Samstag, 9. Oktober 2021

Am Grab des hl. Johannes Leonardi

 

S. Maria in Portico in Campitelli, Rom

Heiliger Johannes Leonardi, bitte für uns!

Johannes Leonardi, Ordensgründer. Der um 1541 in Diecimo bei Lucca geborene Johannes war zunächst Apothekergehilfe und wurde 1573 Priester. 1574 gründete er die „Gesellschaft der christlichen Lehre“ für die Erziehung der Jugend sowie die Kongregation der „Regularkleriker der Mutter Gottes“ für die Seelsorge an den Armen. Johannes Leonardi wurde durch den „geschwisterlichen“ Neid der Kleriker von Lucca nach Rom vertrieben. Hier gründete er ein Kolleg zur Ausbildung von Missionaren und bekam von Clemens VIII. den Auftrag zur Reform von mehreren Orden.

Unter anderem war er der Lehrer von Philipp Neri, der zu ihm gesagt haben soll: „Johannes, Du bist zwar ein Heiliger, aber pass’ auf, dass Du auch einer bleibst!“ Johannes Leonardi starb bei der Pflege Pestkranker am 9. Ok-tober 1609 zu Rom. Er wurde 1938 heilig gesprochen.
(Martyrologium Sancrucense)

 Heute gedenkt die Kirche auch des hl. John Henry Newman und des hl. Dionysius von Paris.


Altarbild: Geburt v. Johannes dem Täufer, Gaulli, 1692

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Ein Abriß des ganzen Evangeliums - zum Rosenkranzfest

 

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz, bitte für uns!

S. Maria sopra Minerva, nur zum Gottesdienst ab 17 Uhr geöffnet, wird z. Z. renoviert

 

Aus dem Apostolischen Schreiben "Marialis cultus" von Papst Paul VI.

42. Wir wollen nun jedoch, Ehrwürdige Brüder, noch etwas ausführlicher bei der Erneuerung jener Andachtsübung verweilen, die ein ”Abriß des ganzen Evangeliums” (110) genannt worden ist: dem Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria. Ihm haben Unsere Vorgänger große Aufmerksamkeit und besondere Sorge zugewandt. Sie haben des öfteren das häufige Rosenkranzgebet empfohlen, seine Verbreitung gefördert, seine Natur erläutert, ihn als ein geeignetes Mittel anerkannt, um ein kontemplatives Gebet des Lobes und der Bitte zugleich zu entfalten, und an die ihm innewohnende Wirksamkeit erinnert, die das christliche Leben und den apostolischen Einsatz fördert. Auch Wir haben seit der ersten Generalaudienz Unseres Pontifikates, am 18. Juli 1963, Unser Interesse für das Rosenkranzgebet bekundet (111) und haben in der Folgezeit bei vielfältigen Anlässen, von denen einige gewöhnlicher, andere dringlicher Natur waren, seinen besonderen Wert unterstrichen. So, als Wir in einer Stunde der Bedrängnis und Unsicherheit die Enzyklika „Christi Matri“ (15. September 1966) veröffentlichten, damit Bittgebete zur Seligen Jungfrau des Rosenkranzes verrichtet würden, um von Gott das höchste Gut des Friedens zu erflehen, (112) einen Aufruf, den Wir in Unserem Apostolischen Schreiben „Recurrens mensis October“ (7. Oktober 1969) wiederholt haben, in dem Wir unter anderem auch der Vierhundertjahrfeier des Apostolischen Schreibens „Consueverunt Romani Pontifices“ Unseres Vorgängers des heiligen Pius V. gedacht haben, der darin die traditionelle Form des Rosenkranzes erläutert und in gewisser Weise festgesetzt hat. (113)

