Hochaltarbild in der Wiener Dominikanerkirche, Einsetzung des Rosenkranzfestes durch Pius V., Schlacht von Lepanto
Hochaltarbild in der Dominikanerkirche in Waitzen, Vac, Pius V. und die Schlacht von Lepanto
Statue in der Dominikanerkirche in Dubrovnik (mit Meeressonnenuntergang)
Am Grab des hl. Pius V. in S. Maria Maggiore
Pius V. ( Basilika in Pompei)
Pius V in S. Maria Maggiore (Rom)
Pius V. in St Dominics Priory (London), Katharina von Cardonne und ihre Vision bezüglich Lepanto
Dominikanerkirche in Valletta, Pius V. und der Sieg über die Osmanen

Papst
Namensdeutung:
der Fromme (lat.)
Namenstage:
Pius, Pio, weibl.: Pia
Gedenktag:
30. April
Lebensdaten: geboren am 17. Januar 1504 in Bosco bei Alessandria, gestorben am 1. Mai 1572 in Rom
Lebensgeschichte: Antonio Ghislieri stammte aus
einem im Exil verarmten Bologneser Patriziergeschlecht und trat
14-jährig mit dem Namen Michele in den Dominikanerorden ein. Nach seinem
Studium und der Priesterweihe 1528 lehrte er bis 1544 Philosophie an
der Universität Pavia und stieg gleichzeitig über verschiedene Ämter zum
Generalsuperior des Ordens für die Lombardei auf, worauf er in die
Römische Inquisition berufen wurde. Von Kardinal Gian Pietro Carafa
gefördert, führte Frater Michele in Oberitalien einige heikle Prozesse
gegen Bischöfe durch, welche der Sympathie für die Reformation
verdächtig waren. 1551 setzte ihn Papst Julius III. als Generalkommissar
der Römischen Inquisition ein. Als sein Mentor Carafa 1555 als Paul IV.
den Papststuhl eingenommen hatte, betraute dieser ihn mit dem Index der
verbotenen Bücher, ernannte ihn zum Bischof und kreierte ihn zum
Kardinal.
1566 ging er mit Unterstützung Karl Borromäus’
und Alessandro Farneses als Papst Pius V. aus dem Konklave heraus,
legte aber sein Ordenshabit nicht ab – auf ihn soll das Weiß der Päpste
zurückgehen –, sondern setzte seine Lebensgewohnheiten als Bettelmönch
inmitten des Apostolischen Palasts fort. Er reformierte die kuriale
Verwaltung, trieb Nepotismus und Vetternwirtschaft aus und führte die
Beschlüsse des Trienter Konzils (1545–1563) durch, darunter die
Residenzpflicht von Klerikern in ihren Sprengeln, die Schaffung von
Priesterseminaren, die Veröffentlichungen des Römischen Katechismus,
Breviers und Missales für die gesamte katholische Kirche. Diese
liturgischen Bücher blieben 400 Jahre in Geltung. Durch die Erhebung Thomas von Aquins
zum Kirchenlehrer und die Herausgabe seiner Werke – die Ausgabe heißt
nach ihm die „Piana“ – machte er seinen Ordensbruder für Jahrhunderte
zur maßgeblichen Autorität in der Priesterausbildung.
So streng Pius V. regierte und so unnachgiebig er
Glaubensabweichungen bekämpfte – das Volk achtete ihn seiner
Bescheidenheit und Demut sowie seiner Fürsorge wegen. Der Papst gründete
zwei römische Krankenhäuser, richtete mit dem „Monte di Pietà“ ein
vielfach kopiertes Leihhaus zur Unterstützung Bedürftiger ein und half
einer drohenden Hungersnot durch Lebensmittelspenden ab.
International stand er sich mit seiner Intransigenz selber im Wege.
In Spanien konnte er die Konzilsbeschlüsse gegen die Krone nicht
durchsetzen, Frankreich brachte er an den Rand des Bürgerkriegs und in
England läutete er durch den Bann der Königin eine entsetzliche
Katholikenverfolgung ein. Trotzdem gelang ihm das Schmieden der Heiligen
Allianz aus Spanien, Genua und Venedig mit dem glänzenden Sieg der
christlichen Flotte unter Don Juan de Austria gegen die türkische
Seemacht bei Lepanto am 7. Oktober 1571, den der Papst dem Rosenkranzgebet zusprach, um das er gebeten hatte und das dadurch weltweit an Bedeutung gewann.
Pius V. verweigerte sich einer Behandlung seiner Prostatavergrößerung und starb am 1. Mai 1572 an Nierenversagen.
Verehrung: Pius wurde zuerst im Petersdom bestattet
und 1588 in der Basilika Santa Maria Maggiore beigesetzt, wo er in der
Kapelle Sixtus’ V. ruht. Er wurde 1672 selig- und 1712 heiliggesprochen.
Darstellung: als Papst im Dominikanerhabit, mit Rosenkranz
Patron: von Valletta (Malta), Bosco Marengo, Pietrelcina, Roccaforte Mondovi, des Bistums Alessandria
(bistumaugsburg)
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| Jesus und mit Maria mit dem Apostel Andreas, Papst Pius V. und Vinzenz Ferrer |
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| Dominikanerkirche in Chioggia |