Freitag, 17. März 2023

Am Grab der hl. Gertrud von Nivelles

Stiftskirche St. Gertrud von Nivelles

Holzstatue des hl. Gertrud in der Stiftskirche

Gertrud von Nivelles in Nivelles

die hl. Gertrud wird vom hl. Patrick empfangen (das Sterben d. hl. Gertrud)

 Heute gedenkt die Kirche auch des hl. Patrick.

Grab der hl. Gertrud, Heilige Gertrud, bitte für uns!

 

Herr, unser Gott,

du hast im Herzen der heiligen Gertrud

das Verlangen geweckt,

das Wort der Schrift zu verstehen

und deine Weisung zu erkennen.

Lehre auch uns,

aus der Kraft deines Wortes zu leben

und Werke der Liebe zu tun.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Mittwoch, 15. März 2023

Gebet des hl. Klemens Maria Hofbauer um die Erhaltung des Glaubens

 

Kreuz am Hochaltar von Maria am Gestade

Gebet des Hl. Klemens Maria Hofbauer um die Erhaltung des hl. Glaubens,
durch Papst Leo XIII. mit einem Ablass von 300 Tagen versehen.

 "O mein Erlöser, sollte denn jener schreckliche Augenblick gekommen sein, in welchem nur wenige Christen übrig bleiben, die vom Geiste des Glaubens belebt sind, - jener Augenblick, in dem dein Zorn, den wir herausgefordert, uns deines Schutzes berauben sollte= Haben also die Laster und das Sittenverderbnis deiner Kinder deine Gerechtigkeit nunmehr unwiderruflich zur Rache getrieben? -

O Stifter und Vollender unseres Glaubens, wir beschwören dich in der Bitterkeit unserer zerknirschten Herzen, gestatte doch nicht, dass das schöne Licht des Glaubens in uns erlösche. Gedenke deiner alten Erbarmungen und blicke mitleidsvoll auf deinen Weinberg, den deine Rechte gepflanzt hat, der mit dem Schweiße der Apostel befeuchtet, mit dem Blute von tausend und tausend Märtyrern und den Tränen so vieler großmütiger Büßer begossen und durch die Gebete so vieler Bekenner und unschuldiger Jungfrauen befruchtet ist.

Göttlicher Mittler, siehe hin auf jene eifrigen Seelen, die sich unablässig zu dir erheben und dich um Erhaltung des wahren Glaubens, dieses kostbarsten Schatzes, anflehen. Halte ein, o gerechtester Gott, das Urteil unserer Verwerfung, wende deinen Blick ab von unseren Sünden und hefte ihn vielmehr auf das anbetungswürdige Blut, welches, am Kreuze vergossen, uns das Heil erwarb und es noch täglich auf unseren Altären erbittet. Ach, erhalte uns im wahren römisch katholischen Glauben. Mögen immerhin Krankheiten uns betrüben, mögen Bedrängnisse uns aufreiben und Unglücksfälle uns niederbeugen: lasse uns nur unseren heiligen Glauben; denn im Besitze dieser kostbaren Gnade ertragen wir gerne jegliches Leiden, und nichts kann unsere Glückseligkeit stören. Hingegen des größten Schatzes, des Glaubens, beraubt, wäre unser Unglück namenlos und ohne Grenzen.

O Jesus, Stifter unseres Glaubens, bewahre uns rein, erhalte uns fest im Schifflein Petri, treu und gehorsam seinem Nachfolger, deinem Statthalter hienieden, damit die Einheit unserer heiligen Kirche erhalten, die Heiligkeit befördert, der Apostolische Stuhl frei und geschützt und die allgemeine Kirche zum Heile der Seelen mehr und mehr ausgebreitet werde.

O Jesus, Stifter unseres Glaubens, demütige und bekehre die Feinde deiner Kirche, verleihe allen christlichen Königen und Fürsten und dem ganzen gläubigen Volke Frieden und wahre Einigkeit; stärke und bewahre uns alle in deinem hl. Dienste, damit wir dir leben und in dir sterben. O Jesus, Stifter unseres Glaubens, ja, dir lebe ich, dir sterbe ich. Amen."

