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| Schutzengel, St Andrews - Holy Trinity Church, Schottland |
Heute gedenkt die Kirche der Brüder Ewaldi.
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| Schutzengel, St Andrews - Holy Trinity Church, Schottland |
Heute gedenkt die Kirche der Brüder Ewaldi.
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| bei der Wiege von Therese: die Zukunft, wie sie ihr Schutzengel vorhersah |
Du hehrer Hüter meiner Seele,
Von Glanz und Schönheit ist dein Kleid.
Gleich einer Flamme ohne Fehle
Stehst du am Thron der Ewigkeit.
Für mich kamst du herab auf Erden,
Umgibst mich mit dem Lichte dein,
Ein treuer Bruder mir zu werden,
Mir Freund und Führer stets zu sein.
Du zeigst mir Schwachen viel Erbarmen,
Führst mich an deiner Hand den Weg.
Voll Liebe räumest du mir Armen
Die Steine fort von manchem Steg.
„Den Blick zum Himmel froh erhebe!“
Stets deine milde Stimme spricht.
Je mehr ich still bescheiden lebe,
Je heller strahlt dein Angesicht.
Du, der durchwandelt, o so schnelle,
Den Weltenraum wie Blitz und Wind,
O fliege oft an meiner Stelle
Zu denen, die mir teuer sind.
Beschütze sie und still‘ ihr Wehe,
Von meines Jesu Güte sprich,
Dass jede Seele Wonne sehe
Im Leid, – und leise nenne mich.
Zu sprengen vieler Sünder Bande,
Sei meines kurzen Lebens Werk.
Du, Bote aus dem Vaterlande,
Mit deiner Liebesglut mich stärk‘!
Nimm meine Opfer zum Geschenke
Und meiner Armut hohen Wert,
Mit deinem Glück die Gabe tränke,
Dass sie den dreimal Heil’gen ehrt.
Dir, Engel, Preis im Himmelssaale,
Des Höchsten Königs Schatz sei dein!
Mir mag das Brot der heil’gen Schale,
Des Kreuzes Schmuck beschieden sein;
Mit Kreuz und Hostie will ich wallen.
In deinem Schutz, aufwärts den Blick,
Erwart‘ ich friedlich jene Hallen,
Wo ewig herrscht das höchste Glück.
Februar 1897
Quelle: Die ehrwürdige Theresia vom Kinde Jesu, Geschichte einer Seele von ihr selbst geschrieben, 4. Aufl., Kirnach-Villingen (Baden) 1922, S. 422 f.
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| das Geburtszimmer von Therese, Elternhaus in Alençon |
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| Theresia läuft trotz des Regens zur Kirche, Kapelle im Elternhaus in Alençon |
Doch ich komme auf meinen Sonntag zurück. Dieser frohe Tag, der so
schnell verflog, hatte doch seine Spur von Schwermut. Ich erinnere mich,
daß mein Glück ungetrübt war bis zur Komplet; während dieses
Gottesdienstes dachte ich daran, daß der Ruhetag seinem Ende zuging...
daß man am morgigen Tag das Alltagsleben wieder beginnen müsse,
arbeiten, Aufgaben machen, und mein Herz empfand die Verbannung auf
Erden... ich seufzte nach der ewigen Ruhe des Himmels, nach dem Sonntag
ohne Abend in der Heimat!...
(...) Was könnte ich von den
Winterabenden erzählen, besonders den sonntäglichen? Ach, wie gut fand
ich es, nach der Partie Damenbrett mich mit Celine auf Papas Knie zu
setzen... Mit seiner schönen Stimme sang er Lieder, die die Seele mit
tiefen Gedanken erfüllten... oder er wiegte uns leise und sagte
Gedichte voll der ewigen Wahrheiten auf...
Zuletzt gingen wir hinauf
zum gemeinsamen Abendgebet, und die kleine Königin war ganz allein neben
ihrem König und brauchte ihn zur anzusehen, um zu wissen, wie Heilige
beten...
Dann kamen wir alle dem Alter nach, um Papa Gutenacht zu
sagen und einen Kuß zu empfangen. Die Königin kam natürlich als letzte,
und der König hob sie an den Ellbogen hoch, um sie zu küssen, und diese
rief dann recht laut: "Guten Abend, Papa, gute Nacht, schlaf gut", jeden
Abend wiederholte sich das...
