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Mittwoch, 31. Mai 2023

Am Grab der hl. Petronilla von Rom

Altar der hl. Petronilla, Petersdom

 

An der Westwand der Kapelle steht der Altar der hl. Petronilla, der seit 1606 auch die Gebeine der Kapellen- und Altarpatronin beherbergt.
Das Altarmosaik entstand ab 1730 nach einem Gemälde von Giovanni Francesco Barbieri aus dem Jahr 1623. Das Werk ist in zwei Ebenen geteilt: Im unteren Teil ist die Grablegung von Petronilla dargestellt; oben sieht man die Heilige im Typus einer Apotheose auf einer Wolke vor Christus kniend. Wiki

 Petronilla in Petronell-Carnuntum

Mittwoch, 15. September 2021

Mariä Schmerzen

 

Kapelle mit der Pieta von Michelangelo im Petersdom


Die Erinnerung an die Schmerzen Mariens am heutigen Tag ist in Verbindung mit dem Fest Kreuzerhöhung zu verstehen (ebenso wie das frühere Fest der Schmerzen Mariens am Freitag vor dem Palmsonntag). Die Verehrung der „Sieben Schmerzen Mariens“ ist im Mittelalter aufgekommen. In Deutschland wurde das entsprechende Fest vereinzelt (Köln, Erfurt) im 15. Jahrhundert gefeiert. 1667 wurde das Fest dem Servitenorden gestattet; 1814 wurde es von Pius VII. allgemein eingeführt. - Die „Sieben Schmerzen Mariens“, nach den liturgischen Texten: 1. die Weissagung Simeons (Lk 2,34-35); 2. die Flucht nach Ägypten (Mt 2, 13-15); 3. das dreitägige Suchen nach Jesus bei der Wallfahrt zum Tempel (Lk 2,41-52); 4. der Weg nach Golgota; 5. die Kreuzigung Jesu; 6. die Abnahme Jesu vom Kreuz; 7. die Grablegung Jesu.
(erzabteibeuron)

Allmächtiger Gott, du hast der Mutter Jesu die Kraft verliehen,
unter dem Kreuz zu stehen und das Leiden ihres Sohnes zu teilen.
Hilf uns, täglich unser Kreuz anzunehmen,
damit wir auch an der Auferstehung unseres Herrn Jesus Christus teilhaben,
der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

schmerzhafte Gottesmutter, bitte für uns!

Montag, 20. Juli 2020

Elias (mit Gruß an die Linzer Karmeliten und Br. Elias)

Prophet Elias, Petersdom

Prophet
Namensdeutung: Mein Gott ist JHWH (hebr.)
Namenstage: Elias, Elia, Élie, Elliot, Eli, Ilja, Ylias, Elijáhu, weibl.: Eliana
Gedenktag: 20. Juli
Lebensdaten: geboren im 9. Jahrhundert in Tischbe im Ostjordanland, entrückt bei Jericho

Lebensgeschichte: Elijáhu wird zum Propheten bestellt, als der Herr eine Dürre über das Nordreich Israel verhängt, das unter König Ahab von ihm abgefallen ist und die Fruchtbarkeits- und Regengottheit Baal anbetet. Davon handelt das 1. Buch der Könige im Alten Testament. Auf dem Berg Karmel blamiert Elias bei einem Stieropferwettstreit 450 Baalspropheten und lässt sie als Scharlatane abschlachten. Dann fällt endlich Regen.
Auf der Flucht vor der wütenden Königin Isebel gelangt Elias auf den Gottesberg Horeb, wo ihm der Herr erscheint und den Auftrag erteilt, Elischa zum Propheten zu salben, damit dieser den Baalskult ausrottet. Elias wirft Elischa aber seinen Mantel über und wird vor den Augen seines Nachfolgers auf einem feurigen Wagen mit flammenden Pferden in den Himmel entrückt (2 Kön 2,1–18).

