Freitag, 16. April 2021

Bernadette Soubirous

 

Ich erhob die Augen und sah nur Jesus allein:
Jesus, mein einziges Ziel, Jesus, mein einziger Meister,
Jesus, mein einziges Vorbild, Jesus, mein einziger Führer,
Jesus, meine einzige Freude, Jesus, mein einziger Reichtum,
Jesus, mein einziger Freund!
O ja, mein Jesus! Sei von jetzt an mein Alles und mein Leben; ich folge Dir überall, wohin Du gehst. … Auf, meine Seele, Mut! Noch einen Tag in der Woche in der Nachfolge Jesu und Mariä auf dem Weg zum Kalvarienberg. … Und dann mit Jesus und Maria das Glück, die Freude, die Ewigkeit!
Trost, den Jesus spendet: Mut, meine Tochter, das Kreuz ist das Erbteil meiner nächsten Freunde; auf Erden das Leid, im Himmel das wahre Glück.
Trost, den Jesus spendet: Mut, meine Tochter, das Kreuz ist das Erbteil meiner nächsten Freunde; auf Erden das Leid, im Himmel das wahre Glück.
Ich verspreche nicht, Sie in dieser Welt glücklich zu machen, sondern in der anderen!

 

Am 29. Juli 1866 wurde Bernadette zusammen mit 42 anderen Postulantinnen eingekleidet - jetzt war ihr Name: Schwester Marie-Bernard.

Schon wenige Wochen danach musste Schwester Marie-Bernard die Krankenstation des Klosters beziehen und ihr Zustand verschlechterte sich von Tag zu Tag. Unter großen Schmerzen wurde sie zusehends schwächer. Aus diesen Tagen ist uns folgendes Gespräch überliefert, das die vorbildliche Geduld der Schwerkranken bezeugt.

Die Oberin besuchte Marie-Bernard und sagte zu ihr: "Na, was machen Sie denn da, kleine Faulenzerin?" -"Meine liebe Mutter, ich fröne meiner Beschäftigung." - Und was ist das für eine Beschäftigung?" - "Kranksein", antwortete Bernardette freundlich.

Ich erhob die Augen und sah nur Jesus allein:
Jesus, mein einziges Ziel, Jesus, mein einziger Meister,
Jesus, mein einziges Vorbild, Jesus, mein einziger Führer,
Jesus, meine einzige Freude, Jesus, mein einziger Reichtum,
Jesus, mein einziger Freund!
O ja, mein Jesus! Sei von jetzt an mein Alles und mein Leben; ich folge Dir überall, wohin Du gehst. … Auf, meine Seele, Mut! Noch einen Tag in der Woche in der Nachfolge Jesu und Mariä auf dem Weg zum Kalvarienberg. … Und dann mit Jesus und Maria das Glück, die Freude, die Ewigkeit!
Bernadette und ihre Eltern

Geburtshaus der hl. Bernadette, Lourdes

Die 18 Marienerscheinungen von Lourdes

Bernadette (vita, martyrologium sancrucense)

Bernadette wird verhört

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Benedikt Labre:

Am Grab des hl. Benedikt Labre in Rom

Statue des hl. Benedikt Labre im Vaterhaus der hl. Bernadette

Dienstag, 13. April 2021

Coronavirus 45 - wie sich die Zeiten ändern

 


Montag, 12. April 2021

Heiligsprechung der hl. Rosa von Lima

 

Rosa von Lima, S. Sabina, Rom

Die hl. Rosa von Lima, Mitglied des dritten Ordens der Dominikaner, wurde am 12. April 1671 von Papst Klemens X. heiliggesprochen. Heuer begeht die Kirche den 350. Jahrestag ihrer Heiligsprechung. Sie ist die erste in Amerika geborene Katholikin, die heiliggesprochen wurde. (vgl P. Lawrence OP)

Allmächtiger Gott, du Geber alles Guten,
du hast die heilige Rosa von Jugend an auserwählt, 
damit sie ihrem Volk ein leuchtendes Beispiel gebe.
Laß uns ihren Spuren folgen und so Christus verherrlichen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 
Rosa von Lima

Heilige Rosa von Lima, bitte für uns!

