Dienstag, 3. November 2026

Am Grab des Redemptoristen Johann Baptist Stöger in Eggenburg/Niederösterreich

 

Altar der Familiekapelle der Redemptoristenkirche in Eggenburg

1451 besuchte der Hl. Johannes Capistran Eggenburg. Die begeisterten Bürger gründeten daraufhin 1460 ein Franziskanerkloster.

1466 wurde die Kirche geweiht und in der Barockzeit reichlich mit Kunstwerken ausgestattet.
1786 wurde das Kloster von Kaiser Josef II. aufgelöst und danach in eine Kattunfabrik umfunktioniert.
Durch den großen Stadtbrand im Jahre 1808, welcher 203 Häuser in Schutt und Asche legte, wurde auch dieses Gebäude zur Ruine.

Erst 1833 wurde es von den Redemptoristen wieder aufgebaut.
Unter den vielen Mitgliedern dieses Ordenshauses ragt besonders Frater Johann Baptist Stöger hervor, dessen Seligsprechungsprozess bereits 1898, 15 Jahre nach seinem Tod, eingeleitet wurde. Seine Gebeine ruhen in einem Hochgrab in der Familien-Kapelle der Klosterkirche.







*4.10.1810 bis †3.11.1883

Schon in seiner Jugend war das Leben Johann Baptist Stögers, der als Sohn wohlhabender Bauern in Enzersfeld zur Welt kam, von Frömmigkeit geprägt. 1836 trat er als Laienbruder in die Kongregation des Heiligsten Erlösers (Redemptoristen) in Wien ein, die 1820 die Kirche Maria am Gestade – Wien 1, Salvatorgasse 12 - übernommen hatten.
1836 kehrte Stöger nach Niederösterreich zurück und absolvierte ab September sein Noviziat im Redemptoristenkolleg in Eggenburg. Am 18. März 1840 legte er die Gelübde ab. Trotz seiner schlechten Gesundheit arbeitete er bis zu seinem Tod in der Bäckerei, in der Küche und in der Gärtnerei. Sein von Frömmigkeit geprägtes Leben und sein in Geduld ertragenes Leiden führten 1898 zur Einleitung des Seligsprechungsprozesses auf diözesaner Ebene. In Rom wurde der Prozesse 1915 eingeleitet. Seine Gebeine wurden 1900 in die Klosterkirche Eggenburg übertragen. 1922 wurde für ihn ein Hochgrab in einer der Kapellen errichtet.  

Quelle: gedächtnisdeslandesat 









Heute gedenkt die Kirche der Heiligen Hubertus, Pirmin, Martin Porres und Rupert Mayer.

Montag, 2. November 2026

Odilo von Cluny führt vor ca. 1000 Jahren den Allerseelengedenktag ein

 


Heiliger Odilo von Cluny (ca. 962–1049)

Er war Abt des berühmten Benediktinerklosters Cluny in Frankreich und ein großer Förderer des Gebets für die Verstorbenen.

Um das Jahr 998 (neuere Erkenntnisse zwischen 1023-1033) führte Odilo in den Klöstern seiner Ordensgemeinschaft einen besonderen Gedenktag für alle verstorbenen Gläubigen ein.

Er bestimmte dafür den 2. November, also den Tag nach Allerheiligen.

Die Tradition verbreitete sich von Cluny aus in andere Klöster und schließlich in ganz Westeuropa.

Dabei ging es ausdrücklich nicht nur um verstorbene Mönche oder Wohltäter des Klosters, sondern um alle verstorbenen Gläubigen.

Die Anordnung umfasste mehrere konkrete Verpflichtungen:

  • Feierliche Gebete für die Verstorbenen.

  • Heilige Messen für die Seelen der Verstorbenen.

  • Das Läuten der Kirchenglocken.

  • Die Speisung von zwölf Armen.

  • Das gemeinsame Totengebet der Mönchsgemeinschaft.

Das Gebet für die Verstorbenen wurde damit zu einem festen Bestandteil des liturgischen Jahres.

Und hier die Begründung, die der Überlieferung nach zur Einführung des Festes führte.

Sie findet sich in der Lebensbeschreibung Odilos durch den heiligen Petrus Damiani (1007–1072).

Ein Pilger aus der Auvergne kehrte aus dem Heiligen Land zurück. Durch einen Sturm wurde sein Schiff an eine Insel in der Nähe Siziliens verschlagen. Dort begegnete er einem Einsiedler.

Dieser erzählte ihm, dass er aus einer nahegelegenen Höhle Stimmen höre: Dämonen würden sich darüber beklagen, dass ihnen die Seelen der Verstorbenen durch die Gebete, Almosen und Messfeiern des Abtes Odilo und seiner Mönche entrissen würden.

Der Pilger berichtete Odilo davon.

Daraufhin soll Odilo angeordnet haben, dass künftig jedes Jahr am 2. November in sämtlichen Klöstern seiner Gemeinschaft besonders für alle verstorbenen Gläubigen gebetet werde.
(vgl. chatgpt)



rechts Abt Odilo von Cluny, 14. Jh.,  im Fegefeuer, Saint Urbain, Troyes
 Odilo ordnete an, dass am Tag nach Allerheiligen, also am 2. November, in allen Klöstern seiner Gemeinschaft ein feierliches Gedächtnis für sämtliche verstorbenen Gläubigen gehalten werden sollte.

Abt Odilo, bitte für die Armen Seelen

Jede Spur der Bindung an das Böse muß ausgelöscht werden (Allerseelen)

 

Herr, verleihe ihnen die Ruhe, und die Stätte des Heiles!
Befreiung aus dem Fegefeuer, Zu den sieben Zufluchten, Altlerchenfeld, Wien


JOHANNES PAUL II. 

