Donnerstag, 12. Januar 2023

Benedikt Biscop Baducing / Benet Biscop - Lehrer von Beda Venerabilis


Benedict Biscop Baducing (* 628; † 690) war ein englischer Mönch aus Northumbria, der sich der Regula Benedicti verpflichtet fühlte, insgesamt fünfmal nach Rom reiste, zwei Klöster gründete und wesentlich die Vorläufer des Benediktinertums in England beeinflusste.

Biscop gehörte in seinen jungen Jahren dem Gefolge von König Oswiu an. Später hatte er die Gelegenheit, zusammen mit Wilfrid von Lindisfarne nach Rom zu reisen. Im Anschluss daran lebte er von 665 bis 667 als Mönch in der Benediktinerabtei Lérins auf der Insel Saint-Honorat nahe Cannes. Hier, so vermutet Knowles, nahm er den Namen Benedict an.

Danach kehrte Biscop nach Rom zurück und reiste im Auftrag von Papst Vitalian zusammen mit Theodor von Tarsus, dem künftigen Erzbischof von Canterbury, wieder zurück nach England, wo er im Jahre 669 für zwei Jahre das Amt des Abts von St. Peter und Paul in Canterbury übernahm.

Nach der Ankunft des Neapolitaners Hadrian, der ihn als Abt ablöste, reiste Biscop ein drittes Mal nach Rom, wonach er in seine Heimat in Northumbria zurückkehrte und dort dank der Landschenkung von König Ecgfrith, Oswius Sohn, die Benediktinerabtei Monkwearmouth (674) und das zugehörige Priorat Jarrow (681) mit Ceolfrid als Prior gründen konnte. Zu Beginn hatte jedes der beiden Klöster etwa 22 Mönche und eine Schule für Knaben. In die Schule von Monkwearmouth trat später Beda als siebenjähriger Junge zu einer Zeit ein, als er noch Biscop als Abt kennenlernen konnte.

Benedikts Regel sieht im Kapitel 64 vor, dass Äbte aus der Gemeinschaft der Mönche gewählt werden. In Biscops Zeiten war es jedoch schon seit längerer Zeit üblich, dass das Recht, den Abt zu ernennen, von dem zuständigen Diözesanbischof oder dem Stifter des Klosters beansprucht wurde. Entsprechend ist es bemerkenswert, dass es Biscop gelang, für seine beiden Gründungen ein päpstliches Privileg zu erhalten, das beiden Klöstern das Recht auf freie Wahl des Abtes bzw. des Priors zusicherte. In seiner letzten Ansprache an seine Mönche betonte er, wie wichtig es sei, dieses Recht auch in Zukunft zu verteidigen. (Quelle)

Biscop Baducing bei Dr. Margarete Strauss und beim Heiligenlexikon.



I am Budge the Cathedral Cat

Heiliger Benet Biscop, bitte für uns!

Norwich Cathedral

Dienstag, 10. Januar 2023

Schweig und verlaß ihn!

 

Jesus treibt einen unreinen Geist aus, Gloucester Cathedral


+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus 1,21-28

21In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte.

22Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.

23In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien:

24Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.

25Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlass ihn!

26Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.

27Da erschraken alle, und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.

28Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

 (Evangelium vom Dienstag der 1. Woche im Jahreskreis)




Montag, 9. Januar 2023

Alle Engel Gottes sollen sich vor IHM niederwerfen

 

Geburt Jesu mit anbetenden Engeln, Gloucester Cathedral, Kreuzgang

Lesung aus dem Hebräerbrief (vom Montag d. 1. Woche im Jahreskreis(

1Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten;

2in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch den Sohn, den er zum Erben des Alls eingesetzt und durch den er auch die Welt erschaffen hat;

3er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Abbild seines Wesens; er trägt das All durch sein machtvolles Wort, hat die Reinigung von den Sünden bewirkt und sich dann zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;

4er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie der Name, den er geerbt hat, ihren Namen überragt.

5Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt, und weiter: Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein?

6Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in die Welt einführt, sagt er: Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen.

Sonntag, 8. Januar 2023

Der Beginn des geistlichen Lebens

 

Taufe Jesu, Kreuzgang d. Gloucester Cathedral

 

TAUFE DES HERRN

BENEDIKT XVI., ANGELUS

Petersplatz, Sonntag, 9. Januar 2011

Liebe Brüder und Schwestern!

