Sonntag, 15. August 2021

Der Herr hat dich erhoben über die Chöre der Engel

Aufnahme Mariens, S. Ignazio, Rom

 

Am 1. November 1950 hat Pius XII. die Lehre, dass Maria mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde, als Glaubenssatz verkündet und damit die seit alters her vorhandene christliche Glaubensüberzeugung endgültig bestätigt. Das Fest „Mariä Himmelfahrt“, richtiger das Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel, ist in der Ostkirche bald nach dem Konzil von Ephesus (431) aufgekommen. Von Kaiser Mauritius (582–602) wurde der 15. August als staatlicher Feiertag anerkannt. In der römischen Kirche wird das Fest seit dem 7. Jahrhundert gefeiert.

Das Dogma   „Wir verkünden, erklären und definieren es als ein von Gott offenbartes Dogma, dass die unbefleckte, allzeit jungfräuliche Gottesmutter Maria nach Ablauf ihres irdischen Lebens mit Leib und Seele in die himmlische Herrlichkeit aufgenommen wurde.“ (Pius XII.)
(erzabteibeuron)

Großes wird von dir gesagt, Maria:
Der Herr hat dich erhoben
über die Chöre der Engel in seine Herrlichkeit.

Allmächtiger Gott,
du hast die Jungfrau Maria
zur Mutter deines ewigen Sohnes erwählt.
Du hast auf deine niedrige Magd geschaut
und sie mit Herrlichkeit gekrönt.
Höre auf ihre Fürsprache
und nimm auch uns in deine Herrlichkeit auf,
da du uns erlöst hast
durch den Tod und die Auferstehung
deines Sohnes unseres Herrn Jesus Christus,
der in der Einheit des Heiligen Geistes
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
(Tagesgebet der Vorabendmesse)

Samstag, 14. August 2021

Maximilian Kolbe

 

Altar des hl. Maximilian Kolbe, Minoritenkirche, Venedig

Maximilian Maria Kolbe, geboren 7. Januar 1894 zu Zdunska-Wola in Polen, wurde Minorit und 1918 Priester, rief eine marianische Apostolatsvereinigung ins Leben und baute seit 1922 in Polen und seit 1930 in Japan die katholische Presse auf. 1936 nach Polen zurückgekehrt, wurde er 1940 ins Konzentrationslager Oranienburg, dann 1941 nach Auschwitz verschleppt. Hier opferte er freiwillig sein Leben in Stellvertretung für einen jungen polnischen Familienvater.
(erzabteibeuron)

Gott, in deiner Kraft
hat der heilige Maximilian Maria Kolbe die Qualen des Martyriums ausgehalten
und sein Leben für den Bruder in Christus hingegeben.
Sieh auf unsere Schwachheit und gib uns die Kraft, 
deine Wahrheit und deine Liebe in unserem Leben und Sterben zu bezeugen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Maria gloriosa de frari, Minoritenkirche Venedig

Statue in der Franziskanerkirche Vicenza

Gebet zur Mutter Gottes um Rettung (Loretokapelle Brünn)
Über das Leiden (Minoritenkirche Wien)
Durch die Hände der Unbefleckten kannst du alles (Katharinakirche Krakau) 
Die Macht des Gebetes (Chiesa dei Santi Apostoli, Rom)

Priesterweihe in Rom
Die Primizkirche des M. Kolbe, (S. Andrea delle Fratte, Rom)
Die Todeszelle des hl. Maximilian Kolbe

 

Mittwoch, 11. August 2021

Klara von Assisi

Ein strahlender Stern ist aufgegangen am heutigen Tag:
denn heute wurde die heilige Klara,
die arme Magd des Herrn,
verherrlicht im Reich des Himmels.
(Eröffnungsvers)


Glasfenster in der Kathedrale von Marburg, Tau als Zeichen der Erlösung

Berufung der hl. Klara, S. Lorenzo, Vicenza

Rundgang in San Damiano

Das Tafelbild der hl. Klara

Das Testament Klaras (Glasfenster in der Franziskanerkirche, Budapest)

An der Tür der Franziskanerkirche in Salzburg

Klara von Assisi, Franziskanerkirche, Bologna


Ordensgründerin
Namensdeutung: die Leuchtende (lat.)
Namenstage: Klara, Chiara, Clarissa, Claire, Klarine, Klaartje, Klárika
Gedenktag: 11. August

Lebensdaten: geboren 1194 in Assisi, gestorben am 11. August 1253 in San Damiano/Assisi

