Freitag, 22. Oktober 2021

Die Begegnung mit Jesus kommt einer Neuerschaffung gleich

 

Johannes Paul II., Birgittenkloster, Tschenstochau

Liebe Schwestern und Brüder!

1. In unseren früheren Betrachtungen sind wir der Menschheit bei ihrer Begegnung mit Gott gefolgt, der sie erschaffen und der sich auf seinen Straßen auf die Suche nach ihr gemacht hat. Heute werden wir über die höchste Begegnung zwischen Gott und Mensch meditieren, über jene Begegnung nämlich, die sich in Jesus Christus, dem göttlichen Wort, das Fleisch wird und unter uns wohnt (vgl. Joh 1,14), realisiert. Die endgültige Offenbarung Gottes – so bemerkte der hl. Bischof Irenäus von Lyon im 2. Jahrhundert – vollzog sich, als »das Wort Gottes Mensch geworden ist, indem es sich dem Menschen und den Menschen sich assimilierte, damit der Mensch durch seine Ähnlichkeit mit dem Sohne kostbar werde [vor dem Vater] (Adversus haereses V, 16,2; Bibliothek der Kirchenväter, Bd. 4, Kempten/ München 1912, S. 195). Diese innige Vereinigung zwischen Göttlichem und Menschlichem, die der hl. Bernhard mit dem »Kuß« aus dem Hohenlied vergleicht (vgl. Sermones super Cantica canticorum II), weitet sich in der Person Christi auf die von ihm angesprochenen Menschen aus. Diese Begegnung in Liebe weist verschiedene Dimensionen auf, die wir nun zu erläutern versuchen.

2. Es ist eine Begegnung, die sich im Alltäglichen in Zeit und Raum vollzieht. In diesem Zusammenhang ist der soeben verlesene Abschnitt aus dem Johannesevangelium aufschlußreich (vgl. Joh 1,35–42). Darin finden wir einen genauen zeitlichen Hinweis mit Angabe eines Tages und einer Stunde, eines Ortes und eines Hauses, in dem Jesus lebte. Da gibt es einfache Menschen, die sogar in ihrem Namen von jener Begegnung verändert werden. Wenn Christus den Lebensweg eines Menschen durchkreuzt, so bedeutet dies, daß dessen Entwicklung und dessen Pläne gründlich verändert werden. Als die Fischer aus Galiläa mit Jesus am Ufer des Sees zusammentrafen und seinen Aufruf hörten, »zogen sie die Boote an Land, ließen alles zurück und folgten ihm nach« (Lk 5,11). Es ist eine radikale Wende, die kein Zögern zuläßt und auf einen Weg schickt, der zwar voller Schwierigkeiten, aber auch sehr befreiend ist: »Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach« (Mt 16,24).

3. Wenn Christus den Lebensweg einer Person kreuzt, beunruhigt er ihr Gewissen; er liest in ihrem Herzen wie bei der Samariterin, der er alles sagt, was sie getan hat (vgl. Joh 4,29). Vor allem aber weckt er Reue und Liebe wie bei Zachäus, der die Hälfte seines Vermögens den Armen schenkt und das Vierfache der von ihm zu Unrecht eingetriebenen Beträge zurückgibt (vgl. Lk 19,8). So geschieht es auch mit der reuigen Sünderin, der alle ihre Sünden vergeben werden, »weil sie so viel Liebe gezeigt hat« (Lk 7,47), und mit der Ehebrecherin, die nicht verurteilt, sondern ermahnt wird, ein neues Dasein fern von der Sünde zu führen (vgl. Joh 8,11). Die Begegnung mit Jesus kommt einer Neuerschaffung gleich: Daraus entsteht das neue Geschöpf, zu einer wahren Gottesverehrung fähig, die darin besteht, den Vater »im Geist und in der Wahrheit« anzubeten (Joh 4,23–24).