Heute feiert die Kirche das Fest der Taufe des Herrn, mit dem der weihnachtliche Festkreis zu Ende geht. Dieses Geheimnis des Lebens Christi zeigt auf sichtbare Weise, daß sein Kommen im Fleisch der erhabene Akt der Liebe der drei göttlichen Personen ist. Wir können sagen, daß von diesem feierlichen Ereignis an das schöpferische, erlösende und heiligende Wirken der Heiligsten Dreifaltigkeit immer mehr in der öffentlichen Sendung Jesu, in seiner Lehre, in den Wundern, in seinem Leiden, in seinem Tod und in seiner Auferstehung offenbar wird. So lesen wir im Evangelium des hl. Matthäus: »Kaum war Jesus getauft und aus dem Wasser gestiegen, da öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: ›Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe‹« (3,16–17). Der Heilige Geist »ruht« auf dem Sohn und bezeugt dessen Göttlichkeit, während die Stimme des Vaters, die aus dem Himmel kommt, die Gemeinschaft der Liebe zum Ausdruck bringt. »Der Schluß der Taufszene sagt uns, daß Jesus diese wahre ›Salbung‹ empfangen hat, daß er der erwartete Gesalbte [der Christus] ist« (Jesus von Nazareth, Freiburg-Basel-Wien 2007, S. 54), dies als Bestätigung der Prophezeiung des Jesaja: »Seht, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen« (Jes 42,1).

Er ist wirklich der Messias, der Sohn des Höchsten, der aus den Wassern des Jordan steigt, die Neugeburt im Geist bewirkt und all jenen, die es wollen, die Möglichkeit eröffnet, Kinder Gottes zu werden. Tatsächlich erwirbt jeder Getaufte nicht zufällig die Eigenschaft des Kindseins ausgehend vom christlichen Namen, unverkennbares Zeichen dafür, daß der Heilige Geist bewirkt, daß der Mensch »neu« aus dem Schoß der Kirche geboren wird. Der sel. Antonio Rosmini sagt: »Der Getaufte erfährt einen geheimen, jedoch äußerst mächtigen Eingriff, durch den er zur übernatürlichen Ordnung erhoben, in Verbindung zu Gott gesetzt wird« (Del principio supremo della metodica, Turin 1857, Nr. 331). All dies geschah erneut am heutigen Vormittag bei der Eucharistiefeier in der Sixtinischen Kapelle, bei der ich 21 Neugeborenen die Taufe gespendet habe.

Liebe Freunde, die Taufe ist der Beginn des geistlichen Lebens, das durch die Kirche zu seiner Fülle gelangt. In der Gnadenstunde des Sakraments, während die kirchliche Gemeinde betet und Gott ein neues Kind anempfiehlt, verpflichten sich die Eltern und Paten, den Neugetauften aufzunehmen und ihn in der christlichen Bildung und Erziehung zu stützen. Das ist eine große Verantwortung, die aus einem großen Geschenk erwächst! Daher möchte ich alle Gläubigen ermutigen, die Schönheit neu zu entdecken, getauft zu sein und zur großen Familie Gottes zu gehören, und ein frohes Zeugnis für ihren Glauben zu geben, damit dieser Glaube Früchte des Guten und der Eintracht trage.

Darum bitten wir durch die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria, Hilfe der Christen, der wir die Eltern, die sich auf die Taufe ihrer Kinder vorbereiten, sowie die Katecheten empfehlen. Die ganze Gemeinde möge an der Freude über die Wiedergeburt aus dem Wasser und dem Heiligen Geist Anteil nehmen!

Heute gedenkt die Kirche des hl. Severin von Noricum.

Kreuzgang der Gloucester Cathedral

Taufe des Herrn

Gloucester Cathedral

Samstag, 7. Januar 2023

Der hingegebene Sohn liegt uns vor Augen

 

Epiphanie, Exeter College, Oxford
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Aber wie nun, wenn Gott uns sein ewiges Wort in Gestalt eines Kindes auf die Erde schickt? 

