Samstag, 25. März 2023

Das Ja Mariens ist der Abglanz von jenem Ja, das Christus gesprochen hat

 

Als die Jungfrau zur Verheißung des Engels ihr Ja sagte, wurde Jesus empfangen, und mit ihm begann die neue Ära der Geschichte, die dann am Osterfest als „neuer und ewiger Bund“ bestätigt werden sollte. In Wirklichkeit ist dieses Ja Mariens der vollkommene Abglanz von jenem Ja, das Christus selbst gesprochen hat, als er in die Welt eintrat, wie im Brief an die Hebräer in Form einer Interpretation des Psalm 40 geschrieben steht: „Da sagte ich: Ja, ich komme – so steht es über mich in der Schriftrolle –, um deinen Willen, Gott, zu tun“ (Hebr 10,7).

Der Gehorsam des Sohnes spiegelt sich im Gehorsam der Mutter wieder, und so konnte Gott durch die Begegnung dieser beiden Ja das Antlitz eines Menschen annehmen. Das ist der Grund, weshalb die Verkündigung auch ein christologisches Fest ist, da sie ein zentrales Geheimnis Christi feiert: seine Menschwerdung.

„Siehe, ich bin die Magd des Herrn, mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ Die Antwort, die Maria dem Engel gegeben hat, lebt in der Kirche fort, die dazu berufen ist, Christus in der Geschichte gegenwärtig zu machen, indem sie ihre Verfügbarkeit anbietet, damit Gott weiterhin die Menschheit mit seiner Barmherzigkeit besuchen kann. Das Ja Jesu und Mariens erneuert sich so im Ja der Heiligen, vor allem im Ja der Märtyrer, die um des Evangeliums willen getötet werden. (B16, 25.3.2007)

 

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft

Maria am Gestade, Wien

 Verkündigung des Herrn
1 Glasfenster in Southwark Cathedral, London
2 Glasfenster der Ankündigung der Jungfrauengeburt durch Jesaja, Etheldreda´s Church, London
3 Tympanon der Marienkapelle, Würzburg, Ewiges Wort verwendet Sprachrohr als Rutsche
4 Glasfenster in Koekelberg, Brüssel
5 Verkündigungsaltar S. Ignazio, Rom
6 Verkündigungsrelief, S. Maria del Carmine, Brescia
7 Glasfenster S. Maria Maggiore, Triest
8 Glasfenster Ely Cathedral 
9 Mosaik, 6. Jh., Euphrasius Basilika, Porec
10 Glasfenster in ULF v. Chartres
11 Glasfenster in St. Ottilien
12 Glasfenster im Liebfrauendom, München
13 Musee d´arts, Brüssel
14 Fresko, S. Maria sopra Minerva, Rom
15 Glasfenster in der Franziskanerkirche in Pressburg
16 Dom von Orvieto
17 Maria am Gestade, Wien
18 Fresko, S. Maria in Trastevere, Rom
19 Glasfenster in All Saints, Cambridge
20 Kathedrale von Sevilla
21 Mosaik und Fresko im orthodoxen Nazareth
22 Kunsthistorisches Museum, auf Stein
23 neugotisches Altarretabel in der Kathedrale von Zagreb
24 Tympanon des Ericsdoms in Uppsala
25 Glasfenster in Saint Germain, Paris
26 Mosaik im Johannes Paul II. Heiligtum in Krakau
27 Relief im heiligen Haus im Loreto, Italien
28 Relief des Eingangstors, S. Maria Maggiore, Rom 
29 Fresko, griech. orthodoxe Dreifaltigkeitskirche, Wien
30 Verkündigungsmonstranz im Klemensmuseum, Maria am Gestade, Wien
31 Fresko in Silvesterkapelle in Santi Quattro Coronati, Rom
32 rumänisch-orthodoxe Kirche Knittelfeld, Österreich
33 Fresko in S. Zeno Maggiore, Steinrelief am Portal, Verona
34 Mosaik beim Portal v. Maria am Gestade, Wien
35 Glasfenster im Kölner Dom 
36 Fresko in der Kathedrale von Burgos
27 Taufstein von Johannes Paul II. in Wadowice, Polen
38 im Museum der Kathedrale von Burgos
39 Fresko in S. Maria infra Portas, Foligno

