Montag, 10. April 2023

Emmaus (im Heiligen Land)

 

Glasfenster in Notre Dame de Chartres (B16, Generalaudienz, 11.April 2007)

Cambridge, Jesus College, Glasfenster
Glasfenster in St Alban´s Cathedral

Emmaus-Gang 
Mosaik im Johannes Paul II. Heiligtum Krakau (Benedikt XVI., Regina Caeli, 7.4.2008)
Relief in Santo Domingo de Silos 
Wandteppich in Vatikanischen Museen (2)
Wandteppich (1) - Johannes Paul II., Mane nobiscum Domine)

Ikone der Emmausbegegnung

Liebe Freunde, auch heute tritt der Auferstandene in unsere Häuser und in unsere Herzen ein, obwohl die Türen manchmal verschlossen sind. Er tritt ein und schenkt Freude und Frieden, Leben und Hoffnung: Gaben, die wir für unsere menschliche und geistliche Neugeburt brauchen. Nur er kann jene Grabsteine wegwälzen, die der Mensch oft auf seine Empfindungen, seine Beziehungen, sein Verhalten legt – Steine, die den Tod bestimmen: Spaltungen, Feindschaften, Groll, Neid, Mißtrauen, Gleichgültigkeit. Nur er, der Lebendige, kann der Existenz Sinn verleihen und jene, die müde und traurig sind, die kein Vertrauen und keine Hoffnung haben, den Weg wieder aufnehmen lassen. Das haben die beiden Jünger erfahren, die am Ostertag auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus waren (vgl. Lk 24,13–35). Sie sprechen über Jesus, aber ihr trauriges Gesicht (vgl. V. 17) bringt enttäuschte Hoffnung, Ungewißheit und Schwermut zum Ausdruck. Sie hatten ihr Dorf verlassen, um Jesus mit seinen Freunden nachzufolgen, und hatten eine neue Wirklichkeit entdeckt, in der Vergebung und Liebe nicht mehr nur Worte waren, sondern das Leben konkret berührten. Jesus von Nazaret hatte alles neu gemacht, hatte ihr Leben verwandelt. Aber jetzt war er gestorben und alles schien zu Ende zu sein.

Plötzlich sind jedoch nicht mehr zwei, sondern drei Personen unterwegs. Jesus kommt zu den beiden Jüngern hinzu und geht mit ihnen, aber sie sind unfähig, ihn zu erkennen. Gewiß, sie haben die Gerüchte über seine Auferstehung gehört, denn sie berichten ihm: »Einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe« (V. 22–23). All das reichte jedoch nicht aus, um sie zu überzeugen: »Ihn selbst aber sahen sie nicht« (V. 24). Daraufhin legte Jesus ihnen geduldig dar, »ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht« (V. 27). Der Auferstandene erläutert den Jüngern die Heilige Schrift und bietet ihren grundlegenden Interpretationsschlüssel: sich selbst und sein Ostergeheimnis.

Über ihn legen die Schriften Zeugnis ab (vgl. Joh 5,39–47). Plötzlich weitet sich der Sinn von allem, der Sinn des Gesetzes, der Propheten und der Psalmen; er wird vor ihren Augen deutlich. Jesus hatte ihnen die Augen für das Verständnis der Schrift geöffnet (vgl. Lk 24,45). Inzwischen waren sie im Dorf angekommen, wahrscheinlich beim Haus eines von ihnen. Der fremde Weggefährte tut, »als wolle er weitergehen « (V. 28), aber dann bleibt er, weil sie ihn inständig bitten: »Bleib doch bei uns« (V. 29). Auch wir müssen dem Herrn immer wieder inständig sagen: »Bleib doch bei uns.« »Als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen« (V. 30). Der Verweis auf die Gesten, die Jesus beim Letzten Abendmahl vollbracht hat, ist offensichtlich. »Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn« (V. 31). Die Gegenwart Jesu, erst mit Worten und dann mit der Geste des Brotbrechens, ermöglicht es den Jüngern, ihn zu erkennen, und sie können auf neue Weise spüren, was sie bereits empfunden hatten, als sie mit ihm gingen: »Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloß?« (V. 32). Diese Episode verweist uns auf zwei vorrangige »Orte«, an denen wir dem Auferstandenen begegnen können, der unser Leben verwandelt: das Hören des Wortes, in Gemeinschaft mit Christus, und das Brechen des Brotes; zwei »Orte«, die zutiefst miteinander verbunden sind, denn »Wort und Eucharistie gehören so eng zueinander, daß eines nicht ohne das andere verstanden werden kann: Das Wort Gottes wird im eucharistischen Geschehen sakramentales Fleisch« (Nachsynodales Apostolisches Schreiben Verbum Domini, 55).