Sonntag, 11. April 2021

Göttlicher Friede

 

Erscheinung des Auferstandenen, Begegnung mit Thomas, St. Pierre, Chartres, 1305-1315

 

Das Evangelium schildert die Erscheinung des Auferstandenen am Osterabend und acht Tage später: was er bei seiner Rückkehr von Kreuz, Tod und Hölle zurückbringt, ist der endgültige, vollkommene Friede. Ein Friede, "nicht wie die Welt ihn gibt", ein viel tieferer. In drei Szenen.

Zuerst wünscht er den Jüngern den Frieden, der er selber ist ("denn er ist unser Friede" Eph 2,14), er beglaubigt es, indem er seine Wundmale zeigt. Gerade das Tödliche, das die Menschen ihm angetan haben, begründet von ihm her den Frieden; der Haß hat sich an ihm ausgetobt, seine Liebe hat den längeren Arm gehabt. Es gibt keine Versöhnungsszene mit den Jüngern, die ihn schmählich verleugnet haben und geflohen sind, das alles ist in den großen Frieden, den er ihnen anbietet, hinein untergegangen. Aber das Geschenk geht noch viel weiter.

Er haucht sie an und schenkt ihnen seinen eigenen Sendungsgeist, in dem sie ermächtigt werden, den ihnen geschenkten Frieden in seiner Vollmacht den Menschen weiterzureichen: "Wem ihr die Sünden vergebt..." Das Geschenk Jesu wird von vornherein zum Wegschenken gegeben. Wie Gott beim Verzeihen den Menschen richtet (das Bekenntnis und die Reue sind erforderlich), so wird das Verzeihen der Kirche ein Richten sein müssen, es wird in der Wahrheit und nicht in Unwissenheit zu erfolgen haben. Das mögliche "Verweigern der Vergebung" geschieht aus Liebe, der Aufschub bezweckt die vollkommenere Bereitschaft, sie zu empfangen.

Und all dies muß im Glauben geschehen, daher die Thomas-episode. Nicht Sehen, nicht Erfahren-wollen ist Voraussetzung des Friedensempfangs, sondern gläubige Hingegebenheit ist Bedingung jedes Empfangs göttlicher Geschenke. Solang einer zweifelt und sich nicht übergeben will, kann er den Frieden nicht haben. Er muß niedersinken und im Glauben sagen: "Mein Herr und mein Gott."
(Hans Urs von Balthasar, Licht des Wortes, 164f)

 

Thomas will die Wunden des Herrn berühren

Statue des hl. Thomas in der Lateranbasilika

Malerei von Pietro Paolo Bonzi im Pantheon

Herz-Jesu Altar, Reliefs, Farm Street Church, London (Benedikt XVI. zum Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit, 2005)


Fresko in der Taufkirche von Johannes Paul II. in Wadowice

Notre Dame de Paris (Generalaudienz von Benedikt XVI. über den Apostel Thomas)

Domingo de Silos (Wandrelief)

Jesus College - Cambridge (Glasfenster)

Kunsthistorisches Museum-Wien (Gemälde)

Mein Herr und mein Gott!

 

Heute feiert die Kirche den Sonntag der göttlichen Barmherzigkeit.

Freitag, 9. April 2021

Das Andreas Hofer-Grabmal in Innsbruck (in Erinnerung an den Aufstand vom 9. April)

 

Hofkirche der Franziskaner in Innsbruck

Das aus dem 19. Jh. stammende Grabdenkmal in der Hofkirche erinnert an den Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer, der die Tiroler im Kampf gegen Franzosen und Bayern anführte.

Die Gebeine des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer, der am 20. Februar 1810 in Mantua erschossen wurde, wurden 1823 heimlich nach Innsbruck gebracht und in der Hofkirche beigesetzt. Im Auftrag von Kaiser Franz I. schuf der Wiener Bildhauer Johann Nepomuk Schaller die Statue Hofers, die seit 1834 das Grabdenkmal schmückt. Andreas Hofer wird in seiner Landestracht, in ritterlicher Haltung und mit erhobenem Haupt dargestellt. Das die Szene des Fahnenschwurs darstellende Relief an der Frontseite des Marmorsarkophags stammt von Josef Klieber.

Andreas Hofer (1767 - 1810) gilt in seiner Rolle als Anführer des Tiro­ler Aufstands von 1809 als Freiheitskämpfer gegen die bayerische und die fran­zösische Besetzung seiner Heimat.

