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Sarkophag mit den Reliquien des hl. Eustachius und seiner Familie HEILIGER EUSTACHIUS, bitte für uns!
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Märtyrer
Namensdeutung:
die gute Ähre, der Fruchtbare, auch: der Standfeste (gr.-lat.)
Namenstage:
Eustachius, Eustach, Eustache, Eustace, Stace, Stacy, Eustacio, weibl.: Eustachia, Eustacia, Stacy
Gedenktag:
20. September
Lebensdaten: gestorben um 118
Lebensgeschichte und Legende:
Nach einer griechischen Vita aus dem 5. bis 7. Jahrhundert war Placidas
einer der besten Generäle des Kaisers Trajan. Bei der Jagd stellte er
einen majestätischen Hirschen mit einem Kruzifix im Geweih, der ihn
folgendermaßen ansprach: „Placidas, warum verfolgst du mich? Glaube an
mich: Ich bin Christus.“ Placidas ließ sich auf den Namen Eustachios
taufen, seine Frau erhielt den Namen Theopiste („Gottgläubige“), seine
Söhne hießen Agapios („Liebevoller“) und Theopistos.
Die
Gottesstimme im Hirschen hatte ihm Leiden vorausgesagt, das zur Prüfung
über ihn hereinbrach: Er verlor Haus, Land und Vermögen. Als die Familie
sich nach Ägypten zurückziehen wollte, um abgeschieden in Armut zu
leben, konnte sie die Überfahrt nicht bezahlen, worauf der
Schiffskapitän die Männer über Bord warf und die schöne Theopiste
einbehielt. An Land fielen die Söhne scheinbar wilden Tieren zum Opfer,
wurden aber lediglich vom Vater und voneinander getrennt.
In der
Zwischenzeit hatte der Kaiser nach seinem Feldherren suchen lassen.
Eustachios wurde gefunden, wieder in seinen Rang eingesetzt und mit der
Aushebung neuer Truppen zur Landesverteidigung betraut. Zwei besonders
tüchtige junge Männer machte er zu seinen Adjutanten. Nach einem
glorreichen Sieg über die Barbaren kehrten die drei Offiziere bei einer
armen Frau ein. Im abendlichen Gespräch erkannten alle vier
Familienmitglieder einander wieder.
Trajans Nachfolger Hadrian
jedoch duldete nicht, dass sich die Familie hartnäckig dem kaiserlichen
Götzenopfer verweigerte; doch die Löwen, denen er sie vorwerfen ließ,
legten sich ihr zu Füßen. Erst in einem glühenden, stiergestaltigen Ofen
fand sie den Tod. Äußerlich unversehrt wurden die Leichname heimlich
von Christen geborgen und in der heutigen römischen Kirche
Sant’Eustachio bestattet.
Verehrung: Der Eustachius-Roman, der biblische Motive wie die Bekehrung des heiligen Paulus, ein sprechendes Tier wie Bileams Esel (Num 22,22–24) und das Leiden Hiobs verwebt, war bereits 730 Johannes von Damaskus
bekannt. In Konstantinopel ist ein Gedenktag Eustachius’ und seiner
Familie am 20. September seit dem 9. Jahrhundert in einer eigenen Kirche
belegt. Die römische Titeldiakonie Sant’Eustachio erhielt ihren Namen
unter Papst Leo III. (795–816).
Die Episode mit dem Hirschen ging nördlich der Alpen auf die Vita des heiligen Meinulf und dann vor allem auf die des heiligen Hubertus
über. Reliquien gelangten nach Paris und führten zur Errichtung der
Pfarrkirche Saint-Eustache bei den Markthallen. Eustachius zählt zu den
14 Nothelfern, sein Gedenktag wurde jedoch 1969 aus dem römischen
Generalkalender getilgt.
Darstellung: als Soldat vor einem Hirschen mit einem Kruzifix im Geweih
Patron: der Jäger und Feuerwehrleute, Mitpatron von Madrid und Paris (BistumAugsburg)
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Apsismuschel zeigt die Anbetung des Kreuzes, Galileo Parisini; Sant Eustachio in Campo Marzo, Rom
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Eustachiusstatue in St. Aposteln, Köln
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Altarbild des Martyriums des hl Eustachius und sr. Familie, sie finden den Tod in einem glühenden Stier aus Bronze Francesco Fernandi
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