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Samstag, 2. Mai 2026

Auch hat er uns das Aufsteigen in den Himmel bereitet (Athanasius)

Athanasius

Glasfenster, Athanasius der Große, New College, Oxford; Athanasius über die Menschwerdung

Athanasius zertritt die Häresien, Maria sopra Minerva, RomPredigt von Papst Paul VI. anläßlich der 1600-Jahrfeier des seligen Todes des heiligen Athanasius,

Glasfenster, by Sir Ninian Comper, St Cyprian´s Clarence Gate, London, B16, 20. Juni 2007

 Statue des hl. Athanasius in der Kathedrale von Oviedo, Martyrologium Sancrucense

Pusey House, Oxford

Wir glauben an Einen ungebornen Gott, den allmächtigen Vater, Schöpfer aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge, der das Seyn von sich selbst hat, und an Ein eingebornes Wort, die Weisheit, den Sohn, welcher aus dem Vater ohne Anfang und von Ewigkeit gezeugt ist, an das Wort aber, welches nicht durch Worte ausgedrückt oder vom Verstande erzeugt, nicht ein Ausfluß1 aus dem Vollkommenen, nicht ein Abschnitt der leidenlosen Natur, nicht ein Sprosse, sondern in sich vollkommener Sohn, lebendig und thätig, das wahre Ebenbild des Vaters, und diesem an Ehre und Herrlichkeit gleich ist; denn dieses, sagt er, ist der Wille des Vaters:2 „daß sie, wie sie den Vater ehren, so auch den Sohn ehren;“ welcher wahrer Gott aus dem wahren Gotte ist; wie Johannes in den allgemeinen Briefen sagt:3 „Ja wir sind in seinem wahren Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben;“ welcher der Allmächtige aus dem Allmächtigen ist; denn über Alle, über welche der Vater herrscht und gebietet, herrscht und gebietet auch der Sohn, der ganz aus dem Ganzen und dem Vater gleich ist, wie der Herr selbst sagt:4 „Wer mich sieht, der sieht auch den Vater.“ S. 27 Gezeugt aber ist er auf eine unaussprechliche und unbegreifliche Weise;5 „denn wer wird seine Geburt erzählen?“ welches so viel heißt, als Niemand. Und dieser hat, als er am Ende der Zeiten aus dem Schoose des Vaters herabstieg, aus der unbefleckten Jungfrau Maria unsern Menschen angenommen, nämlich Jesum Christum, dessen eigenem Willen er es überließ, für uns zu leiden, wie der Herr selbst sagt:6 „Niemand nimmt mein Leben von mir; ich habe Macht, dasselbe zu lassen, und habe Macht, dasselbe wieder zu nehmen.“ Und in diesem Menschen ist er für uns gekreuziget worden, gestorben, auferstanden, und in die Himmel aufgenommen worden. Er wurde uns zum Anfange der Wege geschaffen, und hat uns, während er auf der Erde wandelte, aus der Finsterniß Licht, Heil aus dem Irrthume, Leben aus den Todten, und den Eingang in das Paradies verliehen, aus welchem Adam verstossen wurde, und in das er wieder einging, durch den Schächer, wie der Herr sagt:7 „Heute wirst du mit mir im Paradiese seyn,“ und in das auch Paulus eingegangen ist. Auch hat er uns das Aufsteigen in den Himmel bereitet, in welchen als Vorläufer für uns der Mensch des Herrn eingegangen ist, und wo er die Lebendigen und Todten richten wird.

Athansius von Alexandrien, Darstellung des Glaubens, Fragementum de fide in Doctrina Patrum, in: bkv.unifr

Hl. Athanasius, bitte für uns!
 Pusey House, by Ninian Comper, Oxford
 

Dienstag, 3. Februar 2026

Blasius im mittelalterlichen Becket-Window

 


Heiliger Blasius, bitte für uns (um 1320)

Nach der Legende wurde Bischof Blasius von Sebaste in Armenien unter Kaiser Licinius nach grausamen Martern enthauptet (um 316). Seine seit dem Mittelalter im Morgen- und Abendland weitverbreitete Verehrung beruht auf legendären Berichten: Heilung eines Knaben, der an einer verschluckten Fischgräte zu ersticken drohte, Übergabe einer Kerze und anderer Gaben durch eine Frau, der er das vom Wolf geraubte Schwein zurückbrachte. (erzabteibeuronde)


