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| Fronleichnamsprozession, Großrußbach |
Der
hl. Jean-Marie Vianney sagte gerne zu seinen Pfarrkindern: »Kommt zur
Kommunion… Es ist wahr, daß ihr nicht würdig seid, aber ihr braucht sie«
(Bernard Nodet, Le curé d’Ars. Sa pensée – Son coeur, hg. Xavier Mappus,
Paris 1995, S. 119). Im Bewußtsein, daß wir wegen unserer Sünden unwürdig sind,
wir aber zugleich die Nahrung der Liebe brauchen, die der Herr uns im
eucharistischen Sakrament schenkt, erneuern wir am heutigen Abend unseren
Glauben an die wirkliche Gegenwart Christi in der Eucharistie.
Dieser Glaube
darf nicht als selbstverständlich angesehen werden! Heute stehen wir vor der
Gefahr einer sich auch in der Kirche schleichend ausbreitenden Säkularisierung,
die sich in einen formalen und leeren eucharistischen Kult umsetzen kann, in
Feiern, denen es jener Teilnahme des Herzens ermangelt, die in Verehrung und
Achtung für die Liturgie zum Ausdruck kommt. Immer stark ist die Versuchung,
das Gebet zu oberflächlichen und flüchtigen Momenten zu machen und sich von den
Beschäftigungen und irdischen Sorgen überwältigen zu lassen.
Wenn wir jetzt
gleich das Vaterunser, das Gebet schlechthin, wiederholen werden, so werden wir
sagen: »Gib uns unser tägliches Brot«, wobei wir natürlich an das tägliche Brot
für uns und für alle Menschen denken. Diese Bitte jedoch beinhaltet etwas
Tieferes. Das griechische Wort epioúsios, das wir mit »täglich«
übersetzen, könnte auch auf das »über-substantielle« Brot, auf das Brot »der
zukünftigen Welt« anspielen. Einige Kirchenväter haben hierin einen Bezug auf
die Eucharistie gesehen, auf das Brot des ewigen Lebens, der neuen Welt, das
uns bereits heute in der heiligen Messe gegeben ist, auf daß die künftige Welt
schon jetzt in uns ihren Anfang nehme. Mit der Eucharistie also kommt der
Himmel auf die Erde, das Morgen Gottes senkt sich in die Gegenwart ein, und es
ist, als liege die Zeit in der Umarmung der göttlichen Ewigkeit.
Liebe
Brüder und Schwestern, wie jedes Jahr wird sich nach der heiligen Messe die
traditionelle eucharistische Prozession durch die Straßen ziehen, und wir
werden mit Gebeten und Gesängen ein einstimmiges Bittgebet zum in der
konsekrierten Hostie gegenwärtigen Herrn erheben.
Wir werden ihm im Namen der
ganzen Stadt sagen:
Bleibe bei uns, Jesus, schenke dich uns und gib uns das
Brot, das uns für das ewige Leben Nahrung gibt! Befreie diese Welt vom Gift des
Bösen, der Gewalt und des Hasses, das die Gewissen verschmutzt, reinige sie mit
der Kraft deiner barmherzigen Liebe.
Und du, Maria, die du in deinem ganzen
Leben die »eucharistische Frau« gewesen bist, hilf uns, geeint zum himmlischen
Ziel zu gehen, genährt vom Leib und Blut Christi, Brot des ewigen Lebens und
Arznei der göttlichen Unsterblichkeit. Amen!
(B16, Fronleichnam 2009)
Das eucharistische Wunder von Amsterdam, 2025
Glasfenster mit eucharistischer Anbetung, Geheimnis seiner Herrlichkeit, 2024
Sei gegrüßt lebendige Opfergabe, Prozession
Fronleichnam in Malaga, mit Videos und schräger Musik, die Vorbereitungen dafür
Eucharistische Anbetung der Engel, St. Gervais, Paris
Der Esel betet die Eucharistie an, Bavokathedrale, Gent
eucharistischer Segen am Sonntagberg, Gebet Alfons Maria von Liguori
Das eucharistische Wunder in Bolsena
Glasfenster in La Salette, Maria empfängt bei ihrem Sterben den Leib des Herrn
Das eucharistische Wunder von Lanciano

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