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Sonntag, 5. März 2017

Der alte und der neue Adam

Sündenfall, Chorgestühl, S.Domenico, Bologna



Gott, der Herr, formte den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen. Dann legte Gott, der Herr, in Eden, im Osten, einen Garten an und setzte dorthin den Menschen, den er geformt hatte. Gott, der Herr, ließ aus dem Ackerboden allerlei Bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit köstlichen Früchten, in der Mitte des Gartens aber den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis von gut und böse. Die Schlange war schlauer als alle Tiere des Feldes, die Gott, der Herr, gemacht hatte.
Sie sagte zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Ihr dürft von keinem Baum des Gartens essen? Die Frau entgegnete der Schlange: Von den Früchten der Bäume im Garten dürfen wir essen; nur von den Früchten des Baumes, der in der Mitte des Gartens steht, hat Gott gesagt: Davon dürft ihr nicht essen, und daran dürft ihr nicht rühren, sonst werdet ihr sterben. Darauf sagte die Schlange zur Frau: Nein, ihr werdet nicht sterben. Gott weiß vielmehr: Sobald ihr davon esst, gehen euch die Augen auf; ihr werdet wie Gott und erkennt Gut und Böse. Da sah die Frau, dass es köstlich wäre, von dem Baum zu essen, dass der Baum eine Augenweide war und dazu verlockte, klug zu werden. Sie nahm von seinen Früchten und aß; sie gab auch ihrem Mann, der bei ihr war, und auch er aß. Da gingen beiden die Augen auf, und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz.
(Gen 2 und 3, 1. Lesung vom 1. Fastensonntag)






Brüder! Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten.
Ist durch die Übertretung des einen der Tod zur Herrschaft gekommen, durch diesen einen, so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus.
Wie es also durch die Übertretung eines einzigen für alle Menschen zur Verurteilung kam, so wird es auch durch die gerechte Tat eines einzigen für alle Menschen zur Gerechtsprechung kommen, die Leben gibt.
Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern wurden, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
(Röm 5, 2. Lesung vom 1. Fastensonntag)


Kreuzigung, Chorgestühl, S. Domenico, Bologna

Samstag, 8. August 2015

Der hl. Dominikus in Bologna

Grabeskapelle des hl. Dominikus Guzman

Dominicus oder Domingo de Guzman, Ordensgründer. Dominicus wurde 1170 in Caleruega in Kastilien aus der Adelsfamilie der Guzmán geboren. Seine Mutter soll vor seiner Geburt ein schwarz-weißes Hündchen gesehen haben, das mit einer brennenden Fackel im Maul die ganze Welt erleuchtete; mit dieser Vision wurde die Redekunst des Knaben angedeutet, den sie gebar.


Dominicus wurde nach dem Philosophie- und Theologiestudium in Valencia 1195 Kanonikus des regulierten Domstifts zu Osma und 1201 Subprior. 1203 begleitete er seinen Bischof nach Rom und lernte auf dem Rückweg in Südfrankreich die Ausmaße des kirchlichen Amtsmissbrauchs kennen sowie die wohlorganisierte Bewegung der Albigenser. Dominicus erkannte, dass sowohl das hohe Bildungsniveau als auch die einfache Lebensform den Häretikern große Sympathien beim Volk einbrachten. Er zog nun im Auftrag von Innozenz III. als Prediger nach Südfrankreich und gründete 1215 in der Nähe von Toulouse eine Gemeinschaft von Predigern für die Unterweisung des Volkes. Die Befähigung zur Predigt sollte durch gründliche Studien gewährleistet werden, auch den armen Lebensstil verstand Dominicus als Mittel des Apostolates einzusetzen.