Herr, unser Gott,erhöre dein Volk, das am Tag des heiligen
Bischofs und Märtyrers Blasius zu dir ruft.
Bewahre uns vor Krankheit und Schaden
in diesem zeitlichen Leben
und hilf uns in aller Not,
damit wir das ewige Heil erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Christ Church Cathedral, Oxford


Sonntag, 5. Oktober 2025

Herr, stärke unseren Glauben

 

Harris Manchester College, Oxford

Orgelpfeifen

Harris Manchester College, Oxford
Glasmalerei von Edward Burne Jones und William Morris

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas 17

In jener Zeit
5 baten die Apostel den Herrn:
Stärke unseren Glauben!
6 Der Herr erwiderte:
Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn,
würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen:
Entwurzle dich
und verpflanz dich ins Meer!
und er würde euch gehorchen.
7 Wenn einer von euch einen Knecht hat,
der pflügt oder das Vieh hütet,
wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen:
Komm gleich her und begib dich zu Tisch?
8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen:
Mach mir etwas zu essen,
gürte dich und bediene mich,
bis ich gegessen und getrunken habe;
danach kannst auch du essen und trinken.
9 Bedankt er sich etwa bei dem Knecht,
weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?
10 So soll es auch bei euch sein:
Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde,
sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte;
wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.
(Evangelium vom 27. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr C)

links: Glaube; rechts Prophetie
Siehe, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz zum Retten (Jesaja 59,1)

Freitag, 2. Mai 2025

Er hat den Leib für alle dem Tod ausgeliefert

 

Athanasius der Große, New College, Oxford

Die Menschwerdung
 
Das körperlose, unvergängliche, unstoffliche Wort Gottes kam in unseren Bereich, obwohl es vorher nicht fern von uns war. Denn es fehlte in keinem Teil der Schöpfung, sondern erfüllte überall alles in Einheit mit dem Vater. Aber aus Güte zu uns ist es gekommen, stieg herab und zeigte sich uns offen.
Das Wort erbarmte sich unseres Geschlechtes, hatte Mitleid mit unserer Schwäche, nahm Anteil an unserer Verderbnis. Es konnte nicht ertragen, dass der Tod über uns herrschte. Es wollte nicht, dass das Gewordene unterginge und das Werk seines Vaters, die Erschaffung des Menschen, zunichte würde. Darum nahm es einen Leib an, und zwar einen Leib, der sich von dem unsrigen nicht unterscheidet. Es wollte nämlich nicht nur in einem Leib oder lediglich unter uns erscheinen. Denn, wenn es lediglich hätte unter uns erscheinen wollen, dann hätte es einen anderen, vollkommeneren Leib annehmen können. Doch das Wort hat unseren Leib angenommen.
Im Schoß der Jungfrau erbaute sich das Wort einen Tempel, nämlich den Leib, den es zu seinem Werkzeug machte. In diesem Leib wurde es sichtbar und nahm darin Wohnung. So nahm es einen Leib an von der gleichen Art wie unser Leib. Und weil alle der Verderbnis des Todes unterworfen waren, hat es diesen Leib für alle dem Tod ausgeliefert und ihn dem Vater aus Liebe zu den Menschen dargebracht. In ihm sollten alle sterben, und so sollte das Gesetz des Verderbens, dem alle Menschen verfallen waren, aufgehoben werden. Wenn der Tod am Leib des Herrn seine Macht erschöpft hätte, sollte er keine Macht mehr haben über die Menschen, die ja von gleicher Art sind wie der Herr. Die Menschen, die der Verderbnis verfallen waren, sollten wieder zur Unvergänglichkeit zurückgeholt und vom Tod zum Leben geführt werden. Durch die Annahme eines Leibes und die Gnade der Auferstehung entrückte es die Menschen dem Tod. Es vernichtete ihn wie das Feuer ein Schilfrohr.
Deshalb nahm das ewige Wort einen sterbensfähigen Leib an, damit dieser Leib durch die Teilhabe an dem Wort, das über allem ist, einerseits sterben konnte für alle, andererseits durch das in ihm wohnende Wort unvergänglich blieb. Schließlich sollten alle Menschen durch die Gnade der Auferstehung von der Verderbnis befreit werden.
Nun hat die Verderbnis des Todes keine Macht mehr über die Menschen, dank dem Wort, das durch einen Menschenleib unter uns Wohnung genommen hat.

Montag, 14. April 2025

Mich aber habt ihr nicht immer

 

Maria mit dem Ölgefäß, dahinter Martha und Lazarus und zwei Apostel,
Die Inschrift aus Lk 10,42 "nur eines ist nötig" identifiziert die Frau mit
Maria von Bethanien, St Mary church, Oxford


Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt!

