Dienstag, 29. September 2015

Weihegebet an den Erzengel Michael

Selig, die das Wort Gottes hören

Erhabener Fürst der himmlischen Heerscharen, mächtiger Streiter des Allerhöchsten,
Verteidiger der Ehre Gottes, Schrecken der aufrührerischen Engel,
Stolz und Freude der guten Engel, mein geliebter Erzengel Michael,
da es mein fester Wille ist, zu deinen ergebenen Dienern zu gehören,
stelle ich mich und meine Familie und alles, was mir gehört,
unter deinen mächtigen Schutz.
Mein Anerbieten ist bescheiden, denn ich bin ein armer Sünder.

Nimm an die Zuneigung meines Herzens.
Wenn ich von heute an unter deiner Schutzherrschaft stehe,
dann vertraue ich darauf, dass du mir in meinem ganzen Leben beistehen wirst.

Erlange mir die Verzeihung meiner vielen und schweren Sünden und die Gnade,
meinen geliebten Erlöser Jesus und meine süße Mutter Maria zu lieben
und gewähre mir jene Hilfe, die notwendig ist, um die Krone des ewigen Lebens zu gewinnen.

Verteidige mich gegen die Feinde meiner Seele,
besonders im letzten Augenblick meines Lebens.
Erzengel Michael, komm dann und steh mir bei im letzten, heftigen Kampf
und stoße mit deiner mächtigen Waffe jenen untreuen und stolzen Engel,
den du einst aus dem Himmel geworfen hast, hinab in die Abgründe der Hölle. Amen.

(Nach P. Pio. Aus dem Gebetbuch von P. Pio. Die heilige Messe, erschienen mit Imprimatur 1955 in S. Giovanni Rotondo. Zitiert in: Johann Siegen, Der Erzengel Michael, 111.)


a

Die prunkvolle Kanzel der Barmherzigenkirche wurde 1739 von Matthias Leitner geschaffen.
Auf dem Schalldach bekämpft der gerüstete Erzengel Michael mit der Lanze den Teufel und eine Schlange. ( ) Die am Schalldachrand sitzenden vier Evangelisten verweisen auf die Inschriftkartusche "Selig, die das Wort Gottes hören (und es befolgen)". Zwei Putti neben der Kanzeltüre versinnbilden mit dem Kruzifix und mit der Ehernen Schlange das Neue und das Alte Testament. Am Kanzelkorb zeigen drei Reliefs Szenen aus dem Leben des hl. Johannes von Gott
(vgl. Kirchenführer der Barmherzigenkirche)

Kanzel in der Barmherzigenkirche, Graz

Freitag, 25. September 2015

Niklaus von Flüe und Dorothea

Holzfigur von Niklaus und Dorothea im Verkaufsladen der Schwestern in Flüeli

Gebet des Heiligen Vaters Papst Johannes Paul II

am Grab von Bruder Klaus in Sachseln am 14. Juni 1984:

Mein Herr und mein Gott, in schwerer Zeit hast du den heiligen Bruder Klaus berufen, "Gewissen" der Mitbürger zu sein und Frieden zu stiften.

Dank deiner Führung wurde die Ehe und Familie auf dem Flüeli zum Ort des Glaubens und des Gebetes.
Dank deiner gütigen Vorsehung fand Bruder Klaus in Dorothee eine verständige Gattin, die mit ihm um die Kraft gerungen und gebetet hat, deinem göttlichen Willen zu gehorchen.

Du hast Dorothee berufen, an Stelle ihres Gatten die Verantwortung für Familie, Haus und Hof zu übernehmen, damit der Weg des Heiligen frei werde für das Leben im Ranft, frei für das Gebet, frei für deinen Auftrag, Frieden zu stiften.

Gott, du Quelle des Friedens, wir danken dir für die Berufung von Menschen, die heute helfen, deinen Willen zu erkennen und zu erfüllen. Lass uns mit Bruder Klaus und mit seiner heiligmässigen Frau Dorothee immer mehr einsehen, dass echte Versöhnung und dauerhafter Friede allein von dir kommt. Darum öffnen wir uns deinem Geist; mit dem Lieblingsgebet des heiligen Bruder Klaus bitten wir dich um den Frieden im eigenen Herzen und um den Frieden in der Welt.