GENERALAUDIENZ, Mittwoch, 4. August 1999

Liebe Schwestern und Brüder!

1. Wie wir in den beiden vorangegangenen Katechesen gesehen haben, steht der Mensch wegen der endgültigen Entscheidung für oder gegen Gott vor einer Alternative: entweder lebt er mit dem Herrn in ewiger Glückseligkeit oder er bleibt dessen Gegenwart fern. 

Von denen, die sich in einem Zustand des Offenseins für Gott befinden, jedoch in einer unvollkommenen Weise, fordert der Weg zur vollen Glückseligkeit eine Läuterung, die der Glaube der Kirche durch die Lehre vom »Purgatorium« [Fegefeuer] verdeutlicht (vgl. Katechismus der Katholischen Kirche, 1030-1032). 

2. In der Heiligen Schrift kann man einige Elemente finden, die hilfreich sind, den Sinn dieser Lehre zu erfassen, auch wenn sie nicht auf formale Weise dargelegt ist. Sie drücken die Überzeugung aus, daß man nicht zu Gott gelangen kann, ohne irgendeine Läuterung durchzumachen. 

Nach der religiösen Gesetzgebung des Alten Testaments muß nämlich jeder, der für Gott bestimmt ist, vollkommen sein. Folglich ist vor allem auch die körperliche Unversehrtheit gefordert für die Wirklichkeiten, die mit Gott auf der Ebene des Opfers in Berührung kommen, wie zum Beispiel die Opfertiere (vgl. Lev 22,22), oder auf der institutionellen Ebene, wie im Fall der Priester und der Kultdiener (vgl. Lev 21,17-23). Dieser körperlichen Unversehrtheit muß eine völlige Hingabe der einzelnen und der Gemeinschaft (1 Kön 8,61) entsprechen zu dem Gott des Bündnisses auf der Linie der großen Lehren des Deuteronomiums (vgl. 6,5). Es geht darum, Gott mit seinem ganzen Dasein, mit der Reinheit des Herzens und mit dem Zeugnis der Werke zu lieben (vgl. ebd., 10,12f). 

Die Notwendigkeit der Unversehrtheit nach dem Tod zum Eintritt in die vollkommene und endgültige Gemeinschaft mit Gott ist offensichtlich vorausgesetzt. Wer diese Unversehrtheit nicht hat, muß die Läuterung durchmachen. Eine Schrift des hl. Paulus bestätigt diese Meinung. Der Apostel spricht über den Wert des Werkes eines jeden, das an dem Tag des Gerichts offenbar wird, und sagt: »Hält das stand, was er [auf Christus] aufgebaut hat, so empfängt er Lohn. Brennt es nieder, dann muß er den Verlust tragen. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durch Feuer hindurch« (1 Kor 3,14-15). 

3. Um einen Zustand vollkommener Unversehrtheit zu erreichen, ist manchmal die Fürsprache oder die Vermittlung durch eine Person notwendig. Zum Beispiel erhält Moses die Vergebung für das Volk durch ein Gebet, in dem er das Heilswerk, von Gott in der Vergangenheit erfüllt, benennt und seine Treue gegenüber dem Eid, den dieser den Vätern gegeben hat, anruft (vgl. Ex 32,30 und V. 11-13). Die Gestalt des Gottesknechtes, beschrieben im Buch Jesaja, steht auch für die Funktion des Fürsprechens und des Büßens zugunsten vieler; am Ende seiner Leiden »wird er das Licht erblicken« und »viele gerecht machen«, indem er sich ihrer Sünden annimmt (vgl. Jes 52,13-53,12, bes. 53,11). 

Psalm 51 kann nach der Sichtweise des Alten Testamentes als eine Zusammenfassung des Reintegrationsprozesses gesehen werden: Der Sünder bekennt und gesteht die eigene Schuld ein (V. 6), verlangt beharrlich gereinigt oder »gewaschen « (V. 4.9.12.16) zu werden, um den göttlichen Ruhm verkünden zu können (V. 17). 

4. Im Neuen Testament ist Christus als Fürsprecher dargestellt, der in sich die Funktionen des Hohenpriesters am Versöhnungstag aufnimmt (vgl. Hebr 5,7; 7,25). Aber in ihm stellt das Priestertum eine neue und endgültige Form dar. Er tritt ein einziges Mal in das himmlische Allerheiligste ein mit der Absicht, vor Gottes Angesicht für uns Fürsprache einzulegen (vgl. Hebr 9,23-26, bes. 24). Er ist zugleich Priester und »Sühne für unsere Sünden« für die Sünden der ganzen Welt (vgl. 1 Joh 2,2). 

Als großer Fürsprecher, der für uns büßt, wird Jesus sich am Ende unseres Lebens ganz offenbaren, wenn er sich durch das Angebot der Barmherzigkeit äußert, aber auch durch das unvermeidliche Urteil über denjenigen, der die Liebe und die Vergebung des Vaters ablehnt. 

Das Angebot der Barmherzigkeit schließt nicht die Pflicht aus, daß wir rein und unversehrt vor Gottes Angesicht hintreten, reich an jener Liebe, die Paulus »das Band [nennt], das alles zusammenhält und vollkommen macht« (Kol 3,14). 

5. Indem wir der Aufforderung im Geist des Evangeliums, vollkommen wie der Vater im Himmel zu sein (vgl. Mt 5,48), während unseres irdischen Lebens folgen, sind wir berufen, in der Liebe zu wachsen, um untadelig und unerschütterlich vor Gottvater zu stehen, »wenn Jesus, unser Herr, mit allen seinen Heiligen kommt« (1 Thess 3,12f). Auf der anderen Seite sind wir aufgefordert, »uns von aller Unreinheit des Leibes und des Geistes zu reinigen« (2 Kor 7,1; vgl. 1 Joh 3,3), weil die Begegnung mit Gott eine vollkommene Reinheit verlangt. 