43. Unser ständiges Interesse für den geliebten Rosenkranz der seligen Jungfrau Maria hat Uns veranlaßt, mit Aufmerksamkeit die zahlreichen Tagungen zu verfolgen, die in den letzten Jahren der Pastoral des Rosenkranzes in der heutigen Welt gewidmet waren: Tagungen, die von Vereinigungen und Menschen veranstaltet wurden, denen die Verehrung des Rosenkranzes sehr am Herzen liegt und an denen Bischöfe, Priester, Ordensleute und Laien teilgenommen haben, die eine bewährte Erfahrung und einen anerkannten kirchlichen Sinn haben. Unter ihnen sind zu Recht die Söhne des heiligen Dominikus zu nennen, die traditionsgemäß die Hüter und Förderer dieser so heilsamen Andachtsübung sind. Zu den Arbeiten der Tagungen haben im besonderen die Forschung der Geschichtswissenschaftler beigetragen, die durchgeführt wurden, nicht etwa mit der fast archäologischen Zielsetzung, die ursprüngliche Form des Rosenkranzes zu bestimmen, sondern um die ursprüngliche Idee, die anfängliche Kraft, die wesentliche Struktur aufzufinden. Von diesen Tagungen und Forschungen her sind die hauptsächlichen Merkmale des Rosenkranzes, seine wesentlichen Elemente und ihr Verhältnisse zueinander deutlicher hervorgetreten.

44. So ist zum Beispiel der biblische Charakter des Rosenkranzes in hellerem Licht erschienen, insofern er vom Evangelium die Aussage der Geheimnisse und seine hauptsächlichen Formeln nimmt; er inspiriert sich am Evangelium, um dem Gläubigen vom freudigen Gruß des Engels und der religiösen Zustimmung der Jungfrau her die Haltung nahezubringen, in der er ihn beten soll; vom Evangelium stellt er in der harmonischen Folge der Ave-Maria ein grundlegendes Geheimnis vor – die Menschwerdung des Wortes –, das im entscheidenden Augenblick der Verkündigung an Maria betrachtet wird. Der Rosenkranz ist also ein biblisches Gebet, wie ihn heute vielleicht mehr als in der Vergangenheit die Seelsorger und Gelehrten mit Vorliebe zu nennen pflegen.

45. Es ist ferner leichter erkannt worden, wie der geordnete und graduelle Verlauf des Rosenkranzgebetes die Art selbst widerspiegelt, in der das Wort Gottes, da es nach gnädigem Ratschluß in die menschliche Geschichte eintrat, die Erlösung gewirkt hat. Der Rosenkranz betrachtet nämlich von ihr in harmonischer Folge die wichtigsten Heilsereignisse, die sich in Christus zugetragen haben: von der jungfräulichen Empfängnis und den Geheimnissen seiner Kindheit bis zu dem erhabenen Geschehen von Ostern – des seligen Leidens und der glorreichen Auferstehung – und weiter bis zu deren Auswirkung auf die bildende Kirche am Pfingsttag und auf die Heilige Jungfrau an dem Tage, an dem sie nach Beendigung ihres Erdenlebens mit Leib und Seele in die himmlische Heimat aufgenommen wurde. Es ist weiterhin bemerkt worden, wie die dreifache Aufteilung der Geheimnisse des Rosenkranzes nicht nur streng der zeitlichen Ordnung der Geschehnisse folgt, sondern vor allem das Schema der frühchristlichen Glaubensverkündigung widerspiegelt und das Geheimnis Christi auf dieselbe Weise vorstellt, wie es vom heiligen Paulus im berühmten ”Hymnus” des Briefes an die Philipper gesehen wird: Erniedrigung, Tod, Verherrlichung (2, 6 – 11).

46. Als biblisches Gebet, das auf das Geheimnis der erlösenden Menschwerdung ausgerichtet ist, ist der Rosenkranz also ein Gebet, das zutiefst christologisch geprägt ist. In der Tat wird sein charakteristisches Element – die litaneiartige Wiederholung des ”Gegrüßet seist du, Maria” – selbst zu einem unaufhörlichen Lobpreis Christi, dem Endziel der Verkündigung des Engels und des Grußes der Mutter des Täufers: ”Gebenedeit ist die Frucht deines Leibes” (Lk 1, 42). Wir möchten noch mehr sagen: die Wiederholung des Ave-Maria bildet die Kette, entlang der sich die Betrachtung der Geheimnisse entfaltet. Jener Jesus, den jedes Ave-Maria anruft, ist derselbe, den die Folge der Geheimnisse uns nacheinander als Sohn Gottes und der Jungfrau vorstellt, der in einer Grotte zu Betlehem geboren ist; von der Mutter im Tempel dargestellt; als Jüngling, der voller Eifer für das eintritt, was seines Vaters ist; als von Todesängsten gepeinigter Erlöser im Garten; gegeißelt und mit Dornen gekrönt; mit dem Kreuz beladen und sterbend am Kreuze; auferstanden von den Toten und aufgefahren in die Herrlichkeit des Vaters, um von dort das Geschenk des Geistes auszugießen. Es ist bekannt, daß man, vor allem um die Betrachtung zu fördern und Geist und Wort miteinander in Einklang zu bringen, zu einer früheren Zeit – und der Brauch hat sich in manchen Ländern erhalten – an den Namen Jesus in jedem Ave-Maria einen Satz hinzufügte, der das bestimmte Geheimnis wiederholte.