Honorius III. bestätigte 1216 den neuen Orden und verlieh ihm mit dem Recht der Predigt und des Beichthörens den Namen „Ordo Praedicatorum“, „Orden der Predigerbrüder“. Dominikus bewies vor allem Organisationstalent, er ließ seine Brüder in Bologna und Paris studieren, gründete eine Reihe von Prioraten und starb schließlich auf einer Predigtreise im Alter von 51 Jahren am 6. August 1221 in Bologna. Er wurde in der dortigen Kirche der Dominikaner begraben. Er wird dargestellt mit Hund und Fackel, sehr häufig auch mit Rosenkranz. Mittlerweise ist historisch nachgewiesen, dass Dominicus den Rosenkranz nicht erfunden hat. Es handelt sich hier um eine vom Dominikaner-prediger Alanus de Rupe im 15. Jahrhundert aufgebrachte Verwechslung mit dem Kartäuser Dominicus von Preußen.
(Martyrologium Sancrucense)

Grabeskapelle



Andachtsbild mit Gebet

Verherrlichung des hl. Dominikus in der Apsiswölbung v. Guido Reni (1613-1615)
 
Grabeskapelle und Kirchenturm vom Kreuzgang aus gesehen


Statue v. Dominikus im Innenhof des Kreuzganges

Das Andachtsbild zeigt ein Fresko aus dem 14. Jahrhundert im Kapitelsaal des Konvents,
zu dem ich leider keinen Zugang hatte. Es handelt sich um das älteste Bild des hl. Dominikus


Mittwoch, 28. Januar 2015

Thomas von Aquin und die heilige Eucharistie

Thomas von Aquin, Dominikaner und Kirchenlehrer. Der Aquinate wurde um 1225 auf dem Schloss Roccasecca bei Neapel geboren und war von vornehmer Herkunft. Seit 1239 Student zu Neapel, lernte er dort den Dominikanerorden kennen, dem er gegen den Willen seiner Eltern um 1243 beitrat. Daraufhin überfielen ihn seine Angehörigen und hielten ihn zwei Jahre gefangen. Wieder in Freiheit sandte der Orden ihn zum Studium nach Paris oder Köln. In Köln war Thomas jedenfalls von 1248 bis 1252 Schüler des Albertus Magnus.
Nun wechselten längere Aufenthalte in Paris und und Italien einander ab. Seine wissenschaftlichen
Erkenntnisse legte er in zahlreichen Werken nieder. Auf den Schriften seines Lehrers Albert aufbauend, vollzog er als größte geistesgeschichtliche Tat des Mittelalters die Synthese zwischen den Lehren von Augustinus und von Aristoteles in Philosophie und Theologie in seinem Hauptwerk, der Summa theologica. Mit der arabischen Philosophie setzte er sich in der Summa contra gentiles auseinander.
Thomas schrieb die liturgischen Texte für das Fronleichnamsfest, – das „Adoro te devote“ und das „Lauda Sion Salvatorem“. Er erweist sich hierin auch als mystisch-spekulativer Dichter. Auf dem Weg zum 2. Konzil von Lyon starb Thomas an einer plötzlich aufgetretenen Krankheit in der Zisterzienserabtei Fossanuova am 7. März 1274. Thomas ist ohne Zweifel der größte Theologe der
Kirchengeschichte.
Er wird dargestellt im Dominikanerhabit mit Buch und Schreibfeder, mit Sonne, Stern oder Edelstein auf der Brust.
(Martyrologium Sancrucense)
  
der hl. Thomas wird durch Engel über die Wahrheit der Eucharistie belehrt, San Domenico, Bologna


Auf jeden Fall schreibt der gleiche Wilhelm von Tocco im 28. Kapitel seines Lebens des heiligen Thomas v. A. ausdrücklich: "Hauptsächlich verehrte Thomas das Allerheiligste Sakrament des Altares. Weil ihm vergönnt war, tiefsinniger (als andere) darüber zu schreiben, so wurde ihm gewährt, es auch frömmer zu feiern. Täglich las er nämlich eine Messe, wenn ihn nicht Krankheit daran hinderte, und als zweite hörte er die seines Gefährten oder eines anderen, wobei er sehr häufig ministrierte." Fast alle Zeugen, die im Heiligsprechungsprozess über Thomas v. A. aussagten, erwähnten u. a. dies, dass er jeden Tag mit größter Andacht vor allem anderen die heilige Messe feierte und dann noch eine weitere oder zwei gehört habe.
Daraus allein schon ersieht man, dass dem heiligen Thomas die Eucharistiefeier ganz besonders viel bedeutet haben muss. 