Lebensgeschichte: Chiara Scifi war von adligem Stand und hatte eine hervorragende Ausbildung genossen, doch statt sich von ihren Eltern standesgemäß verheiraten zu lassen, wollte sie lieber ihrem Landsmann Franz von Assisi in radikaler Armut nachfolgen. In der Nacht zum Palmsonntag 1212 verließ sie mit Hilfe von Franziskus und seinen Gefährten heimlich ihr Elternhaus für das kleine Kloster Portiunkula, in dem die Minderbrüder lebten, ließ sich von Franziskus die Haare abschneiden, mit der rauen Büßerkutte bekleiden und legte feierlich die Gelübde von Armut, Keuschheit und Gehorsam ab. Auf die verschämte Frage seiner Mitbrüder, was sie denn mit Klara anfangen sollten, soll Franziskus geantwortet haben: „Was soll mit Bruder Klara sein?“

Klara hatte noch einige Auseinandersetzungen mit ihrer Familie, als sie ihr mit geschorenem Haupt wieder unter die Augen trat und ihre Schwester Agnes es ihr gleichzutun begann. Franziskus brachte sie zunächst in Benediktinerinnenklöstern unter, um sie vor den gewaltsamen Heimholungsversuchen des Vaters zu bewahren. 1215 konnte sich Chiara mit einigen Gefährtinnen bei der kleinen, abgelegenen Kirche San Damiano ansiedeln und gründete die Gemeinschaft der Armen Frauen von San Damiano, später Klarissen genannt, der sich am Ende auch ihre Mutter und weitere Verwandte anschlossen.

Ab 1224 war Klara infolge strenger Bußübungen und durchgebeteter Nächte ständig krank, doch energisch genug, um die Ausbreitung ihres Ordens zu überwachen und nacheinander mehrere Ordensregeln zu verwerfen, weil diese nicht die Zugehörigkeit zur franziskanischen Familie berücksichtigten und die Armutsverpflichtung nicht festhielten. Schließlich schrieb sie ab 1247 selber und als erste Frau überhaupt eine Ordensregel, die Papst Innozenz IV. zwei Tage vor ihrem Tod am 11. August 1253 anerkannte.

Verehrung/Brauchtum: Klara wurde bereits zwei Jahre nach ihrem Tod von Papst Alexander IV. heiliggesprochen und ruht unversehrt in der Krypta der Kirche Santa Chiara in Assisi. Durch das in Assisi geweihte Klarawasser erhoffen Augenleidende, Heilung zu erlangen. Papst Pius XII. erklärte sie 1958 zur Patronin des Fernsehens, weil sie der Legende nach die Weihnachtsmesse 1252 von ihrer Zelle aus hatte mitverfolgen können.

Darstellung: im Ordensgewand mit Regelbuch, Monstranz, Kreuz, Ziborium oder Lilie

Patronin: von Assisi, der Klarissen, der Wäscherinnen und Stickerinnen, der Glaser, Glasmaler, Blinden und des Fernsehens, Helferin gegen Fieber und Augenleiden
(Bistum Augsburg)

Dienstag, 10. August 2021

Ich freue mich von Herzen!

 

Martyrium des hl. Laurentius, S. Lorenzo, Florenz
Heiliger Laurentius, bitte für uns!
 

Der heilige Laurentius rief:
Ich freue mich von Herzen, dass ich eine Opfergabe Christi werden darf.


Engel im Hintergrund mit der Krone des ewigen Lebens
Laurentius wurde aufgenommen in die Schar der Märtyrer, denn er hatte sich zum Namen Christi bekannt (Antiphon)

 

 Laurentiusaltar in S. Lorenzo, Vicenca

Das Martyrium des hl. Laurentius (ND de Chartres)

Wie Laurentius (St Lawrence Jewry, London)

Auf dem Rost habe ich dich, Gott, nicht verleugnet (ND de Luxembourg)

Das Martyrium des hl. Laurentius nach dem Zeugnis des hl. Ambrosius

Am Grab der hll. Laurentius und Stephanus

 

S. Lorenzo, Florenz

Sonntag, 8. August 2021

Das Eucharistische Wunder von Lanciano

Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
Das Brot, das ich geben werde,
ist mein Fleisch für das Leben der Welt.
Joh 6,51 (Evangelium, 19. Sonntag)
 
 
Reliquienmonstranz des Eucharistischen Wunders von Lanciano


Das Eucharistiewunder von Lanciano fand im Jahre 7. Jahrhundert nach Christus statt. Damals feierte ein Basilianermönch die Heilige Messe. Ihn plagten schon länger Zweifel bei der Frage nach der Echtheit der Heiligen Eucharistie. Bei der Wandlung passiert das Unglaubliche. Ein Teil der Heiligen Hostie verwandelte sich in blutendes Fleisch, der Wein wurde zu frischem Blut, das später in fünf Blutkörperchen gerann. Seit dieser Zeit kann man den Leib und das Blut Christi in Lanciano öffentlich sehen.

