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Samstag, 5. Mai 2018

Marienminne im Mai


 

Wenn wir der Muttergottes eine besondere Freude machen wollen, dann führen wir ihr neue Kinder zu. Seien wir apostolisch tätig gerade im Monat Mai, der Königin der Apostel zulieb. Das können wir machen durch recht gutes Beispiel, durch unsere Gebete, vielleicht auch durch ein gutes Wort. Achten wir darauf: Da treffen wir manche Menschen, die sind Doppelwaisen, die haben die Kirche als Mutter verloren und auch die Gottesmutter. Es wäre schön, wenn wir die der Kirche und der Muttergottes zurückführen könnten.
Wenn wir so den Monat Mai verleben, dann ist er für uns ein Gnadenmonat.
(Aus: Rupert Mayer, Mein Kreuz will ich tragen)



Wir grüßen dich, heilige Mutter,
du hast den König geboren,
der über Himmel und Erde
in alle Ewigkeit herrscht.
Aus deinem Schoß ging ein Glanz hervor,
der den ganzen Erdkreis überstrahlt
und dein Lob verkündet.
Sei gegrüßt, du Morgenröte des Heils,
du Ursache unserer Freude.
Sei gegrüßt, unsere Zuflucht.
Sei gegrüßt, unser Ruhm.
Durch dich ist unser Geschlecht
zum Himmel erhöht worden.
Bitte Gott für uns, der aus dir geboren wurde.
Lob sei ihm, der kam und aus dir aufging,
der dich zu seiner Mutter machte
und durch dich zum Kinde ward.
Gebenedeit sei der König der Könige,
der Mensch geworden ist
und das Menschengeschlecht
zur Höhe des Paradieses erhoben hat. 
Lob sei dem Vater, der ihn gesandt hat
zu unserer Erlösung,
und Preis dem Heiligen Geist,
der unsere Sünden tilgt. Amen.
(nach einem alten Mariengebet)


(Quelle: praedica)

Marienaltar in Maria Plain, Salzburg

Samstag, 21. April 2018

Konrad von Parzham - Ausstellung im Konradkloster (1)


Konrad von Parzham, Konradkloster, Altötting

Die Glasfenster in St. Konrad in Altötting
Am Grab des hl. Bruder Konrad von Parzham
Das glühende Gebet des hl. Konrad
Die Marienminne des hl. Konrad


Vom Kreuz lernen:

"Und das Mittel, das ich gebrauche, mich in der Demut und Sanftmut zu üben, ist kein anderes als das Kreuz.
Dieses ist mein Buch.
Nur ein Blick auf das Kreuz lehrt mich in jeder Gelegenheit, wie ich mich zu verhalten habe.
Da lerne ich Geduld und Demut, Sanftmut und jedes Kreuz mit Geduld zu ertragen.
Ja, es wird mir süß und leicht" (aus dem Brief des hl. Konrad von 1872)







 







Donnerstag, 17. August 2017

Überlasse mich nicht den Händen meiner Feinde!

Heute gedenkt die Kirche des hl. Hyazinth von Polen (an seinem Grab in Krakau)

Hyazinth von Polen, Dominikanerkirche, Krakau
Als die Tataren in das Land einbrachen, erstürmten sie auch die Stadt Kiew und verwandelten sie in einen Aschenhaufen. Während die Flammen loderten und das Blut der Erschlagenen floß, befand sich der hl. Hyazinth gerade in der Kapelle des von ihm gegründeten Klosters. Furchtlos nahmt er in dieser äußersten Gefahr den Speisekelch aus dem Tabernakel und hieß die Brüder ihm folgen.

Doch wie er die Kirche verlassen wollte, hielt er plötzlich inne, denn das schöne Muttergottesbild aus Alabaster, vor dem er so oft gebetet hatte, rief ihm zu:

"Mein Sohn, du fliehst, und mich läßt du allein zurück?
Nimm mich mit und überlasse mich nicht den Händen meiner Feinde."

Da ergriff der Heilige vertrauensvoll die schwere Figur, und siehe, sie schien ihm leicht wie ein Schilfrohr. In der einen Hand das heiligste Sakrament, mit der anderen die Marienstatue tragend, eilte er nun unbehelligt mitten durch den tobenden Haufen der wilden Mongolen. Am Dnjepr angelangt, breitete er kurz entschlossen seinen Mantel über das Wasser und glitt sicher ans andere Ufer. Er kam wohlbehalten nach Krakau, wo der das Marienbild in der Klosterkirche aufstellte.

(Melchers, Das Jahr der Heiligen, 519f)

links die Statue des hl. Hyazinth, Kapelle des hl. Dominikus in der Dreifaltigkeitskirche der Dominikaner in Krakau

Samstag, 10. September 2016

Heute gedenkt die Kirche

des hl. Nikolaus von Tolentino.