Wilhelm von Tocco aber weiß noch weiter zu berichten: "Thomas pflegte auch öfters in der Messe von einem so starken Gefühl der Hingabe ergriffen zu werden, dass er ganz in Tränen zerfloss, weil er von den heiligen Geheimnissen eines so großen Sakramentes verzehrt und aus den Gaben dieses Sakramentes erquickt wurde. Als er daher einmal im Kloster von Neapel am Passionssonntag in Anwesenheit vieler Ritter die Messe fromm feierte, sah man ihn während des Ablaufs des bereits begonnenen heiligen Mysteriums so von der Tiefe des Sakramentes ergriffen, dass er gleichsam den göttlichen Geheimnissen beizuwohnen schien und, wie man glauben darf, von den Leiden des Gottmenschen Jesus Christus bewegt war. Das schien die lange Geistesabwesenheit und die überquellende Tränenflut anzuzeigen. Als er länger so verharrte, kamen die bestürzten Brüder herbei und berührten ihn, damit er die heiligen Geheimnisse fortsetze, sie rüttelten ihn aus der Tiefe, in der die Entrückung ihn anscheinend an den heiligen Geheimnissen hatte teilnehmen lassen, auf. Nach der Feier des heiligen Mysteriums baten ihn einige Brüder und ihm vertraute Ritter, er möge ihnen doch sagen, was ihm in jener Entrückung zugestoßen sei, er möge ihnen das offenbaren, von dem er glaube, dass es ihnen zur Erbauung diene. Er aber weigerte sich, es zu sagen, und verbarg das ihm Geoffenbarte, damit er es nicht vergeude."



Wilhelm von Tocco berichtet in seinem Leben des heiligen Thomas von Aquin im 58. Kapitel: "Als der Lehrer Thomas v. A. (auf seinem Krankenlager in der Zisterzienserabtei Fossanuova) allzu schwach zu werden und er seinen Tod vorauszuahnen begann, da erbat er mit großer Frömmigkeit, man möge ihm die Wegzehrung für die christliche Pilgerreise reichen, das hochheilige Sakrament des Leibes Christi. Als es ihm ehrfurchtsvoll vom Abt und den Mönchen gebracht wurde, warf er sich zu Boden; zwar gebrechlich im Leib, aber tapfer im Geist, eilte er seinem Herrn unter Tränen entgegen. Als ihm das Sakrament des Herrenleibes gereicht und er zuvor noch gefragt wurde, wie der Sitte gemäß jeder Christ in seiner letzten Stunde über seinen Glauben besonders an dieses Sakrament geprüft wird, ob er glaube, dass jene konsekrierte Hostie der wahre Sohn Gottes sei, der aus dem Leibe der Jungfrau hervorgegangen ist und am Pfahl des Kreuzes gehangen hat, der für uns gestorben und am dritten Tage wieder auferstanden ist, da antwortete er mit klarer Stimme, aufmerksamer Frömmigkeit und unter Tränen: ´Wenn die Wissenschaft von diesem Sakrament in diesem Leben größer sein kann als der Glaube, so antworte ich mit ihr, dass ich wahrhaft glaube und als sicher weiß: Dieser ist wahrer Gott und Mensch, Sohn Gottes des Vaters und der Jungfrau Mutter, und so glaube ich mit meiner Seele und bekenne es im Worte, wie es der Priester über dieses heiligste Sakrament gelehrt hat.' Und nachdem er einige weitere fromme Worte vorausgeschickt hatte, empfing er das heiligste Sakrament und sagte: ´Ich empfange Dich als Lösepreis meiner Seele, ich empfange Dich als Wegzehrung für meine Pilgerfahrt; aus Liebe zu Dir habe ich studiert, gewacht und mich abgemüht, Dich habe ich gepredigt und gelehrt. Gegen Dich habe ich niemals etwas gesagt; sollte ich aber etwas gesagt haben, so habe ich es unwissend gesagt, und ich beharre nicht hartnäckig auf meiner Meinung, sondern wenn ich über dieses Sakrament oder über anderes schlecht gelehrt habe, so überlasse ich es ganz der Verbesserung durch die heilige römische Kirche, in deren Gehorsam ich nun aus diesem Leben scheide.' Es sagte aber der Lehrer Thomas bis zu seinem Ende mit größter Frömmigkeit und unter Tränen, was er bei der Erhebung des Leibes unseres Herrn zu sagen pflegte: ´Du König der Herrlichkeit, Christus, Du bist der ewige Sohn des Vaters!' Nachdem er in frommer Weise, sich selbst zum Verdienst, für andere zum Vorbild, das Sakrament empfangen hatte, begehrte er für den folgenden Tag noch die heilige Krankensalbung, damit ihn jener Geist der Salbung, der ihn mehr als jene, die seiner teilhaftig sind, gesalbt hatte, zum Himmel führe, nach dem er strebte."
Er erreichte dieses Ziel am 7. März 1274. Da ging in Erfüllung, wonach er sich so sehr gesehnt hatte: dass er enthüllt Gott anschaue von Angesicht und ewig selig sei in seiner Glorie Licht.
(F. Holböck, Das Allerheiligste und die Heiligen, 114ff)