Dann nahm mich mein Mütterchen auf den Arm und brachte mich in Celines Bett.
Ich frage dann: "Pauline, bin ich heute recht lieb gewesen?... Werden die Engelein mich umschweben?"
Stets lautete die Antwort ja, sonst hätte ich die ganze Nacht hindurch geweint...
Selbstbiographie, Johannesverlag, 38f
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| die Eltern Zelie und Louis Martin |
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| die Schwestern Marie, Pauline und Celine |
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Auf dem ganzen Weg und selbst in der Kirche gab "Papas kleine Königin" ihm die Hand, ihr Platz war neben dem seinen, und mußten wir zur Predigt hinuntergehen, so galt es auch noch zwei Stühle nebeneinander zu finden. Das war nicht schwer, jedermann schien es so nett zu finden, einen so schönen alten Herrn mit einem so kleinen Mädchen zu sehen, daß die Leute sich stören ließen, um uns ihre Plätze zu geben. Mein Onkel, der in den Bänken der Kirchenvorsteher saß, freute sich, wenn er uns kommen sah, er sagte, ich sei sein kleiner Sonnenstrahl....
Mich kümmerte es wenig, beachtet zu werden, denn ich hörte den Predigten aufmerksam zu, obwohl ich nicht eben viel davon verstand; die erste, die ich begriff und die mich tief bewegte, war eine Predigt von Abbe Ducellier über das Leiden, und von da an verstand ich alle anderen Predigten.
Wenn der Prediger von der heiligen Theresia sprach, neigte sich Papa herab und sagte mir ganz leise:-"Hör gut zu, kleine Königin, man spricht von deiner heiligen Namenspatronin."
Ich hörte wohl aufmerksam zu, aber noch öfter als auf den Prediger schaute ich auf Papa, sein schönes Antlitz verriet mir so viele Dinge!...
Manchmal füllten sich seine Augen mit Tränen, die er vergeblich zurückzuhalten suchte, er schien bereits nicht mehr der Erde anzugehören, so sehr liebte es seine Seele, sich in den ewigen Wahrheiten zu versenken...
Und doch war sein irdischer Lauf bei weitem nicht zu Ende, lange Jahre sollten noch dahingehen, ehe der schöne Himmel sich seinen entzückten Augen erschloß, und der Herr die Tränen seines guten und getreuen Dieners trocknete.
(Therese von Lisieux, Selbstbiographie, Johannes Verlag, 37f)
Glasfenster der hl. Theresia und drei Aussprüche
Die Taufkapelle der hl. Theresia in Alencon
Sich opfern für die Priester - Bild in der Wiener Peterskirche
Aus Liebe leben - Statue in der St Salvator Kathedrale in Brügge
Theresia, Patronin der Missionen (Basilika Sainte Therese, Lisieux)
Das Lächeln der Himmelskönigin
Für die Priester beten!
und nochmal: Gebet für die Priester
Gebet zum göttlichen Antlitz
Theresia lässt Rosen regnen
Die Mosaiken in der Unterkirche der Basilika St. Therese de Lixieux
In der Pfarrkirche St. Pierre erkennt Therese ihre Mission
Der pilgernde Reliquienschrein der hl. Therese
Die Eltern Zelie und Louis Martin
Am Grab der hl. Theresia vom Kinde Jesu
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| St. Michael, Olmütz |
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| Heiliger Hieronymus, bitte für uns |
Niemand ist glücklicher als ein Christ, da ihm das Himmelreich verheißen ist. Aber auch niemand hat mehr Sorge als ein Christ, da sein Leben täglich von Gefahren umlauert wird. Niemand ist stärker als er, da er den Teufel bezwingt. Aber auch niemand ist schwächer, da er vom Fleische überwunden wird.
Für beide Behauptungen gibt es Beispiele in Hülle und Fülle.
Der Schächer am Kreuz ist gläubig geworden, und zum Lohne vernimmt er sogleich die Verheißung:"Amen, amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies Sein" (Lk 23,42).