Nikolaus von Tolentino, Basilica di S. Nicola da Tolentino

Als Nikolaus schwer erkrankt war, wurde er von Maria getröstet und mittels eines in Wasser getauchtes Stück Brot geheilt

Eine schwere Krankheit hatte P. Nikolaus gegen Ende seines Lebens in seine Grenzen verwiesen und die Ärzte urteilten, daß sein Tod nahen würde, als ihm auf einmal Jesus, die heiligste Maria und der hl. Augustinus erschienen.
"Ich bin - sagte die liebenswürdige Frau - die Mutter deines Erlösers, die Jungfrau Maria, die du angerufen hast. Ich selbst gebe dir dieses heilsame Rezept". Dann fuhr sie fort, indem sie die rechte Hand zum öffentlichen Platz des Ortes ausstreckte. "Schicke deinen Krankenpfleger zu jener Frau (der Nikolaus Gutes erwiesen hatte), um von ihr ein frisches Brot im Namen meines Sohnes Jesus zu erbitten. Wenn sie es dir gebracht hat, tauche es ins Wasser und iß es und du wirst gesund".
Der hl. Nikolaus gehorchte und wurde sofort gesund.
(G. Giuli OSA, Der heilige Nikolaus von Tolentin, 45f)

Basilica di S. Nicola da Tolentino



Allmächtiger Gott,
du hast durch das Wirken des heiligen Nikolaus von Tolentino
deine Kirche auf Erden verherrlicht.
Sieh gnädig auf uns und schenke uns auf seine Fürsprache
in deiner Kirche Einheit und Frieden.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Samstag, 20. August 2016

Zeige dich als Mutter

Lese- oder Fußwaschungsgang des Kreuzgangs in Heiligenkreuz

Im Heiligenkreuzer Kreuzgang ist über der Holzbank ein barocker Bilderzyklus von Georg Waßhuber und dem Laienbruder Stefan Molitor aus den Jahren 1695/96. Die Bogengemälde zeigen Szenen aus dem Leben des hl. Bernhard von Clairvaux. Eine ist seiner Beziehung zu Maria gewidmet. Bernhard wird in der Kunst wegen seiner Marienvisionen und seiner Liebe zur Muttergottes häufig mit Maria dargestellt.


Bernhard von Clairvaux und Maria, Heiligenkreuz

O clemens, o pia o dulcis, - Maria beantwortet das Gebet Bernhards
"monstra te esse matrem" - zeige dich als Mutter,
indem sie seine Lippen mit der Milch ihrer Brust benetzt.
Der Schluß der Marianischen Antiphon Salve Regina
"o gütige, o milde o süße Jungfrau Maria" wird dem hl Bernhard zugeschrieben.

Ave Maria - Salve Bernarde: Als Bernhard einmal bei einem Bildnis der
Gottesmutter das Ave Maria betete, hörte er die Antwort: Sei gegrüßt, Bernhard!



Gedenke, o mildreichste Jungfrau Maria,
es sei noch niemals gehört worden,
daß Du jemanden verlassen hättest,
der zu Dir seine Zuflucht nahm,

Deine Hilfe anrief und um Deine Fürbitte Dich anflehte.
Von solchem Vertrauen beseelt,
eile ich zu Dir, o Jungfrau der Jungfrauen und Mutter.

Zu Dir komme ich und stehe als Sünder seufzend vor Dir.
O Mutter des ewigen Wortes, verschmähe nicht meine Worte,
sondern höre mich gnädig und erhöre mich.
Amen.
(Bernhard von Clairvaux)

Samstag, 31. Januar 2015

Don Boscos Traum von den Säulen im Meer

Don Boscos Vision von der Zukunft der Kirche
Maria-Hilf-Basilika (Basilica di Maria Ausiliatrice), Turin


Am 26. Mai versprach Don Bosco einem Jungen, am vorletzten und letzten des Monats "etwas Schönes" zu erzählen. Nach dem Abendgebet des 30. Mai erfüllte er in seiner "Gute Nacht- Ansprache" das Versprechen:

"Zu Eurem geistlichen Vorteil will ich heute einen Traum erzählen, den ich vor wenigen Tagen erlebt habe. Stellt Euch vor, wir befinden uns an der Küste des Meeres oder besser noch auf einer einsamen Klippe und sehen kein Land außer dem Boden unter unseren Füßen. Auf dem weiten Meer erkennen wir eine unzählbare Menge von Schiffen, die sich für eine Seeschlacht geordnet haben. Sie verfügen über eiserne Schiffsschnäbel und sind mit Kanonen, Gewehren, sonstigen Waffen jeglicher Art und Brandsätzen ausgerüstet. Sie nähern sich einem Schiff, das viel größer ist als das ihrige und versuchen, dieses mit ihren spitzigen Schnäbeln zu beschädigen, es anzuzünden und ihm jeden nur möglichen Schaden zuzufügen. Das große Schiff wird von vielen kleinen Booten begleitet, die von ihm Befehle empfangen und das majestätische Schiff gegen die feindliche Flotte verteidigen. Sie haben starken Gegenwind und das aufgewühlte Meer scheint die Angreifer zu begünstigen.
Mitten im weiten Meer stehen in geringem Abstand voneinander zwei mächtige Säulen. Die eine wird von einer Statue der Immaculata gekrönt, zu deren Füßen auf einer Tafel die Inschrift steht: “Auxilium christianorum” (Helferin der Christen), auf der zweiten, viel höheren und mächtigeren Säule, sehen wir eine übergroße Hostie, darunter auf einem Schild die Worte: “Salus credentium” (Heil der Gläubigen).
Der Papst als Kommandant des großen Schiffes erkennt die Wut der Feinde und damit die Gefahr, in der sich seine Getreuen befinden. Er ruft deshalb die Steuermänner der Begleitboote zur Beratung auf sein Schiff. Der Sturm wird immer heftiger; die Kommandanten müssen auf ihre Boote zurückkehren. Nach Beruhigung der See ruft der Papst die Kommandeure ein zweitesmal zu sich. Plötzlich bricht der Sturm von neuem los.
Der Papst steht am Steuer und versucht mit aller Kraft sein Schiff zwischen die beiden Säulen zu lenken, an denen viele Anker und große Haken angebracht sind. Die feindlichen Schiffe beginnen nun mit dem Angriff und wollen das päpstliche Schiff versenken. Immer wieder versuchen sie Brandmaterial an Bord des großen Schiffes zu schleudern und feuern mit ihren Bordgeschützen aus allen Rohren. Trotz des leidenschaftlichen Kampfes der feindlichen Schiffe und des Einsatzes aller Waffen scheitert jedoch der Angriff, und das päpstliche Schiff durchpflügt, obwohl auf beiden Seiten bereits schwer angeschlagen, frei und sicher das Meer, denn kaum getroffen, schließt ein sanfter Wind, der von den beiden Säulen ausgeht, sofort jedes Leck.
Auf den Schiffen der Angreifer platzen jetzt die Kanonenrohre, die Schiffsschnäbel zerbrechen, viele Schiffe bersten auseinander und versinken im Meer. Plötzlich wird jedoch der Papst von einer feindlichen Kugel getroffen. Seine Helfer stützen ihn und richten ihn wieder auf, wenig später trifft ihn erneut ein feindliches Geschoß, und er sinkt tot zu Boden.
Bei der feindlichen Flotte erhebt sich ein Freuden‑ und Siegesgeschrei. Die auf dem päpstlichen Schiff versammelten Kommandeure wählen in solcher Eile einen neuen Papst, daß die Nachricht vom Tod des Steuermanns zugleich mit der Nachricht von der Wahl des Nachfolgers bei den Feinden ankommt. Jetzt verlieren diese plötzlich allen Mut, das päpstliche Schiff aber überwindet alle Hindernisse und fährt sicher zwischen die beiden Säulen, wo es vor Anker geht. Die Feinde flüchten, rammen sich gegenseitig und gehen zugrunde. Die kleinen Begleitboote des päpstlichen Schiffes rudern mit voller Kraft ebenfalls zu den beiden Säulen und machen dort fest. Auf dem Meer tritt eine große Stille ein.
 
***
 
An dieser Stelle fragte Don Bosco seinen späteren Nachfolger als Generaloberer, Don Michael Rua: “Was hältst Du von dieser Erzählung?” Don Rua antwortete: “Mir scheint, das Schiff des Papstes ist die Kirche, deren Oberhaupt er ist. Die anderen Schiffe sind die Menschen, das Meer ist die Welt. Jene, die das große Schiff verteidigen, sind die treuen Anhänger des Papstes, die anderen seine Feinde, die mit allen Mitteln die Kirche zu vernichten suchen. Die beiden Säulen bedeuten, wie mir scheint, die Verehrung Mariens und der hl. Eucharistie.” Don Bosco sagte: “Du hast gut gesprochen. Nur ein Ausdruck muß richtiggestellt werden: Die feindlichen Schiffe bedeuten die Verfolgungen der Kirche. Sie bereiten schwerste Qualen für die Kirche vor. Das, was bisher war, ist beinahe nichts im Vergleich zu dem, was noch kommen wird. Die Schiffe symbolisieren die Feinde der Kirche, die das Hauptschiff zu versenken suchten, wenn es ihnen gelänge.

Nur zwei Mittel verbleiben uns zur Rettung in dieser Verwirrung:

Die Verehrung der Gottesmutter und die häufige hl. Kommunion.

(Quelle

Samstag, 31. Mai 2014

Maria, Maienkönigin

Den schönsten Marienaltar, der im Monat Mai meine Wege kreuzte, sah ich in der Basilika Mariä Geburt in Frauenkirchen. Der Blumenschmuck zeigt eine innige Liebe zur Mutter des Herrn.

Maialtar in der Basilika Mariä Geburt in Frauenkirchen, Burgenland

Maria, du Zuflucht der Sünder, o Maria,
Wir flehen zu dir deine Kinder, o Maria.
Wir vertrauen dir auf dich bauen wir,
dein im Leben, dein im Tod,
bitt für uns in unsrer Not.

Maria auf der Heide, o Maria,
du tröstest die Menschen im Leide, o Maria.
Wir vertrauen dir, ...

Maria, du bist voll der Gnaden, o Maria,
wir kommen zu dir, die beladenen, o Maria.
Wir vertrauen dir, ...

(aus dem Frauenkirchner Wallfahrtslied)