Engel belehren Thomas über die hl. Eucharistie, San Domenico, Bolgona

Samstag, 24. Mai 2014

Übertragung der Gebeine des heiligen Vaters Dominikus

Dominikus wollte in Bologna in der Kirche des hl. Nikolaus "unter den Füßen der Brüder" begraben werden. Als er am 6. August 1221 in Bologna starb, bestatteten ihn die Brüder in einem einfachen Grab. Es wird überliefert, daß viele Kranke an seinem Grab Heilung und Gesundheit erhalten haben. Seine Brüder aber weigerten sich, diese Wunder anzuerkennen und erfüllten nicht das gegebene Versprechen.
Durch einen Umbau des Klosters kam die Grabstätte ins Freie und war so den Einflüssen der Witterung ausgesetzt. Jordan von Sachsen war deshalb bestrebt, eine Übertragung des Leichnams an eine würdigere Stätte durchzusetzen.
Unter Papst Gregor IX. wurde in Anwesenheit des Erzbischofs Theodoricus von Ravenna in einer offiziellen kirchlichen Feier die Übertragung vorgenommen. Es war am Pfingstdienstag 1233, zur Zeit, als das Generalkapitel des Ordens in Bologna versammelt war. Die Gebeine des Dominikus wurden in einen kostbaren Marmorsarkophag gelegt. Es wird berichtet, daß beim Öffnen des Grabes ein wunderbarer Duft entströmte, "der allen klar zeigte, welch guter Wohlgeruch Christi dieser sei. Der Erzbischof zelebrierte das feierliche Hochamt. Und da es gerade der dritte Pfingstag war, der strahlend aufging, stimmte der Chor den Eröffnungsvers an: Nehmt in Besitz die Wonne eurer Herrlichkeit".
Im selben Jahr begann der kanonische Heiligsprechungsprozeß, der am 3. Juli 1234 zur Heiligsprechung des Dominikus durch Papst Gregor IX. führte.
Der sel. Johannes von Vercelli, der 6. Ordensmeister, ließ ein prächtiges Grabmal errichten und am 5. Juli 1267 die Gebeine des hl. Dominikus dort beisetzen.
(aus dem Proprium des Predigerordens, 376f)

Grabstätte des hl. Dominikus in San Domenico in Bologna

Heiligster Priester Gottes,
erhabener Bekenner und erlesener Prediger,
seliger Vater Dominikus,
vom Herrn als jungfräulicher Mensch erwählt
und vor allen anderen in deinen Tagen
Gott wohlgefällig und von Gott geliebt,
ruhmreich durch Leben, Lehre und Wunder,
den wir zu unserer Freude
beim Herrn, unserem Gott,
als besonderen Beistand besitzen:
zur dir, den ich unter den Heiligen
und erwählten Gottes voll Hingabe verehre,
rufe ich aus der Tiefe
in diesem Tal des Elends.
(aus dem Gebet des sel. Jordan von Sachsen zum hl. Dominikus)

