Freitag, 25. März 2022

Das Ja zum Willen Gottes

 

DANKE, MARIA
Verkündigung des Herr, Museum Unterlinden, Colmar

 

Die Ikone der Verkündigung lässt uns besser als jede andere ganz klar wahrnehmen, wie alles in der Kirche auf jenes Geheimnis der Annahme des göttlichen Wortes zurückgeht, wo durch das Wirken des Heiligen Geistes der Bund zwischen Gott und der Menschheit in vollkommener Weise besiegelt worden ist. Alles in der Kirche, jede Einrichtung und jeder Dienst, auch der des Petrus und seiner Nachfolger, ist unter dem Mantel der Jungfrau "hineingenommen" in die Gnadenfülle ihres "Ja" zum Willen Gottes.
Benedikt XVI., Predigt am Hochfest der Verkündigung des Herrn, 25. März 2006

 Verkündigung des Herrn
1 Glasfenster in Southwark Cathedral, London
2 Glasfenster der Ankündigung der Jungfrauengeburt durch Jesaja, Etheldreda´s Church, London
3 Tympanon der Marienkapelle, Würzburg, Ewiges Wort verwendet Sprachrohr als Rutsche
4 Glasfenster in Koekelberg, Brüssel
5 Verkündigungsaltar S. Ignazio, Rom
6 Verkündigungsrelief, S. Maria del Carmine, Brescia
7 Glasfenster S. Maria Maggiore, Triest
8 Glasfenster Ely Cathedral 
9 Mosaik, 6. Jh., Euphrasius Basilika, Porec
10 Glasfenster in ULF v. Chartres
11 Glasfenster in St. Ottilien
12 Glasfenster im Liebfrauendom, München
13 Musee d´arts, Brüssel
14 Fresko, S. Maria sopra Minerva, Rom
15 Glasfenster in der Franziskanerkirche in Pressburg
16 Dom von Orvieto
17 Maria am Gestade, Wien
18 Fresko, S. Maria in Trastevere, Rom
19 Glasfenster in All Saints, Cambridge
20 Kathedrale von Sevilla
21 Mosaik und Fresko im orthodoxen Nazareth
22 Kunsthistorisches Museum, auf Stein
23 neugotisches Altarretabel in der Kathedrale von Zagreb
24 Tympanon des Ericsdoms in Uppsala
25 Glasfenster in Saint Germain, Paris
26 Mosaik im Johannes Paul II. Heiligtum in Krakau
27 Relief im heiligen Haus im Loreto, Italien
28 Relief des Eingangstors, S. Maria Maggiore, Rom 
29 Fresko, griech. orthodoxe Dreifaltigkeitskirche, Wien
30 Verkündigungsmonstranz im Klemensmuseum, Maria am Gestade, Wien
31 Fresko in Silvesterkapelle in Santi Quattro Coronati, Rom
32 rumänisch-orthodoxe Kirche Knittelfeld, Österreich
33 Fresko in S. Zeno Maggiore, Steinrelief am Portal, Verona
34 Mosaik beim Portal v. Maria am Gestade, Wien
35 Glasfenster im Kölner Dom 
36 Fresko in der Kathedrale von Burgos
27 Taufstein von Johannes Paul II. in Wadowice, Polen
38 im Museum der Kathedrale von Burgos
39 Fresko in S. Maria infra Portas, Foligno

40 Verkündigungsszene auf dem Tabernakel in Pamhagen, Burgenland
41 Verkündigung auf dem Verduner Altar, Klosterneuburg
42 Tabernakel von Egino Weinert, St. Foillan, Aachen
43 Heilig Geist Kirche in Veresegyhaz, Ungarn
44 Verkündigungsfenster in Pfarrkirche Ybbs, Niederösterreich
45 in Loreto, Malerei

46 in Colmar, Altar im Museum Unterlinden 1


Donnerstag, 24. März 2022

Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir

 

Verkündigung des Herrn, Museum Unterlinden, Colmar

 