Jede Spur der Bindung an das Böse muß ausgelöscht, jede Unförmigkeit der Seele ausgeglichen werden. Die Läuterung muß abgeschlossen sein, und dies ist es eben, was die Lehre der Kirche mit Fegefeuer bezeichnet. Dieser Begriff weist nicht auf einen Ort hin, sondern auf einen Lebenszustand. Diejenigen, die nach dem Tod in einem Zustand der Reinigung leben, sind schon in der Liebe Christi, der sie von den Resten der Unvollkommenheit befreit (vgl. Konzil von Florenz, Decretum pro Graecis: DH 1304; Konzil von Trient, Decretum de iustificatione: DH 1580; Decretum de purgatorio DH 1820). 

Man muß sich klar machen, daß der Zustand der Reinigung keine Fortsetzung des irdischen Lebens ist, als wäre nach dem Tod eine letzte Möglichkeit gegeben, das eigene Schicksal zu ändern. Die Lehre der Kirche ist in dieser Beziehung unmißverständlich und ist durch das II. Vatikanische Konzil bekräftigt worden, das genauso lehrt: »Da wir aber weder Tag noch Stunde wissen, so müssen wir nach der Mahnung des Herrn standhaft wachen, damit wir am Ende unseres einmaligen Erdenlebens (vgl. Hebr 9,27) mit ihm zur Hochzeit einzutreten und den Gesegneten zugezählt zu werden verdienen und nicht wie böse und faule Knechte ins ewige Feuer weichen müssen, in die Finsternis draußen, wo ›Heulen und Zähneknirschen sein wird‹ (Mt 22,13 und 25,30)« (Lumen gentium, 48). 

6. Ein letzter wichtiger Aspekt, den die kirchliche Überlieferung immer hervorgehoben hat, wird heute aufgegriffen: Es ist die Dimension der Gemeinschaft. Tatsächlich sind die, die sich im Zustand der Läuterung befinden, sowohl an die Glücklichen gebunden, die sich ganz des ewigen Lebens erfreuen, als auch an uns, die wir in dieser Welt zum Haus des Vaters gehen (vgl. KKK, 1032). 

Wie im irdischen Leben sind die Gläubigen untereinander im einzigen mystischen Leib vereint. So erfahren nach dem Tod jene, die im Zustand der Läuterung leben, dieselbe Solidarität der Kirche, die im Gebet, in den Fürbitten und in der Liebe der anderen Brüder im Glauben wirkt. Die Läuterung wird im wesentlichen Band erfahren, das zwischen diesen entsteht, die das Leben der gegenwärtigen Zeit leben, und jenen, die sich schon ewiger Glückseligkeit erfreuen. 

In den letzten beiden Katechesen haben wir die Alternative beleuchtet, die den Menschen vor die Wahl stellt: entweder mit dem Herrn in Ewigkeit zu leben oder seiner Gegenwart fern zu bleiben. Anders gesagt: Der Mensch hat die Wahl zwischen Himmel und Hölle.
Viele haben sich zwar Gott geöffnet, aber das Leben mit Gott blieb unvollkommen. Um die volle Seligkeit zu erlangen, bedarf der Mensch einer Art "Reinigung", die der Glaube der Kirche mit dem Begriff "Fegefeuer" umschreibt. Diese Bezeichnung meint keinen Ort, sondern einen Zustand. Alle, die nach dem Tod für die Begegnung mit Gott noch "gereinigt" werden, sind schon in der Liebe Christi. Dabei ist das Fegfeuer nicht die Verlängerung des irdischen Lebens. Der Mensch kann sich nicht noch einmal neu entscheiden. Er kann im Fegfeuer nicht nachholen, was er einst auf Erden versäumt hat.
Gleichzeitig bleibt ihm aber die Solidarität der Kirche nicht versagt. Die pilgernde Kirche tritt für ihn ein durch Gebet und Werke der Liebe. So wird die Reinigung von einem Band gehalten, das besteht zwischen denen, die noch auf dieser Welt leben, und jenen, die schon die ewige Seligkeit genießen dürfen.

 


Zu den sieben Zufluchten zählen im Einzelnen:

  1. die Allerheiligste Dreifaltigkeit: Gottvater, Gottsohn und Heiliger Geist
  2. der Gekreuzigte als Zeichen des Heiles
  3. das Allerheiligste Sakrament des Altares
  4. die Gottesmutter Maria
  5. die Engel
  6. die Heiligen
  7. die Armen Seelen

Suche im Gebet Zuflucht zu den sieben Zufluchten!

Apsismosaik zu den sieben Zufluchten, Altlerchenfeld

 

Arme Seelen Altar in der Basilika St. Michael, Mondsee, 2025, Maria ist Mutter der Barmherzigkeit

Arme Seelen Altar in der Wiener Franziskanerkirche, 2024, Was hilft den Armen Seelen, Maria Simma 

Arme Seelen Altar in meiner Heimatkirche, 2023, Segen für die Toten 

Tympanon des Eingangs der Fegefeuerkirche Roms, 2023, Hinführung Allerseelen

Westfenster von S. Maria dell`Anima in Rom, durch die Gnade Jesu und Mariens werden Adam und Eva befreit, orthodoxer Lobpreis auf die Gottesgebärerin, Martyrol sancruc, 2020

Altar der Armen Seelen, S. Fedele, Como, Zitate von Heiligen, 2019

All Souls Chapel in Oxford, Litanei für die armen Seelen, 2018 

All Souls Chapel, Oxford, Auferweckung der Toten, Katechismus, 2018 

Armenseelenaltar in Tre Fontane, Santa Maria Scala Coeli, Rom, Vision des Bernhard von Clairvaux, 2017 