Nach dieser Begegnung, »noch in derselben Stunde, brachen [die beiden Jünger] auf und kehrten nach Jerusalem zurück, und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen« (V. 33–34). In Jerusalem hören sie die Nachricht der Auferstehung Jesu und berichten ihrerseits über ihre eigene Erfahrung, entflammt von der Liebe zum Auferstandenen, der ihnen das Herz geöffnet hat für eine überschwengliche Freude. Wie der hl. Petrus sagt, wurden sie in seinem großen Erbarmen neu geboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten (vgl. 1 Petr 1,3). Denn in ihnen entsteht wieder die Begeisterung für den Glauben, die Liebe zur Gemeinschaft, das Bedürfnis, die gute Nachricht weiterzugeben. Der Meister ist auferstanden, und mit ihm ersteht alles Leben auf; dies zu bezeugen wird für sie zu einer Notwendigkeit, die nicht unterdrückt werden kann.

Liebe Freunde, die Osterzeit möge für uns alle eine günstige Gelegenheit sein, um mit Freude und Begeisterung die Quellen des Glaubens, die Gegenwart des Auferstandenen unter uns neu zu entdecken. Es geht darum, denselben Weg zu gehen, den Jesus die beiden Emmausjünger zurücklegen ließ, durch die Neuentdeckung des Wortes Gottes und der Eucharistie, also mit dem Herrn zu gehen und sich die Augen öffnen zu lassen für den wahren Sinn der Schrift und für seine Gegenwart im Brechen des Brotes. Der Höhepunkt dieses Weges, damals wie heute, ist die eucharistische Kommunion: In der Kommunion nährt uns Jesus mit seinem Leib und seinem Blut, um in unserem Leben gegenwärtig zu sein, um uns neu zu machen, beseelt von der Kraft des Heiligen Geistes.

Abschließend lädt uns die Erfahrung der Jünger ein, über den Sinn des Osterfestes für uns nachzudenken. Wir wollen dem auferstandenen Jesus begegnen! Er, der Lebendige und Wahre, ist immer unter uns gegenwärtig; er geht mit uns, um unser Leben zu leiten, um unsere Augen zu öffnen. Haben wir Vertrauen in den Auferstandenen, der die Macht hat, das Leben zu schenken, damit wir als Kinder Gottes neu geboren werden, fähig zu glauben und zu lieben. Der Glaube an ihn verwandelt unser Leben: Er befreit es von der Angst, er gibt ihm feste Hoffnung, er läßt es beseelt sein von dem, was der Existenz den vollen Sinn verleiht: von der Liebe Gottes. Danke.

(Benedikt XVI, Generalaudienz, 11. April 2012)

Kapelle in Emmaus-Nicopolis, Heiliges Land

Samstag, 8. April 2023

Jesus, ich danke Dir, Du hast uns erlöst

 

 

Am heutigen Karsamstag gedenken wir der Grabesruhe unseres Herrn Jesus Christus und seines Hinabsteigens in das Totenreich. Während wir uns aber mit der Tatsache auseinandersetzen müssen, dass Menschen Gott aus der Welt schaffen wollen, nimmt er dem Tod seine Macht und verwandelt er unsere menschliche Vergänglichkeit in neues Leben. An seinem Grab knien wir nieder und rufen:

V: Jesus ruht im Grabe. Kommt, wir beten ihn an!

A: Er starb den Tod, den alle Menschen sterben.

V: Im Tod hat er den Tod vernichtet, das Leben neu geschaffen.

A: Er starb unseren Tod und schenkt uns sein Leben.

V: Lasst uns ihn besingen als Schöpfer und Herrn.

A: Jesus ruht im Grabe. Kommt wir beten ihn an!

V: Heiliger Gott, heiliger Starker, heiliger Unsterblicher, erbarme dich unser. A: wiederholen 2x

 

Marienkirche, Berndorf, NÖ

 

Donnerstag, 6. April 2023

Eucharistie ist Hochzeit

 

im Abendmahlsaal, Verduner Altar, Stift Klosterneuburg

Liebe Brüder und Schwestern!

Qui, pridie quam pro nostra omniumque salute pateretur, hoc est hodie, accepit panem: So werden wir heute beim Hochgebet der heiligen Messe sagen. „Hoc est hodie“ – die Liturgie des Gründonnerstags fügt in den Wortlaut des Gebets das „Heute“ ein und unterstreicht damit die besondere Würde dieses Tages. „Heute“ war es, daß er dies getan, uns für immer sich selbst im Sakrament seines Leibes und Blutes geschenkt hat. Dieses „Heute“ ist zunächst Erinnerung an das Pascha von damals. Aber es ist doch mehr. Mit dem Hochgebet treten wir in dieses Heute hinein. Unser Heute berührt sich mit seinem Heute. Er tut es jetzt. Die Liturgie der Kirche will uns mit diesem Wort „Heute“ dazu bringen, mit großer innerer Wachheit auf das Geheimnis dieses Tages zu achten, auf die Worte, in denen es sich ausdrückt. Versuchen wir also, neu dem Einsetzungsbericht zuzuhören, wie ihn die Kirche von der Schrift her im Hinschauen auf den Herrn selber formuliert hat.