(Beringer, "Die Ablässe"; S. 306-307, Erster Band, Paderborn 1915)

 Kelch bei den Wiener Redemptoristen

Redemptoristenkirche in Amsterdam

Der Klemensaltar in der Wiener Marienkirche, Brief an den Wiener Nuntius (Lesehore)

Klemens-Denkmal vor der Wiener Marienkirche

Klemens als Beichtvater bei den Wiener Ursulinen

Die Ruhestätte des hl. Klemens Maria Hofbauer in Maria am Gestade

Das Grab des hl. Klemens im Weitwinkel 

Das Klemens-Museum in Maria am Gestade

Maria am Gestade

Tasswitz - am Geburtsort des hl. Klemens Maria Hofbauer

Das Leben des hl. Klemens Maria Hofbauer dargestellt auf den Fenstern der Geburtskirche in Tasswitz

 

Klemens Maria Hofbauer, Bild in der Sakristei von Maria am Gestade

Sonntag, 12. März 2023

In dir eine Quelle, deren Wasser ins ewige Leben fließt

 

die Frau am Jakobsbrunnen, Salisbury Cathedral

EvangeliumJoh 4, 5–42

Das Wasser, das ich gebe, wird zu einer Quelle werden, deren Wasser ins ewige Leben fließt

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit
5 kam Jesus zu einer Stadt in Samárien, die Sychar hieß
und nahe bei dem Grundstück lag,
das Jakob seinem Sohn Josef vermacht hatte.
6Dort befand sich der Jakobsbrunnen.
Jesus war müde von der Reise
und setzte sich daher an den Brunnen;
es war um die sechste Stunde.
7Da kam eine Frau aus Samárien, um Wasser zu schöpfen.
Jesus sagte zu ihr: Gib mir zu trinken!
8Seine Jünger waren nämlich in die Stadt gegangen,
um etwas zum Essen zu kaufen.
9Die Samaríterin sagte zu ihm:
Wie kannst du als Jude
mich, eine Samaríterin, um etwas zu trinken bitten?
Die Juden verkehren nämlich nicht mit den Samarítern.
10Jesus antwortete ihr:
Wenn du wüsstest, worin die Gabe Gottes besteht
und wer es ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken!,
dann hättest du ihn gebeten
und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.
11Sie sagte zu ihm: Herr, du hast kein Schöpfgefäß
und der Brunnen ist tief;
woher hast du also das lebendige Wasser?
12Bist du etwa größer als unser Vater Jakob,
der uns den Brunnen gegeben
und selbst daraus getrunken hat,
wie seine Söhne und seine Herden?
13Jesus antwortete ihr:
Wer von diesem Wasser trinkt, wird wieder Durst bekommen;
14wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde,
wird niemals mehr Durst haben;
vielmehr wird das Wasser, das ich ihm gebe,
in ihm zu einer Quelle werden,
deren Wasser ins ewige Leben fließt.
15Da sagte die Frau zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser,
damit ich keinen Durst mehr habe
und nicht mehr hierherkommen muss, um Wasser zu schöpfen!
16Er sagte zu ihr: Geh, ruf deinen Mann
und komm wieder her!
17Die Frau antwortete: Ich habe keinen Mann.
Jesus sagte zu ihr:
Du hast richtig gesagt: Ich habe keinen Mann.
18Denn fünf Männer hast du gehabt
und der, den du jetzt hast, ist nicht dein Mann.
Damit hast du die Wahrheit gesagt.
19Die Frau sagte zu ihm:
Herr, ich sehe, dass du ein Prophet bist.
20Unsere Väter haben auf diesem Berg Gott angebetet;
ihr aber sagt, in Jerusalem sei die Stätte, wo man anbeten muss.
21Jesus sprach zu ihr:
Glaube mir, Frau, die Stunde kommt,
zu der ihr weder auf diesem Berg
noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet.
22Ihr betet an, was ihr nicht kennt,
wir beten an, was wir kennen;
denn das Heil kommt von den Juden.
23Aber die Stunde kommt und sie ist schon da,
zu der die wahren Beter den Vater anbeten werden
im Geist und in der Wahrheit;
denn so will der Vater angebetet werden.
24Gott ist Geist
und alle, die ihn anbeten,
müssen im Geist und in der Wahrheit anbeten.
25Die Frau sagte zu ihm:
Ich weiß, dass der Messias kommt,
der Christus heißt.
Wenn er kommt,
wird er uns alles verkünden.
26Da sagte Jesus zu ihr:
Ich bin es, der mit dir spricht.
27Inzwischen waren seine Jünger zurückgekommen.
Sie wunderten sich, dass er mit einer Frau sprach,
doch keiner sagte: Was suchst du?
oder: Was redest du mit ihr?
28Die Frau ließ ihren Wasserkrug stehen,
kehrte zurück in die Stadt
und sagte zu den Leuten:
29Kommt her, seht, da ist ein Mensch,
der mir alles gesagt hat, was ich getan habe:
Ist er vielleicht der Christus?
30Da gingen sie aus der Stadt heraus und kamen zu ihm.
31Währenddessen baten ihn seine Jünger: Rabbi, iss!
32Er aber sagte zu ihnen:
Ich habe eine Speise zu essen,
die ihr nicht kennt.
33Da sagten die Jünger zueinander:
Hat ihm jemand etwas zu essen gebracht?34Jesus sprach zu ihnen:
Meine Speise ist es,
den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat,
und sein Werk zu vollenden.
35Sagt ihr nicht: Noch vier Monate dauert es bis zur Ernte?
Sieh, ich sage euch: Erhebt eure Augen
und seht, dass die Felder schon weiß sind zur Ernte!
36Schon empfängt der Schnitter seinen Lohn
und sammelt Frucht für das ewige Leben,
sodass sich der Sämann und der Schnitter gemeinsam freuen.
37Denn hier hat das Sprichwort recht:
Einer sät und ein anderer erntet.
38Ich habe euch gesandt
zu ernten, wofür ihr euch nicht abgemüht habt;
andere haben sich abgemüht
und euch ist ihre Mühe zugutegekommen.
39Aus jener Stadt kamen viele Samaríter zum Glauben an Jesus
auf das Wort der Frau hin,
die bezeugt hatte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe.
40Als die Samaríter zu ihm kamen,
baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben;
und er blieb dort zwei Tage.
41Und noch viel mehr Leute kamen zum Glauben an ihn
aufgrund seiner eigenen Worte.
42Und zu der Frau sagten sie:
Nicht mehr aufgrund deiner Rede glauben wir,
denn wir haben selbst gehört
und wissen:
Er ist wirklich der Retter der Welt.

