Samstag, 13. Juni 2026

oder wann immer du willst: die Tredicina zum Fest des hl. Antonius

 

Hauptaltar (Aufnahme Mariens) und Antoniusaltar in Vierzehnheiligen

Er stammte aus Lissabon, war zunächst Augustinerchorherr, wurde dann Priester und Franziskaner, um in Afrika den Glauben zu verkünden, fand aber ein weites Betätigungsfeld als Prediger in Südfrankreich und Italien, wo ihm die Bekehrung zahlreicher Häretiker gelang. Der hl. Franziskus bestimmte ihn zum Lehrer der Theologie für die Minderbrüder. Gestorben am 13. Juni 1231 in Padua, Grab in der nach ihm benannten Basilika. Als Helfer in vielen Nöten wird er weithin verehrt. (erzabteibeuron)

Allmächtiger, ewiger Gott, du hast deiner Kirche
im heiligen Antonius von Padua
einen machtvollen Verkünder des wahren Glaubens
und einen Helfer in der Not geschenkt.
Gib, dass wir nach seinem Vorbild
ein christliches Leben führen
und in allen Nöten deine Hilfe erfahren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Tredicina - Das Gebet für die 13 Vortage zum Fest des hl. Antonius am 13. Juni (santoantonio)

Brüder und Schwestern, wir tragen Jesus nun unsere Anliegen vor, damit er uns auf die Fürsprache des heiligen Antonius sein Erbarmen schenke:
 

1. Heiliger Antonius, dir hat Gott die Wunderkraft geschenkt, Tote ins Leben zurückzurufen. Erwecke meine Seele aus ihrer Lauheit und führe mich zu einem eifrigen, christlichen Leben.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

2. Heiliger Kirchenlehrer, erleuchte meine Seele mit dem Licht der himmlischen Wahrheiten.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

3. Heiliger Antonius, du bist immer bereit, jenen beizustehen, die sich an dich wenden. Hilf mir in meiner seelischen Not.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

4. Heiliger Antonius, du hast von Jugend auf gelernt, stark zu sein in der Tugend. Hilf mir in jeder Gefahr.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

5. Heiliger Antonius, du Lilie der Unschuld, lasse nie zu, dass meine Seele sich beflecke mit der Sünde der Unkeuschheit.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

6. Heiliger Antonius, durch dich haben so viele Kranke ihre Genesung erlangt. Heile meine Seele von den Wunden der Schuld und leite mich immer auf den rechten Weg.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

7. Heiliger Antonius, du treuer Fürsprecher, geleite mich durch das stürmische Meer des Lebens und führe mich in den Hafen des ewigen Heils.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

8. Heiliger Antonius, du hast den Fischen gepredigt, weil die Menschen nicht glauben wollten. Erwirke mir die Gnade, die Wahrheiten des Glaubens anzunehmen und nach ihnen zu leben.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

9. Heiliger Antonius, durch deine machtvolle Fürsprache möge unser Gott und Herr alle zurückrufen in die Einheit der Kirche.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

10. Großer heiliger Antonius, du lässt verlorene Dinge wiederfinden. Hilf mir, dass ich nie infolge von Sünde die Gnade und Freundschaft Gottes verliere.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

11. Heiliger Antonius, jung und alt nimmt seine Zuflucht zu dir und findet bei dir Erhörung. Auch ich komme zu dir: Versage mir nicht deine gütige Hilfe und erhöre mich.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

12. Heiliger Antonius, viele Gefahren umgeben meine Seele. Befreie mich von ihnen und rette mich.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater…

13. Heiliger Antonius, vom Schrein deines Grabes aus blicke gnädig auf meine Nöte. Lass’ deine wunderbare Zunge für mich bei Gott sprechen, auf dass ich erhört werde.

Vater unser. Gegrüßet seist du, Maria. Ehre sei dem Vater… 


Gebete am Grab des hl. Antonius von Padua

Antoniusaltar in der Franziskanerkirche in Valletta, Malta (Gebet zur Himmelskönigin)

Statue im Kloster von Alcobaca (Responsorium Si quaeris)


Herz Mariä, sei meine Rettung!

