Johannes Leonardi, Ordensgründer. Der um 1541 in Diecimo bei Lucca
geborene Johannes war zunächst Apothekergehilfe und wurde 1573 Priester.
1574 gründete er die „Gesellschaft der christlichen Lehre“ für die
Erziehung der Jugend sowie die Kongregation der „Regularkleriker der
Mutter Gottes“ für die Seelsorge an den Armen. Johannes Leonardi wurde
durch den „geschwisterlichen“ Neid der Kleriker von Lucca nach Rom
vertrieben. Hier gründete er ein Kolleg zur Ausbildung von Missionaren
und bekam von Clemens VIII. den Auftrag zur Reform von mehreren Orden.
Unter
anderem war er der Lehrer von Philipp Neri, der zu ihm gesagt haben
soll: „Johannes, Du bist zwar ein Heiliger, aber pass’ auf, dass Du auch
einer bleibst!“ Johannes Leonardi starb bei der Pflege Pestkranker am
9. Ok-tober 1609 zu Rom. Er wurde 1938 heilig gesprochen. (Martyrologium Sancrucense)
S. Maria sopra Minerva, nur zum Gottesdienst ab 17 Uhr geöffnet, wird z. Z. renoviert
Aus dem Apostolischen Schreiben "Marialis cultus" von Papst Paul VI.
42. Wir
wollen nun jedoch, Ehrwürdige Brüder, noch etwas ausführlicher bei der
Erneuerung jener Andachtsübung verweilen, die ein ”Abriß des ganzen Evangeliums”
(110) genannt worden ist: dem Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria.
Ihm haben Unsere Vorgänger große Aufmerksamkeit und besondere Sorge
zugewandt. Sie haben des öfteren das häufige Rosenkranzgebet empfohlen,
seine Verbreitung gefördert, seine Natur erläutert, ihn als ein
geeignetes Mittel anerkannt, um ein kontemplatives Gebet des Lobes und
der Bitte zugleich zu entfalten, und an die ihm innewohnende Wirksamkeit
erinnert, die das christliche Leben und den apostolischen Einsatz
fördert. Auch Wir haben seit der ersten Generalaudienz Unseres
Pontifikates, am 18. Juli 1963, Unser Interesse für das Rosenkranzgebet
bekundet (111) und haben in der Folgezeit bei vielfältigen Anlässen,
von denen einige gewöhnlicher, andere dringlicher Natur waren, seinen
besonderen Wert unterstrichen. So, als Wir in einer Stunde der
Bedrängnis und Unsicherheit die Enzyklika „Christi Matri“ (15.
September 1966) veröffentlichten, damit Bittgebete zur Seligen Jungfrau
des Rosenkranzes verrichtet würden, um von Gott das höchste Gut des
Friedens zu erflehen, (112) einen Aufruf, den Wir in Unserem
Apostolischen Schreiben „Recurrens mensis October“ (7. Oktober 1969) wiederholt haben, in dem Wir unter anderem auch der Vierhundertjahrfeier des Apostolischen Schreibens „Consueverunt Romani Pontifices“
Unseres Vorgängers des heiligen Pius V. gedacht haben, der darin die
traditionelle Form des Rosenkranzes erläutert und in gewisser Weise
festgesetzt hat. (113)
43. Unser ständiges Interesse für den geliebten Rosenkranz der
seligen Jungfrau Maria hat Uns veranlaßt, mit Aufmerksamkeit die
zahlreichen Tagungen zu verfolgen, die in den letzten Jahren der
Pastoral des Rosenkranzes in der heutigen Welt gewidmet waren: Tagungen,
die von Vereinigungen und Menschen veranstaltet wurden, denen die
Verehrung des Rosenkranzes sehr am Herzen liegt und an denen
Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien teilgenommen haben, die eine
bewährte Erfahrung und einen anerkannten kirchlichen Sinn haben. Unter
ihnen sind zu Recht die Söhne des heiligen Dominikus zu nennen, die
traditionsgemäß die Hüter und Förderer dieser so heilsamen Andachtsübung
sind. Zu den Arbeiten der Tagungen haben im besonderen die Forschung
der Geschichtswissenschaftler beigetragen, die durchgeführt wurden,
nicht etwa mit der fast archäologischen Zielsetzung, die ursprüngliche
Form des Rosenkranzes zu bestimmen, sondern um die ursprüngliche
Idee, die anfängliche Kraft, die wesentliche Struktur aufzufinden. Von
diesen Tagungen und Forschungen her sind die hauptsächlichen Merkmale
des Rosenkranzes, seine wesentlichen Elemente und ihr Verhältnisse zueinander deutlicher hervorgetreten.