40 Verkündigungsszene auf dem Tabernakel in Pamhagen, Burgenland
41 Verkündigung auf dem Verduner Altar, Klosterneuburg
42 Tabernakel von Egino Weinert, St. Foillan, Aachen
43 Heilig Geist Kirche in Veresegyhaz, Ungarn
44 Verkündigungsfenster in Pfarrkirche Ybbs, Niederösterreich
45 in Loreto, Malerei

46 in Colmar, Altar im Museum Unterlinden 1

47 in Colmar, Museum Unterlinden 2

48 Fresko in der Wiener Dominikanerkirche

Montag, 20. März 2023

Patron der ganzen Kirche

 

Altar der hl. Familie, Pottenstein

Papst Pius IX. erklärte den heiligen Josef zum Patron der ganzen Kirche.

Papst Leo XIII. nannte die Gründe dafür: „Josef war Hüter, Haupt und Verteidiger der göttlichen Familie. Es ist daher für den heiligen Josef angebracht und seiner höchst würdig, daß er, so wie einst die Familie von Nazaret ..., jetzt die Kirche Christi mit seinem himmlischen Beistand beschützt und verteidigt.“


Sonntag, 19. März 2023

Gekommen: damit die nicht Sehenden sehen und die Sehenden blind werden

Gloucester Cathedral

Evangelium Joh 9, 1–41

Der Blinde ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit
1 sah Jesus unterwegs einen Mann,
der seit seiner Geburt blind war.
2Da fragten ihn seine Jünger:
Rabbi, wer hat gesündigt?
Er selbst
oder seine Eltern,
sodass er blind geboren wurde?
3Jesus antwortete:
Weder er noch seine Eltern haben gesündigt,
sondern die Werke Gottes sollen an ihm offenbar werden.
4Wir müssen, solange es Tag ist,
die Werke dessen vollbringen, der mich gesandt hat;
es kommt die Nacht, in der niemand mehr wirken kann.
5Solange ich in der Welt bin,
bin ich das Licht der Welt.
6Als er dies gesagt hatte, spuckte er auf die Erde;
dann machte er mit dem Speichel einen Teig,
strich ihn dem Blinden auf die Augen
7und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schilóach!
Das heißt übersetzt: der Gesandte.
Der Mann ging fort und wusch sich.
Und als er zurückkam,
konnte er sehen.
8Die Nachbarn
und jene, die ihn früher als Bettler gesehen hatten,
sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?
9Einige sagten: Er ist es.
Andere sagten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich.
Er selbst aber sagte:
Ich bin es.
10Da fragten sie ihn:
Wie sind deine Augen geöffnet worden?
11Er antwortete: Der Mann, der Jesus heißt, machte einen Teig,
bestrich damit meine Augen
und sagte zu mir: Geh zum Schilóach und wasch dich!
Ich ging hin,
wusch mich und konnte sehen.
12Sie fragten ihn: Wo ist er?
Er sagte: Ich weiß es nicht.
13Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war,
zu den Pharisäern.
14Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht
und ihm die Augen geöffnet hatte.
15Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei.
Er antwortete ihnen:
Er legte mir einen Teig auf die Augen
und ich wusch mich
und jetzt sehe ich.
16Einige der Pharisäer sagten:
Dieser Mensch ist nicht von Gott,
weil er den Sabbat nicht hält.
Andere aber sagten:
Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun?
So entstand eine Spaltung unter ihnen.
17Da fragten sie den Blinden noch einmal:
Was sagst du selbst über ihn?
Er hat doch deine Augen geöffnet.
Der Mann sagte:
Er ist ein Prophet.
18Die Juden aber wollten nicht glauben,
dass er blind gewesen und sehend geworden war.
Daher riefen sie die Eltern des von der Blindheit Geheilten
19und fragten sie: Ist das euer Sohn,
von dem ihr sagt, dass er blind geboren wurde?
Wie kommt es, dass er jetzt sieht?
20Seine Eltern antworteten:
Wir wissen, dass er unser Sohn ist