47. Man hat ebenso mit größerer Dringlichkeit die Notwendigkeit gespürt, neben dem Wert des preisenden und fürbittenden Elementes auch noch die Bedeutung eines anderen wesentlichen Bestandteiles des Rosenkranzes zu betonen: die Betrachtung. Ohne sie ist der Rosenkranz ein Körper ohne Seele, und das rezitierende Gebet läuft Gefahr, zu einer mechanischen Wiederholung von Formeln zu werden und zur Ermahnung Jesu in Gegensatz zu treten: „Wenn ihr betet, so plappert nicht wie die Heiden! Die meinen, sie fänden Erhörung, wenn sie viele Worte machen” (Mt 6, 7). Von seiner Natur her verlangt das Rosenkranzgebet einen ruhigen Rhythmus und ein längeres besonnenes Verweilen, was im Betenden die Betrachtung der Geheimnisse des Lebens des Herrn fördert, die mit den Augen derjenigen geschaut werden, die dem Herrn am nächsten stand und dessen unergründliche Reichtümer erschließt.


Maria, Königin aller Heiligen, bitte für uns!

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz in Pompej, Bartolo Longo

Die Lepantomonstranz in der Asamkirche

Lourdes und der Rosenkranz

Lepanto und der Rosenkranz

Eine kleine Geschichte des Rosenkranzes

Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz in Fatima

Pius V. und der Rosenkranz

Am Rosenkranzfest den ganzen Psalter beten

Papst Benedikt ermutigt Kinder, den Rosenkranz zu beten

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Adalbero von Würzburg - ein Heiliger Oberösterreichs

 

Altar mit Reliquienschrein des hl. Adalbero von Würzburg, Stiftskirche Lambach

Adalbero aus dem Geschlecht der Grafen von Lambach-Wels wurde um 1010 in Lambach geboren. Nach seinen Studien in der Würzburger Domschule und in Paris trat Adalbero in den Dienst von Kaiser Heinrich III. Dieser ernannte ihn 1045 zum Nachfolger des heiligen Bruno als Bischof von Würzburg. Dort sorgte er sich um den Dombau, vor allem aber um den geistigen Aufbau seiner Diözese.

Mit den benediktinischen Reformbewegungen seiner Zeit verbunden, rief er den Mönch Egbert aus Gorze als Abt nach Münsterschwarzach. Der selige Egbert selbst wurde 1056 erster Abt in Lambach, nachdem Adalbero hier die Benediktiner eingeführt hatte.

Adalbero war am kaiserlichen Hof durch seine Tätigkeit als Ratgeber und Friedensstifter anerkannt.
Im Investiturstreit – dem Höhepunkt eines politischen Konflikts im mittelalterlichen Europa zwischen geistlicher und weltlicher Macht – schlug sich Adalbero mit allen Konsequenzen auf die Seite von Papst Gregor VII. und bezog damit Position gegen Kaiser Heinrich IV.

In den Wirren dieser Zeit musste er seine Bischofsstadt 1086 endgültig verlassen und starb am 6. Oktober 1090 im Exil in seiner Heimat Lambach und wurde in der Stiftskirche bestattet. Adalbero ist somit der einzige Heilige Oberösterreichs, der hier geboren wurde, hier lebte und hier begraben liegt. Sein Wahlspruch lautet: „Christus gestern, heute und in Ewigkeit.“
(StiftLambach)

Adalberoschrein und -statue im Neumünster, Würzburg

Heiliger Adalbero, bitte für uns!