Fahne in der Pfarrkirche von Weißkirchen an der Traun

Gott, du hast dem Heiligen Geist
im Herzen der seligen Jungfrau Maria
eine würdige Wohnung bereitet.
Auf ihre Fürbitte hin
erfülle auch unser Leben mit deiner Gegenwart
und mache uns
zu einem Tempel deiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

bemaltes Osterei, Medjugorjegebet 

Statue Mariens mit Josef und Kind

Glasfenster und Litanei zum unbefleckten Herzen Mariens

Banner in Weerberg/Tirol (Huberti - Gebet Maximilian Kolbe)

Freitag, 12. Juni 2026

Unendlicher Reichtum der Liebe im Herzen Jesu

 

Gnadenaltar mit den vierzehn Nothelfern in Vierzehnheiligen und einer Herz-Jesu Statue

Heiligstes Herz Jesu, erbarme Dich unser, 
Herz-Jesu Statue in Vierzehnheiligen

Barmherziger Gott,
du öffnest uns den unendlichen Reichtum der Liebe

im Herzen deines Sohnes,
das unsere Sünden verwundet haben.
Gib, dass wir durch aufrichtige Umkehr
Christus Genugtuung leisten
und ihm mit ganzer Hingabe dienen,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Sonntag, 7. Juni 2026

Jesus sah einen Mann namens Matthäus

San Gimignano

Fresko der Evangelisten aus dem 5. Jhdt, Dom von San Gimignano
Kapelle der hl. Fina, Serafina, Schutzpatronin von Gimignano, von Sebastiano Mainardi

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit
9 sah Jesus einen Mann namens Matthäus am Zoll sitzen
und sagte zu ihm: Folge mir nach!
Und Matthäus stand auf
und folgte ihm nach.10Und als Jesus in seinem Haus bei Tisch war,
siehe, viele Zöllner und Sünder kamen
und aßen zusammen mit ihm und seinen Jüngern.
11 Als die Pharisäer das sahen,
sagten sie zu seinen Jüngern:
Wie kann euer Meister
zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
12 Er hörte es
und sagte: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes,
sondern die Kranken.
13 Geht und lernt,
was es heißt: Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer!
Denn ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen,
sondern Sünder.
(Evangelium vom 10. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Evangelist Matthäus, Dom von San Gimignano

Samstag, 6. Juni 2026

Der Hochaltar der Prämonstatenser im Kloster Strahov

Wandfresko der Bekehrung des hl. Norbert in der Prämonstratenserkirche in Prag

Statue beim Eingang zum Stift Geras

Statue im Petersdom

Statue an der Außenfassade von Stift Griffen/Kärnten (mit Monstranz)

Die Bekehrung des hl. Norbert

Am Grab des hl. Norbert in Prag

Kloster Strahov im Modell und alter Reliquienschrein 

Deckenfresken: Marienleben; Langshausfresken: Leben des hl. Norbert
Prämonstratenserkirche Strahov, Prag

Hochaltar der Prämonstratenserkirche in Prag

Im Zentrum des Hochaltars befindet sich eine große plastische Darstellung der Himmelfahrt bzw. Aufnahme Mariens. Die Figurengruppe wurde 1768 von Ignaz Platzer geschaffen. Ein Entwurfsblatt Platzers in der Nationalgalerie Prag zeigt, dass die „Assumptio Mariae“ das eigentliche Hauptthema des Altars war.

Über Maria erscheint die Heilige Dreifaltigkeit – Vater, Sohn und Heiliger Geist –, die die Verherrlichung Mariens im Himmel vollendet. Der Altar stellt damit den Übergang von der irdischen zur himmlischen Sphäre dar: unten die Welt der Heiligen und der Kirche, darüber Maria als Mittlerin, ganz oben die göttliche Herrlichkeit.

Seitlich stehen überlebensgroße Heiligenfiguren, die den marianischen Triumph begleiten. Besonders naheliegend sind Bezüge zum Prämonstratenserorden und zu dessen Gründer Norbert von Xanten, dessen Reliquien sich in der unmittelbar benachbarten Norbertskapelle befinden.