Da wird uns als erstes treffen, daß der Einsetzungsbericht gar kein selbständiger Satz ist, sondern mit einem Relativpronomen beginnt: qui pridie. Dieses „qui“ hängt den ganzen Bericht an das vorhergehende Gebetswort an: „Mache sie uns … zum Leib und Blut deines geliebten Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus“. Der Bericht ist so mit dem vorausgehenden Gebet, mit dem ganzen Hochgebet verknüpft und selbst zum Gebet gemacht. Er ist gar nicht einfach ein Bericht, der hier eingeschoben wäre, und es sind auch nicht selbständige Vollmachtsworte, die etwa das Gebet unterbrechen würden. Er ist Gebet. Und nur im Beten vollzieht sich der priesterliche Akt des Verwandelns, der Transsubstantiation unserer Gaben von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi. Betend steht die Kirche in diesem zentralen Moment ganz im Einklang mit dem Geschehen im Abendmahlsaal, denn Jesu Tun wird beschrieben mit den Worten: „Gratias agens benedixit Danksagend segnete er“. Die römische Liturgie hat damit in zwei Wörter auseinandergenommen, was im hebräischen Berakha eins ist und im Griechischen hingegen auch in den zwei Worten Eucharistia und Eulogia erscheint. Der Herr dankt. Im Danken anerkennen wir, daß etwas Gabe ist, die von einem anderen kommt. Der Herr dankt und gibt damit das Brot, „die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit“, an Gott zurück, um es von ihm her neu zu empfangen. Danken wird segnen. Was Gott in die Hand gegeben ist, kehrt von ihm gesegnet, verwandelt zurück. Die römische Liturgie hat also recht, wenn sie unser Beten in diesem heiligen Moment mit den Worten auslegt: „wir bringen [die Opfergaben] dar“, „wir flehen“, „wir bitten, nimm diese Opfergaben an“, „segne sie“. All das verbirgt sich in dem Wort „Eucharistia

Im Einsetzungsbericht des Römischen Kanons gibt es noch eine Besonderheit, die wir in dieser Stunde bedenken wollen. Die betende Kirche blickt hin auf die Hände und auf die Augen des Herrn. Sie will gleichsam zusehen, sie will die Gebärde seines Betens und Tuns in dieser einzigartigen Stunde wahrnehmen, gleichsam auch über die Sinne der Gestalt Jesu begegnen. „Er nahm das Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände…“ Wir schauen auf die Hände hin, mit denen er Menschen geheilt hat; auf die Hände, mit denen er Kinder gesegnet hat; auf die Hände, die er Menschen aufgelegt hat; und auf die Hände, die am Kreuz angenagelt wurden und die für immer die Wundmale als Zeichen seiner todbereiten Liebe tragen. Nun sind wir beauftragt zu tun, was er getan hat: das Brot in die Hände zu nehmen, damit es durch das eucharistische Gebet verwandelt werde. In der Priesterweihe sind unsere Hände gesalbt worden, damit sie Segenshände werden. Bitten wir den Herrn in dieser Stunde, daß unsere Hände immer mehr dem Heil, dem Segen, der Vergegenwärtigung seiner Güte dienen!

Aus der Einleitung zum hohepriesterlichen Gebet Jesu (vgl. Joh 17, 1) entnimmt der Kanon dann die Worte: „Er erhob seine Augen zum Himmel, zu dir, seinem Vater, dem allmächtigen Gott.“ Der Herr lehrt uns, unsere Augen und vor allem unser Herz zu erheben. Aufzuschauen aus den Dingen dieser Welt und uns betend auf Gott hin auszurichten und aufzurichten. In einem Hymnus des Stundengebets bitten wir den Herrn, daß er unsere Augen behüte, damit sie nicht „vanitates“ schöpfen und in uns einlassen – das Eitle, das Nichtige, den bloßen Schein. Wir bitten darum, daß nicht durch die Augen das Böse in uns eintritt und unser Sein von innen her verfälscht und beschmutzt. Wir wollen aber vor allem darum bitten, daß wir Augen haben für alles Wahre, Helle, Gute; daß wir sehend werden für die Gegenwart Gottes in der Welt. Daß wir mit Augen der Liebe, mit Jesu Augen in die Welt schauen und so die Brüder und Schwestern erkennen, die unser bedürfen, die auf unser Wort und unsere Tat warten.

