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Mittwoch, 21. Januar 2026

Die Schädelreliquie der hl. Agnes von Rom

 

Seitenkapelle in Sant`Agnese in Agone

Das Martyrium der hl. Agnes ist in der Diokletianischen Verfolgung oder früher anzusetzen. Papst Damasus, der hl. Ambrosius und andere haben die Heilige gerühmt. Das Lamm, mit dem sie dargestellt wird, bedeutet Christus als Gotteslamm und Bräutigam oder die Heilige selbst, die in jungen Jahren ihr unschuldiges Leben dem Herrn geschenkt hat.


Ewiger Gott, du berufst, was schwach ist in dieser Welt,
um das, was stark ist, zu beschämen.
Höre auf die Fürsprache der heiligen Agnes.
Komm uns zu Hilfe,
damit auch wir unbeirrt den Glauben bekennen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Schädelreliquie der hl. Agnes in St Agnese in Agone, Rom

Donnerstag, 21. Januar 2021

Agnes von Rom

 

Martyrium der hl. Agnes, Brixener Dom
Heilige Agnes, bitte für uns!

 

Die Jungfrau und Märtyrin Agnes („Die Reine“) wird in Rom seit dem 4. Jahrhundert verehrt. Die Basilika an ihrem Grab (Sant‘ Agnese fuori le mura) geht bis in die Zeit Konstantins zurück. Ambrosius und Papst Damasus haben die Heilige gefeiert. Dennoch sind über das Leben und das Martyrium der hl. Agnes nur wenige sichere Nachrichten vorhanden. Im Alter von zwölf oder dreizehn Jahren gab sie ihr Leben für Christus hin; es ist unsicher, ob sie enthauptet oder verbrannt wurde; ob unter Kaiser Valerian (um 258) oder unter Diokletian (um 304) bleibt ebenfalls ungewiss.
(ErzabteiBeuron)

 

Ewiger Gott, du berufst, was schwach ist in dieser Welt, um das,
was stark ist, zu beschämen.
Höre auf die Fürsprache der heiligen Agnes.
Komm uns zu Hilfe, damit auch wir unbeirrt den Glauben bekennen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Agnes in St Cyprian´s Clarence Gate, London (Ninian Comper)

Agnes in Oxford (Harris Manchester College by Burne Jones)

Agnes in Cambridge (Our Lady and the English Martyrs Church)

Am Grab der hl. Agnes von Rom

Emerentiana, die Milchschwester der hl. Agnes

S. Agnese in Agone, die Hinrichtungsstätte der hl. Agnes

Agnes auf dem Apsismosaik von San Marco in Rom

 

Brixener Dom

Samstag, 12. Dezember 2020

Hartmann von Passau

 

 

Hartmann von Passau, Bischof. Der hl. Hartmann wurde um 1090 bei Passau geboren und erhielt seine Ausbildung im Chorherrenstift Sankt Nikola zu Passau, das damals ein Zentrum kirchlicher Reform war. 1122 wurde er Domdekan in Salzburg, 1128 Propst in Herrenchiemsee und 1133 Propst des neugegründeten Klosterneuburg. 

An allen Orten hatte er die Aufgabe, das gemeinsame Leben einzurichten oder wiederherzustellen. Hierbei wirkte er besonders durch sein Vorbild eines priesterlichen Lebens. 1140 wurde er Bischof von Brixen. Auch hier erneuerte er in seiner Diözese das religiöse Leben und gründete 1142 das Augustiner-Chorherrenstift Neustift bei Brixen. Mit Eberhard von Salzburg verbanden ihn Freundschaft und gleiche Ideale. Er ließ sich von Kaiser Friedrich Barbarossa, dessen Beichtvater und Ratgeber er war, nicht in das von diesem angestiftete Schisma hineinziehen, sondern blieb dem rechtmäßigen Papst Alexander III. treu.

Im ganzen Reich wegen seines heiligmäßigen Lebens hochgeschätzt, starb Hartmann an einem Schlaganfall am 23. Dezember 1164 in Brixen und wurde in seiner Gründung Neustift beigesetzt, wo sein Grab Mittelpunkt einer Wallfahrt wurde.