4. Christus auf dem eigenen Lebensweg zu begegnen bedeutet oft, körperliche Genesung zu finden. Seinen Jüngern gab Jesus den Auftrag, das Reich Gottes zu verkünden, zu bekehren und die Sünden zu vergeben (vgl. Lk 24,47), aber auch die Kranken zu heilen, von allem Bösen zu befreien, zu trösten und zu stützen. Deshalb riefen die Zwölf »die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie« (Mk 6,12–13). Christus ist gekommen, um den ganzen Menschen zu suchen, ihm zu begegnen und ihn zu heilen. Als Bedingung für die Rettung fordert Jesus den Glauben, mit dem man sich vollkommen Gott, der in ihm wirkt, hingibt. Der Frau, die an Blutungen litt und als letzte Hoffnung den Saum seines Gewandes berührte, erklärt Jesus deshalb: »Meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Geh in Frieden! Du sollst von deinem Leiden geheilt sein« (Mk 5,34).

5. Das Kommen Christi zu uns hat den Zweck, uns zum Vater zu führen, denn »niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, er hat Kunde gebracht« (Joh 1,18). Diese historische Offenbarung, von Jesus durch seine Gesten und Worte vollbracht, erreicht uns in der Tiefe durch das innerliche Wirken des Vaters (vgl. Mt 16,17; Joh 6,44–45) und durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes (vgl. Joh 14,26; 16,13). Deshalb gießt ihn der auferstandene Jesus als Ursprung für die Vergebung der Sünden (vgl. Joh 20,22–23) und als Quelle göttlicher Liebe in uns aus (vgl. Röm 5,5). So kommt eine trinitarische Gemeinschaft zustande, die schon während des Erdendaseins beginnt und deren Ziel die vollkommene Anschauung ist, wenn »wir ihm ähnlich sein werden […]; denn wir werden ihn sehen, wie er ist« (1 Joh 3,2).

6. Jetzt geht Christus weiter neben uns durch die Straßen der Geschichte – gemäß seinem Versprechen: »Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt« (Mt 28,20). Er ist gegenwärtig durch sein Wort, »ein Wort, das ruft, das einlädt, das persönlich verpflichtet, so wie es den Aposteln erging. Wenn ein Mensch vom Wort erreicht wird, entsteht der Gehorsam, das heißt das Hören, das das Leben verändert. Der Mönch nährt sich jeden Tag vom Brot des Wortes. Ohne dieses Brot ist er wie tot und hat nichts mehr, was er den Brüdern mitteilen könnte, denn das Wort ist Christus« (Orientale lumen, 10).

Christus ist außerdem gegenwärtig in der Eucharistie, Quelle der Liebe, der Einheit und des Heils. In unseren Kirchen erklingen immer aufs neue die Worte, die er eines Tages in der Synagoge der kleinen Stadt Kafarnaum am See Tiberias sagte. Es sind Worte der Hoffnung und des Lebens: »Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag […]. Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm« (Joh 6,54.56).

(Generalaudienz, Johannes Paul II., 9. August 2000)

Donnerstag, 21. Oktober 2021

Ursula im Kölner Dom

 

Heilige Ursula, bitte für uns!

Gott, du hast der heiligen Ursula und ihren Gefährtinnen

Kraft und Standhaftigkeit im Martyrium gegeben

und sie so zur Schau deiner Herrlichkeit geführt.

Stärke uns auf ihre Fürbitte im Glauben und in der Liebe

und gib uns ewige Gemeinschaft mit ihnen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

 

Die aus Holz geschnitzte Figur der hl. Ursula gelangte erst 1893 aus der Sammlung des Frankfurter Stadtpfarrers Ernst Franz August Münzenberger in den Dom. Über einer Wappenengelkonsole stehend, hält die modisch gekleidete Heilige in ihrer linken Hand einen Pfeil, der auf ihr in Köln erlittenes Martyrium hinweist. Ihre Rechte streckt sie schützend über eine Gruppe von zehn Jungfrauen aus, die unter ihrem weiten Mantel Zuflucht gefunden haben. Der Typus der Schutzmantel-Ursula fand innerhalb der Kölner Ursulaverehrung des 15. und 16. Jahrhunderts besonders große Verbreitung. In ihrer Elfzahl nimmt die Skulptur Bezug auf die Ursulalegende.
(Quelle: kölnerdomde)