"Sei gegrüsst, die du voll der Gnade bist" (Lk. 1.29). In der Tat, als der Engel "bei ihr eintritt", nennt er sie nicht mit ihrem irdischen Namen Maria, sondern mit ihrem göttlichen, so wie Gott sie seit jeher sieht und bezeichnet: "Voll der Gnade - gratia plena", [...] "Begnadete", und die Gnade ist nichts anderes als die Liebe Gottes, so dass wir dieses Wort schliesslich mit "die von Gott geliebte" übersetzen könnten (vgl. Lk 1,28). [...] Origines hält fest, dass niemals ein Mensch mit einem solchen Ehrentitel bedacht worden sei und dass dieser an keiner anderen Stelle der ganzen Heiligen Schrift vorkomme (vgl. In Lucam 6,7).
Der Titel ist in passiver Form ausgedrückt, aber diese "Passivität" Mariens, die von jeher und für immer die vom Herrn "geliebte" ist, schliesst ihre freie Zustimmung, ihre persönliche und eigene Antwort ein: Im Geliebtsein, im Empfangen der Gabe Gottes, ist Maria ganz aktiv, weil sie die Flut der Liebe Gottes, die sich in sie ergiesst, in persönlicher Bereitschaft aufnimmt. Auch darin ist sie vollkommene Jüngerin ihres Sohnes, der durch den Gehorsam gegenüber dem Vater seine eigene Freiheit ganz verwirklicht und eben auf diese Weise seine Freiheit ausübt, indem er gehorcht.

Benedikt XVI., Predigt am Hochfest der Verkündigung des Herrn, 25. März 2006

Samstag, 19. März 2022

Heiliger Josef, steh uns bei!

 

Heiliger Josef, bitte für uns!
Josef nach einem anstrengenden Arbeitstag, Dom St. Stephan, Passau

Der hl. Josef wird von den Evangelisten Matthäus und Lukas erwähnt. Nach beiden Evangelien war Josef davidischer Abstammung: das Bindeglied zwischen dem davidischen Königshaus und dem Messias. Er war ein Mann des Glaubens und des Vertrauens, Mitwisser göttlicher Geheimnisse, ein großer Schweiger. Als Gatte der Jungfrau Maria hat er an Jesus die Stelle des Vaters vertreten. Wie lange Josef gelebt hat, wissen wir nicht; das letzte Mal wird er bei der Osterwallfahrt mit dem zwölfjährigen Jesus erwähnt. Die öffentliche Verehrung des hl. Josef beginnt im Abendland erst im 14./15. Jahrhundert. Im römischen Kalender steht sein Fest seit 1621. Pius IX. erklärte ihn 1870 zum Schutzpatron der Kirche. (Erzabtei Beuron)

Allmächtiger Gott,
du hast Jesus, unseren Heiland,
und seine Mutter Maria
der treuen Sorge des heiligen Josef anvertraut.
Höre auf seine Fürsprache
und hilf deiner Kirche,
die Geheimnisse der Erlösung treu zu verwalten,
bis das Werk des Heiles vollendet ist.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Dienstag, 15. März 2022

Klemens Maria Hofbauer, bitte für uns!

Klemens Maria Hofbauer auf einem Kelch der Redemptoristen, Maria am Gestade

 

Klemens wurde am Stephanstag 1751 in Taßwitz bei Znaim (Mähren) als neuntes Kind armer Leute geboren. Er war zuerst Bäcker, dann Einsiedler, schließlich Student und wurde mit 34 Jahren in Rom zum Priester geweiht. Er war der erste deutsche Redemptorist und seit 1788 Generalvikar dieser Kongregation im Norden. Der tief innerliche Mann „mit dem Apostelkopf“ und einem fröhlichen, gelegentlich auch heftigen Temperament arbeitete in Warschau, dann in Wien, wo er als Prediger und Beichtvater großen Einfluss hatte. Er war Seelsorger der Armen und der Reichen, der einfachen Leute und der Gebildeten, der Erwachsenen und der Kinder. Er starb am 15. März 1820 an Typhus. Sein Leib wurde 1862 in die Kirche Maria Stiegen in Wien übertragen.