44. So ist zum Beispiel der biblische Charakter des Rosenkranzes
in hellerem Licht erschienen, insofern er vom Evangelium die Aussage
der Geheimnisse und seine hauptsächlichen Formeln nimmt; er inspiriert
sich am Evangelium, um dem Gläubigen vom freudigen Gruß des Engels und
der religiösen Zustimmung der Jungfrau her die Haltung nahezubringen, in
der er ihn beten soll; vom Evangelium stellt er in der harmonischen
Folge der Ave-Maria ein grundlegendes Geheimnis vor – die Menschwerdung
des Wortes –, das im entscheidenden Augenblick der Verkündigung an Maria
betrachtet wird. Der Rosenkranz ist also ein biblisches Gebet,
wie ihn heute vielleicht mehr als in der Vergangenheit die Seelsorger
und Gelehrten mit Vorliebe zu nennen pflegen.
45. Es ist ferner leichter erkannt worden, wie der geordnete und graduelle Verlauf des Rosenkranzgebetes
die Art selbst widerspiegelt, in der das Wort Gottes, da es nach
gnädigem Ratschluß in die menschliche Geschichte eintrat, die Erlösung
gewirkt hat. Der Rosenkranz betrachtet nämlich von ihr in harmonischer
Folge die wichtigsten Heilsereignisse, die sich in Christus zugetragen
haben: von der jungfräulichen Empfängnis und den Geheimnissen seiner
Kindheit bis zu dem erhabenen Geschehen von Ostern – des seligen Leidens
und der glorreichen Auferstehung – und weiter bis zu deren Auswirkung
auf die bildende Kirche am Pfingsttag und auf die Heilige Jungfrau an
dem Tage, an dem sie nach Beendigung ihres Erdenlebens mit Leib und
Seele in die himmlische Heimat aufgenommen wurde. Es ist weiterhin
bemerkt worden, wie die dreifache Aufteilung der Geheimnisse des Rosenkranzes
nicht nur streng der zeitlichen Ordnung der Geschehnisse folgt, sondern
vor allem das Schema der frühchristlichen Glaubensverkündigung
widerspiegelt und das Geheimnis Christi auf dieselbe Weise vorstellt,
wie es vom heiligen Paulus im berühmten ”Hymnus” des Briefes an die Philipper gesehen wird: Erniedrigung, Tod, Verherrlichung (2, 6 – 11).
46.
Als biblisches Gebet, das auf das Geheimnis der erlösenden
Menschwerdung ausgerichtet ist, ist der Rosenkranz also ein Gebet, das
zutiefst christologisch geprägt ist. In der Tat wird sein
charakteristisches Element – die litaneiartige Wiederholung des ”Gegrüßet seist du, Maria”
– selbst zu einem unaufhörlichen Lobpreis Christi, dem Endziel der
Verkündigung des Engels und des Grußes der Mutter des Täufers: ”Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes” (Lk 1, 42). Wir möchten noch mehr sagen: die Wiederholung des Ave-Maria
bildet die Kette, entlang der sich die Betrachtung der Geheimnisse
entfaltet. Jener Jesus, den jedes Ave-Maria anruft, ist derselbe, den
die Folge der Geheimnisse uns nacheinander als Sohn Gottes und der
Jungfrau vorstellt, der in einer Grotte zu Betlehem geboren ist; von der
Mutter im Tempel dargestellt; als Jüngling, der voller Eifer für das
eintritt, was seines Vaters ist; als von Todesängsten gepeinigter
Erlöser im Garten; gegeißelt und mit Dornen gekrönt; mit dem Kreuz
beladen und sterbend am Kreuze; auferstanden von den Toten und
aufgefahren in die Herrlichkeit des Vaters, um von dort das Geschenk des
Geistes auszugießen. Es ist bekannt, daß man, vor allem um die
Betrachtung zu fördern und Geist und Wort miteinander in Einklang zu
bringen, zu einer früheren Zeit – und der Brauch hat sich in manchen
Ländern erhalten – an den Namen Jesus in jedem Ave-Maria einen Satz
hinzufügte, der das bestimmte Geheimnis wiederholte.