Marmorfigur des Todes in der Kirche S. Pietro in vincoli, St. Peter in den Ketten, Rom, 2016, Johannes Chrysostomus

Gebet vor dem Kreuz in Medjugorje, 2015

Allerseelenaltar, Maria und Johannes unter dem Kreuz, Franziskanerkirche, Marburg, Totenhymnen der Ostkirche, 2014

Allerseelenaltar bei den Serviten auf dem Mariahilferberg, Hymnus Lesehore, 2013

Allerseelenaltar in St. Severin, Wien, 2012 

Sonntag, 1. November 2026

Christus ist der König des Himmels und der ganzen Welt (Allerheiligen)

 

Oktogon des Aachener Doms

Die Decke im Aachener Dom zeigt Mosaik mit Christus als Weltenherrscher (Pantokrator). 
In
der Kuppel des Oktogons ist Christus als Herrscher des Himmels dargestellt. Das Mosaik ist von goldenen und farbenprächtigen Mustern umgeben. Es vermittelt den Eindruck eines himmlischen Himmels.

Um Christus herum sieht man 24 Älteste aus der Offenbarung des Johannes. Sie legen ihre goldenen Kronen vor Christus nieder – als Zeichen ihrer Verehrung und Anerkennung seiner göttlichen Herrschaft.



über Christus Symbole der vier Evangelisten


11 Und alle Engel standen rings um den Thron,
um die Ältesten und die vier Lebewesen.
Sie warfen sich vor dem Thron auf ihr Angesicht nieder,
beteten Gott an
12 und sprachen:
Amen, Lob und Herrlichkeit,
Weisheit und Dank,
Ehre und Macht und Stärke
unserem Gott in alle Ewigkeit. Amen.

(aus der 1. Lesung von Allerheiligen, Offenbarung 7)
C
Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit

 Engel und Heilige versammelt um den dreifaltigen Gott, Fresko im Dom von Gimignano, 2025 

Anbetung des Lammes, Fresko in der Laurentiuskirche in Vittoriosa, Malta, Guardini, Vorschule des Betens 

Anbetung des Lammes, Glasfenster in der Kathedrale von Brüssel, 2021

Mosaik in der Dreifaltigkeitskirche in Fatima, Anbetung des Lammes, 2020

kroatisches Allerheiligen, Benedikt 16, 1.11.2006, 2019

Der Thron Gottes, Marylebone, London (Offenbarung), 2018

Das Allerheiligenfenster im Kölner Dom, 2017

Glasfenster, Anbetung des Lammes, Allsaints, Margaret Street, London, Offb 7, 2016

Glasfenster in der Kathedrale von Leon, die allheilige Königin, 2015 

Maria, Königin der Heiligen, Tympanon der Kathedrale von Reims, Romanus der Melode, 2014

Hauskirche zu Allerheiligen, im Tierreich, 2014

Prozession der Heiligen zum thronenden Christus, Sant`Apollinare Nuove, Ravenna

Samstag, 31. Oktober 2026

Einstimmung auf Allerheiligen und Allerseelen (letzte Worte des hl. Wolfgang)

 

Hier starb der hl. Wolfgang, Franziskanerkloster Pupping
 

Statue vor der Kirche St. Wolfgang am Wolfgangsee, 2025

St. Wolfgang am Wolfgangsee, 2020

Wolfgang, der Wolf und der Teufel (Bau von St. Wolfgang)

Am Grab des hl. Wolfgang in Regensburg






Letzte Worte des hl. Wolfgang:

Öffnet die Türen und lasset alle herein, die mich sterben sehen wollen, Sterben ist keine Schande.
Schande bringt nur ein schlechtes Leben.
Es mag jeder am meinem Tode schauen, was er in seinem eigenem zu erwarten und zu fürchten hat.


Wolfgang wurde im Jahre 924 als Grafensohn in Pfullingen (Schwaben) geboren. Nach Ausbildungsjahren in Reichenau und Würzburg wurde er 968 als Benediktiner von Einsiedeln(Schweiz) zum Priester geweiht. Sein missionarischer Eifer treibt ihn in den folgenden Jahren bis nach Ungarn.
Im Jahre 972 wurde er zum Bischof von Regensburg bestellt. In seinem Amt machte er sich vor allem um den geistlichen Aufbau des Klerus und der Klöster verdient.
Auf seiner letzten Missionsreise erkrankte er und ließ sich in Pupping in die dortige Kapelle des Hl. Otmar tragen. Dort starb er am 31. Oktober 994 im Alter von 70 Jahren.
Sein Leichnam wurde nach Regensburg überführt, wo der Hl. Wolfgang seine letzte Ruhestätte in der Krypta der Klosterkirche St. Emmeram fand.

Freitag, 23. Oktober 2026

Maria Lankowitz - eine Gründung des hl. Johannes Capestrano

 

Franziskusaltar in Maria Lankowitz, mit Antonius links und Johannes von Capestrano rechts

Das Bollwerk des christlichen Europas ist gefallen

Am 29. Mai 1453 war Konstantinopel, das Bollwerk der christlichen Kultur gegen die Osmanen, gefallen. Dieses Ereignis erschütterte ganz Europa und obwohl der Papst angesichts der großen Gefahr zu einer gemeinsamen Aktion der europäischen Fürsten aufrief, kam diese nicht zustande. Zu einem geplanten Reichstag in Wiener Neustadt im Frühling des Jahres 1455 reiste Capistran schon Monate zuvor an und gründete auf seinem Weg jeweils ein Kloster in St. Pölten und in Langenlois. Aber auch auf diesem Reichstag in Wiener Neustadt konnte keine Einigung unter den Herrscherhäusern erzielt werden, die Fürsten Europas blickten dem herannahenden Unheil mutlos und verschreckt entgegen. Dieses Verhalten ermunterte den osmanischen Sultan Mohammed II. umso mehr und mit mindestens 160.000 Mann zog er im Juni 1456 gegen Belgrad und belagerte die Stadt. Der ungarische König Ladislaus, ein Knabe von 16 Jahren floh vor Schrecken nach Österreich, als ihn diese Kunde ereilte. Auch der Kaiser Friedrich III. blieb untätig. Menschlich betrachtet musste die Sache der Christenheit als verloren betrachtet werden.

