". Tatsächlich ist der Rosenkranz, wenn auch von seinem marianischen Erscheinungsbild her charakterisiert, ein zutiefst christologisches Gebet. In der Nüchternheit seiner Teile vereinigt er in sich die Tiefe der ganzen Frohen Botschaft, für die er gleichsam eine Kurzfassung ist. In ihm erklingt das Gebet Marias, ihr unaufhörliches Magnificat durch das Werk der erlösenden Menschwerdung, die in ihrem jungfräulichen Schoß ihren Anfang nahm. Mit dem Rosenkranz geht das christliche Volk in die Schule Mariens, um sich in die Betrachtung der Schönheit des Antlitzes Christi und in die Erfahrung der Tiefe seiner Liebe einführen zu lassen. In der Betrachtung der Rosenkranzgeheimnisse schöpft der Gläubige Gnade in Fülle, die er gleichsam aus den Händen der Mutter des Erlösers selbst erhält.

Die Päpste und der Rosenkranz

2. Diesem Gebet haben viele meiner Vorgänger große Bedeutung zugemessen. Besondere Verdienste erwarb sich Papst Leo XIII., der am 1. September 1883 die Enzyklika Supremi apostolatus officio veröffentlichte, eine Erklärung hoher Bedeutung, die am Beginn von zahlreichen anderen Äußerungen über dieses Gebet stand und in der der Papst auf dieses Gebet als wirksames geistiges Mittel angesichts der Übel der Gesellschaft hinwies. Unter den Päpsten der jüngeren Geschichte, die sich in der Konzilszeit durch die Verbreitung des Rosenkranzes ausgezeichnet haben, möchte ich an den seligen Johannes XXIII. erinnern und vor allem an Paul VI., der im Apostolischen Schreiben Marialis cultus in Übereinstimmung mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil den evangeliumsgemäßen Charakter des Rosenkranzgebetes und seine christologische Ausrichtung hervorgehoben hat.

Auch ich selbst habe in der Folge keine Gelegenheit verabsäumt, um zum häufigen Rosenkranzgebet zu ermutigen. Seit meinen Kinder- und Jugendjahren hat dieses Gebet einen wichtigen Platz in meinem geistlichen Leben eingenommen. Daran habe ich mich während meiner letzten Reise nach Polen erinnert, vor allem beim Besuch des Wallfahrtsortes Kalwaria Zebrzydowska.
Das Rosenkranzgebet hat mich in Augenblicken der Freude und der Prüfung begleitet. Viele Sorgen habe ich in dieses Gebet hineingelegt und habe dadurch stets Stärkung und Trost erfahren. Vor vierundzwanzig Jahren, am 29. Oktober 1978, gerade zwei Wochen nach meiner Wahl auf den Stuhl Petri, habe ich mich, gleichsam mein Herz öffnend, wie folgt ausgedrückt: "Der Rosenkranz ist mein Lieblingsgebet. Er ist ein wunderbares Gebet, wunderbar in seiner Schlichtheit und seiner Tiefe. [...] Man kann sagen, der Rosenkranz ist in gewisser Weise ein Gebetskommentar zum letzten Kapitel der Konstitution Lumen Gentium des Zweiten Vatikanischen Konzils, dem Kapitel, das von der wunderbaren Gegenwart der Muttergottes im Geheimnis Christi und der Kirche handelt. In der Tat ziehen vor dem Hintergrund der Worte des Ave Maria vor den Augen der Seele die wichtigsten Ereignisse des Lebens Jesu vorbei. Sie bilden zusammen den freudenreichen, schmerzhaften und glorreichen Rosenkranz, der uns - so könnten wir sagen - durch das Herz seiner Mutter in lebendige Verbindung mit Jesus bringt. Gleichzeitig kann unser Herz in die Abfolge dieser Geheimnisse des Rosenkranzes alle Ereignisse einschließen, die das Leben des einzelnen, der Familie, der Nation, der Kirche und der Menschheit ausmachen; die persönlichen Erfahrungen und die des Nächsten, in besonderer Weise die jener Menschen, die uns am allernächsten stehen, die uns am Herzen liegen. So bekommt das schlichte Gebet des Rosenkranzes den Rhythmus des menschlichen Lebens".