und dass er blind geboren wurde.
21Wie es kommt, dass er jetzt sieht,
das wissen wir nicht.
Und wer seine Augen geöffnet hat,
das wissen wir auch nicht.
Fragt doch ihn selbst,
er ist alt genug und kann selbst für sich sprechen!
22Das sagten seine Eltern,
weil sie sich vor den Juden fürchteten;
denn die Juden hatten schon beschlossen,
jeden, der ihn als den Christus bekenne,
aus der Synagoge auszustoßen.
23Deswegen sagten seine Eltern: Er ist alt genug,
fragt ihn selbst!
24Da riefen die Pharisäer den Mann, der blind gewesen war,
zum zweiten Mal
und sagten zu ihm: Gib Gott die Ehre!
Wir wissen, dass dieser Mensch ein Sünder ist.
25Er antwortete: Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht.
Nur das eine weiß ich,
dass ich blind war und jetzt sehe.
26Sie fragten ihn: Was hat er mit dir gemacht?
Wie hat er deine Augen geöffnet?
27Er antwortete ihnen: Ich habe es euch bereits gesagt,
aber ihr habt nicht gehört.
Warum wollt ihr es noch einmal hören?
Wollt etwa auch ihr seine Jünger werden?
28Da beschimpften sie ihn:
Du bist ein Jünger dieses Menschen;
wir aber sind Jünger des Mose.
29Wir wissen, dass zu Mose Gott gesprochen hat;
aber von dem da wissen wir nicht, woher er kommt.
30Der Mensch antwortete ihnen:
Darin liegt ja das Erstaunliche,
dass ihr nicht wisst, woher er kommt;
dabei hat er doch meine Augen geöffnet.
31Wir wissen, dass Gott Sünder nicht erhört;
wer aber Gott fürchtet und seinen Willen tut,
den erhört er.
32Noch nie hat man gehört,
dass jemand die Augen eines Blindgeborenen geöffnet hat.
33Wenn dieser nicht von Gott wäre,
dann hätte er gewiss nichts ausrichten können.
34Sie entgegneten ihm:
Du bist ganz und gar in Sünden geboren
und du willst uns belehren?
Und sie stießen ihn hinaus.
35Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten,
und als er ihn traf,
sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
36Da antwortete jener und sagte: Wer ist das, Herr,
damit ich an ihn glaube?
37Jesus sagte zu ihm: Du hast ihn bereits gesehen;
er, der mit dir redet, ist es.
38Er aber sagte: Ich glaube, Herr!
Und er warf sich vor ihm nieder.
39Da sprach Jesus:
Um zu richten, bin ich in diese Welt gekommen:
damit die nicht Sehenden sehen und die Sehenden blind werden.
40Einige Pharisäer, die bei ihm waren, hörten dies.
Und sie fragten ihn: Sind etwa auch wir blind?
41Jesus sagte zu ihnen:
Wenn ihr blind wärt, hättet ihr keine Sünde.
Jetzt aber sagt ihr: Wir sehen.
Darum bleibt eure Sünde.

(Evangelium vom 4. Fastensonntag)

Jesus heilt einen Blinden, Gloucester Cathedral

 

Freitag, 17. März 2023

Am Grab der hl. Gertrud von Nivelles

Stiftskirche St. Gertrud von Nivelles

Holzstatue des hl. Gertrud in der Stiftskirche

Gertrud von Nivelles in Nivelles

die hl. Gertrud wird vom hl. Patrick empfangen (das Sterben d. hl. Gertrud)

 Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Patrick.

Grab der hl. Gertrud, Heilige Gertrud, bitte für uns!

 

Herr, unser Gott,

du hast im Herzen der heiligen Gertrud

das Verlangen geweckt,

das Wort der Schrift zu verstehen

und deine Weisung zu erkennen.

Lehre auch uns,

aus der Kraft deines Wortes zu leben

und Werke der Liebe zu tun.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Mittwoch, 15. März 2023

Gebet des hl. Klemens Maria Hofbauer um die Erhaltung des Glaubens

 

Kreuz am Hochaltar von Maria am Gestade

Gebet des Hl. Klemens Maria Hofbauer um die Erhaltung des hl. Glaubens,
durch Papst Leo XIII. mit einem Ablass von 300 Tagen versehen.