Verehrung und Brauchtum: Weil Elias den toten Sohn einer armen Witwe wieder zum Leben erweckt, wird er im Judentum, das seine Wiederkehr vor dem Eintreffen des Messias erwartet (siehe Mal 3,23–24), als Nothelfer verehrt. Die Eliaserwartung kommt an Pessach, dem jüdischen Osterfest, dadurch zum Ausdruck, dass ein Becher mit Wein bereitgestellt und die Tür für ihn geöffnet wird. Wegen seines leidenschaftlichen Einsatzes für den Herrn und seiner Standhaftigkeit gilt er als Inbegriff der Prophetie Israels und erscheint (gemeinsam mit Moses als Inbegriff des Gesetzes) als solcher bei der Verklärung Jesu.
Beim sogenannten Eliasbrunnen auf dem Berg Karmel entstand Mitte des 12. Jahrhunderts der Karmelitenorden, der Elias als Mitbegründer verehrt. Im Petersdom gehört seine Statue daher zur Gruppe der Ordensstifter.
Auf dem Balkan heißt sein Gedenktag am 20. Juli wegen der häufigen Unwetter „Elias der Donner“, und die höchsten Berge auf den griechischen Inseln tragen traditionell seinen Namen. Wegen seiner feurigen Entrückung werden Dampflokomotiven auch als „Feuriger Elias“ bezeichnet.

Darstellung: bei der Entrückung, bei der Speisung vom Himmel, mit der Witwe von Sarepta
Patron: der Karmeliten, der Luftschifffahrt, Helfer bei Gewitter und Feuer
(Bistum Augsburg)

Elias
Altar der Menschwerdung in Avila 
Entrückung des Elijas, Holzrelief in S. Sabina, Rom
Opus sectile in St James´s, Spanish Place, London, Elija und der Engel, steh auf und iß
Die Elijakapelle auf dem Tabor (Feuer auf das Opfer)
Elija (Figur, Feuerwagen), Glasbild in St John´s, Oxford
Apsismosaik, Berg Tabor
Mose und Elija, Glasbild in Saint Gervais, Paris 
und bei den Darstellungen der Verklärung des Herrn

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Margareta von Antiochien
Katharina, Margarete und der Erzengel Michael sprechen mit Johanna von Orleans (Glasbild in der Kathedrale von Orleans)
Hochaltarbild der Pfarrkirche in Marchegg, NÖ
in Cambridge mit Agnes und Cädilia zu sehen

und des hl. Apollinaris von Ravenna.



Samstag, 6. Juni 2020

Norbert von Xanten

Norbert von Xanten, Gründer der Prämonstratenser, Petersdom

 
Norbert, geb. um 1180, gest. 6. Juni 1134, aus dem Geschlecht der Herren von Gennep war Kanoniker des Kollegiatsstiftes St. Viktor zu Xanten und empfing die Subdiakonatsweihe, ohne sich ernsthaft um das Leben als Kleriker zu bemühen. Um 1108-1109 finden wir ihn als Hofkaplan bei Erzbischof Friedrich von Köln und vor 1110 bei Kaiser Heinrich V., den er nach Rom begleitete, wo Unruhen bezüglich der Investitur wüteten.
Am 28. Mai 1115 wurde er – nach Bericht der Vita A – auf dem Ritt nach Vreden bei einem Unwetter durch einen Blitzschlag vom Pferd geworfen und vollzog eine radikale Konversion. Von einer großen Liebe zu Christus erfüllt, verschrieb er sich ganz der Gregorianischen Kirchenreform, die auf eine Erneuerung der vita apostolica abzielte. Deshalb ließ er sich im Dezember 1115 an einem einzigen Tag zum Diakon und Priester weihen und war in der Folgezeit als Wanderprediger unterwegs; die Erlaubnis hierzu erteilte ihm Papst Gelasius II. 1118 im Kloster St-Gilles.
Auf Wunsch Papst Callixtus‘ II. und mit Unterstützung des Bischofs Bartholomäus von Laon legte Norbert zusammen mit einigen Gefährten durch die Profess am Weihnachtstag 1121 das Fundament für den Orden von Prémontré, welcher sich schnell in ganz Europa ausbreitete. Sie versprachen, nach der Weisung und Art der Apostel sowie der Augustinusregel zu leben. Als Habit wählte Norbert ungebleichte Wolle und nicht schwarzen Stoff – er wollte, dass die Seinen wie die Engel am Grab Jesu Christi Zeugen der Auferstehung seien. Die Messfeier stand im Zentrum des Tages, zudem zeichnete die Gründergeneration eine tiefe Verehrung der Gottesmutter Maria aus, die sie zur Patronin der ersten Kirche wählten. Neben den Kanonikern lebten in Prémontré auch viele Laienbrüder und Schwestern, die im Hospiz Arme und Pilger beherbergten. Nachdem Norbert Prior Hugo von Fosses die Leitung der Gemeinschaft übertragen hatte, zog er erneut los, um zu predigen und Gefährten für seine Reformbewegung zu sammeln; es entstanden Klostergründungen in Antwerpen, Cappenberg, Cuissy, Floreffe, Laon und anderen Orten. Der neue, von Norbert initiierte Orden wurde am 16. Februar 1126 von Papst Honorius II. bestätigt.
Das Jahr 1126 bedeutete einen großen Einschnitt im Leben des Wanderpredigers, denn er wurde auf dem Reichstag zu Speyer zum Erzbischof von Magdeburg ernannt. Am 18. Juli 1126 zog Norbert barfuß und im Büßergewand in seine Bischofsstadt ein. Viel Arbeit wartete auf ihn: Es galt, in Magdeburg Missbräuche abzustellen und Veräußerungen von Kirchengut zu widerrufen. Norbert machte sich ohne Zögern ans Werk, wobei die Reform des Klerus sein erstes Ziel war. Er holte Mitbrüder aus Prémontré nach Magdeburg und vertraute ihnen die Kirche „Unserer Lieben Frauen“ an; zudem gründete er Prämonstratenser-Klöster in Gottesgnaden und Pöhlde. Als Hirte seiner Diözese passte er das Ordensleben seiner Mitbrüder mehr an die Seelsorgsaufgaben als an den Rückzug aus der Welt nach Art von Prémontré an. In den nur acht Jahren als Bischof konnte er nicht alle seiner Pläne verwirklichen; so mühten sich seine Ordensbrüder nach seinem Tod weiter um die Missionierung der Wenden.