Mittwoch, 23. September 2015

Am Grab des hl. P. Pio von Pietrelcina

Statue von Padre Pio in der Kirche Santa Maria delle Gracie, S. Giovanni Rotondo


Pater Pio von Pietrelcina, genannt „Padre Pio“, Kapuziner und Mystiker. Pater Pio wurde als Francesco Forgione 1887 in Pietrelcina in der Provinz Benevent in einer bäuerlichen Familie geboren und war zunächst Hirt. Am 6. Jänner 1903 wurde er Novize bei den Kapuzinern in Morcone nahe bei Pietrelcina und erhielt den Namen Fra Pio da Pietrelcina. Nach der Priesterweihe 1910 lebte er bei seiner Familie, da er kränklich war.
1911 (Korr.: am 20. September 1918) empfing er die Wundmale Christi an seinen Händen und Füßen und am Herzen; diese Stigmata sollte er bis zu seinem Tod tragen und ihretwegen viel Verachtung erfahren müssen. 1916 kam er nach San Giovanni Rotondo in der Provinz Foggia in Apulien. In dem kleinen Kloster besserte sich sein Zustand, hier entfaltete er eine umfassende Tätigkeit als Beichtvater und Seelenberater, der wegen der Charismen der Herzensschau und der Prophezeiung von Tausenden umlagert wurde.
Pater Pio wurde zeit seines Lebens von den Menschen ebenso umdrängt und geliebt, wie er von offiziellen kirchlichen Stellen beargwöhnt und verfolgt wurde. Jahrelang durfte der Stigmatisierte die Messe nicht in der Öffentlichkeit feiern. Eine Aura des Wunderbaren umgab den rundlichen bärtigen Kapuziner, der aber „nebenbei“ auch nur mit Hilfe von Spenden ein Spital gründete, das heute als eines der modernsten Italiens gilt. Die von ihm initiierten Gebetsgruppen verbreiteten sich zu tausenden weltweit.
Er starb am 23. September 1968 in Pietrelcina. Johannes Paul II., der ihn als Neupriester aufsuchte und dem Pater Pio prophezeit haben dürfte, dass er einmal Papst werde, sprach ihn 1999 selig; die Heiligesprechungsfeier 2002 war die bisher größte in der Kirchengeschichte, an der über 300.000 Gläubige teilnahmen. Pater Pios Grab in San Giovanni Rotondo ist mittlerweile der größte Wallfahrtsort Europas, der selbst Lourdes übertrifft.
(Martyrologium Sancrucense)

Eingang zum Grab v. P. Pio in der Unterkirche von S. Pio da Pietrelcina

Mosaiken aus dem Leben Jesu

Gläubige beim Grab des Heiligen

rechts vom Grab Christus mit den Worten aus dem Johannesevangelium "Ich bin das Leben"


Der Tod von P. Pio
22. September: Pater Pio ändert nichts an seinem gewohnten Tagesablauf, bis etwa um Mitternacht.
Dann tut er plötzlich etwas Neues, was nicht zu den üblichen Dingen gehört, die er des Nachts sagt oder tut.
Pater Pellegrino, der Pater Pio in der Nacht betreute, ist bis zu einer gewissen Stunde der einzige Zeuge für das, was sich ereignete: Er berichtet: "Um Mitternacht bat er mich wie ein ängstliches Kind: "Bleib bei mir, mein Sohn"; und er begann, mich häufig nach der Uhrzeit zu fragen. Er sah mich aus bittenden Augen an und drückte ganz fest meine Hände.
Plötzlich fragte er, als habe er trotz meiner wiederholten Ankunft vergessen, wie spät es sei: "Sag mal, Junge, hast du schon die Messe gefeiert?". Ich antwortete mit einem Lächeln: "Pater Spiritual, es ist noch zu früh für die Messe". Da sagte er: "Nun, heute Morgen wirst du sie für mich lesen". Ich erwiderte: "Ich lese sie doch jeden Morgen nach Ihrer Meinung"
Dann wollte er beichten und sagte anschließend: "Mein Sohn, wenn der Herr mich heute rufen sollte, bitte die Mitbrüder um Verzeihung dafür, dass ich denen so oft zur Last gefallen bin, und bitte die Mitbrüder und meine geistigen Kinder um ein Gebet für meine Seele".
Ich gab zurück: "Pater Spiritual, ich bin sicher, dass der Herr Sie noch lange leben lassen wird, aber falls Sie Recht haben sollten, darf ich dann noch um einen letzten SEgen für die Mitbrüder, die geistigen Kinder und die Kranken bitten?"
Er antwortete: "Aber sicher, ich segne sie alle. Bitte jedoch den Superior darum, dass er an meiner Stelle diesen Segen erteile".
Schließlich bat er mich noch, seine Profess zu erneuern. Gegen ein Uhr nachts sagte er: "Höre, mein Sohn, ich kann hier im Bett nicht gut atmen. Lass mich aufstehen. Auf dem Stuhl werde ich besser atmen".
(zitiert in: Padre Alessio Parente, P. Pio und die Armen Seelen, 389f)




Allmächtiger, ewiger Gott,
Du hast dem hl. Priester Pio in einzigartiger Weise die Gnade geschenkt,
Anteil am Kreuze Deines Sohnes zu haben,
und Du hast durch seinen Dienst die Wundertaten Deines Erbarmens erneuert.
Gib, daß wir dem Leiden Christi stets verbunden sind
und so glücklich zur Herrlichkeit und Auferstehung geführt werden.
Durch unseren Herrn.
(Entwurf eines Tagesgebetes zum Missale Romanum 1962 für das Fest des hl. P. Pio)