Stift Lambach

Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Bruno.

Der Tod des hl. Bruno aus dem Brunozyklus von St. Severin, Köln.

Statue im Petersdom

Glasfenster im Kölner Dom

Seitenaltar der ehemaligen Kartäuserkirche von S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom

Statue von Bruno von Köln in S. Maria degli Angeli e dei Martiri, Rom UND Altarbild Maria erscheint dem hl. Bruno, ebendort

 

Dienstag, 5. Oktober 2021

Weshalb ist das Jesuskind so froh?

Reliquie der hl. Schwester Faustyna

Heute sah ich, wie P. Andrasz die heilige Messe feierte.
Vor der Wandlung erblickte ich das kleine Jesuskind, das sehr fröhlich war; mit ausgestreckten Armen: nach einer Weile sah ich nichts mehr. Ich war in meinem Einzelzimmer und setzte mein Dankgebet fort.  
Später dachte ich: Weshalb war das Jesuskind so froh? Wie ich sehe, ist es nicht immer so fröhlich.
Darauf hörte ich innerlich die Worte: "Weil Ich Mich in seinem Herzen wohlfühle."
Das wunderte mich überhaupt nicht, denn ich weiß, daß er Jesus sehr liebt.
(Tagebuch der Sr. Faustyna, Nr. 879)

Glasfenster in der Kathedrale von Tschenstochau, vita

Kapelle der Gemeinschaft der Heiligen im Heiligtum der Barmherzigkeit, Gebet für die Stunde der Barmherzigkeit 

Reliquienbild und Gebet auf die Fürsprache der hl. Faustyna - Faustyna bewahrt durch Leiden einen Priester vor einer Todsünde

Weiheakt der Welt an die Barmherzigkeit Gottes - Heiligtum d. Barmherzigkeit innen

Gebet Barmherzigstes Herz sei gegrüßt - Altar d. Heiligtums der Barmherzigkeit

Kapelle der hl. Schwester Faustyna im Heiligtum der Barmherzigkeit 

Kardinal Schönborn über Johannes Paul II. und Schwester Faustyna, 2007 

Am Grab der hl. Faustyna Kowalska, Litanei zur Barmherzigkeit Gottes

Seelenrettung durch Opfer, Statue bei der Grabeskirche v. Sr. Faustyna

Altar des barmherzigen Jesus und v. Sr. Faustyna, Fronleichnamskirche, Krakau 

Beichte, am Grab v. Sr. Faustyna

Johannes Paul II. Benedikt XVI., Klosterkirche Sr. Faustyna

 

Heilige Schwester Faustyna, bitte für uns!

Kapelle in der Unterkirche des Heiligtums der Barmherzigkeit, Krakau

 

Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Franz Xaver Seelos (Redemptorist)
Tafelbild in der Wiener Marienkirche

der sel. Anna Schäffer
an ihrem Grab in Mindelstätten
Sühne für die Seelen

des sel. Bartolo Longo in Pompej

und des hl. Raimund von Capua (an seinem Grab in Neapel)

 

Montag, 4. Oktober 2021

Franziskus vor dem Sultan

 

Franziskus vor dem Sultan, S. Croce, Florenz


In Begleitung des Bruders Illuminatus, eines wahrhaft erleuchteten und tugendhaften Menschen, machte er sich auf den Weg. Da begegneten ihm auf dem weg zwei Schäflein. Ihr Anblick erfüllte den Heiligen mit Freude, und er sagte zu seinem Gefährten: Vertrau  auf den Herrn, Bruder, denn an uns wird sich das Wort des Evangeliums erfüllen: Siehe, ich sende euch wie Schafe unter die Wölfe.
Als sie schon weitergegangen waren, stießen sie auf sarazenische Soldaten. Wie Wölfe auf die Schafe stürzen, so ergriffen sie die Diener Gottes. Sie behandelten sie mit Grausamkeit und Verachtung, stießen Schmähungen gegen sie aus, versetzten ihnen Schläge und fesselten sie. Übel zugerichtet wurden sie schließlich zum Sultan gebracht - Gottes Vorsehung lenkte es so, wie Franziskus es gewünscht hatte.