Der Altar selbst besteht aus rotem Sliveneč-Marmor und wurde vom Prager Steinmetz Josef Lauermann geschaffen. Die Verbindung von farbigem Marmor, vergoldeten Skulpturen und der aufsteigenden Komposition erzeugt die typische spätbarocke Wirkung einer „himmlischen Vision“.

Besonders interessant ist die Einbettung des Hochaltars in das Gesamtkonzept der Kirche: Die Gewölbefresken zeigen ebenfalls Marienmotive, während die Langhauswände Szenen aus dem Leben des hl. Norbert darstellen. Der Hochaltar bildet somit den theologischen Höhepunkt eines Programms, das Maria als Himmelskönigin und den Prämonstratenserorden als ihren besonderen Verehrer präsentiert.
(chatgpt)

Heiliger Norbert mit Monstranz und Bischofsstab, Prämonstenserkirche Kloster Strahov, Prag

Freitag, 5. Juni 2026

Weitere zwei Bonifatiusfenster im Erfurter Dom - Erhebung zum Erzbischof und Domweihe in Erfurt

Papst Gregor III. verleiht Bonifatius das Pallium, das Zeichen eines Erzbischofs. Es ist zu sehen, wie Bischöfe dem Bonifatius die erzbischöfliche Mitra aufzusetzen, ihm das Pallium umzuhängen und den Kreuzstab zu überreichenDamit wird seine Stellung als Leiter der Kirchenorganisation im Frankenreich hervorgehoben.

  • Erhebung zum Erzbischof, Erfurter Dom

    Die Darstellung der Domweihe ist für Erfurt besonders wichtig. Bonifatius weiht eine Kirche, die traditionell mit der ersten Kirche auf dem Domberg identifiziert wird. Historisch gilt Bonifatius als Gründer einer frühen Kirche in Erfurt um das Jahr 725. Das Fenster stellt damit einen direkten Bezug zwischen dem Heiligen und dem Dom her. Bonifatius wird als geistlicher Gründer Erfurts geehrt.

    Domweihe von Erfurt, Erfurter Dom

    Herr, unser Gott,
    erhöre die Bitten deiner Gemeinde,

    die heute das Fest des heiligen Bonifatius feiert.
    Auf seine Fürsprache schenke uns deine Hilfe,
    damit wir den Glauben treu bewahren,
    den er unseren Vätern gepredigt
    und mit seinem Blut besiegelt hat.
    Darum bitten wir durch Jesus Christus.

    Das Fischwunder (3. Fenster im Erfurter Dom) 

    Die ersten beiden Bonifatiusfenster im Erfurter Dom, Ankunft in Friesland und Bischofsweihe

    Glasfenster in Cambridge, Paulusbriefe in Goldenen Buchstaben

    Am Grab des hl. Bonifatius in Fulda - 2

    Am Grab des hl. Bonifatius in Fulda - 1

    Gemälde in Pfarrkirchen, OÖ, Bonifatius gründet Diözesen und vergibt sie (Lesehore, die Last des Hirtenamtes)

    Bonifatiusstatue vor dem Mainzer Dom (Vita)

    Tod durch Friesen, Statue im Mainzer Dom, Gebet des hl. Bonifatius 

  • Donnerstag, 4. Juni 2026

    Ein einstimmiges Bittgebet zum in der konsekrierten Hostie gegenwärtigen Herrn

     

