Zacharias schreibt: Sein Name ist Johannes. St Giles Cathedral, Edinburgh
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
57 Für Elisabet erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie brachte einen Sohn zur Welt. 58 Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte,
und freuten sich mit ihr. 59 Und es geschah:
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes
und sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharías geben. 60 Seine Mutter aber widersprach
und sagte: Nein, sondern er soll Johannes heißen. 61 Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt. 62Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle. 63 Er verlangte ein Schreibtäfelchen
und schrieb darauf: Johannes ist sein Name.
Und alle staunten. 64 Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen und er redete und pries Gott. 65 Und alle ihre Nachbarn gerieten in Furcht
und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa. 66 Alle, die davon hörten, nahmen es sich zu Herzen
und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden?
Denn die Hand des Herrn war mit ihm. 80 Das Kind wuchs heran und wurde stark im Geist.
Und es lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem es seinen Auftrag für Israel erhielt.
der Engel erscheint Zacharias, St Giles Cathedral, Edinburgh
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 1
5 Zur Zeit des Herodes, des Königs von Judäa, gab es einen Priester namens Zacharías, der zur Abteilung des Abíja gehörte.
Seine Frau stammte aus dem Geschlecht Aarons;
ihr Name war Elisabet. 6 Beide lebten gerecht vor Gott
und wandelten untadelig nach allen Geboten und Vorschriften des Herrn. 7 Sie hatten keine Kinder, denn Elisabet war unfruchtbar und beide waren schon in vorgerücktem Alter. 8 Es geschah aber:
Als seine Abteilung wieder an der Reihe war und er den priesterlichen Dienst vor Gott verrichtete, 9 da traf ihn, wie nach der Priesterordnung üblich, das Los, in den Tempel des Herrn hineinzugehen und das Rauchopfer darzubringen. 10 Während er nun zur festgelegten Zeit das Rauchopfer darbrachte, stand das ganze Volk draußen und betete. 11 Da erschien dem Zacharías ein Engel des Herrn;
er stand auf der rechten Seite des Rauchopferaltars. 12 Als Zacharías ihn sah, erschrak er
und es befiel ihn Furcht. 13 Der Engel aber sagte zu ihm: Fürchte dich nicht, Zacharías!
Dein Gebet ist erhört worden.
Deine Frau Elisabet wird dir einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Johannes geben. 14 Du wirst dich freuen und jubeln
und viele werden sich über seine Geburt freuen. 15 Denn er wird groß sein vor dem Herrn.
Wein und berauschende Getränke wird er nicht trinken
und schon vom Mutterleib an wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein. 16 Viele Kinder Israels wird er zum Herrn, ihrem Gott, hinwenden. 17 Er wird ihm mit dem Geist und mit der Kraft des Elíja vorangehen, um die Herzen der Väter den Kindern zuzuwenden
und die Ungehorsamen zu gerechter Gesinnung zu führen
und so das Volk für den Herrn bereit zu machen.
links: der Engel erscheint Zacharias, rechts Maria besucht Elisabeth
Johannes ist sein Name
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 1
57 Für Elisabet erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie brachte einen Sohn zur Welt. 58 Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte,
und freuten sich mit ihr. 59 Und es geschah:
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes
und sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharías geben. 60 Seine Mutter aber widersprach
und sagte: Nein, sondern er soll Johannes heißen. 61 Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt. 62 Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle. 63 Er verlangte ein Schreibtäfelchen
und schrieb darauf: Johannes ist sein Name.
Und alle staunten. 64 Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen und er redete und pries Gott. 65 Und alle ihre Nachbarn gerieten in Furcht
und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa. 66 Alle, die davon hörten, nahmen es sich zu Herzen
und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden?
Denn die Hand des Herrn war mit ihm. 80 Das Kind wuchs heran und wurde stark im Geist.
Und es lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem es seinen Auftrag für Israel erhielt.
links Geburt des Johannes, rechts: "sein Name ist Johannes", ist das etwa ein anachronistisches Taufbecken?
BENEDIKT XVI.
ANGELUS
Petersplatz Sonntag, 24. Juni 2007
Liebe Brüder und Schwestern!