 "O mein Erlöser, sollte denn jener schreckliche Augenblick gekommen sein, in welchem nur wenige Christen übrig bleiben, die vom Geiste des Glaubens belebt sind, - jener Augenblick, in dem dein Zorn, den wir herausgefordert, uns deines Schutzes berauben sollte= Haben also die Laster und das Sittenverderbnis deiner Kinder deine Gerechtigkeit nunmehr unwiderruflich zur Rache getrieben? -

O Stifter und Vollender unseres Glaubens, wir beschwören dich in der Bitterkeit unserer zerknirschten Herzen, gestatte doch nicht, dass das schöne Licht des Glaubens in uns erlösche. Gedenke deiner alten Erbarmungen und blicke mitleidsvoll auf deinen Weinberg, den deine Rechte gepflanzt hat, der mit dem Schweiße der Apostel befeuchtet, mit dem Blute von tausend und tausend Märtyrern und den Tränen so vieler großmütiger Büßer begossen und durch die Gebete so vieler Bekenner und unschuldiger Jungfrauen befruchtet ist.

Göttlicher Mittler, siehe hin auf jene eifrigen Seelen, die sich unablässig zu dir erheben und dich um Erhaltung des wahren Glaubens, dieses kostbarsten Schatzes, anflehen. Halte ein, o gerechtester Gott, das Urteil unserer Verwerfung, wende deinen Blick ab von unseren Sünden und hefte ihn vielmehr auf das anbetungswürdige Blut, welches, am Kreuze vergossen, uns das Heil erwarb und es noch täglich auf unseren Altären erbittet. Ach, erhalte uns im wahren römisch katholischen Glauben. Mögen immerhin Krankheiten uns betrüben, mögen Bedrängnisse uns aufreiben und Unglücksfälle uns niederbeugen: lasse uns nur unseren heiligen Glauben; denn im Besitze dieser kostbaren Gnade ertragen wir gerne jegliches Leiden, und nichts kann unsere Glückseligkeit stören. Hingegen des größten Schatzes, des Glaubens, beraubt, wäre unser Unglück namenlos und ohne Grenzen.

O Jesus, Stifter unseres Glaubens, bewahre uns rein, erhalte uns fest im Schifflein Petri, treu und gehorsam seinem Nachfolger, deinem Statthalter hienieden, damit die Einheit unserer heiligen Kirche erhalten, die Heiligkeit befördert, der Apostolische Stuhl frei und geschützt und die allgemeine Kirche zum Heile der Seelen mehr und mehr ausgebreitet werde.

O Jesus, Stifter unseres Glaubens, demütige und bekehre die Feinde deiner Kirche, verleihe allen christlichen Königen und Fürsten und dem ganzen gläubigen Volke Frieden und wahre Einigkeit; stärke und bewahre uns alle in deinem hl. Dienste, damit wir dir leben und in dir sterben. O Jesus, Stifter unseres Glaubens, ja, dir lebe ich, dir sterbe ich. Amen."

(Beringer, "Die Ablässe"; S. 306-307, Erster Band, Paderborn 1915)

 Kelch bei den Wiener Redemptoristen

Redemptoristenkirche in Amsterdam

Der Klemensaltar in der Wiener Marienkirche, Brief an den Wiener Nuntius (Lesehore)

Klemens-Denkmal vor der Wiener Marienkirche

Klemens als Beichtvater bei den Wiener Ursulinen

Die Ruhestätte des hl. Klemens Maria Hofbauer in Maria am Gestade

Das Grab des hl. Klemens im Weitwinkel 

Das Klemens-Museum in Maria am Gestade

Maria am Gestade

Tasswitz - am Geburtsort des hl. Klemens Maria Hofbauer

Das Leben des hl. Klemens Maria Hofbauer dargestellt auf den Fenstern der Geburtskirche in Tasswitz

 