Segnend bricht der Herr dann das Brot und teilt es seinen Jüngern aus. Brotbrechen ist die Gebärde des Hausvaters, der für seine Familie sorgt und ihr gibt, was sie zum Leben braucht. Es ist aber auch die Gebärde der Gastlichkeit, mit der der Fremdling, der Gast in die Familie aufgenommen wird, Anteil an ihrem Leben erhält. Teilen – Aus-teilen ist Einen. Durch das Teilen wird Gemeinschaft gestiftet. Im gebrochenen Brot teilt der Herr sich selbst aus. Der Gestus des Brechens weist auch geheimnisvoll auf seinen Tod hin, auf die Liebe bis zum Tod. Er teilt sich aus, das wahre „Brot für das Leben der Welt“ (vgl. Joh 6, 51). Denn die Nahrung, die der Mensch im tiefsten braucht, ist die Gemeinschaft mit Gott selber. Im Danksagen und Segnen verwandelt Jesus das Brot, gibt nicht mehr irdisches Brot, sondern die Gemeinschaft mit sich selbst. Diese Verwandlung aber will der Anfang der Verwandlung der Welt sein. Daß sie Welt der Auferstehung, Welt Gottes werde. Ja, es geht um Verwandlung. Um den neuen Menschen und um die neue Welt, die im konsekrierten, verwandelten, transsubstantiierten Brot anbricht.

Wir hatten gesagt, daß Brotbrechen Gestus der Gemeinschaft, des Einens durch Teilen ist. So ist in der Gebärde selbst schon das innere Wesen der Eucharistie angedeutet: Sie ist Agape, sie ist leibhaftig gewordene Liebe. Im Wort Agape gehen die Bedeutungen Eucharistie und Liebe ineinander über. Im Brotbrechen Jesu hat die sich austeilende Liebe ihre äußerste Radikalität erlangt: Jesus läßt sich als lebendiges Brot brechen. Im ausgeteilten Brot erkennen wir das Geheimnis des Weizenkorns, das stirbt und so Frucht bringt. Wir erkennen die neue Brotvermehrung, die aus dem Sterben des Weizenkorns kommt und bis ans Ende der Welt reicht. Zugleich sehen wir, daß Eucharistie nie bloß liturgische Handlung sein kann. Sie ist nur ganz, wenn aus liturgischer Agape Liebe im Alltag wird. Im christlichen Kult ist beides eins – das Beschenktwerden durch den Herrn im gottesdienstlichen Akt und der Gottesdienst der Liebe dem Nächsten gegenüber. Bitten wir in dieser Stunde den Herrn, daß wir das ganze Geheimnis der Eucharistie immer mehr zu leben lernen und daß so die Verwandlung der Welt beginne.

Nach dem Brot nimmt Jesus den Kelch mit Wein. Der Römische Kanon bezeichnet den Kelch, den der Herr den Jüngern reicht, als præclarus calix (als „erhabenen Kelch“) und spielt damit auf Ps 23 [22] an, den Psalm von Gott, dem mächtigen und gütigen Hirten. Da heißt es: “Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde … Du füllst mir reichlich den Becher“ – calix præclarus. Der Römische Kanon versteht dieses Psalmwort als eine Prophetie, die in der Eucharistie sich erfüllt: Ja, der Herr deckt uns den Tisch mitten in den Bedrohungen dieser Welt, und er schenkt uns den herrlichen Kelch – den Kelch der großen Freude, des wahren Festes, nach dem wir uns alle sehnen. Den Kelch gefüllt mit dem Wein seiner Liebe. Der Kelch bedeutet Hochzeit: Nun ist die Stunde da, auf die die Hochzeit von Kana geheimnisvoll hingedeutet hatte. Ja, die Eucharistie ist mehr als Mahl, sie ist Hochzeit. Und diese Hochzeit beruht auf der Selbstschenkung Gottes bis in den Tod hinein. In den Abendmahlsworten Jesu und im Hochgebet der Kirche verbirgt sich das festliche Geheimnis der Hochzeit unter dem Wort „novum testamentum“. Dieser Kelch ist das Neue Testament – „der Neue Bund in meinem Blut“, so gibt Paulus in der zweiten Lesung das Kelchwort Jesu wieder (1 Kor 11, 25). Der Römische Kanon fügt hinzu, „des Neuen und ewigen Bundes“, um die Unauflöslichkeit dieser hochzeitlichen Verbindung Gottes mit der Menschheit auszudrücken. Daß die alten Übersetzungen der Bibel nicht von Bund, sondern von Testament sprechen, hat seinen Grund darin, daß da nicht zwei gleichberechtigte Partner einander begegnen, sondern der unendliche Abstand von Gott und Mensch waltet. Was wir Neuen und Alten Bund nennen, ist nicht ein Akt der Partnerschaft zwischen zwei gleichen Partnern, sondern reines Geschenk von Gott her, der uns seine Liebe – sich selbst – vermacht. Freilich – durch dieses Geschenk seiner Liebe macht er uns dann über allen Abstand hinweg wirklich zu Partnern, vollzieht sich das hochzeitliche Geheimnis der Liebe.