(Martyrologium Sancrucense) 

nicht gebotener Gedenktag im Bistum Bozen-Brixen, Graz-Seckau, Wien und Passau: 12. Dezember 

 

Heute am 12. Dezember gedenkt die Kirche auch Unserer Lieben Frau von Guadalupe.

Detaillierte Beschreibung des Wunders (Andreas Resch)

Wissenschaftlicher Befund des Bildes von Guadalupe (kathinfo) 

Gott, Vater des Erbarmens,
du hast dein Volk unter den einzigartigen Schutz
der heiligsten Mutter deines Sohnes gestellt.

Gewähre allen, die die selige Jungfrau von Guadalupe anrufen,
dass sie in immer freudigerem Glauben
den Fortschritt der Völker
auf den Wegen der Gerechtigeit suchen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Collecta übersetzt)



in der Dormitio-Abtei in Jerusalem

Die Guadalupe-Kapelle in Sevilla

Die Guadalupe-Kapelle im Petersdom

Die Guadalupe-Kapelle in der Wiener Votivkirche

Die Guadalupe-Kapelle in der Basilika von Loreto

Die Guadalupe-Kapelle in Lourdes 

gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Chorherren/-frauen: 12. Dezember
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Bozen-Brixen, Graz-Seckau, Wien und Passau: 12. Dezember
gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Chorherren/-frauen: 12. Dezember
nicht gebotener Gedenktag im Bistum Bozen-Brixen, Graz-Seckau, Wien und Passau: 12. Dezember
gebotener Gedenktag im Orden der Augustiner-Chorherren/-frauen: 12. Dezember


Martyrium der hl. Agnes, Bischöfe Hartmanus und Lucanus, Brixener Dom

St.-Agnes-Altar ist ein weiteres Werk des Franz Faber, diesmal 1764–1766 aus sizilianischem Diaspro und weißem Carrara-Marmor geschaffen. Die Seitenstatuen stellen die Bischöfe Lukanus und Hartmann dar, im Aufsatz der hl. Leopold. Das Altarbild von Christoph Unterberger zeigt das Martyrium der hl. Agnes. Der Altar wurde von Fürstbischof Leopold Graf Spaur gestiftet.(wikipedia)

Montag, 21. Januar 2019

Agnes (Sir Ninian Comper)

römische Märtyrin Agnes, Ninian Comper, St Cyprian´s Clarence Gate, London

Agnes stammte aus einer vornehmen römischen Adelsfamilie. Als der Sohn des Stadtpräfekten die zwölfjährige Agnes zur Frau nehmen wollte, wie sie ihn ab, da sie um Christi willen Jungfräulichkeit gelobt hatte. Darüber erzürnt, zeigte er sie als Christin an. Da der Richter sie weder durch Schmeicheleien noch durch Drohungen vom Glauben abzubringen vermochte, wollte man sie in einem Haus von Dirnen entehren, doch ihr himmlischer Bräutigam hat sie davor bewahrt.
Beim Versuch, sie auf einem Scheiterhaufen zu verbrennen, wich das Feuer von ihr. Als sie schließlich zur Hinrichtung mit dem Schwert geführt wurde, sei sie - so erzählt der hl. Ambrosius - mit so frohem Mut zum Richtplatz geschritten, als gehe sie zu ihrer Hochzeit. Agnes starb gegen Ende des 3. Jahrhunderts und liegt an der nach ihr benannten Kirche an der via Nomentana in Rom begraben.

