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Grab der hl. Hedwig im rechten Seitenschiff
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Nach ihrem Tod 1243 wurde die bereits zu Lebzeiten heiligmäßig verehrte Herzogin Hedwig von Andechs in der Klosterkirche bestattet. Nach der Heiligsprechung 1267 erfolgte die Übertragung ihrer Gebeine in das Hedwigsgrab in der Südapsis der Kirche, die kurze Zeit später zu einer Kapelle erweitert wurde, die Hedwigs Enkel Wladislaus, der Erzbischof von Salzburg war, stiftete. 1679/80 erhielt das Hedwigsgrab seine heutige prunkvolle Gestalt. Neben dem Hedwigsgrab fand die letzte Schlesische Piastin Charlotte von Brieg († 1707) ihre letzte Ruhestätte. (Quelle)
Reliquienschrein der hl. Hedwig auf dem Wawel
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Hedwigskapelle in der Klosterkirche Trebnitz
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Herzogin, Wohltäterin, Ordensfrau
Namensdeutung:
geweihter Kampf (althochdt.)
Namenstage:
Hedwig, Hadwig, Hedi, Edwige, Hadewych, Hedvika, Jadwiga, Eduvigis
Gedenktag:
16. Oktober
Lebensdaten: geboren um 1175 in Andechs am Ammersee, gestorben am 14. Oktober 1243 in Trebnitz (heute polnisch Trzebnica), Schlesien
Lebensgeschichte:
Hedwig, die Tochter des Herzogs von Andechs und Meranien, wurde im
Kloster Kitzingen erzogen und mit zwölf Jahren mit dem schlesischen
Herzogssohn Heinrich vermählt, der ab 1201 nach und nach den Großteil
Polens regierte.
Hedwig hatte durch ihre weitreichenden Familienverbindungen – sie war unter anderem die Tante Elisabeths von Thüringen
– entscheidenden Anteil an der Politik ihres Mannes, mit deutschen
Siedlern das Land wirtschaftlich aufzubauen und militärisch zu sichern
sowie das slawische Gebiet an den Westen zu binden. Neben dieser Rolle
gab sie durch ihr Beispiel – sie soll selbst im Winter barfuß gegangen
sein – und durch zahlreiche Gründungen dem Herzogtum seine
christlich-kulturelle Prägung.
1203 entstand mit dem
Zisterzienserinnenkloster Trebnitz das erste Frauenkloster auf
schlesischem Boden; die erste Äbtissin wurde eine Lehrerin Hedwigs. Das
Herzogspaar gründete neben weiteren Ordensniederlassungen Hospitäler und
Stiftungen für Aussätzige, Arme und Kranke sowie Witwen und Waisen.
1209
legte das Herzogspaar – nach 22 Jahren Ehe und der Geburt von sieben
Kindern – vor dem Breslauer Bischof ein Gelübde ehelicher Enthaltsamkeit
ab. Hedwig nahm in Trebnitz das Leben einer „Religiosa“ auf, ohne an
politischem Einfluss einzubüßen, und trat 1238, nach dem Tod Heinrichs,
als einfache Nonne in dieses Kloster ein. Nach dem Tod ihres Sohnes
Heinrich bei der vernichtenden Niederlage gegen ein Mongolenheer bei
Liegnitz 1241 gründete sie gemeinsam mit seiner Witwe noch eine
Benediktinerabtei.
Sie starb 1243 im Ruf der Heiligkeit und wurde neben ihrem Mann vor dem Hochaltar ihrer Klosterkirche bestattet.
Verehrung:
Hedwig wurde 24 Jahre nach ihrem Tod heiliggesprochen. Ihr Grab in
Trebnitz ist neben dem Annaberg der größte Wallfahrtsort Schlesiens.
Nach ihrer Kriegsvertreibung brachten viele Schlesier die Verehrung
ihrer Landespatronin mit in ihre neue deutsche Heimat. Heute gilt Hedwig
als Schutzheilige der deutsch-polnischen Aussöhnung. Reliquien der
Heiligen werden auch im Kloster Andechs und in der Berliner
St.-Hedwigs-Kathedrale verehrt.
Darstellung: gekrönt oder mit Herzogshut über dem Schleier, mit Schuhen in den Händen, mit Kirchen- bzw. Klostermodell
Patronin: von Schlesien und Polen, Andechs, der (Erz-) Bistümer Breslau und Görlitz
(BistumAugsburg)
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Heilige Hedwig, bitte für uns!
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Hochaltarbild Aufnahme Mariens, ehem. Zisterzienserinnenkirche
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Am 16. Oktober gedenkt die Kirche auch des hl. Gallus, der hl. Margaretha Maria Alacoque und des Redemptoristen Gerhard Majella