Damit wir verstehen können, was in der Tiefe da geschieht, müssen wir noch genauer auf die Worte der Bibel und auf ihre ursprüngliche Bedeutung hören. Da sagen uns die Forscher, daß „einen Bund herstellen“ in der frühen Zeit, von der die Geschichten der Väter Israels sprechen, die Bedeutung hat: „in einen fremden Blutsverband eintreten bzw. den Partner in den eigenen Verband einbeziehen und so in Rechtsgemeinschaft miteinander treten“. Auf diese Weise wird eine reale, wenn auch nicht materielle Blutsverwandtschaft geschaffen. Die Partner werden zu „Brüdern aus demselben Fleisch und Bein“. Der Bund bewirkt eine Ganzheit, die Friede ist (ThWNT II 105–137). Ahnen wir nun, was in der Stunde des Abendmahls geschah und seither sich immer wieder vollzieht, wenn wir Eucharistie feiern? Gott, der lebendige Gott, tritt mit uns in eine Gemeinschaft des Friedens, mehr, er schafft „Blutsverwandtschaft“ zwischen sich und uns. Durch Jesu Menschwerdung, durch sein vergossenes Blut sind wir in eine ganz reale Blutsverwandtschaft mit Jesus und so mit Gott selbst hineingezogen. Das Blut Jesu ist seine Liebe, in der göttliches und menschliches Leben eins geworden sind. Bitten wir den Herrn, daß wir die Größe dieses Geheimnisses immer mehr verstehen. Daß es seine verwandelnde Kraft in unserm Innern entfalte, damit wir wahrhaft Blutsverwandte Jesu werden, von seinem Frieden durchdrungen und so auch einander zugehörig.

Nun steht aber noch einmal eine Frage auf. Christus reicht im Abendmahlssaal den Jüngern seinen Leib und sein Blut, das heißt sich selber in der Ganzheit seiner Person dar. Aber kann er das? Er steht doch noch physisch unter ihnen, ihnen gegenüber! Die Antwort lautet: In dieser Stunde tut Jesus das, was er zuvor in der Hirtenrede angekündigt hatte: „Niemand entreißt mir mein Leben, sondern ich gebe es von mir aus hin. Ich habe Macht, mein Leben hinzugeben, und ich habe Macht, es wieder zu nehmen…“ (Joh 10, 18). Niemand kann ihm sein Leben entreißen: Er gibt es selbst. In dieser Stunde nimmt er Kreuzigung und Auferstehung voraus. Was dort sozusagen physisch an ihm geschehen wird, vollzieht er jetzt schon voraus in der Freiheit seiner Liebe. Er gibt sein Leben, und er nimmt es in der Auferstehung wieder, um es für immer austeilen zu können.

Herr, heute schenkst du uns dein Leben, schenkst uns dich selbst. Durchdringe uns mit deiner Liebe. Laß uns in deinem Heute leben. Mache uns zu Werkzeugen deines Friedens. Amen.

Benedikt XVI, Gründonnerstag, 9. April 2009

Mittwoch, 5. April 2023

Mit einem Kuß?

 

Verrat durch Judas, im Eingangsbereich der Santa Sanctorum, Rom

Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus 26

In jener Zeit

14ging einer der Zwölf  namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern

15und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke.

16Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.

17Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten?

18Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern.

19Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.

20Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch.

21Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern.

22Da waren sie sehr betroffen, und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr?

23Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten.

24Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.

25Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es.


Montag, 3. April 2023

Der Duft seiner Liebe hat das ganze Haus erfüllt (über Johannes Paul II.)

 

Maria salbt Jesus

GEDENKMESSE ZUM 2. JAHRESTAG DES TODES
DES DIENERS GOTTES JOHANNES PAUL II.

PREDIGT VON BENEDIKT XVI.

Vorplatz des Petersdomes
Montag, 2. April 2007

 

Verehrte Mitbrüder im bischöflichen und im priesterlichen Dienst,
liebe Brüder und Schwestern!