Die wunderbare Hostie wird zwischen zwei Glasscheiben in einer Monstranz aufbewahrt und ist unverwest. Bei späteren medizinischen Untersuchungen im Jahre 1574 stellte sich heraus, dass das Gewicht der einzelnen Blutkörperchen sowie das Gewicht gesamten Blutes immer 16,505 Gramm beträgt. Später wurde auch wissenschaftlich bewiesen, dass sowohl das Blut als auch das Fleisch vom selben Menschen sind und es sich um die Blutgruppe AB handelt, die selbe Blutgruppe wie auch auf dem Turiner Grabtuch.

1970 wurde nach den wissenschaftlichen Untersuchungen vom Erzbischof von Lanciano und Bischof von Ortana ein Schreiben veröffentlicht, in dem festgestellt wurde:

Der Unterzeichnete, Erzbischof von Lanciano, verkündigt und bestätigt, dass in der Kirche zum heiligen Franziskus in Lanciano, die im Volksmund „Heiligtum vom Wunder der Eucharistie" heißt, aus dem achten Jahrhundert eucharistische Spezies unter der sichtbaren Gestalt von wirklichem Fleisch und Blut aufbewahrt werden. Das Verwandlungswunder ereignete sich während einer Heiligen Messe in der Kirche zum heiligen Legonziano, über der sich heute das oben genannte Heiligtum erhebt.

Auf erzbischöfliche Anordnung wurden die oben bezeichneten heiligen Reliquien einer medizinischen Untersuchung durch Fachgelehrte unterzogen, die sich über mehrere Monate erstreckte.

Diese wissenschaftliche Prüfung ergab:

  1. Es handelt sich um wirkliches Fleisch und Blut.
  2. Sowohl das Fleisch als auch das Blut stammen von einem Menschen.
  3. Das Fleisch weist eindeutig die Struktur des Herzgewebes auf.
  4. Das Fleisch und das Blut haben die gleiche Blutgruppe.
  5. Das Diagramm des Blutes ist übertragungsfähig auf menschliches Blut, wie es heute entnommen wird.
  6. Das Fleisch und das Blut gleichen dem einer lebenden Person. (Kathpedia)

Heiligtums des Eucharistischen Wunders, Lanciano


Freitag, 6. August 2021

Du hast uns gezeigt, was wir erhoffen dürfen

 

Verklärung des Herrn, Giovanni Gerolamo Savoldo, Uffizien, Florenz

Die Verklärung Christi wird von Matthäus, Markus und Lukas berichtet (Mt 17, 1–9; Mk 9, 2–10; Lk 9, 28–36). Das Fest der Verklärung wird in der Ostkirche sicher seit dem 6. Jahrhundert gefeiert. In der abendländischen Kirche wurde es 1457 von Papst Kallistus III. allgemein vorgeschrieben zum Dank für den Sieg über die Osmanen bei Belgrad.
(erzabteibeuron)

Aus einer leuchtenden Wolke kam die Stimme des Vaters:
Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe:
Auf ihn sollt ihr hören.


Allmächtiger Gott,
bei der Verklärung deines eingeborenen Sohnes
hast du durch das Zeugnis der Väter
die Geheimnisse unseres Glaubens bekräftigt.
Du hast uns gezeigt, was wir erhoffen dürfen,
wenn unsere Annahme an Kindes statt
sich einmal vollendet.
Hilf uns, auf das Wort deines Sohnes zu hören,
damit wir Anteil erhalten an seiner Herrlichkeit.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.


Verklärung des Herrn

Mosaik, Rosenkranzstation in Medjugorje 

Hochaltarbild im Stift Kremsmünster

Glasfenster in St Etheldreda´s Church, London

Berg Tabor im Heiligen Land 1

Glasfenster in La Salette

Mosaik im Petersdom

Malerei in S. Maria degli Angeli e dei Martiri in Rom

Kloster Sucevita in Rumänien

Berg Tabor - neue Impressionen 2

Glasfenster im Magdalene College in Cambridge

Glasfenster im Straßburger Münster

Glasfenster in der Basilika Sacre Coeur, Paray Le Monial 

Uffizienbesuch bei Regenwetter

Donnerstag, 5. August 2021

Die Entstehungsgeschichte von Santa Maria Maggiore

 

Capella Paolina mit der Ikone der Madonna "Salus Populi Romani"

Papst Liberius zeichnet den Grundriß der ersten Basilika in den Schnee, Cappella Paolina, S. Maria Maggiore, Rom

 