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 12

1 Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betánien,
wo Lázarus war, den er von den Toten auferweckt hatte.
2 Dort bereiteten sie ihm ein Mahl;
Marta bediente
und Lázarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren.
3 Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl,
salbte Jesus die Füße
und trocknete sie mit ihren Haaren.
Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt.
4 Doch einer von seinen Jüngern,
Judas Iskáriot, der ihn später auslieferte, sagte:
5 Warum hat man dieses Öl
nicht für dreihundert Denáre verkauft
und den Erlös den Armen gegeben?
6 Das sagte er aber nicht,
weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte,
sondern weil er ein Dieb war;
er hatte nämlich die Kasse
und veruntreute die Einkünfte.
7 Jesus jedoch sagte:
Lass sie,
damit sie es für den Tag meines Begräbnisses aufbewahrt!
8 Die Armen habt ihr immer bei euch,
mich aber habt ihr nicht immer.
9 Eine große Menge der Juden hatte erfahren, dass Jesus dort war,
und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen,
sondern auch um Lázarus zu sehen,
den er von den Toten auferweckt hatte.
10 Die Hohepriester aber beschlossen, auch Lázarus zu töten,
11 weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.

Freitag, 14. März 2025

Nach Recht und Gerechtigkeit handeln

 

links Gerechtigkeit: das Urteil Gottes entspricht der Wahrheit
Harris Manchester College, Oxford


Lesung aus dem Buch Ezéchiel 18

So spricht Gott, der Herr:
21Wenn der Schuldige
sich von allen Sünden, die er getan hat, abwendet,
alle meine Satzungen bewahrt
und nach Recht und Gerechtigkeit handelt,
wird er bestimmt am Leben bleiben,
er wird nicht sterben.
22Keines seiner Vergehen, die er begangen hat,
wird ihm angerechnet.
Wegen seiner Gerechtigkeit, die er geübt hat,
wird er am Leben bleiben.
23Habe ich etwa Gefallen am Tod des Schuldigen
– Spruch Gottes, des Herrn –
und nicht vielmehr daran,
dass er umkehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt?
24Wenn jedoch ein Gerechter sich abkehrt von seiner Gerechtigkeit
und Unrecht tut,
all die Gräueltat, die auch der Schuldige verübt,
sollte er dann etwa am Leben bleiben?
Keine seiner gerechten Taten wird ihm angerechnet.
Wegen seiner Treulosigkeit, die er verübt,
und wegen der Sünde, die er begangen hat,
ihretwegen muss er sterben.
25Ihr aber sagt: Der Weg des Herrn ist nicht richtig.
Hört doch, ihr vom Haus Israel:
Mein Weg soll nicht richtig sein?
Sind es nicht eure Wege, die nicht richtig sind?
26Wenn ein Gerechter
sich abkehrt von seiner Gerechtigkeit und Unrecht tut,
muss er dafür sterben.
Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben.
27Wenn ein Schuldiger
von dem Unrecht umkehrt, das er begangen hat,
und nach Recht und Gerechtigkeit handelt,
wird er sein Leben bewahren.
28Wenn er alle seine Vergehen, die er verübt hat,
einsieht und umkehrt,
wird er bestimmt am Leben bleiben.
Er wird nicht sterben.

(Lesung vom Freitag der 1. Fastenwoche)

Donnerstag, 17. Oktober 2024

Wie wird die Macht Satans gebrochen? (Ignatius von Antiochien)

 

Ignatius von Antiochien, Magdalen College, Oxford

Ignatius an die Epheser

13. Kap. Mahnung zu häufigem Gottesdienste.

1. Befleißiget euch daher, dass ihr häufiger zusammenkommt zur (Feier der) Eucharistie Gottes und zum Lobe. Denn wenn ihr euch oft versammelt, wird die Macht Satans gebrochen, und sein verderblicher Einfluss wird in der Eintracht eures Glaubens aufgehoben.
2. Nichts ist besser als Friede, an dem aller Krieg himmlischer und irdischer Mächte abprallt.