47.
Man hat ebenso mit größerer Dringlichkeit die Notwendigkeit gespürt,
neben dem Wert des preisenden und fürbittenden Elementes auch noch die
Bedeutung eines anderen wesentlichen Bestandteiles des Rosenkranzes zu betonen: die Betrachtung. Ohne sie ist der Rosenkranz ein
Körper ohne Seele, und das rezitierende Gebet läuft Gefahr, zu einer
mechanischen Wiederholung von Formeln zu werden und zur Ermahnung Jesu
in Gegensatz zu treten: „Wenn ihr betet, so plappert nicht wie die Heiden! Die meinen, sie fänden Erhörung, wenn sie viele Worte machen” (Mt
6, 7). Von seiner Natur her verlangt das Rosenkranzgebet einen ruhigen
Rhythmus und ein längeres besonnenes Verweilen, was im Betenden die
Betrachtung der Geheimnisse des Lebens des Herrn fördert, die mit den
Augen derjenigen geschaut werden, die dem Herrn am nächsten stand und
dessen unergründliche Reichtümer erschließt.
Altar mit Reliquienschrein des hl. Adalbero von Würzburg, Stiftskirche Lambach
Adalbero aus dem Geschlecht der Grafen von Lambach-Wels wurde um 1010
in Lambach geboren. Nach seinen Studien in der Würzburger Domschule und
in Paris trat Adalbero in den Dienst von Kaiser Heinrich III. Dieser
ernannte ihn 1045 zum Nachfolger des heiligen Bruno als Bischof von
Würzburg. Dort sorgte er sich um den Dombau, vor allem aber um den
geistigen Aufbau seiner Diözese.
Mit den benediktinischen Reformbewegungen seiner Zeit verbunden, rief
er den Mönch Egbert aus Gorze als Abt nach Münsterschwarzach. Der
selige Egbert selbst wurde 1056 erster Abt in Lambach, nachdem Adalbero
hier die Benediktiner eingeführt hatte.
Adalbero war am kaiserlichen Hof durch seine Tätigkeit als Ratgeber und Friedensstifter anerkannt.
Im Investiturstreit – dem Höhepunkt eines politischen Konflikts im
mittelalterlichen Europa zwischen geistlicher und weltlicher Macht –
schlug sich Adalbero mit allen Konsequenzen auf die Seite von Papst
Gregor VII. und bezog damit Position gegen Kaiser Heinrich IV.
In den Wirren dieser Zeit musste er seine
Bischofsstadt 1086 endgültig verlassen und starb am 6. Oktober 1090 im
Exil in seiner Heimat Lambach und wurde in der Stiftskirche bestattet.