Die Entstehungsgeschichte dieser frühen Kirche ist legendenumwoben und stimmungsvoll. Sie wurde von einem gewissen Fra Bartolomeo aus Trient im 13. Jh. festgehalten.
Dieser Ordensbruder berichtet von  einem reichen und frommen römischen Senator namens Johannes. Da dieser und seine Frau keine Kinder haben konnten, beschlossen sie, ihre Güter und ihr Vermögen der Kirche zu vermachen.
In der Nacht der August-Nonen (vom 4. auf den 5.8.) des Jahres 358 erschien die Jungfrau Maria dem Senator Johannes als auch Papst Liberius im Traum und bat um eine ihr geweihte Basilika an dem Ort in Rom, an welchem in jener Nacht Schnee fallen werde. Am folgenden Morgen begaben sich der Senator und der Papst auf den Cispius, wo es genau in jener Nacht tatsächlich auf wunderbare Weise geschneit hatte.
In Gegenwart zahlreicher Gläubiger zeichnete Liberius den Grundriß der künftigen Kirche in den frischen Schnee, wie es unter den Architekten von einst üblich war, die vor Baubeginn den Grundriß in Originalgröße im Sand markierten. (...)

Die heutige Basilika Santa Maria Maggiore verdankt ihr Entstehung dem Konzil von Ephesus (431), das Maria als Mutter Gottes bestätigte. Papst Sixtus III. hat wenige Jahre später den Bau der Kirche auf dem Esquilin beschlossen.
(Die Patriarchalbasiliken Roms, 122ff)

Wieso ist diese Kirche so bedeutend?

Pius IX. in S. Maria Maggiore 

Die Reliquie der Krippe Jesu

Das Grab des hl. Pius V.


Blick vom Mittelschiff zur Marienkapelle

Mittwoch, 4. August 2021

Pfarrer von Ars - Vorbild priesterlichen Dienens

 

hl. Messe zum Herz-Jesu-Fest am 11. Juni 2010, Petersdom

Papstpredigt zum Abschluss des Priesterjahres

ROM, 11. Juni 2010 - Papst Benedikt hat am heutigen Herz-Jesu-Freitag in Rom das Priesterjahr mit einer großen Abschlussmesse am Petersplatz das Priesterjahr beendet. An der Messe nahmen rund 17.000 Priester und etliche tausend Gläubige teil.

Das Priesterjahr, das wir 150 Jahre nach dem Tod des heiligen Pfarrers von Ars, dem Vorbild priesterlichen Dienens in unserer Welt, begangen haben, geht zu Ende. Vom Pfarrer von Ars haben wir uns führen lassen, um Größe und Schönheit des priesterlichen Dienstes neu zu verstehen.

Der Priester ist nicht einfach ein Amtsträger wie ihn jede Gesellschaft braucht, damit gewisse Funktionen in ihr erfüllt werden können. Er tut vielmehr etwas, das kein Mensch aus sich heraus kann: Er spricht in Christi Namen das Wort der Vergebung für unsere Sünden und ändert so von Gott her den Zustand unseres Lebens. Er spricht über die Gaben von Brot und Wein die Dankesworte Christi, die Wandlungsworte sind - ihn selbst, den Auferstandenen, sein Fleisch und sein Blut gegenwärtig werden lassen und so die Elemente der Welt verändern: die Welt auf Gott hin aufreißen und mit ihm zusammenfügen.

So ist Priestertum nicht einfach „Amt", sondern Sakrament: Gott bedient sich eines armseligen Menschen, um durch ihn für die Menschen da zu sein und zu handeln. Diese Kühnheit Gottes, der sich Menschen anvertraut, Menschen zutraut, für ihn zu handeln und da zu sein, obwohl er unsere Schwächen kennt - die ist das wirklich Große, das sich im Wort Priestertum verbirgt.

Daß Gott uns dies zutraut, daß er Menschen so in seinen Dienst ruft und so sich ihnen von innen her verbindet, das wollten wir in diesem Jahr neu bedenken und verstehen. Wir wollten die Freude neu aufleben lassen, daß Gott uns so nahe ist und die Dankbarkeit dafür, daß er sich unserer Schwachheit anvertraut. Daß er uns führt und hält, Tag um Tag. So wollten wir auch jungen Menschen wieder zeigen, daß es diese Berufung, diese Dienstgemeinschaft für Gott und mit Gott gibt - ja, daß Gott auf unser Ja wartet.

Mit der Kirche wollten wir wieder darauf hinweisen, daß wir Gott um diese Berufung bitten müssen. Wir bitten um Arbeiter in der Ernte Gottes, und dieser Ruf an Gott ist zugleich ein Anklopfen Gottes ans Herz junger Menschen, die sich zutrauen, was Gott ihnen zutraut. Es war zu erwarten, daß dem bösen Feind dieses neue Leuchten des Priestertums nicht gefallen würde, das er lieber aussterben sehen möchte, damit letztlich Gott aus der Welt hinausgedrängt wird.