Vor zwei Jahren, ungefähr um diese Stunde, ist der geliebte Papst Johannes Paul II. aus dieser Welt geschieden und in das Haus des Vaters heimgekehrt. Mit diesem Gottesdienst wollen wir vor allem Gott danken, daß er ihn uns für gut 27 Jahre zum Vater und sicheren Führer im Glauben gegeben hat; zum eifrigen Hirten und mutigen Propheten der Hoffnung, zum unermüdlichen und leidenschaftlichen Diener der Liebe Gottes. Zugleich bringen wir das eucharistische Opfer dar für das Heil seiner erwählten Seele, in unauslöschlicher Erinnerung an die große Hingabe, mit der er die heiligen Geheimnisse feierte und das Altarsakrament anbetete, die Mitte seines Lebens und seines unermüdlichen apostolischen Wirkens.

Ich möchte euch allen, die ihr an dieser heiligen Messe teilnehmt, meinen Dank aussprechen. Einen besonderen Gruß richte ich an Kardinal Stanislaw Dziwisz, Erzbischof von Krakau, wobei ich die Gefühle nachempfinde, die in diesem Augenblick sein Inneres bewegen. Ich grüße die übrigen Kardinäle, die Bischöfe, die Priester und Ordensleute, die hier zugegen sind; die Pilger, die aus Polen gekommen sind; die vielen Jugendlichen, die Papst Johannes Paul II. besonders innig geliebt hat, und die vielen Gläubigen, die aus ganz Italien und aus der ganzen Welt hierher auf den Petersplatz gekommen sind.

Der zweite Jahrestag des frommen Heimgangs dieses geliebten Papstes findet zu einer Zeit statt, die für die innere Sammlung und das Gebet besonders geeignet ist. Denn wir sind gestern, am Palmsonntag, in die Karwoche eingetreten, und die Liturgie läßt uns die letzten Tage des Lebens unseres Herrn Jesus auf Erden neu erleben. Heute führt sie uns nach Betanien, wo genau »sechs Tage vor dem Paschafest« – wie der Evangelist Johannes berichtet – Lazarus, Marta und Maria dem Meister ein Gastmahl bereiten. Die Erzählung des Evangeliums verleiht unserer Betrachtung eine intensive österliche Atmosphäre. Das Gastmahl in Betanien geht dem Tod Jesu voraus im Zeichen der Salbung, die Maria zu Ehren des Meisters vornahm und die er im Hinblick auf seine Grablegung angenommen hat (vgl. Joh 12,7). Aber es ist auch Ankündigung der Auferstehung durch die Anwesenheit des auferweckten Lazarus, ein deutliches Zeugnis der Macht Christi über den Tod. Neben der prägnanten österlichen Bedeutung hat die Erzählung vom Gastmahl in Betanien auch einen gefühlvollen Nachhall an sich und ist von Zuneigung und Verehrung erfüllt; sie ist eine Mischung aus Freude und Schmerz: von großer Freude über den Besuch Jesu und seiner Jünger, über die Auferweckung des Lazarus und über das nahende Paschafest; von tiefer Bitterkeit, weil dieses Paschafest das letzte sein könnte, wie es die Feindseligkeiten der Juden, die Jesus töten wollten, und die Drohungen sogar gegen Lazarus, den man beseitigen wollte, befürchten ließen.

Es gibt in diesem Abschnitt des Evangeliums eine Geste, die unsere Aufmerksamkeit weckt und die auch jetzt unsere Herzen in besonderer Weise berührt: Maria von Betanien nahm mit einem Mal »ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar« (Joh 12,3). Dies ist eine jener Einzelheiten aus dem Leben Jesu, die Johannes in seinem Herzen bewahrt hat und die eine unglaubliche Ausdruckskraft beinhalten. Sie spricht von der Liebe zu Christus, einer wunderbaren, überströmenden Liebe, wie diese über seine Füße ausgegossene »kostbare« Salbe. Eine Tat, die Judas Iskariot natürlich empörte: Die Logik der Liebe kollidiert mit der Logik des Profits.

In uns, die wir im Gebet vereint sind zum Gedächtnis meines verehrten Vorgängers, weckt Marias Geste der Salbung starken Widerhall und geistliche Eindrücke. Sie ruft das leuchtende Zeugnis in Erinnerung, das Johannes Paul II. von einer vorbehaltlosen und vollen Liebe zu Christus gegeben hat. Der »Duft« seiner Liebe »hat das ganze Haus erfüllt« (vgl. Joh 12,3), das heißt die Kirche. Sicher, wir, die wir ihm nahestanden, haben es in besonderer Weise wahrgenommen, und dafür danken wir Gott. Aber auch die Fernstehenden hatten davon Nutzen, denn die Liebe von Papst Wojtyla zu Christus war so stark und so tief, daß sie in alle Teile der Welt sozusagen übergeflossen ist. Sind nicht die Wertschätzung, die Achtung und die Zuneigung, die Glaubende und Nichtglaubende bei seinem Tod zum Ausdruck brachten, ein deutlicher Beweis dafür? Augustinus schreibt in seinem Kommentar zu diesem Abschnitt des Johannesevangeliums: »Das Haus wurde vom Wohlgeruch des Salböls erfüllt; das heißt, die Welt wurde mit einem guten Ruf erfüllt; denn ein Wohlgeruch ist ein guter Ruf … Durch die guten Christen wird der Name Gottes gepriesen« (In Io. Evang. Tr. 50,7). Das ist wirklich wahr: Der intensive und fruchtbare Hirtendienst und noch mehr das Martyrium der Agonie und der ruhige Tod unseres geliebten Papstes haben die Menschen unserer Zeit erkennen lassen, daß Jesus Christus für ihn wahrhaftig »alles« war.