Dienstag, 22. September 2015

Mauritius

Mauritius, Soldat und Märtyrer. Mauritius war römischer Offizier in der 22. Legion, der sogenannten „thebaischen Legion“. Diese Legion war in Ägypten ausgehoben worden und bestand fast nur aus Christen. Mauritius fand mit seinen Gefährten den Martertod bei Agaunum in der heutigen Westschweiz zwischen 280 und 300.
Nach dem Bericht des Bischofs Eucherius von Lyon aus dem 5. Jahrhundert wurden die Legionäre niedergemetzelt, weil sie sich nicht an der Christenverfolgung des Kaisers Maximianus Herkulius beteiligen wollten. 380 wurde über den damals wiederaufgefundenen Gebeinen der Märtyrer eine Kirche erbaut, bald entstand dort ein Kloster, das den Namen Saint-Maurice erhielt. Kloster und Wallfahrt verbreiteten den Kult des hl. Mauritius in Europa. Unter den Ottonen und Saliern war der heilige Soldat Mauritius sogar Reichspatron. Seit dem 11. Jahrhundert befolgen die Mönche die Augustinerregel, die Äbte trugen sogar bis 1840 die Titularwürde eines Bischofs von Bethlehem, bis heute ist der Kirchenschatz von Saint-Maurice der bedeutendste der Schweiz. Mauritius wird dargestellt in Soldatenrüstung, meist von dunkler Hautfarbe. Sein Name bedeutet ja soviel wie „Mohr“.
(Martyrologium Sancrucense)

Das Glasfenster im Kölner Dom ist Teil des typologischen Geburt Christi-Fensters aus dem Jahr 1507. Im unteren Bereich sind die Stadtpatrone Kölns zu sehen, der Bildausschnitt zeigt den hl. Mauritius.

Mauritius, Kölner Dom


Im Heere des Maximianus gab es eine Legion Soldaten, die Thebäer hießen, hervorragend an Tapferkeit, noch hervorragender durch Glaubenstreue. Für den Kaiser kämpften sie mit Tapferkeit, für Christus aber mit ihrer Frömmigkeit. Auch als Soldaten vergaßen sie das Gebot des Evangeliums nicht und gaben Gott, was Gottes, und dem Kaiser, was des Kaisers war. Als sie, wie andere Gruppen auch, zu gewaltsamen Vorgehen gegen die zahlreichen Christen aufgeboten wurden, waren sie es allein, die den grausamen Befehl zu verweigern wagten und erklärten, sie würden solchen Weisungen nicht gehorchen. Als Maximianus diese Antwort der Thebäer vernahm, ließ er jeden zehnten Mann der Legion mit dem Schwert hinrichten. Als aber der Befehl zum zweitenmal an die Thebäer erging, und sie erkannten, dass sie wieder zu verbrecherischen Handlungen verpflichtet werden sollten, erhob sich im Lager überall Lärm und Aufruhr. Alle schrien, keiner werde je zu solchen Verbrechen Beihilfe leisten. Sie zögen es vor, eher den Tod zu erleiden, als Befehlen gegen den christlichen Glauben zu befolgen.

Als Maximianus davon erfuhr ließ er, grausamer als jedes Raubtier, wiederum jeden zehnten Mann hinrichten. Die übrigen Soldaten aber munterten sich gegenseitig auf, in diesem herrlichen Kampfe durchzuhalten. Den größten Überredungseifer zeigt dabei Mauritius, der nach den Überlieferung in der Legion den Rang eines Obersten innehatte. Gemeinsam mit dem Offizier Exsuperius, der die Soldaten ausbildete, und den Soldatensenator Candidus, stärkte er den Glauben dadurch, dass sie jeden einzelnen Mann ermunterten und ermahnten. Gestärkt durch diese Offiziere, ließen sie Maximianus ihren Entschluss übermitteln. Als er ihn vernommen hatte, gab er die Hoffnung auf, ihre Standfestigkeit erschüttern zu können, gab den Befehl, aufgrund eines einzigen Urteils alle hinzurichten und ließ zur Vollstreckung von allen Seiten zahlreiche Truppen heranziehen. So wurden alle mit dem Schwert enthauptet ohne dass sie sich widersetzten. Sie legten ihre Waffen freiwillig nieder und hielten den Nacken ihren Henkern hin.