    Fronleichnamsprozession, Großrußbach

    Der hl. Jean-Marie Vianney sagte gerne zu seinen Pfarrkindern: »Kommt zur Kommunion… Es ist wahr, daß ihr nicht würdig seid, aber ihr braucht sie« (Bernard Nodet, Le curé d’Ars. Sa pensée – Son coeur, hg. Xavier Mappus, Paris 1995, S. 119). Im Bewußtsein, daß wir wegen unserer Sünden unwürdig sind, wir aber zugleich die Nahrung der Liebe brauchen, die der Herr uns im eucharistischen Sakrament schenkt, erneuern wir am heutigen Abend unseren Glauben an die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie.
    Dieser Glaube darf nicht als selbstverständlich angesehen werden! Heute stehen wir vor der Gefahr einer sich auch in der Kirche schleichend ausbreitenden Säkularisierung, die sich in einen formalen und leeren eucharistischen Kult umsetzen kann, in Feiern, denen es jener Teilnahme des Herzens ermangelt, die in Verehrung und Achtung für die Liturgie zum Ausdruck kommt. Immer stark ist die Versuchung, das Gebet zu oberflächlichen und flüchtigen Momenten zu machen und sich von den Beschäftigungen und irdischen Sorgen überwältigen zu lassen.
    Wenn wir jetzt gleich das Vaterunser, das Gebet schlechthin, wiederholen werden, so werden wir sagen: »Gib uns unser tägliches Brot«, wobei wir natürlich an das tägliche Brot für uns und für alle Menschen denken. Diese Bitte jedoch beinhaltet etwas Tieferes. Das griechische Wort epioúsios, das wir mit »täglich« übersetzen, könnte auch auf das »über-substantielle« Brot, auf das Brot »der zukünftigen Welt« anspielen. Einige Kirchenväter haben hierin einen Bezug auf die Eucharistie gesehen, auf das Brot des ewigen Lebens, der neuen Welt, das uns bereits heute in der heiligen Messe gegeben ist, auf daß die künftige Welt schon jetzt in uns ihren Anfang nehme. Mit der Eucharistie also kommt der Himmel auf die Erde, das Morgen Gottes senkt sich in die Gegenwart ein, und es ist, als liege die Zeit in der Umarmung der göttlichen Ewigkeit.

    Liebe Brüder und Schwestern, wie jedes Jahr wird sich nach der heiligen Messe die traditionelle eucharistische Prozession durch die Straßen ziehen, und wir werden mit Gebeten und Gesängen ein einstimmiges Bittgebet zum in der konsekrierten Hostie gegenwärtigen Herrn erheben.
    Wir werden ihm im Namen der ganzen Stadt sagen:
    Bleibe bei uns, Jesus, schenke dich uns und gib uns das Brot, das uns für das ewige Leben Nahrung gibt! Befreie diese Welt vom Gift des Bösen, der Gewalt und des Hasses, das die Gewissen verschmutzt, reinige sie mit der Kraft deiner barmherzigen Liebe.
    Und du, Maria, die du in deinem ganzen Leben die »eucharistische Frau« gewesen bist, hilf uns, geeint zum himmlischen Ziel zu gehen, genährt vom Leib und Blut Christi, Brot des ewigen Lebens und Arznei der göttlichen Unsterblichkeit. Amen! 

    (B16, Fronleichnam 2009) 

    Das eucharistische Wunder von Amsterdam, 2025

    Glasfenster mit eucharistischer Anbetung, Geheimnis seiner Herrlichkeit, 2024 

    Eucharistischer Segen 

    Sei gegrüßt lebendige Opfergabe, Prozession 

    Fronleichnam in Malaga, mit Videos und schräger Musik, die Vorbereitungen dafür

    Fronleichnamsaltäre in Malaga

    Eucharistische Anbetung der Engel, St. Gervais, Paris

    Der Esel betet die Eucharistie an, Bavokathedrale, Gent

    eucharistischer Segen am Sonntagberg, Gebet Alfons Maria von Liguori 

    Das eucharistische Wunder in Bolsena 

    Glasfenster in La Salette, Maria empfängt bei ihrem Sterben den Leib des Herrn

    Das eucharistische Wunder von Lanciano

     

     

    Montag, 1. Juni 2026

    Heiligstes Herz Jesu!

     Am 1. Juni, dem Beginn des Herz Jesu Monats, gedenkt die Kirche des hl. Justin.

    Kathedrale von Orleans

    Herz Jesu Altar, Kathedrale von Orleans

    Jesus, gütig und demütig von Herzen,
    bilde unser Herz nach Deinem Herzen.