Am Fest der hl. Agnes segnet der Papst die Agneslämmer, aus deren Wolle die Pallien für die Erzdiözese hergestellt werden.
(M. Ramm, Volksmissale)


Agnes in Oxford (Harris Manchester College by Burne Jones)

Agnes in Cambridge (Our Lady and the English Martyrs Church)

Am Grab der hl. Agnes von Rom

Emerentiana, die Milchschwester der hl. Agnes

S. Agnese in Agone, die Hinrichtungsstätte der hl. Agnes

Agnes auf dem Apsismosaik von San Marco in Rom


mit der röm. Märtyrin Cäcilia, Chorschranke von St. Cyprian´s Clarence Gate

Sonntag, 21. Januar 2018

Hl. Agnes

Personfikation der Demut in der Gestalt eines jungfräulichen Mädchens, das ein
Lamm hält. In der kirchl. Kunst wird die hl. Agnes so dargestellt.
Glasfenster von Burne Jones, Harris Manchester College, Oxford

Die heilige Agnes breitete die Hände aus und betete:
Heiliger Vater, dich rufe ich an.
Siehe, ich komme zu dir,
den ich geliebt und gesucht,
nach dem ich mich allezeit gesehnt.

(Magnifikatantiphon)



Samstag, 21. Januar 2017

Agnes von Rom

Agnes von Rom, Our Lady and the English Martyrs, Cambridge


Schon schaue ich, wonach ich mich sehnte,
schon besitze ich, was ich: 
Den ich auf Erden von Herzen geliebt,
mit dem bin ich im Himmel vereint.
(Benediktus-Antiphon)


Am Grab der hl. Agnes von Rom

Emerentiana, die Milchschwester der hl. Agnes

S. Agnese in Agone, die Hinrichtungsstätte der hl. Agnes



Maria, Königin der Engel, bitte für uns! w.o.

Dienstag, 22. November 2016

Cäcilia

Cäcilia, Our Lady and the English Martyrs Church, Cambridge


Cäcilia, Märtyrin und Patronin der Kirchenmusik. Cäcilia stammte aus der altrömischen Familie der Cäcilier und wurde nach der am Ende des 5. Jahrhunderts entstandenen Legende mit ihrem Gatten Valerian und dessen Bruder Tiburtius um ihres christlichen Bekenntnisses willen enthauptet. Der Zeitpunkt des Todes ist ungewiss, er soll um 230 liegen.
Im römischen Stadtteil Trastevere gibt es spätestens seit 545 eine Kirche, die Cäcilia geweiht ist, vielleicht war sie selbst die Stifterin dieser Kirche. Papst Paschalis I. ließ um 820 die angeblichen Gebeine Cäcilias aus der Callixtus-Katakombe nach Trastevere übertragen. Cäcilia ist eine der volkstümlichsten Heiligen.
Ihr Patronat über die Kirchenmusik verdankt sie freilich einem Übersetzungsfehler, wonach sie auf ihrer Hochzeit selbst Orgel gespielt haben soll. Im Originaltext berichtet die Legende jedoch, dass Cäcilia während ihrer Hochzeitsfeier, bei der sie gegen ihren Willen mit dem Heiden Valerian verheiratet werden sollte, während die Musikinstrumente erklangen, Gott angefleht habe: „Lass, Herr, mein Herz und meinen Körper unbefleckt bleiben, damit ich nicht zuschanden werde.“
Cäcilia sang in ihrem Herzen inbrünstige Bittgesänge, um nicht durch die verführerische Musik der Hochzeitsgesellschaft abgelenkt zu werden. In der folgenden Hochzeitsnacht ließ sich ihr heidnischer Gatte Valerian auf Cäcilias Bitten hin tatsächlich taufen und respektierte ihre gottgeweihte Jungfräulichkeit; ja er erlitt sogar zusammen mit ihr das Martyrium durch Enthauptung. Cäcilia wird im ersten Eucharistischen Gebet angerufen.
1599 wurde ihr Sarg geöffnet, die daraufhin von Stefano Maderna geschaffene Marmorfigur soll den Leichnam der Enthaupteten getreu abbilden. Cäcilia wird dargestellt mit Wunde am Hals, mit Orgel oder anderen Musikinstrumenten.
(Martyrologium Sancrucense)

Am Grab der hl. Cäcilia in Rom


Agnes von Rom, ? Margareta von Antiochen, Cäcilia, Our Lady and the English Martyrs, Cambridge