Mit diesen Worten, meine lieben Brüder und Schwestern, stellte ich das erste Jahr meines Pontifikates in den täglichen Rhythmus des Rosenkranzgebetes hinein. Heute, am Anfang des fünfundzwanzigsten Jahres des Dienstes als Nachfolger Petri, möchte ich dasselbe tun. Wie viele Gnaden habe ich in diesen Jahren von der Heiligen Jungfrau durch das Rosenkranzgebet empfangen: Magnificat anima mea Dominum! Meinen Dank an den Herrn möchte ich mit den Worten der heiligsten Mutter ausdrücken, unter deren Schutz ich mein petrinisches Dienstamt gestellt habe: Totus tuus!



Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, Deggendorf

 Heute gedenkt die Kirche der Brüder Ewaldi.

Freitag, 2. Oktober 2026

Engel Gottes, mein Beschützer

 

Schutzengel und Erzengel Gabriel, Stift Engelszell

Erzengel Raphel und Michael

Stiftskirche Engelszell, urspr. Zisterzienser, später Trappisten

Heiliger Schutzengel, bitte für mich
Stiftskirche Engelszell

 

Angele Dei, qui custos es mei,
me tibi commissum pietate superna;
hodie illumina, custodi, rege et guberna.
Amen.

Engel Gottes, mein Beschützer!
Dem ich durch die himmlische Güte anvertraut bin.
(oder: Dir hat Gottes Vaterliebe mich anvertraut.)
Erleuchte, schütze, lenke und leite mich heute.
Amen. 

Glasfenster in Heilig-Geistkirche in St. Gabriel, Mödling, Schutzengelgebet mal anders, 2012

Glasfenster in der Pfarrkirche von Lourdes, Hymnus der Laudes zum Schutzengelfest, "Ewiger Lenker der Gestirne", Diurnale Romanum, 2013

Die Heilige, die ihren Engel sah (Francesca Romana), 2014

nochmal Glasfenster in der Pfarrkirche von Lourdes, P. Pio, Engel Gottes, 2014

Schutzengelstatue in St. Michael in Steyr, Michaelslied von Friedrich Spee

Schutzengelstatue in St. Michael, Steyr, Nahaufnahme, reblogged mein Lieblingsschutzengelgebet, 2016

Glasfenster in Southwark Cathedral, London, Schutzengel im Martyrologium Sancrucense, 2017

Altarblatt von Altomonte im Wiener Neustädter Münster, Engel führt Kind in den Himmel, "Schutzengel mein, lass mich dir empfohlen sein, 2018 

Schutzengelstatue mit Kind, O sende deinen Engel aus, 2019 

Engel zeichen das Tau als Zeichen der Erlösung auf die Stirne, Glasfenster in All Souls College, Oxford, 2020

Schutzengelbild am Josefsaltar in der Heimsuchungskirche in Nitra, G. May, über den Schutzengel, "O Engel mein, o Schützer mein", 2023

Geburtshaus Therese von Lisieux, Kapelle: Therese sieht ihren Schutzengel "Du hehrer Hüter meiner Seele", 2023

 Glasfenster in St Andrews, Holy Trinity Church, Schottland, 2025

 

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Leidenschaftliche Liebe zum Evangelium (Theresia von Liseux)

 

Heilige Theresia, bitte für uns!