Klemens Maria Hofbauer, Bild in der Sakristei von Maria am Gestade

Sonntag, 12. März 2023

In dir eine Quelle, deren Wasser ins ewige Leben fließt

 

die Frau am Jakobsbrunnen, Salisbury Cathedral

EvangeliumJoh 4, 5–42

Das Wasser, das ich gebe, wird zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit
5 kam Jesus zu einer Stadt in Samárien, die Sychar hieß
und nahe bei dem Grundstück lag,
das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte.
6Dort befand sich der Jakobsbrunnen.
Jesus war müde von der Reise
und setzte sich daher an den Brunnen;
es war um die sechste Stunde.
7Da kam eine Frau aus Samárien, um Wasser zu schöpfen.
Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken!
8Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen,
um etwas zum Essen zu kaufen.
9Die Samaríterin sagte zu ihm:
Wie kannst du als Jude
mich, eine Samaríterin, um etwas zu trinken bitten?
Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samarítern.
10Jesus antwortete ihr:
Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht
und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!,
dann hättest du ihn gebeten
und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.
11Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß
und der Brunnen ist tief;
woher hast du also das lebendige Wasser?
12Bist du etwa größer als unser Vater Jakob,
der uns den Brunnen gegeben
und selbst daraus getrunken hat,
wie seine Söhne und seine Herden?
13Jesus antwortete ihr:
Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen;
14wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde,
wird niemals mehr Durst haben;
vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe,
in ihm zu einer Quelle werden,
deren Wasser ins ewige Leben fließt.
15Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser,
damit ich keinen Durst mehr habe
und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen!
16Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann
und komm wieder her!
17Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann.
Jesus sagte zu ihr:
Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann.
18Denn fünf Männer hast du gehabt
und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann.
Damit hast du die Wahrheit gesagt.
19Die Frau sagte zu ihm:
Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
20Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet;
ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss.
21Jesus sprach zu ihr:
Glaube mir, Frau, die Stunde kommt,
zu der ihr weder auf diesem Berg
noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22Ihr betet an, was ihr nicht kennt,
wir beten an, was wir kennen;
denn das Heil kommt von den Juden.
23Aber die Stunde kommt und sie ist schon da,
zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden
im Geist und in der Wahrheit;
denn so will der Vater angebetet werden.
24Gott ist Geist
und alle, die ihn anbeten,
müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.
25Die Frau sagte zu ihm:
Ich weiß, dass der Messias kommt,
der Christus heißt.
Wenn er kommt,
wird er uns alles verkünden.
26Da sagte Jesus zu ihr:
Ich bin es, der mit dir spricht.
27Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen.
Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach,
doch keiner sagte: Was suchst du?
oder: Was redest du mit ihr?
28Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen,
kehrte zurück in die Stadt
und sagte zu den Leuten:
29Kommt her, seht, da ist ein Mensch,
der mir alles gesagt hat, was ich getan habe:
Ist er vielleicht der Christus?
30Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm.
31Währenddessen baten ihn seine Jünger: Rabbi, iss!
32Er aber sagte zu ihnen:
Ich habe eine Speise zu essen,
die ihr nicht kennt.
33Da sagten die Jünger zueinander:
Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht?34Jesus sprach zu ihnen:
Meine Speise ist es,
den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat,
und sein Werk zu vollenden.
35Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte?
Sieh, ich sage euch: Erhebt eure Augen
und seht, dass die Felder schon weiß sind zur Ernte!
36Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn
und sammelt Frucht für das ewige Leben,
sodass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen.
37Denn hier hat das Sprichwort recht:
Einer sät und ein anderer erntet.
38Ich habe euch gesandt
zu ernten, wofür ihr euch nicht abgemüht habt;
andere haben sich abgemüht
und euch ist ihre Mühe zugutegekommen.
39Aus jener Stadt kamen viele Samaríter zum Glauben an Jesus
auf das Wort der Frau hin,
die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.
40Als die Samaríter zu ihm kamen,
baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben;
und er blieb dort zwei Tage.
41Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn
aufgrund seiner eigenen Worte.
42Und zu der Frau sagten sie:
Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir,
denn wir haben selbst gehört
und wissen:
Er ist wirklich der Retter der Welt.

(Sonntagsevangelium, 3 Fastensonntag. A)

Kathedrale von Salisbury



Donnerstag, 9. März 2023

Altar der hl. Franziska von Rom in S. Francesca Romana

 

Francesca Romana mit dem Jesuskind und Maria

Aus der Lebensbeschreibung der heiligen Franziska Romana.