Donnerstag, 21. Januar 2016

Am Grab der hl. Agnes von Rom


Sant´Agnese fuori le mura


bereits gepostet: Sant´ Agnese in Agone, der Ort des Martyriums der hl. Agnes

Sant´ Agnese fuori le mura ist die Kirche an der Via Nomentana, wo die Gebeine der hl. Agnes beigesetzt sind. Diese wurde im 7. Jahrhundert über ihrem Grab errichtet, das sich auf einem Grundstück ihrer Eltern befand. Wie Ambrosius, Papst Damasus u. a. bezeugen, erfreute sich Agnes bereits im 4. Jahrhundert allgemeiner Verehrung.
Nach der Überlieferung war Agnes vornehmer römischer Herkunft und von Kind an Christin. Nach dem Zeugnis des Ambrosius, der sich auf Berichte anderer Christen stützte, wurde das Mädchen im Alter von 12 oder 13 Jahren nach vielen Foltern wegen ihres unerschütterlichen Glaubens mit dem Schwert enthauptet.


Fresko über dem Triumpfbogen aus dem 19. Jh., Martyrium d. hl. Agnes

Apsismosaik, die Titelheilige Agnes, links Stifter Papst Honorius I. (625-638) mit dem Kirchenmodell und rechts Papst Symmachus (oder: Gregor der Große (590-604), der von Papst Honorius als Vorbild verehrt wurde)

Agnes im prächtigen, purpurfarbenen kaiserlichen Gewand mit Kollier,
Perlengehängen und Diadem

Krypta mit den sterblichen Überresten der hl. Agnes, Sant´Agnese fuori le mura

Schrein mit den Gebeinen der hl. Agnes und der hl. Emerentiana


Altarziborium von 1614 mit Statue der hl. Agnes von N. Cordier um 1610

Emporenbasilika mit byzantinischen Einfluß, 16 antike Säulen tragen die Arkaden-
bögen, die Holzdecke stammt von 1600

Man erzählt, daß der Sohn des Präfekten die hl. Agnes erblickte, als sie von der Schule nach Hause ging, und sie von Herzen lieb gewann, aber abgewiesen wurde. In seinem gekränkten Stolz wußte er nichts anderes zu tun, als Agnes wegen ihres Christenglaubens anzuzeigen. Noch nie hatte ein so jugendliches Mädchen in Rom vor dem Richter gestanden. Der Richter vermeinte, im Handumdrehn mit diesem Kinde fertig werden zu können. Aber er täuschte sich: weder schmeichelnde Überredungskünste noch zornige Drohungen konnten das Mädchen einschüchtern.
Agnes blieb stark und stand fest zu ihrem Glauben, sogar die Drohungen des Richters, sie in ein öffentliches Freudenhaus zu stecken, erschütterten sie nicht, war sie doch fest davon überzeugt, daß ihr himmlisches Bräutigam sie vor Entehrung schützen würde. Und so geschah es auch. Ein anderer Richter ließ sie dann in ein großes Feuer werfen, aber das Feuer teilte sich und ließ sie unversehrt. Daraufhin wurde sie zum Tode durch das Schwert verurteilt.

Ambrosius erzählt, daß Agnes das Todesurteil mit frohm Mut aufnahm und so heiter zum Richtplatz schritt, als sei es zu ihrer Hochzeit. Mit dem gleichen Mut bot sie ihren Hals dem Todesstreiche dar. Während die Zuschauer vor Rührung weinten und sogar der Henker zitterte, blieb sie allein gefaßt.
Mit Recht sagt Ambrosius: "Männer mögen bewundernd zu dieser Märtyrin aufschauen, deren Seele stark genug war, alle Marter zu überwinden. Mädchen ihres Alters ertragen es sonst kaum, daß die Eltern ihnen zürnen, und über einen Nadelstich weinen sie, als hätten sie sich schwer verletzt. Sie aber stand unerschrocken vor dem Henker. Sie hatte kaum eine Ahnung, was Sterben heißt, und war schon bereit, ihr junges Leben unter dem Schwerte auszuhauchen."