Redemptoristenkirche in Amsterdam

Der Klemensaltar in der Wiener Marienkirche, Brief an den Wiener Nuntius (Lesehore)

Klemens-Denkmal vor der Wiener Marienkirche

Klemens als Beichtvater bei den Wiener Ursulinen

Die Ruhestätte des hl. Klemens Maria Hofbauer in Maria am Gestade

Das Grab des hl. Klemens im Weitwinkel 

Das Klemens-Museum in Maria am Gestade

Maria am Gestade

Tasswitz - am Geburtsort des hl. Klemens Maria Hofbauer

Das Leben des hl. Klemens Maria Hofbauer dargestellt auf den Fenstern der Geburtskirche in Tasswitz

„Die Zeit ist so viel wert wie Gott selbst, weil man in einem Augenblick verloren gehen und in einem Augenblick Gott selbst gewinnen kann. Zieht also Nutzen aus dem Augenblick, der in eurer Gewalt steht. Wenn man auch die vergangene Zeit nicht mehr zurückrufen kann, so kann man sie doch dadurch zurückbekommen, dass man den Eifer im Gutestun verdoppelt.“ (Klemens Maria Hofbauer)

 Gütiger Gott, in der Sorge für dein Volk

hast du den heiligen Klemens Maria Hofbauer

mit besonderem Eifer für die Seelen erfüllt

und durch ihn den Reichtum deiner Gnade verkündet.

Hilf uns auf seine Fürsprache,

den Glauben zu bewahren, den er gelehrt,

und den Weg zu gehen, den er uns durch sein Leben gewiesen hat.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Montag, 21. Februar 2022

Am Grab des Kirchenlehrers Petrus Damiani

 

Papst Alexander II. übergebt Petrus Damiani die Ordensregel (S. Gregorio Magno al Celio); Brief von Papst Benedikt XVI. an die Kamaldulenser

Eremitenregel (Vatikanische Museen) und Papst Benedikt XVI. über Petrus Damiani

Gebet zum Gekreuzigten von Petrus Damiani

Leben des Kirchenlehrers Petrus Damiani - Kempten

 

Grabkapelle des hl. Petrus Damiani im Dom von Faenza

Bischof, Kirchenlehrer
Namensdeutung: der Fels (griech.-lat.)
Namenstage: Petrus, Peter, Pier, Pierre, Pietro, Pedro, Pit, Pere, weibl.: Petra, Pierrette
Gedenktag: 21. Februar

Lebensdaten: geboren um 1007 in Ravenna, gestorben am 23. Februar 1072 in Faenza

Lebensgeschichte: Pier kommt der Überlieferung nach in einer adligen, jedoch verarmten Familie zur Welt und verdingt sich bei einem seiner älteren Brüder als Schweinehirt. Damian, ein anderer Bruder, der in Ravenna Erzpriester ist, nimmt sich seiner an und ermöglicht ihm ein Studium. Aus Dankbarkeit fügt sich Pier den Namen seines Bruders an. Nach dem Studium in Ravenna, Faenza und Parma wird Pier Damiani selber Professor an der Universität.

Mit Ende 20 fühlt er sich zum Einsiedler berufen und tritt in die Abtei von Fonte Avellana ein, einer Gründung des hl. Romuald, des späteren Gründers des Kamaldulenserordens, dessen Biographie Pier verfasst. Trotz seiner strengen Bußübungen, darunter die wiedereingeführte Geißelung, wird Pier Prior der Abtei und tut sich in der beginnenden Reformbewegung des Klerus hervor, die von den Päpsten angestoßen wurde.