So ist es geschehen, daß gerade in diesem Jahr der Freude über das Sakrament des Priestertums die Sünden von Priestern bekannt wurden - vor allem der Mißbrauch der Kleinen, in dem das Priestertum als Auftrag der Sorge Gottes um den Menschen in sein Gegenteil verkehrt wird. Auch wir bitten Gott und die betroffenen Menschen inständig um Vergebung und versprechen zugleich, daß wir alles tun wollen, um solchen Mißbrauch nicht wieder vorkommen zu lassen; daß wir bei der Zulassung zum priesterlichen Dienst und bei der Formung auf dem Weg dahin alles tun werden, was wir können, um die Rechtheit der Berufung zu prüfen, und daß wir die Priester mehr noch auf ihrem Weg begleiten wollen, damit der Herr sie in Bedrängnissen und Gefahren des Lebens schütze und behüte. Wenn das Priesterjahr eine Rühmung unserer eigenen menschlichen Leistung hätte sein sollen, dann wäre es durch diese Vorgänge zerstört worden. Aber es ging uns gerade um das Gegenteil: Das Dankbar-Werden für die Gabe Gottes, die sich „in irdenen Gefäßen" birgt und die immer wieder durch alle menschliche Schwachheit hindurch seine Liebe in dieser Welt praktisch werden läßt. So sehen wir das Geschehene als Auftrag zur Reinigung an, der uns in die Zukunft begleitet und der uns erst recht die große Gabe Gottes erkennen und lieben läßt. So wird sie zum Auftrag, dem Mut und der Demut Gottes mit unserem Mut und unserer Demut zu antworten. Das Wort Christi, das wir in der Liturgie des heutigen Tages als Eröffnungsvers gesungen haben, kann uns in dieser Stunde sagen, was es heißt, Priester zu werden und zu sein: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig" (Mt 11, 29).

Wir feiern das Herz-Jesu-Fest und schauen mit der Liturgie der Kirche gleichsam in das Herz Jesu hinein, das im Tod von der Lanze des römischen Soldaten geöffnet wurde. Ja, sein Herz ist offen für uns und vor uns - und damit das Herz Gottes selbst. Die Liturgie legt uns die Sprache des Herzens Jesu aus, die vor allem von Gott als dem Hirten der Menschen spricht und uns damit das Priestertum Jesu zeigt, das im Innersten seines Herzens verankert ist und den immerwährenden Grund wie den gültigen Maßstab alles priesterlichen Dienstes zeigt, der immer im Herzen Jesu verankert sein und von daher gelebt werden muß. I

ch möchte heute vor allem die Texte auslegen, mit denen die betende Kirche auf das in den Lesungen ausgebreitete Wort Gottes antwortet. In diesen Gesängen gehen Wort und Antwort ineinander über. Sie sind einerseits selbst aus Gottes Wort genommen, sind aber zugleich schon Antwort des Menschen darauf, in der das Wort sich mitteilt und in unser Leben eintritt. Am wichtigsten unter diesen Texten ist in der Liturgie von heute der Psalm 23 (22): „Der Herr ist mein Hirte", in dem das betende Israel die Selbstoffenbarung Gottes als Hirten aufgenommen und zur Wegweisung im eigenen Leben gemacht hat. „Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen" - in diesem ersten Vers spricht sich Freude und Dankbarkeit dafür aus, daß Gott da ist und sich um den Menschen sorgt. Die Lesung aus Ezechiel beginnt mit dem gleichen Motiv: „Ich will mich selber um meine Schafe kümmern" (Ez 34, 11). Gott kümmert sich persönlich um mich, um uns, um die Menschheit. Ich bin nicht allein gelassen, nicht verloren im Weltall und in einer immer verwirrender werdenden Gesellschaft.

ER kümmert sich um mich. Er ist kein ferner Gott, dem mein Leben zu unwichtig wäre. Die Religionen der Welt haben, soweit wir sehen können, immer gewußt, daß es letztlich nur einen Gott gibt. Aber dieser Gott war weit weg. Er überließ allem Anschein nach die Welt anderen Mächten und Gewalten, anderen Gottheiten. Mit ihnen mußte man sich arrangieren. Der eine Gott war gut, aber doch fern. Er war nicht gefährlich, aber auch nicht hilfreich. So brauchte man sich mit ihm nicht zu beschäftigen. Er herrschte nicht. In der Aufklärung ist merkwürdigerweise dieser Gedanke zurückgekehrt. Man verstand noch, daß die Welt einen Schöpfer voraussetzt.