(Aus einem Bericht über das Martyrium des hl. Mauritius und seiner Gefährten, Eucherius von Lyon, Lesehore)


Herr, unser Gott, du hast dem heiligen Märtyrer Mauritius
und seinen Gefährten die Kraft gegeben,
dem Glauben an Christus treu zu bleiben.
Gib auch uns dem Mut, dir mehr zu gehorchen als den Menschen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
(Tagesgebet)

Samstag, 19. September 2015

Januarius von Neapel

Statue des hl. Januarius bei der Kathedrale von Neapel, Duomo di Santa Maria Asunta oder Duomo di San Gennaro

Januarius, Märtyrer. Januarius war nach einer eher legendarischen Leidensgeschichte aus dem 7. Jahrhundert um 300 Bischof von Benevent; Januarius wurde demnach in der Verfolgung Diokletians am 19. September 305 zu Puteoli enthauptet. Dabei wurde sein Blut in einer Ampulle aufgefangen. Seine Gebeine befinden sich in der Kathedrale von Neapel.
Das Wunder der Verflüssigung des kristallisierten Blutes, das sich jährlich an Fest- und
Übertragungstagen ereignet, ist seit 1389 bezeugt; eine natürliche Erklärung wurde bisher nicht gefunden. Januarius wird dargestellt in bischöflichen Gewändern mit einem Blutfläschchen in der Hand.
(Martyrologium Sancrucense)


Die Statue des hl. Januarius schaut in Richtung Vesuv. Das Denkmal erinnert an den schweren Vesuvausbruch im Dezember 1631, wo die heranwälzende Lava vor der Statue zum Stillstand kam. Die Hitze verbrannte Finger und Handinnenfläche der Statue, so der deutschsprechende Führer.




Im rechten Seitenschiff des 1294-1323 errichteten Doms befindet sich die prachtvoll ausgestattete Capella di San Gennaro aus dem 17. Jahrhundert. In der links vor dem Hauptaltar aufgestellten Silberbüste befindet sich der Schädel des hl. Januarius. Im Tabernakel sind die Glasgefäße mit dem Blut des Märtyrers aufbewahrt, das sich erstmals bei der Überführung des Leichnams nach Neapel zur Zeit Kaiser Konstantins verflüssigt hat. Für die Öffnung des Tabernakels braucht es mehrere Schlüssel, die vom Bischof, vom Bürgermeister bzw. von anderen angesehenen Personen aufbewahrt werden.