Der Schrein der hl. Ursula

Fenster der Ursula mit ihren Gefährtinnen (Kölner Ursulakirche) und der Hymnus zu Ehren der elftausend Jungfrauen von Hildegard von Bingen

Am Grab der hl. Ursula in Köln, Ursulalegende

Schutzmantelursula und Leben der hl. Ursula

 

Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Karl von Österreich

Kraft aus der Anbetung (Reliquiar des sel. Karl)
 
Ein Kaiser nach dem Herzen Jesu (Glasfenster in Maria Taferl mit Karl und Zita als Fürsprecher)

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Wendelin, Einsiedler

 

Wendelin, Einsiedler. Er lebte zur Zeit des Trierer Bischofs Magnerich um 570 in den Vogesen als fränkischer Einsiedler oder Mönch. Nach der späteren Legende des 15. Jahrhunderts soll Wendelin gar ein iroschottischer Königssohn gewesen sein, der zunächst Hirte, dann Einsiedler, schließlich sogar Abt gewesen sei. Jedenfalls fand Wendelin seine letzte Ruhestätte, die schon um 1000 bezeugt wird, in dem später nach ihm benannten Sankt Wendel im Saargebiet. Sein Grab wurde ein bedeutender Wallfahrtsort. Seine Verehrung als Schutzherr für Feld und Vieh verbreitete sich im Rhein-Mosel-Gebiet, im alemanni-schen Raum und durch Auswanderer nach Osteuropa und Nordamerika. Wendelin wird als Hirte dargestellt, zu Füßen eine Krone, von einer Viehherde umgeben.
(Martyrologium Sancrucense)

Heute gedenkt die Kirche auch des sel. Jakob Kern und des hl. Vitalis von Salzburg.

Heiliger Wendelin, Loimersdorf, NÖ

Dienstag, 19. Oktober 2021

Am Grab des hl. Paul vom Kreuz

 

Deckenbilder und Kuppelbild aus dem Leben des hl.  Paul vom Kreuz

Ordensgründer, Mystiker, Volksprediger
Namensdeutung: der Geringe (lat.)
Namenstage: Paulus, Paul, Pablo, Paolo, Pál, Pavel, Pol, Poul, Pavo, weibl.: Paula, Paulina, Pauline
Gedenktag: 19. Oktober

Lebensdaten: geboren am 3. Januar 1694 in Ovada (Piemont), gestorben am 18. Oktober 1775 in Rom

Lebensgeschichte: Der Kaufmannssohn Paolo Francesco Danei erhielt etwas Schulbildung in der Obhut eines Priesters und zeigte als Jugendlicher viel Interesse am Gebet und am kirchlichen Leben. Er betrachtete lange das Leiden (die Passion) Christi, verbrachte viel Zeit in Anbetung vor dem Allerheiligsten und erlebte 1713 ein „Eingreifen der Gnade“, das ihn auf eine vorteilhafte Heirat und ein angebotenes Erbe verzichten ließ.

1720 hatte er die Eingebung, die künftige Missionsgemeinschaft der Passionisten zu gründen, und bereits klare Vorstellungen vom Ordensgewand samt dem Leidensemblem Christi, mit dem er sich im gleichen Jahr vom Bischof von Alessandria bekleiden ließ. Er zog sich als Einsiedler in eine Kirchenzelle zurück und verfasste den Grundstock einer Ordensregel, die der Bischof auch guthieß. Der Versuch aber, die Anerkennung auch in Rom zu erhalten, scheiterte daran, dass ihn Papst Innozenz XIII. gar nicht erst empfing.

Paolo zog sich in eine Einsiedelei auf dem Monte Argentario an der Toskanischen Mittelmeerküste zurück, wo sein Bruder Giambattista zu ihm stieß. 1722 lud sie der Bischof von Gaeta ein, sich am Heiligtum der Madonna della Catena niederzulassen, von wo sie auf Einladung des Bischofs von Foggia nach Troia umzogen. Dieser Bischof mit Namen Emilio Cavalieri half bei der Verbesserung der Ordensregel und vermittelte eine Audienz bei Papst Benedikt XIII., der den Gebrüdern Danei die Aufnahme von Ordensmitgliedern erlaubte und sie beide 1727 im Petersdom zu Priestern weihte.

