Freitag, 22. Januar 2021

Der selige Ladislaus Batthyany-Strattmann, Augenarzt

Seliger Ladislaus, bitte für uns!
Statue vor dem Franziskanerkloster Güssing

 Dr. Ladislaus Batthyány-Strattmann wurde als sechstes Kind einer alten ungarischen Adelsfamilie am 28. Oktober 1870 in Dunakiliti, Ungarn, geboren. Nach Beendigung seiner Mittelschulausbildung studierte er an der Universität Wien, wo er als Student eine schwierige Lebensphase durchlebte. Im Jahre 1900 erwarb er das Diplom für Medizin.

Bereits 1898 heiratete er die tiefgläubige Gräfin Maria Theresia Coreth. Das Paar führte miteinander eine glückliche und harmonische Ehe, die mit insgesamt 13 Kindern gesegnet war. Trotz der großen Belastungen in seinem Beruf bemühte er sich gemeinsam mit seiner Frau, seine Kinder anständig und gottesfürchtig zu erziehen und seiner Familie immer genügend Zeit zu widmen.

Neben seiner geliebten Familie hat sich Dr. Batthyány leidenschaftlich seiner ärztlichen Berufung hingegeben. Bereits im Jahre 1902 errichtete er ein Spital in Kittsee. Anfangs war er praktischer Arzt, nebenbei spezialisierte er sich als Chirurg und später als Augenarzt. Täglich behandelte er 80 bis 100 Patienten und führte jährlich mehrere hundert Operationen aus. Nach dem Ersten Weltkrieg übersiedelte die Familie nach Körmend, Ungarn. Bald errichtete Dr. Batthyány auch hier ein Krankenhaus.

In seinen Patienten sah er immer Christus. Er selbst fühlte sich als Werkzeug Gottes bei der Behandlung der armen Kranken. Das Zentrum seiner Frömmigkeit war Jesus in der Eucharistie. Die tägliche Mitfeier der heiligen Messe, das Rosenkranzgebet und das persönliche Gebet waren für ihn selbstverständlich.

Er wollte ganz bewusst Arzt der Armen sein und nicht nur den Körper, sondern auch die Seele heilen. Bei der Behandlung der Kranken und Armen wusste er sich mit Christus verbunden. Er führte die Behandlungen nicht nur unentgeltlich durch, sondern gab den Armen auch Geld mit. Viele seiner Patienten haben Dr. Batthyány schon zu Lebzeiten wie einen Heiligen verehrt.

Nach vierzehn Monaten schweren Leidens, in dem er sich mit dem gekreuzigten Herrn identifizierte, starb er am 22. Jänner 1931 im Ruf der Heiligkeit in Wien. Sein Leichnam wurde in der Familiengrabstätte in Güssing, Österreich, beigesetzt.

Ladislaus Battthyany-Strattmann wurde am 23. März 2003 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Der Todestag, der 22. Jänner, wurde auch als liturgischer Gedenktag für den seligen Ladislaus festgelegt.
(martinusat)


Heute gedenkt die Kirche des seligen burgenländischen Augenarztes Ladislaus Batthyany Strattmann und des hl. Vinzenz von Saragossa.

Güssing

 

Donnerstag, 21. Januar 2021

Agnes von Rom

 

Martyrium der hl. Agnes, Brixener Dom
Heilige Agnes, bitte für uns!

 

Die Jungfrau und Märtyrin Agnes („Die Reine“) wird in Rom seit dem 4. Jahrhundert verehrt. Die Basilika an ihrem Grab (Sant‘ Agnese fuori le mura) geht bis in die Zeit Konstantins zurück. Ambrosius und Papst Damasus haben die Heilige gefeiert. Dennoch sind über das Leben und das Martyrium der hl. Agnes nur wenige sichere Nachrichten vorhanden. Im Alter von zwölf oder dreizehn Jahren gab sie ihr Leben für Christus hin; es ist unsicher, ob sie enthauptet oder verbrannt wurde; ob unter Kaiser Valerian (um 258) oder unter Diokletian (um 304) bleibt ebenfalls ungewiss.
(ErzabteiBeuron)