Der Fürst fragte sie, wer sie gesandt habe, was der Zweck ihres Kommens sei und wie sie hierher gelangt seine.  Da gab der Diener Christi Franziskus freimütig zur Antwort, nicht Menschen, sondern Gott, der Allerhöchste, habe sie gesandt, damit er ihm und seinem Volke den Weg des Heiles zeige und das wahre Evangelium verkünde. Er predigte dem Sultan mit solcher Unerschrockenheit, Geisteskraft und  Glut den einen, dreifaltigen Gott und den Erlöser aller Menschen Jesus Christus, dass in Wahrheit an ihm das Wort des Evangeliums erfüllt schien. Ich werde euch Beredsamkeit und Weisheit verleihen, der alle eure Gegner nicht zu widerstehen und zu widersprechen vermögen. Denn auch der Sultan sah die wunderbare Glut und Kraft des Geistes bei dem Gottesmann, er hörte ihn gern und drängte ihn, länger bei ihm zu bleiben.
Durch eine Weisung Gottes erleuchtet, gab jedoch der Diener Christi zur Antwort: "Wenn du dich mit deinem Volke zu Christus bekehren willst, will ich aus Liebe zu ihm gern bei euch bleiben. Solltest du aber Bedenken tragen, für den Glauben an Christus das Gesetz des Mohammed zu verlassen, dann lass ein großes Feuer anzünden, dann werde ich mit deinen Geistlichen ins Feuer hingehen, damit du wenigstens dadurch erkennen mögest, welchen Glauben man mit mehr Recht als sicherer und heiliger festhalten muss."
Da erwiderte der Sultan:"Ich glaube nicht, dass sich einer meiner Priester bereit findet, sich zur Verteidigung seines Glaubens ins Feuer zu gebeben oder irgendeine Marter auf sich zu nehmen." Denn er hatte bemerkt, wie sich einer von seinen Priestern, ein Mann von hohem Ansehen und Alter, bei diesen Worten des Heiligen aus dem Blickfeld entfernte. 

Da sagte der Heilige: "Versprichst du mir für dich und dein Volk, du werdest den Glauben an Christus annehmen, wenn ich unversehrt durchs Feuer gehe, dann will ich allein hineingehen. Werde ich verbrannt, dann rechte dies meinen Sünden an; beschützt mich aber Gottes Macht, dann erkennt, dass Christus, Gottes Kraft und Weisheit wahrhaft Gott und Herr, der Erlöser aller Menschen ist!"

Der Sultan erwiderte, er wage nicht, eine solche Probe vorzunehmen, denn er fürchtete einen Aufruhr seines Volkes. Doch bot er Franziskus viele kostbare Gegenstände an, die der gottesmann aber alle wie Lehm verachtete; denn ihn verlangte nicht nach irdischem Reichtum, sondern nach dem Heil der Seelen. Da wunderte sich der Sultan sehr und brachte ihm noch größere Verehrung entgegen, sah er doch, wie dieser Heilige alle irdischen Güter gänzlich verachtete. Er wollte zwar nicht den christlichen Glauben annehmen oder wagte es vielleicht nicht; doch bat er den Diener Christi inständig, er möge zum Heil seiner Seele diese Gaben nehmen und für die christlichen Armen oder die Kirchen verwenden. Weil aber Franziskus die Last des Geldes floh und weil er erkannte, dass die wahre Frömmigkeit im Herzen des Sultan noch nicht Wurzel geschlagen hatte, lehnte er dieses Angebot ab.
(Bonaventura von Bagnoregio, Legenda Major, IX,8; in FranziskusQuellen, 744)

Santa Croce, Firenze/Florenz

Sonntag, 3. Oktober 2021

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen

Sakrament der Ehe, Taufkapelle,
Our Lady and the English Martyrs Church - Cambridge

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 10,2-16

In jener Zeit
2 kamen Pharisäer zu Jesus
und fragten:
Ist es einem Mann erlaubt,
seine Frau aus der Ehe zu entlassen?
Damit wollten sie ihn versuchen.
3 Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben?