1741 als Ordensgemeinschaft anerkannt, wählten die Passionisten ihren Gründer, der bei Ablegung seiner Gelübde den Ordensnamen Paul vom Kreuz angenommen hatte, gegen seinen Willen zum Ordensgeneral und verlegten ihr Generalat nach Rom ins Kloster SS. Giovanni e Paolo. 1771 entstand der weibliche Ordenszweig. Über 200 Briefe sind von Paul vom Kreuz überliefert, dazu zahlreiche geistliche Schriften sowie seine Ordensregeln.

Verehrung: Pauls Gebeine ruhen in einer Kapelle der Basilika dei Santi Giovanni e Paolo in Rom. 1867 heiliggesprochen, gilt er als der größte Mystiker des 18. Jahrhunderts.

Darstellung: im Ordensgewand mit Buch, Kreuz, Rosenkranz, Totenkopf oder Leidenswerkzeugen

Patron: der Passionisten

Vision des Habits mit dem Namen Jesu, Glasfenster in SS. Giovanni e Paolo

Bild in Maria Schutz am Semmering, Vita

 

Heiliger Paul vom Kreuz, bitte für uns!


Altarbild: Francesco Coghetti, der hl. Paul vom Kreuz umarmt den Gekreuzigten
(Beschreibung einer Vision des hl. Paul)


O Heiliger Geist,
Du unser Beistand,
Du unser Tröster!

Öffne die Ader
der lebendigen Wasser deiner Gnaden,
damit wir daraus trinken im Überfluss.

So können wir alle,
entbrannt von Liebe und Barmherzigkeit,
dieses göttliche Feuer
auch in den Herzen
unserer Brüder und Schwestern entzünden,
durch die Verkündigung der gekreuzigten Liebe.

Amen.

(Gebet vom hl. Paul vom Kreuz, Quelle)

Grabeskapelle Paul vom Kreuz, SS. Giovanni e Paolo


Santi Giovanni e Paolo, Rom

Freitag, 15. Oktober 2021

Mit wenig Mühe sehr viel in kurzer Zeit zustande bringen (Theresia von Avila)

 

Teresa von Avila († 1582)

Aus der Abhandlung "Über das Buch des Lebens".

Lasst uns stets an die Liebe Christi denken
 
Wer Jesus als Freund und hochherzigen Führer an seiner Seite hat, kann alles tragen; denn Jesus hilft uns und gibt uns Kraft. Er lässt keinen im Stich und ist ein wahrer und aufrichtiger Freund. Ich sehe deutlich: Wenn wir Gott gefallen und große Gnaden von ihm empfangen möchten, muss uns nach seinem Willen die Hand der heiligen Menschheit des Sohnes helfen, an dem seine göttliche Herrlichkeit Gefallen findet, wie er selbst gesagt hat.
Sehr oft habe ich die Erfahrung gemacht, und der Herr hat es mir selbst gesagt – ja ich möchte behaupten, ich habe es mit eigenen Augen gesehen -, dass wir durch diese Tür eintreten müssen, wenn wir wollen, dass die höchste Majestät uns Geheimes und Verborgenes offenbaren soll. Selbst auf dem höchsten Gipfel der Beschauung soll keiner einen anderen Weg suchen; denn auf diesem geht man sicher und zuverlässig. Hier ist unser Herr, von dem und durch den uns alles Gute kommt. Er wird uns lehren. Auf sein Leben müssen wir schauen; denn ein besseres und vollkommeneres Vorbild für die Nachfolge werden wir nicht finden.
Was wollen wir mehr als einen treuen Freund an unserer Seite, der uns in Mühsal und Not nicht verlässt, wie es weltliche Freunde tun? Wohl dem, der ihn wirklich und aufrichtig liebt und ihn immer neben sich hat!
Schauen wir auf den Apostel Paulus, der Jesus eingeschrieben und eingeprägt in seinem Herzen trug und gar nicht anders konnte, als Jesus auch im Munde zu führen. Als ich das eingesehen hatte, forschte ich sorgfältig und lernte, dass die der Beschauung besonders ergebenen Heiligen keinen anderen Weg gegangen waren, so zum Beispiel Franziskus, Antonius von Padua, Bernhardin und Katharina von Siena. Diesen Weg müssen wir in großer Freiheit gehen und uns ganz in die Hand Gottes geben. Gerne wollen wir gehorchen, wenn er uns unter seine Diener und Helfer aufnehmen will.
Wann immer wir an Christus denken, immer wollen wir beachten, von welcher Liebe er getrieben wurde, uns so viele Gnaden und Wohltaten zu gewähren, und welche Liebe uns Gott gezeigt hat, dass er uns ein solches Pfand seiner Zuneigung schenkte, denn Liebe verlangt Gegenliebe. Darum wollen wir uns Mühe geben, das immer vor Augen zu haben und dadurch die Liebe in uns zu wecken. Denn wenn Gott uns die Gnade erweist, unsern Herzen diese Liebe tief einzuprägen, wird uns alles ganz leicht, und in kurzer Zeit bringen wir mit wenig Mühe sehr viel zustande.