Der dritte Koalitionskrieg (Österreich, Großbritannien, Schweden und Russ­land gegen Frankreich, Bayern, Baden und Württemberg), den Napoleon in der Schlacht bei Austerlitz für sich entschieden hatte, wurde am 26. De­zem­ber 1805 durch den Frieden von Pressburg beendet. 

Lange waren die Tiroler von den Erschütterungen der Napoleonischen Kriege verschont geblieben. Aufgrund dieser Niederlage Österreichs kam Tirol aber jetzt unter die bayerische Herr­schaft. Als am ersten Mai 1805 die neue Ver­fassung in Kraft trat, gab es kein Tirol mehr, das Land trug nun die Be­zeich­nung Südbayern und wurde in den Inn-, Eisack- und Etschkreis aufgeteilt. Damit wurde die seit 1363 be­steh­en­de Beziehung Tirols zu Öster­reich und zum Hause Habsburg beendet.

Die größte Empörung unter den Voksmassen riefen aber die Reformen her­vor, die von den aufklärerischen Ideen des bayerischen Ministers Maxi­mi­lian von Montgelas initiiert wurden. So sollten Klöster aufgehoben und verkauft werden, die Kir­che unter staatliche Aufsichts- und Verfügungsgewalt kommen und eine Reihe von religiösen Praktiken verboten werden. Das Ver­bot des Rosen­kranz­ge­bets, von Kreuzgängen, Prozessionen, Wetterläuten und sogar von der Christmette am Heiligen Abend führte in ganz Tirol zu einen Proteststurm gegen die bayerische Verwaltung.


Die Anfang 1809 aufgenommene Zwangs­re­kru­tie­rung junger Tiroler brach­te das Fass zum Über­laufen. Am 9. April wurde in der Tiroler Haupt­stadt Inns­bruck der Aufstand gegen die Besatzer aufgerufen. Andreas Hofer, Vieh­händ­ler und Wirt im Gasthaus „Am Sand“ im Südtiroler Passeiertal, stellte sich an die Spitze der anti­baye­ri­schen Bewegung.

Die Tiroler Schützen waren gefürchtet. Spätestens seit dem Landlibell 1511 von Kaiser Maximilian I. (das festgelegt hatte, dass die Stände zur Ver­tei­di­gung des Landes Kriegs­diens­te zu leisten hatten) waren alle wehrfähigen Männer aller Stände Tirols bewaffnet und auch im Umgang mit der Waffe ge­übt. Die Aufständischen hatten starken Rückhalt in der Bevölkerung, sowohl bei den einfachen Bauern als auch im Adel und im Klerus.