    Heiliges Herz Jesu! Quelle alles Guten!
    Dich bete ich an, auf dich hoffe ich, dich liebe ich.
    Ich bereue alle meine Sünden.
    Dir schenke ich dieses mein armes Herz.
    Mach es demütig, geduldig, rein und lass es deinem Willen entsprechen.
    Gib, o guter Jesus, dass du in mir lebst und ich in dir.
    Beschütze mich in Gefahren, tröste mich in Trübsal und Leiden.
    Gewähre mir Gesundheit des Leibes und der Seele.
    Segne alles, was ich tue, und gewähre mir die Gnade eines heiligen Todes.
    Amen.

    (Papst Benedikt XV. zugeschreiben) 

    Sonntag, 31. Mai 2026

    Gebet zur Dreifaltigkeit für die geistlichen Berufungen (Johannes Paul II.)

     

    Heiligste Dreifaltigkeit, erbarme Dich unser!

    Der „Gnadenstuhl“ ist eine ikonographische Form der Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit: Gottvater hält den gekreuzigten Christus vor sich oder trägt ihn auf seinem Schoß, während zwischen ihnen die Taube des Heiligen Geistes erscheint. Diese Bildform wurde besonders im Spätmittelalter beliebt, weil sie die Einheit der Dreifaltigkeit und zugleich das Erlösungswerk Christi veranschaulicht.

    Im Veitsdom befindet sich ein großes Chorfenster, das zwischen 1946 und 1948 nach Entwürfen des tschechischen Künstlers Max Švabinský geschaffen wurde. Im Zentrum dieses Fensters ist die Heilige Dreifaltigkeit als Gnadenstuhl dargestellt. Unter der Dreifaltigkeit erscheinen die vier Evangelisten. Die benachbarten Fenster zeigen die Gottesmutter sowie wichtige böhmische Heilige.

    Interessant ist, dass dieses Fenster nicht aus der mittelalterlichen Bauzeit stammt. Die ursprünglichen gotischen Glasfenster des Doms gingen bis auf wenige Fragmente verloren. Die heute sichtbaren Glasfenster entstanden überwiegend zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert im Zuge der Vollendung und Restaurierung des Doms. (chatgpt)


    Selige und seligmachende Heiligste Dreifaltigkeit, mache deine Söhne und Töchter selig, die du berufen hast, die Größe deiner Liebe, deiner barmherzigen Güte und deiner Schönheit zu bekennen.

    Heiliger Vater
    , heilige die Söhne und Töchter, die sich um der Ehre deines Namens willen dir geweiht haben. Begleite sie mit deiner Macht, damit sie bezeugen können, dass du der Ursprung von allem bist, die einzige Quelle der Liebe und der Freiheit. Wir danken dir für das Geschenk des geweihten Lebens, das im Glauben dich sucht und in seiner universalen Sendung alle einlädt, den Weg zu dir zu gehen.

    Erlöser Jesus Christus
    , menschgewordenes Wort, wie du deine Lebensform jenen anvertraut hast, die du gerufen hast, so ziehe weiterhin Menschen zu dir, die für die Menschheit unserer Zeit Hüter der Barmherzigkeit, Vorboten deiner Wiederkunft, lebendiges Zeichen der Güter der künftigen Auferstehung sein sollen. Keine Bedrängnis trenne sie von dir und von deiner Liebe!

    Heiliger Geist
    , in die Herzen ausgegossene Liebe, die du Geist und Sinn, Gnade und Inspiration schenkst, ewige Lebensquelle, die du durch die zahlreichen Charismen die Sendung Christi vollendest, wir bitten dich für alle Personen des geweihten Lebens. Erfülle ihr Herz mit der innigen Gewissheit, dazu auserwählt worden zu sein, um zu lieben, zu loben und zu dienen. Lab sie deine Freundschaft kosten, erfülle sie mit deiner Freude und mit deinem Trost, hilf ihnen, Momente der Schwierigkeit zu überwinden und nach dem Fall in Vertrauen wieder aufzustehen, mache sie zum Spiegel der göttlichen Schönheit. Gib ihnen den Mut, sich den Herausforderungen unserer Zeit zu stellen, und die Gnade, den Menschen die Güte und Menschenfreundlichkeit unseres Retters Jesus Christus zu bringen (vgl. Tit 3,4).