im Kloster der Menschwerdung, Avila

Statue der hl. Theresia in Alba den Tormes, Gnaden durch das innere Gebet

Bild der Heiligsprechung durch Gregor XV. (Museum Alba de Tormes) - inneres Gebet

Verherrlichung der hl. Theresia, Karmel Brescia (Hymnus Lesehore, Vita)

Über das Gebet

Stundengebet des Karmel

In der Taufkirche der hl. Theresia von Avila

Der Konvent über dem Geburtshaus der hl. Theresia

Wie der Herr begonnen hat, meine Seele wachzurufen - Begegnung mit dem Schmerzensmann

Die Gnade der geistlichen Vermählung

Das verwundete Herz 

Am Grab der hl. Theresia von Avila in Alba de Tormes 

 

Menschwerdungskloster, Avila

Donnerstag, 14. Oktober 2021

Papst Callistus I.

 

Heiliger Kallistus, bitte für uns!

 

Kallistus kam aus niederem Stand. Papst Zephyrin machte ihn um 199 zum Diakon und übertrug ihm die Sorge für die christlichen Begräbnisstätten (Katakomben) an der Via Appia. 217 wurde er von Klerus und Volk von Rom zum Papst gewählt, gegen den heftigen Protest des Presbyters Hippolyt (vgl. 13. August), der ihn - zu Unrecht - der Irrlehre und des Laxismus beschuldigte. Die Nachrichten über das Martyrium des hl. Kallistus (222) sind unsicher. Seine Beisetzung in Trastevere wird im römischen Staatskalender von 354 erwähnt.

Gütiger Gott, erhöre unsere Gebete, die wir am Gedenktag
des heiligen Märtyrerpapstes Kallistus vor dich bringen.
Sieh auf sein heiliges Leben und Sterben
und gewähre der Kirche allezeit deine Hilfe.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Statue des hl. Kallistus, Kathedrale von Reims

Mosaik in S. Maria in Trastevere, Rom


Papst Callistus I., St. Paul vor den Mauern, Rom

Mittwoch, 13. Oktober 2021

Der Pilger Koloman

 

Heiliger Koloman, bitte für uns!


Am Grab des hl. Koloman in der Stiftskirche Melk 

am Ort seiner Hinrichtung

 

Gott, du Ziel unseres Lebens,

der heilige Koloman hat auf der Fahrt

zu den Stätten des Leidens Christi

unschuldig die Strafe des Galgens erlitten

und in christlicher Geduld den Tod angenommen.

Höre auf seine Fürsprache

und hilf auch uns, Christus zu suchen,

ihm nachzufolgen

und dir zu vertrauen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.