Schädelreliquie des hl. Dominikus in einem kostbaren Reliquiar aus dem Jahr 1383

Donnerstag, 13. Februar 2014

Seliger Jordan von Sachsen - und wie es zur Einführung des Salve Regina bei den Dominikanern kam


Jordan von Sachsen war der Nachfolger des hl. Dominikus in der Leitung des Ordens. Während der 15 Jahre seiner Amtszeit wurde die Verfassung des Ordens ausgebaut. Der Predigerorden breitete sich über ganz Europa und über Teile von Asien und Afrika aus.
In seiner Sorge, die kommenden Generationen in der "ersten Liebe" des Ordens zu erhalten, verfaßte er das Büchlein "Von den Anfängen des Predigerordens". Dem sel. Jordan von Sachsen verdankt der Orden den Brauch, nach der Komplet das Salve Regina zu singen.
(aus dem Proprium des Predigerordens, 245)

Nach dem Tod des Meisters Dominikus lebte ein gewisser Bruder Bernhard zu Bologna, der von einem grimmigen Dämon besessen und derart von ihm gequält war, daß er Tag und Nacht in schrecklicher Raserei umhergetrieben wurde und die Gemeinschaft der Brüder in übermäßige Aufregung brachte. Diese Plage hatte die Barmherzigkeit Gottes zweifellos ausersehen zur Übung der Geduld seiner Diener.
Die furchtbare Plage des Bruders Bernhard war der erste Anlaß, daß wir das Singen der Antiphon Salve Regina nach der Komplet zu Bologna eingeführt haben. Von dort begann sich nachher dieser Brauch über die ganze Provinz der Lombardei zu verbreiten, und schließlich setzte sich die fromme, heilsame Gewohnheit im gesamten Orden durch. Ein frommer, vertrauenswürdiger Mann erzählte mir, er habe häufig im Geiste geschaut: Während die Brüder singen "Eja ergo advocata nostra - Wohlan denn unsere Fürsprecherin", liege die Mutter des Herrn selbst vor ihrem anwesenden Sohn auf den Knien und bete für die Erhaltung des gesamten Ordens. Das sei deshalb erwähnt, um die Andacht der Brüder, die es lesen, mehr und mehr zum Lobe der Jungfrau anzufachen.

(Jordan von Sachsen, aus dem Buch von den Anfängen des Predigerordens)

und hier das Dominikanische Salve Regina


Jordan von Sachsen mit Behörden/Beamten von Bologna, S. Domenico, Bologna
und hier der Link, der mich auf die Idee brachte, dieses Bild zu posten


Herr, unser Gott, du hast den seligen Jordan mit Eifer für das Heil der Menschen ausgezeichnet
und ihm die besondere Gnade geschenkt, viele für das Ordensleben zu gewinnen.
Laß uns nach seinem Beispiel den Weg des Heiles treu verkünden und im gleichen Geist leben,
damit wir fähig werden, das Reich Gottes überall zu verbreiten.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Donnerstag, 8. August 2013

Am Grab des hl. Dominikus in Bologna (2)

Auf dem Piazza San Domenico erheben sich zwei Säulen mit Statuen des hl. Dominikus und der Mutter Gottes, zwischen den Säulen ist die Grabstätte eines (oder zweier?) Rechtsgelehrten.
Der hl. Dominikus starb am 6. August 1221 im hinter der Kirche gelegenen  Konvent  und seine sterblichen Überreste wurden in einer eigens errichteten Seitenkapelle beigesetzt.