Adalbero ist somit der einzige Heilige Oberösterreichs, der hier geboren
wurde, hier lebte und hier begraben liegt. Sein Wahlspruch lautet:
„Christus gestern, heute und in Ewigkeit.“ (StiftLambach)
Heute sah ich, wie P. Andrasz die heilige Messe feierte. Vor der Wandlung erblickte ich das kleine Jesuskind, das sehr fröhlich war; mit ausgestreckten Armen: nach einer Weile sah ich nichts mehr. Ich war in meinem Einzelzimmer und setzte mein Dankgebet fort. Später dachte ich: Weshalb war das Jesuskind so froh? Wie ich sehe, ist es nicht immer so fröhlich. Darauf hörte ich innerlich die Worte: "Weil Ich Mich in seinem Herzen wohlfühle." Das wunderte mich überhaupt nicht, denn ich weiß, daß er Jesus sehr liebt. (Tagebuch der Sr. Faustyna, Nr. 879)
In Begleitung des Bruders Illuminatus, eines wahrhaft erleuchteten und tugendhaften Menschen, machte er sich auf den Weg. Da begegneten ihm auf dem weg zwei Schäflein. Ihr Anblick erfüllte den Heiligen mit Freude, und er sagte zu seinem Gefährten: Vertrau auf den Herrn, Bruder, denn an uns wird sich das Wort des Evangeliums erfüllen: Siehe, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe. Als sie schon weitergegangen waren, stießen sie auf sarazenische Soldaten. Wie Wölfe auf die Schafe stürzen, so ergriffen sie die Diener Gottes. Sie behandelten sie mit Grausamkeit und Verachtung, stießen Schmähungen gegen sie aus, versetzten ihnen Schläge und fesselten sie. Übel zugerichtet wurden sie schließlich zum Sultan gebracht - Gottes Vorsehung lenkte es so, wie Franziskus es gewünscht hatte.
Der Fürst fragte sie, wer sie gesandt habe, was der Zweck ihres Kommens sei und wie sie hierher gelangt seine. Da gab der Diener Christi Franziskus freimütig zur Antwort, nicht Menschen, sondern Gott, der Allerhöchste, habe sie gesandt, damit er ihm und seinem Volke den Weg des Heiles zeige und das wahre Evangelium verkünde. Er predigte dem Sultan mit solcher Unerschrockenheit, Geisteskraft und Glut den einen, dreifaltigen Gott und den Erlöser aller Menschen Jesus Christus, dass in Wahrheit an ihm das Wort des Evangeliums erfüllt schien. Ich werde euch Beredsamkeit und Weisheit verleihen, der alle eure Gegner nicht zu widerstehen und zu widersprechen vermögen. Denn auch der Sultan sah die wunderbare Glut und Kraft des Geistes bei dem Gottesmann, er hörte ihn gern und drängte ihn, länger bei ihm zu bleiben. Durch eine Weisung Gottes erleuchtet, gab jedoch der Diener Christi zur Antwort: "Wenn du dich mit deinem Volke zu Christus bekehren willst, will ich aus Liebe zu ihm gern bei euch bleiben. Solltest du aber Bedenken tragen, für den Glauben an Christus das Gesetz des Mohammed zu verlassen, dann lass ein großes Feuer anzünden, dann werde ich mit deinen Geistlichen ins Feuer hingehen, damit du wenigstens dadurch erkennen mögest, welchen Glauben man mit mehr Recht als sicherer und heiliger festhalten muss." Da erwiderte der Sultan:"Ich glaube nicht, dass sich einer meiner Priester bereit findet, sich zur Verteidigung seines Glaubens ins Feuer zu gebeben oder irgendeine Marter auf sich zu nehmen." Denn er hatte bemerkt, wie sich einer von seinen Priestern, ein Mann von hohem Ansehen und Alter, bei diesen Worten des Heiligen aus dem Blickfeld entfernte.
Da sagte der Heilige: "Versprichst du mir für dich und dein Volk, du werdest den Glauben an Christus annehmen, wenn ich unversehrt durchs Feuer gehe, dann will ich allein hineingehen. Werde ich verbrannt, dann rechte dies meinen Sünden an; beschützt mich aber Gottes Macht, dann erkennt, dass Christus, Gottes Kraft und Weisheit wahrhaft Gott und Herr, der Erlöser aller Menschen ist!"