Bericht eines Priesters, der beim Blutwunder dabei war


Die andere Kapelle heißt »der Schatz« (Capella di tesoro), weil dort das Haupt und das Blut des hl. Januarius mit vielen anderen Reliquien aufbewahrt wird. Diese wurde anstatt der alten Schatzkapelle von der Stadt Neapel ex voto wegen einer durch die Fürbitte des Heiligen im J. 1526 erlangten Befreiung von der Pest im J. 1608 zu bauen angefangen und im J. 1647 vollendet. Auch dort steht an der Wand ein Altar, in welchem oben in der Absis eine Art von Tabernakel mit zwei aus Werkstücken von Marmor in die Mauer gebauten Schreinen (armarium) sich befindet, von denen jeder durch zwei in- und auswendig mit Silberblech beschlagene Thüren verschlossen ist. Jede Thüre hat zwei Schlösser und zwei verschiedene Schlüssel, von welchen zwei der Erzbischof und zwei der Magistrat von Neapel oder vielmehr abwechselnd Einer von der aus zwölf angesehenen Männern bestehenden »Deputation des Schatzes« bewahrt. Der eine dieser Schreine enthält das in einer kostbaren Büste eingeschlossene Haupt, und der andere das in einer Art von Monstranz oben eingefügte gläserne Gehäuse, in dem die zwei oben versiegelten gläsernen Fläschchen *** mit dem eingetrockneten, verdichteten (concretus) Blute des hl. Januarius sich befinden, welches, von einer frommen Frau bei seiner Enthauptung frisch aufgefaßt, stets mit seinen Reliquien verehrt wurde, und das bekanntlich, wenn man es in die Nähe seines heil. Hauptes oder auch anderer seiner Reliquien bringt und denselben gegenüberstellt, wunderbarer Weise aufwallt und flüssig wird. Dieses geschieht auf folgende Weise: An gewissen, auf den hl. Januarius und seine Translationen bezüglichen, Festtagen des Jahres - namentlich am Samstage vor dem ersten Sonntage im Monate Mai und die folgenden 8 Tage, sowie am 19. September und die folgenden 7 Tage, dann am 16. December, an welchem in der Domkirche sein Schutzfest (Patrocinium) wegen der im J. 1631 bei dem oben bezeichneten Ausbruche des Vesuv erlangten Hilfe gefeiert wird, sowie ausnahmsweise auch noch an anderen Tagen - wird sein heil. Haupt, welches man übrigens allein öfter im Jahre aussetzt, in Gegenwart von vielen Zeugen aus dem Schreine herausgenommen und in Procession durch einige der nächsten Straßen entweder in eine andere Kirche oder auf den Hochaltar der Domkirche getragen oder auf dem Altare der Schatzkapelle selbst auf die Evangelienseite gestellt. Später wird auch die Monstranz mit dem heil. Blute dahin gebracht und auf die Epistelseite hingesetzt. Dann nimmt ein Priester das mit den goldenen Verzierungen etwas mehr als 12 Zoll hohe, die beiden Fläschchen einschließende gläserne Gehäuse aus der Monstranz, hält es beim Stiele und zeigt es den Umstehenden, wobei ein anderer Priester ihm mit einem kleinen Kerzenlichte leuchtet, so daß Jedermann von dem festen, dichten Zustande des in den Glasfläschchen befindlichen Blutes sich überzeugen kann. Nach längerer oder kürzerer Zeit (manchmal auf der Stelle, manchmal nach 2, manchmal erst nach 40 Minuten) entstehen nun kleine Bläschen, und das bisher ganz feste Blut gerinnt und wallt auf und wird flüssig wie gewöhnliches frisches Blut und erfüllt meistens auch noch den bisher leeren Raum des Fläschchens, oder vielmehr, wie die Bollandisten (S. 845. nr. 377) ausdrücklich bemerken, der beiden Fläschchen, bei welchen gleichzeitig die nämlichen, übrigens zu verschiedenen Zeiten sehr verschiedenen, Erscheinungen vorkommen.
Die andere Kapelle heißt »der Schatz« (Capella di tesoro), weil dort das Haupt und das Blut des hl. Januarius mit vielen anderen Reliquien aufbewahrt wird. Diese wurde anstatt der alten Schatzkapelle von der Stadt Neapel ex voto wegen einer durch die Fürbitte des Heiligen im J. 1526 erlangten Befreiung von der Pest im J. 1608 zu bauen angefangen und im J. 1647 vollendet. Auch dort steht an der Wand ein Altar, in welchem oben in der Absis eine Art von Tabernakel mit zwei aus Werkstücken von Marmor in die Mauer gebauten Schreinen (armarium) sich befindet, von denen jeder durch zwei in- und auswendig mit Silberblech beschlagene Thüren verschlossen ist. Jede Thüre hat zwei Schlösser und zwei verschiedene Schlüssel, von welchen zwei der Erzbischof und zwei der Magistrat von Neapel oder vielmehr abwechselnd Einer von der aus zwölf angesehenen Männern bestehenden »Deputation des Schatzes« bewahrt. Der eine dieser Schreine enthält das in einer kostbaren Büste eingeschlossene Haupt, und der andere das in einer Art von Monstranz oben eingefügte gläserne Gehäuse, in dem die zwei oben versiegelten gläsernen Fläschchen *** mit dem eingetrockneten, verdichteten (concretus) Blute des hl. Januarius sich befinden, welches, von einer frommen Frau bei seiner Enthauptung frisch aufgefaßt, stets mit seinen Reliquien verehrt wurde, und das bekanntlich, wenn man es in die Nähe seines heil. Hauptes oder auch anderer seiner Reliquien bringt und denselben gegenüberstellt, wunderbarer Weise aufwallt und flüssig wird. Dieses geschieht auf folgende Weise: An gewissen, auf den hl. Januarius und seine Translationen bezüglichen, Festtagen des Jahres - namentlich am Samstage vor dem ersten Sonntage im Monate Mai und die folgenden 8 Tage, sowie am 19. September und die folgenden 7 Tage, dann am 16. December, an welchem in der Domkirche sein Schutzfest (Patrocinium) wegen der im J. 1631 bei dem oben bezeichneten Ausbruche des Vesuv erlangten Hilfe gefeiert wird, sowie ausnahmsweise auch noch an anderen Tagen - wird sein heil. Haupt, welches man übrigens allein öfter im Jahre aussetzt, in Gegenwart von vielen Zeugen aus dem Schreine herausgenommen und in Procession durch einige der nächsten Straßen entweder in eine andere Kirche oder auf den Hochaltar der Domkirche getragen oder auf dem Altare der Schatzkapelle selbst auf die Evangelienseite gestellt. Später wird auch die Monstranz mit dem heil. Blute dahin gebracht und auf die Epistelseite hingesetzt. Dann nimmt ein Priester das mit den goldenen Verzierungen etwas mehr als 12 Zoll hohe, die beiden Fläschchen einschließende gläserne Gehäuse aus der Monstranz, hält es beim Stiele und zeigt es den Umstehenden, wobei ein anderer Priester ihm mit einem kleinen Kerzenlichte leuchtet, so daß Jedermann von dem festen, dichten Zustande des in den Glasfläschchen befindlichen Blutes sich überzeugen kann. Nach längerer oder kürzerer Zeit (manchmal auf der Stelle, manchmal nach 2, manchmal erst nach 40 Minuten) entstehen nun kleine Bläschen, und das bisher ganz feste Blut gerinnt und wallt auf und wird flüssig wie gewöhnliches frisches Blut
Die andere Kapelle heißt »der Schatz« (Capella di tesoro), weil dort das Haupt und das Blut des hl. Januarius mit vielen anderen Reliquien aufbewahrt wird. Diese wurde anstatt der alten Schatzkapelle von der Stadt Neapel ex voto wegen einer durch die Fürbitte des Heiligen im J. 1526 erlangten Befreiung von der Pest im J. 1608 zu bauen angefangen und im J. 1647 vollendet. Auch dort steht an der Wand ein Altar, in welchem oben in der Absis eine Art von Tabernakel mit zwei aus Werkstücken von Marmor in die Mauer gebauten Schreinen (armarium) sich befindet, von denen jeder durch zwei in- und auswendig mit Silberblech beschlagene Thüren verschlossen ist. Jede Thüre hat zwei Schlösser und zwei verschiedene Schlüssel, von welchen zwei der Erzbischof und zwei der Magistrat von Neapel oder vielmehr abwechselnd Einer von der aus zwölf angesehenen Männern bestehenden »Deputation des Schatzes« bewahrt. Der eine dieser Schreine enthält das in einer kostbaren Büste eingeschlossene Haupt, und der andere das in einer Art von Monstranz oben eingefügte gläserne Gehäuse, in dem die zwei oben versiegelten gläsernen Fläschchen *** mit dem eingetrockneten, verdichteten (concretus) Blute des hl. Januarius sich befinden, welches, von einer frommen Frau bei seiner Enthauptung frisch aufgefaßt, stets mit seinen Reliquien verehrt wurde, und das bekanntlich, wenn man es in die Nähe seines heil. Hauptes oder auch anderer seiner Reliquien bringt und denselben gegenüberstellt, wunderbarer Weise aufwallt und flüssig wird. Dieses geschieht auf folgende Weise: An gewissen, auf den hl. Januarius und seine Translationen bezüglichen, Festtagen des Jahres - namentlich am Samstage vor dem ersten Sonntage im Monate Mai und die folgenden 8 Tage, sowie am 19. September und die folgenden 7 Tage, dann am 16. December, an welchem in der Domkirche sein Schutzfest (Patrocinium) wegen der im J. 1631 bei dem oben bezeichneten Ausbruche des Vesuv erlangten Hilfe gefeiert wird, sowie ausnahmsweise auch noch an anderen Tagen - wird sein heil. Haupt, welches man übrigens allein öfter im Jahre aussetzt, in Gegenwart von vielen Zeugen aus dem Schreine herausgenommen und in Procession durch einige der nächsten Straßen entweder in eine andere Kirche oder auf den Hochaltar der Domkirche getragen oder auf dem Altare der Schatzkapelle selbst auf die Evangelienseite gestellt. Später wird auch die Monstranz mit dem heil. Blute dahin gebracht und auf die Epistelseite hingesetzt. Dann nimmt ein Priester das mit den goldenen Verzierungen etwas mehr als 12 Zoll hohe, die beiden Fläschchen einschließende gläserne Gehäuse aus der Monstranz, hält es beim Stiele und zeigt es den Umstehenden, wobei ein anderer Priester ihm mit einem kleinen Kerzenlichte leuchtet, so daß Jedermann von dem festen, dichten Zustande des in den Glasfläschchen befindlichen Blutes sich überzeugen kann. Nach längerer oder kürzerer Zeit (manchmal auf der Stelle, manchmal nach 2, manchmal erst nach 40 Minuten) entstehen nun kleine Bläschen, und das bisher ganz feste Blut gerinnt und wallt auf und wird flüssig wie gewöhnliches frisches Blut
Die andere Kapelle heißt »der Schatz« (Capella di tesoro), weil dort das Haupt und das Blut des hl. Januarius mit vielen anderen Reliquien aufbewahrt wird. Diese wurde anstatt der alten Schatzkapelle von der Stadt Neapel ex voto wegen einer durch die Fürbitte des Heiligen im J. 1526 erlangten Befreiung von der Pest im J. 1608 zu bauen angefangen und im J. 1647 vollendet. Auch dort steht an der Wand ein Altar, in welchem oben in der Absis eine Art von Tabernakel mit zwei aus Werkstücken von Marmor in die Mauer gebauten Schreinen (armarium) sich befindet, von denen jeder durch zwei in- und auswendig mit Silberblech beschlagene Thüren verschlossen ist. Jede Thüre hat zwei Schlösser und zwei verschiedene Schlüssel, von welchen zwei der Erzbischof und zwei der Magistrat von Neapel oder vielmehr abwechselnd Einer von der aus zwölf angesehenen Männern bestehenden »Deputation des Schatzes« bewahrt. Der eine dieser Schreine enthält das in einer kostbaren Büste eingeschlossene Haupt, und der andere das in einer Art von Monstranz oben eingefügte gläserne Gehäuse, in dem die zwei oben versiegelten gläsernen Fläschchen *** mit dem eingetrockneten, verdichteten (concretus) Blute des hl. Januarius sich befinden, welches, von einer frommen Frau bei seiner Enthauptung frisch aufgefaßt, stets mit seinen Reliquien verehrt wurde, und das bekanntlich, wenn man es in die Nähe seines heil. Hauptes oder auch anderer seiner Reliquien bringt und denselben gegenüberstellt, wunderbarer Weise aufwallt und flüssig wird. Dieses geschieht auf folgende Weise: An gewissen, auf den hl. Januarius und seine Translationen bezüglichen, Festtagen des Jahres - namentlich am Samstage vor dem ersten Sonntage im Monate Mai und die folgenden 8 Tage, sowie am 19. September und die folgenden 7 Tage, dann am 16. December, an welchem in der Domkirche sein Schutzfest (Patrocinium) wegen der im J. 1631 bei dem oben bezeichneten Ausbruche des Vesuv erlangten Hilfe gefeiert wird, sowie ausnahmsweise auch noch an anderen Tagen - wird sein heil. Haupt, welches man übrigens allein öfter im Jahre aussetzt, in Gegenwart von vielen Zeugen aus dem Schreine herausgenommen und in Procession durch einige der nächsten Straßen entweder in eine andere Kirche oder auf den Hochaltar der Domkirche getragen oder auf dem Altare der Schatzkapelle selbst auf die Evangelienseite gestellt. Später wird auch die Monstranz mit dem heil. Blute dahin gebracht und auf die Epistelseite hingesetzt.