Dann geht es zuerst darum, zu verstehen, was er mit dieser seiner Epiphanie uns sagen will.
Sicher sagt er, wie immer durch sein Wort, etwas über sich selbst aus. In allem, was dieses Kind ist und was es werden wird, Jüngling, Mann, der Lehrer und Wundertäter, der Schweigende vor dem Richter, der Gegeißelte, Verhöhnte, Verworfene, der in Gottverlassenheit am Kreuz Schreiende, der Begrabene, der aus den Toten neu und ewig Lebende: in alldem ist Epiphanie, in der Gott sich selber enthüllt.

Ist Gott also ein kleines Kind, dann sagt er damit: Bei all meiner Allmacht, die ich wahrhaftig bin und habe, bin ich gleichzeitig so arm und demütig und vertrauensvoll wie dieses Kind, ja nicht nur "wie", ich bin ja wirklich dieses Kind. Und wenn Jesus später lehren wird, wird er vom letzten Platz sprechen, an den man sich stellen soll, vom Dienen, vom Hingeben seines Lebens für die Brüder: und das nicht nur als moralische Belehrung für die Menschen, sondern als etwas, das er selber tut und ist, und darin als Kundgabe des Herzens Gottes, seines Vaters.

Tut das, denn so ist Gott! Und dann das Schreckliche: wenn Jesus für die Sünder leidet und im Tragen der Sünde den Vater nicht mehr spürt und als Fallengelassener, an Gott Verdurstender schreit: nochmals: so ist Gott! Und wenn Jesus sich selber austeilt als Speise und Trank: So Gott!

Der Vater ist es ja, der uns dieses von den Menschen zerrissene, zerfleischte, blutige Wort und Fleisch Gottes darreicht zur Teilnahme an seinem ewigen Leben. Und wenn Jesu Herz durchbohrt und zur ausgeleerten Höhle wird, in die man die Finger und den ganzen Menschen hineinlegen kann - "in deine Wunden verberge ich mich" -: so ist Gott! Eine Wunde, die hinabreicht bis zu seinem Herzen und in der wir Heilung finden. Alles das ist Gottes Epiphanie.
(H. U. v. Balthasar, Du krönst das Jahr mit deiner Huld, 30)

Heute gedenkt die Kirche des hl. Raimund von Penyafort und des hl. Valentin von Terni

Exeter College



Donnerstag, 5. Januar 2023

Kommt, lasst uns ihn anbeten

 

Erscheinung des Herrn, Gloucester Cathedral,Kreuzgang

 

ERSCHEINUNG DES HERRN BENEDIKT XVI.

ANGELUS, Petersplatz,Mittwoch, 6. Januar 2010

Liebe Brüder und Schwestern!

Heute feiern wir das große Fest der Epiphanie, das Geheimnis der Erscheinung des Herrn vor allen Völkern. Sie werden repräsentiert durch die Sterndeuter, die aus dem Osten gekommen sind, um dem König der Juden zu huldigen (vgl. Mt 2,1–2). Der hl. Matthäus, der über das Ereignis berichtet, hebt hervor, daß sie bis nach Jerusalem gekommen waren, wobei sie einem Stern folgten, den sie aufgehen sahen und als Zeichen für die von den Propheten angekündigte Geburt des Königs, also des Messias, deuteten. Als sie aber in Jerusalem angekommen waren, befragten die Sterndeuter die Hohenpriester und Schriftgelehrten, um den genauen Ort in Erfahrung zu bringen, zu dem sie sich begeben sollten, das heißt Betlehem, die Stadt Davids (vgl. Mt 2,5–6; Mich 5,1). Der Stern und die Heilige Schrift waren die beiden Lichter, welche die Sterndeuter, die uns als Vorbilder für die aufrichtige Suche nach der Wahrheit erscheinen, auf ihrem Weg führten.