Als die tapfere Jungfrau beigesetzt war, wachten die Freunde an ihrem Grabe, aber am achten Tag war auf einmal bei dem Grab ein Reigen von Jungfrauen, die trugen Kleider aus strahlendem Gold; mitten unter ihnen sahen sie Agnes stehen im goldenen Kleid mit einem Lämmlein zu ihrer Rechten, weißer denn Schnee. Und sie sprach: "Weinet nicht, als wäre ich tot, sondern freut auch mit mir und preiset mein Glück, denn ich wohne in einem lichten Reich mit allen diesen Jungfrauen."
(aus: Melchers, das Jahr der Heiligen 52f)

Agnes mit dem Lamm, Sant´Agnese fuori le mura

Schon schaue ich, wonach ich mich sehnte,
schon besitze ich, was ich erhoffte.
Den ich auf Erden von Herzen geliebt,
mit dem bin ich im Himmel vereint.
(Benediktusantiphon)

Mittwoch, 21. Januar 2015

Emerentiana und Agnes

Der Überlieferung nach ist Emerenziana die Milch-Schwester der hl. Agnes. Das Marmorrelief in S. Agnese in Rom stellt die Taufwerberin am Grab der hl. Agnes knieend und betend dar. Während Emerentiana gesteinigt wird und so die Bluttaufe empfängt, kündigt die hl. Agnes ihr das Paradies an.

Martyrium d. hl. Emerentiana, S. Agnese, Rom

Freitag, 25. April 2014

Der hl. Markus in San Marco

An der Piazza di Venezia steht etwas abseits gelegen die Kirche S. Marco. Ihre Gründung geht auf Papst Markus zurück, dem Nachfolger von Silvester I. (315-335). 1145 kamen die sterblichen Überreste von Papst Markus nach S. Marco, wo sie unter dem Hauptaltar ruhen.
S. Marco geht der Überlieferung nach auf den Evangelisten Markus zurück, der als Mitarbeiter der Apostelfürsten in der Nähe der heutigen Kirche gewohnt haben soll.

Renaissanceportikus mit zwei übereinandergestellten Arkadenreihen, S. Marco, Rom
über dem Haupteingang befindet sich die Benediktionsloggia, von der der Papst den Segen spendete

An den Wänden der Eingangshalle sind Inschriften, Grabplatten und andere Fundstücke angebracht

Über dem Hauptportal sieht man ein Relief, das den hl. Markus darstellt. Er sitzt auf
einem reich verzierten Thron mit seinem Evangelium auf dem Schoß. Der Löwe, Symbol des
Evangelisten, schmiegt sich an den Thron.


Das Apsismosaik stammt aus der Zeit Gregor IV. (827-844). In der Mitte Jesus Christus in dunklem Gewand, die Rechte zum Segen erhoben. In der linken Hand hält er ein geöffnetes Buch, auf dem die Worte "Ego sum lux, ego sum vita, ego sum resurrectio" zu sehen sind (Ich bin das Licht, das Leben und die Auferstehung).

Apsismosaik und Hauptaltar, S. Marco

Christus steht auf einem Podest mit den griechischen Buchstaben Alpha und Omega. Darunter das Lamm Gottes auf dem Weltenberg, von dem die vier alttestamentarischen Paradiesflüsse entspringen. Aus den heiligen Städten Jerusalem und Bethlehem kommen je sechs Lämmer (Symbole für die Apostel) auf das Lamm zu.


Rechts neben Jesus sind Papst Markus (mit Meßgewand und Pallium), der hl. Agapitus und die hl. Agnes zu sehen. Links befinden sich der hl. Felicissimus, der wie Agapitus unter Kaiser Valerian den Märtyrertod erlitt, der Evangelist Markus und Papst Gregor IV. Der hl. Markus umfängt mit der Rechten Papst Gregor (der rechteckige Heiligenschein zeigt an, dass der Papst damals noch lebte) und empfiehlt ihn Christus. Der Papst hält als Kirchengründer und Stifter das Modell der Kirche in Händen.
(vgl. S. Montanari, Die Papstkirchen in Rom, 182ff)



Papst Markus

Über dem Bogen ist Christus flankiert von Symbolen der Evangelisten als Halbfigur dargestellt.
Links und rechts des Bogens erkennt man Petrus und Paulus.