"Die andere Kapelle heißt »der Schatz« (Capella di tesoro), weil dort das Haupt und das Blut des hl. Januarius mit vielen anderen Reliquien aufbewahrt wird. Diese wurde anstatt der alten Schatzkapelle von der Stadt Neapel ex voto wegen einer durch die Fürbitte des Heiligen im J. 1526 erlangten Befreiung von der Pest im J. 1608 zu bauen angefangen und im J. 1647 vollendet.
Auch dort steht an der Wand ein Altar, in welchem oben in der Absis eine Art von Tabernakel mit zwei aus Werkstücken von Marmor in die Mauer gebauten Schreinen (armarium) sich befindet, von denen jeder durch zwei in- und auswendig mit Silberblech beschlagene Thüren verschlossen ist. Jede Thüre hat zwei Schlösser und zwei verschiedene Schlüssel, von welchen zwei der Erzbischof und zwei der Magistrat von Neapel oder vielmehr abwechselnd Einer von der aus zwölf angesehenen Männern bestehenden »Deputation des Schatzes« bewahrt. Der eine dieser Schreine enthält das in einer kostbaren Büste eingeschlossene Haupt, und der andere das in einer Art von Monstranz oben eingefügte gläserne Gehäuse, in dem die zwei oben versiegelten gläsernen Fläschchen mit dem eingetrockneten, verdichteten (concretus) Blute des hl. Januarius sich befinden, welches, von einer frommen Frau bei seiner Enthauptung frisch aufgefaßt, stets mit seinen Reliquien verehrt wurde, und das bekanntlich, wenn man es in die Nähe seines heil. Hauptes oder auch anderer seiner Reliquien bringt und denselben gegenüberstellt, wunderbarer Weise aufwallt und flüssig wird.

