Freitag, 2. Oktober 2026

Engel Gottes, mein Beschützer

 

Schutzengel und Erzengel Gabriel, Stift Engelszell

Erzengel Raphel und Michael

Stiftskirche Engelszell, urspr. Zisterzienser, später Trappisten

Heiliger Schutzengel, bitte für mich
Stiftskirche Engelszell

 

Angele Dei, qui custos es mei,
me tibi commissum pietate superna;
hodie illumina, custodi, rege et guberna.
Amen.

Engel Gottes, mein Beschützer!
Dem ich durch die himmlische Güte anvertraut bin.
(oder: Dir hat Gottes Vaterliebe mich anvertraut.)
Erleuchte, schütze, lenke und leite mich heute.
Amen. 

Glasfenster in Heilig-Geistkirche in St. Gabriel, Mödling, Schutzengelgebet mal anders, 2012

Glasfenster in der Pfarrkirche von Lourdes, Hymnus der Laudes zum Schutzengelfest, "Ewiger Lenker der Gestirne", Diurnale Romanum, 2013

Die Heilige, die ihren Engel sah (Francesca Romana), 2014

nochmal Glasfenster in der Pfarrkirche von Lourdes, P. Pio, Engel Gottes, 2014

Schutzengelstatue in St. Michael in Steyr, Michaelslied von Friedrich Spee

Schutzengelstatue in St. Michael, Steyr, Nahaufnahme, reblogged mein Lieblingsschutzengelgebet, 2016

Glasfenster in Southwark Cathedral, London, Schutzengel im Martyrologium Sancrucense, 2017

Altarblatt von Altomonte im Wiener Neustädter Münster, Engel führt Kind in den Himmel, "Schutzengel mein, lass mich dir empfohlen sein, 2018 

Schutzengelstatue mit Kind, O sende deinen Engel aus, 2019 

Engel zeichen das Tau als Zeichen der Erlösung auf die Stirne, Glasfenster in All Souls College, Oxford, 2020

Schutzengelbild am Josefsaltar in der Heimsuchungskirche in Nitra, G. May, über den Schutzengel, "O Engel mein, o Schützer mein", 2023

Geburtshaus Therese von Lisieux, Kapelle: Therese sieht ihren Schutzengel "Du hehrer Hüter meiner Seele", 2023

 Glasfenster in St Andrews, Holy Trinity Church, Schottland, 2025

 

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Leidenschaftliche Liebe zum Evangelium (Theresia von Liseux)

 

Heilige Theresia, bitte für uns!

Herr, erbarme Dich unser - Herr, erbarme Dich unser
Christus, erbarme Dich unser - Christus, erbarme Dich unser
Herr, erbarme Dich unser - Herr, erbarme Dich unser

Christus höre uns - Christus, erhöre uns

Gott Vater vom Himmel, erbarme Dich unser
Gott Sohn, Erlöser der Welt
Gott, Heiliger Geist
Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott

Heilige Maria, Mutter Gottes - bitte für uns
Heilige Theresia, du Braut Jesu Christi
Heilige Theresia, du Engel der Unschuld
Heilige Theresia, du Freude deiner Eltern
Heilige Theresia, du Vorbild der Kinder
Heilige Theresia, du Zierde der Erstkommunionkanten
Heilige Theresia, ganz voll Liebe zu Jesus im Sakrament
Heilige Theresia, du mystische Braut der Vollkommenheit
Heilige Theresia, du Veilchen der Demut
Heilige Theresia, voll Hingabe an den Willen Gottes
Heilige Theresia, du Rose der Liebe
Heilige Theresia, du Lilie der Unschuld
Heilige Theresia, du Blume des Karmel
Heilige Theresia, du Vorbild der Armut
Heilige Theresia, du Muster des Gehorsams
Heilige Theresia, du Engel der Reinheit
Heilige Theresia, du Zierde des Ordensstandes
Heilige Theresia, entbrannt von dem Verlangen nach dem Martyrium
Heilige Theresia, voll von Vertrauen auf Gottes Vorsehung
Heilige Theresia, du Schlachtopfer für die Priester
Heilige Theresia, du Hauptpatronin aller Missionen
Heilige Theresia, du Trösterin aller Kranken
Heilige Theresia, du Stütze der Kleinmütigen
Heilige Theresia, du Zuflucht der Bedrängten
Heilige Theresia, du Führerin der Seelen
Heilige Theresia, du Lehrerin des "kleinen Weges" der geistlichen Kindschaft
Heilige Theresia, du Rettungsboot der Sünder
Heilige Theresia, du Schrecken der bösen Geister
Heilige Theresia, du Helferin in allen Anliegen

Lamm Gottes, Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; verschone uns, o Herr
Lamm Gottes, Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erhöre uns, o Herr
Lamm Gottes, Du hinwegnimmst die Sünde der Welt; erbarme dich unser, o Herr

Bitte für uns, o heilige Theresia vom Kinde Jesus!
Auf dass wir würdig werden der Verheissungen Christi!