Hl. Markus, Hochaltarbild unter dem Apsismosaik

Ambo, wortgewaltige Verkündigung durch den Löwen
 
Herr, unser Gott,
du hast den heiligen Markus auserwählt,
durch das Wort des Evangeliums
dein Heil zu verkünden.
Gib, dass wir gläubig auf die Botschaft hören
und unserem Herrn Jesus Christus
in Treue nachfolgen,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

(Tagesgebet vom Fest des Evangelisten Markus)

Dienstag, 21. Januar 2014

S. Agnese in Agone

Agnes, frühchristliche Märtyrin. Der Kult der hl. Agnes bestand schon im 4. Jahrhundert in
Rom und breitete sich schnell in der abendländischen Kirche aus. Über die Zeit und die Art
des Martyriums sind keine sicheren Nachrichten überliefert. Schon Ende des 4. und Anfang
des 5. Jahrhunderts haben Legenden das Bild der Märtyrin unscharf gemacht. Ob Agnes
durch Enthauptung oder durch Feuer getötet wurde, ist unsicher. Ebenso schwankt die Zeitangabe
ihres Martyriums zwischen der Regierungszeit des Valerian, um 258, und des Diokletian,
um 304. Agnes wurde in Rom an der Via Nomentana beigesetzt. Über ihrem Grab
entstand nach Beendigung der Verfolgungszeiten eine Kirche, die um 630 unter Papst Honorius
I. erneuert wurde.
(Martyrologium Sancrucense)


Piazza Navona, rechts S. Agnese in Agone

An der Piazza Navona, in der Antike eine Arena für Leichtathletikkämpfe, wurde im 5. Jahrhundert ein Oratorium über der Hinrichtungsstätte der hl. Agnes gebaut. Bereits der christliche Dichter Prudenz erzählt am Anfang des 5. Jh. von einer heiligen jungen Frau, Agnes, die während der noch vor Diokletian stattgefundenen Christenverfolgung - vielleicht unter Decius oder Valerian (zw. 250-260) - in die Gewölbe geschleppt wurde, um vergewaltigt zu werden. Sie konnte sich jedoch aufgrund ihrer Haare vor ihren Verfolgern schützen, die plötzlich auf wundersame Weise ganz lang gewachsen waren.
(vgl. Kurzführer der Kirche)

Neptunbrunnen im Norden der Piazza Navona

Vierströmebrunnen mit Obelisken vor S. Agnese in Agone



Hochaltar in der Apsis, Marmorrelief m. Hl. Familie m. Elisabeth, Johannes
dem Täufer und Zacharias, Johannes zeigt Jesus eine Schriftrolle

Hochaltarbild, Jesus, der von seiner im Hintergrund stehenden Mutter Maria gehalten wird,
wird von Lichtstrahlen des hl. Geistes umgeben. Im unteren linken Teil sitzt Zacharias
auf dem Boden, während Josef und Elisabeth rechts stehen. Allen schauen auf Jesus.



vlnr: Hochaltar, Altar der hl. Emerenziana, Kapelle und Altar der hl. Agnes

1652 begannen die Abrißarbeiten der alten Kirche Sant´Agnese. 1653 übernahm Borromini den Auftrag, die Kirche neu zu errichten. Der hl. Agnes sollte nunmehr (1657) nicht mehr der Hauptaltar, sondern die nördliche Seitenkapelle gewidmet werden, da sie für näher am Ort des Martyriums befunden wurde.
In die Krypta gelangt man (bei meinem Rombesuch 2013 war sie wegen Renovierung geschlossen) über die Kapelle der hl. Agnes, Treppen führen zum Ort des Martyriums. Der Tradition zufolge fiel der Mann, der sie schänden wollte, tot zu Boden und wurde durch ihre Gebete wieder zum Leben erweckt.


Agnes in Feuerflammen


Kuppelfresko: die Jungfrau Maria in rotem Gewand und blauem Mantel stellt, umgeben von zwei Aposteln, Gottvater und Christus die hl. Agnes vor. Christus mit den Attributen der Passion reicht Agnes die goldene Krone

links vom Hauptaltar ist der Altar der hl. Cäcilia zu sehen