Aufgrund eines Geheimabkommens zwischen Andreas Hofer und den Habs­bur­gern mar­schier­ten österreichische Truppen in Tirol ein. Sie trafen jedoch zu allen wichtigen Kampf­hand­lun­gen zu spät ein. Die Befreiung Tirols wurde allein vom bewaffneten Landvolk erreicht.
Bereits am 11. April konnte sich Andreas Hofer bei Sterzing gegen die Bayern durchsetzen, am 12. April kam es zu Kämpfen um Innsbruck (erste Berg­isel-Schlacht), bei denen die Landeshauptstadt Innsbruck durch die Ti­ro­ler Streitkräfte befreit wurde. So konnten am 14. April die Österreicher in Inns­bruck einziehen. Aber bereits am 19. Mai gelang es den bayerisch-fran­zö­si­schen Truppen unter dem Oberbefehl des französischen Mar­schalls Lefebvre wieder, Inns­bruck einzunehmen. Die regulären ös­ter­rei­chi­schen Truppen zo­gen sich daraufhin – inzwischen hatte Napoleon Wien besetzt! – größtenteils aus Tirol zurück.
Nach dem Abzug Lefebvres aus dem – scheinbar – befriedeten Tirol blieben 6.000 bayerische In­fanteristen und 500 Reiter in Innsbruck zurück. Inzwi­schen hatten sich die tiroler Schüt­zen­kom­pa­nien unter dem Kommando von Andreas Hofer organisiert und es kam am 25. und am 29. Mai zu Kämpfen (zwei­te Schlacht am Berg­isel), wobei sich die bayerischen Truppen am 29. Mai geschlagen ins Unterinntal zurückzogen. Am 30. Mai zog Andreas Hofer in Innsbruck ein.
Weil aber Napoleon am 5. und 6. Juli die Öster­rei­cher in der Schlacht bei Wagram be­siegte, wurden letzere am 12. Juli zum Waf­fen­still­stand von Znaim ge­zwun­gen. Erneut wurde Tirol durch na­po­leo­ni­sche Trup­pen besetzt und die Österreich bestätigten den Franzosen den Verzicht auf Tirol.
Andreas Hofer rief daraufhin die Bevölkerung zum Landsturm auf, dem am 13. August 1809 (15.000 bayerische, sächsische und französische Soldaten unter der Führung von General Levèbvre standen einem ebenso großen Ti­ro­ler Schützenaufgebot unter Andreas Hofer gegenüber) ein erneuter Sieg folgte (dritte Berg­isel-Schlacht), nach dem Andreas Hofer in die Innsbrucker Hof­burg einzog und von dort aus das Land regierte.
Trotz der Tiroler Erfolge verzichteten die Ös­ter­reicher mit dem im Oktober 1809 un­ter­zeich­ne­ten Friede von Schönbrunn erneut auf Tirol. Ein weiteres Mal rief Andreas Hofer sein Volk zu den Waffen. Mitte Oktober traten ba­ye­ri­sche Trup­pen zum Sturm auf Tirol an, und be­reits am 24. Oktober stan­den sie vor Inns­bruck, aus dem Hofer schon geflohen war. Am 1. November 1809 (vier­te Berg­isel­schlacht) erlitten die Tiroler in einem knapp zweistündigen Gefecht eine Niederlage. 
Einzelne Erfolge Mitte November, etwa bei Meran und St. Leonhard in Passeier konnten den end­gültigen Zusammenbruch des Widerstands nicht verhindern. Andreas Hofer konnte sich aber nicht zur Flucht nach Österreich entschließen. Zunächst suchte er mit seiner Familie Zuflucht auf der „Kellerlahn“; (Pas­sei­er­tal), danach auf der „Pfandleralm“. Auf dieser Alm endete schließlich seine Flucht. Nachdem der Landwirt Franz Raffl, der „Judas von Tirol“, für 1.500 Gulden das Versteck Andreas Hofers ver­ra­ten hatte, wurde Hofer am 28. Jänner 1810 auf der Pfandleralm fest­ge­nom­men und auf ausdrücklichen Befehl Kaiser Napoleons am 20. Feber 1810 in Mantua von einem Erschie­ßungs­kom­man­do exekutiert. Der Aufstand der Ti­ro­ler war gescheitert. Noch heute werden in Tirol Verräter „Raffl“ oder „raff­le­risch“ genannt.
Ach Himmel es ist verspielt“ (Text und Musik: anonym) ist ein Volkslied aus Tirol auf den Tod des Andreas Hofer (1767-1810).
(meinösterreichinfo)

Andreas-Hofer-Denkmal, Hofkirche, Innsbruck

Es ist der Herr!

 

Erscheinung des Auferstandenen und Fischfang, Joh 21, Sant´ Apollinare Nuovo, Ravenna, 5. Jh

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 21,1-14 (Evangelium vom Freitag der Osteroktav)                                                                                                                                 

In jener Zeit 1offenbarte Jesus sich den Jüngern noch einmal. Es war am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.

2Simon Petrus, Thomas, genannt Didymus - Zwilling -, Natanaël aus Kana in Galiläa, die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.

3Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot. Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.

4Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer. Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.

5Jesus sagte zu ihnen: Meine Kinder, habt ihr nicht etwas zu essen? Sie antworteten ihm: Nein.

6Er aber sagte zu ihnen: Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus, und ihr werdet etwas fangen. Sie warfen das Netz aus und konnten es nicht wieder einholen, so voller Fische war es.

7Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei, gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war, und sprang in den See.

8Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot - sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt, nur etwa zweihundert Ellen - und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.

9Als sie an Land gingen, sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer und darauf Fisch und Brot.

10Jesus sagte zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt.

11Da ging Simon Petrus und zog das Netz an Land. Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt, und obwohl es so viele waren, zerriss das Netz nicht.

12Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst! Keiner von den Jüngern wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten, dass es der Herr war.

13Jesus trat heran, nahm das Brot und gab es ihnen, ebenso den Fisch.

14Dies war schon das dritte Mal, dass Jesus sich den Jüngern offenbarte, seit er von den Toten auferstanden war.