Die letzten Jahre seines Lebens waren von politischen Aktivitäten im Dienst der Kirche und des Kaisers geprägt. Er griff ein, um den Frieden zwischen Kaiser Lothar III. und Papst Innozenz II. wiederherzustellen; auch erwies er sich als erbitterter Verteidiger des Papstes Innozenz gegen den Gegenpapst Anaklet. Im Jahre 1132 begleitete er als stellvertretender Erzkanzler für Italien König Lothar zu dessen Kaiserkrönung nach Rom, doch erkrankte er bei dieser Reise wohl an Malaria. Norbert konnte am Gründonnerstag noch die Hl. Öle segnen, doch feierte er seine letzte Messe am Ostertag sitzend. Am 6. Juni 1134 verstarb der Gründer des Prämonstratenser-Ordens in seiner Bischofsstadt Magdeburg. Seine Gebeine wurden 1626/1627 aus Magdeburg in die Abtei Strahov (Prag) überführt.

Reliquien: Strahov/Prag
Kultapprobation: 28.07.1582 durch Gregor XIII.
Darstellung: als Prämonstratenser (teilweise mit Kapuze) und Erzbischof, mit Monstranz, Kelch (mit Spinne), Evangelienbuch und Ölzweig, mit Tanchelm oder einem gefesselten Teufel zu Füßen.


Unser Gott, du hast unseren hl. Vater Norbert, deinen treuen Diener,
zu einem hervorragenden Verkünder deines Wortes gemacht
und durch ihn viele Menschen zur Bekehrung ihres Lebens gerufen.
Mache uns bereit, dass wir auf seine Fürbitte hin befolgen, 
was er in Wort und Tat gelehrt hat. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.