Gott hat sie nicht erwählt, für sich allein heilig zu werden

Beim frühen Begräbnis ihrer zärtlich geliebten Söhne bewies Franziska Standhaftigkeit. Stets fügte sie sich ruhig dem Willen Gottes und dankte ihm für alles, was geschah. Sie ließ nicht das geringste Zeichen von Abneigung gegen die merken, von denen sie wußte, daß sie unrecht von ihr und ihren Angelegenheiten dachten und sprachen. Vielmehr vergalt sie Böses mit Gutem und pflegte immer für sie zu beten.

Gott hatte sie nicht erwählt, für sich allein heilig zu werden, sondern damit sie die ihr von oben verliehenen Gaben zum geistlichen und leiblichen Heil der Mitmenschen nütze. In Rom gab es viele Krankheiten, überall Sterbende und von der Pest Befallene. Die Heilige achtete nicht auf die Ansteckungsgefahr und zögerte nicht, den Elenden und Hilfsbedürftigen herzliches Erbarmen zu schenken. Wenn sie solche fand, war es ihr ein leichtes, sie durch Mitleid zur Sühne zu bewegen. Dann half sie ihnen eifrig durch ihre Dienste und mahnte sie liebenswürdig, von Gott gerne jedes Ungemach anzunehmen und aus Liebe zu dem zu tragen, der als erster für uns so viel getragen habe. Franziska begnügte sich nicht mit der Heilung der Kranken, die sie bei sich zu Hause zusammengebracht hatte. Sie suchte sie in ihren Hütten und in den öffentlichen Krankenhäusern auf. Denen, die sie dort fand, gab sie im Durst zu trinken, machte ihnen die Betten und verband die Wunden.

Da es in einer solchen Zeit ansteckender Krankheiten schwer ist, für die Heilung des Leibes einen Arzt zu finden, ging sie auf die Suche nach ihnen. Priester führte sie zu denen, die schon zum Empfang des Bußsakramentes und der Eucharistie vorbereitet waren. Damit das leichter nach ihrem Willen geschehen konnte, unterhielt sie auf eigene Kosten einen Priester, der zu den genannten Krankenhäusern zu gehen und die von ihr bezeichneten Kranken zu besuchen hatte.

(Lesehore)


Engel mit Weihwasserbehälter von Bernini





 

Am 9. März gedenkt die Kirche der hl. Franziska von Rom, an ihrem Grab in Rom, in der Londoner Jesuitenkirche, in Santa Maria in Trastevere

und des hl. Dominikus Savio, an seinem Grab in Turin und an seinem Geburtsort, und das Altarbild in der Krypta von Castelnuovo

Mittwoch, 8. März 2023

Johannes von Gott

 


Johannes von Gott heilt/versorgt Kranke, darüber die hl. Familie

Johannes wurde 1495 in Portugal geboren. Als Achtjähriger lief er von zu Hause fort (oder wurde entführt) und führte in Spanien ein abenteuerliches Leben. Abwechselnd war er Schafhirt, Soldat gegen Franzosen und Türken, Handlanger in Afrika und Devotionalienhändler in Gibraltar und Granada. Eine Predigt des seligen Johannes von Avila erschütterte ihn so, dass er von da an (1539) sein Leben ganz in den Dienst der Armen und Kranken stellte. In der Krankenpflege und vor allem durch seine Art, die Geistesgestörten zu behandeln, war Johannes seiner Zeit weit voraus. Er gründete den Orden der Barmherzigen Brüder. Er starb 1550 in Granada und wurde 1690 heilig gesprochen.
erzabteibeuron

Barmherziger Gott, die Liebe zu dir hat den heiligen Johannes gedrängt,

an den Leiden der Kranken Anteil zu nehmen und ihnen zu helfen.

Dränge auch uns zu Werken der Barmherzigkeit

und lass uns zu denen gehören, die dein Reich besitzen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 
 
Spitalskapelle der Barmherzigen Brüder in Wien

Statue des Johannes von Gott vor dem Spital der Barmherzigen Brüder in Wien