Mittwoch, 12. August 2026

Eine einzige heilige Messe - Karl Leisner

Heute gedenkt die Kirche auch der hl. Johanna Franziska von Chantal und des hl. Papstes Innozenz XI., der 1683 mithalf Wien vor den Türken zu retten.

des Xantener Doms

1966 wurde die Krypta unter dem Dom erweitert und Opfer des Nationalsozialismus in dieser beigesetzt. So befinden sich dort Urnen mit Asche aus den Konzentrationslagern Auschwitz, Bergen-Belsen und Dachau. Ebenfalls in der Krypta befinden sich die Gräber Heinz Bellos, Karl Leisners und Gerhard Storms. Aschenurnen, Erinnerungsstücke und Schrifttafeln erinnern an Wilhelm Frede, Nikolaus Groß und Johannes Maria Verweyen. Am 28. Januar 2006 wurde auch eine Reliquie des Bischofs Clemens August Graf von Galen, der in Xanten und Münster gegen den Nationalsozialismus gepredigt hatte, in die Xantener Krypta übergeführt. (wikipedia)

Zugang zur Krypta 


Foto von der Generalprobe der Priesterweihe
Foto von der Generalprobe der Priesterweihe
(Quelle: bistumaugsburg)
  

Karl Leisner, Priester und Märtyrer. Karl Leisner wurde am 28. Februar 1915 zu Rees am Niederrhein geboren. Er war ein begnadeter Jugendführer und wurde als Diakon Leiter der Jungschar im Bistum Münster. Als er im November 1939 vom missglückten Attentat des Georg Elsner auf Hitler erfuhr, sagte er dazu: „Schade!“
Daraufhin wurde er sofort denunziert und am nächsten Tag verhaftet. Er kam zuerst in das Konzentrationslager Sachsenhausen, dann nach Dachau, wo er Folter in unerschütterlichem Gottvertrauen ertrug, auch als sein Gesundheitszustand sich mehr und mehr verschlechterte.
Ein ebenfalls inhaftierter französischer Bischof weihte Karl Leisner am 17. Dezember 1944 geheim zum Priester. Im Geheimen konnte er im Konzentrationslager am 26. Dezember 1944 eine einzige heilige Messe feiern. Nach der Befreiung aus Dachau durch die Amerikaner starb Karl Leisner trotz aufopfernder Pflege am 12. August 1945 im Alter von 30 Jahren. Er wurde in der Krypta des Domes zu Xanten beigesetzt und 1996 von Johannes Paul II. selig gesprochen.

Krypta in St. Vikor mit den Gräbern der Märtyrer 

Vor der Subdiakonenweihe schrieb Karl Leisner am 25. Februar 1939 in sein Tagebuch:

Jetzt geht es auf das letzte Liebeswort für das ganze Leben zu, mit aller Lust und allem Leid gesprochen – wie jedes Liebeswort, auch unter Menschen, die sich restlos einander lieben und wei­hen wollen. – Ich spreche „Ja, Vater”, weil Gott zu mir gesprochen „Ja, du bist mein lieber Sohn”. – Ich kann und will nicht mehr anders und koste es das Leben des Kreuzes; und das kostet es ganz sicher mehr als ich es aussprechen kann. Aber ich ahne es. Herr, ich entscheide mich frei für Dich, Dir gehört mein Leben und Sterben! (Quelle)


Seliger Karl Leisner, bitte für uns!
Grab von Karl Leisner

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