Lasset uns beten:
O Herr, der Du gesagt hast: "Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen", verleihe uns, wir bitten Dich, dass wir der heiligen Jungfrau Theresia in Demut und Einfalt des Herzens also folgen, dass wir die ewigen Belohnungen erlangen. Der Du lebst und herrschest mit Gott dem Vater in Einigkeit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Quelle



Heiligkreuzaltar, Aufbau Johann Michael Huttmann von 1761, Altarbild von Josef Ziegler, 1926

9. Die Hauptquelle ihrer geistlichen Erfahrung und ihrer Lehre ist das Wort Gottes im Alten und Neuen Testament. Das bekennt sie selbst und hebt dabei besonders ihre leidenschaftliche Liebe zum Evangelium hervor (vgl. Ms A 83v). In ihren Schriften zählt man mehr als tausend Bibelzitate, über vierhundert aus dem Alten und über sechshundert aus dem Neuen Testament.

Obgleich sie nur unzulänglich vorbereitet war und keine geeigneten Hilfsmittel für das Studium und die Auslegung der heiligen Bücher zur Hand hatte, widmete Theresia sich voll Glauben und einzigartigem Eifer der Betrachtung des Wortes Gottes. Unter dem Einfluß des Heiligen Geistes gewann sie zu ihrem eigenen und anderer Nutzen eine tiefschürfende Kenntnis der Offenbarung. Durch die Liebe, mit der sie sich in die Heilige Schrift versenkte – gern hätte sie sich Kenntnisse in Hebräisch und Griechisch angeeignet, um Geist und Buchstaben der heiligen Bücher besser zu erfassen –, hat sie erkennen lassen, wie wichtig die biblischen Quellen für das geistliche Leben sind. Sie hat die Ursprünglichkeit und Frische des Evangeliums bekanntgemacht und eine kluge geistliche Auslegung des Gotteswortes im Alten und Neuen Testament gepflegt. So entdeckte sie verborgene Schätze und machte sich Worte und Episoden zu eigen, manchmal nicht ohne übernatürliche Kühnheit, so, wenn sie z.B. beim Lesen der Schriften des hl. Paulus (vgl. 1 Kor 12–13) ihre Berufung zur Liebe daraus entnahm (vgl. Ms B 3r–3v). Erleuchtet durch das Wort der Offenbarung hat Theresia geniale Seiten über die Einheit von Gottes- und Nächstenliebe geschrieben (vgl. Ms C 11v–19r) und sich hineinversetzt in das Gebet Jesu beim Letzten Abendmahl als Ausdruck seiner Bitte um das Heil aller (vgl. Ms C 34r–35r).

Ihre Lehre stimmt, wie ich bereits sagte, mit der Lehre der Kirche überein. Von Kindheit an wurde sie von ihrer Familie zum Gebet und zur Teilnahme an der kirchlichen Liturgie erzogen. Bei der Vorbereitung auf ihre erste Beichte, auf die Erstkommunion und auf das Sakrament der Firmung zeigte sie eine außerordentliche Liebe zu den Glaubenswahrheiten und lernte den Katechismus fast Wort für Wort auswendig (vgl. Ms A 37r–37v). Am Ende ihres Lebens schrieb sie mit ihrem eigenen Blut das Apostolische Glaubensbekenntnis als Ausdruck ihrer vorbehaltlosen Treue zum Glauben nieder.

Außer den Worten der Schrift und der Lehre der Kirche waren Theresias geistliche Nahrung von Jugend an auch die Unterweisungen der Nachfolge Christi, die sie, wie sie selbst sagt, fast auswendig kannte (vgl. Ms A 47r). Entscheidend für die Verwirklichung ihrer Berufung als Karmelitin waren die geistlichen Schriften der Gründerin, Mutter Theresia von Jesus, besonders jene, die die kontemplative und kirchliche Bedeutung des Charismas des theresianischen Karmels darlegten (vgl. Ms C 33v). Doch in ganz besonderer Weise zog Theresia ihre geistliche Nahrung aus der mystischen Lehre des hl. Johannes vom Kreuz, der ihr wahrer geistlicher Lehrer war (vgl. Ms A 83r). Es ist also nicht zu verwundern, daß auch sie, eine ausgezeichnete Schülerin in der Schule dieser beiden Heiligen, die später zu Kirchenlehrern erklärt wurden, schließlich eine Lehrerin des geistlichen Lebens wurde.

aus DIVINI AMORIS SCIENTIA, Apostolisches Schreiben von Johannes Paul II. zur Proklamation der hl. Theresia vom Kinde Jesus und vom Heiligen Antlitz zur Kirchenlehrerin