Herr, erbarme Dich unser - Herr, erbarme Dich unser
Christus, erbarme Dich unser - Christus, erbarme Dich unser
Herr, erbarme Dich unser - Herr, erbarme Dich unser

Christus höre uns - Christus, erhöre uns

Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott, Heiliger Geist
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott

Heilige Maria, Mutter Gottes - bitte für uns
Heilige Theresia, du Braut Jesu Christi
Heilige Theresia, du Engel der Unschuld
Heilige Theresia, du Freude deiner Eltern
Heilige Theresia, du Vorbild der Kinder
Heilige Theresia, du Zierde der Erstkommunionkanten
Heilige Theresia, ganz voll Liebe zu Jesus im Sakrament
Heilige Theresia, du mystische Braut der Vollkommenheit
Heilige Theresia, du Veilchen der Demut
Heilige Theresia, voll Hingabe an den Willen Gottes
Heilige Theresia, du Rose der Liebe
Heilige Theresia, du Lilie der Unschuld
Heilige Theresia, du Blume des Karmel
Heilige Theresia, du Vorbild der Armut
Heilige Theresia, du Muster des Gehorsams
Heilige Theresia, du Engel der Reinheit
Heilige Theresia, du Zierde des Ordensstandes
Heilige Theresia, entbrannt von dem Verlangen nach dem Martyrium
Heilige Theresia, voll von Vertrauen auf Gottes Vorsehung
Heilige Theresia, du Schlachtopfer für die Priester
Heilige Theresia, du Hauptpatronin aller Missionen
Heilige Theresia, du Trösterin aller Kranken
Heilige Theresia, du Stütze der Kleinmütigen
Heilige Theresia, du Zuflucht der Bedrängten
Heilige Theresia, du Führerin der Seelen
Heilige Theresia, du Lehrerin des "kleinen Weges" der geistlichen Kindschaft
Heilige Theresia, du Rettungsboot der Sünder
Heilige Theresia, du Schrecken der bösen Geister
Heilige Theresia, du Helferin in allen Anliegen

Lamm Gottes, Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; verschone uns, o Herr
Lamm Gottes, Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erhöre uns, o Herr
Lamm Gottes, Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme dich unser, o Herr

Bitte für uns, o heilige Theresia vom Kinde Jesus!
Auf dass wir würdig werden der Verheissungen Christi!

Lasset uns beten:
O Herr, der Du gesagt hast: "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen", verleihe uns, wir bitten Dich, dass wir der heiligen Jungfrau Theresia in Demut und Einfalt des Herzens also folgen, dass wir die ewigen Belohnungen erlangen. Der Du lebst und herrschest mit Gott dem Vater in Einigkeit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Quelle



Heiligkreuzaltar, Aufbau Johann Michael Huttmann von 1761, Altarbild von Josef Ziegler, 1926

9. Die Hauptquelle ihrer geistlichen Erfahrung und ihrer Lehre ist das Wort Gottes im Alten und Neuen Testament. Das bekennt sie selbst und hebt dabei besonders ihre leidenschaftliche Liebe zum Evangelium hervor (vgl. Ms A 83v). In ihren Schriften zählt man mehr als tausend Bibelzitate, über vierhundert aus dem Alten und über sechshundert aus dem Neuen Testament.

Obgleich sie nur unzulänglich vorbereitet war und keine geeigneten Hilfsmittel für das Studium und die Auslegung der heiligen Bücher zur Hand hatte, widmete Theresia sich voll Glauben und einzigartigem Eifer der Betrachtung des Wortes Gottes. Unter dem Einfluß des Heiligen Geistes gewann sie zu ihrem eigenen und anderer Nutzen eine tiefschürfende Kenntnis der Offenbarung. Durch die Liebe, mit der sie sich in die Heilige Schrift versenkte – gern hätte sie sich Kenntnisse in Hebräisch und Griechisch angeeignet, um Geist und Buchstaben der heiligen Bücher besser zu erfassen –, hat sie erkennen lassen, wie wichtig die biblischen Quellen für das geistliche Leben sind. Sie hat die Ursprünglichkeit und Frische des Evangeliums bekanntgemacht und eine kluge geistliche Auslegung des Gotteswortes im Alten und Neuen Testament gepflegt. So entdeckte sie verborgene Schätze und machte sich Worte und Episoden zu eigen, manchmal nicht ohne übernatürliche Kühnheit, so, wenn sie z.B. beim Lesen der Schriften des hl. Paulus (vgl. 1 Kor 12–13) ihre Berufung zur Liebe daraus entnahm (vgl. Ms B 3r–3v). Erleuchtet durch das Wort der Offenbarung hat Theresia geniale Seiten über die Einheit von Gottes- und Nächstenliebe geschrieben (vgl. Ms C 11v–19r) und sich hineinversetzt in das Gebet Jesu beim Letzten Abendmahl als Ausdruck seiner Bitte um das Heil aller (vgl. Ms C 34r–35r).