Petrus erlangt durch seine kraftvollen Predigten gegen den Ämterkauf (Simonie) sowie gegen verheiratete Priester (Nikolaitismus) Berühmtheit, woraufhin er zur Teilnahme an mehreren Synoden berufen und 1058 schließlich zum Kardinalbischof von Ostia ernannt wird. Trotz seines immer wieder geäußerten Wunsches, in seine Einsiedlerabtei zurückzukehren, und seines Abscheus vor dem Sittenverfall auch der römischen Priester, bleibt Petrus Damiani im Dienst der Kurie tätig.

Als päpstlicher Legat in Mailand, wo die meisten kirchlichen Ämter erkauft wurden und der Großteil der Geistlichen verheiratet ist, setzt er die Unterwerfung des Erzbischofs und des Klerus unter die Ämterreform und das Zölibatsgesetz durch. Petrus Damiani wird auch ins burgundische Reformkloster Cluny und zum Kaiser Heinrich IV. entsandt, dem er dessen geplante Ehescheidung ausredet.

Mit seinen 180 Briefen, 54 Predigten, fünf Heiligenleben und einer Vielzahl von Gedichten und Hymnen ist Petrus Damiani überdies einer der produktivsten Schriftsteller des ganzen Mittelalters. In der Anwendung des Kirchenrechts setzte er als einer der großen Rechtsgelehrten seiner Zeit neue Maßstäbe.

1072 stirbt er auf der Rückreise von Ravenna, wo er den kaiserlich gesinnten Klerus für die Partei der Kirche zurückgewonnen hatte, an einer fiebrigen Erkrankung und wird im Kloster Santa Maria Fuori le Mura in Faenza bestattet. Nach insgesamt sechs Umbettungen ruhen seine Reliquien in einer Kapelle des Doms von Faenza.

Verehrung: Petrus Damiani wurde unmittelbar nach seinem Tod in Faenza, Montecassino, Cluny und Fonte Avellana verehrt. 1828 wurde er von Papst Leo XII. zum Kirchenlehrer erhoben, was einer ausdrücklichen Heiligsprechung gleichkommt.

Darstellung: als Mönch oder Bischof mit Büchern, Geißel oder Totenkopf

Patron: gegen Kopfschmerzen

Heiliger Petrus Damiani, bitte für uns!


Donnerstag, 17. Februar 2022

Am Grab der hl. Gründer des Servitenordens

 

Altar mit den Reliquien der 7 Gründer des Servitenordens,
Monte Senario

 

Sieben angesehene Kaufleute verließen zwischen 1225 und 1227 ihre Geschäfte in Florenz. Es war eine Zeit religiöser und politischer Kämpfe und sittlicher Verwilderung. Über die Anfänge der kleinen Gemeinschaft fehlt es an genauen Nachrichten. Zunächst führten sie ein sehr strenges Leben in der Einsamkeit des Monte Senario, nicht weit von Florenz. Sie übernahmen dann die Regel des hl. Augustinus und wurden als „Orden der Diener Mariens“ (Serviten) 1256 anerkannt, aber erst 1304 durch Papst Benedikt XI. endgültig bestätigt. Damals lebte noch der Letzte von den Sieben. Alessio Falconieri (gest. 17. Febr. 1310). Er bezeichnete es als Aufgabe der Serviten, heilig zu werden und allen Menschen den Weg zur Heiligkeit zu zeigen. Das bevorzugte Mittel dazu: die Betrachtung der Schmerzen Mariens und ihres göttlichen Sohnes. (erzabteibeuron)

Gütiger Gott, du hast den heiligen Gründern des Servitenordens
eine kindliche Liebe zur Mutter Christi geschenkt
 und sie befähigt, dein Volk näher zu dir zu führen.
Gib auch uns den Geist der Frömmigkeit und die Bereitschaft, zu dienen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Schädelreliquien unter den Figuren der Gründer der Serviten, Monte Senario

Sonntag, 13. Februar 2022

Hochgelobt und gepriesen

 

sei Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares.
Von nun an bis in Ewigkeit. Amen.