(Sonntagsevangelium, 3 Fastensonntag. A)

Kathedrale von Salisbury



Donnerstag, 9. März 2023

Altar der hl. Franziska von Rom in S. Francesca Romana

 

Francesca Romana mit dem Jesuskind und Maria

Aus der Lebensbeschreibung der heiligen Franziska Romana.


Gott hat sie nicht erwählt, für sich allein heilig zu werden

Beim frühen Begräbnis ihrer zärtlich geliebten Söhne bewies Franziska Standhaftigkeit. Stets fügte sie sich ruhig dem Willen Gottes und dankte ihm für alles, was geschah. Sie ließ nicht das geringste Zeichen von Abneigung gegen die merken, von denen sie wußte, daß sie unrecht von ihr und ihren Angelegenheiten dachten und sprachen. Vielmehr vergalt sie Böses mit Gutem und pflegte immer für sie zu beten.

Gott hatte sie nicht erwählt, für sich allein heilig zu werden, sondern damit sie die ihr von oben verliehenen Gaben zum geistlichen und leiblichen Heil der Mitmenschen nütze. In Rom gab es viele Krankheiten, überall Sterbende und von der Pest Befallene. Die Heilige achtete nicht auf die Ansteckungsgefahr und zögerte nicht, den Elenden und Hilfsbedürftigen herzliches Erbarmen zu schenken. Wenn sie solche fand, war es ihr ein leichtes, sie durch Mitleid zur Sühne zu bewegen. Dann half sie ihnen eifrig durch ihre Dienste und mahnte sie liebenswürdig, von Gott gerne jedes Ungemach anzunehmen und aus Liebe zu dem zu tragen, der als erster für uns so viel getragen habe. Franziska begnügte sich nicht mit der Heilung der Kranken, die sie bei sich zu Hause zusammengebracht hatte. Sie suchte sie in ihren Hütten und in den öffentlichen Krankenhäusern auf. Denen, die sie dort fand, gab sie im Durst zu trinken, machte ihnen die Betten und verband die Wunden.

Da es in einer solchen Zeit ansteckender Krankheiten schwer ist, für die Heilung des Leibes einen Arzt zu finden, ging sie auf die Suche nach ihnen. Priester führte sie zu denen, die schon zum Empfang des Bußsakramentes und der Eucharistie vorbereitet waren. Damit das leichter nach ihrem Willen geschehen konnte, unterhielt sie auf eigene Kosten einen Priester, der zu den genannten Krankenhäusern zu gehen und die von ihr bezeichneten Kranken zu besuchen hatte.