Die Fruchtbarkeit dieses Zeugnisses, das wissen wir, kommt vom Kreuz. Im Leben Karol Wojtylas war das Wort »Kreuz« nicht nur ein Wort. Schon von Kindheit und Jugend an kannte er Leid und Tod. Als Priester und als Bischof und vor allem als Papst hat er den letzten Ruf des auferstandenen Christus an Simon Petrus am Ufer des See Gennesaret ernst genommen: »Folge mir nach! … Du aber folge mir nach!« (Joh 21,19.22). Besonders während des langsamen, aber unaufhaltsamen Fortschreitens der Krankheit, die ihm nach und nach alles genommen hat, ist sein Dasein eine Ganzhingabe an Christus geworden, eine lebendige Verkündigung seines Leidens, in der Hoffnung, die vom Glauben an die Auferstehung erfüllt war.

Sein Pontifikat stand ganz unter dem Zeichen der »Großherzigkeit«, der großmütigen vorbehaltlosen Selbsthingabe. Was hat ihn bewegt, wenn nicht die mystische Liebe zu Christus, zu dem, der ihn am 16. Oktober 1978 hatte rufen lassen mit den Worten des Zeremoniells: »Magister adest et vocat te – Der Meister ist da und ruft dich«? Am 2. April 2005 kam der Meister wieder, diesmal ohne Vermittler, und rief ihn, um ihn heimzuführen, in das Haus des Vaters. Und er antwortete wieder spontan, aus furchtlosem Herzen, und flüsterte: »Laßt mich zum Herrn gehen« (vgl. S. Dziwisz, Una vita con Karol, S. 223).

Seit langem hatte er sich auf diese letzte Begegnung mit Jesus vorbereitet, wie die vielen Entwürfe des Testaments beweisen. Während seines langen Verweilens in der Privatkapelle sprach er mit ihm, überließ sich völlig seinem Willen und vertraute sich Maria an, indem er das »Totus tuus« wiederholte. Wie sein göttlicher Meister lebte er seine Agonie im Gebet. An seinem letzten Lebenstag, am Vortag des Sonntags der Göttlichen Barmherzigkeit, bat er darum, daß ihm gerade das Johannesevangelium vorgelesen werde. Mit Hilfe der Personen, die ihm beistanden, wollte er an allen täglichen Gebeten und am Stundengebet teilnehmen, er wollte bei der Anbetung und der Meditation mitwirken. Er ist betend gestorben. Er ist wahrhaftig im Herrn entschlafen.

»Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt« (Joh 12,3). Kommen wir auf diese so eindrucksvolle Aussage des Evangelisten Johannes zurück. Der Duft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe des Papstes erfüllte sein ganzes Haus, erfüllte den Petersplatz, erfüllte die Kirche und verbreitete sich in der ganzen Welt. Was nach seinem Tod geschehen ist, war für den, der glaubt, die Wirkung dieses »Duftes«, der alle, die Nahen und die Fernen, berührt hat; und er hat sie zu einem Menschen hingezogen, den Gott allmählich seinem Christus gleichförmig gemacht hat. Deshalb können wir auf ihn die Worte des ersten Liedes vom Gottesknecht anwenden, die wir in der Ersten Lesung gehört haben: »Seht, mein Knecht, den ich stütze, mein Erwählter, der mir gefällt. Ich habe auf ihn meinen Geist gelegt, er wird den Völkern das Recht bringen« (Jes 42,1). »Gottesknecht – Diener Gottes«: Das ist er gewesen, und so wird er jetzt in der Kirche genannt, während sein Seligsprechungsprozeß rasch fortschreitet, von dem heute morgen die Diözesanuntersuchung über das Leben, die Tugenden und den Ruf der Heiligkeit abgeschlossen wurde. »Diener Gottes«. Das ist ein Titel, der ihm besonders angemessen ist. Der Herr hat ihn in seinen Dienst gerufen auf dem Weg des Priestertums und hat ihm nach und nach immer weitere Horizonte eröffnet: von seiner Diözese bis zur universalen Kirche. Diese weltumspannende Dimension hat im Augenblick seines Todes die größte Ausdehnung erreicht; ein Ereignis, das die ganze Welt mit einer in der Geschichte noch nie dagewesenen Anteilnahme mitgelebt hat.