Ich bin das Attribut des Heiligen (Tansania)

Martyriumsbericht des hl. Ignatius, Ely Cathedral

Bezeugung des Jungfräulichkeit Mariens (Brief an die Epheser), St Giles Cambridge

Brief an die Römer 4-7, jetzt fange ich an Jünger zu sein, St Mary the Gread, Cambridge

Magdalen College, Oxford

Samstag, 14. September 2024

Kreuzerhöhung - wenn wir aber mit Christus gestorben sind (Johannes Chrysostomus)

 


 Johannes Chrysostomus, aus dem Kommentar aus dem Briefe des hl. Paulus an die Römer, ZWÖLFTE HOMILIE: Kap. VI, V. 5—18

Wenn du also in der Taufe gestorben bist, so bleibe tot; kein Toter kann ja mehr sündigen. Wenn du dennoch sündigst, so machst du das Geschenk Gottes zunichte. — Nachdem der Apostel eine solche (entsagungsvolle) Lebensweisheit von uns verlangt hat, stellt er auch gleich die Siegeskrone in Aussicht, indem er spricht:

V. 8: „Wenn wir aber mit Christas gestorben sind.“

Schon das ist der Siegeskronen größte, ein gemeinsames Los zu haben mit dem Herrn. Außerdem aber, sagt er, gebe ich dir noch einen andern Kampfpreis. Welchen? — Das ewige Leben.

„… so glauben wir“, fährt er fort, „daß wir auch leben werden mit ihm.“

— Und woraus erhellt das? —

V. 9: „Weil Christus, auferweckt von den Toten, nicht mehr stirbt.“

Beachte hier wieder die Schlagfertigkeit des Paulus, und wie er den Beweis führt vom Gegenteil. Es war nämlich anzunehmen, daß manche bei den Worten „Kreuz“ und „Tod“ erschrecken würden; darum zeigt er, daß man sich gerade deswegen vielmehr freuen dürfe. Schließe nicht, will er sagen, daraus, daß Christus gestorben ist, er sei sterblich. Gerade deswegen bleibt er unsterblich. Des Todes Tod ist S. b193 sein Tod geworden; und nachdem er gestorben ist, stirbt er eben deswegen nicht mehr; denn er ist ja diesen Tod

V. 10: „Für die Sünde gestorben“.

— Was heißt: „für die Sünde“? — Das heißt, er war ihr nicht unterworfen, sondern er starb unserer Sünde wegen. Er starb dafür, daß er unsere Sünde hinwegnehme, daß er ihr die Nerven zerschneide und ihr alle Kraft benehme. — Siehst du, wie der Apostel (durch diese Begründung) auch Furcht einjagt? Wenn Christus nicht ein zweites Mal stirbt, so gibt es auch kein zweites Taufbad; wenn es aber kein zweites Taufbad gibt, dann halte dich fern von der Sünde! Das alles sagt der Apostel, um jenem Einwand zu begegnen: „Wir wollen Böses tun, damit Gutes daraus hervorgehe“, und dem andern: „Wir wollen verharren in der Sünde, damit die Gnade sich um so mehr erweise.“ Um eine solche (irrige) Meinung mit der Wurzel auszurotten, stellt er alle diese Sätze auf.

„Insoweit er aber lebt, lebt er Gott“,

fährt er fort; d. h. er lebt, ohne eine Auflösung befürchten zu müssen, da er nicht mehr unter der Herrschaft des Todes steht. Denn wenn er das erstemal den Tod erlitten hat, obwohl er ihm nicht unterworfen war, sondern wegen der Sünde anderer, so wird er um so weniger jetzt sterben, nachdem er die Erlösung von der Sünde gebracht hat. Dasselbe sagt der Apostel im Briefe an die Hebräer: „Einmal ist Christus nach Ablauf der (von Gott festgesetzten) Zeit erschienen, um die Sünde durch sein Opfer hinwegzunehmen. Und so wie es den Menschen bestimmt ist, nur einmal zu sterben, so ist auch Christus nur einmal geopfert worden, um die Sünden vieler zu tilgen; das zweitemal wird er ohne Beziehung auf die Sünde denen zum Heil erscheinen, die ihn erwarten“ . Damit macht der Apostel einerseits die Kraft des Lebens nach Gott, andererseits die Gewalt der Sünde begreiflich. Die Kraft des Lebens nach Gott (zeigt sich darin), daß Christus nicht mehr stirbt; die Gewalt der Sünde darin, daß dieselbe den Tod auch über den gebracht hat, der (selbst) ohne Sünde war; wie sollte sie dann die nicht zugrunde richten, die ihr unterworfen sind?