Aber dieser Gott hatte die Welt gebaut und sich offensichtlich von ihr zurückgezogen. Nun hatte sie ihre Gesetzmäßigkeiten, nach denen sie ablief, in die Gott nicht eingriff, nicht eingreifen konnte. Gott war nur ein ferner Anfang. Viele wollten vielleicht auch gar nicht, daß Gott sich um sie kümmere. Sie wollten nicht gestört sein durch Gott. Wo aber Gottes Sorge und Liebe als Störung empfunden wird, da ist der Mensch verkehrt. Es ist schön und tröstlich zu wissen, daß ein Mensch mir gut ist und sich um mich kümmert. Aber noch viel entscheidender ist, daß es den Gott gibt, der mich kennt, mich liebt und sich um mich sorgt. „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich" (Joh 10,14), betet die Kirche vor dem Evangelium mit einem Wort des Herrn. Gott kennt mich, sorgt sich um mich. Dieser Gedanke sollte uns richtig froh werden lassen. Lassen wir ihn tief in uns eindringen. Dann begreifen wir auch, was es bedeutet: Gott will, daß wir als Priester seine Sorgen um die Menschen an einem kleinen Punkt der Geschichte mittragen. Wir wollen als Priester Mitsorgende mit seiner Sorge um die Menschen sein, sie dieses Sich-Kümmern Gottes praktisch erlebbar werden lassen. Und mit dem Herrn sollte der Priester für seinen ihm anvertrauten Bereich sagen können: „Ich kenne die Meinen, und die Meinen kennen mich." „Kennen" ist im Sinne der Heiligen Schrift nie bloß ein äußeres Wissen, wie man die Telefonnummer eines Menschen kennt. „Kennen" heißt: dem anderen innerlich nah sein. Ihm gut sein. Wir sollten versuchen, die Menschen von Gott her und auf Gott hin zu „kennen", mit ihnen den Weg der Freundschaft Gottes zu gehen.

Kehren wir zu unserem Psalm zurück. Da heißt es: „Er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen. Muß ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil - denn du bist bei mir. Dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht" (23 [22], 3f). Der Hirte zeigt den ihm Anvertrauten den rechten Weg. Er geht voraus und führt sie. Sagen wir es anders: Der Herr zeigt uns, wie man das Menschsein richtig macht. Er zeigt uns die Kunst, ein Mensch zu sein. Was muß ich tun, damit ich nicht abstürze, im Sinnlosen mein Leben vertue? Das ist doch die Frage, die sich jeder Mensch stellen muß und die zu allen Zeiten des Lebens gilt. Und wieviel Dunkel gibt es zu dieser Frage in unserer Zeit! Immer wieder kommt uns das Wort Jesu in den Sinn, der Mitleid mit den Menschen hatte, weil sie wie Schafe ohne Hirten waren. Herr, hab Mitleid auch mit uns! Zeige uns den Weg! Aus dem Evangelium wissen wir es: Er selbst ist der Weg.

Mit Christus leben, ihm nachgehen - das heißt: den richtigen Weg finden, damit unser Leben sinnvoll wird und damit wir einmal sagen können: Ja, es war gut zu leben. Israel war und ist Gott dankbar, daß er in den Geboten den Weg des Lebens gezeigt hat. Der große Psalm 119 (118) ist ein einziger Ausdruck der Freude darüber: Wir tappen nicht im Dunkeln. Gott hat uns gezeigt, was der Weg ist, wie wir recht gehen können. Was die Gebote sagen, ist im Leben Jesu zusammengefaßt und zu lebendiger Gestalt geworden. So erkennen wir, daß diese Weisungen Gottes nicht Fesseln sind, sondern Weg, den er uns zeigt. Wir dürfen ihrer froh sein, und wir dürfen uns freuen, daß sie in Christus als gelebte Wirklichkeit vor uns stehen. Er selbst hat uns froh gemacht. Im Mitgehen mit Christus geht uns die Freude der Offenbarung auf, und als Priester sollen wir den Menschen die Freude darüber schenken, daß uns der rechte Weg gezeigt ist.

Da ist dann das Wort von der „finsteren Schlucht", durch die der Herr den Menschen geleitet. Unser aller Weg führt uns einmal in die finstere Schlucht des Todes, in der uns niemand begleiten kann. Und ER ist da. Christus ist selbst in die finstere Nacht des Todes hinabgestiegen. Auch dort verläßt er uns nicht. Auch dort führt er uns. „Bette ich mich in der Unterwelt, du bist zugegen", sagt der Psalm 139 (138). Ja, du bist zugegen auch in der letzten Not, und so kann unser Antwort-Psalm sagen: Auch dort, in finsterer Schlucht, fürchte ich kein Unheil. Bei der Rede von der finsteren Schlucht können wir aber auch an die dunklen Täler der Versuchung, der Mutlosigkeit, der Prüfung denken, die jeder Mensch durchschreiten muß. Auch in diesen finsteren Tälern des Lebens ist ER da. Ja, Herr, zeige mir in den Dunkelheiten der Versuchung, in den Stunden der Verfinsterung, in denen alle Lichter zu erlöschen scheinen, daß du da bist. Hilf uns Priestern, daß wir den uns anvertrauten Menschen in diesen dunklen Nächten beistehen können. Ihnen dein Licht zeigen dürfen.

„Dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht": Der Hirte braucht den Stock gegen die wilden Tiere, die in die Herde einbrechen möchten; gegen die Räuber, die sich ihre Beute suchen. Neben dem Stock steht der Stab, der Halt schenkt und schwierige Passagen zu durchschreiten hilft. Beides gehört auch zum Dienst der Kirche, zum Dienst des Priesters. Auch die Kirche muß den Stock des Hirten gebrauchen, mit dem sie den Glauben schützt gegen die Verfälscher, gegen die Führungen, die Verführungen sind. Gerade der Gebrauch des Stockes kann ein Dienst der Liebe sein. Heute sehen wir es, daß es keine Liebe ist, wenn ein für das priesterliche Leben unwürdiges Verhalten geduldet wird. So ist es auch nicht Liebe, wenn man die Irrlehre, die Entstellung und Auflösung des Glaubens wuchern läßt, als ob wir den Glauben selbst erfänden. Als ob er nicht mehr Gottes Geschenk, die kostbare Perle wäre, die wir uns nicht nehmen lassen. Zugleich freilich muß der Stock immer wieder Stab des Hirten werden, der den Menschen hilft, auf schwierigen Wegen gehen zu können und dem Herrn nachzufolgen.

Am Ende des Psalms ist die Rede vom gedeckten Tisch, vom Öl, mit dem das Haupt gesalbt wird, vom übervollen Becher, vom Wohnen-Dürfen beim Herrn. Im Psalm ist das zunächst Ausblick auf die Festesfreude, mit Gott im Tempel zu sein, von ihm selbst bewirtet zu werden, bei ihm wohnen zu dürfen. Für uns, die wir den Psalm mit Christus und mit seinem Leib, der Kirche, beten, hat dieser Blick der Hoffnung noch eine größere Weite und Tiefe gewonnen. Wir sehen in diesen Worten gleichsam einen prophetischen Vorgriff auf das Geheimnis der Eucharistie, in der Gott selbst uns bewirtet und sich selbst als Speise für uns gibt - als jenes Brot und als jenen köstlichen Wein, der allein die letzte Antwort auf den innersten Hunger und Durst des Menschen sein kann. Wie sollten wir uns da nicht darüber freuen, daß wir täglich zu Gast an Gottes eigenem Tisch sein, bei ihm wohnen dürfen. Wie sollten wir uns nicht freuen, daß er uns aufgetragen hat: Tut dies zu meinem Gedächtnis. Daß er uns schenkt, Gottes Tisch den Menschen zu decken; ihnen seinen Leib und sein Blut zu reichen, ihnen das kostbare Geschenk seiner eigenen Gegenwart zu geben. Ja, wir können mit ganzem Herzen die Wort des Psalms mitbeten: „Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang" (23 [22], 6).

Am Ende werfen wir noch einen kurzen Blick auf die beiden Kommunionlieder, die uns die Kirche heute in ihrer Liturgie vorschlägt. Da ist zunächst das Wort, mit dem der heilige Johannes den Bericht von der Kreuzigung Jesu abschließt: „Ein Soldat stieß mit der Lanze in seine Seite, und sogleich floß Blut und Wasser heraus" (Joh 19, 34). Das Herz Jesu wird von der Lanze durchbohrt. Es wird geöffnet, und es wird zur Quelle: Blut und Wasser, die herausströmen, verweisen auf die beiden Grundsakramente, von denen die Kirche lebt: Taufe und Eucharistie. Aus der geöffneten Seite des Herrn, aus seinem geöffneten Herzen entspringt der lebendige Quell, der die Jahrhunderte hindurch strömt und die Kirche schafft. Das offene Herz ist Quell eines neuen Lebensstroms; Johannes hat dabei gewiß auch an die Prophezeiung des Ezechiel gedacht, der aus dem neuen Tempel einen Strom hervorkommen sieht, der Fruchtbarkeit und Leben schenkt (Ez 47): Jesus selbst ist der neue Tempel, und sein offenes Herz ist die Quelle, aus der ein Strom neuen Lebens kommt, das sich uns in der Taufe und in der Eucharistie mitteilt.