Am heutigen 24. Juni lädt uns die Liturgie zur Feier des Hochfestes
der Geburt des hl. Johannes des Täufers ein, dessen Leben ganz auf
Christus ausgerichtet ist wie das von Maria, der Mutter Jesu. Johannes
der Täufer ist der Wegbereiter gewesen, die »Stimme«, die entsandt
wurde, um das menschgewordene Wort anzukündigen. Deshalb bedeutet das
festliche Gedenken an seine Geburt in Wirklichkeit die Feier Christi,
der Erfüllung der Verheißungen aller Propheten, unter denen der Täufer
der größte gewesen ist, der dazu berufen war, für den Messias den Weg zu
bahnen (vgl. Mt 11,9–10).
Alle Evangelien beginnen die Erzählung des öffentlichen Lebens Jesu
mit dem Bericht über seine Taufe durch Johannes im Fluß Jordan. Der hl.
Lukas fügt das Auftreten des Täufers in einen feierlichen
geschichtlichen Rahmen ein. Auch am Anfang meines Buches Jesus von Nazareth
steht die Taufe Jesu im Jordan, ein Ereignis, das zu seiner Zeit großes
Aufsehen erregte. Von Jerusalem und aus allen Teilen Judäas eilten die
Menschen herbei, um Johannes den Täufer zu hören, sich von ihm im Fluß
taufen zu lassen und dabei ihre Sünden zu bekennen (vgl. Mk
1,5). Der Ruf des Propheten und Täufers wuchs in einem Maß an, daß viele
sich fragten, ob er der Messias sei. Er aber – so hebt der Evangelist
hervor – wies dies entschieden zurück: »Ich bin nicht der Messias « (Joh 1,20).
Er bleibt auf jeden Fall der erste »Zeuge« Jesu, da er den Hinweis auf
ihn vom Himmel erhalten hat: »Auf wen du den Geist herabkommen siehst
und auf wem er bleibt, der ist es, der mit dem Heiligen Geist tauft« (Joh 1,33).
Genau dies geschah, als Jesus nach dem Empfang der Taufe aus dem Wasser
stieg: Johannes sah auf ihn den Geist wie eine Taube herabkommen. Da
»erkannte« er die volle Wirklichkeit des Jesus von Nazaret, er begann,
»Israel mit ihm bekanntzumachen« (Joh 1,31) und wies ihn als Sohn Gottes und Erlöser des Menschen aus: »Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt« (Joh 1,29).
Als echter Prophet gab Johannes ohne Kompromisse Zeugnis von der
Wahrheit. Er klagte die Überschreitungen der Gebote Gottes auch dann an,
wenn die Verantwortlichen die Mächtigen waren. So zahlte er mit dem
Leben, als er Herodes und Herodias des Ehebruchs anklagte, und er
besiegelte mit dem Martyrium seinen Dienst an Christus, der die Wahrheit
in Person ist. Wir bitten um seine Fürsprache zusammen mit jener der
allerseligsten Jungfrau Maria, auf daß es die Kirche auch in unseren
Tagen verstehe, Christus immer treu zu bleiben und mutig seine Wahrheit
und seine Liebe für alle zu bezeugen.
Dom St. Johannes der Täufer und Johannes der Evangelist, Thorn
Christus
dem Herren, dientest du als Herold.
Ewiger Ratschluß fand in dir den Boten.
Glücklich wir preisen alle deinen Namen:
Gruß dir, Johannes!
Noch
trägt die Mutter dich in ihrem Schoße,
du aber fühlst schon, dass sich naht der König;
Freude bewegt dich, drängt dich, ihn zu grüßen,
eh´ er geboren.
Wüste und
Wildnis wählst du dir zur Wohnstatt,
kündest die Ankunft des ersehnten Retters,
predigst die Umkehr, rufst das Volk zur Buße,
dass es bereit sei.
Den einst
die Seher als das Licht verhießen,
das sie nur ahnend aus der Ferne schauten,
ihn, der hinwegnimmt alle Schuld der Erde,
rufst du beim Namen.
Stimme
des Rufers, der den Weg ihm ebnet,
dich hat vor allen sich der Herr erkoren:
Jesus, der Heiland, lässt von dir sich taufen,
er, das Lamm Gottes.
Lobpreis
und Ehre Gott, dem ew´gen Vater,
Ehre dem Sohne, den du uns verkündet,
Ehre dem Geiste, der ihn dir bezeugte,
immer und ewig. Amen.