Bisher hat er von dem Leben Christi gesprochen; damit nun nicht jemand einwende: Was hat das für einen Bezug auf uns? fährt er fort:

V. 11: „So haltet auch ihr euch für abgestorben der Sünde, lebend aber für Gott.“

Treffend sagt der Apostel: „Haltet euch dafür“; denn augenscheinlich darstellen läßt sich das bisher Gesagte nicht. — Und wofür sollen wir uns halten? „Für abgestorben der Sünde, lebend aber für Gott in Christus Jesus, unserem Herrn.“ Wer nämlich so lebt, der faßt alle Tugend in sich, da er ja Jesus selbst zum Bundesgenossen hat; das bedeutet das „in Christus“. Denn wenn er Tote auferweckt, wird er um so mehr imstande sein, Lebende zu erhalten.

Montag, 25. März 2024

Mich aber habt ihr nicht immer bei euch

 

Maria salbt Jesus, University church of St Mary, Oxford

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 12

1Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte.

2Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente, und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren.

3Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt.

4Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte:

5Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben?

6Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte.

7Jesus erwiderte: Lass sie, damit sie es für den Tag meines Begräbnisses tue.

8Die Armen habt ihr immer bei euch, mich aber habt ihr nicht immer bei euch.

9Viele Juden hatten erfahren, dass Jesus dort war, und sie kamen, jedoch nicht nur um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, den er von den Toten auferweckt hatte.

10Die Hohenpriester aber beschlossen, auch Lazarus zu töten,

11weil viele Juden seinetwegen hingingen und an Jesus glaubten.


Freitag, 26. Januar 2024

Der echte Sohn durch den Glauben (1 Tim 1,2)

Apostelschüler, Bischof
Namensdeutung: der Gott Ehrende, der Gottesfürchtige (griech.)
Namenstage: Timotheus, Timothy, Timothée, Timo, Timon, Tim, Timmy, Timofei, Fürchtegott
Gedenktag: 26. Januar

Lebensdaten: geboren in Lystra, heute das Dorf Kilistra (Gökyurt) bei Konya, Türkei, gestorben um 97 in Ephesus, heute Ruinen bei Selçuk

Lebensgeschichte: Timotheus, dessen Großmutter Loïs bereits Christin war, entstammte einer jüdisch-heidnischen Mischehe: Seine Mutter Eunike hatte einen Griechen geheiratet, weswegen Timotheus entgegen der jüdischen Tradition auch nicht beschnitten war. Das ließ der Apostel Paulus aus Rücksicht auf die Juden nachholen, als er sich Timotheus zum Begleiter auf seinen Missionsreisen wählte.

Timotheus wurde ein enger Vertrauter des Paulus, der ihn überaus schätzte und mit heiklen Aufgaben betraute. Er besuchte Paulus im Gefängnis und wurde auch selber inhaftiert. Zuletzt entsandte ihn Paulus als seinen Stellvertreter nach Ephesus. Die wichtigen Briefe und Berichte, die Paulus ihm dorthin schickte, sind in den beiden Timotheusbriefen ins Neue Testament eingegangen. Vor seinem Tod bat Paulus Timotheus noch einmal nach Rom.

Der Überlieferung nach kehrte Timotheus von dort aus wieder nach Ephesus zurück, wo er als Bischof wirkte und um das Jahr 97 den Märtyrertod erlitt.

Verehrung: 356 wurden seine Reliquien von Ephesus nach Konstantinopel in die Apostelkirche überführt. Auch in Rom in der Kirche S. Giovanni in Fonte werden Reliquien des Apostelschülers verehrt.

Darstellung: als Bischof mit Keule und Steinen

Patron: gegen Magenleiden (siehe 1 Tim 5,23)

(Bistum Augsburg)


Der Herr wird dir in allem das rechte Verständnis geben (2 Tim 2,7)
Christ Church Cathedral, Oxford, Edward Burne Jones

Montag, 3. April 2023

Der Duft seiner Liebe hat das ganze Haus erfüllt (über Johannes Paul II.)

 

Maria salbt Jesus

GEDENKMESSE ZUM 2. JAHRESTAG DES TODES
DES DIENERS GOTTES JOHANNES PAUL II.

PREDIGT VON BENEDIKT XVI.

Vorplatz des Petersdomes
Montag, 2. April 2007

 

Verehrte Mitbrüder im bischöflichen und im priesterlichen Dienst,
liebe Brüder und Schwestern!