 

Ewiger Gott, du berufst, was schwach ist in dieser Welt, um das,
was stark ist, zu beschämen.
Höre auf die Fürsprache der heiligen Agnes.
Komm uns zu Hilfe, damit auch wir unbeirrt den Glauben bekennen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Agnes in St Cyprian´s Clarence Gate, London (Ninian Comper)

Agnes in Oxford (Harris Manchester College by Burne Jones)

Agnes in Cambridge (Our Lady and the English Martyrs Church)

Am Grab der hl. Agnes von Rom

Emerentiana, die Milchschwester der hl. Agnes

S. Agnese in Agone, die Hinrichtungsstätte der hl. Agnes

Agnes auf dem Apsismosaik von San Marco in Rom

 

Brixener Dom

Mittwoch, 20. Januar 2021

Sebastian

 

Heiliger Sebastian, bitte für uns!


Märtyrer
Namensdeutung: der Erhabene, der Verehrungswürdige (griech.)
Namenstage: Sebastian, Bastian, Basti, Wastl, Sebi, Sébastien, weibl.: Bastienne
Gedenktag: 20. Januar

Lebensdaten: geboren in Mailand oder Narbonne, gestorben am 20. Januar 288 in Rom

Lebensgeschichte: Sebastian war Hauptmann der Prätorianergarde, der kaiserlichen Leibwache, und nützte seine Stellung, um den Christen im Kerker beizustehen. Er hielt viele von ihnen davon ab, ihren Glauben zu verleugnen, und bekehrte darüber hinaus zahlreiche Angehörige des kaiserlichen Hofs. Das verriet ihn. Kaiser Diokletian stellte ihn zur Rede und beschuldigte Sebastian, ihn hintergangen zu haben. Der aber erwiderte, er habe immer zu Gott für den Kaiser und sein Reich gebetet.
Diokletian ließ ihn an einen Baum binden und von afrikanischen Bogenschützen erschießen. Doch Sebastian überlebte. Eine Märtyrerwitwe namens Irene nahm ihn heimlich bei sich auf und pflegte ihn. Kaum genesen, suchte Sebastian den Kaiser auf und klagte ihn öffentlich seiner verbrecherischen Christenverfolgung an. Daraufhin ließ ihn Diokletian zu Tode prügeln und in die große Kloake der Stadt Rom werfen, um seine Bestattung als Märtyrer zu verhindern. Doch eine junge Christin namens Lucina fand seinen Leichnam und bestattete ihn an der Via Appia in den späteren Sebastians-Katakomben.

Verehrung: Über seinem Grab erhebt sich die Kirche Sankt Sebastian vor den Mauern, eine der sieben Hauptkirchen Roms. Dort werden auch seine Reliquien aufbewahrt und verehrt. Weitere Reliquien befinden sich im elsässischen Haguenau sowie in Ebersberg bei München. Sebastians Verehrung als Pestpatron geht einerseits auf die wie ein Pfeil „anfliegende“ Krankheit, andererseits auf die Errettung Pavias vor der Seuche im 7. Jahrhundert zurück.

Darstellung: als junger Mann, angebunden und von Pfeilen durchbohrt

Patron: von Selm in Westfalen, Beckum im Münsterland, Stein am Kocher und Aichach bei Augsburg sowie zahlreicher Orte in Spanien, der Eisenhändler, Gärtner, Gerber, der Bogen- und Armbrust-Schützen, Schützengilden, Kriegsinvaliden und Soldaten, der Töpfer und Zinngießer, der Brunnen und der Sterbenden, Helfer gegen die Pest und Viehseuchen

Bild in der Pinakothek des Vatikanmuseums (Krone des Martyriums)

Sebastianaltar im Petersdom, Grab von Johannes Paul II.

Statue in der Kathedrale von Salamanca

Sebastianaltar in St. Laurenz, Kempten und am Grab des hl. Sebastian in Rom (legenda aurea)

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Papstes Fabian.