Judas gleitet von der Würde des Apostelamtes in den Abgrund des Verrats. Ihn rührt nicht die vertraute Mahlgemeinschaft, nicht der eingetauchte Bissen Brot (vgl. Joh 13,26-30), nicht der freundschaftliche Kuss (vgl. Mk 14,44f; Mt 26,48f; Lk 22,47f), so daß er wie einen Menschen den verrät, von dem er wusste, dass er Gottes Sohn ist.
Wer verdient größere Verachtung als die Samariterin? Aber es war ihr nicht genug, allein zum Glauben zu kommen. Als sie, die sechs Männer gehabt hat, den einen Herrn findet und am Brunnen als den Messias erkennt, von dem das jüdische Volk im Tempel nichts wissen wollte, vermittelt sie vielen das Heil. Während die Apostel Essen einkaufen, labt sie den Durstenden und erfrischt den Ermüdeten (vgl. Joh 4,5-43.
Wer ist weiser als Salomo? Trotzdem betört ihn die Liebe zu den Frauen (vgl. 1Kön 11,1-3).
(Hieronymus, Brief an Rusticus, in: Alfons Fürst, Hieronymus, 301)
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| Erzengel Michael inmitten der vier Kirchenlehrer Gregor, Augustinus, Ambrosius und Hieronymus |
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| Hochaltar der Kollegienkirche in Salzburg |
Der heutige Hochaltar wurde von Pater Bernard Stuart entworfen und von Josef Anton Pfaffinger ausgeführt. Das Programm des Hochaltares stammt aus dem Alten Testament und bezieht sich auf einen Spruch Salomos (Spr 9,1 EU): „Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, ihre sieben Säulen behauen.“ Vor den Säulen stehen allegorische Figuren der Musik, Dichtung, Malerei und Baukunst sowie der vier Fakultäten. Darüber schweben Liebe und Hoffnung, beflügelt vom Glauben. Auf der Höhe des Gesimses stehen hier sieben Erzengel. Der Altar löst sich nach oben hin in die von Fischer von Erlach entworfenen Stuckfiguren auf. Er wiederholt die Hauptmotive der Kirche und führt sie weiter. Als oberster Abschluss des Chores erscheint vor dem hellen Fenster der Apsis umgeben von plastisch modellierten Wolken, zahlreichen Engeln und einem Strahlenkranz – gleichsam überirdisch – Maria Immaculata auf einer Mondsichel. (wiki)
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| sieben Engel, in der Mitte der Erzengel Michael |
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| darüber Maria Immaculata mit der Mondsichel |
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| Notre Dame de Paris |
Fenster in Saint Germain-l`Auxerrois, Paris
Reliquienbüste des hl. Vinzenz in Saint Sernin, Toulouse
Glasfenster in der Kathedrale von Reims, Beichte
Vinzenz von Paul - geht die Kirche in Europa unter? (Statue in der Kathedrale von Amiens)
Die Statue des hl. Vinzenz von Paul im Petersdom
Das Herzreliquiar in der Rue du Bac
Vinzenz von Paul sieht während der hl. Messe die Seele von Johanna Franziska von Chantal in den Himmel eingehen
Vinzenz von Paul als Feldprediger bei den königlichen Galeeren
In Pouy 1581 geboren, wurde er Pfarrer und später Hausgeistlicher beim General der Galeeren. Er stiftete 1625 die Kongregation der Lazaristen zur Abhaltung von Volksmissionen und zur Heranbildung des Klerus und 1633 zusammen mit Louise de Marillac die Barmherzigen Schwestern. Mit den führenden Persönlichkeiten des kirchlichen Lebens verbunden, wurde er zum Erneuerer von Klerus und Volk in Frankreich. Gestorben am 27. September 1660 in Paris. Gebeine in der dortigen Vinzentinerkirche.
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| Vinzenz von Paul, Notre Dame de Paris |
Hier auf Erden kann nie alles nach unserm Wunsch gehen, ganz gleichgültig, wo wir leben und welchen Beruf wir ausüben. Im Gegenteil: unser Herr läßt es zu, daß wir immer wieder Schwierigkeiten und Verdruß haben, um uns von dieser Welt zu lösen und auf den Weg zu Gott zu führen, der die Erfüllung all unserer Wünsche ist.
