Samstag, 12. April 2014

Am Grab des hl. Zeno von Verona

Zeno von Verona, Bischof. Zeno stammte vielleicht aus Mauretanien. Er wirkte seit 362 als 8. Bischof von Verona. Zeno bemühte sich, die Reste des Heidentums und des Irrglaubens in Oberitalien zu beseitigen. Er war ein bedeutender Prediger und vielseitiger Kirchenschriftsteller.
Zeno ähnelt stark dem weit einflussreicheren Ambrosius, dessen Zeitgenosse er war. Als erster im Abendland bezeugte er die Glaubenswahrheit von der immerwährenden Jungfräulichkeit Marias. Zeno starb wahrscheinlich um 371, wobei der Bericht über ein angebliches Martyrium historisch nicht haltbar ist. Schon um 440 befand sich über seinem Grab eine Kirche. Sein Kult war im Mittelalter weit verbreitet, wie zahlreiche Zeno-Patrozinien in den Diözesen Konstanz und Augsburg beweisen.
(Martyrologium Sancrucense)

WARNUNG!
Bilderflut im Anrollen!

S. Zeno Maggiore, Verona







Verkündigungsszene




San Zeno Altar






Wandfresko des hl. Christopherus

Maria und Johannes unter dem Kreuz, Fresko, S. Zeno

Adam und Eva?

Wie jene (Eva) durch ihren Ungehorsam für sich und das ganze Menschengeschlecht den Tod verschuldet hat, so wurde auch Maria durch ihren Gehorsam für sich und das ganze Menschengeschlecht die Ursache des Heils...
So kommt es, daß die erste Schlinge von dem zweiten Knoten aufgezogen wird, und der zweite Knoten die Lösung des ersten bewirkt..., denn was die Jungfrau Eva durch ihren Unglauben angebunden hatte, das löste die Jungfrau Maria durch ihren Glauben.
(Irenäus von Lyon, Adv. Haer. III,22,4)

Verkündigungsszene am Portal

Maria mit Kind, Fresko, San Zeno

Fresko einer Schutzmantelmadonna, San Zeno




Sarkophag des hl. Zeno von Verona



Kreuzwegstationen

Jesus wird zum Tod verurteilt

1. Kapitel des Johannesevangeliums, Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.

Statue des hl. Zeno

Warum wohl lächelt der hl. Zeno?









Die Löwen sollen die unreinen Geister vom Eintritt in die Kirche fernhalten


Die reichste von allen erhaltenen romanischen Bronzetüren. Aus der Zeit zwischen 800 und 1200 haben sich in Mitteleuropa rund zwanzig solcher Türen, Importstücke aus Byzanz nicht mitgerechnet, an Ort und Stelle erhalten. 24 Portal-Türplatten von einer alten romanischen. Zwei Platten mit der Ausweisung aus dem Paradies und dem Fluch der Arbeit (von dem frühesten Meister). Datierung umstritten (1100 die älteren, 1200 die jüngeren Tafeln, nur „in etwa“ auf die linke und rechte Tür verteilt). Auf Holz befestigte Bronzeplatten, jeweils 24 für jede Seite, weder alle von einem Künstler, noch aus einer Epoche. Die Reihenfolge der Bildtafeln ist gestört. Das geht aus den Unstimmigkeiten im Gang der Erzählung hervor (Vertreibung aus dem Paradies kommt zweimal vor). Vielleicht waren die Reliefs für zwei verschiedene Türen bestimmt. „Zwei markante Meister mit ihren Werkstätten stehen sich gegenüber. Der eine schuf, mit einer Ausnahme, alle Szenen des Neuen Testaments [auf der linken Seite]. Altertümlich, fast schwerfällig wirken seine Gestalten. Architekturformen, Gewänder und Gesichter hat er so stark wie möglich vereinfacht. Umso mächtiger wirken die Gebärden und Gesten. Dieser Meister kümmert sich nicht um das aufrechte Stehen seiner Figuren. Raum und Landschaft sind für ihn kein Thema. Nichts soll von der Unmittelbarkeit der Handlungen und des Geschehens ablenken. Von der vornehmen Schönheit der Antike sind seine Gestalten durch Welten getrennt. Der andere Meister schuf die alttestamentarischen Erzählungen und die Zeno-Legende der rechten Türhälfte. Sein Stil ist feingliedrig und elegant. Seine Propheten sind würdevolle Greise, und die Linienschönheit ihrer reichen Gewänder erinnert an die Miniaturen von kostbaren Handschriften. Eine beinahe `klassizistische' Erhabenheit und Ruhe trennt seine Kunst von der derb zupackenden Wucht des anderen Meisters. So verschieden das Temperament dieser beiden Männer war, so verschieden wurde ihre Kunst beurteilt. Den „Klassizisten“ hat man lange bevorzugt, für den anderen hatte man kein Verständnis. Ihm sagte man „erschreckende Barbarei“ nach [...] Die archaisch wirkenden Reliefs setzten den Stil des Marmorbildhauers Nicolao voraus und übersetzten ihn nur in eine einfache drastische Sprache. In die Sprache der Humilitas, der Demut, deren Personifizierung der Meister des Neuen Testaments ganz unten am linken Flügel dargestellt hat: Demütig muss jeder der Besucher sich nach unten beugen oder in die Knie gehen, wenn er sie betrachten will.“ (Andreas Pater in PAN 8/86, S. 51) Quelle



oben links: Vertreibung aus dem Paradies, rechts: Verdammung zur Arbeit
darunter links: Gott erschafft Eva aus der Rippe Adams, rechts: Sündenfall


Wenn ihr euer Geld den Armen gebt, werdet ihr im Himmel starke Zinsen dafür erhalten. Ihr zieht aus euren Schätzen großen Nutzen, ohne dadurch Neid zu erregen. Wer ist wohl reicher als ein Mensch, dessen Schuldner Gott selbst sein will? (Zeno von Verona)

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