Ihre Lehre stimmt, wie ich bereits sagte, mit der Lehre der Kirche überein. Von Kindheit an wurde sie von ihrer Familie zum Gebet und zur Teilnahme an der kirchlichen Liturgie erzogen. Bei der Vorbereitung auf ihre erste Beichte, auf die Erstkommunion und auf das Sakrament der Firmung zeigte sie eine außerordentliche Liebe zu den Glaubenswahrheiten und lernte den Katechismus fast Wort für Wort auswendig (vgl. Ms A 37r–37v). Am Ende ihres Lebens schrieb sie mit ihrem eigenen Blut das Apostolische Glaubensbekenntnis als Ausdruck ihrer vorbehaltlosen Treue zum Glauben nieder.

Außer den Worten der Schrift und der Lehre der Kirche waren Theresias geistliche Nahrung von Jugend an auch die Unterweisungen der Nachfolge Christi, die sie, wie sie selbst sagt, fast auswendig kannte (vgl. Ms A 47r). Entscheidend für die Verwirklichung ihrer Berufung als Karmelitin waren die geistlichen Schriften der Gründerin, Mutter Theresia von Jesus, besonders jene, die die kontemplative und kirchliche Bedeutung des Charismas des theresianischen Karmels darlegten (vgl. Ms C 33v). Doch in ganz besonderer Weise zog Theresia ihre geistliche Nahrung aus der mystischen Lehre des hl. Johannes vom Kreuz, der ihr wahrer geistlicher Lehrer war (vgl. Ms A 83r). Es ist also nicht zu verwundern, daß auch sie, eine ausgezeichnete Schülerin in der Schule dieser beiden Heiligen, die später zu Kirchenlehrern erklärt wurden, schließlich eine Lehrerin des geistlichen Lebens wurde.

aus DIVINI AMORIS SCIENTIA, Apostolisches Schreiben von Johannes Paul II. zur Proklamation der hl. Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz zur Kirchenlehrerin





Geburtszimmer von Therese in Alencon, Gebet zum Schutzengel

Familienbilder, Kapelle in Alencon, Autobiographie Sehnsucht nach dem Himmel

 Kapelle im Elternhaus in Alencon, das Vorbild des Vaters

Glasfenster der hl. Theresia und drei Aussprüche 

Die Taufkapelle der hl. Theresia in Alencon

Sich opfern für die Priester - Bild in der Wiener Peterskirche

Aus Liebe leben - Statue in der St Salvator Kathedrale in Brügge

Theresia, Patronin der Missionen (Basilika Sainte Therese, Lisieux)

Das Lächeln der Himmelskönigin

Für die Priester beten! 

und nochmal: Gebet für die Priester

Gebet zum göttlichen Antlitz

Theresia lässt Rosen regnen

Die Mosaiken in der Unterkirche der Basilika St. Therese de Lixieux

In der Pfarrkirche St. Pierre erkennt Therese ihre Mission

Der pilgernde Reliquienschrein der hl. Therese

Die Eltern Zelie und Louis Martin

Am Grab der hl. Theresia vom Kinde Jesu