Statue an der Außenfassade von Stift Griffen/Kärnten (mit Monstranz)

Die Bekehrung des hl. Norbert

Am Grab des hl. Norbert in Prag

Kloster Strahov im Modell und alter Reliquienschrein 


fällt diesmal nicht unter Kleinvieh, sondern gehört zum Heiligenpost ;_)

Sonntag, 26. April 2020

Sie wussten, dass es der Herr war

der wunderbare Fischfang bei der Erscheinung des Auferstandenen, Vorhalle des Petersdoms



Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 21
1 In jener Zeit
offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal,
am See von Tibérias,
und er offenbarte sich in folgender Weise.
2 Simon Petrus, Thomas, genannt Dídymus,
Natánaël aus Kana in Galiläa,
die Söhne des Zebedäus
und zwei andere von seinen Jüngern waren zusammen.
3 Simon Petrus sagte zu ihnen: Ich gehe fischen.
Sie sagten zu ihm: Wir kommen auch mit.
Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot.
Aber in dieser Nacht fingen sie nichts.
4 Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer.
Doch die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war.
5 Jesus sagte zu ihnen:
Meine Kinder, habt ihr keinen Fisch zu essen?
Sie antworteten ihm: Nein.
6 Er aber sagte zu ihnen:
Werft das Netz auf der rechten Seite des Bootes aus
und ihr werdet etwas finden.
Sie warfen das Netz aus
und konnten es nicht wieder einholen,
so voller Fische war es.
7 Da sagte der Jünger, den Jesus liebte, zu Petrus:
Es ist der Herr!
Als Simon Petrus hörte, dass es der Herr sei,
gürtete er sich das Obergewand um, weil er nackt war,
und sprang in den See.
8 Dann kamen die anderen Jünger mit dem Boot
– sie waren nämlich nicht weit vom Land entfernt,
nur etwa zweihundert Ellen –
und zogen das Netz mit den Fischen hinter sich her.
9 Als sie an Land gingen,
sahen sie am Boden ein Kohlenfeuer
und darauf Fisch und Brot liegen.
10 Jesus sagte zu ihnen:
Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt!
11 Da stieg Simon Petrus ans Ufer und zog das Netz an Land.
Es war mit hundertdreiundfünfzig großen Fischen gefüllt,
und obwohl es so viele waren,
zerriss das Netz nicht.
12 Jesus sagte zu ihnen: Kommt her und esst!
Keiner von den Jüngern wagte ihn zu befragen: Wer bist du?
Denn sie wussten, dass es der Herr war.
13 Jesus trat heran,
nahm das Brot und gab es ihnen,
ebenso den Fisch.
14 Dies war schon das dritte Mal,
dass Jesus sich den Jüngern offenbarte,
seit er von den Toten auferstanden war.
(Evangelium vom 3. Ostersonntag)





Vorhalle des Petersdoms
der wunderbare Fischfang bei der Erscheinung des Auferstandenen, Vorhalle des Petersdoms

Montag, 9. Dezember 2019

Pierre Fourier, Ordensgründer

Statue des Petrus Fourier im Petersdom


Pierre Fourier, Priester und Ordensgründer. Pierre Fourier wurde am 30. November 1565 zu Mirecourt im Herzogtum Lothringen geboren, 1585 wurde er Chorherr zu Chaumousey, erhielt 1589 in der Simeonskirche zu Trier die Priesterweihe und war seit 1597 Pfarrer in Mattaincourt.
Hier wirkte er vier Jahrzehnte lang und formte durch vorbildhaftes Leben und Opferbereitschaft sowie durch umfassende karitative und soziale Tätigkeit die verwahrloste Pfarrei vollständig um. Fourier gründete eine Darlehnskasse, rief ein Schiedsgericht ins Leben und richtete eine Freischule ein.
1597 gründete er auch den Lehrorden der „Chorfrauen Unserer Lieben Frau“. Er stiftete auch die „Kongregation der Augustiner-Chorherrn von Unserem Heiland“. Pierre Fourier starb am 9. Dezember 1640 zu Gray, sein Leib wurde 1641 nach Mattaincourt überführt. Leo XIII. sprach den Reformer, Ordensgründer und glühenden Seelsorger am 7. Mai 1897 heilig. In der Kunst wird er dargestellt in Kanonikerkleidung mit flammendem Herzen, Rosenkranz und häufig mit Marienbild.
(Martyrologium Sancrucense)




Die Vollkommenheit besteht nicht in einer außerordentlichen Lebensweise
die den Menschen gewissermaßen über die menschliche Natur erhebt,
sondern vielmehr darin,
die alltäglichen, gemeinen und ganz gewöhnlichen Handlungen
aus Liebe zu Gott,
in der rechten Absicht,
im heiligen Gehorsam,
mit einem Wort möglichst gut zu verrichten.



Kuppel des Petersdoms