Altar um 1515-20, Maria mit Kind, Rochus und Sebastian, unten Christus mit den Aposteln
Trentiner Diözesanmuseum

Dienstag, 19. Januar 2021

Die Hoffnung als Anker der Seele

 

Tugend der Hoffnung, Loosdorf

18So sollten wir durch zwei unwiderrufliche Taten, bei denen Gott unmöglich täuschen konnte, einen kräftigen Ansporn haben, wir, die wir unsere Zuflucht dazu genommen haben, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen.

19In ihr haben wir einen sicheren und festen Anker der Seele, der hineinreicht in das Innere hinter dem Vorhang;

20dorthin ist Jesus für uns als unser Vorläufer hineingegangen, er, der nach der Ordnung Melchisedeks Hoherpriester ist auf ewig.

(Hebr 6, Lesung vom Dienstag der 2. Woche im Jahreskreis)

Montag, 18. Januar 2021

Faustina und Liberata

 

Kathedrale von Como


Faustina war die Schwester der Liberata. Die Schwestern waren auf dem väterlichen Schloss zur Welt gekommen. Die Begegnung mit einer trauernden Witwe bewog die Schwestern zum Eintritt ins Kloster. Von zuhause geflohen, unterstützte nach und nach der Vater seine Töchter, so dass diese zunächst ein Oratorium gründen konnten, aus dem dann das Kloster S. Margareta erwuchs. Drei Tage nach Faustina starb auch Liberata, so dass die im Leben stets vereinten Schwestern auch im Tod vereint blieben. Als Gedenktag der Schwestern ist der 18. bzw. manchmal auch der 19. Jänner angeführt.

Die Gebeine von Faustina und Liberata ruhten seit 1317 im Altar von Santa Maria Maggiore in Como, der Vorgängerkirche der heutigen Kathedrale; dieser Altar ist heute der Volksaltar der Kathedrale.
(heiligenlexikonde)

Relief Kreuzigungsszene, Faustina und Liberata, Meister von Campionesi, 1327


Ihr heiligen Schwestern Faustina und Liberata,
bitte für uns!

Sonntag, 17. Januar 2021

Sie blieben bei ihm

 

rebloggend: Seht das Lammes Gottes, das hinwegnimmt die Sünde der Welt,
Johannes der Täufer führt die Brüder Petrus und Andreas zu Jesus, Sant´Andrea della Valle, Rom

 

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes Joh 1,35-42

In jener Zeit
35 stand Johannes am Jordan, wo er taufte,
und zwei seiner Jünger standen bei ihm.
36Als Jesus vorüberging,
richtete Johannes seinen Blick auf ihn
und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
37Die beiden Jünger hörten, was er sagte,
und folgten Jesus.
38Jesus aber wandte sich um,
und als er sah, dass sie ihm folgten,
sagte er zu ihnen: Was sucht ihr?
Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister —,
wo wohnst du?
39Er sagte zu ihnen: Kommt und seht!
Da kamen sie mit und sahen, wo er wohnte,
und blieben jenen Tag bei ihm;
es war um die zehnte Stunde.
40Andreas, der Bruder des Simon Petrus,
war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten
und Jesus gefolgt waren.
41Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon
und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden –
das heißt übersetzt: Christus – der Gesalbte.
42Er führte ihn zu Jesus.
Jesus blickte ihn an
und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes,
du sollst Kephas heißen,
das bedeutet: Petrus, Fels.
(Evangelium vom 2. Sonntag im Jahreskreis)

Samstag, 16. Januar 2021

Coronavirus 41 - so traurig!

Chef vom Robert Koch Institut Lothar Wieler im Interview:

„Also, wir gehen alle davon aus, dass Impfstoffe im nächsten Jahr zugelassen werden.

Wir wissen nicht genau, wie die wirken, wie gut die wirken, was die bewirken.

Aber ich bin sehr optimistisch, dass es Impfstoffe gibt, ja.“


Bericht im Kurier