Liebe Brüder und Schwestern, der Antwortpsalm hat uns Worte voll Zuversicht in den Mund gelegt. In der Gemeinschaft der Heiligen scheint es uns, sie mit der lauten Stimme des geliebten Johannes Pauls II. zu hören, der vom Haus des Vaters aus – dessen sind wir sicher – den Weg der Kirche unaufhörlich begleitet. »Hoffe auf den Herrn und sei stark! Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn! (Ps 27,14). Ja, haben wir festen Mut, liebe Brüder und Schwestern, und lebendige Hoffnung! Mit dieser Einladung im Herzen setzen wir die Eucharistiefeier fort, wobei wir schon das Licht der Auferstehung Christi ahnen, das in der Osternacht nach der dramatischen Finsternis des Karfreitags erstrahlen wird. Das »Totus tuus« des geliebten Papstes sporne uns an, ihm auf dem Weg der Selbsthingabe an Christus durch die Fürsprache Marias zu folgen. Das erwirke uns gerade sie, die heilige Jungfrau, während wir ihren Händen diesen unseren Vater, Bruder und Freund anvertrauen, damit er in Gott in Frieden ruhe und sich freue. Amen.

Magdalen College - Oxford

Sonntag, 2. April 2023

Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen

 

Petrusfenster in St Peter´s church, Nottingham
 

69E Petrus aber saß draußen im Hof.
Da trat eine Magd zu ihm
und sagte:
S Auch du warst mit diesem Jesus aus Galiläa zusammen.
70E Doch er leugnete es vor allen
und sagte:
S Ich weiß nicht, wovon du redest.
71E Und als er zum Tor hinausgehen wollte,
sah ihn eine andere Magd
und sagte zu denen, die dort standen:
S Der war mit Jesus dem Nazoräer zusammen.
72E Wieder leugnete er
und schwor:
S Ich kenne den Menschen nicht.
73E Wenig später kamen die Leute, die dort standen,
und sagten zu Petrus:
S Wirklich, auch du gehörst zu ihnen,
deine Mundart verrät dich.
74E Da fing er an zu fluchen
und zu schwören:
S Ich kenne den Menschen nicht.
E Gleich darauf krähte ein Hahn
75und Petrus erinnerte sich an das Wort, das Jesus gesagt hatte:
Ehe der Hahn kräht,
wirst du mich dreimal verleugnen.
Und er ging hinaus
und weinte bitterlich.

 

Ich kenne den Menschen nicht

Samstag, 1. April 2023

Dort wollte er Leiden und Tod auf sich nehmen

 

Einzug in Jerusalem, St Peter´s church, Nottingham

 

Liebe Brüder und Schwestern,

In den Tagen der Fastenzeit haben wir uns auf Ostern vorbereitet; wir haben uns bemüht um die Bekehrung unseres Herzens und um tätige Nächstenliebe. Heute aber sind wir zusammengekommen, um mit der ganzen Kirche in die Feier der österlichen Geheimnisse unseres Herrn einzutreten.

Christus ist in seine Stadt Jerusalem eingezogen; dort wollte er Leiden und Tod auf sich nehmen, dort sollte er auch auferstehen. Mit Glauben und innerer Hingabe begehen wir das Gedächtnis seines Einzugs.
Wir folgen dem Herrn auf seinem Leidensweg und nehmen teil an seinem Kreuz, damit wir auch Anteil erhalten an seiner Auferstehung und seinem Leben.


(Einleitung  in die Liturgie des Palmsonntags)


Hosanna dem Höchsten, Hosanne dem Sohne Davids
Gesegnet der kommt im Namen des Herrn

Einzug in Jerusalem

eine kleine Darstellung des Einzugs

Glasfenster in der Kathedrale von Brüssel (B16, Palmsonntag 2012)

Jesus auf einem Esel in St. Nikolaus in Hall in Tirol

Chorgestühl in der Kathedrale von Cordoba

Der Einzugsesel war ein weißer Esel😄😄😄

Fresko in der Unterkirche von Assisi (Adrienne v. Speyr, Johannesevangelium)

Relief in Notre Dame de Paris (Ratzinger, Mitarbeiter der Wahrheit)

es war einer meiner Vorfahren😁

Fresko in rumän.-orthodoxer Kirche in Knittelfeld/Ö (Papst Benedikt, Palmsonntag 2012) 

Glasfenster in Chartres (Papst Benedikt, Palmsonntag 2009) 

Glasfenster in der Kathedrale von Canterbury