Vor zwei Jahren, ungefähr um diese Stunde, ist der geliebte Papst Johannes Paul II. aus dieser Welt geschieden und in das Haus des Vaters heimgekehrt. Mit diesem Gottesdienst wollen wir vor allem Gott danken, daß er ihn uns für gut 27 Jahre zum Vater und sicheren Führer im Glauben gegeben hat; zum eifrigen Hirten und mutigen Propheten der Hoffnung, zum unermüdlichen und leidenschaftlichen Diener der Liebe Gottes. Zugleich bringen wir das eucharistische Opfer dar für das Heil seiner erwählten Seele, in unauslöschlicher Erinnerung an die große Hingabe, mit der er die heiligen Geheimnisse feierte und das Altarsakrament anbetete, die Mitte seines Lebens und seines unermüdlichen apostolischen Wirkens.

Ich möchte euch allen, die ihr an dieser heiligen Messe teilnehmt, meinen Dank aussprechen. Einen besonderen Gruß richte ich an Kardinal Stanislaw Dziwisz, Erzbischof von Krakau, wobei ich die Gefühle nachempfinde, die in diesem Augenblick sein Inneres bewegen. Ich grüße die übrigen Kardinäle, die Bischöfe, die Priester und Ordensleute, die hier zugegen sind; die Pilger, die aus Polen gekommen sind; die vielen Jugendlichen, die Papst Johannes Paul II. besonders innig geliebt hat, und die vielen Gläubigen, die aus ganz Italien und aus der ganzen Welt hierher auf den Petersplatz gekommen sind.

Der zweite Jahrestag des frommen Heimgangs dieses geliebten Papstes findet zu einer Zeit statt, die für die innere Sammlung und das Gebet besonders geeignet ist. Denn wir sind gestern, am Palmsonntag, in die Karwoche eingetreten, und die Liturgie läßt uns die letzten Tage des Lebens unseres Herrn Jesus auf Erden neu erleben. Heute führt sie uns nach Betanien, wo genau »sechs Tage vor dem Paschafest« – wie der Evangelist Johannes berichtet – Lazarus, Marta und Maria dem Meister ein Gastmahl bereiten. Die Erzählung des Evangeliums verleiht unserer Betrachtung eine intensive österliche Atmosphäre. Das Gastmahl in Betanien geht dem Tod Jesu voraus im Zeichen der Salbung, die Maria zu Ehren des Meisters vornahm und die er im Hinblick auf seine Grablegung angenommen hat (vgl. Joh 12,7). Aber es ist auch Ankündigung der Auferstehung durch die Anwesenheit des auferweckten Lazarus, ein deutliches Zeugnis der Macht Christi über den Tod. Neben der prägnanten österlichen Bedeutung hat die Erzählung vom Gastmahl in Betanien auch einen gefühlvollen Nachhall an sich und ist von Zuneigung und Verehrung erfüllt; sie ist eine Mischung aus Freude und Schmerz: von großer Freude über den Besuch Jesu und seiner Jünger, über die Auferweckung des Lazarus und über das nahende Paschafest; von tiefer Bitterkeit, weil dieses Paschafest das letzte sein könnte, wie es die Feindseligkeiten der Juden, die Jesus töten wollten, und die Drohungen sogar gegen Lazarus, den man beseitigen wollte, befürchten ließen.

Es gibt in diesem Abschnitt des Evangeliums eine Geste, die unsere Aufmerksamkeit weckt und die auch jetzt unsere Herzen in besonderer Weise berührt: Maria von Betanien nahm mit einem Mal »ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar« (Joh 12,3). Dies ist eine jener Einzelheiten aus dem Leben Jesu, die Johannes in seinem Herzen bewahrt hat und die eine unglaubliche Ausdruckskraft beinhalten. Sie spricht von der Liebe zu Christus, einer wunderbaren, überströmenden Liebe, wie diese über seine Füße ausgegossene »kostbare« Salbe. Eine Tat, die Judas Iskariot natürlich empörte: Die Logik der Liebe kollidiert mit der Logik des Profits.