Die Stunde des Johannes Capistrano schlägt

Der hochbetagte Papst Kalixtus III. war entschlossen, den Osmanen entgegenzutreten. Am Fest der Apostelfürsten, dem 29. Juni 1456, ermahnte er alle Patriarchen, Erzbischöfe, Bischöfe und Äbte der Christenheit, durch Gebet, Fasten und Buße „zum Herrn zurückzukehren, damit dieser sich wieder zu uns wende“, sie sollten die Gläubigen zu besseren Sitten ermahnen. Bittprozessionen zur Abwendung der Türkengefahr sollten abgehalten werden, täglich sollte in allen Kirchen nachmittags die Glocken („Türkenglocke“) geläutet werden. Diese übernatürlichen Mittel sollten durch natürliche unterstützt werden: Der Papst ernannte Kardinal Johannes Carvajal als Legaten und befahl ihm, Capistran als Ratgeber und Mitarbeiter zu nehmen. Der Legat traf Capistran in Ungarn und übergab ihm ein vom Papst gesegnetes Kreuz. Capistran reiste von Ort zu Ort, von Stadt zu Stadt, um die Menschen zur Verteidigung Europas, zum „Kreuzzug“ zu ermuntern. Besonders in Wien und Niederösterreich schlossen sich ihm viele an, auch die Studenten der Wiener Universität waren zum Kampf entschlossen. Bald schon hatte Capistran eine Armee von 40.000 Mann – keine Soldaten, aber Bürger und Bauern, Studenten, Mönche und Eremiten -  die völlig unzulänglich mit Hacken, Spießen und Dreschflegeln bewaffnet, dem Landesverweser Ungarns, Johannes Hunyadi, unterstellt wurden. Dieser verfügte über eine hohe Feldherrnkunst und viel Erfahrung, was die mangelnde Ausrüstung der Krieger natürlich nur zum Teil aufwiegen konnte. Man beschloss, den Entsatz der belagerten Stadt Belgrad auf dem Wasserweg zu bewerkstelligen. In der Stadt herrschten Hunger und Pest, die Bewohner hatten alle Hoffnung aufgegeben. Am 14. Juli 1456 begann der Kampf frühmorgens. Capistran eilte am Donauufer entlang, zeigte den Kämpfern das Kreuz, das ihm der Papst geschickt hatte und rief ihnen den Namen Jesus zu. Das ermutigte die Kämpfer zur äußersten Anstrengung und es gelang ihnen, in die von der Landseite bedrängte Stadt zu kommen, wo sie jubelnd empfangen wurden.

Am Abend des 21. Juli aber begann der Angriff der Türken auf die Stadt und selbst Hunyadi befielen große Zweifel angesichts der Übermacht und der Bewaffnung des Gegners. Eine ganze Nacht und bis in den nächsten Tag hinein wurde mit äußerster Anstrengung gerungen, selbst Frauen beteiligten sich am Kampf. Capistrano rief von einem Turm aus Aufmunterungen und Weisungen in das Getümmel und flehte den Himmel um den Sieg an. Und seine Gebete wurden erhört! Die türkische Armee trat schließlich nach hohen Verlusten den Rückzug an, Belgrad und das christliche Abendland waren gerettet. Das Volk sah Capistran als alleinigen Sieger in der Abwehr des Türkensturmes. Dankprozessionen wurden abgehalten und Europa atmete auf. Zu diesem Zeitpunkt hätten es die europäischen Fürsten in der Hand gehabt, die osmanische Bedrohung ein für alle mal zu beenden, aber genauso wie sie vor diesem Kampf uneins waren, waren sie es auch danach und so kam es in der weiteren Folge immer wieder erneut zu Angriffen seitens der Osmanen bis hin zur entscheidenden Schlacht am Kahlenberg im Jahr 1683.
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Glasfenster im Redemptoristenkloster in Eggenburg, über den Klerus, 2024

Johannes Capestran und der Angelus, St. Maria Schnee, Prag

Bild im Kloster Maria Lankowitz

Die Rettung Belgrads durch Johannes Capestranus (Franziskanerkirche Stuhlweissenburg, Kapistrankanzel Stephansdom)

 Das Leben des hl. Johannes von Capestrano (kath-info.de)

Sandalen, Habit und Stola des hl. Johannes von Capestran

227 später rettet wieder ein Franziskaner/Kapuzinermönch die Christenheit vor den Türken

Maria Lankowitz


Donnerstag, 22. Oktober 2026

Die empfangene Heiligkeit zur vollen Entfaltung bringen (Johannes Paul II.)

 


JOHANNES PAUL II.

GENERALAUDIENZ

Mittwoch, 24. November 1993

1. Die Kirche ist heilig, und alle ihre Glieder sind zur Heiligkeit berufen. Die Laien haben Teil an der Heiligkeit der Kirche, weil sie im Vollsinn Glieder der christlichen Gemeinschaft sind. Und diese Teilhabe – die wir ontologisch nennen können – an der Heiligkeit der Kirche bedeutet auch für die Laien ein persönliches sittliches Bemühen um Heiligung. In dieser Befähigung und Berufung zur Heiligkeit sind alle Glieder der Kirche gleich (vgl. Gal 3,28).