Wie glücklich ist der Mensch, der sich ganz seiner Führung überläßt, der zu den Schwierigkeiten, die ihm auf diesem Weg begegnen, ein tapferes Ja sagt und so dem Ziel seiner tiefsten Sehnsucht immer näher kommt!
Echte Gemeinschaft zeigt sich darin, daß der eine dem andern dabei behilflich ist, daß wir einander ertragen und vor allem um Frieden und Eintracht bemüht sind.
Das ist der Wein, der die Wanderer auf dem schmalen Weg Jesu Christi stärkt und erfreut.
(Vinzenz von Paul, Worte des Erbarmens, 77)
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| Heiliger Vinzenz, bitte für uns! |
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| St, Peter und Festung Hohensalzburg |
Rupert, wahrscheinlich aus dem rheinfränkischen Geschlecht der Rupertiner, kam von Worms nach Bayern und gründete um 700 das Bistum Salzburg sowie die Klöster St. Peter und Nonnberg. Hier wurde seine Nichte Erentrud erste Äbtissin. Gestorben am 27. März eines unbekannten Jahres. Reliquien im Dom und in St. Peter zu Salzburg.
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| Heiliger Rupert, bitte für uns! |
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| Kapuzinerkirche in Klagenfurt |
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| Hochgelobt und gepriesen bist Du Herr Jesus Christus im Allerheiligsten Sakrament des Altares! |
Wenn du zum Herrn im Gebet sprechen kannst, dann tue es, lobe Ihn.
Wenn du aber nicht sprechen kannst, weil dir die richtigen Worte fehlen, dann betrübe dich nicht.
Bleibe in deiner Kammer nach Art der Höflinge, und bezeige Ihm deine Ehrfurcht.
Er, der dich sieht, wird sich über dich freuen und dein Schweigen bevorzugen, und du wirst wieder einmal getröstet sein, wenn Er dich bei der Hand nimmt.
Man muß Seelen retten durch immerwährendes Gebet!
Das Gebet muß beharrlich sein, denn Beharrlichkeit ist ein Zeichen des Glaubens.
Das Gebet der Heiligen im Himmel und der Gerechten auf Erden ist ein Duft, der niemals schwindet.
Pater Pio, Guten Tag, 28ff
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| Heiliger Pater Pio, bitte für uns und lehre uns beten |
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| Verherrlichung des hl. Josef von Copertino |
Josef, dessen Vater noch vor seiner Geburt starb, erblickte 1603 in der Diözese Nardo im Königreich Neapel im Bauerndorf Copertino das Licht der Welt.
Bereits als Kind schien er für seine Mitmenschen für nichts zu taugen. Entbehrungen, Krankheiten und Lernschwierigkeiten kennzeichneten seine Kindheit. Statt mit anderen Kindern zu spielen, bevorzugte er es zur Kirche zu gehen und schenkte bereits in jugen Jahren Jesus sein Herz. Staunend betrachtete der kränkliche "Taugenichts" die Dinge des Lebens und war von der Größe Gottes so sehr beeindruckt, dass er oft mit weitem Mund herumlief, sodass er den Spottnamen "offener Mund" erhielt.
Später versuchte Josef das Handwerk des Schuhmachens zu erlernen, scheiterte aber. Da er eine geistliche Berufung verspürte, schloss er sich den Kapuzinern an, welche ihn nach acht Monaten jedoch wieder wegschickten, weil er nichts richtig machen konnte. Unter anderem ließ er einen Stapel Geschirr fallen oder vergaß immer wieder das zu tun, was ihm aufgetragen wurde. So musste der Tollpatsch zurück nach Hause. Seine Mutter war gar nicht erfreut, den achtzehnjährigen Burschen wieder bei sich beherben zu müssen.
In dieser Zweit wuchs allerdings seine Demut und Sanftmut, welche eine Frucht des Heiligen Geistes sind. Josef wurde vorsichtiger und erfolgreicher in seiner Arbeit. Er begann mehr zu beten und übte sich in freiwillige Handlungen der Buße.