Die Liturgie des Herz-Jesu-Festes sieht aber auch ein anderes verwandtes Wort aus dem Johannes-Evangelium als Kommunionvers vor: Wer Durst hat, komme zu mir. Es trinke, wer an mich glaubt. Die Schrift sagt: „Aus seinem Innern werden Ströme lebendigen Wassers fließen" (Joh 7, 37f). Im Glauben trinken wir gleichsam aus dem lebendigen Wasser von Gottes Wort. Der Glaubende wird so selbst zu einer Quelle, schenkt dem dürstenden Land der Geschichte lebendiges Wasser. Wir sehen es an den Heiligen. Wir sehen es an Maria, die als die große Glaubende und Liebende alle Jahrhunderte hindurch zur Quelle von Glaube, Liebe und Leben geworden ist. Jeder Christ und jeder Priester sollten von Christus her Quelle werden, die anderen Leben mitteilt. Wir sollten einer dürstenden Welt Wasser des Lebens schenken. Herr, wir danken dir, daß du dein Herz für uns aufgetan hast. Daß du in deinem Tod und in deiner Auferstehung Quelle des Lebens wurdest. Laß uns lebende Menschen sein, von deiner Quelle lebend, und schenke uns, daß auch wir Quellen sein dürfen, die dieser unserer Zeit Wasser des Lebens zu schenken vermögen. Wir danken dir für die Gnade des priesterlichen Dienstes. Herr, segne uns und segne alle dürstenden und suchenden Menschen dieser Zeit. Amen.


Mosaik in der Basilika in Lisieux, Gebet für die Priester

Das Kirchlein des hl. Pfarrers von Ars

Am Grab des hl. Pfarrers von Ars

Die Herzkapelle in Ars

ein Ständchen für den Pfarrer von Ars: 

Montag, 2. August 2021

Gundekar von Eichstätt

 

 

Gundekar von Eichstätt, Bischof. Gundekar wurde um 1019 geboren, um 1045 wurde er Domherr in Eichstätt und Hofkaplan der Kaiserin Agnes. Als Gebhard von Eichstätt den päpstlichen Stuhl unter dem Namen Viktor II. bestieg, wurde Gundekar 1057 zu dessen Nachfolger erkoren. Als Bischof von Eichstätt weihte Gundekar in seinem Bistum über hundert neue Gotteshäuser und 1060 den von ihm erbauten Ostchor des Domes. Das 1172 verfasste Pontifikale und Rituale, das auch „Gundecarianum“ genannt wird, ist eine einzigartige Quelle zur Eichstätter Bistumsgeschichte und Liturgie. Gundekar starb am 2. August 1075 zu Eichstätt und wurde im Dom begraben. 1309 wurden seine Gebeine erhoben.
(Martyrologium Sancrucense)

Grab des sel. Gundekar von Eichstätt
Heiliger Gundekar, bitte für uns!

Dom zu Eichstätt (St. Salvator, Willibald, Aufnahme Mariens)

Sonntag, 1. August 2021

Ich bin das Brot des Lebens (Evangelium von heute und der hl. Alfons)

 

Eucharistiefeier am Grab des hl. Alfons

Warum sehnt sich aber Jesus so sehr danach, daß wir Ihn in der heiligen Kommunion empfangen?
Der Grund ist der: weil die Liebe, wie der heilige Dionysius sagt, immer nach Vereinigung strebt, und weil, wie der hl. Thomas von Aquin mit anderen Worten sagt, Liebende eins zu werden verlangen.

Freunde, die sich innig lieben, möchten so innig miteinander verbunden sein, daß sie wünschen, gleichsam nur ein Herz und eine Seele zu sein. Dies hat nun eben die grenzenlose Liebe Jesu Christi zu den Menschen gewirkt. Sie sollten Ihn nicht bloß in der seligen Ewigkeit, sondern schon auf Erden besitzen durch die innigste Vereinigung, die sich denken läßt, indem er sich ihnen in den sakramentalen Gestalten zur Speise gibt.
Er steht in diesen Gestalten gleichsam hinter einer Wand und blickt uns durch ein enges Gitter an: "Sieh, Er steht hinter der Wand, sieht durch die Fenster und blickt durch die Gitter" (Hohelied 2,9). Wir sehen ihn nicht, aber er sieht uns und ist gegenwärtig, wahrhaft und wesentlich gegenwärtig, damit wir Ihn wahrhaft und wesentlich besitzen.

Er verbirgt sich, damit wir um so mehr nach Ihm verlangen; aber Er will sich uns ganz schenken und ganz mit uns vereinigt sein, ehe wir noch im himmlischen Vaterlande angelangt sind.

(Alfons Maria von Liguori, die Liebe zu Jesus Christus, 25, hrsg. P. Engelbert Recktenwald)


Alfons von Liguori, Sakristei der Basilika des hl. Alfons, Pagani
Heiliger Alfons, bitte für uns!