Dieses geschieht auf folgende Weise: An gewissen, auf den hl. Januarius und seine Translationen bezüglichen, Festtagen des Jahres - namentlich am Samstage vor dem ersten Sonntage im Monate Mai und die folgenden 8 Tage, sowie am 19. September und die folgenden 7 Tage, dann am 16. December, an welchem in der Domkirche sein Schutzfest (Patrocinium) wegen der im J. 1631 bei dem oben bezeichneten Ausbruche des Vesuv erlangten Hilfe gefeiert wird, sowie ausnahmsweise auch noch an anderen Tagen - wird sein heil. Haupt, welches man übrigens allein öfter im Jahre aussetzt, in Gegenwart von vielen Zeugen aus dem Schreine herausgenommen und in Procession durch einige der nächsten Straßen entweder in eine andere Kirche oder auf den Hochaltar der Domkirche getragen oder auf dem Altare der Schatzkapelle selbst auf die Evangelienseite gestellt. Später wird auch die Monstranz mit dem heil. Blute dahin gebracht und auf die Epistelseite hingesetzt. Dann nimmt ein Priester das mit den goldenen Verzierungen etwas mehr als 12 Zoll hohe, die beiden Fläschchen einschließende gläserne Gehäuse aus der Monstranz, hält es beim Stiele und zeigt es den Umstehenden, wobei ein anderer Priester ihm mit einem kleinen Kerzenlichte leuchtet, so daß Jedermann von dem festen, dichten Zustande des in den Glasfläschchen befindlichen Blutes sich überzeugen kann. Nach längerer oder kürzerer Zeit (manchmal auf der Stelle, manchmal nach 2, manchmal erst nach 40 Minuten) entstehen nun kleine Bläschen, und das bisher ganz feste Blut gerinnt und wallt auf und wird flüssig wie gewöhnliches frisches Blut und erfüllt meistens auch noch den bisher leeren Raum des Fläschchens, oder vielmehr, wie die Bollandisten (S. 845. nr. 377) ausdrücklich bemerken, der beiden Fläschchen, bei welchen gleichzeitig die nämlichen, übrigens zu verschiedenen Zeiten sehr verschiedenen, Erscheinungen vorkommen. (aus: Stadlers vollständiges Heiligenlexikon)