Schließlich konnte er in den Franziskanerorden der Minoriten eintreten und sogar studieren, was ihm nicht einfach von der Hand ging. Er wusste, dass er auf normalen Weg niemals geweiht werden konnte, weil ihm unter anderem die Fähigkeit fehlte, Evangelienstellen auswendig aufzusagen, die für die Weihe zum Diakon Voraussetzung waren. Die einzige Stelle, die er sich merken konnte lautet: "Selig der Schoß, der dich getragen, und die Brust, die dich gestillt hat!" (Lk 11,27). Mit Gottvertrauten wagte Josef dennoch zur Prüfung anzutreten. Monsignor Giovanni Franchi, der diese abnahm, öffnete das Evangelium und sein Auge fiel auf genau jene Stelle, die Josef auswendig und auslegen konnte. Der Mindererbruder schaftte die Prüfung und wurde am 20. März 1627 zum Diakon geweiht.
Die Prüfung zur Priesterweihe war jedoch noch härter, die in einer kleinen Gruppe von Monsignor Giovanni Battista Deti abzulegen war. Durch Fügung des Himmels antwortete der erste Kandidat die Frage des Professors so brilliant, dass der rigoros geltende Prüfer alle anderen bestehen ließ. Somit musste Josef keinen einzigen Satz sagen und wurde am 4. März 1628 zum Priester geweiht.
Josefs Liebe zum Herrn war so groß, dass alles, was er sah, ihn zu einer tieferen Einheit in Gott hinzog. Schon die bloße Erwähnung von Gott oder einer geistlichen Angelegenheit reichte aus, um seiner Umgebung zu "entfliehen".
Nach seiner Priesterweihe begannen bei Josef die sogenannten Levitationen (freies Schweben des Körpers). Das erste Wunder begab sich zu Weihnachten: Josef schwebte wie ein Vogel zehn Meter durch die Luft zum großen Altar und umarmte mit beiden Händen den Tabernakel. Weitere "fliegenden Wunder" folgten, besonders an Feiertagen. Zudem wurde er hell leuchtend gesehen und mit Glut in seinen Händen, ohne zu verbrennen. Er hatte prophetische Gaben, kannte die Geheimnisse anderer Menschen und konnte von weitem böse Einflüsse erkennen und aufdecken.
Die Menschen strömten in Scharen zu ihn und baten den Bruder im Beichtstuhl um Hilfe und Rat. Josef half dabei vielen, ein wahrhaft frommes christliches Leben zu führen.
Allerdings blieben dem demütigen Diener Gottes viele schwere Prüfungen und Versuchungen nicht erspart. Unter anderem musste er vor der Inquisition erscheinen. Diese verlangte von ihm, dass er die hl. Messe zelebrieren solle, was er zweimal tat. Es wird berichtet:
„Alles ging in Ruhe vor sich. Es ereignete sich dabei nichts Auffälliges. Am Ende der Messe aber durchbrach ein Schrei die Stille. Seiner Sinne völlig entrückt, flog er mit offenen Armen Richtung Altar und blieb dort unbeweglich. […] Nach einem kurzen Augenblick glitt Br. Josef wieder auf den Boden, kniete nieder, sang und tanzte lobend vor der Gottesmutter.“
Der Richter fragte Josef nach der Ekstase, was geschehen sei und erhielt die Antwort, dass er sich nicht erinnere und nicht wisse, was mit ihm dabei geschehe. Dennoch gibt er bereitwillig zu, dass ihm diese Ereignisse „Unbehagen“ bereiteten. „Dieses Fortgerissen-werden geschieht häufig beim betrachtenden Gebet, und wenn ich Gott Dank sage. Ich habe daher besonders acht auf mich und übe das Gebet abgesondert, allein für mich […], damit man mich nicht sehe, wenn jene Bewegungen über mich kommen.“
Die letzten Jahre seiner irdischen Pilgerschaft verbrachte Josef im Kloster von Osimobis, wo er am 18. September 1663 starb und in der heute zu seiner Ehre geweihte Basilika begraben ist. 1767 wurde er von Papst Clemens XIII. heiliggesprochen.
Josef von Copertino ist der Schutzpatron der Flugreisenden, Piloten und für Menschen, die mit Lernschwächen zu kämpfen haben.
