Heiliger Odilo von Cluny (ca. 962–1049)
Er war Abt des berühmten Benediktinerklosters Cluny in Frankreich und ein großer Förderer des Gebets für die Verstorbenen.
Um das Jahr 998 (neuere Erkenntnisse zwischen 1023-1033) führte Odilo in den Klöstern seiner Ordensgemeinschaft einen besonderen Gedenktag für alle verstorbenen Gläubigen ein.
Er bestimmte dafür den 2. November, also den Tag nach Allerheiligen.
Die Tradition verbreitete sich von Cluny aus in andere Klöster und schließlich in ganz Westeuropa.
Dabei ging es ausdrücklich nicht nur um verstorbene Mönche oder Wohltäter des Klosters, sondern um alle verstorbenen Gläubigen.
Die Anordnung umfasste mehrere konkrete Verpflichtungen:
Feierliche Gebete für die Verstorbenen.
Heilige Messen für die Seelen der Verstorbenen.
Das Läuten der Kirchenglocken.
Die Speisung von zwölf Armen.
Das gemeinsame Totengebet der Mönchsgemeinschaft.
Das Gebet für die Verstorbenen wurde damit zu einem festen Bestandteil des liturgischen Jahres.
Und hier die Begründung, die der Überlieferung nach zur Einführung des Festes führte.
Sie findet sich in der Lebensbeschreibung Odilos durch den heiligen Petrus Damiani (1007–1072).
Ein Pilger aus der Auvergne kehrte aus dem Heiligen Land zurück. Durch einen Sturm wurde sein Schiff an eine Insel in der Nähe Siziliens verschlagen. Dort begegnete er einem Einsiedler.
Dieser erzählte ihm, dass er aus einer nahegelegenen Höhle Stimmen höre: Dämonen würden sich darüber beklagen, dass ihnen die Seelen der Verstorbenen durch die Gebete, Almosen und Messfeiern des Abtes Odilo und seiner Mönche entrissen würden.
Der Pilger berichtete Odilo davon.
Daraufhin soll Odilo angeordnet haben, dass künftig jedes Jahr am 2. November in sämtlichen Klöstern seiner Gemeinschaft besonders für alle verstorbenen Gläubigen gebetet werde.
(vgl. chatgpt)
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| Abt Odilo, bitte für die Armen Seelen |



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