In uns, die wir im Gebet vereint sind zum Gedächtnis meines verehrten Vorgängers, weckt Marias Geste der Salbung starken Widerhall und geistliche Eindrücke. Sie ruft das leuchtende Zeugnis in Erinnerung, das Johannes Paul II. von einer vorbehaltlosen und vollen Liebe zu Christus gegeben hat. Der »Duft« seiner Liebe »hat das ganze Haus erfüllt« (vgl. Joh 12,3), das heißt die Kirche. Sicher, wir, die wir ihm nahestanden, haben es in besonderer Weise wahrgenommen, und dafür danken wir Gott. Aber auch die Fernstehenden hatten davon Nutzen, denn die Liebe von Papst Wojtyla zu Christus war so stark und so tief, daß sie in alle Teile der Welt sozusagen übergeflossen ist. Sind nicht die Wertschätzung, die Achtung und die Zuneigung, die Glaubende und Nichtglaubende bei seinem Tod zum Ausdruck brachten, ein deutlicher Beweis dafür? Augustinus schreibt in seinem Kommentar zu diesem Abschnitt des Johannesevangeliums: »Das Haus wurde vom Wohlgeruch des Salböls erfüllt; das heißt, die Welt wurde mit einem guten Ruf erfüllt; denn ein Wohlgeruch ist ein guter Ruf … Durch die guten Christen wird der Name Gottes gepriesen« (In Io. Evang. Tr. 50,7). Das ist wirklich wahr: Der intensive und fruchtbare Hirtendienst und noch mehr das Martyrium der Agonie und der ruhige Tod unseres geliebten Papstes haben die Menschen unserer Zeit erkennen lassen, daß Jesus Christus für ihn wahrhaftig »alles« war.

Die Fruchtbarkeit dieses Zeugnisses, das wissen wir, kommt vom Kreuz. Im Leben Karol Wojtylas war das Wort »Kreuz« nicht nur ein Wort. Schon von Kindheit und Jugend an kannte er Leid und Tod. Als Priester und als Bischof und vor allem als Papst hat er den letzten Ruf des auferstandenen Christus an Simon Petrus am Ufer des See Gennesaret ernst genommen: »Folge mir nach! … Du aber folge mir nach!« (Joh 21,19.22). Besonders während des langsamen, aber unaufhaltsamen Fortschreitens der Krankheit, die ihm nach und nach alles genommen hat, ist sein Dasein eine Ganzhingabe an Christus geworden, eine lebendige Verkündigung seines Leidens, in der Hoffnung, die vom Glauben an die Auferstehung erfüllt war.

Sein Pontifikat stand ganz unter dem Zeichen der »Großherzigkeit«, der großmütigen vorbehaltlosen Selbsthingabe. Was hat ihn bewegt, wenn nicht die mystische Liebe zu Christus, zu dem, der ihn am 16. Oktober 1978 hatte rufen lassen mit den Worten des Zeremoniells: »Magister adest et vocat te – Der Meister ist da und ruft dich«? Am 2. April 2005 kam der Meister wieder, diesmal ohne Vermittler, und rief ihn, um ihn heimzuführen, in das Haus des Vaters. Und er antwortete wieder spontan, aus furchtlosem Herzen, und flüsterte: »Laßt mich zum Herrn gehen« (vgl. S. Dziwisz, Una vita con Karol, S. 223).

Seit langem hatte er sich auf diese letzte Begegnung mit Jesus vorbereitet, wie die vielen Entwürfe des Testaments beweisen. Während seines langen Verweilens in der Privatkapelle sprach er mit ihm, überließ sich völlig seinem Willen und vertraute sich Maria an, indem er das »Totus tuus« wiederholte. Wie sein göttlicher Meister lebte er seine Agonie im Gebet. An seinem letzten Lebenstag, am Vortag des Sonntags der Göttlichen Barmherzigkeit, bat er darum, daß ihm gerade das Johannesevangelium vorgelesen werde. Mit Hilfe der Personen, die ihm beistanden, wollte er an allen täglichen Gebeten und am Stundengebet teilnehmen, er wollte bei der Anbetung und der Meditation mitwirken. Er ist betend gestorben. Er ist wahrhaftig im Herrn entschlafen.

»Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt« (Joh 12,3). Kommen wir auf diese so eindrucksvolle Aussage des Evangelisten Johannes zurück. Der Duft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe des Papstes erfüllte sein ganzes Haus, erfüllte den Petersplatz, erfüllte die Kirche und verbreitete sich in der ganzen Welt. Was nach seinem Tod geschehen ist, war für den, der glaubt, die Wirkung dieses »Duftes«, der alle, die Nahen und die Fernen, berührt hat; und er hat sie zu einem Menschen hingezogen, den Gott allmählich seinem Christus gleichförmig gemacht hat. Deshalb können wir auf ihn die Worte des ersten Liedes vom Gottesknecht anwenden, die wir in der Ersten Lesung gehört haben: »Seht, mein Knecht, den ich stütze, mein Erwählter, der mir gefällt. Ich habe auf ihn meinen Geist gelegt, er wird den Völkern das Recht bringen« (Jes 42,1). »Gottesknecht – Diener Gottes«: Das ist er gewesen, und so wird er jetzt in der Kirche genannt, während sein Seligsprechungsprozeß rasch fortschreitet, von dem heute morgen die Diözesanuntersuchung über das Leben, die Tugenden und den Ruf der Heiligkeit abgeschlossen wurde. »Diener Gottes«. Das ist ein Titel, der ihm besonders angemessen ist. Der Herr hat ihn in seinen Dienst gerufen auf dem Weg des Priestertums und hat ihm nach und nach immer weitere Horizonte eröffnet: von seiner Diözese bis zur universalen Kirche. Diese weltumspannende Dimension hat im Augenblick seines Todes die größte Ausdehnung erreicht; ein Ereignis, das die ganze Welt mit einer in der Geschichte noch nie dagewesenen Anteilnahme mitgelebt hat.

