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Sonntag, 9. August 2026

Herr, rette mich!

 

Der im Wasser versinkende Petrus wird vom Herrn gerettet, Paderborner Dom

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 14

Nachdem Jesus die Menge gespeist hatte,
22 drängte er die Jünger, ins Boot zu steigen
und an das andere Ufer vorauszufahren.Inzwischen wollte er die Leute nach Hause schicken.
23 Nachdem er sie weggeschickt hatte,
stieg er auf einen Berg, um für sich allein zu beten.
Als es Abend wurde, war er allein dort.
24 Das Boot aber war schon viele Stadien vom Land entfernt
und wurde von den Wellen hin und her geworfen;
denn sie hatten Gegenwind.
25 In der vierten Nachtwache kam er zu ihnen;
er ging auf dem See.
26 Als ihn die Jünger über den See kommen sahen,
erschraken sie,
weil sie meinten, es sei ein Gespenst,
und sie schrien vor Angst.
27 Doch sogleich sprach Jesus zu ihnen
und sagte: Habt Vertrauen, ich bin es;
fürchtet euch nicht!
28 Petrus erwiderte ihm und sagte:
Herr, wenn du es bist,
so befiehl, dass ich auf dem Wasser zu dir komme!
29 Jesus sagte: Komm!
Da stieg Petrus aus dem Boot
und kam über das Wasser zu Jesus.
30 Als er aber den heftigen Wind bemerkte,
bekam er Angst.
Und als er begann unterzugehen,
schrie er: Herr, rette mich!
31 Jesus streckte sofort die Hand aus,
ergriff ihn
und sagte zu ihm: Du Kleingläubiger,
warum hast du gezweifelt?
32 Und als sie ins Boot gestiegen waren,
legte sich der Wind.
33 Die Jünger im Boot aber fielen vor Jesus nieder
und sagten: Wahrhaftig, Gottes Sohn bist du.
(Evangelium vom 19. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)


Glasfenster von Nikolaus Bette, vlnr: König David, Nachfolge Christi, Christus, die Urgemeinde, das himmlische Jerusalem, Paderborner Dom

Paderborner Dom

Sonntag, 2. August 2026

Sie folgten ihm zu Fuß

Die Leute folgten ihm zu Fuß, nicht auf Reittieren, nicht auf Wagen, sondern mühevoll auf ihren eigenen Füßen. Das lässt ihr brennendes Herz erkennen!
(Hieronymus, Thomas von Aquin, Catena Aurea, Hrsg. Schlosser, Kolbinger, 257)

Brotvermehrung, Nikolaus Bette, zw. 1982-1988, Paderborner Dom

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 14

In jener Zeit,
13 als Jesus hörte, dass Johannes enthauptet worden war,
zog er sich allein von dort mit dem Boot
in eine einsame Gegend zurück.
Aber die Volksscharen hörten davon
und folgten ihm zu Fuß aus den Städten nach.
14 Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen
und hatte Mitleid mit ihnen
und heilte ihre Kranken.
15 Als es Abend wurde,
kamen die Jünger zu ihm
und sagten: Der Ort ist abgelegen
und es ist schon spät geworden.
Schick die Leute weg,
damit sie in die Dörfer gehen
und sich etwas zu essen kaufen!
16 Jesus aber antwortete: Sie brauchen nicht wegzugehen.
Gebt ihr ihnen zu essen!
17 Sie sagten zu ihm:
Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische hier.
18 Er antwortete:
Bringt sie mir her!
19 Dann ordnete er an, die Leute sollten sich ins Gras setzen.
Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische,
blickte zum Himmel auf,
sprach den Lobpreis,
brach die Brote und gab sie den Jüngern;
die Jünger aber gaben sie den Leuten
20 und alle aßen und wurden satt.
Und sie sammelten die übrig gebliebenen Brotstücke ein,
zwölf Körbe voll.
21 Es waren etwa fünftausend Männer, die gegessen hatten,
dazu noch Frauen und Kinder.
(Evangelium vom 18. Sonntag im Jahreskreis, Lesejahr A)

Paderborner Dom