4 Sie sagten:
Mose hat gestattet, eine Scheidungsurkunde auszustellen
und die Frau aus der Ehe zu entlassen.
5 Jesus entgegnete ihnen:
Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben.
6 Am Anfang der Schöpfung aber
hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen.
7 Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen
8 und die zwei werden ein Fleisch sein.
Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.
9 Was aber Gott verbunden hat,
das darf der Mensch nicht trennen.
10 Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.
11 Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt
und eine andere heiratet,
begeht ihr gegenüber Ehebruch.
12 Und wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt
und einen anderen heiratet,
begeht sie Ehebruch.
13 Da brachte man Kinder zu ihm,
damit er sie berühre.
Die Jünger aber wiesen die Leute zurecht.
14 Als Jesus das sah, wurde er unwillig
und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen;
hindert sie nicht daran!
Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
15 Amen, ich sage euch:
Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind,
der wird nicht hineinkommen.
16 Und er nahm die Kinder in seine Arme;
dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.
(Evangelium vom 27. Sonntag, B)

Freitag, 1. Oktober 2021

Ein Prost auf die Gotteskindschaft

wie meine Posts entstehen .....

 

Die Taufkapelle der hl. Theresia von Lisieux

 

Basilika Notre Dame d´Alencon

Taufurkunde der hl. Theresia

Taufkleid, hier wurde am Samstag, 4. Jänner 1873 Marie Francoise
Therese Martin getauft

Reliquien der hl. Theresia und ihrer Eltern Louis und Zelie Martin
Heilige Theresia, bitte für uns!
 

Jesus, mein göttlicher Bräutigam!
Laß mich nie das zweite Kleid meiner Taufe (das Ordensgewand) verlieren.
Nimm mich eher hinweg, als daß ich freiwillig
auch nur den kleinsten Fehler begehe.
Hilf mir, daß ich immer nur dich allein
suche und finde,
daß mir die Geschöpfe nichts bedeuten
und ich ihnen nichts;
du, Jesus sollst alles sein!

Mögen die Dinge dieser Welt
mich niemals beunruhigen,
möge nichts meinen Frieden stören.

Jesus, ich bitte dich um den Frieden,
und auch um die Liebe, die unendliche Liebe,
die keine andere Grenze kennt außer dir,
die Liebe, die nicht mehr meine ist,
sondern die du bist, mein Jesus.

Laß mich für dich als Märtyrerin sterben;
das Martyrium des Herzens oder des Leibes;
oder am besten alle beide.
Hilf mir, daß ich meine Gelübde
in aller Vollkommenheit erfülle,
laß mich verstehen, was es heißt,
deine Braut zu sein.
Laß mich nie eine Last sein für die Gemeinschaft,
niemand soll sich um mich kümmern,
man möge mich mit Füßen treten,
nicht beachten wie ein kleines Sandkorn.

Deinen Willen will ich vollkommen erfüllen,
damit ich an den Platz komme,
den du mir bereitet hast...

Jesus, verzeih mir,
wenn ich dir unpassende Dinge sage,
ich möchte nichts anderes,
als dir Freude und Trost bereiten.

(Gebet am Tag der Profess, 8. September 1890)




Taufe der hl. Theresia

Taufkapelle der hl. Theresia von Lisieux


Christus liebt die Kinder/das Kindsein



In dieser Kirche haben Louis und Zelie Martin geheiratet,
ist Therese getauft worden und hat das Requiem von Zelie Martin stattgefunden

Kathedrale von Alençon

Sich opfern für die Priester - Bild in der Wiener Peterskirche

Aus Liebe leben - Statue in der St Salvator Kathedrale in Brügge

Theresia, Patronin der Missionen (Basilika Sainte Therese, Lisieux)

Das Lächeln der Himmelskönigin

Für die Priester beten! 

und nochmal: Gebet für die Priester

Gebet zum göttlichen Antlitz

Theresia lässt Rosen regnen

Die Mosaiken in der Unterkirche der Basilika St. Therese de Lixieux

In der Pfarrkirche St. Pierre erkennt Therese ihre Mission

Der pilgernde Reliquienschrein der hl. Therese

Die Eltern Zelie und Louis Martin

Am Grab der hl. Theresia vom Kinde Jesu