(katholischekirchekärnten)
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| Heiliger Josef von Copertino, bitte für uns! |
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| S. Giuseppe da Copertino, Osimo |
Patron der Piloten und Flugreisenden
Basilika und Grab des hl. Josef von Copertino
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| Marktbrunnen in Bingen, Heiliger Willigis, bitte für uns |
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| Heilige Hildegard, bitte für uns! |
Litanei zur heiligen Hildegard von Bingen
Herr, erbarme Dich.
Christus, erbarme Dich.
Herr, erbarme Dich.
Christus, höre uns. Christus, erhöre uns.
Gott Vater im Himmel, erbarme Dich unser.
Gott Sohn, Erlöser der Welt, erbarme Dich unser.
Gott Heiliger Geist, erbarme Dich unser.
Heiliger Dreifaltiger Gott, erbarme Dich unser.
Heilige Maria, bitte für uns.
Heilige Hildegard, bitte für uns.
Du gottgeweihte Jungfrau,
Du Spiegel der Herrlichkeit Gottes,
Du Leuchte der Kirche,
Du Künderin von Gottes Wort und Werk,
Du Harfe Gottes,
Du Lehrmeisterin zur Vollkommenheit,
Du Kämpferin für Wahrheit und Recht,
Du leuchtender Stern in den Wirren der Zeit,
Du Ratgeberin in Schwierigkeiten,
Du Beschützerin der Schwachen,
Du Helferin der Kranken.
Heilige Hildegard, erfüllt von prophetischem Geist,
heilige Hildegard, demütig in der Erwählung Gottes,
heilige Hildegard, glühend von Liebe zu Gott und den Menschen,
heilige Hildegard, unbeirrt in der Liebe zur Kirche,
heilige Hildegard, begnadet mit der Kraft der Heilung,
heilige Hildegard, in Schwachheit stark durch Gottes Kraft,
dass wir die Wege Gottes wissen und gehen, hilf uns, heilige Hildegard!
Dass wir den Geist Gottes in der Schöpfung Gottes tiefer erkennen,
dass wir Gott in allem und über alles lieben,
dass wir dem Anruf Gottes allezeit folgen,
dass wir uns durch sein Wort und Beispiel leiten lassen.
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; Herr, verschone uns!
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; Herr, erhöre uns!
Lamm Gottes, Du nimmst hinweg die Sünden der Welt; Herr, erbarme Dich!
Bitt für uns, heilige Hildegard.
Auf dass wir würdig werden der Verheißung von Christi!
Lasset uns beten:
Gott, Du hast die heilige Hildegard mit himmlischen Gaben beschenkt. Wir
bitten Dich: Verleihe uns, dass wir ihren Spuren und Weissagungen
folgen und so aus der Finsternis dieser Welt in Dein herrliches Licht
gelangen. Durch Christus, unsern Herrn. Amen.
(von einem Gebetszettel des Beuroner Kunstverlags, D-88361 Beuron)
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| Cyprian von Karthago, St Cyprian´s Clarence Gate, London |
Die Gebote des Evangeliums sind nichts anderes als
göttliche Lehren,
Grundlagen zur Erbauung der Hoffnung,
Stützen zur Festigung des Glaubens,
Speisen zur Erquickung des Herzens,
ein Steuerruder auf dem richtigen Weg
und ein Hilfsmittel zur Behauptung des Heils,
und indem sie den gelehrigen Sinn der gläubigen auf Erden unterweisen, führen sie zum himmlichen Reich.
Vieles wollte Gott auch schon durch den Mund seiner Diener, der Propheten, verkündigen und uns vernehmen lassen; doch wieviel erhabener ist, was der Sohn spricht, was das Wort Gottes, das in den Propheten wohnte, mit eigener Stimme bezeugt. Denn es befiehlt nicht mehr, dem Kommenden den Weg zu bereiten, sondern es kommt selbst und eröffnet und zeigt uns den Weg, damit wir, die wir in der Finsternis des Todes umherirrten und zuvor unachtsam und blind waren, erleuchtet durch das Licht der Gnade, unter der Führung und Leitung des Herrn, den Weg des Lebens wandeln.
(Cyprian, über das Gebet des Herrn, Texte der Kirchenväter 3, Kösel)
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| St Cyprian´s Clarence Gate, London |
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| das durchbohrte Herz Mariens, Dom zu Graz |
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| Pieta, St. Agidius Dom, Graz |