Posts mit dem Label Bremen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bremen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 6. August 2026

Lernen: Auf ihn sollt ihr hören

 

Bremer Dom

Verklärung des Herrn

Glasfenster in St Peter Mancraft, Norwich (Präfation 2. Fastensonntag)

Figurengruppe der Verklärung im Chorumgang von Notre Dame de Chartres, B16 7. August 2005 

Altar der Dominikanerkirche in Lublin, Gebet der Ostkirche

San Marco Museum, Florenz, Fra Angelico, B16 Angelus, 9.3.2009

Glasfenster in der St Paul´s Cathedral in Dundee, B16, 2. Fastensonntag 2006

Glasfenster in Salisbury Cathedral, Einführung ins Jesusbuch von B16

Glasfenster in St Chad´s Church - The Manchester Oratory (Präfation)

Gemälde in den Uffizien

Mosaik, Rosenkranzstation in Medjugorje (B16. 6 August 2006)

Hochaltarbild im Stift Kremsmünster

Glasfenster in St Etheldreda´s Church, London

Berg Tabor im Heiligen Land 1 (B16, 24.2.2013)

Glasfenster in La Salette

Mosaik im Petersdom

Malerei in S. Maria degli Angeli e dei Martiri in Rom

Kloster Sucevita in Rumänien

Berg Tabor - neue Impressionen 2 (B16, 18.2.2008)

Glasfenster im Magdalene College in Cambridge

Glasfenster im Straßburger Münster

Glasfenster in der Basilika Sacre Coeur, Paray Le Monial (B16. 5.3.2007)

Verklärung des Herrn, Eingangsportal, Peter Fuchs, 1891, Dom St. Petri, Bremen
 

"Da kam eine Wolke und warf ihren Schatten auf sie, und aus der Wolke rief eine Stimme: Dies ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören" (Mk 9,7).
Die heilige Wolke, die Schechina, ist das Zeichen der Gegenwart Gottes selbst. Die Wolke über dem Offenbarungszelt zeigte Gottes Gegenwart an. Jesus ist das heilige Zelt, über dem die Wolke der Gegenwart Gottes steht und von dem aus sie nun auch die anderen "überschattet". Die Szene der Taufe Jesu wiederholt sich, in der der Vater selbst Jesus aus der Wolke heraus als Sohn proklamiert hatte: "Du bist mein Sohn, der Geliebte. An dir habe ich Wohlgefallen" (Mk 1,11).
Zu dieser feierlichen Proklamation der Sohnschaft tritt nun aber der Imperativ hinzu: "Auf ihn sollt ihr hören." Hier wird der Zusammenhang mit dem Aufstieg des Mose auf dem Sinai wieder sichtbar, den wir als Hintergrund der Verklärungsgeschichte am Beginn gesehen habe. Mose hatte auf dem Berg die Tora, Gottes weisendes Wort empfangen. Nun wird uns über Jesus gesagt: "Auf ihn sollt ihr hören."
Gese hat diese Szene treffend so kommentiert: "Jesus ist zum göttlichen Offenbarungswort selbst geworden. Deutlicher, gewaltiger können es die Evangelien nicht darstellen: Jesus ist die Tora selbst".
Die Erscheinung ist damit beendet, ihr tiefster Sinn zusammengefasst in diesem einen Wort. Die Jünger müssen mit Jesus wieder absteigen und immer neu lernen: "Auf ihn sollt ihr hören."
(Ratzinger, Benedikt XVI., Jesus von Nazareth, 1. Teil, 363f)


Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 17

In jener Zeit
1 nahm Jesus Petrus, Jakobus
und dessen Bruder Johannes beiseite
und führte sie auf einen hohen Berg.
2 Und er wurde vor ihnen verwandelt;
sein Gesicht leuchtete wie die Sonne
und seine Kleider wurden weiß wie das Licht.
3 Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elíja
und redeten mit Jesus.
4 Und Petrus antwortete und sagte zu Jesus:
Herr, es ist gut, dass wir hier sind.
Wenn du willst, werde ich hier drei Hütten bauen,
eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja.
Noch während er redete,
siehe, eine leuchtende Wolke überschattete sie
und siehe, eine Stimme erscholl aus der Wolke:
Dieser ist mein geliebter Sohn,
an dem ich Wohlgefallen gefunden habe;
auf ihn sollt ihr hören.
6 Als die Jünger das hörten,
warfen sie sich mit dem Gesicht zu Boden
und fürchteten sich sehr.
7 Da trat Jesus zu ihnen,
fasste sie an
und sagte: Steht auf und fürchtet euch nicht!
Und als sie aufblickten,
sahen sie niemanden außer Jesus allein.
9 Während sie den Berg hinabstiegen, gebot ihnen Jesus:
Erzählt niemandem von dem, was ihr gesehen habt,
bis der Menschensohn von den Toten auferweckt ist!

Bremer Dom St. Petri