Sie waren Weise, die die Sterne erforschten und die Geschichte der Völker kannten. Sie waren in einem weiten Sinn Männer der Wissenschaft, die den Kosmos beobachteten und ihn gleichsam als ein großes Buch voller göttlicher Zeichen und Botschaften für den Menschen ansahen. Daher war ihr Wissen – weit davon entfernt, sich für autonom zu halten – offen für weitere göttliche Offenbarungen und Aufrufe. In der Tat schämen sie sich nicht, die religiösen Führer der Juden um Auskunft zu bitten. Sie hätten sagen können: Wir machen das allein, wir brauchen keinen, um so entsprechend unserer heutigen Mentalität jede »Kontaminierung« zwischen der Wissenschaft und dem Wort Gottes zu vermeiden. Die Sterndeuter hingegen hören die Weissagungen und nehmen sie an; und sobald sie sich wieder auf den Weg nach Betlehem machen, sehen sie erneut den Stern, gleichsam als Bestätigung eines vollkommenen Einklangs zwischen der Suche des Menschen und der Wahrheit Gottes, eines Einklangs, der ihre Herzen als echte Weise mit Freude erfüllte (vgl. Mt 2,10). Ihr Weg der Suche fand seinen Höhepunkt, als sie zum »Kind und Maria, seiner Mutter« (Mt 2,11) kamen. Das Evangelium sagt, daß sie »niederfielen und ihm huldigten«. Sie hätten enttäuscht, ja entrüstet sein können. Als wahre Weise hingegen sind sie offen für das Geheimnis, das sich in überraschender Weise offenbart; und mit ihren symbolischen Gaben zeigen sie, daß sie in Jesus den König und Sohn Gottes anerkennen. Gerade in jener Geste erfüllen sich die messianischen Prophezeiungen, welche die Huldigung aller Völker für den Gott Israels ankündigen.

Eine letzte Besonderheit dient den Sterndeutern als Bestätigung für die Einheit zwischen Vernunft und Glauben: Es handelt sich um die Tatsache, daß sie, »weil ihnen aber im Traum geboten wurde, nicht zu Herodes zurückzukehren, auf einem anderen Weg heim in ihr Land [zogen]« (Mt 2,12). Es wäre normal gewesen, nach Jerusalem in den Palast des Herodes und in den Tempel zurückzukehren, um ihrer Entdeckung ein gebührendes Gewicht zu verleihen. Die Sterndeuter hingegen, die das Kind als ihren Herrscher erwählt haben, bewahren diese Entdeckung gemäß dem Stil Mariens, oder besser gesagt Gottes, im Verborgenen, und so, wie sie erschienen waren, verschwinden sie in Stille, zufrieden, aber auch verwandelt durch die Begegnung mit der Wahrheit. Sie hatten ein neues Antlitz Gottes entdeckt, ein neues Königtum: das Königtum der Liebe. Die Jungfrau Maria, Vorbild der wahren Weisheit, helfe uns, echte Sucher Gottes sein, die fähig sind, stets den tiefen Einklang zwischen Vernunft und Glauben, zwischen Wissenschaft und Offenbarung zu leben.

ERSCHEINUNG DES HERRN 

(erfreut euch an der Schönheit der Kunst früherer Zeiten)
 
 
 
 

Sonntag, 1. Januar 2023

Das Heilige Land 41 - Maria bewahrte alles

 

Geburt Jesu
 

 

Maria aber bewahrte alle diese Worte
und erwog sie in ihrem Herzen.

Das Heilige Land 40 - Die Hirten kehrten zurück und priesen Gott für alles

 



Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas Lk 2,16-21

In jener Zeit
16 eilten die Hirten nach Betlehem
und fanden Maria und Josef
und das Kind, das in der Krippe lag.
17Als sie es sahen,
erzählten sie von dem Wort,
das ihnen über dieses Kind gesagt worden war.
18Und alle, die es hörten,
staunten über das, was ihnen von den Hirten erzählt wurde.
19Maria aber
bewahrte alle diese Worte
und erwog sie in ihrem Herzen.
20Die Hirten kehrten zurück,
rühmten Gott
und priesen ihn für alles, was sie gehört und gesehen hatten,
so wie es ihnen gesagt worden war.
21Als acht Tage vorüber waren
und das Kind beschnitten werden sollte,
gab man ihm den Namen Jesus,
den der Engel genannt hatte,
bevor das Kind im Mutterleib empfangen war.

 

 

Da die Hirten es aber gesehen,
breiteten sie das Wort aus,
welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Lk 2,17

Wer wollte nun noch traurig sein?
die Krippe birgt ein Kind,
das aller Welten heller Schein
und wegnimmt alle Sünd.



Kapelle der Verkündigung an die Hirten