Der Grad persönlicher Heiligkeit hängt nicht von der Stellung ab, die man in der Gesellschaft oder in der Kirche einnimmt, sondern einzig und allein von dem Maß der gelebten Liebe zum Nächsten (vgl. 1 Kor 13). Ein Laie, der die göttliche Liebe bereitwillig in sein Herz und sein Leben aufnimmt, ist heiliger als ein Priester oder Bischof, der sie in geringerem Maß aufnimmt.

2. Die christliche Heiligkeit wurzelt in der Verbundenheit mit Christus im Glauben und in der Taufe. Dieses Sakrament steht am Anfang der kirchlichen Gemeinschaft in der Heiligkeit. Das scheint in dem Pauluswort auf: „Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe“ (Eph 4,5), zitiert vom II. Vatikanischen Konzil, das daraus die Aussage über die Gemeinsamkeit ableitet, welche die Christen in Christus und in der Kirche verbindet (Lumen Gentium, Nr. 32). In dieser Teilhabe am Leben Christi durch die Taufe wurzelt die ontologische, ekklesiologische und ethische Heiligkeit jedes Glaubenden, ob Kleriker oder Laie.

Das Konzil bekräftigt: „Die Anhänger Christi sind von Gott nicht kraft ihrer Werke, sondern aufgrund seines gnädigen Ratschlusses berufen und in Jesus, dem Herrn, gerechtfertigt, in der Taufe des Glaubens wahrhaft Kinder Gottes und der göttlichen Natur teilhaftig und so wirklich heilig geworden” (Lumen Gentium, Nr. 40). Die Heiligkeit ist Zugehörigkeit zu Gott. Diese Zugehörigkeit verwirklicht sich in der Taufe, wenn Christus vom Menschen Besitz ergreift, um ihm „an der göttlichen Natur Anteil” zu geben (vgl. 2 Petr 1,4), die in ihm durch die Menschwerdung vorhanden ist (vgl. Summa Theologica III, q.7, a.13; q.8, a.5). So wird Christus wirklich, wie bereits gesagt, zum „Leben der Seele”. Das dem Menschen durch die Taufe eingeprägte sakramentale Merkmal ist das Zeichen und Band der Weihe an Gott. Darum nennt Paulus die Getauften, wenn er von ihnen spricht, „die Heiligen” (vgl. Röm 1,7; 1 Kor 1,2; 2 Kor 1,1 usw.).

3. Aber aus dieser ontologischen Heiligkeit erwächst, wie wir gesagt haben, das Bemühen um sittliche Heiligkeit. Alle sollen, wie das Konzil betont, „die Heiligung, die sie empfangen haben, mit Gottes Gnade im Leben bewahren und zur vollen Entfaltung bringen” (Lumen Gentium, Nr. 40). Alle sollen nach Heiligkeit streben, denn sie tragen in sich schon den Keim dazu; sie sollen diese ihnen verliehene Heiligung entfalten. Alle sollen leben, „wie es sich für Heilige gehört” (Eph 5,3), und sich als „auserwählte Heilige mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld, bekleiden” (vgl. Kol 3,12). Die Heiligkeit, die sie besitzen, schützt sie nicht vor Versuchungen und Sünde, denn in den Getauften dauert die beständige Gebrechlichkeit der menschlichen Natur im gegenwärtigen Leben an. Das Konzil von Trient bekräftigt diesbezüglich, dass niemand „während des ganzen Lebens alle, auch die lässlichen Sünden, ohne besonderes von Gott verliehenes Vorrecht meiden könne, wie es die Kirche von der seligsten Jungfrau lehrt” (vgl. DS 1573). Das veranlasst zum Gebet, um vom Herrn immer wieder neue Gnade zu erhalten, Beharrlichkeit im Guten und Vergebung der Sünden: „Und vergib uns unsere Schuld” (Mt 6,12).

4. Gemäß dem Konzil sind alle Anhänger Christi, auch die Laien, zur vollkommenen Liebe berufen (Lumen Gentium, Nr. 40). Das Streben nach der Vollkommenheit ist nicht das Privileg einiger, sondern das Bemühen aller Glieder der Kirche. Und nach christlicher Vollkommenheit zu streben heißt, beharrlich in der Heiligkeit fortzuschreiten. So wie das Konzil sagt: „Der Herr Jesus, göttlicher Lehrer und Urbild jeder Vollkommenheit, hat die Heiligkeit des Lebens, deren Urheber und Vollender er selbst ist, allen und jedem einzelnen seiner Jünger in jedweden Lebensverhältnissen gepredigt: ,Seid also vollkommen, wie auch euer Vater im Himmel vollkommen ist’ (Mt 5,48)” (Lumen Gentium, Nr. 40). Und deshalb sind „alle Christgläubigen jeglichen Standes oder Ranges zur Fülle des christlichen Lebens und zur vollkommenen Liebe berufen” (ebd.). Gerade durch die Heiligung jedes Einzelnen wird eine neue menschliche Vollkommenheit in die irdische Gesellschaft eingebracht. Die Dienerin Gottes Elisabeth Leseur sagte: „Jede Seele, die sich erhebt, erhebt damit auch die Welt.” Das Konzil lehrt, dass „durch diese Heiligkeit auch in der irdischen Gesellschaft eine menschlichere Weise zu leben gefördert wird” (ebd.).