Geburtszimmer von Therese in Alencon, Gebet zum Schutzengel

Familienbilder, Kapelle in Alencon, Autobiographie Sehnsucht nach dem Himmel

 Kapelle im Elternhaus in Alencon, das Vorbild des Vaters

Glasfenster der hl. Theresia und drei Aussprüche 

Die Taufkapelle der hl. Theresia in Alencon

Sich opfern für die Priester - Bild in der Wiener Peterskirche

Aus Liebe leben - Statue in der St Salvator Kathedrale in Brügge

Theresia, Patronin der Missionen (Basilika Sainte Therese, Lisieux)

Das Lächeln der Himmelskönigin

Für die Priester beten! 

und nochmal: Gebet für die Priester

Gebet zum göttlichen Antlitz

Theresia lässt Rosen regnen

Die Mosaiken in der Unterkirche der Basilika St. Therese de Lixieux

In der Pfarrkirche St. Pierre erkennt Therese ihre Mission

Der pilgernde Reliquienschrein der hl. Therese

Die Eltern Zelie und Louis Martin

Am Grab der hl. Theresia vom Kinde Jesu


Mittwoch, 30. September 2026

Die Pilgramkanzel im Wiener Stephansdom (Hieronymus)

 

links Augustinus mit Mitra, Buch und Tintenfass, rechts Gregor der Große

links Gregor der Große mit Tiara, buch und Lupe/Monokel, rechts Hieronymus

Paula, Eustochium und ihre Monialen setzten in Bethlehem emsig das Studium der Bibel fort, und zwar richtete sich ihr Eifer jetzt vor allem auf das Neue Testament. Hieronymus übernahm es, ihnen auf seine übliche Weise den heiligen Paulus auszulegen. Vielleicht empfand er eine Scheu, sich sofort in die Erklärung der Evangelien hineinzustürzen. Indem er mit den Briefen begann, folgte er im übrigen der zeitlichen Ordnung, in der die bücher des Neuen Testaments geschrieben sind.
Zunächst nahm er die kürzeste von allen Schriften des heiligen Paulus, den kleinen Brief an Philemon. Seine Auslegung dieses entzückenden Briefes, der uns einen Blick in das Alltagsleben des großen Apostels tun lässt, ist rein historischer Art. Wir finden eine allgemeine Darlegung der Botschaft des Paulus und eine Aufzählung seiner sämtlichen Begleiter. Hieronymus verteidigt energisch den kanonischen Charakter des Briefes. Er geht den Text Vers für Vers durch und gibt eine natürliche, einfache Erklärung dazu; die Geschichte der Urkirche - der Brief an Philemon stammt ja aus der römischen Gefangenschaft des Apostels - wird als bekannt vorausgesetzt.

Mit einem so kleinen Werk konnten sich Paula und Eustochium  nicht zufriedengeben. Sie baten Hieronymus, ihnen einen der großen Paulusbriefe auszulegen. Er wählte den Galaterbrief und hatte sehr bald ein erstes Buch fertig. In der Vorrede berichtet er, er habe soeben die Nachricht erhalten, daß Marcellas Mutter Albina gestorben sei.

Von Marcella schreibt er: "Ich möchte ihre brennende Wunde durch das Heilmittel der Schriften heilen. Ich kenne ihren Eifer und ihren Glauben. Ich weiß, von welchem Feuer ihr Herz immer entflammt ist. Ich weiß, daß sie stärker ist als ihr Geschlecht, daß sie alles Menschlichen nicht achtet: vom hellen Klang der göttlichen Bücher geleitet, zieht sie furchtlos durch das Rote Meer dieser Welt. Als ich in rom war, hat sie mir ständig, kaum daß sie mich sah, Fragen, die Bibel betreffend vorgelegt. Und keineswegs nahm sie, nach der Weise der Pythagoräer, meine Antworten unbesehen als richtig an; ohne gründliche Prüfung galt bei ihr keine Autorität."

(Jean Steinmann, Hieronymus, Ausleger der Bibel, 1961, 172) 

Statue in St. Michael, Olmütz, Brief an Rustikus 

Hieronymus im Kunsthistorischem Museum, Brief an Paula

S Maria sopra Minerva, Rom, B16 über Hieronymus

Hieronymus in der Wiener Peterskirche, Vita

Kunsthistorisches Museum, Wien, Hieronymus übersetzt die Bibel, das Wort des Priesters soll Würze der Schrift offenbaren

Lust an Gottes Wort, Brief an den Priester Paulinus 

Hieronymusstatue in der Blasiuskirche in Dubrovnik

Die Zelle des hl. Hieronymus in Bethlehem

Eine bronzierte Holzfigur des hl. Hieronymus in der Wiener Dominikanerkirche

Ein Hieronymusfresko in Sant`Apollinare in Ravenna

Die letzte Kommunion des hl. Hieronymus im Petersdom in Rom

links Hieronymus mit Kardinalshut und Buch, rechts Ambrosius mit Mitra und Buch

Pilgramkanzel, Stephansdom