     Anrufung der Jungfrau Maria

    112. Maria, Sinnbild der Kirche, Braut ohne Falte und Makel, die, indem sie dich nachahmt, »jungfräulich einen unversehrten Glauben, eine feste Hoffnung und eine aufrichtige Liebe bewahrt«, stehe den Personen des geweihten Lebens in ihrem Streben nach der ewigen und einzigen Seligkeit bei.

    Dir, Jungfrau der Heimsuchung, vertrauen wir sie an, damit sie auf die Nöte der Menschen einzugehen verstehen, um ihnen Hilfe, vor allem aber Jesus zu bringen. Lehre sie die Wunder zu verkündigen, die der Herr in der Welt vollbringt, damit alle Völker seinen Namen rühmen. Stehe ihnen bei in ihrer Arbeit für die Armen, die Hungernden, die Hoffnungslosen, die Geringsten und für alle, die mit aufrichtigem Herzen deinen Sohn suchen. An dich, Mutter, die du die geistliche und apostolische Erneuerung deiner Söhne und Töchter in der Antwort der Liebe und der Ganzhingabe an Christus willst, wenden wir uns vertrauensvoll mit unserem Gebet.

    Du, die du bereit im Gehorsam, mutig in der Armut, empfangsbereit in der fruchtbaren Jungfräulichkeit den Willen des Vaters erfüllt hast, erwirke von deinem göttlichen Sohn, dass alle, die die Gabe empfangen haben, ihm im geweihten Leben zu folgen, von ihm mit einer verklärten Existenz Zeugnis geben können, indem sie mit allen anderen Brüdern und Schwestern voll Freude auf die himmlische Heimat und auf das nie erlöschende Licht zugehen.

    Wir bitten Dich darum, dass der höchste Herr aller Dinge, Vater, Sohn und Heiliger Geist, in allen und in allem verherrlicht, gepriesen und geliebt werde.
    (Johannes Paul II., vita consecrata)

    Dreifaltigkeitsdarstellung eines Gnadenstuhls im Prager Veitsdom

    Das Kreuzzeichen umfaßt dein ganzes Wesen

     

    Dreifaltigkeitsdeckenfresko in der Stiftskirche St. Paul im Lavanttal

    DREIFALTIGKEITSSONNTAG

    BENEDIKT XVI., ANGELUS

    Petersplatz, Sonntag, 30. Mai 2010

    Liebe Brüder und Schwestern!

    Nach der Osterzeit, die am vergangenen Sonntag mit dem Pfingstfest ihren Abschluß gefunden hat, ist die Liturgie zum »Jahreskreis« zurückgekehrt. Dies will aber nicht heißen, daß der Einsatz der Christen geringer werden darf. Im Gegenteil: Wir sind durch die Sakramente in das göttliche Leben eingetreten und so tagtäglich aufgerufen, für das Wirken der Gnade offen zu sein, um in der Liebe zu Gott und zum Nächsten voranzuschreiten. Der heutige Dreifaltigkeitssonntag faßt in gewissem Sinne die Offenbarung Gottes zusammen, die sich in den österlichen Geheimnissen ereignet hat: Tod und Auferstehung Christi, seine Himmelfahrt zur Rechten des Vaters und die Ausgießung des Heiliges Geistes. Der Geist und die Sprache des Menschen reichen nicht aus, um die zwischen dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist bestehende Beziehung zu erklären, und dennoch haben die Kirchenväter versucht, das Geheimnis des dreieinigen Gottes zu veranschaulichen, indem sie es in ihrem eigenen Dasein mit tiefem Glauben gelebt haben.

    Die göttliche Dreifaltigkeit nämlich nimmt in uns Wohnstatt am Tag der Taufe: »Ich taufe dich« – sagt der geweihte Diener Gottes – »im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.« Des Namens Gottes, in dem wir getauft sind, gedenken wir jedesmal, wenn wir uns bekreuzigen.