Silberbüste mit dem Haupt des hl. Januarius


Hauptaltar mit dem Blutphiolen im Tabernakel

Ewiger Gott,
du lässt uns heute den Gedenktag
des heiligen Bischofs und Blutzeugen Januarius begehen.
Gib uns den festen Glauben dieses Märtyrers
und führe auch uns zur ewigen Freude.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Donnerstag, 17. September 2015

Maria, o lebensspendende Mittlerin


Hildegard-Gedächtniskirche auf dem Rupertsberg in Bingerbrück, errichtet von 1890-1892

Hildegard von Bingen, Mystikerin. Hildegard wurde um 1098 wahrscheinlich in Bermersheim
geboren, sie wurde von der hl. Jutta auf dem Disibodenberg erzogen und nach deren Tod 1136 Leiterin der dortigen Frauengemeinschaft. Zwischen 1147 und 1150 gründete Hildegard ein Kloster auf dem Rupertsberg bei Bingen, 1165 ein weiteres in Eibingen bei Rüdesheim.

Von Kindheit an hatte Hildegard Visionen. Ihre dauernde Kränklichkeit hielt sie nicht ab, große Reisen nach Köln, Trier und Süddeutschland zu unternehmen und dort Bußpredigten zu halten. Sie scheute sich nicht, sich durch einen umfangreichen Briefwechsel als Ratgeberin von Päpsten, Fürsten und Bischöfen zu betätigen. Ihre Briefe an den hl. Bernhard sind erhalten. In ihrem Buch „Sci vias“ („Wisse die Wege“) beschreibt sie den mystischen Aufstieg der Seele zu Gott durch Beschauung und Leiden. Hildegard besaß für ihre Zeit erstaunliche Kenntnisse in Medizin und Naturwissenschaft, deren Wiederentdeckung nicht unwesentlich zu ihrer Popularität Ende des 20. Jahrhunderts beitrugen.

Hildegard von Bingen starb im hohen Alter von über 80 Jahren am 17. September 1179 auf dem
Rupertsberg. Ihre Reliquien befinden sich in der Pfarrkirche zu Eibingen. Hildegard wird
als Äbtissin vor einem Pult mit Buch und Schreibfeder dargestellt.
(Martyrologium Sancrucense)



Eine wertvolle gotische Hildegardstatue aus Tonplastik dürfte noch aus dem Klosterinventar stammen. Sie hat den Kriegsbrand von 1632 nahezu unbeschadet überstanden und wurde restauriert. Hildegard-Gedächtniskirche

1136 wurde Hildegard von Bingen Äbtissin auf dem Disibodenberg. Wegen des großen Zuspruchs junger Frauen dem Kloster beizutreten, entschloss sie sich im Jahre 1147 den Disibodenberg zu verlassen und siedelte mit den anderen Ordensfrauen auf dem Rupertsberg bei Bingen. Sie fanden dort nur Ruinen vor und litten die ersten Jahre große Not. Hildegard selbst legte den Grundstein und leitete den Innenausbau der neuen Kirche, die 1152 durch Erzbischof Heinrich I. von Mainz geweiht wurde.
Die Rupertsberger Klostergemeinschaft vergrößerte sich stetig. Auf der anderen Rheinseite wurde das gebrandschatzte Augustinerkloster von Eibingen erworben und wieder aufgebaut.
(aus dem Kirchenführer)

Die Pieta aus dem 17. Jahrhundert stammt aus Dorweiler und stand in Bingerbrück
auf dem Marienaltar, der 1944 zerstört wurde. Hildegard-Gedächtniskirche.

O herrliche Mutter heiliger Heilkunst,
du hast durch deinen heiligen Sohn
Öl gegossen in herbe Wunden des Todes,
die Eva zur Qual der Seelen verursacht.

Vernichtet hast du den Tod
und das Leben erbaut;
bitte für uns bei deinem Sohn,
du Stern des Meeres, Maria!

O lebensspendende Mittlerin,
festlicher Schmuck
und köstlichste aller Freuden,
die niemals ans Ende kommen in dir!

Bitte für uns, Maria!

(W. Storch, Gebete der hl. Hildegard, 75)

Dienstag, 15. September 2015

Sag an, Maria, Jungfrau rein, halleluja

Kommt das nicht von dem Sohne dein? Halleluja.
Ach ja, dein Sohn erstanden ist. Halleluja.
Kein Wunder, daß du fröhlich bist. Halleluja.


Schmerzen Mariä

Den Heiland der Welt,
mit dem seine Mutter im Leiden vereint war -
kommt wir beten ihn an!
(Invitatorium)

Pieta von Michelangelo im Petersdom, um 1500