Liebe Brüder und Schwestern, der Antwortpsalm hat uns Worte voll Zuversicht in den Mund gelegt. In der Gemeinschaft der Heiligen scheint es uns, sie mit der lauten Stimme des geliebten Johannes Pauls II. zu hören, der vom Haus des Vaters aus – dessen sind wir sicher – den Weg der Kirche unaufhörlich begleitet. »Hoffe auf den Herrn und sei stark! Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn! (Ps 27,14). Ja, haben wir festen Mut, liebe Brüder und Schwestern, und lebendige Hoffnung! Mit dieser Einladung im Herzen setzen wir die Eucharistiefeier fort, wobei wir schon das Licht der Auferstehung Christi ahnen, das in der Osternacht nach der dramatischen Finsternis des Karfreitags erstrahlen wird. Das »Totus tuus« des geliebten Papstes sporne uns an, ihm auf dem Weg der Selbsthingabe an Christus durch die Fürsprache Marias zu folgen. Das erwirke uns gerade sie, die heilige Jungfrau, während wir ihren Händen diesen unseren Vater, Bruder und Freund anvertrauen, damit er in Gott in Frieden ruhe und sich freue. Amen.

Magdalen College - Oxford

Samstag, 7. Januar 2023

Der hingegebene Sohn liegt uns vor Augen

 

Epiphanie, Exeter College, Oxford
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Aber wie nun, wenn Gott uns sein ewiges Wort in Gestalt eines Kindes auf die Erde schickt? 

Dann geht es zuerst darum, zu verstehen, was er mit dieser seiner Epiphanie uns sagen will.
Sicher sagt er, wie immer durch sein Wort, etwas über sich selbst aus. In allem, was dieses Kind ist und was es werden wird, Jüngling, Mann, der Lehrer und Wundertäter, der Schweigende vor dem Richter, der Gegeißelte, Verhöhnte, Verworfene, der in Gottverlassenheit am Kreuz Schreiende, der Begrabene, der aus den Toten neu und ewig Lebende: in alldem ist Epiphanie, in der Gott sich selber enthüllt.

Ist Gott also ein kleines Kind, dann sagt er damit: Bei all meiner Allmacht, die ich wahrhaftig bin und habe, bin ich gleichzeitig so arm und demütig und vertrauensvoll wie dieses Kind, ja nicht nur "wie", ich bin ja wirklich dieses Kind. Und wenn Jesus später lehren wird, wird er vom letzten Platz sprechen, an den man sich stellen soll, vom Dienen, vom Hingeben seines Lebens für die Brüder: und das nicht nur als moralische Belehrung für die Menschen, sondern als etwas, das er selber tut und ist, und darin als Kundgabe des Herzens Gottes, seines Vaters.

Tut das, denn so ist Gott! Und dann das Schreckliche: wenn Jesus für die Sünder leidet und im Tragen der Sünde den Vater nicht mehr spürt und als Fallengelassener, an Gott Verdurstender schreit: nochmals: so ist Gott! Und wenn Jesus sich selber austeilt als Speise und Trank: So Gott!

Der Vater ist es ja, der uns dieses von den Menschen zerrissene, zerfleischte, blutige Wort und Fleisch Gottes darreicht zur Teilnahme an seinem ewigen Leben. Und wenn Jesu Herz durchbohrt und zur ausgeleerten Höhle wird, in die man die Finger und den ganzen Menschen hineinlegen kann - "in deine Wunden verberge ich mich" -: so ist Gott! Eine Wunde, die hinabreicht bis zu seinem Herzen und in der wir Heilung finden. Alles das ist Gottes Epiphanie.
(H. U. v. Balthasar, Du krönst das Jahr mit deiner Huld, 30)

Heute gedenkt die Kirche des hl. Raimund von Penyafort und des hl. Valentin von Terni

Exeter College