Der Sultan erwiderte, er wage nicht, eine solche Probe vorzunehmen, denn er fürchtete einen Aufruhr seines Volkes. Doch bot er Franziskus viele kostbare Gegenstände an, die der gottesmann aber alle wie Lehm verachtete; denn ihn verlangte nicht nach irdischem Reichtum, sondern nach dem Heil der Seelen. Da wunderte sich der Sultan sehr und brachte ihm noch größere Verehrung entgegen, sah er doch, wie dieser Heilige alle irdischen Güter gänzlich verachtete. Er wollte zwar nicht den christlichen Glauben annehmen oder wagte es vielleicht nicht; doch bat er den Diener Christi inständig, er möge zum Heil seiner Seele diese Gaben nehmen und für die christlichen Armen oder die Kirchen verwenden. Weil aber Franziskus die Last des Geldes floh und weil er erkannte, dass die wahre Frömmigkeit im Herzen des Sultan noch nicht Wurzel geschlagen hatte, lehnte er dieses Angebot ab. (Bonaventura von Bagnoregio, Legenda Major, IX,8; in FranziskusQuellen, 744)
Sakrament der Ehe, Taufkapelle, Our Lady and the English Martyrs Church - Cambridge
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 10,2-16
In jener
Zeit
2 kamen Pharisäer zu Jesus
und fragten:
Ist es einem Mann erlaubt,
seine Frau aus der Ehe zu entlassen?
Damit wollten sie ihn versuchen.
3 Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben?
4 Sie
sagten:
Mose hat gestattet, eine Scheidungsurkunde auszustellen
und die Frau aus der Ehe zu entlassen.
5 Jesus entgegnete ihnen:
Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben.
6 Am Anfang der Schöpfung aber
hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen.
7 Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen
8 und die zwei werden ein Fleisch sein.
Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
9 Was aber Gott verbunden hat,
das darf der Mensch nicht trennen.
10 Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.
11 Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt
und eine andere heiratet,
begeht ihr gegenüber Ehebruch.
12 Und wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt
und einen anderen heiratet,
begeht sie Ehebruch.
13 Da brachte man Kinder zu ihm,
damit er sie berühre.
Die Jünger aber wiesen die Leute zurecht.
14 Als Jesus das sah, wurde er unwillig
und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen;
hindert sie nicht daran!
Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
15 Amen, ich sage euch:
Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind,
der wird nicht hineinkommen.
16 Und er nahm die Kinder in seine Arme;
dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie. (Evangelium vom 27. Sonntag, B)
Taufkleid, hier wurde am Samstag, 4. Jänner 1873 Marie Francoise Therese Martin getauft
Reliquien der hl. Theresia und ihrer Eltern Louis und Zelie Martin Heilige Theresia, bitte für uns!
Jesus, mein göttlicher Bräutigam! Laß mich nie das zweite Kleid meiner Taufe (das Ordensgewand) verlieren. Nimm mich eher hinweg, als daß ich freiwillig auch nur den kleinsten Fehler begehe. Hilf mir, daß ich immer nur dich allein suche und finde, daß mir die Geschöpfe nichts bedeuten und ich ihnen nichts; du, Jesus sollst alles sein!
Mögen die Dinge dieser Welt mich niemals beunruhigen, möge nichts meinen Frieden stören.
Jesus, ich bitte dich um den Frieden, und auch um die Liebe, die unendliche Liebe, die keine andere Grenze kennt außer dir, die Liebe, die nicht mehr meine ist, sondern die du bist, mein Jesus.
Laß mich für dich als Märtyrerin sterben; das Martyrium des Herzens oder des Leibes; oder am besten alle beide. Hilf mir, daß ich meine Gelübde in aller Vollkommenheit erfülle, laß mich verstehen, was es heißt, deine Braut zu sein. Laß mich nie eine Last sein für die Gemeinschaft, niemand soll sich um mich kümmern, man möge mich mit Füßen treten, nicht beachten wie ein kleines Sandkorn.
Deinen Willen will ich vollkommen erfüllen, damit ich an den Platz komme, den du mir bereitet hast...
Jesus, verzeih mir, wenn ich dir unpassende Dinge sage, ich möchte nichts anderes, als dir Freude und Trost bereiten.
(Gebet am Tag der Profess, 8. September 1890)
Taufe der hl. Theresia
Taufkapelle der hl. Theresia von Lisieux
Christus liebt die Kinder/das Kindsein
In dieser Kirche haben Louis und Zelie Martin geheiratet, ist Therese getauft worden und hat das Requiem von Zelie Martin stattgefunden