5. Hier ist zu bemerken, dass sich der unendliche Reichtum der den Menschen mitgeteilten Gnade Christi in eine Menge und Vielfalt von Gaben umsetzt, mit denen jeder den anderen in dem einen Leib der Kirche dienen und wohltun kann. Petrus empfahl den in Kleinasien verstreuten Christen, als er sie zur Heiligkeit anspornte: „Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat” (1 Petr 4,10). Auch das II. Vatikanische Konzil sagt, dass „in den verschiedenen Verhältnissen und Aufgaben des Lebens die eine Heiligkeit von allen entfaltet (wird), die sich vom Geist Gottes leiten lassen” (Lumen Gentium, Nr. 41). Es erinnert an den Weg der Heiligkeit für die Bischöfe, die Priester, die Diakone, die Seminaristen, die Diener Christi werden wollen, und „jene von Gott erwählten Laien, die vom Bischof gerufen sind, sich voll dem apostolischen Wirken hinzugeben”. Aber ausdrücklicher berücksichtigt es den Weg der Heiligkeit für die im Ehebund lebenden Christen: „Die christlichen Eheleute und Eltern müssen auf ihrem eigenen Weg in treuer Liebe das ganze Leben hindurch einander in der Gnade Halt und Stütze sein und die von Gott gerne empfangenen Kinder mit den christlichen Lehren und den Tugenden des Evangeliums erfüllen. So geben sie allen das Beispiel einer unermüdlichen und großmütigen Liebe, sie bauen die Bruderschaft der Liebe auf, sind Zeugen und Mitarbeiter der fruchtbaren Mutter Kirche, zum Zeichen und in Teilnahme jener Liebe, in der Christus seine Braut geliebt und sich für sie hingegeben hat” (ebd.).

Das Gleiche kann und soll für die Lage der Menschen gelten, die aus freier Wahl oder aufgrund besonderer Ereignisse und Umstände allein stehen, wie die unverheirateten Männer und Frauen, die Witwer und Witwen sowie die Getrennten und die in der Ferne lebenden Personen. Für alle gilt der göttliche Ruf zur Heiligkeit, verwirklicht in Form der Liebe zum Nächsten. Die Rede kann und soll auch, wie in der Bischofssynode von 1987 (vgl. Christifideles laici, Nr. 17), auf diejenigen ausgedehnt werden, die im gewöhnlichen Berufs- und Arbeitsleben für das Wohl der Mitmenschen und den Fortschritt der Gesellschaft wirken, nach dem Vorbild Jesu, des Arbeiters. Das Gleiche kann und soll schließlich auch – wie das Konzil sagt – für „die Armen, Schwachen, Kranken und von verschiedener Mühseligkeit Bedrückten oder die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten” gelten: Sie „sollen sich in besonderer Weise mit Christus in seinem Leiden für das Heil der Welt vereinigen” (Lumen Gentium, Nr. 41).

6. Vielfältig sind also die Aspekte und Formen der christlichen Heiligkeit, die sich den Laien in den verschiedenen Lebensumständen eröffnen, in denen sie berufen sind, Christus nachzufolgen und von ihm die notwendige Gnade zu erlangen, um ihre Sendung in der Welt zu erfüllen. Alle sind von Gott gerufen, den Weg der Heiligkeit zu gehen und ihre Lebens- und Arbeitsgefährten in der Welt der zeitlichen Dinge auf diesen Weg zu führen.

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Liebe Schwestern und Brüder!

Mit unserer heutigen Katechese wenden wir uns der Berufung der Laien zur Heiligkeit zu. Die Wurzel christlicher Heiligkeit liegt in der innigen Verbundenheit mit Christus im Glauben und in der Taufe. Im Leben jedes Einzelnen, sei er Laie, Priester oder Bischof, soll das Streben nach Vervollkommnung der christlichen Liebe zum Ausdruck kommen (vgl. Lumen gentium, Nr. 40). Auf diese Weise wird der unendliche Reichtum der Gnade Christi deutlich, die er allen Menschen zuteilt und die ihre Verwirklichung in der großen Vielfalt der göttlichen Gnadengaben findet.

Mit diesen Gaben, die einem jeden zu eigen sind, kann jeder dem anderen dienen und dem einen Leib, der die Kirche ist, zum Segen werden.

Alle Gläubigen, Laien wie Priester, sind von Gott gerufen, den Weg der Heiligkeit zu gehen und auf diesem Weg ihre Mitmenschen im Alltag des Lebens und der Arbeit einzuladen und sie zu begleiten.

Mit dieser kurzen Betrachtung heiße ich alle deutschsprachigen Pilger und Besucher sehr herzlich willkommen. Mein besonderer Gruß gilt den zum Generalkapitel in Rom versammelten Marienschwestern von der Unbefleckten Empfängnis.

Euch allen, liebe Schwestern und Brüder, Euren lieben Angehörigen daheim sowie all jenen, die uns in diesem Augenblick geistlich verbunden sind, erteile ich von Herzen meinen Apostolischen Segen.

Glasfenster des Attentats auf Johannes Paul II. im Sanktuarium Matki Bożej Fatimskiej - Zakopane, 2026

Bildnis von JPII. in S. Salvatore in Lauro, Rom, JPII. an die österreichischen Bischöfe, 2024

Bild von JPII. und Mutter Teresa in der Kirche Königin von Polen, Gdynia, Seligsprechungspredigt von Mutter Teresa

Glasfenster von JPII. in Gdynia, Gebet um Frieden, 2023 

Statue von Johannes Paul II., Mariabesnyö, Gödöllö, Ungarn, Ansprache Kultur und Wissenschaft, 2022

Zeichnung von Johannes Paul II., Birgittenkloster, Tschenstochau, Neuwerden in der Begegnung mit Jesus, 2021

Kasel mit Bildnis von Johannes Paul II.. St. Josef, Kahlenberg, 2021, Botschaft an Rosenkranz-Sühnekreuzzug 2003, 2021

Altar von Johannes Paul II., als Kaplan in St. Florian, Krakau, 2020, Weigl, Zeuge der Hoffnung

Taufkirche und Taufstein von JPII. in Wadowice, Predigt am Fest der Taufe des Herrn 2001, 2020