    Der Theologe Romano Guardini merkt zum Kreuzzeichen an: »Wir machen es vor dem Beten, damit es uns ordne und sammle, Gedanken und Herz und Willen in Gott fasse. Nach dem Gebet, damit in uns bleibe, was Gott uns geschenkt hat… Dann umfaßt es dein ganzes Wesen, Gestalt und Seele… Alles wird darin gestärkt, gezeichnet, geweiht, in der Kraft Christi, im Namen des dreieinigen Gottes« (Vom Geist der Liturgie, Freiburg 1918; Ostfildern-Paderborn 2007).

    Im Kreuzzeichen und im Namen des lebendigen Gottes ist daher die Verkündigung enthalten, die den Glauben erweckt und das Gebet beseelt. Und wie Jesus es im Evangelium den Aposteln verheißt: »Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit führen« (Joh 16,13), so geschieht dies in der sonntäglichen Liturgie, wenn die Priester von Woche zu Woche das Brot des Wortes und der Eucharistie austeilen.
    Auch der hl. Pfarrer von Ars rief dies seinen Gläubigen in Erinnerung: »Wer hat Eure Seele – so sagte er – beim ersten Eintritt in das Leben aufgenommen? Der Priester. Wer nährt sie, um ihr die Kraft zu geben, ihre Pilgerschaft zu vollenden? Der Priester. Wer wird sie darauf vorbereiten, vor Gott zu erscheinen, indem er sie zum letzten Mal im Blut Jesu Christi wäscht? Der Priester, immer der Priester« (Schreiben zum Beginn des Priester-Jahres; 26.6.2009).

    Liebe Freunde, machen wir uns das Gebet des hl. Hilarius von Poitiers zu eigen: »Bewahre … unversehrt diese Ehrfurcht meines Glaubens; und bis zum Scheiden meines Geistes gib mir diese Bekundung meines Wissens, daß ich immer festhalte, was ich in der Glaubensregel bei meiner Wiedergeburt feierlich bekannte, als ich getauft wurde im Vater und Sohn und Heiligen Geist« (De Trinitate, XII, 57, CCL 62/A, 627).
    Wir rufen zur seligen Jungfrau Maria, dem ersten Geschöpf, in dem die Heiligste Dreifaltigkeit ganz ihre Wohnstatt genommen hat, und bitten um ihren Schutz, um unsere Pilgerschaft auf Erden gut fortzusetzen.

    Stiftskirche St. Paul im Lavanttal

    Samstag, 30. Mai 2026

    Johanna von Orleans - sie bricht zum König auf (2/10)

     

    Aufbruch v. Jeanne d´Arc nach Chinon, Kathedrale von Orleans
     

    Aus tiefem Mitgefühl für das Königreich Frankreich fühlte sie sich berufen, den König aufzusuchen.Im Februar 1429 erklärte Jeanne:

    „Ich muss zum edlen Dauphin gehen. So will es der König des Himmels. Selbst wenn ich den ganzen Weg auf den Knien zurücklegen müsste, werde ich gehen.

    In Vaucouleurs erklärte sich Robert de Baudricourt schließlich bereit, ihr die Reise zu ermöglichen. Nach einem zehntägigen Ritt durch das von den burgundischen Verbündeten Englands beherrschte Gebiet erreichte sie Chinon, wo sie dem Dauphin begegnete, dem späteren König Karl VII.

     

    Jeanne d´Arc

    Johanna hört himmlische Stimmen (Fenster in Orleans), vita,  1/10 

    Statue in Notre Dame de Paris 

    Statue im Haus der hl. Therese Les Buissonnets, Lisieux 

    an ihrem Hinrichtungsort in Rouen

    Heute gedenkt die Kirche auch des Königs Ferdinand III. von Kastilien und des
    Priesters und Märtyrers Otto Neururer

    in der Pfarrkirche Peter und Paul, wo seine Asche aufbewahrt wird,

    Gedenkstätte im Innsbrucker Dom

    Sainte-Croix d’Orléans, Kathedrale