Kreuzgang ,Grabkapelle des hl. Dominikus





Die Überlieferung berichtet, dass die Mutter des hl. Dominikus, die selige Johanna von Aza,  vor seiner Geburt ein schwarz-weißes Hündchen sah, das mit einer brennenden Fackel im Maul die ganze Welt erleuchtete; diese Vision wurde ihr gedeutet auf die göttliche Redekunst des Knaben, den sie gebären werde. Die Amme sah bei der Taufe einen goldenen Stern auf der Stirn des Kindes.(Quelle)

Hl. Dominikus, im Hintergrund Bologna
Die Überlieferung berichtet, dass seine Mutter Johanna von Aza vor seiner Geburt ein schwarz-weißes Hündchen sah, das mit einer brennenden Fackel im Maul die ganze Welt erleuchtete; diese Vision wurde ihr gedeutet auf die göttliche Redekunst des Knaben, den sie gebären werde. Dominikus' Amme sah bei der Taufe einen goldenen Stern auf der Stirn des Kindes.
Die Überlieferung berichtet, dass seine Mutter Johanna von Aza vor seiner Geburt ein schwarz-weißes Hündchen sah, das mit einer brennenden Fackel im Maul die ganze Welt erleuchtete; diese Vision wurde ihr gedeutet auf die göttliche Redekunst des Knaben, den sie gebären werde. Dominikus' Amme sah bei der Taufe einen goldenen Stern auf der Stirn des Kindes.


Der sel. Johannes von Vercelli, der 6. Ordensmeister, ließ ein prächtiges Grabmal errichten und am 5. Juli 1267 die Gebeine des hl. Dominikus dort beisetzen.


Grabkapelle, an das rechte Seitenschiff angebaut

Sarkophag aus Marmor, der Engel rechts ist einWerk Michelangelos, ebenso der hl. Petronius auf dem Deckel

Links oben: "During one of his stays im Rome, a young relative of cardinal Stefano di Fossanova fell from his horse during a reckless and wild horse-ride and he was carried off as if he were dead. The cries around the body were growing louder when Master Dominic arrived. Begged by one of his friars and submitting to the fervour of compassion, he ordered the young man to be taken away from the crowd, and by virtue of his prayers he gave him back the warmth of life." (Jordan, Libellus)

Rechts oben: "In Fanjeaux a harsh dispute eruted. Since the arbiters could not decide which party was wrong and which was right, they decided to throw both the heretics´and Dominic´s books into the fire: if one of them would not burn, it would be clear that it contained the true faith. A big fire was lit and the two texts were thrown into it. The heretics` books immediately burned, whereas the one written by the man of God, Dominic, not only remained undamaged, but was ejected from the flames before the incredulous eyes of the bystanders. They tried then to throw it into the fire a second and a third time, but it was always ejected by the flames, proving both the truth of the faith it contained and the saintliness of its author. The halo of his virtue shined so about him that he earned the affection of the unbelievers and touched the hearts of those living with him." (Jordan, Libellus)

(Aus der aufliegenden englischsprachigen Broschüre, die Erklärung der übrigen Reliefarbeiten hebe ich mir für ein andermal auf. )


Hl. Dominikus

In einer Nische an der Rückseite des Grabstätte wird die
 Schädelreliquie des hl. Dominikus aufbewahrt.
Das Reliquiar ist das Werk des Goldschmieds Jacopo Roseto da Bologna (1383).


„O Spem miram...” (gesungen)


 O wunderbare Hoffnung,

die du in der Todesstunde den um dich Weinenden gabst,
da du versprachst, nach dem Tod für deine Brüder einzustehen.
Erfülle, Vater, was du verheißen, und hilf uns mit deinen Bitten.

In deinem Leben hast du viele Wunder an den Kranken gewirkt,
erwirke uns den Reichtum Christi und heile, was in uns krank ist.
Erfülle, Vater, was du verheißen, und hilf uns mit deinem Bitten.

(Dominikanisches Responsorium)


Chorgestühl, Holzintarsionarbeit mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament

Mariä Heimsuchung, Chorgestühl, San Domenico

Hl. Dominikus, segne uns und bete für uns

Schöne Bilder der Dominikanerkirche findet ihr bei P. Lawrence OP

Unter dem Label Caleruega seht ihr Bilder vom Geburtsort des Hl. Dominikus

Und nach schweißtreibender Arbeit erlaube ich mir eine lasagne bolognese, was sonst?

Und weiter gehts im Eilesschritt