(Lesehore)


Engel mit Weihwasserbehälter von Bernini





 

Am 9. März gedenkt die Kirche der hl. Franziska von Rom, an ihrem Grab in Rom, in der Londoner Jesuitenkirche, in Santa Maria in Trastevere

und des hl. Dominikus Savio, an seinem Grab in Turin und an seinem Geburtsort, und das Altarbild in der Krypta von Castelnuovo

Mittwoch, 8. März 2023

Johannes von Gott

 


Johannes von Gott heilt/versorgt Kranke, darüber die hl. Familie

Johannes wurde 1495 in Portugal geboren. Als Achtjähriger lief er von zu Hause fort (oder wurde entführt) und führte in Spanien ein abenteuerliches Leben. Abwechselnd war er Schafhirt, Soldat gegen Franzosen und Türken, Handlanger in Afrika und Devotionalienhändler in Gibraltar und Granada. Eine Predigt des seligen Johannes von Avila erschütterte ihn so, dass er von da an (1539) sein Leben ganz in den Dienst der Armen und Kranken stellte. In der Krankenpflege und vor allem durch seine Art, die Geistesgestörten zu behandeln, war Johannes seiner Zeit weit voraus. Er gründete den Orden der Barmherzigen Brüder. Er starb 1550 in Granada und wurde 1690 heilig gesprochen.
erzabteibeuron

Barmherziger Gott, die Liebe zu dir hat den heiligen Johannes gedrängt,

an den Leiden der Kranken Anteil zu nehmen und ihnen zu helfen.

Dränge auch uns zu Werken der Barmherzigkeit

und lass uns zu denen gehören, die dein Reich besitzen.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 
 
Spitalskapelle der Barmherzigen Brüder in Wien

Statue des Johannes von Gott vor dem Spital der Barmherzigen Brüder in Wien

Montag, 27. Februar 2023

Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid

 


Wiener Neustädter Liebfrauendom

Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 25

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

31Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.

32Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.

33Er wird die Schafe zu seiner Rechten versammeln, die Böcke aber zur Linken.

34Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist.

35Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen;

36ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen.

37Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?

38Und wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?

39Und wann haben wir dich krank oder im Gefängnis gesehen und sind zu dir gekommen?

40Darauf wird der König ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.

41Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!

42Denn ich war hungrig, und ihr habt mir nichts zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;

43ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich nicht aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir keine Kleidung gegeben; ich war krank und im Gefängnis, und ihr habt mich nicht besucht.

44Dann werden auch sie antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig oder durstig oder obdachlos oder nackt oder krank oder im Gefängnis gesehen und haben dir nicht geholfen?

45Darauf wird er ihnen antworten: Amen, ich sage euch: Was ihr für einen dieser Geringsten nicht getan habt, das habt ihr auch mir nicht getan.

46Und sie werden weggehen und die ewige Strafe erhalten, die Gerechten aber das ewige Leben.



Fresko vom Jüngsten Gericht im Wiener Neustädter Dom

Freitag, 24. Februar 2023

Reihe auch uns ein in die Schar deiner Auserwählten

 

Wiener Neustädter Dom mit Apostelfiguren

 

Gott, du kennst die Herzen aller Menschen;

du hast es gefügt, dass der heilige Matthias

zum Kollegium der Apostel hinzugewählt wurde.

Deine Liebe lenke auch unseren Weg

und reihe uns ein in die Schar deiner Auserwählten.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Glasfenster in Rochester Cathedral

Die Matthiasreliquien in Padua

Glasfenster im All Souls College in Oxford

Das Matthiasgrab in Trier

Heiliger Apostel Matthias, bitte für uns!


Montag, 20. Februar 2023

Erbitte uns Standhaftigkeit und Mut zum Zeugnis, hl. Corona

Heilige Corona, bitte für uns!
Glasfenster in St. Corona am Schöpfl, NÖ

 

Die Heilige Corona (Korona, * um 160 in Ägypten oder Syrien; † 177) soll eine frühchristliche Märtyrin gewesen sein. Sie ist nach katholischer  Betrachtung die Patronin des Geldes, der Fleischer und der Schatzgräber. Das Patronat in Geldangelegenheiten verdankt sie ihrem Namen, der auf deutsch „Krone“ bedeutet, eine Bezeichnung für verschiedene Währungen.

