Freitag, 25. September 2026

Ihr sollt auch das Leiden Gottes in Euren Herzen tragen (Niklaus von Flüe)

 

Weißkirchen an der Traun

Ein Turm im Dienste Gottes, Malerei in der unteren Ranftkapelle, 2025 

Das Gleichnis vom Rad (Glasfenster und Messgewand in der oberen Ranftkapelle)

Reliquie in der Ranft, 2021

Die Zelle von Bruder Klaus, 2019

Bruder Klaus Kirche am Hubertussee in der Walster (Glasfenster und Reliquie)

Das Leben des hl. Niklaus in Bildern aus der kleinen Ranftkapelle

Niklaus und Dorothea (Gebet von JPII. am Grab von Niklas)

Am Grab des hl. Niklaus in Sachseln

Das Gebetbuch des hl. Bruders Klaus

Der Todestag des hl. Niklaus von Flüe

Das Wohnhaus des hl. Niklaus




Hochaltarbild Mariä Aufnahme/Himmelfahrt, Weißkirchen an der Traun

Rätsel: wo ist der hl. Niklaus?

Aus einem Dankbrief von Bruder Klaus an die Ratsherren von Bern (aus der Lesehore)
(Quelle)

Den Ehrwürdigen! Der Name Jesus sei euer Gruss, und wir wünschen euch viel Gutes und danken euch viel Gutes und der Heilige Geist sei euer letzter Lohn. Ich danke euch ernst und sehr eure freundliche Gabe, denn ich erkenne dadurch eure väterliche Liebe, die mich mehr freut als die Gabe. Ihr sollt wissen, dass ich ein grosses Genügen daran habe, und wäre sie auch die Hälfte kleiner, so würde mir das noch immer ganz genügen. Und wenn ich es um eure Liebe könnte verdienen, Gott oder der Welt gegenüber, so wollte ich das tun mit gutem Willen. Der Bote, dem ihr’s aufgegeben, hat mir’s förderlich gebracht. Bitte, lasst ihn euch auch empfohlen sein.

Von Liebe wegen schreibe ich euch mehr. Gehorsam ist die grösste, die im Himmel und auf dem Erdreich ist. Darum sollt ihr schauen, dass ihr einander gehorsam seid, und Weisheit ist das allerliebst deswegen, weil sie alle Dinge zum besten anfängt. Fried ist allweg in Gott, denn Gott ist der Fried, und Fried mag nicht zerstört werden, Unfried aber würde zerstört. Darum sollt ihr schauen, dass ihr auf Fried abstellt, Witwen und Waisen beschirmet, wie ihr noch bisher getan. Und wes Glück sich auf dem Erdreich mehret, der soll Gott dankbar dafür sein, so mehret es sich auch im Himmel. Den offenen Sünden soll man wehren und der Gerechtigkeit allweg beistehen.

Ihr sollt auch das Leiden Gottes in Euren Herzen tragen, denn es ist des Menschen grösster Trost an seinem letzten End. Es ist mancher Mensch, der ist zweifelhaftig am Glauben, und der Teufel tut manchen Einfall durch den Glauben und allermeist durch den Glauben. Wir sollen aber nicht zweiflerisch darin sein, denn er ist so, wie er gesetzt ist, und ich schreibe euch nicht darum, weil ich glaubte, ihr glaubet nicht recht; mir zweifelt nicht daran, dass ihr gute Christen seid; ich schreibe es euch zu einer Vermahnung, dass, wenn der böse Geist jemanden darum ansucht, er desto ritterlicher widerstehe. Nicht mehr. Gott sei mit euch.

Gegeben auf St. Barbaratag im 82. Jahr. Darum habe ich mein eigen Insiegel auf diesen Brief drucken lassen.
Ich Bruder Klaus von Flüe


Heiliger Niklaus, bitte für uns!
Weisskirchen an der Traun

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