Geburt Johannes´ des Täufers, S. Maria in Campitelli
Der
Lobgesang des Zacharias, das „Benediktus“, bildet den Abschluss der
Geburtsgeschichte des Johannes. Schon in Vers 64 wurde gesagt, der stumme Mund
des Zacharias sei geöffnet worden. Sein Lied wird als geisterfülltes und
prophetisches Wort gekennzeichnet (V. 67). Der 1. Teil des Liedes (V. 68-75)
ist Dank und Lobpreis des treuen und barmherzigen Gottes; er hat sein Volk
gerettet und wird es wieder erretten. Das Ziel dieser Rettung: damit das Volk
ihm dienen kann in „Heiligkeit und Gerechtigkeit“, d. h. in ganzer Treue; „im
Geist und in der Wahrheit“ wird Jesus sagen (Joh 4, 23). Der 2. Teil (V. 76-79)
richtet sich an das Kind, das dazu bestimmt ist, dem Herrn die Wege zu bereiten
Die Rettung aber, der Friede (V. 79), wird durch die Barmherzigkeit Gottes selbst
kommen, durch das Erscheinen des Lichtes, dessen Zeuge Johannes werden soll
(Joh 1, 7). - Gen 17, 4; 22, 16-17; Ex 6, 5-6; Jos 24, 14; Jer 23, 5-6; 33,
15-16; Sach 3, 8.
EvangeliumLk 1, 67-79
Das
aufstrahlende Licht aus der Höhe wird uns besuchen
+ Aus dem heiligen Evangelium nach
Lukas
67Sein Vater Zacharias wurde vom
Heiligen Geist erfüllt und begann prophetisch zu reden:
68Gepriesen sei der Herr, der Gott
Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung geschaffen;
69er hat uns einen starken Retter
erweckt im Hause seines Knechtes David.
70So hat er verheißen von alters
her durch den Mund seiner heiligen Propheten.
71Er hat uns errettet vor unseren
Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen;
72er hat das Erbarmen mit den Vätern
an uns vollendet und an seinen heiligen Bund gedacht,
73an den Eid, den er unserm Vater
Abraham geschworen hat;
74er hat uns geschenkt, dass wir,
aus Feindeshand befreit, ihm furchtlos dienen
75in Heiligkeit und Gerechtigkeit
vor seinem Angesicht all unsre Tage.
76Und du, Kind, wirst Prophet des
Höchsten heißen; denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.
77Du wirst sein Volk mit der
Erfahrung des Heils beschenken in der Vergebung der Sünden.
78Durch die barmherzige Liebe
unseres Gottes wird uns besuchen das aufstrahlende Licht aus der Höhe,
79um allen zu leuchten, die in
Finsternis sitzen und im Schatten des Todes, und unsre Schritte zu lenken auf
den Weg des Friedens.
Die Erzählung von der Geburt und der Beschneidung des
Vorläufers gipfelt in der Namengebung (vgl. Lk 1, 13). „Gott ist gnädig“
bedeutet dieser Name, oder genauer: „Gott hat sich als gnädig erwiesen“. Die
Eltern und Verwandten des Johannes betrachten seine Geburt als Geschenk der
Gnade Gottes. Sie wissen noch nicht, was Gott mir diesem Kind vorhat: aber sie
spüren, dass etwas Großes in Gang gekommen ist. Staunende Freude erfüllt die
Menschen, die in dem kleinen menschlichen Ereignis die Gewissheit der Gegenwart
Gottes erfahren. - Jes 32, 3-4; Zef 3, 14-17.
EvangeliumLk 1, 57-66
Die Geburt
Johannes‘ des Täufers
+ Aus dem heiligen Evangelium nach
Lukas
57Für Elisabet kam die Zeit der
Niederkunft, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
58Ihre Nachbarn und Verwandten
hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte, und freuten sich mit
ihr.
59Am achten Tag kamen sie zur
Beschneidung des Kindes und wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharias
geben.
60Seine Mutter aber widersprach
ihnen und sagte: Nein, er soll Johannes heißen.
61Sie antworteten ihr: Es gibt doch
niemand in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
62Da fragten sie seinen Vater durch
Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
63Er verlangte ein Schreibtäfelchen
und schrieb zum Erstaunen aller darauf: Sein Name ist Johannes.
64Im gleichen Augenblick konnte er
Mund und Zunge wieder gebrauchen, und er redete und pries Gott.
65Und alle, die in jener Gegend
wohnten, erschraken, und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland
von Judäa.
66Alle, die davon hörten, machten
sich Gedanken darüber und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden? Denn es
war deutlich, dass die Hand des Herrn mit ihm war.