Der Überlieferung zufolge soll Corona zur Zeit der Christenverfolgungen das Martyrium im Alter von 16 Jahren gemeinsam mit dem ebenfalls heilig gesprochenen Soldaten Victor von Siena erlitten haben. Während dieser gemartert wurde, soll die als Braut, eines seiner Kameraden vermutete Corona, ihn getröstet und ermutigt haben. Aus diesem Grund sei sie verhaftet und verhört worden. Schließlich soll sie von ihren Peinigern zwischen zwei herabgebogene Palmen gebunden und beim Emporschnellen der beiden Palmen zerrissen worden sein. Victor soll enthauptet worden sein. Andere Quellen berichten, dass Corona Victors Ehefrau gewesen sei. (bistumaugsburg)

Der Gedenktag der hl. Corona ist der 14. Mai, gelegentlich auch der 20. Februar. Besondere Verehrung wird der Heiligen in Österreich und in Ostbayern zuteil, wo ihr verschiedene Wallfahrten gewidmet sind.


Hochaltar der hl. Corona in St. Corona am Wechsel, Litanei zur hl. Corona

Bei den Reliquien von Corona und Viktor (Martyriumsbericht)

Glasfenster im Straßburger Münster 

Ausflug nach St. Corona am Schöpfl 

 

St. Corona am Schöpfl, NÖ

Dienstag, 14. Februar 2023

Wir Slawen haben niemand.... (Cyrill und Methodius)

 

Kirche zum hl. Blasius /Vlaho, Dubrovnik

Die slawische Lebensbeschreibung des Methodius überliefert uns die Bitte, die Fürst Rastislaw an Kaiser Michael III. durch seine Gesandten richtete, mit folgenden Worten: »Zahlreiche christliche Lehrer sind zu uns aus Italien, Griechenland und Germanien gekommen, die uns in verschiedener Weise unterrichten. Aber wir Slawen ... haben niemanden, der uns auf verständliche Weise in die Wahrheit einführt und uns darin unterrichtet«.(15) Das war die Stunde, da Konstantin und Methodius aufgefordert wurden, sich auf den Weg zu machen. Ihre tiefchristliche Antwort auf diese Bitte, wie sie sie jetzt und bei ähnlichen Gelegenheiten gaben, ist in wunderbarer Weise mit den Worten ausgedrückt, die Konstantin an den Kaiser richtete: »Wenn auch müde und von schwacher Gesundheit, so gehe ich doch mit Freude in jenes Land«;(16) »mit Freude breche ich auf für den christlichen Glauben«.(17)

Die Echtheit und Kraft ihres missionarischen Auftrags stammten aus der innersten Mitte des Erlösungsgeheimnisses, und ihre Verkündigung unter den Slawenvölkern sollte ein wichtiges Glied in jener Sendung bilden, die der Erlöser der gesamten Kirche bis ans Ende der Zeiten aufgetragen hat. In ihrem Wirken erfüllten sich − in einer bestimmten Zeit und unter konkreten Umständen − die Worte Christi, der in der Kraft von Kreuz und Auferstehung die Apostel aufgefordert hatte: »Verkündet das Evangelium allen Geschöpfen«;(18) »geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern«.(19) Indem sie danach handelten, ließen sich diese Missionare und Lehrer der Slawenvölker vom apostolischen Ideal des hl. Paulus leiten: »Ihr seid alle durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus (als Gewand) angelegt. Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid 'einer' in Christus Jesus«.(20)

Neben einer hohen Achtung vor den Personen und selbstloser Sorge für deren Wohl, besaßen die beiden heiligen Brüder auch ein gutes Maß an Energie, Klugheit, Eifer und Liebe, die unerläßlich sind, um den Menschen das Glaubenslicht zu bringen und zugleich das wahre Heil vor Augen zu stellen mit dem Angebot konkreter Hilfe, um es auch wirklich zu erreichen. Für dieses Ziel strebten sie danach, in allem denjenigen ähnlich zu werden, denen sie das Evangelium brachten; sie wollten Mitbürger jener Völker werden und ihr Geschick in allem teilen.

(SLAVORUM APOSTOLI VON PAPST  JOHANNES PAUL II. Nr. 9 )

Heilige Cyrill und Methodius, bittet für uns!
Sv. Vlaho, Dubrovnik