Statue von Johannes Paul II. vor der Dreifaltigkeitskirche in Fatima, über den Rosenkranz, 2020

Bild von JPII. in der Kathedrale von Ravenna, Petrus sendet Apollinaris nach Ravenna, 
darunter Johannes XXIII. und Johannes Paul II., 2020

Weihegebet von Johannes Paul II., das er am 13. September 1983 in Mariazell gebetet hat, Nationalfeiertag Österreichs in Medjugorje, 2019

Denkmal von JPII. auf dem Wawel, Krakau, Altar in der Wawel-Kathedrale und Bilder aus dem Johannes Paul II. Museum, über das Priestertum 28.5.1993, 2019

Basilika Kleinmariazell, Seligsprechung von Restituta Kafka durch JPII., 2018

Eindrücke aus dem Zentrum des hl. Johannes Paul II. in Krakau, seine letzte Botschaft an die Jugend, aus der Seligsprechungspredigt 2011 von B16, 2018

Statue von JPII. in der Basilika des hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort, Schreiben an die montfortanische Familie, 2018

Bild von Johannes Paul II. in Castel Gandolfo, familiaris consortio, Kommunionzulassung, 2017

 

Krypta des Johannes Paul II. Heiligtums in Krakau
Johannes Paul II. mit polnischen Heiligen und Seligen, die er selbst heilig- und seliggesprochen hat
Hl. Johannes von Dukla, Hl. Rafael Kalinowski, Hl. Kinga von Polen, Hl. Bruder Albert Chmielowski,
Hl.
Hedwig von Polen
(Jadwiga), Hl. Schwester Faustyna Kowalska, Hl. Edith Stein (Teresia Benedicta vom Kreuz), Hl. Maximilian Kolbe, Hl. Józef Sebastian Pelczar, Bischof
,Hl. Ursula Ledóchowska


Mittwoch, 21. Oktober 2026

Ursula und Gefährtinnen

 

hl. Ursula und Gefährtinnen, bittet für uns!
 Rijksmuseum, Amsterdam

Märtyrin
Namensdeutung: kleine Bärin (lat.)
Namenstage: Ursula, Ursel, Ursulina
Gedenktag: 21. Oktober

Lebensdaten: geboren in der Bretagne, gestorben 383 oder 451 in Köln

Legende: Ursula war die Tochter eines Königs mit Namen Maurus und hatte sich Gott geweiht. Trotzdem wurde sie von ihrem Vater mit dem jungen Fürsten Ætherius verlobt. Ursula stellte zur Bedingung, dass ihr Bräutigam bis zur Hochzeit Christ würde, was damals ein jahrelanger Prozess war.

Zusammen mit zehn Gefährtinnen unternahm Ursula unterdessen eine Pilgerfahrt mit dem Schiff nach Rom. In Köln hatte die junge Frau eine Vision, die ihr das künftige Martyrium zeigte. Die Jungfrauen segelten rheinaufwärts bis nach Basel, wo das Elftausendjungfern-Gässli an sie erinnert, und zogen zu Fuß weiter bis nach Rom, wo sie mit Papst Cyriacus (oder Siricius) zusammentrafen.

Auf dem Rückweg in die bretonische Heimat kamen sie wieder nach Köln. Dort fielen die Hunnen brutal über die Frauen her, misshandelten und töteten sie. Lediglich Ursula überlebte, denn der Hunnenkönig Attila begehrte sie zur Frau. Weil sich Ursula aber weigerte, ihn zu heiraten, wurde sie mit einem Pfeil ins Herz getötet.

Als nun alle Jungfrauen tot waren, kam vom Himmel her ein Heer von 11.000 Engeln und trieb die Hunnen aus der Stadt. Die Kölner bestatteten sie feierlich und stellten ihre Stadt unter das Patronat der heiligen Ursula und ihrer Gefährtinnen.

Verehrung: Über den Gräbern der Jungfrauen wurde die heutige Basilika St. Ursula errichtet, und ab dem 10. Jahrhundert war Ursula hochverehrt, bis ihr die Reliquien der Drei Heiligen Könige 1164 den Platz streitig machten. Nach ihr benannte Angela Merici die Gemeinschaft der Ursulinen, die sie 1535 gründete. Die Legende gab auch den Jungferninseln ihren Namen. Auf dem Stadtwappen von Köln finden sich die elf Jungfrauen als elf Blutstropfen wieder. Ursulas Gedenktag wurde bei der Kalenderreform 1969 gestrichen, 2003/2004 aber wieder aufgenommen.

Darstellung: als Fürstin mit Krone, Pfeil, Palme, Taube oder Kreuzfahne, manchmal als Schutzmantelheilige, ihre Gefährtinnen schützend

Patronin: von Köln, der Lehrerinnen und Erzieherinnen, der Jugend, kranken Kinder, Tuchhändler, der Universitäten Paris-Sorbonne, Wien und Coimbra, Helferin für eine gute Heirat und Ehe, für einen ruhigen Tod
(bistumaugsburg)


Fenster der Ursula mit ihren Gefährtinnen (Kölner Ursulakirche) und der Hymnus zu Ehren der elftausend Jungfrauen von Hildegard von Bingen

Am Grab der hl. Ursula in Köln, Ursulalegende

Schutzmantelursula und Leben der hl. Ursula (St. Ursula, Köln)

 

Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Kaisers Karl: 


Unter dem Schutz der Gottesmutter
 

Kaiser Karl als Kind 

Litanei zum sel. Karl, Bild in der Nikolauskathedrale in Budweis

Ein Mann des Friedens, Büste im Stift Stams

In der Kathedrale von Steinamanger


 
Ein Kaiser nach dem Herzen Jesu, Glasfenster in Maria Taferl

Dienstag, 20. Oktober 2026