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Dienstag, 26. Mai 2026

Im Oratorium des Philipp Neri in Chioggia Oratorio dei "Rossi"

 

Oratorium des hl. Philipp zur heiligsten Dreifaltigkeit, Chioggia

 
 
Die Liebe, die unsere selige Jungfrau Maria zu Gott hatte, war so groß, dass sie unendlich unter ihrem Wunsch nach Vereinigung mit Ihm litt.
Um sie zu trösten sandte ihr deshalb der Ewige Vater seinen einzigen, geliebten Sohn.


(Philipp Neri, in: eine Richtschnur für jeden Tag, die Maximen des hl. Philipp Neri, 1. Juni)

Kapelle des hl. Philipp Neri,
die Jungfrau mit den Heiligen Philipp Neri und Franz von Sales, G. Bevilacqua, 1794

in Chioggia, rechts das Oratorium zur heiligsten Dreifaltigkeit

Philipp Neri

Hochaltar in San Felipe Neri, Palma de Mallorca 

Am Grab des hl. Philipp 2 

Kelch, Brille und Büstenreliquiar in den Räumen bei der chiesa nova, über die heilige Messe 

Glasfenster in Our Lady and the English Martyrs Church, Cambridge (über die Demut)

Fresko, der Heilige empfängt den Heiligen Geist, Privaträume bei der Chiesa Nova, Rom

Beichtstuhl des Philipp Neri, Relief über dem Eingang zu seinen Privaträumen (über die Beichte)

Kapelle des hl. Philipp Neri in der Chiesa Nova, Brustreliquie, Totenmaske (seine Sorge für das Heil der Menschen) 

Beim Grab des P. Neri in der Chiesa Nova (Gott lieben)

Fresko, Zelebration, Ekstase und Schweben - starkes Argument für Zelebration ad orientem

Philipp über die tägliche Zelebration (Sakristei Pöllau, ohne Philipp ;-))

Donnerstag, 30. April 2026

Pius V., Dominikaner und Papst

Hochaltarbild in der Wiener Dominikanerkirche, Einsetzung des Rosenkranzfestes durch Pius V., Schlacht von Lepanto 

Hochaltarbild in der Dominikanerkirche in Waitzen, Vac, Pius V. und die Schlacht von Lepanto

Statue in der Dominikanerkirche in Dubrovnik (mit Meeressonnenuntergang)

Am Grab des hl. Pius V. in S. Maria Maggiore

Pius V. ( Basilika in Pompei)

Pius V in S. Maria Maggiore (Rom)

Pius V. in St Dominics Priory (London), Katharina von Cardonne und ihre Vision bezüglich Lepanto

Dominikanerkirche in Valletta, Pius V. und der Sieg über die Osmanen 


Papst
Namensdeutung: der Fromme (lat.)
Namenstage: Pius, Pio, weibl.: Pia
Gedenktag: 30. April

Lebensdaten: geboren am 17. Januar 1504 in Bosco bei Alessandria, gestorben am 1. Mai 1572 in Rom

Lebensgeschichte: Antonio Ghislieri stammte aus einem im Exil verarmten Bologneser Patriziergeschlecht und trat 14-jährig mit dem Namen Michele in den Dominikanerorden ein. Nach seinem Studium und der Priesterweihe 1528 lehrte er bis 1544 Philosophie an der Universität Pavia und stieg gleichzeitig über verschiedene Ämter zum Generalsuperior des Ordens für die Lombardei auf, worauf er in die Römische Inquisition berufen wurde. Von Kardinal Gian Pietro Carafa gefördert, führte Frater Michele in Oberitalien einige heikle Prozesse gegen Bischöfe durch, welche der Sympathie für die Reformation verdächtig waren. 1551 setzte ihn Papst Julius III. als Generalkommissar der Römischen Inquisition ein. Als sein Mentor Carafa 1555 als Paul IV. den Papststuhl eingenommen hatte, betraute dieser ihn mit dem Index der verbotenen Bücher, ernannte ihn zum Bischof und kreierte ihn zum Kardinal.

1566 ging er mit Unterstützung Karl Borromäus’ und Alessandro Farneses als Papst Pius V. aus dem Konklave heraus, legte aber sein Ordenshabit nicht ab – auf ihn soll das Weiß der Päpste zurückgehen –, sondern setzte seine Lebensgewohnheiten als Bettelmönch inmitten des Apostolischen Palasts fort. Er reformierte die kuriale Verwaltung, trieb Nepotismus und Vetternwirtschaft aus und führte die Beschlüsse des Trienter Konzils (1545–1563) durch, darunter die Residenzpflicht von Klerikern in ihren Sprengeln, die Schaffung von Priesterseminaren, die Veröffentlichungen des Römischen Katechismus, Breviers und Missales für die gesamte katholische Kirche. Diese liturgischen Bücher blieben 400 Jahre in Geltung. Durch die Erhebung Thomas von Aquins zum Kirchenlehrer und die Herausgabe seiner Werke – die Ausgabe heißt nach ihm die „Piana“ – machte er seinen Ordensbruder für Jahrhunderte zur maßgeblichen Autorität in der Priesterausbildung.

So streng Pius V. regierte und so unnachgiebig er Glaubensabweichungen bekämpfte – das Volk achtete ihn seiner Bescheidenheit und Demut sowie seiner Fürsorge wegen. Der Papst gründete zwei römische Krankenhäuser, richtete mit dem „Monte di Pietà“ ein vielfach kopiertes Leihhaus zur Unterstützung Bedürftiger ein und half einer drohenden Hungersnot durch Lebensmittelspenden ab.

International stand er sich mit seiner Intransigenz selber im Wege. In Spanien konnte er die Konzilsbeschlüsse gegen die Krone nicht durchsetzen, Frankreich brachte er an den Rand des Bürgerkriegs und in England läutete er durch den Bann der Königin eine entsetzliche Katholikenverfolgung ein. Trotzdem gelang ihm das Schmieden der Heiligen Allianz aus Spanien, Genua und Venedig mit dem glänzenden Sieg der christlichen Flotte unter Don Juan de Austria gegen die türkische Seemacht bei Lepanto am 7. Oktober 1571, den der Papst dem Rosenkranzgebet zusprach, um das er gebeten hatte und das dadurch weltweit an Bedeutung gewann.

Pius V. verweigerte sich einer Behandlung seiner Prostatavergrößerung und starb am 1. Mai 1572 an Nierenversagen.

Verehrung: Pius wurde zuerst im Petersdom bestattet und 1588 in der Basilika Santa Maria Maggiore beigesetzt, wo er in der Kapelle Sixtus’ V. ruht. Er wurde 1672 selig- und 1712 heiliggesprochen.

Darstellung: als Papst im Dominikanerhabit, mit Rosenkranz

Patron: von Valletta (Malta), Bosco Marengo, Pietrelcina, Roccaforte Mondovi, des Bistums Alessandria

(bistumaugsburg

Jesus und mit Maria mit dem Apostel Andreas, Papst Pius V. und Vinzenz Ferrer

Dominikanerkirche in Chioggia